Der Schachverein Friedrichshafen II gewann nach 6 Stunden und sichert sich den Klassenerhalt

Lust auf eine faszinierende Sportart? Halten wir uns gar nicht lange mit der Vorrede auf. Nein, die ab und an zu hörende Klage über die Nichtbeachtung von Schachveranstaltungen mag ich so nicht teilen. Es gibt sie ja, die glamourösen Bühnen für Schachspieler. Erinnert sei an die zelebrierte Champagner Rezeption für Großmeister in London:

A Champagne Reception

Oder erinnert sei an die festlich eingedeckte Tafel im Simpson’s-in-the-Strand, einem der ältesten Londoner Restaurants. Es war alles angerichtet für die Genies. Nach getaner Arbeit am Schachbrett stilvoll speisen.

Dinner with the Masters

Auch der mehrfache Schachweltmeister Vishy Anand ließ es sich beim London Chess Classic nach Turnierende nicht nehmen ein paar Züge im feierlichen Ambiente zu spielen. Mit sichtlicher Freude.

Vishy Anand

Soweit die kleine Reminiszenz an London im Dezember 2014.

Die Fotos vom Glamour Schach Dinner, anlässlich der beendeten London Chess Classic 2014, hat Ray-Morris-Hill mir wieder in altbewährter Form, dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

Hier geht es zu seiner Website: www.rmhphoto.eu

Schwenken wir in das neue Jahr 2015.

Die Sportart Schach erlebt gerade ein Renaissance. In den ersten Wochen des Jahres gab es Turniere im niederländischen Schachmekka in Wijk aan Zee, danach das Chess Classic in Baden-Baden mit Deutschlands Spitzenspieler Arkadij Naiditsch und dem Thriller mit Schachweltmeister Magnus Carlsen. In Zürich traf sich vor zwei Wochen ebenfalls ein Teil der Weltklasse mit Ex-Weltmeister Vishy Anand. Am Bodensee wird ebenfalls leidenschaftlich dem königlichen Spiel gefrönt. In der Zeppelin- und Messestadt Friedrichshafen wurde am vorletzten Sonntag wieder Schach in der Bezirksliga gespielt. Der Gastgeber SV Friedrichshafen II empfing den Kontrahenten SF Mengen II. Nach intensiv umkämpften und faszinierenden 6 Stunden waren alle 8 Schachpartien ausgespielt. Doch der Reihe nach.

Gerhard Oberle siegte für die Häfler an Brett 8 recht schnell mit einem Königsangriff.

Markus Funk am Brett 3 konnte wenig später dem Druck auf seine Königsstellung nicht mehr parieren und musste aufgeben. Zwischenstand 1:1.

Tilo Balzer am zweiten Brett sah sich mit dem Wolgagambit seines Gegners vor eine interessante Eröffnungsbehandlung gestellt. Schachfreund Balzer konnte den Mehrbauern lange Zeit verteidigen, übersah aber im Mittelspiel bei guter Stellung leider eine taktische Finesse von Wilfried Meger. Dies kostete einen Turm und die Partie.

An Brett 6 remisierte für die Zeppelinstädter Markus Kiefer in ausgeglichener Stellung.

Nach der Niederlage von Emmerich Dathem an Brett 5 durch Zeitüberschreitung bei leicht passiver Stellung stand es zwischenzeitlich 1,5 : 3,5 zwischen dem SV Friedrichshafen II und SF Mengen II.

Mit dem glänzenden Endspiel-Sieg von Eberhard Böckler an Brett 4 nach permanentem Druck und dem Gewinn von 2 Bauern sowie der Schachpartie fanden die Häfler wieder Anschluss.

Am Brett 7 musste Novo Panic vom Gastgeber lange Zeit die Angriffsversuche der jungen Jasmin Leser abwehren. Es gelang ihm, in ein vorteilhaftes Turmendspiel mit aktivem Königsspiel abzuwickeln und gewann nach über 5 Stunden Spielzeit.

An Brett 1 kämpfte Helmut Strehlau für die Häfler mit den schwarzen Steinen lange Zeit um Ausgleich. Durch Figurentausch gelang es ihm allmählich sich von dem permanenten Druck zu befreien und in ein vorteilhaftes Läufer-/Springer-Endspiel mit einem Mehrbauern abzuwickeln. Nach 6 Stunden Spielzeit sorgt Schachspieler Strehlau für den hart umkämpften Mannschaftssieg der Gastgeber! Der Endstand mit 4,5:3,5 für den SV Friedrichshafen bedeutet den Klassenerhalt.

Auch an der Tabellenspitze gab es ein richtungsweisendes Ergebnis. Nach dem heutigen 6:2 Erfolg gegen Wangen steht Lindau 1 bereits am vorletzten Spieltag als Aufsteiger in die Landesliga fest.

Sport am Bodensee Terminkalender

04.03.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur ab 19.30 Uhr

05.03.2015 Segeln: Jugendversammlung vom Yacht-Club Radolfzell 

05.03.2015 Schach: Spanisch mit GM Zugurds Lanka bei SF Wetzisreute ab 20.30 Uhr

05.03.2015 Segeln: Icebreaker – Party für Clubmitglieder im Vela – vom Yacht-Club Radolfzell ab 18.00 Uhr

06.-08.03.2015 Messe: Aqua-Fisch Internationale Messe für Angeln, Fliegenfischen und Aquaristik in Friedrichshafen 

06.03.2015 Boxen: Boxveranstaltung in Wittenhofen ab 20.00 Uhr in Alfons-Schmidmeister-Halle

07.03.2015 Fußball: FV Ravensburg – Bahlinger SC ab 15.00 Uhr

07.03.2015 Volleyball: Volley YoungStars – Oshino Volley Eltmanns ab 16.00 Uhr

07.03.2015 Handball: SV Allensbach – HSG Bensheim-Auerb. ab 19.30 Uhr

07.03.2015 Boxen: Boxteam Langenargen – Boxclub Zürich ab 20.00 Uhr

08.03.2015 Volleyball: Volley YoungStars – SV Fellbach ab 16.00 Uhr

13.03.2015 Segeln: Jugendarbeitsdienst beim Yacht-Club Radolfzell

14.03.2015 Schach: Schulmeisterschaft in Friedrichshafen im Karl-Maybach-Gymnasium ab 14.00 Uhr

13.03.2015 Eishockey: EV Lindau – EHC Waldkraiburg ab 20.00 Uhr

14.03.2015 Volleyball: Volley YoungStars – L.E. Volleys ab 16.00 Uhr

14.03.2015 Basketball: TSV Eriskirch – TV Konstanz 2 (Männer) ab 18.00 Uhr

14.03.2015 Basketball: TV Konstanz – BSG Ludwigsburg ab 19.00 Uhr

14.03.2015 Handball: Alpla HC Hard - Bregenz Handball ab 19.00 Uhr

14.03.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – GC Amicitia Zürich ab 19.30 Uhr

14.03.2015 Handball: HSG Konstanz – TV Hochdorf ab 20.00 Uhr

15.03.2015 Volleyball: Volley YoungStars – GSVE Delitzsch ab 14.00 Uhr

15.03.2015 Fußball: FC St. Gallen – FC Basel ab 16.00 Uhr

15.03.2015 Basketball: Baskets Konstanz – SG Heidelberg-Kirchh. ab 17.30 Uhr

15.03.2015 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt ab 18.30 Uhr

20.03.2015 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt ab 20.00 Uhr

21.03.2015: Segeln: Arbeitsdienst im Clubgelände beim Yacht-Club Radolfzell

21.03.2015 Fußball: FV Ravensburg – FC 08 Villingen ab 15.00 Uhr

21.03.2015 Handball: Bregenz Handball – SG INSIGNIS HB Westwien ab 19.00 Uhr

21.03.2015 Handball: HSG Konstanz – SG H2 KU Herrenberg ab 20.00 Uhr

22.03.2015 Basketball: TSV Eriskirch – TSG Sölfingen 2 ab 17.00 Uhr

 26.03.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – Wacker Thun ab 19.30 Uhr

28.03.2015 Handball: SV Allensbach – TSV Travemünde ab 19.30 Uhr

28.03.2015 Basketball: Baskets Konstanz – TBB Trier II ab 20.00 Uhr

29.03.2015 Basketball: TV Konstanz – MTV Stuttgart ab 17.30 Uhr 

Die Auswahl der Termine ist subjektiv und unvollständig.

Austin Smith steht zur Wahl zum Spieler des Monats Februar in der DEL2

Der Monat Februar ist durch. Doch da steht noch eine Wahl aus. Inklusive einer zu überreichenden Uhr von einem in der Eishockeywelt bekannten Sponsor und Unternehmer. Aber der Reihe nach.

Am Mittwochabend läuft das Voting bei Eishockey News zur Wahl des Spieler des Monats Februar in der DEL2 aus.

Mit dabei auch der erst während der Saison zu den Ravensburg Towerstars dazugekommene Eishockeycrack Austin Smith. Am 2. Dezember 2014 titelte ich unter Sport am Bodensee: Austin Smith stürmt ab sofort für die Ravensburg Towerstars. Die Verpflichtung wurde vor 3 Monaten nach dem stürmischen Wochenende, einem grandiosen 7:3 Auswärtssieg bei Löwen Frankfurt und einem 6:3 Heimsieg gegen Bremerhaven nach einem 0:3 Rückstand in den ersten 300 Sekunden bekanntgegeben. Der 1,80 cm groß gewachsene Austin Smith war die erhoffte Power-Verstärkung. Im Februar erzielte er 9 Tore und wartete mit 6 Assists auf. Austin Smith muss sich mit Timo Herden (Rosenheim), Brendan Cook (Bremerhaven), Dominic Auger (Bietigheim) und Nick Mazzolini (Frankfurt) bei der Wahl von Eishockey News auseinandersetzen.

Der Sieger der 5 Kandidaten bekommt dann eine wertvolle Uhr von einem Spezialisten für Schmuck. Dieser Spezialist ist Eishockeyfans ein Begriff. Es ist der Schmuckunternehmer und Namensgeber der in der DEL beheimateten Nürnberger Eishockeycracks, Thomas Sabo. Der sportbegeisterte Sabo hat ein Händchen für geschicktes Sportsponsoring und smartes sowie öffentlichkeitswirksames Marketing.

Doch ein Blick zur Wahl der Fachzeitung Eishockey News. Am heutigen Dienstagabend um 22.06 Uhr sieht das zwischenzeitliche Voting bei 7608 abgegebenen Stimmen so aus:

Dominik Auger (Bietigheim) 28%

Nick Mazzolini (Frankfurt) 26%

Austin Smith (Ravensburg) 24%

Brendan Cook (Bremerhaven) 12%

Timo Herden (Rosenheim) 10%

Sport am Bodensee Terminkalender

04.03.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur ab 19.30 Uhr

05.03.2015 Segeln: Jugendversammlung vom Yacht-Club Radolfzell 

05.03.2015 Schach: Spanisch mit GM Zugurds Lanka bei SF Wetzisreute ab 20.30 Uhr

05.03.2015 Segeln: Icebreaker – Party für Clubmitglieder im Vela – vom Yacht-Club Radolfzell ab 18.00 Uhr

06.-08.03.2015 Messe: Aqua-Fisch Internationale Messe für Angeln, Fliegenfischen und Aquaristik in Friedrichshafen 

06.03.2015 Boxen: Boxveranstaltung in Wittenhofen ab 20.00 Uhr in Alfons-Schmidmeister-Halle

07.03.2015 Fußball: FV Ravensburg – Bahlinger SC ab 15.00 Uhr

07.03.2015 Volleyball: Volley YoungStars – Oshino Volley Eltmanns ab 16.00 Uhr

07.03.2015 Handball: SV Allensbach – HSG Bensheim-Auerb. ab 19.30 Uhr

07.03.2015 Boxen: Boxteam Langenargen – Boxclub Zürich ab 20.00 Uhr

08.03.2015 Volleyball: Volley YoungStars – SV Fellbach ab 16.00 Uhr

13.03.2015 Segeln: Jugendarbeitsdienst beim Yacht-Club Radolfzell

14.03.2015 Schach: Schulmeisterschaft in Friedrichshafen im Karl-Maybach-Gymnasium ab 14.00 Uhr

13.03.2015 Eishockey: EV Lindau – EHC Waldkraiburg ab 20.00 Uhr

14.03.2015 Volleyball: Volley YoungStars – L.E. Volleys ab 16.00 Uhr

14.03.2015 Basketball: TSV Eriskirch – TV Konstanz 2 (Männer) ab 18.00 Uhr

14.03.2015 Basketball: TV Konstanz – BSG Ludwigsburg ab 19.00 Uhr

14.03.2015 Handball: Alpla HC Hard - Bregenz Handball ab 19.00 Uhr

14.03.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – GC Amicitia Zürich ab 19.30 Uhr

14.03.2015 Handball: HSG Konstanz – TV Hochdorf ab 20.00 Uhr

15.03.2015 Volleyball: Volley YoungStars – GSVE Delitzsch ab 14.00 Uhr

15.03.2015 Fußball: FC St. Gallen – FC Basel ab 16.00 Uhr

15.03.2015 Basketball: Baskets Konstanz – SG Heidelberg-Kirchh. ab 17.30 Uhr

15.03.2015 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt ab 18.30 Uhr

20.03.2015 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt ab 20.00 Uhr

21.03.2015: Segeln: Arbeitsdienst im Clubgelände beim Yacht-Club Radolfzell

21.03.2015 Fußball: FV Ravensburg – FC 08 Villingen ab 15.00 Uhr

21.03.2015 Handball: Bregenz Handball – SG INSIGNIS HB Westwien ab 19.00 Uhr

21.03.2015 Handball: HSG Konstanz – SG H2 KU Herrenberg ab 20.00 Uhr

22.03.2015 Basketball: TSV Eriskirch – TSG Sölfingen 2 ab 17.00 Uhr

 26.03.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – Wacker Thun ab 19.30 Uhr

28.03.2015 Handball: SV Allensbach – TSV Travemünde ab 19.30 Uhr

28.03.2015 Basketball: Baskets Konstanz – TBB Trier II ab 20.00 Uhr

29.03.2015 Basketball: TV Konstanz – MTV Stuttgart ab 17.30 Uhr 

Die Auswahl der Termine ist subjektiv und unvollständig.

Nachdenkenswert #267

,,Der “Schachtürke” war ein technisches Wunderwerk, das die Illusion eines Schach spielenden Automaten erzeugte. Im Inneren dieses Automaten saß allerdings geschickt verborgen ein Mensch, der den “Türken” Schach spielen ließ. Ein Nachbau der genialen Konstruktion steht im Heinrich Nixdorf Museum in Paderborn. Dort fand der 11. Schachtürken-Cup statt.”

Gerd Densing, leitet so seinen Bericht über den 11. Schachtürken-Cup auf ChessBase ein

Glamour Schach

Nichts hält sich hartnäckiger wie überholte Klischees. Da wird Schach eine Randsportart genannt mit dem geduldeten Aufenthalt im Hinterzimmer einer Gastwirtschaft. Schach fehle jeglicher Glamour. Auch so eine Schubladenfertigmeinung. Ilja Schneider weiß dann sogar von einem Beispiel fehlender Etikette auf dem Schachblog von Zeit-Online unter dem Titel Im rosafarbenen Pyjama am Schachbrett zu berichten. Nein, sexy geht anders – gar keine Frage.

Doch es gibt sie noch, die glamourösen Auftritte im Schach. Es wird dort kein Pfefferminztee serviert oder die Stullen selber aus dem Rucksack geholt.

A Champagne Reception

Nein, es darf schon eine Champagner Rezeption sein. Das Personal ist entsprechend gekleidet. Der Augenblick wird zelebriert. Die Trinktemperatur wird von Gourmetkennern gerne im Bereich  zwischen 6 Grad Celsius bis 9 Grad Celsius als ideal empfohlen. Selbstredend wird auf die Details geachtet, die zu einem perfekten und glamourösen Abend gehören.

Dinner with the Masters

Das traditionelle Restaurant bietet jene Stilsicherheit und Etikette, die der sportlichen Leistung der Protagonisten angemessen ist. Im Simpson’s-in-the-Strand, einem der ältesten Londoner Restaurants, ist alles angerichtet für die Genies.

Grand dining at Simpson's-in-the-Strand

Die Schachbretter sind liebevoll mit in die Tischdekoration eingebunden worden. Die Kronleuchter strahlen glanzvoll und der vorweihnachtlichen Stimmung ist mit den grünen Bäumen, dezent festlich geschmückt, auch gedacht wurden.

Guests enjoying drinks before dinner

Guests enjoying drinks before dinner

Die Stimmung unter den entspannten Gästen ist prächtig. Erwartungsvoll wird dem Dinner in London entgegen gesehen.

Malcolm Pein with guests from Barclaycard

Vorher gerne auch noch ein Glas Champagner. Schachorganisator Malcom Pein mit modisch mutiger und auffälliger Krawatte kümmert sich dabei auch um  die Gäste von Barclaycard.

Vishy Anand

Der mehrfache Weltmeister Vishy Anand, frischgebackener Turniersieger vom London Chess Classic 2014, hat auch noch gegen Jahresende viel Freude am königlichen Spiel.

Die Fotos vom Glamour Schach Dinner, anlässlich der beendeten London Chess Classic 2014, hat Ray-Morris-Hill mir wieder in altbewährter Form, dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

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Sportinsider Interview mit Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller

Vor 14 Tagen kam am 6. Oktober 2014 ein neues Sportbuch auf den deutschen Büchermarkt. 352 Seiten gefüllt mit vielen Facetten zahlreicher Sportarten, auch jener die nicht täglich hoch und runter durch die Medien durchdekliniert werden. Der Rezension zu Sport – Das Buch folgt heute das Interview mit den Sportjournalisten Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller, die über 5.000 Fakten für ein lesenswertes Nachschlagewerk zusammenstellten und unterhaltsam aufbereiteten.Traveler Digital Camera

Wie sind Sie auf die Idee zum Werk Sport – Das Buch gekommen?

Wir haben uns bei der SZ oft darüber gestritten, wer mehr über Sport weiß. Das ging los mit Kleinigkeiten wie der Frage nach deutschen Tore in WM-Finals bis hin zu: Wer hat die meisten Goldmedaillen im Sportangeln gewonnen? Irgendwann haben wir uns gesagt: Diese verrückten Fakten könnten doch auch noch andere Menschen interessieren. Und tatsächlich: Herr Jacob von C. Bertelsmann war begeistert – und nun hoffen wir, dass es die Leser auch sind.

Sie haben mit viel Akribie 104 Sportarten und mehr als 5.000 Fakten zusammengetragen. Welche 5 Sportarten sind Ihre Lieblingssportarten und warum?

Jürgen Schmieder: Mein ganz persönlicher Favorit ist Wagenrennen, danach kommen Angeln und Darts. Wagenrennen deshalb, weil es einfach verrückt ist und man beim Lesen Tränen lacht. Darts, weil es diesen extra Nutzwert verkörpert, den das Buch haben soll: Wir präsentieren das mathematisch fairste Brett. Und Angeln, weil es für mich persönlich widerspiegelt, was das Buch sein soll: Ich hatte keine Ahnung von dieser Sportart, doch durch die Recherche bin ich klüger geworden – und so soll es dem Leser auch gehen: Er soll sich unterhalten fühlen, aber auch ein bisschen was Neues sehen.

Johannes Aumüller: Wagenrennen ist die Nummer eins, ganz klar, schließlich sollen auch die Lateinlehrer etwas von dem Buch haben. Und überhaupt waren die Sportarten bemerkenswert, die man wenig auf dem Schirm hat: Bridge, Backgammon, solche Sachen. Aber bei denen gibt es oftmals die besten Anekdoten und Fakten.

Wie kam die Zusammenarbeit zum C. Bertelsmann Verlag zustande. Wie stark war die Unterstützung von Verlagsseite in Person von Johannes Jacob sowie Linda Walz und was war die beste Anekdote in der Zusammenarbeit mit dem Verlag?

Jürgen Schmieder: Ich hatte bei C. Bertelsmann schon ein paar Bücher veröffentlicht, deshalb war der Kontakt schon da – und Herr Jacob und Frau Walz waren dabei stets wahnsinnig nett, zuvorkommend und begeistert von Ideen. Die beiden haben uns auch immer unterstützt, auch und vor allem in Zeiten, in denen wir am Verzweifeln waren. Die lustigste Anekdote? Puh, ich glaube, da muss ich die Namensfindung für das Buch nennen, bis wir auf “Sport – Das Buch” kamen – was übrigens die allererste Idee war. Also einmal im Kreis. Die anderen Vorschläge dürfen wir leider nicht nennen, weil Sie uns sonst für verrückt erklären.Traveler Digital Camera

Mir haben die Illustrationen von Hanni Schmieder sehr gut gefallen. Für mich jetzt schon Kult, die Viererbob-Sequenz in der Badewanne auf Seite 54. Gab es Vorschläge von ihr, die ihren Weg erst in eine 2. Auflage schaffen werden?

Haha, eigentlich stammen alle Vorschläge von ihr! Im Ernst: Ohne sie wäre das Buch nicht möglich gewesen, weil die Zusammenarbeit so eng war und wir uns stets austauschen konnten. In der Schublade liegen aber noch verrückte Ideen für eine zweite Auflage – wenn wir dann noch andere Sportarten aufnehmen dürfen…

Sport – Das Buch ist seit dem 6. Oktober 2014 in Deutschland auf dem Büchermarkt. Gibt es persönliche sportive Zielsetzungen in puncto. verkaufter Auflage? Sind Fernseh- und Radioauftritte geplant?

Zielsetzung gibt es keine. Wir freuen uns über jeden, der das Buch kauft – und sich dann freut, dass er es sich gekauft hat. Und wir freuen uns über jeden Journalisten, dem unser Buch gefällt und der uns haben möchte – wie auch über jede Buchhandlung, die uns zu einem lustigen und informativen Abend einlädt.Traveler Digital Camera

Buchverkauf ist heute auch immer wieder ein Thema in den Social Media Gefilden. Wie stark nutzen Sie die Tools selber um das Buch zu promoten?

Schon immens. Wir wissen, wie wichtig Blogs, Facebook und auch Twitter sind – und wir hoffen, den ein oder anderen Leser darüber begeistern zu können.

Die Deadline für das Buch war der 31. Juli 2014. Die Volleyball-WM 2014 hat es so nicht mehr in Sport – Das Buch geschafft. Auf Seite 322 heißt es bei Wettkampf, den man gesehen haben muss: 

,,Das WM-Finale der Männer 1986. Nach Jahrzehnten, in denen bei Weltmeisterschaften ausschließlich osteuropäische Mannschaften Gold gewannen, kam es nun zum direkten Duell zwischen den USA und der Sowjetunion – und die USA siegten. Seitdem gewannen nur noch Italien (dreimal) und Brasilien (ebenfalls dreimal) WM Gold.”  

Jetzt kam Weltmeister Polen dazu. 

Haben Sie die Volleyball-WM  2014 verfolgt, sportdeutschland.tv übertrug ja im Internet alle 103 Spiele.

Jürgen Schmieder: Ja, ich habe das verfolgt – doch so toll die Spiele auch waren: Ich bleibe beim WM-Finale 1986 als Wettkampf, den man in dieser Sportart gesehen haben muss…

Johannes Aumüller: Ja, hätten wir den letzten Satz besser mal weggelassen. Zumal ich als Osteuropa-Freund ohnehin sagen muss, dass jetzt wieder eine Zeit der Osteuropäer kommt: Dieser Dmitrij Muserskij ist einfach unglaublich, und vielleicht schafft er bis zur zehnten Auflage im Jahr 2020 ja auch in die Rubrik “Bester Sportler”.

Da wir gerade bei Volleyball waren. Die aktuelle Volleyball Bundesliga hat unter neuen Namen, Claim, und Webauftritt ein Facelifting hinter sich. Wer wird in der Saison 2014/2015 bei den Männern deutscher Volleyballmeister?

Jürgen Schmieder: Ich bin ja aufgrund meines Wohnortes Los Angeles eher dem Beachvolleyball zugeneigt – gerade waren in Manhattan und Hermosa zwei wunderbare Turniere. Aber okay, hier die Tipps: Bei den Frauen muss ich auf den Titelverteidiger Dresdner SC setzen, auch wegen Louisa Lippmann. Bei den Männern wäre es einfach, nun “Berlin” zu sagen. Aber genau deshalb sage ich: Friedrichshafen.

Johannes Aumüller: Einer der seltenen Fälle rund um dieses Buch, bei denen wir uns einig wären. Normalerweise gab es ja immer heftige Diskussionen, zum Beispiel, ob beim Fußball in die Kategorie “Spiel, das man gesehen haben muss” eher das Jahrhundertspiel von 1970 gehört oder das 7:1 von Deutschland gegen Brasilien bei der WM 2014. Was meinen Sie?

Sportinsider: Nun, nach drei Jahren ohne Meistertitel ist die Mannschaft von Stelian Moculescu reif den Berlinern den Titel abspenstig zu machen. Der VfB Friedrichshafen hat sich gut verstärkt, die Stimmung im Umfeld ist gut und der Hunger auf die Meisterschaft da. Ich lege mich fest: Der VfB Friedrichshafen wird seinen 13. Meistertitel am Ende der Saison 2014/2015 feiern.

Ist Schach eine Passion von Ihnen und wie sehen die Prognosen für den in Sotschi im November beginnenden Schach-WM Kampf zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand aus?

Jürgen Schmieder: Wir sind beide Schachbegeistert, wobei Johannes der bessere Spieler ist. Ich bin der Meinung, dass Carlsen derzeit nicht zu besiegen ist – noch nicht einmal von einem Computer, den einer meiner Freunde übrigens gerade programmiert.

Johannes Aumüller: Dafür ist Jürgen der bessere Schachboxer. Meine DWZ hat sich zuletzt auch nicht wirklich verbessert, weil ich so sehr mit der Erstellung dieses Büchleins beschäftigt war. Mein Tipp für Sotschi: Carlsen, noch eindeutiger als beim letzten Mal.

Die Arbeit an Sport – Das Buch hat sicher viel Konzentration gefordert. Wie hoch war der persönliche Kaffeeverbrauch?

Jürgen Schmieder: Viel wichtiger ist die Frage: Wer hat wann Kaffee getrunken? Schließlich gab es entweder neun Stunden Zeitunterschied – oder beim Aufenthalt von Johannes in Teheran noch viel mehr. Es war tatsächlich ein immenser Aufwand, all die Fakten zusammenzutragen. Auf der anderen Seite hat es Spaß gemacht und wir haben selbst viel gelernt, also haben wir gerne Kaffee getrunken und sind wach geblieben.

Johannes Aumüller: Ich hab es geschickterweise verstanden, unsere Treffen so einzurichten, dass meist Jürgen den Kaffee-Part übernommen hat, während ich schon beim Feierabend-Bier war.

Was ist Ihre persönliche Lieblingsstelle im Buch und warum?

Jürgen Schmieder: Ganz ehrlich: die Danksagung – weil es bedeutete, dass wir endlich fertig waren.

Johannes Aumüller: Die Frage für Angeber in der Kategorie Fußball, weil mit der unser Projekt im Prinzip konkret begann. Wie viele deutsche Spieler haben in einem WM- oder EM-Finale von außerhalb des Strafraums ein Tor geschossen?

sportinsider:  Ich bedanke mich herzlich für das Interview und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit dem Buch, dem aufspüren weiterer interessanter Sportarten und Fakten.

Zu guter Letzt: Wer den Sportjournalisten und Buchautoren per Twitter folgen möchte findet hier Jürgen Schmieder und hier Johannes Aumüller.

Rezension von Sport – das Buch

,,Sport – Das Buch” von Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller

Das 352 Seiten starke Buch ist seit dem 6. Oktober 2014 in Deutschland auf dem Markt. Der C.Bertelsmann Verlag stellte mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung. Mein persönlicher Dank geht an Kathrin Arnold, verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie kam auf mich schriftlich zu, wir telefonierten miteinander und es erfolgte die prompte Zusendung. Jürgen Schmieder, Reporter sowie Autor für die Süddeutsche Zeitung und derzeit Korrespondent in Los Angeles hatte Lust auf Teamarbeit. Sein kongenialer Partner für Sport – Das Buch war der Sportjournalist Johannes Aumüller. Aumüller arbeitet seit 2008 für die Süddeutsche Zeitung und berichtet vor allem über Sportpolitik und das Sportgeschehen in Osteuropa.Plain black hardback book

104 Sportarten und über 5.000 Fakten werden unterhaltsam aufbereitet und dargeboten. Obligatorisch auch die Frage für Angeber. In der Sportart Fußball kommt sie auf Seite 115 geschmeidig daher:

,,Wie viele deutsche Fußball-Nationalspieler haben in einem EM- oder WM-Finale von außerhalb des Strafraums ein Tor erzielt?”

Klar, Gerd Müller hat sein Siegtor 1974 in München gegen die Niederlande im Strafraum erzielt. Auch Mario Götze erzielte das Siegtor bei der WM 2014 gegen Argentinien innerhalb des Strafraums. 1990 ist eh klar. Das Elfmetertor von Andreas Brehme. Nun, die richtige Antwort ist Horst Hrubesch. Sein 1:0 gegen Belgien im EM-Finale 1980 ist der einzige Treffer in der langen Geschichte von Toren deutscher Fußballer in Endspielen bei einer Europameisterschaft oder einer WM, der von außerhalb des Strafraums erzielt wurde.

Das Buch ist eine Fundgrube für jeden Sportfan. Skurille Sachen werden ans Tageslicht befördert, wissenswertes leicht veranschaulicht dargelegt und man merkt Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller den Spaß am Buch an. Dabei werden die einzelnen Sportarten strukturiert abgearbeitet. Nehmen wir einfach zum besseren Verständnis die Sportart Handball auf den Seiten 128 bis 130 heraus. Der Aufbau zieht sich durch das ganze Buch und geht beim Handball so:

Mutterland: Was er war: Wie er wurde: Was er ist: Wettkampf, den man gesehen haben muss: Beeindruckendster Laufweg: Was den Sport einzigartig macht: Dinge, die den Sport grundlegend verändert haben: Typische physische Folge: Tragische Verletzung: Bester Sportler: Schlechteste Sportler: Bester Spruch: Tollster Fachbegriff: Bestes Buch zum Sport: Bester Film: Bestes Lied: Tätigkeit für Sesselsportler: Outfit, das in Erinnerung bleibt: Accessoire, das keinen Einzug in den Mainstream erhalten hat: Athlet, dessen Nachname dem Sport gerecht wird: Bester Spitzname: Beste Regel: Frage für Angeber: Größter Skandal: Lustigste Panne: Größter Gauner: Leistungsfördernd: Die 10 … besten Torschützen (Tore, Siebenmeter, Spiele) in der Geschichte der Handball-Bundesliga, die gemeinhin als stärkste Liga der Welt gilt:

Die jeweiligen Antworten birgen auch für einen belesenen Sportkenner wie mich oft überraschende Erkenntnisse, nachdenkenswertes, Anregung für die Aktivierung des Zwerchfells. Manchmal wird dabei auch das Kopfkino angeknipst. Die Emotionen kommen hoch.

Die Sportjournalisten Schmieder und Aumüller haben sich auch an Sportarten wie Angelsport, Billiard, BMX, Bodybuilding, Bogenschießen, Cheerleading, Computersport, Darts, Frisbee, Karate, Lacrosse, Motorbootsport, Pferderennen, Poker, Polo, Schach, Schachboxen, Segeln, Skeleton, Squash, Tanzsport, Trampolinturnen, Ultimate Fighting, Wasserski und Wushu herangewagt. Das ist dann doch vielfältiger wie die Monokultur der ARD-Sportschau am Sonnabend.

Nicht mehr in das Buch geschafft hat es der WM-Erfolg der polnischen Volleyballer im eigenen Land im September 2014.

Auf den Seiten 322/323 heißt es:

,,Wettkampf, den man gesehen haben muss: Das WM-Finale der Männer 1986. Nach Jahrzehnten, in denne die Weltmeisterschaften ausschließlich osteuropäische Mannschaften Gold gewannen, kam es nun zum direkten Duell zwischen den USA und der Sowjetunion – und die USA siegten. Seitdem gewannen nur noch Italien (dreimal) und Brasilien (ebenfalls dreimal) WM-Gold.”

Selbstverständlich habe ich auch Schach gecheckt. Meine Stammleser im Blog wissen von meinem Faible für das königliche Spiel.

,,Wettkampf, den man gesehen haben muss: Den WM-Kampf im jahr 1972 zwischen Boris Spasskij und Bobby Fischer. Er war die Fortsetzung des Systemkampfs zwischen Ost und West auf dem Schachbrett. Gleich zu Beginn gab es den dilettantischen Fehler des selbst ernannten Genies Bobby Fischer, der auf einen >>vergifteten Bauern<< hereinfiel. Die Gesamtpartie gewann Fischer mit 12,5:8,5.”

Okay, da gehört eigentlich unbedingt der mehr wie verdiente Titel Schachmatch des Jahrhunderts mit hinein. Ja, Fischer hielt sich bereits mehr wie ein Jahrzehnt vor Austragung des Kampfes für den besten Schachspieler der Welt, das er ein Schachgenie in seiner besten Zeit war, ist unbestritten. Zahlreiche Journalisten die in Reykjavik 1972 vor Ort waren, schrieben und plauderten ununterbrochen über das Schachgenie Fischer.

Das Buch hat sehr schöne Illustrationen von Hanni Schmieder. Ja, das Buch bereitete mir viel Lesevergnügen und wertet jede private Sportbibliothek auf. Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller ist mit Sport – Das Buch ein guter Wurf gelungen.

Sport am Bodensee: Abenteuerfeeling mit Orangetrotter im Graf-Zeppelin-Haus, Schach mit GM Zigurds Lanka

Der Termin ist zeitlich mutig gewählt. Die Multivisionsshow einer Rundreise durch die weite Welt mit einem orangefarbenen Bulli ist terminlich in Konkurrenz zur Vorstellung der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen. Aber es lebe die Vielfalt. Helga Negele und Jürgen Dommer kündigten einst Jobs und Wohnung und fuhren los. Der gelernte Westeuropäer wird geneigt sein, sofort gedankenschnell einzuwenden: Mit welchem Ziel? Nun, vielleicht ist manchmal ja auch der Weg das Ziel. Wer weiß dies schon immer so genau. Helga Negele und Jürgen Drommer bereisten drei Kontinente, verzeichneten auf dem Tacho dabei 56.000 zurückgelegte Kilometer, waren 20 Monate zu zweit auf 2,5 Quadratmetern im Bulli. Signalfarbe Orange. Wie das nach längeren Reisen so ist, wie vermarktet man die Sache mit der eigenen Auszeit im Nachgang am besten. Multivisionsshows sind da die letzten Jahre wie Pilze aus dem Boden geschossen. Orangetrotter also am Sonntag im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen. Hier eine kleine Videosequenz. Kleine Kritik von meiner Seite. Weniger ist manchmal mehr. Die Musik ist mir persönlich etwas zu laut und wirkt teilweise eher kontraproduktiv. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.

Für alle enthusiastischen Bastler hat Jürgen Dommer die Geschichte vom orangefarbenen Bulli liebevoll auf der eigenen Website Orangetrotter zusammengefasst.

,,Ursprünglich habe ich mir dieses Fahrzeug zum Transport meiner Enduro im Jahre 2000 angeschafft. Damals noch als 50 PS- Diesel (was für eine Gurke). Von Weltreise war damals keine Rede! Bezahlt hab ich 1000 D-Mark, also 500 Euro! Dementsprechend war der äußere Eindruck. Inzwischen wurde einiges investiert: Umgebaut auf Turbo-Diesel und 5-Gang Getriebe, lackiert etc. und er war Gut für Reisen durch ganz Europa. Der Spontan-Entschluss zur Weltreise kam dann erst in 2008. Letztendlich waren also „nur“ noch die speziellen Ein- und Umbauten zur Weltreisetauglichkeit zu machen..”

Was folgt sind diverse Details zu den sonstigen An- und Einbauten am Bulli, gepaart mit präziser Auflistung von Vorteilen und Handicaps.

Themenwechsel. Die Schachfreunde Wetzisreute haben am Donnerstag einen Trainingsabend mit Großmeister Zigurds Lanka auf dem Programm. Im Februar diesen Jahres berichtete der Schachverband Württemberg e.V. vom bemerkenswerten Trainer Lanka.

,,Ostfildern-Ruit. „Gibt es einen Kurs zum Thema: wie wird man ein so toller Trainer wie Zigurds Lanka?“ – Die Frage eines Teilnehmers am Fortbildungsseminar für C-Trainer an der Sportschule Ruit (Ostfildern) musste unbeantwortet bleiben. Lanka ist unnachahmlich. Alle Schachspieler waren hellweg begeistert über den Vortrag dieses Großmeisters. Dem Bann des 53-jährigen Letten kann sich offenbar keiner entziehen.”

Der 54-Jährige lettische Großmeister Zigurds Lanka ging einst in Sachen Schachtrainerlehre in die Ausbildung zu Schachweltmeister Michail Tal nach Moskau. Diese gute Basis nutzte Lanka zu einer bemerkenswerten Schachtrainerlaufbahn. Sein bekanntester Schützling ist Alexei Schirow. Der Musterschüler wurde 2000 Vizeweltmeister der FIDE. In Teheran unterlag Schirow dem starken Viswanathan Anand mit 0,5 : 3,5. Bei den Schachfreunden Wetzisreute wird Zigurds Lanka am Trainingsabend über Das Prinzip der Schlüsselfelder – auf Basis der Sizilianischen Verteidigung im Vereinsheim Alte Schule in Schlier referieren. Beginn ist 20.30 Uhr. Der Schachabend soll bis 23.00 Uhr gehen. Um Voranmeldungen wird per E-Mail an vorstand@sf-wetzisreute.de gebeten. Für Vereinsmitglieder ist der Trainingsabend mit Großmeister Zigurds Lanka frei, Gäste entrichten eine Teilnahmegebühr von 10,00 Euro. Es stehen nur begrenzte Plätze zur Verfügung.

GM Zigurds Lanka unterrichtet nicht nur an den 64 Feldern, sondern kann selber auf eine intensive Spielpraxis zurückblicken. Bei drei Schacholympiaden 1992, 1994 und 2008 (Manila, Moskau, Dresden) nahm er für Lettland teil und kam bei 30 gespielten Schachpartien auf ein Ergebnis von +9 =15 -6.

Sport am Bodensee. VfB Friedrichshafen mit der Mannschaftspräsentation.

Wie Eingangs erwähnt, die Volleyballer haben ihre Teamvorstellung am selben Abend wie die Multivissionsshow der Orangetrotter. Es erfolgt in der ZF Arena die Trikotübergabe durch die Fans. Dies war auch im vergangenen Jahr so. Dieses Jahr geht es für die Volleyball Bundesliga in die 40. Saison. Bei einem Sportquiz von Jauch, wäre die Frage nach den Gründungsmitgliedern im Oktober 1974 auch eine mit Fallstricken.  Wo ist der Telefonjoker, wenn man ihn braucht? Also am 5. Oktober 1974 fing einst alles an. Vor 40 Jahren setzte sich die Bundesliga der Männer aus acht Mannschaften zusammen.

SSF Bonn, Hamburger SV, TSV 1860 München, USC Münster, GTRV Neuwied, VBC Paderborn-Petershagen, USC Gießen und 1844 Freiburg waren der illustre Starterkreis im deutschen Volleyball.

Erster deutscher Meister im Volleyball wurde der TSV 1860 München.

Sport am Bodensee. Eishockeyteam Ravensburg Towerstars zu Hause noch ungeschlagen.

Okay, die Ravensburg Towerstars waren mit den ersten sechs Spielen laut Statement von Pressesprecher Frank Enderle zufrieden. Dann folgte einen Tag vor der deutschen Einheit der 5:2 Heimsieg gegen die Lausitzer Füchse, die einst unter der Firmierung SG Dynamo Weißwasser in ihrer Vita auf 25 Meistertitel in der DDR verweisen können. Damit schoben sich die Towerstars auf Tabellenrang 3. Doch das nächste Auswärtsspiel folgte wieder einem bekannten Rhythmus, nach den Niederlagen in Kassel und Bremerhaven gab es auch beim Match bei Bad Nauheim eine Niederlage. Dort kam es auch zum Wiedersehen mit Ex-Towerstars Coach Petri Kujala, der nach dem dramatischen Hitchcock-Thriller Playoff-Aus gegen Landshut im letzten Jahr Ravensburg verlassen musste. Nun also wieder ein Heimspiel der Puzzlestädter. Die Towerstars haben aus bisher 4 Heimpartien vier Siege eingefahren. Mit Landshut, Rosenheim und Bietigheim war es auch keine Laufkundschaft. Dies soll jetzt nicht despektierlich gegenüber den Lausitzer Füchsen rüberkommen, doch sie waren kein ebenbürtiger Partner. Diese Heimbilanz soll auch gegen die ESV Kaufbeuren nicht getrübt werden.  Es ist die Begegnung des Tabellensechsten gegen den Tabellenzehnten.

Die Auswärtsschwäche der Ravensburg Towerstars thematisiert auch Coach Naud in der Online-Ausgabe der Schwäbischen Zeitung und fordert die Erhöhung der Konzentration auf das wesentliche (Stichwort Abwehrarbeit) und merkt an.

„Wir müssen keine Show machen für die gegnerischen Zuschauer.”

Sport am Bodensee: Deutsche Match Race Meisterschaft 2014.

Zum heutigen Abschluss noch ein Hinweis auf die am Mittwoch beginnende Deutsche Match Race Meisterschaft beim Konstanzer Yacht Club. Die Veranstaltung erstreckt sich über mehrere Tage bis zum Sonntag. Auf der Website gibt es alle Teilnehmer zu sehen und die Übersicht wird mit folgenden Worten eingeleitet:

,,Zur deutschen Meisterschaft sind nur die besten 8 Deutschen Match Race Teams gemäß Weltrangliste eingeladen. Dazu kommen das Konstanzer Jugendteam um Skipper Felix Schrimper, dass viel Potential für die Zukunft verspricht.. Als Finale der Segelsaison 2014 wird der Deutsche Meister auf der Konstanzer Bucht bis zum 12. Oktober im Cupsystem erkoren.”

Der Konstanzer Yacht Club hatte ja erst kürzlich auch die Veranstaltung der 2. Segel-Bundesliga in Friedrichshafen organisiert. Auch ein Club bleibt vor pragmatsichen Dingen nicht verschont. Ab jetzt wird wieder selber gewirtet.

Sport am Bodensee Terminkalender

09. – 12.10.2014 Segeln: Deutsche Match Race Meisterschaft 2014 – Konstanzer Yacht Club

09.10.2014 Schach: Training mit GM Zigurds Lanka bei den Schachfreunden Wetzisreute

10.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren ab 20.00 Uhr

10.10.2014 Volleyball: Volley YoungStars – TSV GA Stuttgart ab 20.00 Uhr

11.10.2014 Kinder-Olympiade: 4. Kinder-Olympiade in Überlingen ab 10.00 Uhr

11.10.2014 Handball: Bregenz Handball – Skjern Handbold (Dänemark) ab 19.00 Uhr

11.10.2014 Handball: Alpla HC Hard – St. Pölten ab 19.00 Uhr

12.10.2014: Volleyball: Teamvorstellung VfB Friedrichshafen in der ZF Arena ab 18.00 Uhr

12.10.2014: Abenteuer: Orangetrotter im Graf-Zeppelin-Haus ab 19.30 Uhr

17.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt ab 20.00 Uhr

18.10.2014 Rudern: Abrudern beim Ruderverein Friedrichshafen e.V

18.10.2014 Handball: Bregenz Handball – Sparkasse Schwaz HB Tirol ab 19.00 Uhr

22.10.2014 Handball: Alpla HC Hard – Sparkasse Schwaz HB Tirol ab 19.00 Uhr

26.10.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – SWD powervolleys Düren ab 18.00 Uhr

26.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken ab 18.30 Uhr

31.10.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – VCO Berlin ab 20.00 Uhr