Outdoor-Rundschau von Michael Wiemer

Guten Tag. Es war der Sommer 2013. Da ließ Globetrotter Chef Thomas Lipke im bemerkenswerten FAZ-Interview über Outdoor, Umsätze der Branche, Outdoor-Jacken für die U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, Wanderschuhe oder Rucksäcke bei Aldi oder Tchibo, die vermeintliche Spießigkeit beim Thema Wandern und deren Wandlung bei jungen Leuten und einen überschätzten Outdoor-Markt in der Nische  aufhorchen. Thomas Lipke wurde unter anderen gefragt:

,,Der Outdoor-Markt ist lange rasant gewachsen auf einen Branchenumsatz von zuletzt etwa zwei Milliarden Euro, jetzt geht er zurück. Warum?“

Darauf Globetrotter Unternehmenslenker Lipke mit prägnanten Worten:

,,Daran sind wir selbst nicht ganz unschuldig. Globetrotter ist über Jahre zweistellig gewachsen, damit ist der Markt für andere natürlich attraktiv geworden. Jeder hat sein Glück versucht: Die Hersteller haben expandiert, viele neue Marken sind hinzugekommen. Doch der Markt wurde überschätzt, Outdoor ist immer noch eine Nische. Jetzt müssen alle ihre Erwartungen mal wieder auf ein vernünftiges Maß zurückschrauben.“

Das lasse ich mal so stehen.

Foto:  © Michael Wiemer

Heute schreiben wir das Jahr 2017. Der Sommer steht bevor. Hier am Bodensee ist die Branchenmesse OutDoor vom 18. bis 21. Juni 2017 terminiert. Im vergangenen Jahr schaffte es das Outdoor Blogger Network auf die Titelseite der Seewoche. Die Messe selbst ist, anders wie bei der Eurobike oder Interboot immer noch eine Messe ohne Zugang für den normalen Kunden. Die OutDoor kommt auch 2017 ohne Publikumstag daher. Okay.

Wer tiefer in das Thema fehlender Publikumstag der OutDoor eintauchen möchte, dem sei mein Text Bodensee-Overlander mit rockigen Jahresrückblick 2016 an die Hand gegeben. Da wird auch an die Worte vom Jahresanfang 2014 von Markus Held, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG), via Südkurier erinnert.

Genug der Vorrede. Hinein in eine Outdoor-Rundschau.

Outdoorgeflüster

Was haben das Skifreeride-Abenteuer Now!, das Skitouren-Porträt One Step, das Alpinkletterer-Drama von der Lalidererspitze In letzter Sekunde, die Skipersiflage A Mords Sauhaufen in an z’kloan Zelt, die Bike-Park-Humoreske Out of Mind sowie das Kajak-Abenteuer in Kirgisien  mit dem Titel Eyes of God gemeinsam? Alle sechs Kurzfilme werden im Rahmen vom Bayerischen Outdoor Filmfestival am 29. März und 2. April in Bad Tölz gezeigt. Die Organisatoren Andreas Prielmaier und Tom Dauer sind selbst Filmemacher und Outdoor Spezialisten. Beide haben Gebirge in Südamerika oder im Himalaya erkundet.

Doch die Filme werden auch in anderen bayerischen Städten gezeigt. Die Premiere war in Nürnberg, eine Stadt die meine Jahrhundertliebe und ich auch sehr gut kennen. Bevor wir an den Bodensee zogen lebten wir jahrelang in der Stadt der Kaiserburg. Im Kultkino Casablanca war diese Woche am 21. März der Start der Tour für das Bayerische Outdoor Filmfestival. Auf alpin.de gibt es ein Interview mit Tom Dauer. Der Organisator und einer der Gründer des Bayerischen Outdoor Filmfestivals wird auch nach seinem Lieblingsfilm der Tour gefragt und merkt an:

,,Der Film, der mich als Kletterer am meisten fasziniert ist „In letzter Sekunde“. Darin geht es um eine dramatische Rettungsaktion an der Laliderer-Nordwand im Karwendel. Dort sind zwei junge Kletterer 1979 durch einen Wettersturz in Bergnot geraten und konnten durch das Zusammenspiel von über 200 Bergrettern nach tage- und nächtelangem Einsatz heil aus der Wand gebracht werden. Das ist für mich ein leuchtendes Beispiel für Hilfs- und Aufopferungsbereitschaft in der Bergszene.“

Die weiteren Termine vom Outdoor Filmfestival:

  • Fr. 24.03.2017, 20:00 Uhr (ausverkauft) und 28.03, 20:00 Uhr München
  • Mo. 27.03.2017, 19.30 Uhr Kempten
  • Mo. 27.03.2017, 20.30 Uhr Regensburg
  • Mi. 29.03.2017, 20:00 Uhr und So. 02.04.2017, 15:00 Uhr Bad Tölz
  • Do. 30.03.2017, 20:00 Uhr und So. 02.04.2017, 15:00 Uhr Hausham
  • Fr. 31.03.2017, 20:00 Uhr Bad Endorf

Mehr Infos gibt es auch auf der offiziellen Webseite des Outdoor Filmfestivals auf boff-film.de

Outdoor Kritik

Ich will mich auch nicht um die unangenehmen Themen drücken. Die Outdoor-Bekleidung stand in den letzten Jahren wiederholt in der Kritik. Erinnert sei an den Outdoor-Report 2016 von Greenpeace. Tief durchatmen. Greenpeace schrieb damals einleitend

,,Der Outdoor-Report 2016 von Greenpeace zeigt: Ein Großteil der Produzenten für Outdoor-Ausrüstung nutzt PFC, um Kleidung, Schlafsäcke und Zelte wasserabweisend herzustellen. Doch PFCs sind oft umwelt- oder gesundheitsschädlich. Die englischsprachige Studie stellt anschaulich dar, welche Mengen PFC in den getesteten Produkten gefunden wurden und erläutert, warum diese Substanzen gefährlich für Mensch, Tier und Natur sein können.“

Hier gibt es die Zusammenfassung des Outdoor-Report 2016 von Greenpeace in deutsch.

Greenpeace ist ja für seine Hartnäckigkeit bekannt. Die Beharrlichkeit zeigt Ergebnisse. Im vergangenen Monat merkte die Umweltschutzorganisation an:

,,Immer mehr Outdoorausrüster verzichten in ihren Textilien auf gefährliche Chemikalien: Auch ein Erfolg der Detox-Kampagne von Greenpeace. Seit dem Jahr 2011 engagiert sich Greenpeace mit der Kampagne „Detox“ zur Entgiftung der Textilindustrie. Die Umweltschützer fordern von den Unternehmen, bis zum Jahr 2020 auf alle gefährlichen Chemikalien in ihren Zulieferketten zu verzichten und besonders die per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) als eine der vorrangig gefährlichen chemischen Stoffgruppen zu verbannen.“

Hier geht es zum Factsheet: Outdoor ohne gefährliche PFC von Greenpeace.

Auch Arbeitsbedingungen in der Outdoor-Branche sind immer wieder ein Thema. Erinnert sei an den damals stark beachteten Artikel von Susanne Amann auf Spiegel Online unter dem Titel Studie: Outdoor-Hersteller fallen bei sozialer Verantwortung durch vom 13. Juli 2010.

Mit den Bedingungen der Herstellung von Outdoor-Bekleidung beschäftigt sich seit Jahren auch die Christliche Initiative Romero (CIR). Maik Pflaum ist dort ein kompetenter Ansprechpartner für Arbeitsrechte und die Kampagne Saubere Kleidung. Auf der Webseite ci-romero.de gibt es mehr Informationen. Ein wenig Archiv-Material gibt es auch an die Hand.

Firmenprofile Outdoor 2009

Firmenprofile Outdoor 2010

Firmenprofile Outdoor 2011

Firmenprofile Outdoor 2012

Im September 2016 fragte ich Maik Pflaum, langjähriger intimer Kenner der Produktionsbedingungen der Sportartikelindustrie und der Outdoorhersteller hier auf sportinsider unter dem Titel Outdoor Industrie und Sportartikelhersteller und der Status quo in puncto fairer Produktionsbedingungen:

Wie schätzen Sie denn die aktuellen Bemühungen der Outdoor Industrie und der Sportartikelhersteller im Hinblick auf faire Produktionsbedingungen ein? Wie ist der Status Quo? Inwieweit klafft eine Lücke zwischen Ankündigungen und Umsetzungen?

Maik Pflaum:

,,Hier gibt es viel Licht und Schatten.

Sehr ärgerlich sind die Zustände in der Sportbekleidungsindustrie: Hier hat sich seit 10 oder 15 Jahren nichts Substantielles bewegt. Ärgerlich deswegen, weil hier drei Konzerne den Weltmarktmarkt dominieren: Nike, Adidas-Reebok und Puma. Es wäre ein leichtes, sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Sie lassen ja sowieso in den gleichen Fabriken fertigen und hätten die Nachfragemacht, Dinge zu bewegen. Aber das Gegenteil ist der Fall: es wird immer weiter versucht, noch billiger produzieren zu lassen. Damit den Aktionär*innen neue Rekordgewinne in Aussicht gestellt werden können. Wer für Adidas oder Nike oder Puma fertigt und sich krank schuftet, verdient in aller Regel nicht genügend, um den Grundbedarf einer Durchschnittsfamilie abdecken zu können. „Fair Play“ sieht anders aus!

Bei den Outdoor-Herstellern hat sich viel getan. Viele wurden seit unserer Kampagne ab 2009 Mitglied in der Fair Wear Foundation(FWF). Das ist m.E. nach die fortschrittlichste und anspruchsvollste Kontrolleinrichtung im Bereich der Arbeitsrechte. Jack Wolfskin, Vaude, Deuter, Schöffel,… Die Liste der Mitglieder ist zum Glück lang. Alle arbeiten engagiert mit, lernen voneinander. Wie sich die einzelnen Unternehmen bewähren, kann transparent auf der Seite der FWF im jeweiligen Brand Performance Check (www3.fairwear.org/36/brands/) nachgelesen werden. Einziger Schwachpunkt: auch hier liegen die Löhne oftmals noch nicht auf Grundbedürfnis-Niveau, und das Engagement, dies zu erreichen, müsste bei den meisten höher sein.“

Soweit Maik Pflaum von CI Romero.

Outdoor Blogs

Einer meiner Lieblings Outdoor Blogs nimmt nach einer Auszeit im Januar wieder Fahrt auf. Grund der Auszeit waren die Vorbereitungen für die bevorstehende Abenteuerreise mit dem Land Rover. Das Fahrzeug ist über 20 Jahre alt. Auf bodensee-overlander wird mit Liebe zum Detail vom bevorstehenden Outdoor-Abenteuer berichtet. Der neueste Beitrag unter dem Titel Der Weltreise Cut-Over Plan kommt gewohnt rockig daher.

Ein weiteres Outdoor Lieblingsblog von mir ist Stefan Nestler und sein Blog Abenteuer Sport. Er ist vielleicht der beste Outdoor-Blogger Deutschlands. Frisch und gut zu lesen ist sein neuester Blogbeitrag unter dem Titel Steck vor Everest-Expedition: ,,Eher spät als früh.“  Journalist Stefan Nestler hat den Schweizer Topbergsteiger Ueli Steck interviewt. Lesenswert.

Outdoor Presse

Auf kress.de gab es kürzlich folgende Nachricht zu lesen:

,,Mal was Neues: Olaf Beck, bislang Chefredakteur des Motor Presse Stuttgart-Titels „Outdoor“, hat sich umorientiert und innerhalb des Verlags die Leitung der neuen Unit „Content Solutions“ im Sportbereich übernommen. Dort werden auch die bestehenden Content-Marketing- und Corporate-Publishing-Aktivitäten gebündelt. Sein „Outdoor“-Nachfolger kommt aus der Redaktion.“

Nachfolger von Olaf Beck und neuer Chefredakteur beim Titel „Outdoor“ ist der Journalist Alex Krapp (43). Er war bisher geschäftsführender Redakteur des Blatts.

Outdoor Legende

Bernd Kullmann ist eine lebende Outdoor-Legende. Noch heute bemerkenswert und immer wieder in Insiderkreisen gerne erzählt, die Besteigung des Mount Everest 1978 in Jeans der Marke Levis. Er schrieb als Mister „Deuter“ und Geschäftsführer auch die Erfolgsgeschichte des Rucksack-Herstellers. Im Februar gab es ein bemerkenswertes Interview mit ihm auf der Messewebseite der ISPO München unter dem Titel Berg-Legende Bernd Kullmann: ,,Ich vermisse Mut und Risiko in der Outdoor-Branche“. Lesenswert. Die gut sortierten Fragen stellte Julian Galinski.

Outdoor Bücher

Ich mag ja Outdoor Bücher.

Foto:  © Michael Wiemer

Es wird auch dieses Jahr weitere Outdoor-Bücher auf dem Markt geben. So hört man.

Am 19. Mai 2017 erscheint in Deutschland das Buch Der Abenteurer: Alles was man über Outdoor wissen muss von Fritz Meinecke.

Am 31. Mai 2017 kommt das Buch Bushcraft 101 – Überleben in der Wildnis / Der ultimative Praxisführer von Dave Canterbury. Ein weiteres Werk in der Sparte der Survival Literatur. Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es Survival Praxisführer mittlerweile wie Sand am Meer gibt.

Outdoor Termine

Reinhold Messner hat auch dieses Jahr wieder einen gut gefüllten Tournee-Kalender. alle Termine gibt es hier auf seiner Webseite. Er wird im November hier am Bodensee auch im Graf-Zeppelin Haus auftreten. Sein nächster Auftritt ist am 1. April in München.

Wer Informationen zu Outdoor Entwicklungen und Hintergründen, Hinweise auf Termine, gute Linkverweise oder lesenswerte Outdoor-Blogtexte hat, kann diese gerne an mich per E-Mail senden:

michael.wiemer@gmx.net

Für heute ist Michael Wiemer mit seiner Outdoor-Rundschau durch. Meinen zahlreichen Lesern wünsche ich eine gute Woche.

Henry Maske und Uli Hoeneß diese Woche beim Mittelstandsforum Bodensee

Die Zeit ist schnelllebig. Dies wird auch SPD-Genosse Martin Schulz dieses Jahr noch merken. Grenzenlose Begeisterung aus den eigenen Reihen, die ihm fast wie einst das Sportpublikum dem Boxchampion Muhammad Ali zujubelte, wird sich schon noch legen. Spätestens am Wahlabend. Hier in Baden-Württemberg ist die SPD bei der letzten Landtagswahl 2016 in den Status einer Nischenpartei geschlittert. Das desaströse Wahlergebnis bescherte unglaublich niedrige 12,68%.

Foto:  © Michael Wiemer

Uli Hoeneß und Henry Maske beim Mittelstandsforum Bodensee 

Anhaltende Begeisterung hingegen wird bei Uli Hoeneß beim Blick auf die Bundesligatabelle vorhanden sein. Diese Woche ist er zu Gast beim Mittelstandsforum Bodensee. Auch Deutschlands großer Boxer Henry Maske gibt seine Stippvisite ab. Vor exakt vier Wochen am 21. Februar titelte ich Henry Maske und Uli Hoeneß kommen zum Mittelstandsforum Bodensee.  Am morgigen 22. März ist es dann soweit. Die Boxlegende Henry Maske und Bayern München Präsident Uli Hoeneß haben sich angesagt. Ebenfalls wird der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach dabei sein. Anders wie SPD-Genosse Schulz, fällt Bosbach seit Jahren mit Haltung, Klartext, Rückgrat und fundierter Sicht der Dinge mit Blick auf Deutschland auf. Er verzichtet auch auf die unsägliche Dampfplauderei vom kleinen Mann. SPD-Mann Schulz sollte eher nochmals ins Archiv steigen und die Kanzlerschaft von Gerhard Schröder beleuchten und uns nicht mit wohlfeilen Worten von Gerechtigkeit etc. langweilen. Wie war das eigentlich mit den Spesen in der Amtszeit von Martin Schulz in Brüssel? Ich mein ja nur. Transparenz wär da gut. Unterstützt wird das Mittelstandsforum am Bodensee in Friedrichshafen von der Frühjahrsmesse IBO. Das Event wird von der Heinzl-Firmengruppe veranstaltet. Die Referenten Uli Hoeneß und Henry Maske sind natürlich Magneten. Gar keine Frage.

Kleine mentale Einstimmung mit zwei Texten aus dem Blogarchiv von Sportinsider:

Erinnerungen von Boxchampion Henry Maske an die DDR

Live-Ticker vom 4. Prozesstag gegen Uli Hoeneß

Das Mittelstandsforum auf dem Messegelände in der Zeppelinstadt Friedrichshafen wird auch mit einer Elefantenrunde aufwarten. Das Teilnehmerfeld steht fest. Axel Müller (CDU-Kandidat, WK Ravensburg), Dr. Nils Schmid (Finanz- und Wirtschaftsminister a. D., SPD), Sandra Detzer (Vorsitzende Grüne Landesverband BW), Judith Skudelny (FDP Generalsekretärin BW, Listenplatz 2), Alice Weidel (Spitzenkandidatin AfD Baden-Württemberg) und Claudia Haydt (LINKE-Kandidatin, WK Bodensee).

Saisonabschluss bei den Ravensburg Towerstars

Schwenk zum Eishockey. Die Ravensburg Towerstars boten am Wochenende wieder Gelegenheiten beim Saisonabschluss für Freunde einer gepflegten Sports Memorabilia Sammlung. Towerstars Pressesprecher Frank Enderle berichtet von der Feier zum Saisonende und merkt im Hinblick auf die Versteigerung der Trikots an:

,,Nicht fehlen durfte natürlich die Versteigerung der „Game worn“ Trikots. Hier kamen tatsächlich alle Jerseys, sowohl die Heimtritkots der Hauptrunde, wie auch die der der Pre-Play-off Version an den Mann – bzw. nicht selten auch – Frau.“

Gleichzeitig gab es auch bereits einen Blick nach vorn. Frank Enderle weist bereits auf Trainingslager, Testspiele sowie den Bodensee-Cup im schweizerischen Kreuzlingen hin:

,,Letztlich war man nach rund drei Stunden der einhelligen Meinung, dass die Saison sicherlich enttäuschend endete, die Vorfreude auf 2017/18 aber doch mehr und mehr in den Vordergrund rückte. So gab es von Rainer Schan auch die ersten Eckdaten. Trainingsstart ist am 1. August, in der zweiten Trainingswoche ist ein Trainings-Camp in Südtirol geplant und auch die ersten Testspiele gegen Ajoje und Ritten sowie ein Turnier um den Bodensee-Cup in Kreuzlingen seien bereits in der Pipeline.“

Es war eine komplizierte und sehr traurige Saison 2016/2017 für die Ravensburg Towerstars in der DEL 2. Die Eishockey-Cracks zelebrierten in der Vorsaison noch Power und Erfolg, der bis zum Playoff-Halbfinale gegen die Kassel Huskies führte. Doch Trainer Daniel Naud bekam recht früh nach durchwachsenen Saisonstart das Vertrauen entzogen. Nachfolger wurde Toni Krinner. Sein Krebstod vor einigen Wochen erschütterte die Ravensburger Eishockeyfans, die Verantwortlichen der Towerstars, das komplette Umfeld. Die Saison musste trotzdem zu Ende gespielt werden. In den Pre-Playoff gab es das Aus gegen Freiburg.

Ein neuer Trainer wird in Kürze präsentiert. Voraussichtlich nächste Woche. Bei der Saisonabschlussfeier wollte Geschäftsführer Rainer Schan noch keinen Namen sagen. Die letzten Formalitäten mit dem jetzigen Arbeitgeber sind noch zu klären. Es soll sich um einen Wunschkandidaten handeln.

Übrigens fand Ex-Coach Daniel Naud recht schnell wieder eine Anstellung. Er wurde im Dezember 2016 Co-Trainer beim DEL-Club Grizzly Wolfsburg, mit denen er heute im Playoff-Viertelfinale beim Serienstand von 3:3 in Köln auf den Einzug ins Playoff-Halbfinale hofft.

Sport Mixed Zone Bodensee

Volleyball: Die Bilanz Berliner Bundesligisten gegen den VfB Friedrichshafen in dieser Saison beläuft sich, wenn meine Statistik mich nicht im Stich gelassen hat, auf 10 Niederlagen in 10 Spielen. Alle Details zum Playoff-Viertelfinale Auftakt des VfB Friedrichshafen mit Erfolgscoach Vital Heynen gibt es hier. +++ Eishockey: Die EV Lindau Islanders kämpfen nach 2015 zum zweiten Mal um die Bayrische Meisterschaft. Dem Titel vor zwei Jahren soll jetzt der nächste folgen. Heimspielauftakt gegen den EHC Waldkraiburg am Sonntag, den 26.03.2017. Vorher gibt es den Auftakt mit dem Auswärtsspiel am Freitag, den 24.03.2017. Hier geht es zu den Details des Vorverkaufs der Tickets für alle Lindauer Eishockeyfans. 2015 gab es nach dem Titel die legendäre Feier im Nana auf der Insel. Seh ich da ein Lächeln im Gesicht des einen oder anderen Spielers? +++ Handball: Die Jungen Wilden der HSG Konstanz haben keinen Bock auf Abstiegskampf in der 2. Handball-Bundesliga. Da legen sie lieber selber Hand an und erspielen sich Punkte. So geschehen beim begeistert gefeierten Sieg gegen Bad Schwartau. Paul Kaletsch war für die Konstanzer mit 7 Treffern erfolgreichster Schütze. Andreas Joas bat Paul Kaletsch zum Interview.

Nachdenkenswert #474

,,Der Kundenstamm wuchs – doch meine Stimmung sank. Zunehmend lagen meine Kunden nur noch herum: In der Sauna, im Ruheraum und in den Solarien. Damit werden die Leute nicht stark, sagte ich mir und entfernte alles, was nicht zum Trainingserfolg beitrug. Ein Drittel der Kunden kündigte die Verträge. Aber die zwei Drittel die blieben, waren froh. Da wusste ich: Das ist meine Zielgruppe.“

Werner Kieser, charismatischer Unternehmer und Mann mit Rückgrat in REFLEX 61, Das Magazin von Kieser Training über konsequente Fokussierung auf das Krafttraining. In der neuesten Ausgabe von Reflex, reflektiert Werner Kieser seine 50 starken Jahre von 1967 bis 2017. Stammleser kennen mein Faible für das Training bei Kieser. Jeder Besuch im Kieser Training Studio hier am Bodensee in Friedrichshafen begeistert mich aufs Neue. Eine Art meditatives Training, fernab von Musik-Gedöns aus billigen Lautsprechern, Show und Saftbar. Siehe Die Effektivität vom Kieser Training.

VfB Friedrichshafen startet in der deutschen Nischensportart Volleyball in die Playoffs

Der einstige Kultcoach vom VfB Friedrichshafen wünschte sich Verkäufer für den Volleyball. Das war im Herbst 2014. Stelian Moculescu sein damaliges Statement im dpa Interview lautete:

,,Wir brauchen Verkäufer für diese Sportart.“

Nun, hier am Bodensee in Friedrichshafen hat seit dieser Saison Moculescus Nachfolger Vital Heynen mehrfach seine Performance als talentierter Verkäufer unter Beweis gestellt. Erinnert sei an die medienwirksame Bierwette vor dem Heimspiel gegen die russischen Giganten von Zenit Kazan in der Champions-League. Doch dies alleine reicht selbstredend nicht aus um in der deutschen Medien-Nischensportart Volleyball eine Fernsehpräsenz zu bekommen, die diesen Namen auch verdient. Medienexperte und Sportblogger Kai Pahl merkte gestern auf seinem Blog allesaussersport treffend an:

,,Der Irrwitz der deutschen Fußballrechte-Landschaft amüsiert mich immer noch. Während die deutsche Volleyball-Bundesliga mit Müh‘ und Not bei der DOSB/P7S1-Streaming-Plattform Sportdeutschland ihre Meisterschaftsentscheidung ausspielt, gibt es an einem normalen Freitagnachmittag alle drei Freitagsspiele des 22ten Spieltags der ukrainischen Fußball-Liga in Deutschland zu sehen. Laola1.tv zeigt um 16h FK Dnipro – Karpaty Lviv und um 18 Uhr Dynamo Kiev – Chornomorets Odessa und SPORT1+ bringt um 18 Uhr parallel Schachtjor Donezk – Olimpik Donezk im Fernsehen.“

Tief durchatmen.

Vielleicht wäre die Situation eine andere wenn Deutschland Volleyballweltmeister wäre? Bayern München statt einem Basketballprojekt ein Volleyballprojekt aufgelegt hätte? Die Playoffs mehr Spannung versprechen würden? Angesichts der Dominanz der beiden Platzhirsche Berlin Recycling Volleys und dem VfB Friedrichshafen ist oft der Ausgang der Spiele, wenn die beiden Erzrivalen nicht gerade aufeinandertreffen, doch oft überschaubar und erwartbar.

Doch Jammern ist nicht das Ding von Vital Heynen und Geschäftsführer Sebastian Schmidt. Es sind ja auch selber Hausaufgaben zu lösen. Sprichwort ausverkaufte Halle. Die Zuschauerzahlen haben beim VfB Friedrichshafen auch in dieser Saison Potenzial. Dazu kam kürzlich die Aktion gegen Fanplakate, die Matthias Schopf im Südfinder entsprechend unter die Lupe nahm und kritisierte.

Heute also der Start in die Playoffs mit dem Heimspiel vom VfB Friedrichshafen gegen Netzhoppers Königspark KW. Ab 19.30 Uhr in der ZF Arena in der Nähe des Bodensee Center oder auf sportdeutschland.tv.

Sport Mixed Zone Bodensee

Sportbusiness: Der Volleyballpokalsieger VfB Friedrichshafen vermeldete unter der Woche eine neue Partnerschaft mit Erima. Der Sportartikelhersteller stattet seit Jahren bereits den Meister Berlin Recycling Volleys aus. Friedrichshafen setzte jahrelang auf den Ausstatter Adidas. Adidas und die Bodenseeregion, da war doch was? Adidas musste im vergangenen Jahr beim Handballmeister der Schweiz, den Kadetten Schaffhausen, Platz machen für Hummel. +++ Eishockey: Der Playoffwirbel in der DEL2 geht nach dem Ausscheiden der Ravensburg Towerstars gegen Freiburg fast an den Oberschwaben vorbei. Zum Trost gibt es am Sonntag einen lockeren Frühschoppen vor der Spielstätte der Ravensburger. Die Fans mit einem Faible für Sports Memorabilia haben vor der Eissporthalle wieder Gelegenheit die Sammlung in Sachen Fundus aufzustocken. Frank Enderle, engagierter Eishockeyexperte, merkt an: ,,Im Rahmenprogramm gibt es neben der Versteigerung der Heim- und Pre-Play-off Trikots auch Informationen über personelle Belange, Vertragsverlängerungen und den einen oder anderen Neuzugang zur nächsten Saison.“ +++ Handball: Der Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga, die mit den Jungen Wilden für Furore sorgende HSG Konstanz, empfängt heute Abend ab 20.00 Uhr in der Schänzle Sporthalle den VfL Bad Schwartau. Es gibt auf der Webseite der Konstanzer auch einen Live-Ticker.

Reminiszenz an die Titelstory der Seewoche über das Outdoor Blogger Network

Outdoor ist die vielleicht härteste umkämpfte Branche. Sagen die einen. Outdoor ist nach wie vor in einer Art Goldgräberstimmung wie sie einst Jack London so unvergesslich beschrieb. Sagen die anderen. Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Hier am Bodensee schieben wir uns der Branchenmesse OutDoor so langsam entgegen wie einst die Titanic dem Eisberg. Die Messe ist vom 18. bis 21. Juni 2017 terminiert. Hier geht es zur offiziellen Messewebseite der OutDoor.

Eine gute Gelegenheit in mein Archiv hinunterzusteigen und einen Text wieder an das Licht der Öffentlichkeit zu holen. Halten wir uns nicht weiter mit der Vorrede auf. Vorhang auf.

Reblog: [vom 9. Juli 2016] 

Outdoor Blogger Network (OBN) schafft es auf die Titelseite der Seewoche

Die Seewoche macht diese Woche mit einem Text von Reiner Jäckle zur nächste Woche vom 13. Juli bis 16. Juli stattfindenden Fachmesse OutDoor in Friedrichshafen auf. Mit dabei auch das Outdoor Blogger Network (OBN). Reiner Jäckle merkt an:

,,Die Messe Friedrichshafen nimmt sich zudem dem Social-Media-Thema weiter an und setzt dabei auf die Partnerschaft mit dem Outdoor Blogger Network (OBN). In der neuen Blogger Network Base im Foyer Ost wird der Social-Media-Austausch zwischen allen Interessenvertretungen gestärkt und die ,,OBN_talks“ bieten täglich maßgeschneiderte Vorträge, Diskussionen und Rundgänge, die die Strahlkraft der Outdoor-Branche unter dem #OutDoorFN in alle Welt tragen.“

Das setzt den Trend fort, den ich live vor Ort bereits bei der internationalen Leitmesse ISPO 2016 in München erleben konnte. Die Sportartikelmesse setzte ebenfalls verstärkt auf das Thema Social-Media und Blogger.

Foto:  © Michael Wiemer

Die ISPO 2016 in München wird traditionell auch von zahlreichen Herstellern der Outdoor-Branche besucht, die auch im Sommer in der Messestadt Friedrichshafen aufschlagen. Hatte die amerikanische Columbia Sportswear Company, mit Sitz in Oregon, in München Halle A 1 – Stand 306 belegt, wird der Outdoor Anbieter in Friedrichshafen Halle A 1 – Stand 301 innehaben. In München stellte Columbia, nach eigener Aussage auf Outdoor-Bekleidung, Outdoor-Schuhen, Outdoor-Accessoires sowie Equipment spezialisiert, auch die Partnerschaft mit Manchester United selbstbewusst vor. Der englische Premier League Kultclub entschied sich kurz vor der ISPO 2016 für Columbia als ersten offiziellen Outdoor-Ausrüster. Columbia stellte in München seine doppelt-gebrandete Outdoor-Bekleidung im Rahmen der spektakulären weltweiten Partnerschaft mit Manchester United gebührend vor. Wenn ich es recht in Erinnerung habe waren Dwight Yorke, Ronny Johnson und Jesper Blomqvist auch kurzzeitig am Messestand von Columbia. Sie waren 1999 Teil der legendären Mannschaft, die mit Manchester United dem deutschen Aushängeschild Bayern München die Mutter aller Niederlagen beibrachten.

Foto:  © Michael Wiemer

Das jetzt das Outdoor Blogger Network (OBN) in Friedrichshafen präsent sein wird, ist zu begrüßen. Wer bisher noch keine Berührung mit OBN hatte, dem sei ein Blick auf die Website outdoor-blogger-network.com empfohlen.

Georg Haas ist CEO von OBN. Hendrik Morkel verantwortet Business Relations. Carsten Jost kümmert sich um die Blogger Relations und Kathrin Dether um Projekte. Das Outdoor Blogger Network fragt auf seiner Website Interessenvertretung?! Dienstleister?! Trendsetter?! und gibt dieses Statement als Antwort:

,,Das Outdoor Blogger Network versteht sich als kommunikative Schnittstelle zwischen Bloggern, Vertretern der Outdoor-Industrie und Dienstleistern aus Handel, PR und Werbung. Darüber hinaus vertreten wir aktiv die Interessen der Betreiber der mit uns kooperierenden Partnerblogs. OBN dient dabei sowohl als Bindeglied als auch als Dienstleister, der die Zukunft digitaler Kommunikationsmaßnahmen mitgestalten, Synergien schaffen und für alle Beteiligten ein Mehrwert bieten will.“

Erinnert mich auch ein wenig an OUTSIDEStories. Mit den beiden Machern Sabine Messner und Kai Schmid führte ich im Januar 2015 das Sportinsider Interview. Sie gaben damals auch Einblick in ihre Zukunftspläne.

Foto:  © Michael Wiemer

Sabine Messner von OutsideStories merkte im Sportinsider Interview an:

,,Unser Konzept für die OUTSIDEstories baut auf mehr als 17 Jahre Erfahrung mit der Kommunikation rund um Produkte für Outdoor-Aktivitäten und ebensolanger Zusammenarbeit mit der Outdoor-Branche, kombiniert mit den neueren Möglichkeiten der Kommunikation im Internet und der Tatsache, dass immer mehr Menschen ihr Informationsbedürfnis im Internet stillen – eben bis hin zur Kaufentscheidung für Outdoor-Ausrüstung.“

Und ihr Partner Kai Schmid führte im Januar 2015 aus:

,,Outside-Stories ist viel mehr als nur ein Blog. Die Idee: Outside-Stories wird eine user-basierte Bewertungsplattform speziell für Outdoor-Produkte und -Ausrüstung, die hilft beste Kaufentscheidungen zu fällen und Preisvergleiche bei Online-Stores durchzuführen. Oder mit anderen Worten: die Community stellt ihre Erfahrungen mit Produkten für weitere Kaufentscheidungen der Community zur Verfügung. Ein authentischer und zugleich demokratischer Ansatz – und das fasziniert uns an unserer Idee. Dieser Teil der Plattform von OUTSIDEstories ist zur Zeit im Aufbau und wird Anfang Februar 2015 live gehen.“

So weit die kleine Retrospektive.

Im Frühjahr 2016 ging OUTSIDEstories den Weg zum weiteren Ausbau der Geschäftsidee per Crowdfunding. Monetäres Ziel waren 30.000 Euro auf der Plattform Startnext zu erzielen. Das Ziel wurde erreicht.

Foto:  © Michael Wiemer

Egal ob Outdoor-Bekleidung, Textilien für Hallensportarten oder die in München in Hülle und Fülle angebotenen Bälle der verschiedensten Sportarten, der Markt ist vielfältig und hart umkämpft. Mediale Aufmerksamkeit ist ein Tool. Finanzielle Power das andere. Kontakte, effektive Netzwerke, Produkt Know-How, Technologien, offensive Marketing  Vertriebspower, Strategie, Fachhandelsstrukturen mit verkaufstalentiertem Personal andere Erfolgsbausteine.

Foto:  © Michael Wiemer

Die Outdoor-Branche weiß sich prägnant in Szene zu setzen. Emotionale Bilder werden erzeugt, Funktionalität und Design sollen zu guten Margen verkauft werden.

Foto:  © Michael Wiemer

Wir leben in einer Gesellschaft in der viele Arbeitsplätze unter Neonlicht an Bildschirmen in den letzten Jahrzehnten in klimatisierten Büros geschaffen worden sind. Es scheint die Sehnsucht nach Abenteuer zuzunehmen. Faszinierende Outdoor Helden wie der Grenzgänger Reinhold Messner, die Huber Brüder Alexander und Thomas, der in München geborene Motorrad Abenteurer, Autor und Fotograf Michael Martin, der Extremsportler Hubert Schwarz oder Stefan Glowacz füllen Hallen mit Ihren Multivisionsvorträgen und den erlebten Outdoor Geschichten.

Nicht zu vergessen das weibliche Geschlecht. Power Outdoor Frauen wie Freya Hoffmeister mit ihrem Fieberglaskajak und der Australienumrundung, K2 Bezwingerin Gerlinde Kaltenbrunner oder die norwegische Extremabenteuerin Cecilie Skog kann ich mir nun wirklich nicht in einem 8-Stunden Büro Job an der Tastatur vorstellen.

Die Outdoor Branche profitierte jahrelang im Sog dieser Prominenten Extremsportler auch mit den entsprechenden Umsätzen bei Otto Normalkonsument.

Foto:  © Michael Wiemer

Jetzt also ist wieder OutDoor Time. Der in der Bodenseeregion beheimatete Hersteller VAUDE, hier bei der ISPO 2016 in München, ist seit der ersten Auflage der Fachmesse OutDoor 1994 dabei. Dieses Jahr folgt die 23. Ausgabe in Friedrichshafen.

Die Branchenmesse ist vom 13. Juli bis 16. Juli 2016 nur für den Fachhandel geöffnet. Einen Publikumstag gibt es nicht. Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr. Am Samstag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Hier geht es zur offiziellen Website der OutDoor.

Damit wären wir für heute fast durch.

Sport Mixed Zone Bodensee

Segeln: Hier geht es zu den aktuellen Segelterminen auf bodensee-regatten.de. +++ Good Luck Empfang: Die olympischen Spiele werfen ihre Schatten voraus. Der Württembergische Yacht-Club, Mitglied der 1. Segel-Bundesliga, lädt zu einem Good-Luck-Empfang für Toni Wilhelm ein. Termin ist der 12. Juli 2016 um 11.30 Uhr im Clubhaus an der Uferstraße in Friedrichshafen. Hier geht es zu den Details. +++ Fußball: In einem über 4 x 30 Minuten gehenden Testspiel verliert der FC St. Gallen in Villingen gegen den VfB Stuttgart mit 1:4. Hier der Spielbericht. +++ Fußball: Neben dem bereits hier auf sportinsider vermeldeten Testspiel Borussia Dortmund vs. AFC Sunderland am 5. August in der CASHPOINT Arena vom SCR Altach gibt es auch eine weitere Partie mit einem Bundesligisten. Am 24. Juli treffen der VfL Wolfsburg und Benfica Lissabon aus dem Land des EM-Finalisten aufeinander. Übrigens der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts hat sich heute in der Schwäbischen Zeitung festgelegt. Er hält am EM-Finaltag auf die Mannschaft von Portugal und führt als Beweggrund seine Erlebnisse bei einer mehrwöchigen Hospitation bei dem renommierten Premier League Club Manchester United aus. Alex Ferguson hatte einen bienenfleißigen Mann damals im Kader. Er war am Anfang seiner Laufbahn. Berti Vogts war von den Sonderschichten des jungen Fußballers beeindruckt. Sein Name war Cristiano Ronaldo.

Nachdenkenswert 473

,,Eine Änderung wird es bei den Towerstars aber wie erwartet in Sachen „Dienstkleidung“ geben. Wie schon in den Vorjahren gibt es ein spezielles Play-off Trikot, das sich natürlich auch vom sonstigen Design und nicht zuletzt bei der Farbe vom Hauptrunden-Trikot abhebt. Beim Spiel am Freitagabend um 20 Uhr wird das Towerstars Team in einem grün gehaltenen Jersey auflaufen und dabei an die Saison 1977/78 erinnern. Hier trat das neu gegründete Oldstars-Team des EV Ravensburg in gleicher Farbe auf. „Auf der Suche nach Impulsen für das Play-off Trikot sind wir auf diese alten Fotos gestoßen“, erklärte Towerstars Geschäftsführer Rainer Schan. Der mit ins Boot geholte Fanrat war von dieser Idee genauso überzeugt und am Donnerstag vor dem Training wurde das Trikot, mit dem die Towerstars in dieser Saison hoffentlich noch viele Heimspiele bestreiten werden, gemeinsam mit Vertretern des Fanrats und Stürmer Stephan Vogt, offiziell übergeben.“

Frank Enderle, Pressesprecher der Ravensburg Towerstars, mit dem Hinweis auf die neu gewählten Trikots vor dem Playoff-Heimspiel gegen den EHC Freiburg auf der Webseite der Oberschwaben. Keine schlechte Idee, auch im Hinblick auf den Fundus an besonderen Sports Memorabilia für Sammler.

Reminiszenz an die Kritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen

Nein, es ist nicht alles in Butter beim frischgebackenen Pokalsieger im deutschen Volleyball. Der VfB Friedrichshafen sorgte abseits des Parketts für Schlagzeilen. Stichwort zerstörte Plakate der Fans und die anschließende Begründung mit Brandschutz. Matthias Schopf nahm sich der Dinge kürzlich im Südfinder an. Er titelte seinen Artikel mit der prägnanten Headline Zerlegt der VfB sich selbst? Einleitend schreibt Schopf:

,,Der VfB feiert sportliche Erfolge, aber hinter den Kulissen kracht es gewaltig. Jüngster Höhepunkt: Fans demonstrieren ihren Rückhalt für Trainer Vital Heynen, aber die Plakate werden entfernt und zerstört.“

Flankierend zum Artikel im Südfinder gibt es von Matthias Schopf Bonusmaterial in Form eines längeren Kommentars unter dem Titel Die Zeit zum Handeln ist gekommen. Der aufmerksame Beobachter der Friedrichshafener Volleyballszene merkt an:

,,Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Da werden Fan-Plakate entfernt und zerstört, die nicht etwa jemanden angreifen, die keine Kritik äußern, die nicht pöbeln – sondern vielmehr die Zuneigung für den Cheftrainer ausdrücken, der den VfB gerade von einem Erfolg zum nächsten führt.“

Wer obige Verlinkung zum Artikel und Kommentar von Matthias Schopf verpasst hat, bekommt von mir in gewohnter Service-Qualität mundgerecht die Leselektüre nochmals  gereicht. Hier geht es zum Südfinder entlang. Er geht dabei auch auf die vom VfB Friedrichshafen vorgebrachte Argumentation „Brandschutz“ ein. Was hätte Loriot dazu gesagt?

Dabei ist der im Umbruch befindliche VfB Friedrichshafen (beim Double 2015 gab es noch das Trio Geschäftsführer Jürgen Hauke, Manager Stefan Mau und Trainerlegende Stelian Moculescu) hier auf Sportinsider schon des öfteren beleuchtet wurden. Erinnern Sie sich noch an den Check der Medienkritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen vor gut einem Jahr und 3 Monaten?

Reblog: [11. Dezember 2015] 

Check der Medienkritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen

Der deutsche Volleyballmeister VfB Friedrichshafen hat sich schon in ruhigerem Fahrwasser bewegt. Gestern die offizielle Bekanntgabe über die Trennung von Manager Stefan Mau. Flankiert von einer sportlichen Situation die sich auf 6 Niederlagen beläuft. 3 Verlustpartien in der Champions-League, das Pokal-Aus im Viertelfinale bei dem Aufsteiger United Volleys RheinMain. Die deutliche Punktspielheimniederlage gegen den Erzrivalen Berlin Recycling. Die Auswärtsniederlage bei TV Ingersoll Bühl am letzten Wochenende. Dazu die hinlänglich bekannte Situation der Zuschauerresonanz in der ZF Arena. Den Volleyballtempel zu füllen, ausverkauft zu sein, atmosphärische Dichte damit zu erreichen und attraktive finanzielle Ticket-Erlöse zu erzielen ist nach wie vor eine Aufgabe, deren Lösung wohl auch nicht mit kurzfristigen Marketingkampagnen zu erfüllen ist. Ein Blick auf die ersten drei Punktheimspiele der Saison 2015/2016 ergab folgende Zuschauerzahlen:

Zuschauerzahlen in der ZF Arena 2015/2016

1240 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – VSG Coburg/Grub

2111 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys

1774 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – Netzhoppers KW-Bestensee

Zum Vergleich die Zahlen der drei Spiele aus der vergangenen Saison.

Zuschauerzahlen in der ZF Arena 2014/2015

1716 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – VSG Grub/Coburg

3100 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys

1250 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – Netzhoppers KW-Bestensee

In der abgelaufenen Saison brachten die 3 Spiele gegen Grub/Coburg, Berlin Recycling und die Netzhoppers 6066 Zuschauer, was einen Schnitt von 2022 bedeutete.

In der aktuellen Saison brachten die 3 Spiele gegen das Trio aus Grub/Coburg, Berlin Recycling und die Netzhoppers 5125 Zuschauer, was einen Schnitt von 1708 bedeutet.

Dann gab es das Heimspiel gegen den vorjährigen Pokalfinalisten VSG Lüneburg. Dort half ein regionaler Sponsor, das Unternehmen Stadtwerk am See, in Sachen Kartenkontigent Bewegung hineinzubringen.

Es gibt also durchaus verschiedene Baustellen beim VfB Friedrichshafen. Die Süddeutsche Zeitung mit Sebastian Winter näherte sich den Problemfeldern vorige Woche mit dem Artikel unter der martialischen Überschrift Schock am See. Das kann man machen. Muss man aber nicht. Ja, Texte verkaufen sich auch über die Headline. Doch Schock ist etwas anderes. Vielleicht sollten Journalisten gerade in diesen Zeiten verbal eher abrüsten. Aber nun zur eigentlichen Geschichte von Winter. Im Artikel kommen die Personalien Markus Steuerwald, Stelian Moculescu, Jürgen Hauke, Sebastian Schmidt, Max Günthör, Sebastian Schmidt, Stefan Mau, Donato Isai, Björn Andrae und Simon Tischer vor.

Foto:  © Michael Wiemer

In der Medienkritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen, online einen Tag nach dem 0:3 in Paris und Tags darauf am 3. Dezember in der Printausgabe werden die Veränderungen in der Geschäftsführung, die Marketingkampagne, die sportliche Situation, die Thematik Sponsoren und die Zuschauerentwicklung  beleuchtet.

Foto:  © Michael Wiemer

Sebastian Winter versucht auf einer halben Seite die Situation um den VfB Friedrichshafen aufzudröseln. Sein Einstieg beginnt mit Markus Steuerwald, der bei Paris Volley spielt und einst das Trikot beim VfB Friedrichshafen von 2006 bis 2010 trug. Inklusive dem Triple Erfolg der Häfler in der Saison 2007. Er arbeitet sich dann vor, streift die Urlaubssituation von Stefan Mau in der letzten Woche. Auch die Verletztenthematik mit Simon Tischer und Björn Andrae wird angerissen. Ein Blick auf Kultcoach Stelian Moculescu fehlt auch nicht, ebenso auf den Abgang von Identifikationsfigur Max Günthör oder dem langjährigen Geschäftsführer Jürgen Hauke. Auch sein Nachfolger bekommt Textzeilen. Über den neuen Geschäftsführer Sebastian Schmidt heißt es:

,,Von außen betrachtet sieht es ganz danach aus, als wolle Schmidt, der am Mittwoch nicht zu erreichen war, den so traditionsreichen Klub entstauben. Offenbar verprellt er dabei aber einige aus dem Establishment.“

Der Text von Sebastian Winter hat ein paar Schwächen. Wenn, dann mag ich es schon gerne mit Ross und Reiter. Nur von Establishment zu schreiben ohne konkrete Namen zu nennen ist nicht tief genug gehend. Auch in der Sponsorengeschichte um das Heimspiel gegen Lüneburg bleibt die Süddeutsche Zeitung vage. Warum nennt man nicht konkret den Sponsor.

,,Nachfolger Sebastian Schmidt setzt aber auf eine Neukonzeption. Er beauftragte eine Agentur mit der Ausarbeitung einer nicht ganz günstigen Werbekampagne, außerdem sollten die Profis so lange in pinken Trikots zu den Heimspielen antreten, bis die Halle einmal ausverkauft ist. Die Trikots sind der Renner, das Problem ist nur, dass die Halle trotzdem nie voll war. Am Samstag gegen Lüneburg kaufte daher ein Sponsor so viele Tickets, dass der Klub werbeträchtig eine ausverkaufte Halle melden konnte – obwohl viele Plätze tatsächlich frei geblieben waren.“

Auch hier fehlt mir wieder Ross und Reiter. Hier in der Bodenseeregion ist das Unternehmen Stadtwerk am See ein Begriff. Wie es anders geht zeigte vorige Woche am Samstag die Lindauer Zeitung die den Sponsor in puncto Ticketkontingente für das Heimspiel gegen Lüneburg beim Namen nennt.

Apropos Sponsor. Selbstverständlich sind Sponsoren am Erfolg einer Mannschaft die sie mit Sponsorships unterstützen, sehr interessiert. Sportartenübergreifend. Sebastian Winter merkt in der Süddeutschen Zeitung an:

,,Auch sonst fehlt bislang der kurzfristige Erfolg. Die Zuschauerzahlen stagnieren jedenfalls, zwei Saisonziele hat Friedrichshafen schon im See versenkt. Über allem steht eine weitere, wichtige Frage: Was machen die ortsansässigen, potenten Hauptsponsoren, wenn das Erfolgsmodell Friedrichshafen keinen Erfolg mehr verspricht. Ihre Verträge laufen in nicht allzu weiter Ferne aus.“

Es zieht sich wie ein roter Faden durch das in der SZ skizzierte Sittengemälde vom VfB Friedrichshafen, auch hier bleibt Sebastian Winter an der Oberfläche und hantiert nicht mit konkreten Namen. Es bleibt bei  allgemeinen Begrifflichkeiten wie Establishment oder potenten Hauptsponsoren.

Derweil bereitet sich der VfB Friedrichshafen auf sein letztes Heimspiel gegen TSV Herrsching am Samstag Abend vor. Siehe auch den Sportkalender am Bodensee.

Nachdenkenswert #472

,,Blumen, Kerzen und Einträge in ein Kondolenzbuch vor dem Spiel, ein „You never walk alone“ nach dem Warm-up, die Hymne von Leonard Cohen „Hallelujah“ unmittelbar vor dem Einlauf der Teams, eine Gedenkminute und „Toni Krinner Sprechchöre“. Dem gesamten Eishockeyumfeld in Ravensburg wurde wohl erst in diesem Moment so richtig bewusst, welch tragische Botschaft tags zuvor eintraf. Auch die Spruchbänder der aus Rosenheim angereisten Fans trafen ins Mark: „Wenn Eishockey zur Nebensache wird….“, war zu lesen, während sich beide Teams an der blauen Linie aufgestellt hatten.“

Frank Enderle, Pressesprecher der Ravensburg Towerstars, über das emotionale Gedenken an den mit 49 Jahren an Krebs verstorbenen Trainer Toni Krinner, der im Oktober 2016 das Amt bei den Ravensburg Towerstars übernahm auf der Webseite des DEL2 Vereins. 

Reminiszenz an die Liquid Quarter Mile der 55. Interboot 2016 in Friedrichshafen

Im Power Orchester der sportiven Messen in Friedrichshafen werden alle Register gezogen. So sah man in den letzten Jahren Tour de France Sieger Jan Ullrich beim Autogramme geben auf der Eurobike, es war auch der schottische Trial-Biker Danny MacAskill am Bodensee oder voriges Jahr bei der OutDoor 2016 die Aktivitäten vom Outdoor Blogger Network, die es sogar auf die Titelseite der wöchentlich ein Mal pro Woche in die Briefkästen der Bewohner der Bodenseeregion geworfenen Seewoche schafften. Dann wäre da auch noch die Interboot. Spektakulär die Liquid Quarter Mile. Ein Highlight im Kalender der Messe Friedrichshafen. Aber halten wir uns nicht lange mit dem Vorgeplänkel auf. Vorhang auf und ein Blick auf die 55. Interboot 2016. Genießen Sie den Text und die Fotos bei einem guten Frühstück mit Kaffee, einem Glas Orangensaft und einem guten Toast in gediegener Atmosphäre.

Traveler Digital Camera

Foto: © Michael Wiemer

Sitzen Sie bequem?

Also Vorhang auf für die Sequenzen der 55. Interboot.

Reblog [vom 20. September 2016]: 

Sequenzen der 55. Interboot 2016 in Friedrichshafen

Der 4. Messetag der Interboot 2016 in Friedrichshafen. Die 55. Auflage erfreut sich auch dieses Jahr wieder großen Zuspruchs. Ich mag ja immer den Zahlen, Daten, Fakten Check. Also legen wir gleich los. 471 Aussteller von Motorbooten, Segelbooten sowie jeder Menge Zubehör und Funsport-Produkten präsentieren sich den Messebesuchern. Am ersten Messewochenende strömten 34.000 Besucher zur internationalen Wassersport-Ausstellung. Die Auftakttage der Interboot waren geprägt durch Regatten und Sportveranstaltungen. Selbstredend die spektakuläre Liquid Quarter Mile, die Interboot Trophy sowie die Oldtimer Regatta an der Friedrichshafener Uferpromenade.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Faszination vom Motorbootsport haben die beiden Journalisten Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder, die ich beide im Oktober 2014 hier im Sportinsider Interview hatte, in ihrem Printwerk Sport – Das Buch sehr gut beschrieben. Auf Seite 180 schreiben die beiden kontinuierlich für die in der bayerischen Landeshauptstadt München beheimatete Süddeutsche Zeitung tätigen jungen Sportjournalisten zum Thema Wettkampf, den man gesehen haben muss:

,,Die Rekordfahrt von Donald Campbell an Silvester 1964, als er mit seinem Boot namens >>Bluebird K7<< auf eine Spitzengeschwindigkeit von 444,71 km/h kam. Weil er ein gutes halbes Jahr zuvor, am 17. Juli 1963, mit dem Auto >>Bluebird CN7<< eine Rekordgeschwindigkeit erreicht hatte (648,73 km/h), gilt er seitdem als der einzige Mensch, der jemals in einem Jahr sowohl auf dem Wasser als auch an Land einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt hat.“

Irgendwie auch Inspiration für den einen oder anderen James Bond Film.

Am 25. September 2014 titelte ich mit Blick auf eine filmisch temporeich umgesetzte sportive Tätigkeit Sport am Bodensee: James Bond macht der Interboot seine Aufwartung.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Der Gelbe Engel einmal ganz anders. Hier auf dem Bodensee. Inwieweit ist der ADAC Reformprozess eigentlich voran geschritten? Medial war das ja eine Zeit lang ein heiß diskutiertes Thema. Auch personell gab es damals Konsequenzen. Im hektischen Medienbetrieb mit den zahlreichen News, den auf die Tagesordnung gesetzten Schwerpunktthemen und der sich überstürzenden Ereignisse rutschen ja oft Dinge aus dem Blickpunkt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Farbe Rot und Tempo passt immer. Sei es der Mythos Ferrari oder ein Teilnehmer der Liquid Quarter Mile auf dem Bodensee mit der Signalfarbe. Übrigens Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder geben in ihrem Werk Sport – Das Buch Frankreich als Mutterland des Motorbootsports an und schreiben:

,,Was er war: Motorisierte Variante zum Segeln, die French Yachting Union führte im Jahr 1898 die ersten Motorbootrennen durch. Im Jahr 1907 wurde der deutsche Motoryachtverband gegründet.“

Und Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder legen nach zum Thema Motorbootsport:

,,Was er ist: Sportart für alle jene, denen Formel 1 und Luftsport nicht aufregend genug ist.“

Das lasse ich mal so stehen.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Doch werfen wir auch noch einen aktuellen Blick auf die Messe. Diesen Donnerstag steht die Interboot ganz im Zeichen unseres Nachbarlandes Schweiz. Die Messe auf ihrer Website mit dem Pressebericht merkt dazu an:

,,Vor allem der Interboot-Donnerstag wird mit speziellen Aktionen, Events und Testmöglichkeiten ganz im Zeichen der Schweiz stehen – alle eidgenössischen Besucherinnen erhalten freien Eintritt. David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes, sieht die Vorteile der Interboot für „seine“ Branche gerade in solchen, jährlich wiederkehrenden Erlebnis-Aktionen. „Das Besucherinteresse wird konsequent gefördert“, ist sich Clavadetscher sicher, „was wiederum die Interboot so einzigartig unter allen Messen macht und die Schweizer Aussteller Jahr für Jahr in stabiler Anzahl nach Friedrichshafen ziehen lässt.““

Schauen wir auf den Wochenkalender. Donnerstag, der 22. September 2016 ist bei zahlreichen Schweizer Bootsenthusiasten im Terminkalender vorgemerkt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Immer wieder ein schönes Panorama, egal ob beim Match Race Germany in Langenargen oder der Segel-Bundesliga Regatten in Friedrichshafen oder jetzt zur Messezeit, ist der Blick auf die Alpenkulisse. Faszinierend.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Moment der Entspannung. Ja, diese Sequenzen gibt es im Hafen zur Messezeit auch. Es wird gefachsimpelt, die Seele baumeln gelassen, der Körper gestreckt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Oldtimer im Hafen sind ebenfalls immer ein Blickfang wert. Sie strahlen Solidität und handwerkliches Können aus. Sie ruhen in sich. Inklusive der tiefenentspannten Besitzer.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Dabei ist die Branchenmessse Interboot in Friedrichshafen auch immer speziell von den zahlreichen Ausstellern eine Veranstaltung mit Umsatzcharakter. Es will auch verkauft werden, was gezeigt wird. Einer meiner Lieblingsstatements stammt von Han Tybout, Geschäftsführer der niederländischen Serious Yacht, aus dem Jahr 2014.

“Ich fand den Messeverlauf 2014 etwas ruhiger als 2013, aber ich habe ein Schiff verkauft, von daher bin ich also sehr zufrieden. Die Atmosphäre hier in den Messehallen ist sehr schön und die Organisation gut, ein Kompliment an die Messeleitung. Die Neukunden-Akquise für die Länder Österreich, die Schweiz, Norditalien und Kroatien verlief wie erwartet. 2015 werde ich einen speziellen Bootstyp präsentieren, die Gently 40 Lausanne, ein Boot mit nur 3,60 Meter Breite, was für die Liegeplatzsituation hier am Bodensee interessant sein könnte.”

Sehr smart.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Damit wären wir für heute fast durch. Die 55. Auflage der Interboot in Friedrichshafen hat Ihre Pforten noch bis zum 25. September 2016 geöffnet. Hier geht es zur offiziellen Messewebsite mit allen relevanten Infos.

Lassen wir auch nochmals Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder zu Wort kommen. Auf Seite 181 im Werk Sport – Das Buch stellen sie die ultimative Frage:

,,Frage für Angeber: Welches Boot war beim 1907 gegründeten Deutschen Motoryachtverband als Nummer eins registriert?

Nein, ad hoc hätte ich die Antwort auch nicht parat gehabt. Doch die beiden Sportjournalisten spannen uns nicht auf die lange Folter. Sie schieben die Antwort sofort nach:

,,Eine Dampfyacht mit dem Namen >>Alexandria<<. Der Besitzer war Kaiser Wilhelm II“

Gut zu wissen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Die HSG Konstanz muss die Umstellung auf die 2. Handball-Bundesliga bilanzieren, 1 Sieg, zwei knappe Niederlagen und jetzt die erste deutliche verlorene Partie. Andreas Joas hat die Details gewohnt solide aufgedröselt und wirft einen kompetenten Blick auf das Spiel TV Emsdetten – HSG Konstanz. Der 23:32 Niederlage kann der Konstanzer Trainer Daniel Eblen auch etwas gutes abgewinnen in puncto Erfahrung sammeln und merkt an: „Dass es in der zweiten Liga mal so kommt, dass der Gegner einfach besser ist und uns auch mal die Hose heruntergezogen wird, war zu erwarten. Ärgerlich ist nur, dass wir uns das Leben mit etwas zu wenig Geduld selbst schwer gemacht haben und einige besprochene Dinge leider nicht umsetzen konnten. Das können wir sicher besser.“ +++ Fußball: Der FV Ravensburg holt in der Oberliga Baden-Württemberg ein 1:1 beim 1. CFR Pforzheim und belegt hinter dem SC Freiburg II und dem FSV 08 Bissingen nach 8 absolvierten Spielen Tabellenplatz 3. Die vor den Oberschwaben platzierten beiden Teams haben je ein Spiel mehr bestritten. Der WFV-Pokalsieger holte bisher 18 Punkte und hat auf Spitzenreiter SC Freiburg II nur einen Punkt Rückstand. +++ Eishockey: Der EV Lindau Islanders hat eine Vorbereitung auf die Oberligasaison mit Hindernissen. Der Verein legt dies auf seiner Website ohne Schönfärberei dar: ,,Durch die Lande tingeln, um frühzeitig Eistraining absolvieren zu können, sind die Lindauer ja gewohnt. Leider wird sich diese Tour etwas verlängern. Der schöne und warme Spätsommer verhinderte bislang, dass in der Eissportarena wie geplant Eis gemacht werden konnte. Der Wetterumschwung der vergangenen Tage nährt aber Hoffnungen, dass die Lindauer bald auch wirklich in Lindau trainieren und spielen können. „Die Situation ist alles andere als optimal und eines Oberligisten eigentlich unwürdig, aber wir machen das Beste draus“, sagt der Erste Vorsitzende des EVL, Bernd Wucher. Wichtig sei, dass die Mannschaft sich die Stimmung nicht verderben lasse, auch wenn sie derzeit für Trainingseinheiten bis nach Füssen ausweichen müsse. „Wir werden das nicht als Ausrede nehmen“, sagt Trainer Dustin Whitecotton, der ein wenig auch darauf hofft, dass die Schwierigkeiten die Mannschaft zusammenrücken lassen.“ +++ Marathon: Es gibt für den am 9. Oktober stattfindenden 3-Länder-Marathon Lindau-St. Margarethen-Bregenz eine Streckenänderung. Auf der offiziellen Website wird sie so vermeldet: ,,Die Marathonstrecke mit direktem Blick auf den Bodensee wird dieses Jahr noch um einige Hundert Meter länger. Die Organisatoren haben sich entschieden, die Strecke nach dem Passieren der Festspielbühne direkt durch das Bregenzer Strandbad zu führen. Somit bleibt der sonst in Anspruch genommene Radweg (beim Hallenbad) frei und kann als Retour-Strecke ins Zielstadion genutzt werden. Bisher führte der Weg genau gegenüber, außen um das Stadion herum. Der Viertelmarathon bleibt auf der gewohnten Strecke.“ +++ Schach: Der Schachklub Bregenz 1920 ist auch im bald kalendarisch beginnenden Herbst aktiv. Für den 25. September ist das 3. „Schach der Kulturen“ terminiert. Spielort ist das Klubheim vom Schachklub Bregenz in der Gerberstraße 4-6. Die Festspielstädter aus dem österreichischen Vorarlberg merken auf ihrer Website an: ,,Bevorzugt werden dabei TeilnehmerInnen mit Migrationhintergrund. Bitte möglichst um Voranmeldung an Schachklub Bregenz 1920. Harald Amann (Turnierleitung) Tel. 0664 4538727 harry.amann@aon.at“.

Nachdenkenswert #471

„In der langen und schweren Verletzungspause hat mich die HSG Konstanz vom Vorstand über Trainer bis zur Mannschaft und der medizinischen Abteilung super unterstützt, mir unglaublich gut geholfen und mir immer ein gutes Gefühl gegeben. Da war es klar, dass es für mich nur eine Wahl gibt, denn nun möchte ich etwas zurückgeben. Ich sehe in der Verlängerung nun auch einen kompletten Neuanfang, deshalb wollte ich mich auch voll auf die HSG konzentrieren.“

Stefan Hanemann, Handball Junioren-Nationaltorwart, steht hier in der Bodenseeregion bei der HSG Konstanz vor seinem Comeback nach seiner Verletzungspause. Gleichzeitig ist die Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden Vertrags beim Zweitligisten HSG Konstanz um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2019 zu vermelden.

Der neue Kontrakt bindet den 21-jährigen Junioren-Nationaltorwart nun voll an den ambitionierten Aufsteiger HSG Konstanz in der größten Stadt am Bodensee. Der Vertrag besteht jetzt nicht mehr nur aus einem Zweitspielrecht, während das Erstspielrecht bislang beim Erstligisten HSG Wetzlar lag.