Nach dem 10. Meistertitel Kadetten Präsident Giorgio Behr im Video-Interview

Hinter jedem erfolgreichen Club steht ein starker Präsident. So meine Erfahrung von über 40 Jahren intensiver Beschäftigung und Beobachtung der Geschehnisse im Leistungssport. Ein prägnantes Beispiel ist auch Giorgio Behr. Präsident der Kadetten Schaffhausen. Der 10. Meistertitel im Handball in der Schweiz ist verbunden mit einer langen Wegstrecke und der charismatischen Person von Giorgio Behr. Mein aufmerksamer Assistent Wikipedia reicht mir gerade ein Schreiben über den Schreibtisch. Blickt auf und nickt. Okay, dann will ich dies meinen Lesern nicht vorenthalten. Der Wikipedia Text über Giorgio Behr beginnt mit diesen einleitenden Worten:

,,Giorgio Behr (* 18. September 1948 in Schaffhausen) ist ein Schweizer Unternehmer, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Universitätsprofessor.

Behr ist Gründer und Verwaltungsratspräsident der Behr Bircher Cellpack BBC[1] sowie Präsident des Schweizer Handballklubs Kadetten Schaffhausen[2]. Bis Ende 2015 war er für über 12 Jahre auch CEO der Behr Bircher Cellpack BBC. Zwischen 1990 und 2005 war er zudem Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen. Seit seinem Rücktritt 2005 ist er dort Honorarprofessor und Präsident des Instituts für Rechnungslegung, Controlling und Wirtschaftsprüfung (ACA). Darüber hinaus amtierte er als Präsident des Verwaltungsrats der Saurer AG, zuerst als Vizepräsident ab 1995, von 2003 bis 2006 als Präsident. Seit 2008 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats der ZF Friedrichshafen, einem der grössten Automobilzulieferer weltweit.[3][4]

Bemerkenswert.

ZF Friedrichshafen ist gleichzeitg auch Namensgeber der ZF Arena, der Spielstätte der Volleyballer von Trainer Vital Heynen vom VfB Friedrichshafen in der Nähe des Bodensee-Center in der Zeppelinstadt.

Doch bleiben wir noch ein wenig bei den Kadetten Schaffhausen und ihrem Präsidenten Giorgio Behr. Der Tagesanzeiger nannte ihn in einem Porträt von Thomas Schifferle im Oktober 2015 Der Überflieger. Sie attestierten Präsident Behr:

,,Zum siebten Mal spielen die Handballer von Kadetten Schaffhausen in der Champions League – Giorgio Behr hat sie mit Geduld, Geld und seinem Denken zum Erfolg geführt.“

Schifferle nähert sich Giorgio Behr. Geht auf Spurensuche des Erfolgs. Legt die Puzzlesteine der unglaublichen Erfolgsgeschichte zusammen und merkt mit Blick auf die Spielstätte der Kadetten an:

,,Die Halle ist nicht sein Denkmal, sie ist nur sein Werk, er hat sie geplant, damit auch alles so kommt, wie er das möchte. Und jetzt möchte er die Kapazität vergrössern, von 2400 auf 3000 Plätze. Auf der einen Längsseite ist die Kantonalbank-Lounge eingerichtet. Zwei Plätze kosten im Jahr 2500 Franken. Ein Stock höher empfangen IWC und Davidoff ihre Gäste, wobei es in der Davidoff-Lounge mit den schwarzen Ledersesseln besonders vornehm aussieht. «Wo kann man sonst noch bei einem Spiel eine schöne Zigarre rauchen?», fragt Behr.“

Schwenken wir vom Giorgio Behr Porträt von Thomas Schifferle vom Oktober 2015 in den Mai 2017.  Die sportliche Bilanz der Kadetten Schaffhausen liest sich seit dem Hitchcock-Thriller mit Verlängerung gegen Pfadi Wintherthur in der BBC Arena so: 8 Supercupsiege, 8 Cupsiege, 10 Meistertitel.

Auf der offiziellen Webseite der Kadetten Schaffhausen gibt es ein aktuelles Video-Interview mit Präsident Giorgi Behr. Hier geht es entlang.

Deutschen Handballfreunden sind die Kadetten Schaffhausen auch aus den Spielen in der Champions-League bestens bekannt. Im vergangen Jahr trafen SG Flensburg Handewitt und der THW Kiel flankiert vom FC Barcelona, Paris St. Germain Handball, Telekom Veszprem, Bjerringbro-Silkeborg aus dem Land des Handballolympiasiegers Dänemark, Orlen Wisla Plock und die Kadetten Schaffhausen in der Gruppe A der VELUX EHF Champions-Lague 2016/2017 aufeinander.  In der Saison 2012/2013 gab es in der EHF Champions League das aufeinandertreffen mit den Füchsen aus Berlin. Ein weiterer Blick in die Geschichte zeigt: Auch der TBV Lemgo, die HSG Nordhorn, Frisch Auf Göppingen und TSV Hannover-Burgdorf duellierten sich auf internationalem Parkett mit den Kadetten.

Dazu kam das Trainerengagement vom hier am Bodensee in Mersburg geborenen Markus Baur bei den Kadetten Schaffhausen. Als Spieler holte Baur mit Deutschland in Köln 2017 den Weltmeistertitel.  Vom Juli 2013 bis Dezember 2015 trainierte er die Kadetten und holte mit ihnen 2014 das Double mit Meistertitel und Cupsieg und wurde 2015 erneut Meister. Zu jener Zeit war Markus Baur auch Junioren-Nationaltrainer der U-20 beim DHB.

Doppelfunktion Vital Heynen. Doppelfunktion Walerij Lobanowskyj.

Doppelfunktionen kennen wir hier am Bodensee in Friedrichshafen aktuell bei Vital Heynen. Der smarte, ehrgeizige, willenstarke und kommunikative Erfolgscoach trainiert Deutschlands Volleyballpokalsieger, Vizemeister und Supercupgewinner VfB Friedrichshafen und seit Januar 2017 die Nationalmannschaft von Belgien. Die Sicht auf Doppelfunktionen und ihre Bilanz wäre dann noch mal zu gegebener Zeit einen speziellen Artikel wert. Im Fußball kam mir dies in den 70-igern Jahren mit Walerij Lobanowskyj erstmals unter. In Doppelfunktion trainierte er Dynamo Kiew und die Nationalmannschaft der UdSSR. Dynamo Kiew spielte seinerzeit atemberaubenden Fußball. 1975 wurde das Finale im Europapokal der Pokalsieger erreicht. Es war eine Demonstration modernen Fußballs. Ein Statement. Den Kontrahent Ferencváros Budapest besiegte man souverän mit 3:0. Spielstätte war Basel mit dem St. Jakob-Stadion.

Es folgten zwei Duelle im Supercup gegen Bayern München. Tief durchatmen. Das Hinspiel gewann Dynamo Kiew nach einem Tor von Oleg Blochin mit 1:0 in der 66. Minute. Der Stürmer bekam den Ball im Mittelfeld und setzte dann zu einem großen Sturmlauf an. Mit erfolgreichen Torabschluss. Im Rückspiel vor über 100.000 Zuschauern musste Sepp Maier im Bayern Tor zweimal hinter sich greifen. Wieder hatte Oleg Blochin zugeschlagen. So eine Art Cristiano Ronaldo.  Die UdSSR trainierte Walerij Lobanowskyj von 1975 bis 1976, von 1982 bis 1983 und von 1986 bis 1990. Dynamo Kiew coachte der Schweiger von 1974 bis 1990.

Eine weitere Sternstunde nach den Triumphen gegen Ferencváros Budapest und Bayern München erfolgt 1986 in Lyon vor 50.000 Zuschauern. Im Finale des Europapokals der Pokalsieger erlebt Atletico Madrid eine Vorstellung der besonderen Art. Dynamo Kiew  mit Trainer Walerij Lobanowskyj an der Seitenlinie zerlegt die Madrilenen mit modernsten Fußball mit 3:0. Bei der Fußball-WM lässt die UdSSR im Sommer 1986 in Mexico mit einem 6:0 gegen Ungarn aufhorchen. Dem Gruppensieg vor Frankreich, Ungarn und Kanada folgt im Achtelfinale das spektakuläre 3:4 n.Verlängerung gegen Belgien. Bis zur 77. Minute führt die UdSSR mit 2:1. Vital Heynen ist da 17 Jahre alt. Zwei Jahre später coacht Trainer Walerij Lobanowskyj in Doppelfunktion Klubtrainer/Nationaltrainer die UdSSR ins Finale der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland gegen die Niederlande. Ralf Rangnick, aktuell in Deutschland mit dem Red Bull Fußballprojekt RB Leipzig als Sportdirektor sehr erfolgreich, ist ein Bewunderer der Trainerarbeit von Walerij Lobanowskyj.

Doppelfunktion und terminliche Überschneidungen

Doppelfunktion ist sicher kein Allheilmittel und situationsbedingt. Bei Markus Baur hieß es seinerzeit beim Abschied von den Kadetten Schaffhausen auf der Webseite des Schweizer Handballmeister:

,,Die Kadetten werden den Ende Saison auslaufenden Vertrag mit dem Trainer des NLA Teams Markus Baur nicht verlängern. Die Doppelfunktion als Trainer der Kadetten und der U 20 Nationalmannschaft des Deutschen Handball Bundes führt vermehrt zu terminlichen Überschneidungen, weil die Daten für die internationalen Wettbewerbe der Jugend Auswahlteams im Gegensatz zu jenen der Männer Nationalmannschaften nicht mit jenen in den nationalen Meisterschaften sowie Europa Cup oder Champions League abgestimmt sind. So müssten die Kadetten wegen der gleichzeitig in Dänemark stattfindenden U 20 Europameisterschaft während mehreren Wochen gleich zu Beginn der Vorbereitungsphase im Juli und August 2016 ohne ihren Cheftrainer arbeiten. Weil aber der Saisonauftakt in den internationalen Wettbewerben immer früher stattfindet und in der laufenden Saison gerade die schwachen Leistungen in den ersten Runden der Champions League den Kadetten zum Verhängnis wurden, ist dieses Risiko nicht mehr zu verantworten.“

Damit wären wir für heute fast durch.

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Handball: Der ambitionierte österreichische Handballclub Alpla HC Hard will das, was die Kadetten Schaffhausen bereits haben. Den Meistertitel 2017. Dafür wollen die Roten Teufel vom Bodensee im 1. Finalspiel der Best-of-three-Serie im Heimspiel gegen HC Fivers WAT Margareten vorlegen. Spielbeginn ist 20.20 Uhr am 25. Mai. Mit dabei in Sachen Übertragung aus der Sporthalle am See ist ORF Sport+ und Laola.tv. +++ Handball: In anderem Fahrwasser bewegt sich derzeit noch die HSG Konstanz. Die Jungen Wilden aus der größten Stadt am Bodensee sind in der 2. Handball-Bundesliga mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigt. HSG Konstanz Pressesprecher Andreas Joas leitet sein Interview mit Paul Kaletsch mit einem Rückblick auf das letzte dramatische Punktspiel in Dessau ein: ,,Nachdem Dessau-Roßlau im letzten Angriff den Ball verlor und Florian Pfeiffer die schnelle Ausführung des Freiwurfs unterband, indem er den Ball unter sich festklammerte, kam Kaletsch nach der in der letzten Minute bei einem solchen Vergehen zwangsläufig auszusprechenden Roten Karte und Siebenmeter zum Nervenduell – und behielt gegen DRHV-Schlussmann Ambrosius die Oberhand zum 25:25-Ausgleich mit der Schlusssirene. Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas verrät der Ex-Hüttenberger seine Gefühlswelt danach, die Gedanken vor dem Siebenmeter und die Schlüsselszene im Spiel.“ +++ Segeln: Es ist aus marketingtechnischer Sicht eines der am besten aufgestellten Sport-Events am Bodensee. Die Rede ist vom Match Race Germany in meinem Nachbarort Langenargen. Ich habe das oft in den letzten Jahren detailliert ausgeführt. Organisation, Sportmarketing, Akquise von Sponsoren, Bestandspflege der vorhandenen Sponsoren etc. Der Countdown-Zähler läuft. Noch 8 Tage, 21 Stunden, 46 Minuten und 27. Sekunden. +++ Segeln: Noch näher dran am Start ist die Segel-Bundesliga. Sie macht Station am Bodensee. Die Zeit läuft runter. Dort zeigt auf der offiziellen Webseite der Countdown-Zähler bis zum Start in Lindau noch 2 Tage, 1 Stunde, 42 Minuten und 39 Sekunden an. +++ Fußball: Noch 59 Tage, 22 Stunden, 50 Minuten und 11 Sekunden zeigt der Countdown-Zähler vom Bodensee-Fancup 2017 an. Organisiert wird das Turnier vom FC Bayern München Fanclub Mia San Konstanz e.V. Siehe auch den Blick dazu hier auf sportinsider. +++ Outdoor: Vom 28. bis 21. Juni 2017 steht in Friedrichshafen die sportive Messe OutDoor an. Eine aktuelle Übersicht über Sponsoren und Medienpartnern sowie nähere Hintergrundinfos zu den Partnern der Messe, der European Outdoor Group (EOG) und der European Outdoor Conversation Association (EOCA) gibt es hier auf der offiziellen Webseite der OutDoor. Wer sich in Sachen Hallenbelegung 2017 schlau machen möchte, und dann wäre da auch noch das Thema Blogger und OutDoor. Stichwort Outdoor Blogger Day, Blogger-Frühstücke und Blogger-Rundgänge. Dazu ein andermal mehr. Zur mentalen Einstimmung in Sachen Outdoor-Blogs sei auch ein Blick auf das Blog bodensee-overlander empfohlen. Bernd Schmidt und seine Frau Claudia sind im Frühjahr vom Bodensee zur Weltreise aufgebrochen. Aktuellen Reisebericht-Content liefert Blogger Schmidt unter dem Titel Kappadokien – Zwischen Felsen und Heißluftballons.

Ein guter Tag für Sportartikelhersteller hummel. Ein guter Tag für die Kadetten Schaffhausen.

Wir beamen uns ins Jahr 1999. Bayern München erleidet die Mutter aller Niederlagen in Barcelona. Gegen Manchester United. Der VfB Friedrichshafen verteidigt seinen Titel im Volleyball. Die 2. Meisterschaft in der Geschichte der Häfler. Die Erfolgsstory von Trainer Stelian Moculescu mit Friedrichshafen beginnt. Die geplante 3. Ausgabe vom Segelevent Match Race Germany in Langenargen fällt wegen Hochwasser aus. In der Schweiz erringt der Handballclub Kadetten Schaffhausen erstmalig einen Pokal. Sie werden Cupsieger. Dies ist ebenso wie beim VfB Friedrichshafen der Beginn einer unglaublichen Erfolgsserie. Das Jahr darauf werden die Kadetten Vizemeister. 2005 wird in Schaffhausen groß gefeiert. Der erste Meistertitel. Obendrein Cupsieger und Supercupsieger.

Alle Titel werden mit Adidas erspielt. Vor Beginn der Saison 2016/2017 dann der Wechsel. Adidas geht. Hummel kommt. Ausrüsterwechsel. Die sportliche Bilanz der Kadetten Schaffhausen bis zum Abgang von Adidas: 7 Supercupsiege, 8 Cupsiege, 9 Meistertitel. Dann erspielt sich das Team mit dem damaligen Coach Lars Walther im September 2016 erstmalig im hummel Trikot einen Titel. Der Supercupsieg. Am letzen Freitag schaute ich auf den anstehenden großen Tag von Sportartikelhersteller hummel. Der erste Meistertitel für hummel mit den Kadetten Schaffhausen. Für die Handballmannschaft unter dem im Februar 2017 inthronisierten Neu-Trainer  Peter Kukučka, dem Nachfolger von Lars Walther, ist es die 10. Meisterschaft in der Vereinsgeschichte.

Es war ein Hitchcock-Thriller am Samstagabend. SRF titelt nach dem 30:28 nach Verlängerung gegen Pfadi Winterthur zutreffend Kadetten mit Kraftakt zum 10. Meistertitel.

Sport Mixed Zone Bodensee

Segeln: Die Segel-Bundesliga macht in Lindau Station. Die Details gibt es hier auf der Webseite der Segel-Bundesliga. Der Countdown-Zähler weist noch 3 Tage, 13 Stunden, 23 Minuten und 3 Sekunden aus. +++ Fußball. Der FC St. Gallen spielt im 3. Match mit Neu-Trainer Georgio Contini weiter im Erfolgsmodus. 4:1 Heimsieg gegen Grashopper Zürich. Contini startet mit 3 Siegen aus 3 Spielen als Nachfolger von Joe Zinnbauer schwungvoll und erfolgreich. Hier der Spielbericht. Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino erhielt ab der 46. Minute mit seiner Einwechslung Spielpraxis. +++ Handball: Alpla HC Hard im Finale. Hard greift nach dem 30:25 Sieg und dem 2:1 Serienendstand in der Best-of-Three Serie gegen Westwien nach dem Meistertitel in Österreich. Die Roten Teufel vom Bodensee spielen am 25. Mai 2017 in der Sporthalle am See zuhause das 1. Finalspiel gegen HC Fivers WAT Margareten. 20.20 Uhr (ORF Sport+ und Laola1.tv) +++ Handball: HSG Konstanz mit 25:25 in Dessau. Die Details dröselt gewohnt kompetent und emotional Andreas Joas auf. +++ Volleyball: Der VfB Friedrichshafen bittet zu den See Beach Days. Die Details gibt es hier. Namenssponsor ist ein alter Bekannter. Mit im Organisationsboot sitzt die Agentur MCD Sportmarketing aus Überlingen, dem Geburtsort von Läufer Richard Ringer vom VfB LC Friedrichshafen. +++ Segeln: Das Match Race Germany in Langenargen feiert dieses Jahr Jubiläum. Mit dabei ist Publikumsliebling und amtierender Match-Race Weltmeister Phil Robertson aus Neuseeland. Alle Details gibt es hier.

Nachdenkenswert #487

,,Ich hätte mir gewünscht, dass Marcel Hirscher Schachspieler geworden wäre. Die Freundschaft zwischen Marcel und mir hört auf, wenn er vor mir liegt. Aber Marcel und ich pushen uns gegenseitig auf ein Level, das wir allein nie erreicht hätten. Konkurrenz gehört zum Geschäft. Mein Papa hat lange mit Ingmar Stenmark gekämpft, meine Mama mit Annemarie Moser-Pröll.“

Felix Neureuther, Slalomfahrer, vor ca. 350 Kindern vom Skiclub Kressbron hier am Bodensee, über den Wunsch Konkurrent Marcel Hirscher eher als Schachspieler zu sehen. Dann wäre Marcel Hirscher vielleicht jetzt hier beim 3. Internationalen Bodensee-Open live dabei. Felix Neureuther folgte einer Einladung vom Unternehmer Willi Schmeh von der DaS Immobilien GmbH. Felix Neureuther sprach bei der Veranstaltung auch über sein Projekt ,,Beweg Dich schlau“ und äußerte eine Reihe kluger Gedanken. Unter anderem auch diese Sätze:

,,Unser Schulsystem ist komplett verkehrt aufgebaut. In Norwegen heißt es schon sehr früh: „Tu etwas für Deinen Körper!“ Deshalb sind die Wintersportler dort auch so erfolgreich.“

Und, um den Faden vom eingangs erwähnten Schachspieler aufzunehmen, Norwegen stellt auch den Schachweltmeister. Doch das ist wieder eine andere Geschichte. Derweil packe ich weiter Weltmeister aus.

Nike Sommerlektüre SHOE DOG, Richard Ringer nach Stanford vor Oordegem, Personalie Simon Tischer und 11. Eriskircher Riedlauf

Im vergangenen Sommer habe ich ja bekanntlich eine Sommerlektüre zur Hand gehabt, die sehr aufschlussreich war.

Foto:  © Michael Wiemer

Die Sommerlektüre SHOE DOG von Nike Gründer Phil Knight war schnell durchgearbeitet. Am 22. August 2016 merkte ich hier an:

,,Das Buch SHOE DOG ist die offizielle Biografie des Nike Pioniers Phil Knight. Es dreht sich viel um Sportmarketing, Athleten, Schuhentwürfe, Namen, Markenrechte. Auch um Rückschläge, die Knight speziell in den Anfangsjahren hinnehmen musste. Es geht um starke Visionen. Seine Mannschaft der ersten Stunde waren keine normalen Mitarbeiter. Es waren besessene Power Leute die für Knight durch das Feuer gingen. Schuhe atmeten, lebten und leidenschaftlich verkauften. 24 Stunden a 7 Tage. Amerikanischer Unternehmergeist, Aufbruchsstimmung weht aus dem Buch. Mir ist klar, das Knight sich und die Geschichte selbstverständlich in den hellen Klangfarben aufgeschrieben hat.“

Nike ist ja kürzlich auch wieder in den Schlagzeilen gewesen. Mit kolportierten 30 Millionen in der Vorbereitung, Durchführung und den flankierenden Marketing Maßnahmen für den Versuch einen Marathon unter 2 Stunden laufen zu lassen. Lauftatort war Monza. Stichwort Formel 1 Strecke. Der Laborversuch scheiterte. Siehe auch Der Nike Laborversuch scheitert. Für die Chronisten blieb zu vermerken, dass am Ende des Laborversuchs von Nike beim Marathonläufer aus Kenia, Eliud Kipchoge, die Uhren bei 2:00:25 Stunden stehen blieben.

An jenem Wochenende vor zwei Wochen verbesserte der für gewöhnlich in Adidas Kleidung laufende Richard Ringer vom VfB LC Friedrichshafen in Stanford (USA) über 10.000 Meter beim Payton Jordon Invitiational seine Bestzeit um 23 Sekunden. Der hier am Bodensee in Überlingen geborene Leichtathlet steht in Kürze vor einem weiteren Wettbewerb. Am 27. Mai wird er über 5.000 Meter im Rahmen der IFAM im belgischen Oordegem an den Start gehen. Richard Ringers bisher größter sportlicher Erfolg war die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Amsterdam 2016. Zeitgleich kam er mit den beiden Ersten ins Ziel. Da der deutsche Leichtathletik-Verband einen bis 2028 datierten Ausrüstervertrag mit Nike hat, läuft Richard Ringer bei Wettbewerben für den DLV ebenfalls in der Laufkleidung des umsatzstarken amerikanischen Sportartikelherstellers.

Eine Spur kleiner geht es am Sonntag, den 21. Mai beim 11. Eriskircher Riedlauf zu. In meiner Vorschau auf den 10. Eriskircher Riedlauf vor einem Jahr schrieb ich am 10. Mai 2016:

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Im 1998 im Sportverlag Berlin erschienen Buch Vom Jogging zum Marathon von Manfred Reschke und Hans-Harald Schack findet sich auf Seite 13 folgender Satz:

,,Wer einmal rennt, um den Bus noch zu kriegen, sollte sich deswegen nicht als Sportler bezeichnen.“

Das lasse ich mal so stehen.

Die Autoren Reschke und Schack haben damals ein hochinteressantes Buch zum Thema Laufen verfasst. Manfred Reschke ging in das Buchprojekt als Trainer in der Stadt Berlin, der eine Frauenlaufgruppe beim Sport Club Charlottenburg betreute und Halbmarathon- und Marathonkurse gab. Journalist Hans-Harald Schack bekam erstmals nach 20 Jahren Laufen Appetit auf den Mythos Marathon.

Sie wussten auch von einem Skeptiker in ihrem 259 Seiten starken Werk zu berichten:

,,Einen einsamen Boxer oder Handballspieler können wir uns schwer vorstellen, über die Einsamkeit des Langstreckenläufers gibt es sogar einen Roman (von Alan Sillitoe). Trotzdem sind Läufer nicht von Natur aus eigenbrötlerisch. Sie laufen oft in Gruppen oder zu zweit. Ein kritischer Zeitgenosse behauptete, Läufer hätten zwei Gesprächsthemen: Verletzungen und Bestzeiten. Laufende Frauen, das ist meine Beobachtung, haben deutlich mehr zu bereden .“

Doch legen wir das Laufbuch zur Seite.

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Schwenk ins Jahr 2017. Jetzt also die 11. Ausgabe vom Eriskircher Riedlauf. Alle Details gibt es auf der Webseite vom TSV Eriskirch.

Schwenk zum Volleyball. Der belgische Starcoach Vital Heynen hat von mir bereits hier auf sportinsider sein Zeugnis nach dem Showdown in der ZF Arena gegen den Erzrivalen Berlin Recycling Volleys bekommen. Ich merkte an:

,,Vital Heynen hat in seiner ersten Saison am Bodensee gute Arbeit geleistet. In 5 von 7 Spielen wettbewerbsübergreifend gewannen die Häfler gegen den Erzrivalen aus Berlin. Am Ende waren die zwei einzigen Niederlagen im direkten Duell gegen die Volleys die bittersten der Saison. Vital Heynen hat jedoch gezeigt, das mit ihm Titel zu gewinnen sind. Der Supercup und der DVV-Pokal nimmt ihm keiner mehr. In der neuen Saison wird der smarte, ehrgeizige und selbstbewusste Trainer aus Belgien wieder angreifen. Es sind ja übrigens auch nicht immer nur Titel die eine Saison unvergesslich machen. Nicht zu vergessen der Satzgewinn gegen die russischen Riesen von Zenit Kazan im Heimspiel der Champions-League in der ZF Arena sowie der epische 38:40 denkbar knapp verlorene 2. Satz im Auswärtsmatch gegen das mit Superstars gespickte Team aus Russland. Das war schon bemerkenswert.“

Derweil verlängert der Kapitän Simon Tischer seinen Vertrag um ein weiteres Jahr beim VfB Friedrichshafen. Alle Details gibt es hier.

Sport Mixed Zone Bodensee

Schach: Das 3. Internationale Bodensee-Open vom Schachklub Bregenz 1920 findet seit heute in der Festspielstadt am Bodensee statt. Es sind letztendlich 196 Teilnehmer am Start. 136 im Open und 60 bei den Senioren. Das Schachturnier ist bis zum 28. Mai 2017 datiert. +++ Handball: Die Jungen Wilden der HSG Konstanz sind noch nicht soweit wie Alpla HC Hard und die Kadetten Schaffhausen hier in der Bodenseeregion. Während die Kadetten heute Meister werden können und Alpla HC Hard morgen im Match gegen Westwien ins Playoff-Finale um die österreichische Meisterschaft einziehen kann, kämpft die Mannschaft von HSG Coach Daniel Eblen in der 2. Handball-Bundesliga um den Klassenerhalt. Am 21. Mai 2017 bei Dessau-Rosslauer HV 6. Es gibt dann morgen einen Live-Ticker auf der Webseite der HSG Konstanz. Für Konstanzer Handballfreunde die den Auswärtsaufwand einer Reise scheuen. +++ Fußball: Der in der Oberliga Baden-Württemberg verankerte FV Ravensburg steht im Tabellen-Niemandsland. Kürzlich flog man mit einer 2:5 Heimpleite gegen die Stuttgarter Kickers im Halbfinale des WFV-Pokals als Pokalverteidiger raus. Für nächstes Jahr heißt das Ziel Aufstieg. So hört man. Doch erst die Saison mit Anstand zu Ende bringen. Heute stand der letzte Spieltag einer für den FV Ravensburg enttäuschenden Saison auf dem Programm. Bei Schlusslicht SpVgg Neckarelz gab es für das Team von Trainer Wolfram Eitel einen 3:0 Auswärtssieg. In der Vorwache gab es im letzten Heimspiel vom FV Ravensburg in der Saison 2017/2018 ein kraftloses und uninspiriertes 1:3 gegen den FSV Hollenbach.

Reminiszenz an das Potenzial von Audi im Marketing

Nein, heute wird nicht gegen die Bundesliga gesendet. Ganz entspannt werden wir nach einer Tasse Kaffee ins Archiv hinunter steigen. Wir haben ja immer wieder Themen von Sportmarketing, Sponsoring, Sponsorships und deren Hintergründe aufgedröselt. Erinnert sei an Adidas und das Sportsponsoring.

Oder Red Bull und das Sportsponsoring.

Oder der Blick auf das Marketing in der sportiven BMW Welt in München.

Doch heute legen wir eine Reblog Variante vom Potenzial von Audi in Sachen Marketing auf. Protagonisten wie Pep Guardiola oder Lance Armstrong kamen in dem Text im Sommer 2013 von mir vor. Also genug der Vorrede. Legen wir los.

Reblog: [vom 2. August 2013]

Audi und das Potenzial im Marketing 

Audi hat mich ein wenig enttäuscht. Die Übergabe eines 520 PS starken Autos an Pep Guardiola ist das eine. Aus marketingtechnischer Sicht fehlt mir die Fortsetzung der Story. Pep seine Hände am Lenkrad. Sein schneeweißes Hemd im Kontrast zum Innenraum und Cockpit des Fahrzeuges. Wen hat Pep Guardiola auf der Rücksitzbank? Wie ist die Position der Beine von Guardiola beim fahren mit dem Audi. Ich habe da auch immer noch jenes Bild eines Profisportlers vor Augen. Rückblick in das Jahr 2009. Der Stern hat auf dem Cover der Ausgabe Nr. 28 vom 02.07.2009 einen Musiker mit diesen unendlich traurigen Augen.

Traveler Digital CameraIm Inhaltsverzeichnis der Hinweis auf das Sport-Comeback des Jahres 2009. Der damals siebenfache Tour de France Sieger Lance Armstrong wird medial in Szene gesetzt.Traveler Digital CameraIm gut bebilderten Beitrag von Christian Ewers (Text) und Elizabeth Kreutz (Fotos) über den Tourdominator ist dann auch Lance Armstrong am Lenkrad eines Audi zu sehen. Konzentriert, der Blick ist nach vorne gerichtet. Die Töchter auf der Rücksitzbank. Der Vati fährt sie zur Schule.Traveler Digital CameraIhm reicht der linke Arm locker am Steuer. Die vier Ringe sind seine Begleiter. Ja, solche Bilder haben eine emotionale Sogwirkung. Traveler Digital CameraNun, heute schreiben wir das Jahr 2013. Lance Armstrong ist seine Toursiege los. Sein einstiger Konkurrent Jan Ullrich setzt sich für die Rückgabe der sieben Tour de France Siege für den einstigen Patron der Frankreichrundfahrt in der aktuellen Sport Bild ein.

Derweil fährt Pep Guardiola den Sieg mit Bayern München beim Audi-Cup ein.

Hummel vor einem großen Tag

Es war sicher einer der überraschendsten Ereignisse in der Geschichte der Fußball-Europameisterschaften. Wir beamen uns ins Jahr 1992. Dänemark, deren Spieler eigentlich bereits im Urlaub waren, dürfen an der EM in Schweden teilnehmen. Sie gehen tiefenentspannt an das Turnier heran. Diese mentale Lockerheit, gepaart mit Spiellust, kämpferischen Komponenten und dem Momentum finden ihren krönenden Abschluss im Finale. Deutschland ist der Gegner. Mit der Favoritenrolle. Deutschland geht als amtierender Weltmeister in die Partie. Das Spiel wird von den Dänen am 26. Juni 1992 in Göteborg gewonnen. John Jensen und Kim Vilfort schießen eine 2:0 Führung heraus. Dies wird auch auf der Anzeigetafel nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Bruno Galler aus der Schweiz angezeigt. Der Europameister 1992 heißt Dänemark. Die Skandinavier trugen Trikots vom Sportartikelhersteller hummel.

Bruder Wikipedia ist ein charmanter Assistent. Er reicht mir gerade ein paar Fakten zum Sportartikelhersteller Hummel (Eigenschreibweise hummel) über den Schreibtisch.

,,Das Unternehmen begann 1923 in Hamburg mit der Produktion von bestollten Fußballschuhen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Produktionsstandort fast völlig zerstört. 1956 übernahm Bernhard Weckenbrock die Marke Hummel und verlegte die Produktion nach Kevelaer am Niederrhein. Als ab den 1960er Jahren Hallenhandball immer populärer wurde, traten viele Spieler mit Sportschuhen der kleinen Marke an. 1975 wurde die Gesellschaft von den bisherigen dänischen Importeuren übernommen und die Marke dänisch. In den 1980er und 1990er Jahren rüstete Hummel bekannte internationale Fußballmannschaften wie Benfica Lissabon, Real Madrid, Tottenham Hotspur, Feyenoord Rotterdam und Brøndby IF sowie den Dänischen Fußballverband mit Trikots aus.“

Hummel widmet sich verstärkt der Handballsportart. Dort erarbeitet sich der nicht zu den Zweieinhalb Großen Adidas, Nike und Puma gehörende Sportartikelhersteller ebenfalls einen guten Ruf. Der Markt ist trotzdem hart umkämpft. Umso erfreulicher fallen im vergangenen Jahr hier in der Bodenseeregion die Reaktionen aus auf einen Coup. Der Schweizer Handballmeister Kadetten Schaffhausen wird jahrelang von Adidas ausgestattet. Im Frühjahr 2016 vermeldet die Medienstelle der Kadetten Schaffhausen den Ausrüsterwechsel von Adidas zu hummel ab der Saison 2016/2017. Jetzt am Samstag kann die Mannschaft von Trainer Peter Kukucka die Meisterschaft erringen. Im 3. Playoff-Finalspiel wäre man mit einem Heimsieg gegen Pfadi Winterthur durch. Die ersten beiden Spiel gewannen die Kadetten. Im Heimspiel fegte man Winterthur mit 31:18 aus der Halle. Über der Woche beim Auswärtsspiel war es wesentlich knapper. 30:26. Doch Sieg ist Sieg. Damit steht es in der Serie 2:0 für die Kadetten. Matchball für Schaffhausen.

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Segeln: Die Segel-Bundesliga macht nächste Woche Station am Bodensee. Lindau konkret. Mehr Details gibt es auf der Webseite der Segel-Bundesliga. +++ Schach: Heute gehen die Blicke der Schachfreunde in der Region Richtung Festspielstadt. Der Schachklub Bregenz 1920 richtet das 3. Internationale Bodensee-Open aus. Alle Details gibt es hier. +++ Handball: Alpla HC Hard hat ebenfalls ambitionierte Ziele. Einzug ins Finale. Am Sonntag geht es in der Sporthalle am See gegen Westwien um das Finalticket. In der Serie steht es 1:1. +++ Lauf: 11. Eriskircher Riedlauf am Sonntag. Zur mentalen Einstimmung geht es hier entlang. +++ Fußball: Gelingt Coach Georgio Contini mit dem FC St. Gallen im dritten Spiel der dritte Sieg? Hier die Vorschau auf das Match gegen Grasshoppers Zürich. +++ Fußball: SCR Altach schielt noch auf den Tabellenplatz 3 in der österreichischen Fußball-Bundesliga. Derweil verlängert Defensivspieler Andreas Lienhart weiter um zwei Jahre.

Reblog: OutDoor Industry Awards, Content-Marketing und 100 Millionen Euro Umsatz mit Schlafsäcken

Da Reblog Varianten offenbar gut angekommen wie zuletzt bei Ein paar Worte zu Hajo Seppelt – Derweil geht der Playoff-Wahnsinn weiter gesehenlege ich heute ein weiteres Stück aus dem Archiv auf. Wir schieben uns hier am Bodensee ja der nächsten sportiven Branchenmesse Schritt für Schritt entgegen. Beim Blick auf den Sportkalender am Bodensee fällt einem die OutDoor dabei ins Auge. Also dann ein wenig zur mentalen Einstimmung für die 2017er Ausgabe in vier Wochen, einen Text aus dem Sommer des letzten Jahres. Genug geplaudert. Legen wir los.

Reblog: [vom 8. Juli 2016]

OutDoor Industry Award, Content-Marketing und 100 Millionen Euro Umsatz mit Schlafsäcken 

Kai Pahl von allesaussersport mit der Tagesempfehlung am Tag danach:

,,Wer Frustbekämpfung nach der Halbfinal-Niederlage machen möchte: RocketBeans TV bringt ab 17 Uhr einen einstündigen Talk zum gestrigen Spiel Frankreich – Deutschland.“

Hier am Bodensee geht das Leben weiter. Der EV Lindau Islanders hatte bereits vor der EM sein Public Viewing Angebot mit professioneller HD Riesenleinwand (knapp 6m x 3.5m) und HD Beamer  in der Eissportarena so beworben:

,,Sonntag 10.7.2016 Finale um die Europameisterschaft 2016 (findet sicher statt – auch ohne deutsche Beteiligung)“

Spiel um Platz 3 gibt es bei der EM nicht. Im Endspiel stehen mit Frankreich und Portugal zwei Teams die von Nike ausgerüstet werden. Adidas brachte 9 Mannschaften in Frankreich an den Start, Nike 6 und Puma 5. Dazu kamen Joma, Umbro, Erreà sowie Macron mit jeweils einer Mannschaft. Siehe auch Adidas (9), Nike (6), Puma (5) bei der Fußball-EM 2016.

Hier auf nachdenkenswert #406 gibt es auch die komplette Stellungnahme von Puma zu den Problemen der Trikots der Schweizer Nationalmannschaft im Spiel gegen Frankreich. In jenem Match gab auch der Spielball seinen Geist auf. Den stellt traditionell Adidas.

Schwenken wir zum Thema Outdoor.

Foto:  © Michael Wiemer

OutDoor 2016 wieder mit Industry Awards

Derweil rückt die OutDoor in Friedrichshafen hier am Bodensee immer näher. Terminiert ist sie vom 13. bis 16. Juli 2016. In Sachen OutDoor Industry Awards hat die Jury ihre Urteile bereits gefällt. Die Verleihung erfolgt am ersten Messeabend. Die Jury bestand aus den Personen Mark Held, Generalsekretär der EOG, Boris Gnielka, Redakteur für Test und Technik beim Outdoor-Magazin, Natasha Bloemhard, Gründerin des Fachmagazins Salt aus den Niederlanden, Bastian Wagner, Abteilungsleiter vom Sporthaus Gruner in Konstanz, die Alpinistin Tamara Lunger sowie der Designer Ke Hai Truong. Es sind 37 Auszeichnungen, davon 8 in Gold, vorgemerkt für den 13. Juli 2016 ab 17.30 Uhr im Foyer Ost der Messe Friedrichshafen.

Die offizielle Messewebsite der OutDoor firmiert unter outdoor-show.de und ist in Sachen Content-Marketing aktiv. Im Text Wer draußen schläft, braucht eine warme Hülle sind Schlafsäcke das Thema. Zum Umsatzvolumen wird angemerkt:

,,Etwa 100 Mio. Euro setzt die Industrie laut Branchenverband European Outdoor Group (EOG) jährlich mit Schlafsäcken um, im Sortiment werden die Produkte als enorm wichtig eingestuft.“

Auch der Outdoor-Brancheninsider Markus Ernst, Produktmanager Schlafsäcke vom in der Bodenseeregion ansässigen Unternehmen VAUDE, kommt zu Wort:

„Auch bei kurzen Unternehmungen bietet ein eigener Schlafsack oder eine eigene Decke Privatsphäre und einen gewissen Komfort. Nicht jeder mag Hoteldecken und ungewisse Hygieneumstände. Da bieten sich leichte Schlafsäcke als ein Stück Geborgenheit an.“

Weitere Content-Marketing Häppchen der Messe gibt es hier:

Mein Onkel fuhr einst einen Škoda S100. Jetzt ist  die Marke Skoda Autopartner der OutDoor.

Sport Mixed Zone Bodensee

Volleyball: Der VfB Friedrichshafen vermeldet Jakob Günthör bleibt an Bord. Die bisherige Kaderplanung der Häfler macht einen sehr soliden. Vital Heynen behielt Günthör kürzlich bei der Nationalmannschaft. Der 2,10 Meter große Mittelblocker musste daher per WhatsApp seine Teilnahme an den kürzlichen BeachDays am Bodensee in Friedrichshafen absagen. ,,Ich kann bei den Beachdays nicht dabei sein, Vital behält mich noch bei der Nationalmannschaft.“ +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars planen eine Fanausfahrt zum Vorbereitungsturnier in das schweizerische Kreuzlingen, die Nachbarstadt von Konstanz. Hier geht es zu den Details. +++ Radsport: Der Ravensburger Emanuel Buchmann schiebt sich weiter seinem Ziel eines Platzes unter den besten 20 bei der Tour de France entgegen. Nach 6 Etappen liegt der deutsche Meister von 2015 auf Rang 31 der Gesamtwertung. Sein Team Bora-Argon 18 fiel in den letzten Tagen durch zahlreiche Rennaktivitäten auf. Tony Martin, geboren in Cottbus, lebt in der Bodenseeregion und wurde zuletzt mit einem Wechsel zu Bora-Argon 18 in Verbindung gebracht. Die französische Sportzeitung „L’Equipe“ hatte dies vermeldet. Offiziell ist der Transfer nicht verkündet. Eurosport fragt: Tour de France 2016: Wechsel von Tony Martin zu Bora perfekt? +++ Handball: Der Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga, die ambitionierte HSG Konstanz, siegt in einem Testspiel gegen Fortitudo Gossau. Hier geht es zum Spielbericht inklusive dem kompletten Vorbereitungsprogramm. Die Konstanzer spielen unter anderen gegen Otmar St. Gallen, Pfadi Winterthur und Hard.

Hitchcock-Thriller und das 3. Internationale Bodensee-Open in Bregenz wirft seine Schatten voraus

Diese Woche gab es am Bodensee für den Hitchcock-Thriller Deutschland vs. Lettland der Eishockey-WM kein Public Viewing. Eigentlich schade. Im vergangenen Jahr hatte der Meister von 2015 in der Eishockey Bayernliga, der EV Lindau Islanders, in der Eissportarena  den Pokalhit der Guardiolaisten von Bayern München gegen Borussia Dortmund mit dem Ex-Mainzer Coach Tuchel per Public Viewing am 21. Mai 2016 ausgestrahlt. Eine Woche später erfolgte in der Inselstadt  am 28.05.2016 mit dem Champions-League Finale Real Madrid gegen die Leidenschaftsmonster von Atletico Madrid ein weiteres Public Viewing Event. Auch die Fußball-EM 2016 in Frankreich wurde gezeigt. Das technisches Equipment umfasste eine professionelle HD Riesenleinwand (knapp 6m x 3.5m) mit HD Beamer. Bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien sahen knapp 7.000 Zuschauer in 8 Wochen die Spiele in Lindau beim Public Viewing.

Hitchcock-Thriller Deutschland – Lettland

Doch fokussieren wir uns wieder auf den Hitchcock-Abend Deutschland vs. Lettland. Der Gastgeber der Eishockey-WM besiegt die Letten in einem hochdramatischen Spiel und trifft heute auf Weltmeister Kanada. Bundestrainer Marco Sturm coachte seine Mannschaft zu einem Gänsehautsieg im Penaltyschießen. In der mit 18.800 Zuschauern ausverkauften Kölner Arena erzielte Frederik Tiffels den entscheidenden Treffer. In der regulären Spielzeit stand Deutschland bereits mit dem Rücken zur Wand. Dabei begann alles geschmeidig. David Wolf und Dennis Seidenberg (32. Minute) konnten per Doppelschlag im zweiten Drittel zum zwischenzeitlichen 2:0 treffen. Lettland drehte dann das Spiel durch Tore von Gunars Skvorcovs (39.), Janis Sprukts (49.) und Andris Dzerkins (57.). Marco Sturm mit Deutschlands Eishockey-Cracks kurz vor dem WM-Aus. Dann rettete Felix Schütz seine Mannschaft 33 Sekunden vor dem Ende nach Vorlage des Ausnahmekönners Leon Draisaitl. Deutschland hatte sich in die Verlängerung gekämpft. Viel spannender hätte es Altmeister Alfred Hitchcock auch nicht inszenieren können.

Dabei gab es Zeiten, da hatte Deutschland nicht den Hauch einer Chance gegen Lettland. Der Sport Chefreporter vom Münchener Merkur, der geschätzte Günter Klein, erinnert in seinem WM-Eishockey Blog daran. Bei der WM 1997 im finnischen Tampere unterlag Deutschland gegen Lettland mit 0:8. In einem Anflug von Galgenhumor stimmten deutsche Journalisten eine kleine La Ola Welle an. Da stand es 0:6. Quittung war ein böser Blick von Erich Kühnhackel, der in jenem Moment zur Pressetribüne aufschaute. Bundestrainer George Kingston litt. Günter Klein erinnert sich bloggenderweise auch an die Anzahl diverser Telefonnummern, die er vom Kanadier hatte:

,,Kingston war der Verwalter des Missstands. Ein armer Kerl. Aber ein wundervoller Typ. Ihn sah man nicht gerne leiden. Kingston hat in meinem alten Telefonbuch eine halbe Seite belegt. Von niemandem hatte ich mehr Nummern: Handy, Wohnung in Garmisch-Partenkirchen, DEB-Büronummer in München, für den Sommer sein kanadisches Mobile, seinen Festnetzanschluss, Telefon- und Faxnummer seines Sohnes, der Anwalt in Vancouver war, sowie zwei Codes für eine Radiotelefon-Verbindung, wenn er in seiner Hütte in den Wäldern von British Columbia war.“

Okay, heute dann also das Spiel Deutschland gegen Kanada um den Einzug ins Halbfinale der Eishockey-WM.

Mit dem Public Viewing im vergangen Jahr in der Eissportarena vom EV Lindau Islanders habe ich begonnen. Abschließend zum Thema Eishockey für heute noch ein aktueller Blick auf den aktuellen Kader der Inselstädter für die Saison 2017/2018.

Tor: Henning Schroth (NEU: Eispiraten Crimmitschau)

Abwehr: Philipp Gejerhos (NEU: ESC Wohnbau Moskitos Essen), Philipp Haug, Adrian Kirsch, Sebastian Koberger

Sturm: Zdenek Cech, Andreas Farny, Simon Klingler, Kai Laux (NEU: Ravensburg Towerstars), Michal Mlynek

Schach: 3. Internationale Bodensee-Open in Bregenz

Derweil beginnt übermorgen hier am Bodensee das 3. Internationale Bodensee-Open vom Schachklub Bregenz 1920. Über 200 Anmeldungen aus 29 Nationen. Sehr respektabel. Die Festspielstadt ist für das Schach-Event gerüstet. So hört man. Alle Details gibt es hier auf der Webseite vom Schachklub Bregenz 1920. Dort ist auch ein Rückblick auf das Jahr 2016 zu finden. Stichwort Seniorenweltmeister GM Predrag Nikolic und IM Henryk Dobosz etc. Es gibt auch einen kleinen organisatorischen Hinweis.

,,Achtung: Wegen des Bregenzer Frühlingsfestes ist der Parkplatz West gesperrt – bitte reisen sie rechtzeitig an, bzw. nutzen sie die öffentlichen Verkehrsmittel.“

Wer sich in Sachen Schach mental auf das 3. Internationale Bodensee-Open vorbereiten möchte, dem gebe ich gerne noch zur Lektüre Schachstoff an die Hand.

Foto: © Michael Wiemer

Michael Wiemer packt Schachweltmeister aus

Die unendliche Geschichte der Schachblogs in Deutschland

Kritik an der Schachbundesliga, Ulrich Geilmann, Zuschauerdefizite und mangelndes Interesse der Zuschauer

Das 3. Internatione Bodensee-Open in der Festspielstadt Bregenz findet im Hotel Mercure statt.

 Sport Mixed Zone Bodensee

Segeln: Das Match Race Germany in Langenargen schiebt sich Tag für Tag in den Blickpunkt. Noch 14 Tage, 0 Stunden, 29 Minuten und 41 Sekunden zeigt der Countdown-Zähler auf der offiziellen Webseite an. In meinem stets gut gefüllten E-Mail Fach eingetroffen ist auch die aktuelle Pressemitteilung zur bevorstehenden Jubiläumsausgabe vom internationalen Segelevent. Dazu ein andermal mehr. +++ Handball: Die Entscheidung um die Meisterschaft in der Schweiz naht. Die Kadetten Schaffhausen, einst auch von Markus Baur bis Weihnachten 2015 trainiert, später dann von Lars Walther gecoacht, und seit Februar 2017 mit Trainer Peter Kukucka agierend, gewinnen auch das 2. Playoff-Spiel bei Pfadi Wintherthur. Damit gibt es am kommenden Samstag einen Matchball für die Kadetten. Die Details gibt es hier. +++ Fußball: Noch 65 Tage, 2 Stunden, 23 Minuten und 3 Sekunden zeigt der Countdown-Zähler vom Bodensee-Fancup 2017 an. Organisiert wird das Turnier vom FC Bayern München Fanclub Mia San Konstanz e.V. Siehe auch diese Woche hier auf sportinsider.

Michael Wiemer packt Weltmeister aus

Die FAZ hält den Druck in Sachen Schachblogs gegenüber dem Wettbewerber Süddeutsche Zeitung weiter hoch. Während die Münchner das Thema Schachblog weiter jungfräulich behandelt wie Martin Schulz seine Wahlsiege, powern die Frankfurter weiter. Dieser Tage publizierte Stefan Löffler auf dem FAZ Schachblog Berührt, geführt einen Artikel unter dem Titel Schulschach als Chefsache. Der Schachjournalist Löffler, einst selber mit einem eigenen Schachblog am Start, hat sich über Jahre in die Thematik Schulschach eingearbeitet. Dies merkt man seinem Text an. Meine Meinung: Schach als Pflichtfach in Deutschlands Schulen ist noch eine Utopie. Das werden wir nicht so schnell erleben.

Dabei ist man andernorts bereits viel weiter wie Stefan Löffler anmerkt:

,,2012 sprach sich das Europäische Parlament für die Einführung von Schach in den Bildungssystemen aus. In Ungarn ist es Wahlfach an den Grundschulen. In Polen wird es diesen Herbst flächendeckend eingeführt. In Armenien ist es sogar Pflichtfach von der zweiten bis zur fünften Klasse. Pädagogische Pionierarbeit wird auch in Italien geleistet und in Dänemark, wo die Schulschachorganisation weit erfolgreicher und größer ist als der nationale Schachverband.“

Verlassen wir für heute an dieser Stelle Stefan Löffler und widmen uns einem Versprechen, dass ich die nächsten Minuten einlösen werde.

In Die unendliche Geschichte der Schachblogs in Deutschland hatte ich es versprochen und löse es heute ein. Beim auspacken eines Pakets mit einer Paketmarke bis 31,5 Kilogramm wollte ich meine geschätzten Leser über meine Schulter schauen lassen. Sie erinnern sich.

Foto: © Michael Wiemer

So, arbeiten wir uns vor. Der Postbote hatte wieder mal ein Paket für Michael Wiemer. Meine Hochachtung vor dem Beruf der Briefträger und Paketmänner ist meinen Stammlesern bekannt. Ein Paket mit erwarteter Inspiration fühlt sich für mich jedesmal wie ein beamen in die Kindheitstage um Weihnachten an. Die fast kindliche Neugierde ist da. Vorfreude stellt sich ein und ich bemerke wie ein Lächeln über mein Gesicht huscht. Doch gemach, gemach. Hier wird kein flüchtiges Multitasking fabriziert. Wir zelebrieren den Moment. Sind im hier und jetzt. Erst noch einen Kaffee trinken. Rehbraun. Die Konsistenz des Kaffees mit der Milch ist mir wichtig. Den kleinen Kaffeelöffel behutsam in der Tasse rühren. Im Uhrzeigersinn. Selbst eine heranstürmende Büffelherde könnte mich bei dieser Zeremonie nicht stören. Der Duft des Kaffees bemächtigt sich meiner Nase. Hhm. Oh, ja. Ein kleines Ritual. Jahrelang eingeübt. Mental auf die wertvolle Sendung vorbereiten. Eine Schach Memorabilia Sammlung mit guten Büchern ist wie ein Garten. Sie wächst und wächst und gedeiht. Dieses Paket wird die Sammlung erweitern.

Foto: © Michael Wiemer

Der Kaffee mundet. Doch ich will meine geschätzten Leser und mich nicht länger auf die Folter spannen. Schauen wir behutsam hinein in das Paket.

Foto: © Michael Wiemer

Michail Botwinnik ist einer meiner persönlichen Heroes in der langen und abwechslungsreichen Geschichte der Schachweltmeisterschaften. Beamen wir uns in das Jahr 1948. Michail Botwinnik gewann seinerzeit das WM-Turnier und damit erstmalig den Weltmeistertitel. Der Schachchampion stammte aus einer gut situierten jüdischen Zahnarztfamilie und kam am 17. August 1911 zur Welt. Erst relativ spät, so die Legende, erlernte Michail Botwinnik das Schachspiel. Mit 12 Jahren. Erstmalig wurde er einem größeren Schachpublikum bekannt im Jahr 1925. Da schlug er den kubanischen Weltmeister José Raúl Capablanca in einer Simultanpartie.

Was geschah nach dem Weltmeistertitel 1948 für Botwinnik? In den folgenden Jahren verlor er den Titel gegen Wassili Smyslow und gegen Michail Tal, holte ihn sich jedoch in den Revanche-Wettkämpfen stets zurück. Dieses zweifache zurückschlagen nach verlorenen WM-Kämpfen ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Geschichte der Schachweltmeister. 1963, im Jahr meiner Geburt, spielte Michail Botwinnik vom 23. März bis 20. Mai 1963 in Moskau gegen Tigran Petrosjan um den Weltmeistertitel. Verteidigungsspezialist Tigran Petrosjan holte sich den Titel. Das Recht auf Revanche war mittlerweile abgeschafft. Anlässlich des 50-Jährigen Jubiläums schrieb ich 2013 für ChessBase über das WM-Match Michail Botwinnik vs. Tigran Petrosjan und merkte an:

,,Sein Kontrahent Tigran Petrosjan galt als sehr geschickter Defensivkünstler. Der feinsinnige Armenier perfektionierte über Jahre seine Qualitäten in der prophylaktischen Verteidigung einer Stellung auf dem Schachbrett.  An seinem Abwehrbollwerk sollten sich zahlreiche renommierte Schachgroßmeister der Welt die Zähne ausbeißen. Es war äußerst schwer ihn zu bezwingen. Heutige Schachhistoriker verweisen auf die beeindruckende Bilanz bei 10 Schacholympiaden. In 130 Partien gab es 79 Siege, 50 Remis und nur eine Niederlage. Diese Verlustpartie bereitete ihm der deutsche Schachgroßmeister Robert Hübner 1972 in Skopje.“

1966 verteidigte  Tigran Petrosjan seinenTitel gegen Boris Spasskij. 1969 setzte sich dann Boris Spasskij im WM-Kampf gegen Petrosjan durch.

Doch bleiben wir noch einen Moment bei Botwinnik. Nach 1963 war die Weltmeisterlaufbahn quasi beendet. Er unternahm keine ernsthaften Versuche mehr sich in einem Weltmeisterkampf durchzusetzen und für eine erneute WM zu qualifizieren. Er spielte noch eine Reihe schöner Turniere und widmete sich jedoch zunehmend der wissenschaftlichen Forschung sowie der Förderung von Schachtalenten.

Foto: © Michael Wiemer

Ein paar Zahlen, Daten und Fakten zu Michail Botwinniks Laufbahn seien mir an dieser Stelle erlaubt.

  • Schachweltmeister: 1948–1957, 1958–1960, 1961–1963
  • UdSSR-Meister: 1931, 1933, 1939, 1941, 1944, 1945 und 1952
  • Goldmedaille bei Schacholympiaden mit der Mannschaft der UdSSR: 1954, 1956, 1958, 1960, 1962 und 1964
  • höchste historische Elo-Zahl: 2885 im Oktober 1945; gemäß dieser Elo-Rückrechnung war Botwinnik erstmals von Mai 1936 bis Februar 1937 die Nummer 1 der Weltrangliste. Die längste Zeit war er von August 1944 bis Mai 1950 die Nummer 1. Letztmalig ist der Mai 1958 datiert.

Foto: © Michael Wiemer

Der nächste Weltmeister wird ausgepackt. Michael Wiemer strahlt. Ja, ich strahle über das ganze Gesicht. Alexander Aljechin war der vierte Weltmeister in der Geschichte des Schachs. Vielleicht einer der umstrittensten Weltmeister. Einen der bemerkenwertesten Artikel über das Schachgenie gelang Frederic Friedel vor 11 Jahren am 28. März 2006 auf ChessBase unter dem Titel Aljechins Tod – ein ungelöstes Rätsel?

Foto: © Michael Wiemer

Derweil mundet der Kaffee. Immer einen kleinen Schluck von dem köstlichen Getränk. Ja, die Schachbücher im Paket haben Patina angesetzt. Ich mag das. Sehr.

Foto: © Michael Wiemer

Auch das eine oder andere Kleinod fernab der Schachweltmeister findet sich im Paket. Die Bedeutung des Schachs von Dr. H. V. Klein und Dr. F. Palitzsch. Das Vorwort von Dr. Friedrich Palitzsch ist mit Dresden, im November 1923 datiert.

Foto: © Michael Wiemer

An meiner eigenen Schachstärke wird auch weiter gefeilt. Dafür ist dann auch entsprechende Lehrmaterial dabei. Suche Dir gute Lehrmeister pflegte mein Vater zu sagen. Halte Dich an die Guten. Ich vergesse dabei auch das körperliche Training nicht. Am Wochenanfang bei Kieser Training in Friedrichshafen gewesen. Heute ist ebenfalls eine weitere Trainingseinheit geplant. Zwischendurch gestern auch noch kurz bei Mark Maslow vorbeigeschaut. Der bloggende Fitness Coach verrät auf seinem Kultblog Marathonfitness im Artikel unter dem Titel 6 Fitnessstudio Regeln, die Dir niemand verrät Internas. Übrigens Werner Kieser und seine Frau Dr. med. Gabriela Kieser haben das Unternehmen Kieser Training AG an ihren langjährigen Geschäftsführer Michael Antonopoulos und ihren Verwaltungsrat Nils Panzer verkauft. Dazu ein andermal mehr.

Foto: © Michael Wiemer

Eröffnungstheorie ist ein weites Feld. Die französische Verteidigung – darf ich ehrlich sein. Als Vereinsschachspieler habe ich in meiner Laufbahn mit Weiß immer Schwierigkeiten gegen dieses vermaledeite e7-e6 von Schwarz im ersten Zug gehabt. Ich spiele nicht gerne gegen die französische Verteidigung. Bei uns im Verein hat sich ein Schachfreund auf diese Eröffnung spezialisiert. Komme da meistens in Schwierigkeiten. Ich bin da drauf und dran mit einer anderen Eröffnung als meinem geliebten e2-e4 zu beginnen. Habe mir von Bent Larsen schon etwas das b2-b3 draufgeschafft. Und in der einen oder anderen Blitzschachpartie im Verein getestet. Ja, auch bereits in der Vereinsmeisterschaft. Da habe ich aus zwei Partien mit der unkonventionellen Larsen Eröffnung, die bisweilen auch Bobby Fischer spielte, zwei Remis geholt und war mit mir selbst nicht ganz zufrieden. Habe ja fast ausschließlich seit meiner Kindheit mit e2-e4 eröffnet. Verfluchtes französisch. Vielleicht muss ich einfach die französische Verteidigung mal richtig durchackern. Jetzt ist ja kein Platz für Ausreden mehr da. Wer könnte Rolf Schwarz widersprechen?

Foto: © Michael Wiemer

Richard Réti. Ein Schachspieler ohne Weltmeistertitel. Doch es muss nicht immer der Titel sein. Richard Réti Bedeutung für die Schachwelt erstreckt sich vor allem in der Implementierung der Hypermodernen Ideen im Schach. In der Schachgeschichte und auch heute noch evrankert: Die Réti Eröffnung und zahlreiche Endspielstudien. Und dann wäre da noch ein Weltrekord. Im Jahr 1925 stellte Réti ihn im Blindsimultan an 29 Brettern auf. Die Bilanz: Richard Réti gewann 21 Partien. 6, remis und nur 2 Verlustpartien.

Foto: © Michael Wiemer

Froms Gambit. Heißes Thema. Das ist ganz heiß. 1. f2-f4  e7-e5. Tief durchatmen. Das Buch von Dr. Georg Deppe erschien 1963. Es handelt das Thematurnier 1961/1962 und die Eröffnungstheorie vom Froms Gambit mit rund 100 Partien, 125 Diagrammen sowie zahlreichen Analysen unter der Mitarbeit der Tunierteilnehmer Brinckmann, Böhringer, Cording, Faure, Gigas, Heemsoth, Kremer, Löchner, Popp und Röthgen ab.

Foto: © Michael Wiemer

Die Schatztruhe ist noch immer mit edlen Stücken gefüllt. Ja, der von mir genüsslich zubereitete rehbraune Kaffee ist mittlerweile ausgetrunken. Die Büffelherde vorbeigestürmt. Die Sonne lächelt draußen ebenfalls verführerisch. Mein Versprechen an die Leser wird auch eingehalten. Der Tag ist schön. Man hat auch keine SPD Triple-Wahlkampfniederlage Saarbrücken, Kiel und Düssseldorf zu verarbeiten. Dabei hat sich die SPD jeden verlorenen inflationären Prozentpunkterutsch bei der ehemaligen Gunst der Wähler selber zuzuschreiben wie der Postillion unter Freundliches Gesicht reicht offenbar doch nicht, um 17 Jahre unsoziale Politik vergessen zu machen zu berichten weiß.

Foto: © Michael Wiemer

Patina. Patina. Ja, die Historie. Wir beamen uns in das Jahr 1846. Kein Telefax, keine Solardächer, keine Handys, kein Fernsehen, kein Internet, keine Anne Will Sendung in der SPD Politikerinnen das Wahlvolk beschimpfen, kein Dieselgate, kein Schachhype in Norwegen, kein Shitstorm per Twitter, kein Mark Zuckerberg mit Facebook, keine elektronischen Schachuhren und keine Schachcomputer. War 1846 gar nichts los? Doch, die Gründung der Deutschen Schachzeitung ist auf jenes Jahr 1846 datiert.

Foto: © Michael Wiemer

Das Schach Memorabilia Herz schlägt höher und würde locker Stabhochsprungwettkämpfe mit der russischen Weltmeisterin, Olympiasiegerin, Europameisterin und Serienweltrekordlerin Jelena Gadschijewna Issinbajewa bestreiten können, deren Bestleistung bei 5,06 m liegt. Das Werk von Kurt Richter Der Weg zum Matt – Ein Blick in die Schachtechnik  ist mit zahlreichen Stellungsbildern versehen. Es ist ein Sonderdruck für das Oberkommando der Wehrmacht Abteilung Inland im Jahr 1941 gewesen. Kurt Richter in seinem Vorwort am 1. Februar 1941:

,,Der Weg zum Matt“ befaßt sich hauptsächlich mit typischen Wendungen auf dem Schachbrett und führt den Vorwärtsstrebenden schrittweise dazu, Verständnis für die Schachtechnik zu gewinnen. Dabei wurde durchweg von den Erfordernissen der Praxis ausgegangen und jeder unnötige bloß theoretische (im wirklichen Spiel jedoch kaum vorkommende) Ballast vermieden. Der Blick im Schach soll so geschult werden; der Lernende soll begreifen lernen, worauf es für die Entscheidung der Partie ankommt.“

Das Büchlein ist in vier Kapitel untergliedert:

  1. Wegbereiter ist das Fußvolk!
  2. Weggestalter: Die Figuren
  3. Schachliche Geländekunde
  4. Warnungstafeln auf dem Wege

Wir nähern uns dem Ende unserer kleinen Auspack-Zeremonie. Das Versprechen war: Michael Wiemer packt Weltmeister aus. Hoffe meinen Leser konnten mir entspannt über die Schulter schauen und für sich selber Inspiration finden für die eine oder andere Schachpartie, vielleicht mit einer Tasse Kaffee, Espresso oder Cappuccino.

Foto: © Michael Wiemer

Zu guter Letzt kommt Bobby Fischer zum Vorschein. Ein weiterer Weltmeister. Vor dem spektakulären Schachmatch des Jahrhunderts 1972 in Reykjavik gab der 29-Jährige Herausforder von 25 Jahren russischer Schachvorherrschaft Bobby Fischer selbstbewusst ein Statement ab:

„Möglicherweise wird es das größte sportliche Ereignis der Geschichte. Bedeutender sogar als der Kampf Frazier-Ali…“

Spätestens seit meinem Blogpost vom 26. März 2010 unter dem Titel Reminiszenz an das Schachmatch des Jahrhunderts wissen meine Stammleser von meinem Faible für das Schachgenie Bobby Fischer und meine „persönlichen Verstrickungen“ mit Bobby.

Weiterführende Leselektüre

Sportinsider Interview mit Schachpublizist Johannes Fischer

Benjamin Wahlen bemerkenswertes Spox-Interview mit Jan Gustafsson und Ilja Zaragatski

Kritik an der Schachbundesliga, Ulrich Geilmann, Zuschauerdefizite und mangelndes Interesse der Zuschauer

Die unendliche Geschichte der Schachblogs in Deutschland

Noch 66 Tage bis zum Bodensee-Fancup vom FC Bayern München Fanclub Mia San Konstanz

Die Zeit ist unerbittlich. Wie der Wähler mit seinem Abstimmverhalten gegenüber der zur Nischenpartei geschrumpften SPD. Ist Martin Schulz bereits wieder zurück nach Brüssel? Nach seinem Triple in Saarbrücken, Kiel und Düsseldorf.

Dieser Tage auch wieder in eines meiner schönsten Fußballbücher geschaut …

Foto: © Michael Wiemer

Die Fotos im Buch The Beautiful Game sind sorgfältig ausgewählt. Fußball-Fotografen hatten seinerzeit Zutritt in Bereiche, die auch solche Momente bereithielten.

Foto: © Michael Wiemer

Das Foto geht im Buch The Beautiful Game über zwei Seiten. Auf den Seiten 222 bis 223 ist das Zeitdokument von Volker Hinz zu sehen. Auf Seite 224 gibt es zur Sequenz mit Pelé und Franz Beckenbauer aus dem Jahr 1977 folgende Bemerkung:

 ,,Pelé und Beckenbauer in der Dusche nach dem Spiel gegen die Fort Lauterdale Strikers in Florida. Die Tatsache, dass dem Fotografen hier Zugang gewährt wurde, zeigt wie anders die Stars der 1970er-Jahre im Vergleich zu den reservierten Akteuren von heute waren.“

Das lasse ich mal so stehen.

Die Zeit läuft. Hier am Bodensee stehen die Countdown-Zähler nicht still.  Wer etwas auf sich hält hat auf seiner Webseite einen Hinweis auf die bevorstehenden sportlichen Ereignisse. Die Jubiläumsausgabe von Match Race Germany in Langenargen hat einen Countdown installiert. Der 45. Internationale Bodensee-Marathon Kressbronn lässt einen Countdown-Zähler agieren. Der 3-Länder Marathon Lindau-St. Margrethen-Bregenz hat sich ebenfalls entschlossen bis zum Start des Events herunterzählen zu lassen.

Da darf Fußball in der Region nicht fehlen …

FC Bayern München Fanclub Mia San Konstanz mit Bodensee-Fancup

Der Bodensee Fancup 2017 beginnt in 66 Tagen, 2 Stunden, 23 Minuten und 29 Sekunden. Das internationale Fanclubturnier in Konstanz wird vom FC Bayern München Fanclub Mia San Konstanz e.V. organisiert. Im Terminkalender notiert ist der 22. und 23. Juli 2017. Alle Details gibt es hier auf bodensee-fancup.

8 Fanclubs haben bereits ihre Lust am Fußball hier am Bodensee signalisiert. Mit dabei sind Gastgeber Mia San Konstanz e.V. Ebenfalls das Juliwochenende freigeschaufelt haben sich Rot-Weisse-Traun Traunstein e.V. Mit dabei Grün Weisse Weser Holzminden. Auch der Fanclub Red Nerds hat Bock auf den Bodensee Fancup. ROTE WAND e.V hat sich ebenfalls angekündigt. Die Echaz Bullen schauen auch vorbei. Holzhacker Buam lassen sich die 2017er Ausgabe des Cups auch nicht entgehen. Die Triple-Winners haben auch ihr Statement einer Teilnahme in Konstanz abgegeben.

Sport Mixed Zone Bodensee

Fußball: Wenn mich meine Statistik nicht im Stich gelassen hat, ist Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino hier in der Bodenseeregion auf Ostschweizer Seite bisher zu 31 Spielen beim FC St. Gallen gekommen. Zuletzt wurde er am letzten Sonntag beim 2:0 Sieg gegen den FC Vaduz in der 79. Minute eingewechselt. Talent Gaudino wurde im Januar 2016 von Bayern München an den FC St. Gallen ausgeliehen. Ziel war Spielpraxis. Weiterentwicklung. Die Ausleihe wurde damals zeitlich bis auf den Juni 2017 datiert. Vielleicht eine gute Gelegenheit an dieser Stelle auf ein Spox Interview mit Gianluca Gaudino unter dem Titel „Ich wollte einfach mal weg“ zurückzublicken. +++ Fußball: Abschied beim FV Ravensburg. Der in der Oberliga Baden-Württemberg spielende Verein, auf deutscher Seite des Bodensees in der höchsten Klasse spielend, verabschiedet Luca Gruler und Jonas Wiest. Bei dieser Gelegenheit powerte FV-Ravensburg Präsident Roland Reischmann mit einer klaren Ansage: ,,Nächste Saison wollen wir die Regionalliga angreifen.“ +++ Fußball: Hier in der Bodenseeregion ist der österreichische Club SCR Altach nach seinem Spiel gegen Sturm Graz weiter Tabellenvierter hinter Meister Red Bull Salzburg, Austria Wien und Sturm Graz. Die Scherb Elf nahm sich ihre Formkrise zum ungünstigsten Zeitpunkt. Einschließlich der Heimniederlage gegen Sturm Graz blickt Altach jetzt auf acht sieglose Spiele am Stück. Eine Vorentscheidung um Platz 3? +++ Handball: Das erste Playoff-Finalspiel der Kadetten Schaffhausen kam mit der Wucht eines Orkans daher. Heute Spiel 2. Diesmal auswärts bei Pfadi Winterthur. Die Kadetten Schaffhausen suchen derweil auch einen Leiter Backoffice im Marketing. Hier gibt es die Details. +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars haben bekanntlich ihr Vorbereitungsprogramm bereits festgezurrt. Auf der Webseite der Oberschwaben ist auch die Pressemitteilung der DEL2 zu lesen. DEL2 reicht Klage bei Schiedsgericht ein. +++ Handball: Die Jungen Wilden der HSG Konstanz blicken nach dem harten Kampf gegen Hamm nach vorne. Nächstes Spiel in der Anhalt-Arena bei Dessau-Rosslauer HV 06 am 21. Mai 17.00 Uhr. Wer die Heimniederlage gegen Hamm nochmals Revue passieren will, findet hier den Spielbericht von Andreas Joas.