Spektakulärer Sponsoringvertrag: Adidas Geldsegen für Chelsea

Der Fußball und das Sportmarketing kennen keine finanziellen Grenzen. Das fränkische Unternehmen Adidas, mit den markanten drei Streifen, stattet den Champions-League Sieger von 2012 und Europa-League Gewinner von 2013, seit dem WM-Jahr 2006 aus. Chelsea darf sich über einen weiteren 10-Jährigen Geldsegen freuen. Das Schweizer Branchenmagazin Sponsoring Extra reisst die neue Dimension an:

,,Das ist Weltrekord für einen Fussballklub: Der FC Chelsea hat seinen Sponsoringvertrag mit Adidas um zehn Jahre verlängert und kassiert dafür nach Informationen des englischen Boulevardblatts „Sun“ 353 Millionen Euro.“

Milliardär Roman Abramowitsch und Startrainer José Mourinho dürfte es also bei etwaigen Transfers in den nächsten Jahren nicht am nötigen Kleingeld fehlen. Dabei war Geld auch in den letzten Jahren reichlich vorhanden. Roman Abramowitsch kaufte Chelsea 2003 und selbst Bayern München hatte einst das Nachsehen, der deutsche Rekordmeister aus der bayerischen Landeshauptstadt musste den talentierten, ehrgeizigen sowie torgefährlichen Mittelfeldspieler Michael Ballack ablösefrei wechseln lassen. Für viele Fußballfans ist Roman Abramowitsch eine Reizfigur. Die Journalisten Dominic Midgley und Chris Hutchins näherten sich der Person in dem Buch Der Milliardär aus dem Nichts – Roman Abramowitsch. Der heutige Chelsea Eigentümer hat einen langen Weg hinter sich. In den 80igern verkaufte er noch Puppen auf einem Marktstand in Moskau. Später fand er den Kontakt zu Jelzin und Putin. Tappten manche Oligarchen in die politische Ungnade-Falle, bewegte sich Abramowitsch äußerst geschickt im Umgang mit den jeweils politisch Mächtigen in Russland.

Traveler Digital Camera

Im Vorwort schrieb Horst Kläuser, Korrespondent für den deutschen Hörfunk in Moskau:

,,Die Karten, die der Vollwaise Roman ausgeteilt bekam, enthielten zunächst keinen Trumpf-Stich. Praktische Intelligenz, Härte und Bauernschläue, gewiss gepaart mit einer Portion Rücksichtslosigkeit und einem feinen Riecher für nutzbare Situationen mussten zusammen kommen.“

Ich hab das Buch mit seinen 316 Seiten damals verschlungen. Unglaublich gut geschrieben und recherchiert. Teilweise liest es sich wie ein spannender Wirtschaftskrimi. Doch zurück zum Sponsoring. Nun also der neue 10 Jahres Deal mit Adidas. Roman Abramowitsch dürfte zufrieden sein. Die kolportierten 353 Millionen Euro bis zur Saison 2022/2023 sind eine Kampfansage an die Konkurrenz. Ein feiner Riecher für eine finanziell nützliche Situation.

Heat oder das Duell der Superhirne

Es ist das lang ersehnte Duell. Mich erinnert es an den Film Heat. Al Pacino und Robert De Niro sind besessen von ihrer jeweiligen Berufung. Perfektionisten im Job. Auf den Erfolg fixiert. Beide haben einen Plan. Mit eigener Philosophie. Herausragende Szene im Schnell-Imbiß beim Kaffee trinken. Robert De Niro erläutert gelassen und offen Al Pacino seine Philosophie. Ganz großes Kino.

Der Ausgang des Duells im Film ist an der Stelle ungewiss. Am Sonnabend, beim Duell der Superhirne Louis van Gaal und Jose Mourinho, wird ein aktueller Meister und Pokalsieger das Triple 2010 erreichen. Ja, van Gaal und Mourinho erinnern mich immer an das Duell Robert De Niro und Al Pacino in Heat.

Vor dem Halbfinale in der CL war ich mir sehr sicher das Bayern die Truppe aus Lyon ausschaltet. Ich war mir jedoch auch ziemlich sicher das Barcelona gegen Inter mehr wie Schwierigkeiten bekommt. Ein Freund lag mir immer in den Ohren mit dem Traumfußball der Katalanen. Vor beiden Halbfinalspielen sagte ich ihm: Der Mourinho kann so richtig eklig spielen lassen. Messi und Co. werden sich die Zähne dran ausbeißen.

Im Endspiel stehen die Chancen 50:50. Beide haben das Momentum. Meisterschaft und Pokalsieg. Dabei war die Demontage der Möchtegernpokalhelden aus Bremen beeindruckend. Schönen Gruß an Lemke.

Mourinho war ja in Barcelona eine Zeit lang Assistent und Dolmetscher von van Gaal. Das Duell der Superhirne wird spannend werden. Für mich hat Bayern das Zeug auch gegen die nickligen Inter Spieler zu gewinnen. Der Ausgang des Duells ist ungewiss.

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Empfehlenswerte Aufwärmlektüre bis zum Beginn des Duells

Showdown im Estadio Santiago Bernabéu – von Fernglas FCB

Ein etwas anderer Trainer – Jose Mourinho- The Special One 

von  Planet of Sports

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Hinz und Kunz über den Sportmonat April

Noch einen Kaffee . . .

  © Hans Snoek: Pixelio

Hinz: Hallo Kunz, wir sind spät dran mit dem Rückblick auf den Sportmonat April.

Kunz: Gemach, gemach mein Hinz. Erzähle mir erst von Deinen echten Sorgen.

Hinz: Ach, Kunz. Heute wieder sehr angriffslustig. Wollen wir in die Chronologie des Aprils einsteigen?

Kunz: Ja. Sonst laufen uns noch die Leser weg. Herr Ober, zwei Kaffee und den gedeckten Apfelkuchen aus der Vitrine. Schaut gut aus. Danke.

Hinz: Wie war der Start in den April?

Kunz: Bayrisches Hoch im Fußball.

Hinz: Magische Momente. Old Traffor verstummte. Damit hatte Bayern wieder ein Halbfinale in der Champions-League erreicht. Dies gelang zuletzt 2001 in der Königsklasse. Hattest Du dann den erlebten Spaziergang gegen Lyon erwartet?

Kunz: Nein, die Franzosen sind nicht zu unterschätzen. Doch im Rückspiel war es ein deutlicher Klassenunterschied. Der Abend von Ivica Olic. Die internationale Presse war voll des Lobes. Ich habe mir zwei Gläser Rioja gegönnt und auf die Mannschaft und den Architekten des Erfolgs, Louis van Gaal, angestoßen. Großartiger Moment.

Hinz: Im Finale treffen die Superhirne Louis van Gaal und José Mourinho aufeinander. Ach, unser Kaffee und der Kuchen kommen. Vielen Dank.

Kunz: Ja, phantastisch. Der rotebrauseblogger hat dies sehr schön vor dem Rückspiel von Inter Mailand in Barcelona formuliert:

,,Natürlich wünsche ich mir José Mourinho im Finale. Mourinho vs. van Gaal, da würden zwei aufeinander treffen, die sich in ihrer großartigen Mischung aus Genie und Wahnsinn sehr ähnlich sein dürften.“

Beide, van Gaal und Mourinho,  schwärmen ja voneinander. Der Inter-Coach hat ja 1997 bis 2000 in Barcelona als Dolmetscher und Assistent von Louis van Gaal, dem Holländer damals zugearbeitet. Mourinho hat offensichtlich Augen und Ohren weit aufgemacht und vom jetzigen Bayern Trainer eine Menge gelernt. Es wird spannend in Madrid. Ich bin begeistert.

Hinz: Das Millionenspiel der Schach-Titanen hat auch begonnen. Sofia erlebt den Schach-WM-Kampf Anand-Topalov. Der Weltmeister hatte ja eine abenteuerliche und strapaziöse Anreise. Der Schuldige war die isländische Vulkanasche.

Kunz: Anand war nicht der einzige mit einer irren Autoanfahrt. Fliegen ging ja in dem Zeitfenster nicht. Mich wundert, dass deutsche Taxiunternehmen offensichtlich nicht den Umsatz brauchen. Anand musste auf holländische Hilfe zurückgreifen. Mir braucht kein Taxiunternehmer mehr die Ohren volljammern. Chesstigers schrieb:

,,Nachdem am 17. April klar wurde, dass in ganz Deutschland kein Flug mehr abheben würden, blieb nur eine Alternative übrig: der Weg über die Straße. Ein Weg über 2000 Kilometer, wobei fünf Länder durchkreuzt werden mussten und der schnellste Weg über Serbien nicht möglich war. Und wo bekommt man ein geeignetes Fahrzeug nebst Fahrer her? Viele Taxiunternehmen im Rhein-Main Gebiet hatten entweder keine Fahrzeuge oder Fahrer mehr, andere Unternehmen weigerten sich schlicht, „mal eben“ nach Bulgarien zu fahren. Nach mehreren Stunden fand sich dennoch ein Taxiunternehmen in Amstelveen in den Niederlanden(!), welches bereit war, die Fahrt mit zwei Spitzenfahrern und einem geeigneten Transportmittel zu organisieren.“

Mein Dank geht hier auch an die flexiblen Nachbarn aus Holland. Zum Preisfonds beim Turnier. 2 Millionen Euro Preisgeld für die beiden Schachhelden ist bemerkenswert. Der Weltmeister erhält 1,2 Millionen Euro und der Vizeweltmeister 800000 Euro. Nach so einem Kampf sind für beide auch weitere verstärkte Vermarktungsmöglichlkeiten vorhanden.

Hinz: Das Match ist fulminant gestartet. Die ersten beiden Partien ohne Remis. Der Siegeswille ist auf beiden Seiten da. Wird es ein Schachmatch des Jahrzehnts?

Kunz: Frag mich dies bitte nach dem Kampf. 

Hinz: Ansonsten gab es auch viel Freude in Hannover. Der deutsche Eishockeymeister wurde gebührend gefeiert.

Kunz: Eine große Leistung. Vor der Saison hatte ich eher die Eisbären auf dem Zettel. Hannover hat vom Alpenvulkan Hans Zach profitiert. Der Meistercoach hat die Mannschaft optimal eingestellt und in Sachen Motivation macht ihm eh keiner was vor. Ich bin gespannt ob Zach noch ein neues Engagement antritt. Vor der Saison war ja der „Ruhestand“ beschlossene Sache. Dies kann ich mir bei Hans Zach nach dem Meistertitel fast nicht vorstellen. Nach der Heim-WM dürfte auch eine Stelle als Nationaltrainer zu haben sein. Wir werden sehen.

Hinz: Matthias Steiner holt bei der Gewichtheber EM Bronze und feiert sein Comeback. Fabian Hambüchen und die anderen deutschen Turner feiern einen Erfolg in Birmingham. Das erste Mannschaftsgold seit 1936.

Kunz: Für Steiner freut es mich sehr. Es war auch psychologisch wichtig. Hambüchen hatte noch ein wenig Peking Wiedergutmachung betrieben. Steiner und Hambüchen sind positive Typen. Die kommen gut rüber. So der Kuchen hat geschmeckt, der Kaffee war gut. Hinz ich übernehm die Rechnung.

Spox sucht den Trainer und die Spieler des Jahrzehnts

Das Sportportal spox sucht den Trainer des Jahrzehnts von 2000 – 2009. In der Auswahl sind so klangvolle Namen wie Carlo Ancelotti, Vicente del Bosque, Alex Ferguson, Guus Hiddink, Ottmar Hitzfeld, Jose Mourinho, Luise Felipe Scolari und Arsene Wenger.

Mein persönlicher Heros ist Ottmar Hitzfeld. 2001 mit Bayern München die Champions-League geholt zu haben war denkwürdig. Auch nach seiner eigentlichen „Pensionierung“ wieder ein Comeback feiern und Bayern in der Saison 2007/2008 vom ersten bis letzten Spieltag auf Platz 1 zu halten war bemerkenswert. 2009 führte er die Schweiz als Nationalcoach zur WM Südafrika.

Natürlich ist so eine Wahl immer subjektiv. Vincente del Bosque seine Erfolge mit Real Madrid und die beindruckende Siegesserie in der abgelaufenen WM Qualifikation sind aller Ehren wert.

Vom Charisma und Auftreten mag ich auch Jose Mourinho. Er ist ein Typ. 2004 holte er mit dem FC Porto die Champions-League. Er war reif für die britische Insel.

Als meine Liebste mir Weihnachten 2005 das Buch über den Chelsea Eigner Roman Abramowitsch – Der Milliardär aus dem Nichts – schenkte, konnte ich sehr gut die Ambitionen in puncto sportlicher Erfolg lesen. Gut fand ich auch die Passage über die Personalsuche von Abramowitsch. In Mourinho hatte er einen Coach der Extraklasse gewonnen. Die englische Meisterschaft war ein Ziel. Der Gewinn der Königsklasse ein zweites. 2008 war Chelsea in Moskau im Finale nah dran. Das Elfmeterschießen gewann jedoch Alex Ferguson mit Manchester United.

Damit sind wir bei einem weiteren Erfolgstrainer. Ferguson hat mich jedoch 1999 zu sehr geärgert um meine Stimme zu bekommen. Die Mutter aller Niederlagen von Bayern München in Barcelona tut vielen Bayern Fans, Sympathisanten und Wegbegleitern noch heute weh.

Scolari hat Brasilien zur Weltmeisterschaft geführt. Er geht auch nicht. Dummerweise besiegte er im Endspiel 2002 die deutsche Mannschaft von Rudi Völler.  2004 erging es Felipe Scolari mit Portugal beim EM Heimturnier wie Klinsmann 2006 vor eigenem Publikum mit der WM. Der erhoffte Titel blieb aus.

Guus Hiddink und Arsene Wenger sind auch große Trainer. Sie lassen teilweise begeisternden Fußball spielen. Es fehlt jedoch beiden ein ganz großer Titel in der Champions-League oder auf Nationalmannschaftsebene.

Bliebe zum Schluß in der Auswahl noch Carlo Ancelotti. Ein ganz großer. Der Coach hat 2003 und 2007 mit dem AC Mailand die Champions-League geholt. Mein Respekt. Wäre da nicht die persönliche Symphatie gegenüber Ottmar Hitzfeld und mein Faible für den Chamionsleague Sieg 2001 mit Bayern München, bekäme Carlo Ancelotti meine Stimme.

Hier geht es zur Wahl  der Trainer des Jahrzehnts

Hier geht es zur Wahl  der Torhüter des Jahrzehnts

Hier geht es zur Wahl  der Abwehrspieler des Jahrzenhts

Hier geht es zur Wahl  der Mittelfeldspieler des Jahrzehnts

Hier geht es zur Wahl  der Stürmer des Jahrzehnts

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So wurde gewählt:

Ottmar Hitzfeld wurde zum Trainer des Jahrzehnts gewählt.

Im Tor wurde Oliver Kahn zum besten Torwart des Jahrzehnts gewählt.

Zum besten Abwehrspieler wurde Paolo Maldini erkoren. Die beiden anderen Positionen in der Abwehr bekleiden Carles Puyol und John Terry. 

Im Mittelfeld wurde Zinedine Zidane bester Spieler. Auch im Team sind Kaka, Steven Gerrard und Luis Figo.

Zum besten Stürmer wurde der Brasilianer Ronaldo gewählt. Seine Wegbegleiter im Sturm sind Lionel Messi und Thierry Henry.