Hinz und Kunz über den Sportmonat April

Noch einen Kaffee . . .

  © Hans Snoek: Pixelio

Hinz: Hallo Kunz, wir sind spät dran mit dem Rückblick auf den Sportmonat April.

Kunz: Gemach, gemach mein Hinz. Erzähle mir erst von Deinen echten Sorgen.

Hinz: Ach, Kunz. Heute wieder sehr angriffslustig. Wollen wir in die Chronologie des Aprils einsteigen?

Kunz: Ja. Sonst laufen uns noch die Leser weg. Herr Ober, zwei Kaffee und den gedeckten Apfelkuchen aus der Vitrine. Schaut gut aus. Danke.

Hinz: Wie war der Start in den April?

Kunz: Bayrisches Hoch im Fußball.

Hinz: Magische Momente. Old Traffor verstummte. Damit hatte Bayern wieder ein Halbfinale in der Champions-League erreicht. Dies gelang zuletzt 2001 in der Königsklasse. Hattest Du dann den erlebten Spaziergang gegen Lyon erwartet?

Kunz: Nein, die Franzosen sind nicht zu unterschätzen. Doch im Rückspiel war es ein deutlicher Klassenunterschied. Der Abend von Ivica Olic. Die internationale Presse war voll des Lobes. Ich habe mir zwei Gläser Rioja gegönnt und auf die Mannschaft und den Architekten des Erfolgs, Louis van Gaal, angestoßen. Großartiger Moment.

Hinz: Im Finale treffen die Superhirne Louis van Gaal und José Mourinho aufeinander. Ach, unser Kaffee und der Kuchen kommen. Vielen Dank.

Kunz: Ja, phantastisch. Der rotebrauseblogger hat dies sehr schön vor dem Rückspiel von Inter Mailand in Barcelona formuliert:

,,Natürlich wünsche ich mir José Mourinho im Finale. Mourinho vs. van Gaal, da würden zwei aufeinander treffen, die sich in ihrer großartigen Mischung aus Genie und Wahnsinn sehr ähnlich sein dürften.“

Beide, van Gaal und Mourinho,  schwärmen ja voneinander. Der Inter-Coach hat ja 1997 bis 2000 in Barcelona als Dolmetscher und Assistent von Louis van Gaal, dem Holländer damals zugearbeitet. Mourinho hat offensichtlich Augen und Ohren weit aufgemacht und vom jetzigen Bayern Trainer eine Menge gelernt. Es wird spannend in Madrid. Ich bin begeistert.

Hinz: Das Millionenspiel der Schach-Titanen hat auch begonnen. Sofia erlebt den Schach-WM-Kampf Anand-Topalov. Der Weltmeister hatte ja eine abenteuerliche und strapaziöse Anreise. Der Schuldige war die isländische Vulkanasche.

Kunz: Anand war nicht der einzige mit einer irren Autoanfahrt. Fliegen ging ja in dem Zeitfenster nicht. Mich wundert, dass deutsche Taxiunternehmen offensichtlich nicht den Umsatz brauchen. Anand musste auf holländische Hilfe zurückgreifen. Mir braucht kein Taxiunternehmer mehr die Ohren volljammern. Chesstigers schrieb:

,,Nachdem am 17. April klar wurde, dass in ganz Deutschland kein Flug mehr abheben würden, blieb nur eine Alternative übrig: der Weg über die Straße. Ein Weg über 2000 Kilometer, wobei fünf Länder durchkreuzt werden mussten und der schnellste Weg über Serbien nicht möglich war. Und wo bekommt man ein geeignetes Fahrzeug nebst Fahrer her? Viele Taxiunternehmen im Rhein-Main Gebiet hatten entweder keine Fahrzeuge oder Fahrer mehr, andere Unternehmen weigerten sich schlicht, „mal eben“ nach Bulgarien zu fahren. Nach mehreren Stunden fand sich dennoch ein Taxiunternehmen in Amstelveen in den Niederlanden(!), welches bereit war, die Fahrt mit zwei Spitzenfahrern und einem geeigneten Transportmittel zu organisieren.“

Mein Dank geht hier auch an die flexiblen Nachbarn aus Holland. Zum Preisfonds beim Turnier. 2 Millionen Euro Preisgeld für die beiden Schachhelden ist bemerkenswert. Der Weltmeister erhält 1,2 Millionen Euro und der Vizeweltmeister 800000 Euro. Nach so einem Kampf sind für beide auch weitere verstärkte Vermarktungsmöglichlkeiten vorhanden.

Hinz: Das Match ist fulminant gestartet. Die ersten beiden Partien ohne Remis. Der Siegeswille ist auf beiden Seiten da. Wird es ein Schachmatch des Jahrzehnts?

Kunz: Frag mich dies bitte nach dem Kampf. 

Hinz: Ansonsten gab es auch viel Freude in Hannover. Der deutsche Eishockeymeister wurde gebührend gefeiert.

Kunz: Eine große Leistung. Vor der Saison hatte ich eher die Eisbären auf dem Zettel. Hannover hat vom Alpenvulkan Hans Zach profitiert. Der Meistercoach hat die Mannschaft optimal eingestellt und in Sachen Motivation macht ihm eh keiner was vor. Ich bin gespannt ob Zach noch ein neues Engagement antritt. Vor der Saison war ja der „Ruhestand“ beschlossene Sache. Dies kann ich mir bei Hans Zach nach dem Meistertitel fast nicht vorstellen. Nach der Heim-WM dürfte auch eine Stelle als Nationaltrainer zu haben sein. Wir werden sehen.

Hinz: Matthias Steiner holt bei der Gewichtheber EM Bronze und feiert sein Comeback. Fabian Hambüchen und die anderen deutschen Turner feiern einen Erfolg in Birmingham. Das erste Mannschaftsgold seit 1936.

Kunz: Für Steiner freut es mich sehr. Es war auch psychologisch wichtig. Hambüchen hatte noch ein wenig Peking Wiedergutmachung betrieben. Steiner und Hambüchen sind positive Typen. Die kommen gut rüber. So der Kuchen hat geschmeckt, der Kaffee war gut. Hinz ich übernehm die Rechnung.

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