Kadetten Schaffhausen steuern nach den Breaking News mit Markus Baur und dem Ausrüsterwechsel von Adidas zu Hummel dem Double entgegen

Der amtierende Handballmeister der Schweiz, die Kadetten Schaffhausen, sorgte diese Saison für zwei in der Bodenseeregion für Aufsehen sorgende Schlagzeilen. Da war der am 24.12.2015 auf der Vereinswebsite bekanntgegebene Rauswurf von Trainer Markus Baur und kürzlich der offiziell veröffentlichte Ausrüsterwechsel vom langjährigen Partner Adidas zu Hummel. Apropos Hummel. Da wechselt der bisherige Head of Sports Marketing, Marc Nicolai Pfeifer, zum gerade abgestiegenen Fußballclub Stuttgarter Kickers. SAZsport vermeldet:

,,Marc Nicolai Pfeifer, bisher Head of Sports Marketing D/A/CH bei Hummel, hat soeben den dänischen Teamsportausrüster nach fast fünf Jahren verlassen. Sein Nachfolger wird Olaf Steen, der bisher Sports Marketing Coordinator war. Pfeifer wird ab 1. Juli Leiter Finanzen, Marketing und Organisation bei den eben erst aus der 3. Liga abgestiegenen Fußballern der Stuttgarter Kickers, die künftig in der Regionalliga Südwest spielen werden.“

Stuttgart hatte kürzlich ja sowohl den Abstieg vom VfB Stuttgart aus der Bundesliga in die 2. Bundesliga sowie den Abstieg vom VfB Stuttgart II und den Stuttgarter Kickers aus der 3. Liga in die viertklassige Regionalliga erlebt. Die Abstiegs-Triple-City Stuttgart (Copyright Michael Wiemer) wurde kürzlich von mir hier auf sportinsider mit einigen nachdenklichen Worten bedacht.

Mit dem Erfolg ist es ja immer so eine Sache. Hier am Bodensee schien die ersten Monate 2016 auch ein Fluch über der Leistungssportszene zu liegen. Keine Titel für SV Germania 04 Weingarten, EV Lindau Islanders, Ravensburg Towerstars, FC St. Gallen, SCR Altach, FV Ravensburg oder die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen.

Foto: © Michael Wiemer

Doch wollen wir uns nicht verzetteln. Handball, da speziell die Kadetten Schaffhausen und ihr Ex-Trainer Markus Baur, verdienen jetzt die volle Aufmerksamkeit.

Markus Baur war als Spieler mit Deutschland 2007 Handballweltmeister geworden. Ein Wintermärchen, anders wie das medial gehypte Fußball Sommermärchen im Jahr zuvor, mit dem entsprechenden Happy End. Nach seiner Spielerkarriere schlug Markus Baur die Trainerlaufbahn ein. Zur Saison 2013/2014 heuerte der am Bodensee in Meersburg geborene Handballexperte in Schaffhausen an. Mit den Kadetten wurde er 2014 Meister und Cupsieger. Nach dieser erfolgreichen Auftaktsaison mit dem Gewinn des Double verteidigte er mit seinem Team die Meisterschaft 2015. Zusätzlich gewann er noch den Supercup. Auch in der Saison 2015/2016 war er national in der Liga sehr gut unterwegs. In den Breaking News zwischen den Weihnachtsfeiertagen las sich die Pressemitteilung der Kadetten Schaffhausen an jenem 24.12.2015 so:

,,Die Kadetten werden den Ende Saison auslaufenden Vertrag mit dem Trainer des NLA Teams Markus Baur nicht verlängern. Die Doppelfunktion als Trainer der Kadetten und der U 20 Nationalmannschaft des Deutschen Handball Bundes führt vermehrt zu terminlichen Überschneidungen, weil die Daten für die internationalen Wettbewerbe der Jugend Aus-wahlteams im Gegensatz zu jenen der Männer Nationalmannschaften nicht mit jenen in den nationalen Meisterschaften sowie Europa Cup oder Champions League abgestimmt sind. So müssten die Kadetten wegen der gleichzeitig in Dänemark stattfindenden U 20 Europameisterschaft während mehreren Wochen gleich zu Beginn der Vorbereitungsphase im Juli und August 2016 ohne ihren Cheftrainer arbeiten. Weil aber der Saisonauftakt in den internationalen Wettbewerben immer früher stattfindet und in der laufenden Saison gerade die schwachen Leistungen in den ersten Runden der Champions League den Kadetten zum Verhängnis wurden, ist dieses Risiko nicht mehr zu verantworten.“

Nachfolger von Markus Baur wurde der Däne Lars Walther. Mit den Kadetten gewann er kürzlich den Schweizer Pokal und schickt sich jetzt an in der Playoff-Finalserie im entscheidenden 5. Spiel am Donnerstag, den 26.05.2016, gegen Wacker Thun die Meisterschaft und damit das Double 2015/2016 zu gewinnen. In der Serie steht es 2:2. Das Heimspiel in der BBC Arena fängt 19.30 Uhr an. Siehe auch Finallisima in Schaffhausen. Die Meisterschaft wäre der 9. Meistertitel für Kadetten Schaffhausen.

Sport Mixed Zone Bodensee:

Handball: Heute steigt das 1. Playoff-Finalspiel zwischen Fivers WAT Margareten und Bregenz Handball in Wien. Der Bregenzer Lukas Frühstück merkt an: ,,Die Spiele werden sicher ein harter Kampf auf Biegen und Brechen. Die Wiener werden wie gewohnt extrem hart agieren und versuchen uns den Schneid abzukaufen. Entscheidend ist, dass wir uns nicht aus dem Konzept bringen lassen und unser Spiel einfach durchziehen. Wir wollen unbedingt in Wien gewinnen und in Bregenz den Sack zu machen. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als in der eigenen Halle vor eigenem Publikum den 10. Titel zu gewinnen“. Nach dem heutigen Auftakt in Wien findet das Spiel in Bregenz am 27. Mai um 18.10 Uhr statt. Wien hat dieses Jahr eine bemerkenswerte Saison gespielt. Von 30 Ligaspielen gewannen die Hauptstädter 27. Von 3 Saisonniederlagen fielen jedoch 2 in der Festspielstadt Bregenz. +++ Saisonabschluss: Alpla HC Hard scheiterte bekanntlich nach zuletzt vier Meistertiteln in Serie dieses Jahr im Playoff-Halbfinale am Erzrivalen Bregenz Handball. Jetzt gibt es zu Fronleichnam am 26. 05.2016 die Saisonabschlussfeier in der Sporthalle am See. Dabei werden Trainer Markus Burger, Office-Leiter Dominic Faigle und der zur HSG Konstanz wechselnde Samuel Wendel verabschiedet. +++ Eishockey: Die Kaderplanung beim EV Lindau Islanders läuft ebenfalls auf Hochtouren. Tor: Beppi Mayer Abwehr: Tobias Fuchs, Philipp Haug, Adrian Kirsch Sturm: Zdenek Cech, Jiri Mikesz, Michal Mlnyek Abgänge: Sebastian Buchwieser (Trainer EC Peiting), Marko Babic. Auch Routinier Martin Sekera hat für die neue Saison weiter seine Unterstützung zugesagt, jedoch mit verändertem Status. Er wird zu 75% als Nachwuchs Headcoach agieren und zu 25% als Spieler. Offen ist auch immer noch die Trainernachfolge für den scheidenden Sebastian Buchwieser. Dort wollten sich die Lindauer jedoch bewusst bei der Neubesetzung nicht unter Zeitdruck setzen lassen und leben ihren Worten entsprechend dies auch in der Praxis.

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