12. Saisonniederlage beschert dem VfB Friedrichshafen eine titellose Saison und Berlin das Triple

Die wettbewerbsübergreifende 12. Saisonniederlage der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen war keine Überraschung. Der Drops war bereits am Donnerstag gelutscht. Berlin Recycling Volleys gewann da in der ZF Arena und brach vom Bodensee Richtung Hauptstadt mit einer 2:0 Führung in der Best-of-Five Playoff-Finalserie im Gepäck auf. Die Berliner zeigten eine Körpersprache, die angehenden Champions zu eigen ist. Den finalen Coup setzten sie heute in der Max-Schmeling-Halle. Damit haben die Berliner nach dem Gewinn des DVV-Pokals im Februar und dem internationalen CEV-Cup im April das Triple geholt. Der Trainer der Berlin Recycling Volleys (was für ein marketingtechnisches Vehikel von Name) setzte damit in seiner ersten Saison in der Hauptstadt bemerkenswerte sportliche Akzente. Roberto Serniotti hatte am Tag des Erfolgs seinen 54. Geburtstag und merkte überglücklich an:

„Ich war mir vor dem Match alles andere als sicher, denn Friedrichshafen ist einfach ein starker Gegner. Dieser Tag ist fantastisch – ein schöneres Geburtstagsgeschenkt könnte es gar nicht geben.“

Hier ein Porträt vom Tagesspiegel unter dem Titel Roberto Serniotti, der Video-Nerd.

8.120 Zuschauer in der Max-Schmeling-Hale sind eine würdige Kulisse gewesen und lässt die Berliner Marketingverantwortlichen zu Recht stolz sein.

Für den VfB Friedrichshafen gilt es nach der Rückreise an den Bodensee die turbulente titellose Saison aufzuarbeiten. Es steht ja auch noch die Übergabe des Staffelstabs von Trainerlegende Stelian Moculescu an Vital Heynen an. Am 2. April schrieb ich in einer Art Zwischenzeugnis für den als Doublesieger in die Saison gegangenen VfB Friedrichshafen:

,,Die zwei Arbeitssiege über das Low Budget Team TSV Herrsching und der damit verbundene Einzug in das Playoff-Halbfinale kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Saison beim Deutschen Volleyballmeister VfB Friedrichshafen nicht rund lief. Vorzeitiges Aus in der Championsleague verbunden mit den Niederlagen in Moskau, Paris, Ankara und die Heimpleite gegen die Türken, das nationale Pokal-Aus gegen United Volleys RheinMain und das begraben der Hoffnungen auf die Pokalverteidigung sowie die Heimniederlage in der Liga im Prestigeduell gegen den Erzrivalen Berlin Recycling Volleys und zwei Auswärtspleiten gegen TV Bühl und SVG Lüneburg.

Dazu kam die Entlassung vom langjährigen Manager Stefan Mau am 10. Dezember und die Ankündigung des Rücktritts zu Saisonende von Erfolgstrainer Stelian Moculescu. Dazu eine nicht ganz gelungene Marketingaktion mit den andersfarbigen Trikots zum Saisonanfang und die Problematik mit den Zuschauerzahlen. Inklusive der Geräusche hinter den Kulissen in Sachen Sponsoren. Kein leichtes erstes Jahr für den neuen Geschäftsführer Sebastian Schmidt, der zum Saisonanfang das Erbe von Jürgen Hauke übernahm. Dazu kam auch der Wunsch der Vertragsauflösung von Co-Trainer Marco Fenoglio mitten in der Saison, den es nach Italien zog.“

Es liegt viel Arbeit für den neuen Trainer vom VfB Friedrichshafen an. Am 1. April hatten wir hier ja die Decheffrierung des Interviews mit Vital Heynen in der Schwäbischen Zeitung. Ich merkte an:

,,Nach der Ankündigung vom Moculescu Rücktritt kursierten hier am Bodensee sofort einige Namen. Vital Heynen war von der ersten Stunde mit dabei. Stefan Hübner, aktueller Coach von SVG Lüneburg und der ehemalige Trainer von Generali Haching, Mihai Paduretu, wurden ebenfalls im März als Nachfolger in der gut frequentierten Gerüchteküche gehandelt. Wenn ich mit meiner Medienerfahrung das Interview decheffriere, stehen die Chancen nicht schlecht für den VfB Friedrichshafen einen erfahrenen Trainer als Nachfolger für Stelian Moculescu zu verpflichten. Vital Heynen führte 2014 die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft zur Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in Polen. In der Vergangenheit äußerte der 46-Jährige Belgier zwei Wunschorte, die ihn auf Vereinsebene in der Bundesliga gefallen könnten: Berlin und Friedrichshafen.“

Eine Woche später am 8. April 2016 gab es die offizielle Bekanntgabe der Verpflichtung von Vital Heynen beim VfB Friedrichshafen für die neue Saison.

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Eishockey: Ravensburg Towerstars basteln weiter am Kader. Frank Enderle berichtet über die Verpflichtung von Vincenz Mayer vom DEL-Vizemeister Grizzlys Wolfsburg. +++ Fußball: König Fußball ist ja in der Bodenseeregion nicht das ganz große Ding. Der vom ehemaligen HSV-Trainer Joe Zinnbauer trainierte FC St. Gallen arbeitet weiter an der Verarbeitung des 0:7 Heimdebakels gegen den FC Basel. Hat mit der 1:3 Heimniederlage gegen den FC Vaduz nicht sonderlich gut geklappt. +++ Fußball: Der FV Ravensburg zog Mitte der Woche gegen den TSV Essingen ins WFV-Pokalfinale. Da lohnt ein Blick ins Blogarchiv: Sport am Bodensee: FV Ravensburg und die vereinshistorische Chance. So für heute sind wir durch.

Leuchtturmtermine in der Bodenseeregion vom Match Race Germany, Eurobike, OutDoor bis zum 3-Länder-Marathon

Guten Morgen.

In Sachen gut eingeführter Leuchtturmtermine in der Bodenseeregion für Segelfreunde, Fahrradenthusiasten, die Protagonisten der Outdoor-Branche, Oldtimer-Fans oder Freunde des gepflegten Marathonlaufs mit Start in der Inselstadt Lindau und über Ländergrenzen hinweg, gibt es dieses Jahr noch einige Events die traditionell immer viel Publikum ziehen.

12. – 16.05.2016 Segeln: 19. Match Race Germany in Langenargen

03. – 05.06.2016 Messe: Klassikwelt Bodensee in Friedrichshafen

13. – 16.07.2016 Messe: OutDoor in Friedrichshafen

31.08. – 04.09.2016 Messe: Eurobike in Friedrichshafen

15. – 18.09.2016 Messe: InterDive in Friedrichshafen

17. – 25.09.2016 Messe: Interboot in Friedrichshafen 

09.10.2016 Marathon: 3-Länder-Marathon mit Start in Lindau über St. Margrethen nach Bregenz

Heute soll das Augenmerk auf dem Duellsegeln in Langenargen liegen.

Die Veranstalter vom Match Race Germany sehen der 19. Auflage in Langenargen entgegen. Es ist wieder ein illustres Feld.

Die Teilnehmerflotte für das 19. Match Race Germany 2016

Pierre Rhimbault /FRA)

Vladimir Lipavsky (RUS)

Przemyslaw Tarnacki (POL)

Dejan Presen (SLO)

Philip Bendon (IRL)

Lukasz Wosinski (POL)

Maxime Mednil (FRA)

Nelson Mettraux (SUI)

Ichikawa Kohei (JPN)

Bojan Rajar (SLO)

Adrian Maier-Ring (GER)

Karol Jablonski (POL/GER)

Ich mag ja Langenargen und die Veranstaltung selber. Einst adelte die deutsche Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) Langenargen mit folgenden Worten:

,,Langenargen ist nur mit den schönsten Ansichten bei Genua und Neapel vergleichbar.”

 

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Foto:  © Michael Wiemer

Auch die einheimische Hotellerie profitiert in Langenargen selbstredend vom Premium-Segelevent. Die Buchungen sind alle unter Dach und Fach. So hört man. Die Stammgäste kommen seit vielen Jahren zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk an den Bodensee. Vom Balkon aus entspannt in den Hafen zu schauen, den Morgen in Langenargen mit einer gut duftenden Tasse Kaffee, einem Espresso oder einem Cappuccino zu beginnen, für viele Match Race Besucher ein liebgewonnenes Ritual beim Start in den Tag.

Die Premiere der Veranstaltung Match Race Germany in Langenargen war übrigens 1997. Nur einmal in der Geschichte musste aufgrund von Hochwasser das Segelevent am Bodensee ausfallen. Das war 1999.

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Eishockey: Ravensburg Towerstars basteln weiter am Kader für die neue Saison. Mit Sören Sturm und Adriano Carciola verpflichten sie im Doppelpack zwei Eishockey-Cracks vom DEL2 Meister Kassel Huskies. Die Details hat gewohnt solide Frank Enderle aufgedröselt. +++ Volleyball: Es ist wieder das Playoff-Finale der Erzrivalen VfB Friedrichshafen gegen Berlin Recycling Volleys. Es ist auch erneut ein Duell von Adidas vs. Erima. Das erste Playoff-Spiel verlor Friedrichshafen in der Max-Schmeling-Halle. Es war wettbewerbsübergreifend die 10. Saisonniederlage für die Mannschaft von Noch-Trainer Stelian Moculescu. Am morgigen Donnerstag kommt es zum 2. Finalspiel. +++ Schach: Das 2. Intern. Bodensee-Open 2016 findet vom 30. April bis 8. Mai im Hotel Mercure in Bregenz statt. Hier geht es zu den Details.

Leidenschaftsmonster Woche am Bodensee mit dem VfB Friedrichshafen und der HSG Konstanz

In Woche 1 nach der Wortschöpfung „Leidenschaftsmonster“ von Bayern München Sportvorstand Matthias Sammer kann man bilanzieren: Am Bodensee ist genug Leidenschaft für sportlichen Erfolg vorhanden. Die Handballer der HSG Konstanz waren am Mittwoch in bester Laune. Durch die Auswärtsniederlage von Leutershausen beim TV Hochdorf steigen sie in die 2. Handball-Bundesliga auf. Seitens der Stadt Konstanz stehen damit die angekündigten 554.000 Euro in 3 Tranchen a 117.000 Euro für 3 Jahre zur Verfügung für die ambitionierten Handballer aus der größten Stadt am Bodensee. Bierdusche, Bierdusche, Bierdusche. Der in Konstanz beheimatete Südkurier schreibt genüsslich:

,,Gemütlich in der Kabine bei Bier und Hotdogs sitzen und nebenbei in die 2. Bundesliga aufsteigen – eine Meisterfeier der etwas anderen Art erlebten die Handballer der HSG Konstanz am Mittwochabend.“

Selten hat das Verfolgen eines Live-Tickers den Handballern soviel Spaß gemacht. Konstanz war spielfrei nach dem monströsen leidenschaftlichen 28:28 bei Leutershausen am letzten Samstag.

Ein Festtag auch für Andreas Joas, Pressesprecher der HSG Konstanz, der in Sachen Öffentlichkeitsarbeit einen guten Job macht. Vielleicht gibt es dieses Jahr hier auf sportinsider auch ein Ranking der Pressesprecher von Sportclubs am Bodensee.

Mit Leidenschaft coacht seit Jahren Stelian Moculescu die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen. Er ist ein leidenschaftlicher Vulkan. Im Vergleich zu ihm wirken Trainer wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel fast wie brave Sachbearbeiter einer örtlichen Krankenkasse. Mister Volleyball lebt seine Sportart seit Jahren weit über dem 100% Level. Seine Erfolge mit den Häflern hier am Bodensee sind Legende. Vor den Playoffs gab er seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. Bundestrainer Vital Heynen übernimmt nach der Saison den VfB. Gestern gab es das alles entscheidende 3. Playoff-Halbfinal Spiel von Friedrichshafen gegen United Volleys RheinMain. Auf meinen Instinkt kann ich mich weiter verlassen. Playoff-Dramaturgie und am Ende stehen sich wieder Berlin und Friedrichshafen im Finale gegenüber … titelte ich am 12. April 2016 vor Beginn der insgesamt 5 Halbfinalduelle zwischen den Berlin Recycling Volleys, der SVG Lüneburg, den United Volleys RheinMain und dem VfB Friedrichshafen.

,,Die Häfler haben noch eine Rechnung offen mit dem Team der United Volleys. Im Pokal flogen die Friedrichshafener als Titelverteidiger gegen die Spieler vom RheinMain im November 2015 raus. Das war vielleicht mit die schmerzhafteste Niederlage in einer bisher sehr turbulenten Saison, auf die ich intensiver am 2. April hier auf sportinsider geschaut habe. Nichtsdestotrotz gehe ich von einem Finale zwischen Berlin Recycling Volleys und dem VfB Friedrichshafen aus. Die individuelle Klasse, die nötige Erfahrung für solche Playoff-Halbfinalspiele, die anziehende Formkurve sollte den Volleyballfans in Deutschland den erneuten Evergreen in der ZF Arena und Max-Schmeling-Halle bescheren.“

Deutschland erlebt also im Volleyball das Aufeinandertreffen zweier ehrgeiziger Mannschaften, die bereits im vergangenen Jahr die Meisterschaft im Playoff-Finale ausspielten.

Bei den Berlinern ist der Titelhunger in dieser Saison noch nicht gestillt, wie sie auf ihrer Website mitteilen:

,,Für die BR Volleys ist es schon jetzt eines der besten Jahre und hinsichtlich der gewonnen Titel die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. Nach dem Pokal- und Europacupsieg kämpfen die Berliner nun ab Sonntag (24. April um 16.00 Uhr) im Finale um die Deutsche Meisterschaft um den dritten Titel der Spielzeit 2015/2016.“

Dabei war der Einzug ins Finale gegen Lüneburg kein Spaziergang wie sie selbstreferentiell feststellen. Stichwort zweifacher Tiebreak gegen die Niedersachsen. Doch jetzt im Finale steht alles auf Anfang.

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Volleyball: Spielberichte vom entscheidenden Match im Playoff-Finale des VfB Friedrichhafens gibt es beim Südkurier, SWR, Schwäbische Zeitung und auf der Website der Häfler Volleyballer. +++ Handball: Eine bärenstarke Leistung sichert den von Lars Walther trainierten Kadetten Schaffhausen im ersten Playoff-Halbfinale einen klaren 35:23 Sieg gegen St. Otmar St. Gallen. +++ Segeln: Das Segelevent Match Race Germany in meinem Nachbarort Langenargen nähert sich terminlich zügig. Der Countdown auf der Website der Veranstalter weist 19 Tage, 21 Stunden, 24 Minuten und 42 Sekunden aus. In Sachen Marketing oft von mir erwähnt, zieht sich die Erfolgsstory des Segelevents fort. Siehe Neue Partner an Bord: OptimoBercher beflügelt das 19. Match Race Germany und weist den Weg für gelungenes Sportsponsoring.  

„Wenn ich als Kolumnist oder Journalist knallhart bin, dann gehe ich zum BLICK oder zu BILD. Wenn nicht, vielleicht besser zur Freizeit-Revue…“

BLICK Kolumnist und Ex-Profifußballer Kubilay Türkyilmaz bestritt 62 Länderspiele für die Schweizer Fußballnationalmannschaft (Nati) und erzielte dabei 34 Tore. Darunter den 1:1 Ausgleich gegen England beim EM-Eröffnungsspiel 1996. Er bestritt sein erstes Länderspiel 1988 in Toulouse gegen Frankreich.  In seiner Länderspielkarriere bestritt er Spiele gegen Deutschland (im April 1988 in Kaiserslautern, im Dezember 1990 in Stuttgart, im Juni 1995 in Bern ), Spanien, Brasilien, Argentinien, Italien, Niederlande, Portugal, Schweden oder Schottland. Nach der Laufbahn ist vor der Laufbahn. Türkyilmaz begleitet mit seinen polarisierenden Kolumnen das Fußballgeschehen in der Schweiz.

Zwei Wochen nach Ostern spielte der FC St. Gallen in Sion. Kubilay Türkyilmaz forderte die Entlassung von Coach Joe Zinnbauer, wenn das Spiel verlustig gehen sollte. Am Ende gab es ein 1:1. Es folgte das desaströse 0:7 gegen den FC Basel, die höchste Heimniederlage seit 42 Jahren. Im Interview mit Andreas Böni und Matthias Dubach auf blick.ch äußerte sich Zinnbauer zur Personalie Türkyilmaz so:

,,Schauen Sie, wenn einer das schreibt, der ein paar Spiele von uns sieht und die Mannschaft kennt, dann kann ich damit umgehen. Wer ist Kubilay Türkyilmaz eigentlich?“

Darauf erhielt Zinnbauer folgende Antwort:

,,Hinter Alex Frei der zweitbeste Nati-Torschütze aller Zeiten.“

Jetzt war der im beschaulichen Schwandorf im Freistaat Bayern geborene und spätere ehemalige Hamburger SV Trainer fast in Zugzwang. Doch er legte keine Schweigeminute ein oder brach das Gespräch an der Stelle ab. Joe Zinnbauer:

,,Okay. Er verdient sein Geld mit Kolumnen. Wenn ich als Kolumnist oder Journalist knallhart bin, dann gehe ich zum BLICK oder zu BILD. Wenn nicht, vielleicht besser zur Freizeit-Revue… Aber er kennt die Mannschaft und mich gar nicht. Dann finde ich das befremdlich.“

 Das lasse ich mal so stehen.

Gestern gab es ein Wiedersehen mit dem FC Sion. Die Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer fuhr den von mir prognostizierten Sieg ein. Siehe FC St. Gallen Trainer Joe Zinnbauer steht auch nach der 0:7 Klatsche gegen Basel nicht zur Disposition. Am Wochenende steht das Auswärtsspiel im Letzigrund bei Grasshopper Club Zürich an. Es ist die Partie zwischen dem Tabellendritten und Tabellensechsten.

Playoffs, Baby!

Heute gibt es in der Bodenseeregion auch noch heiße Atmosphäre und ein alter Spruch kann herausgeholt werden: It´s Playoffs Baby! In der ZF Arena in Friedrichshafen in der Nähe des Bodensee Center (Einkaufszentrum mit wenig Charme) stehen sich heute im Playoff-Halbfinale der deutsche Volleyballmeister VfB Friedrichshafen und Aufsteiger United Volleys RheinMain gegenüber. In der Best-of-Three Serie steht es 1:1. Die Konstellation ist klar, nur ein Sieg steht zur Alternative zur Verfügung. Ein Ausscheiden würde eine bisher sehr turbulente Saison für den VfB Friedrichshafen mit 9 wettbewerbsübergreifenden Niederlagen (2 x Ankara, 2 x United Volleys RheinMain, je 1 x Moskau, Paris, Berlin, Bühl und Lüneburg), das vorzeitige Aus in der Champions-League und im nationalen Pokal (gegen den heutigen Gegner), die Trennung vom langjährigen Manager Stefan Mau im Dezember, die Ankündigung von Trainer Stelian Moculescu zum Saisonende vom Posten zurückzutreten, die Decheffrierung des Interviews mit Vital Heynen in der Schwäbischen Zeitung, die nicht zündende Marketingaktionen mit den rosa Trikots zum Saisonbeginn (siehe die Stuttgarter Zeitung mit dem Artikel von Tobias Schall VfB Friedrichshafen: Pretty in Pink), die Thematik Zuschauerzahlen generell oder  der Wunsch nach Vertragsauflösung von Co-Trainer Marco Fenoglio mitten in der Saison, den es nach Italien zog, also ein Ausscheiden würde sehr schmerzen.

Foto:  © Michael Wiemer

Das Jahr 1 nach dem Abschied von Geschäftsführer Jürgen Hauke war für den neuen Geschäftsführer Sebastian Schmidt kein einfaches. Mit einem Einzug ins Finale und einem etwaigen Sieg gegen den Erzrivalen Berlin Recycling Volleys wäre die Saison mit einem versöhnlichen Ausklang versehen. Ich habe mich bereits gestern festgelegt, der VfB Friedrichshafen wird heute einen Sieg einfahren. Die Parallele zum gestrigen DFB-Pokalfinale kann ich hier an dieser Stelle gerne ziehen. Hertha fehlte die Erfahrung für diese nervliche Situation. Dies trifft auch auf United Volleys RheinMain zu. Sie hatten ja mit dem Auftaktsieg in der ZF Arena bereits anderthalb Beine im Finale. So dachte mancher. So hörte man. Ich war mir sicher: VfB Friedrichshafen legt Fehlstart hin. Das Ding ist noch nicht durch. Am Wochenende sah man dann, das der Aufsteiger dem Druck nicht gewachsen war. Stelian Moculescu sein Team fuhr einen 3:0 Auswärtssieg ein und glich die Serie zum 1:1 aus. Jetzt also heute Abend der Countdown. Wie gestern bereits gesagt, die Berliner können sich das ganze entspannt auf der Couch ab 19.50 Uhr bei sportdeutschland.tv anschauen. 20.00 Uhr geht es in der ZF Arena bei dem Spiel VfB Friedrichshafen vs. United Volleys RheinMain um den Einzug ins Finale.

Schachevent mit Bodensee-Cup vom 22. – 24. April im Hotel Messmer in Bregenz

Schwenk zum Schach.  Der Bodenssee-Cup startet am morgigen 22. April. Auf der Website vom Schachklub Bregenz als mentale Einstimmung schön zu lesen:

,,Schach als Sport fehlt oft das Massenpublikum. Gleichwohl als Hobby von Millionen betrieben (keine Spielesammlung ohne Schachspiel), sind wir Schachspieler uns selbst das beste Publikum bei Turnieren.  Spielen beispielsweise bei einem Tennisturnier 2-4 Spieler/innen auf dem Platz und schauen 800 oder mehr Personen zu, ist es beim Schach oft umgekehrt: 2-4 schauen zu und 800 spielen bei großen Turnieren mit. Fragt sich, wo mehr Sport stattfindet?! Der Bodensee-Cup zählt zu diesen bewährten Turniertraditionen. Er illustriert die Internationalität des Schachsports. Vielleicht gelingt es auch am Bodensee die Einzel- und Teammeisterschaften neu zu beleben.“

Der beliebte Bodensee-Cup ist der traditionelle Ländervergleich zwischen den Schachverbänden von Baden, der Schweiz, (Bayern) Vorarlberg und Württemberg. Nach dem Ausscheiden der Bayern im letzten Jahr konnten die Veranstalter jetzt Vorarlberg als neues teilnehmendes Team begrüßen.

DER SPIELPLAN

 Ort: Hotel Messmer, Bregenz, am Kornmarkt (Zentrum), Eintritt frei!

 FREITAG – 22.April 2016 Eröffnung um 18 Uhr Erste Runde um 19.00 bis ca. 24 Uhr
SAMSTAG – 23.April 2016 Zweite Runde um 13.30 bis ca. 18.30 Uhr
SONNTAG – 24.April 2016 Dritte Runde 10.00 bis ca. 14.30 Uhr

Die Siegerehrung ist um ca.15h vorgesehen.

 Modus: Mannschaften zu 10 Spielern, davon eine Dame, ein U18 und ein U16 Spieler, max. 2 Ersatz (wird eingesetzt wo einer ausfällt)

 Bedenkzeit: 40 Züge in 90Min. + 30Min. + 30Sek. vom ersten Zug! Wertung national und FIDE

Damit wären wir für heute durch. Fast. Ein kleiner Sport Mixed folgt noch.

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Motorsport: Der im österreichischen Lochau in der Bodenseeregion lebende Timo Scheider tritt zusammen mit dem ebenfalls am Bodensee im schweizerischen Altnau im Bezirk Kreuzlingen im Kanton Thurgau lebenden Mike Rockefeller beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring Ende Mai an.   Die beiden DTM-Piloten starten im Audi R8 LMS von Land-Motorsport. Hier geht es zu den Details auf der Website von Land-Motorsport. +++ Handball: Nach Platz 3. im Oberen Playoff der Handball Liga Austria startet der österreichische Meister Alpla HC Hard in der Sporthalle am See  am 29. April im Viertelfinale gegen Sparkasse Schwaz Handball Tirol. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr. Zu empfangen ist das Match auch auf LAOLA1.tv live. +++ Fußball: Cashpoint SCR Altach empfängt den FC Red Bull Salzburg. Altachs Mittelfeldspieler Dominik Hofbauer im Interview: ,,Wie zu jedem anderen Spiel werden wir uns gut vorbereiten. In den letzten Heimspielen konnten wir sehr viel Selbstvertrauen tanken. Somit ist auch gegen Red Bull Salzburg alles möglich. Wir holen uns in den letzten Einheiten noch den Feinschliff und wollen einen Sieg einfahren.“

FC St. Gallen Trainer Joe Zinnbauer steht auch nach der 0:7 Klatsche gegen Basel nicht zur Disposition

Es gab eine Zeit, da war es für Gegner schwer beim FC St. Gallen zu gewinnen. Doch eine Heimbastion sind die Ostschweizer nicht mehr. In der aktuellen Rückrunde gab es in der heimischen AFG Arena zum Auftakt eine 1:2 Niederlage gegen den FC Thun. Danach ein 3:3 gegen den FC Lugano und ein 2:0 Heimsieg gegen Grasshopper Club Zürich. Dann wieder ein Nackenschlag mit dem 2:3 gegen BSC Young Boys. Es folgte der schwarze Sonntag im April.   Die 0:7 Heimklatsche am letzten Sonntag gegen Basel tat weh und erfahrungsgemäß wird in solchen Situationen auch der Trainer kritisch hinterfragt. Der ehemalige Bundesligatrainer Joe Zinnbauer steht jedoch nicht zur Disposition. So hört man.

Fußballreporter Matthias Dubach auf blick.ch:

,,Die Hauptursache für die Krise ist die Mannschaft, die zu grossen Teilen noch für Saibene zusammengestellt wurde. Sie ist mit Salli, Tafer, Tréand, Lang, Hanin und Mutsch stark französischsprachig geprägt und hat mit Thrier, Aratore, Mathys und Angha weitere Spieler der Sorte stiller Schaffer.

Diese Fraktion und Zinnbauers deutscher, direkter Stil – das passt nicht zusammen. In einem Kader, das komplett nach seinen Wünschen erstellt wäre, wäre etwa Martin Angha niemals Captain. Jetzt ist er es. Weil kein besserer Kandidat da war.“

Dabei war die Heimpleite schon deftig, das Timing suboptimal. 2 Tage vor dem 137 Jahre Jubiläum vom FC St. Gallen. Statistiker haben dann auch gleich in den Archiven gewühlt und sind fündig geworden. Im Oktober 1974 gab es seinerzeit im damaligen ehrwürdigen Espenmoos  mit 0:7 gegen die Berner Young Boys ein adäquates Desaster.

Heute Abend geht es im Heimspiel gegen den FC Sion um Wiedergutmachung. Denn, wenn auch der Coach (noch) nicht zur Disposition steht, die Fans waren nach der Klatsche gegen den Ligaspitzenreiter aus Basel mehr wie sauer. Meinem Urinstinkt folgend wäre eine Sieg-Schiebewette FC. St. Gallen, VfB Friedrichshafen, HSG Konstanz eine Idee. Der FC St. Gallen müsste soviel Wut im Bauch haben um heute Abend einen Sieg gegen Sion zu landen. Der VfB Friedrichshafen wird sich morgen sein Heimspiel gegen United Volleys RheinMain und den damit verbundenen Einzug ins Finale nicht nehmen lassen. Die HSG Konstanz sollte mit dem „Leidenschaftsmonster“ des vergangenen Wochenendes spätestens am kommenden beim Tabellendritten TV Hochdorf mit einem Sieg den Aufstieg besiegeln.

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Handball: Der österreichische Vizemeister Bregenz Handball sichert sich durch ein 27:27 in Leoben den 2. Platz nach dem Oberen Playoff. Jetzt wartet im Viertelfinale SG INSIGNIS Handball West Wien. +++ Fußball: Cashpoint SCR Altach empfängt den Tabellenführer FC Red Bull Salzburg. Was für eine Paarung. Der Sponsor der Altacher, der Sportwettenanbieter Cashpoint, hat folgende Quoten für das Spiel aufgerufen: Heimsieg Altach 6,10 – Remis 4,25 und Auswärtssieg der Kicker von Red Bull 1,53. Fernab von Wettquoten geht es hier zur Spielvorschau. +++ Handball: Das Gipfeltreffen zwischen Leutershausen und der HSG Konstanz wühlte auf. Auch Tage danach. Andreas Joas hat Stimmen und Gefühlslagen schön zusammengefasst. Die HSG Konstanz ist durch das 28:28 bei Leutershausen dem Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga sehr nahe gekommen. Der Konstanzer Matthias Stocker: „Das Remis fühlt sich gut an. Ich habe schon viele Schlachten geschlagen, aber ein gerechteres Unentschieden habe ich noch nicht miterlebt.“ Das Spiel war eines der Kategorie Leidenschaftsmonster (Copyright Mattias Sammer am 15. April nach der CL Auslosung des Gegners Atletico Madrid).

Towerstars Geschäftsführer Rainer Schan: „„Brandon hat sich zwar auf allen Vieren ins Büro schleppen müssen, aber er hat einen Vertrag für nächste Saison unterschrieben.“

Selbst auf die Gefahr hin den einen oder anderen Fußballfunktionär auf die Füße zu treten: Die Bodenseeregion hat keine prosperierende und erfolgreiche Fußballszene im Profibereich. Auf der deutschen Bodenseeseite ist der 1893 gegründete FV Ravensburg in der fünftklassigen Oberliga Baden-Württemberg als ranghöchster Fußballverein verankert. Momentaner Tabellenplatz 9. Auf der österreichischen Bodenseeseite findet man den Cashpoint SCR Altach. Er spielt in der höchsten Spielklasse Österreichs und belegt in der tipico Bundesliga Platz 7 im 10er Feld. Dann wäre auf der Schweizer Seite noch der FC St. Gallen zu nennen. Er spielt ebenfalls im Oberhaus. Ihn hat es erst am Sonntag beim 0:7 Heimspiel gegen den Branchenprimus FC Basel durchgeschüttelt. Das Team von Ex-Hamburger SV Trainer Joe Zinnbauer mit Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino belegt in der Schweiz momentan Platz 7 von 10.

Für jemanden wie mich, der nicht monothematisch eingeengt ist, gibt es genug andere faszinierende Sportarten in der Bodenseeregion. Da wäre das schnellste Mannschaftsspiel der Welt. Eishockey. Die Ravensburg Towerstars haben sich dieses Jahr bis zum DEL2 Playoff-Halbfinale durchgekämpft. Erst dann kam das Stop Zeichen der Kassel Huskies. Bei der am Wochenende absolvierten Saisonabschlussfeier verkündete der charismatische Towerstars Geschäftsführer Rainer Schan auch eine Weiterverpflichtung vom Kanadier  Brandon MacLean:

„Brandon hat sich zwar auf allen Vieren ins Büro schleppen müssen, aber er hat einen Vertrag für nächste Saison unterschrieben.“

Weitere Personalien konnten die Ravensburger ebenfalls in diesen Tagen mit der Ausrichtung auf die neue Saison 2016/2017 vermelden. Max Brandl, Stephan Vogt, Alexander Dück und Lukas Slavetinsky tragen nächste Saison auch weiterhin das Trikot der Oberschwaben. 2 Neuzugänge gibt es bisher zu vermelden. Torhüter Jonas Langmann kommt von den Fischtown Pinguis Bremerhaven in die Bodenseeregion und Stürmertalent Daniel Pfaffengut kommt aus Kaufbeuren und verstärkt ab nächste Saison die Eishockey-Cracks von Coach Daniel Naud, dessen Vertrag vor ein paar Tagen verlängert wurde. Offen und im Verhandlungsstatus sind die Personalien Austin Smith und Brian Roloff.  Christian „Bazi“ Rohde und Stefan Langwiede haben ihre Schlittschuhe an den Nagel gehängt und widmen sich beide ihrer beruflichen Karriere. Rohde wird eine Ausbildung als Fachinformatiker beim Unternehmen Vetter in unmittelbarer Nachbarschaft zur Spielstätte der Towerstars antreten. Langwiede geht zum Towerstars Hauptsponsor CHG-Meridian.

Auf einer zünftigen Saisonabschlussfeier dürfen Versteigerungen nicht fehlen. Die Towerstars haben da auch dieses Jahr eine alte Tradition weiter am Leben erhalten. Eishockeyexperte und Pressesprecher Frank Enderle, kürzlich hier auf sportinsider mit einem längeren Statement vor dem Playoff-Halbfinal Hitchcock Thriller Kassel Huskies vs. Ravensburg Towerstars, merkt zu den Versteigerungen an:

,,Danach ging es auch schon in den ersten Versteigerungsblock, unter den Hammer kamen zunächst die von Getränke Pohl gesponserten Spielerhelme. Über den Erlös von rund 800 Euro darf sich die Kinderstiftung Ravensburg für die Realisierung aktueller Projekte freuen. Auf erwartet reges Interesse stießen natürlich auch die Towerstars Trikots. Schon bei den Aufwärmtrikots lieferten sich die gewieften Interessenten heiße Duelle, die bei der Versteigerung der Hauptrundentrikots natürlich ihren Höhepunkt fanden. Die Rekordsumme an diesem Abend erzielte diesmal kein Kontingentspieler, sondern das Ravensburger Eigengewächs Stephan Vogt. Sein Trikot mit der „55“ kam für 250 Euro unter den Hammer. Bei den Play-off Trikots wurden bei Simon Sezemsky und Matthias Nemec sogar noch jeweils 30 Euro draufgesetzt.“

Soweit für heute Eishockey.

Schwenk zum Volleyball. Der Deutsche Meister und Pokalsieger der Saison 2014/2015 hat ein entscheidendes Heimspiel im Playoff-Halbfinale vor der Brust. Der VfB Friedrichshafen empfängt am Donnerstag in der ZF Arena United Volleys RheinMain. Die Serie im Modus Best-of-Three steht 1:1 und hatte einen dieser dramaturgischen Verläufe, die den Playoffs immer diese knisternde Spannung verleihen. Im Auftaktheimspiel verliert Friedrichshafen nach einer 2:0 Satzführung noch mit 2:3. Damit stand die Mannschaft von Noch-Traner Stelian Moculescu bereits mit dem Rücken zur Wand. Am Wochenende dann der Auswärtssieg. 3:0. Ein Statement. Jetzt also der Matchball. Finalist Berlin Recycling Volleys kann sich das ganze entspannt bei sportdeutschland.tv ab 19.50 Uhr auf der Couch anschauen. Das Spiel beginnt 20.00 Uhr in der ZF Arena. Auf der Website vom VfB Friedrichshafen gibt es ein Interview mit Kapitän Simon Tischer als mentale Einstimmung für den Countdown zum Einzug ins Finale um die deutsche Volleyballmeisterschaft.

Sport Mixed Zone Bodensee

Schach: Der beliebte Bodensee-Cup 2016 vom 22. – 24. April im Hotel Messmer in Bregenz ist ein Ländervergleich  zwischen den Schachverbänden von Baden, der Schweiz, Vorarlberg und Württemberg. Hier geht es zu den Details. +++ Segeln: Der Countdown zum renommierten Match Race Germany in Langenargen weist noch 21 Tage, 23 Stunden, 25 Minuten und 4 Sekunden aus. +++ Handball: Die Daten der Playoff-Duelle sind bekannt. Der Schweizer Handballmeister Kadetten Schaffhausen, zukünftig bekanntlich in hummel statt Adidas Trikots auflaufend, empfängt am 21. April um 19.30 Uhr in der heimischen BBC Arena zum Auftakt den TSV St.Otmar St. Gallen.

Leidenschaft beim Playoff-Halbfinale vom VfB Friedrichshafen und beim Meisterschafts-Matchball der HSG Konstanz

Die Zeit ist schnelllebig. Heute vor 2 Wochen strömte per Film von Hajo Seppelt der englische Frauenarzt und Sportlerflüsterer Dr. Mark Bonar in die deutschen Wohnzimmer. Am Freitag dieser Woche kreierte Bayern Münchens emotionaler Sportvorstand Matthias Sammer das Wort „Leidenschaftsmonster“, mit dieser Wortschöpfung etikettierte er die stets mit Herzblut und intensivster Leidenschaft agierende Mannschaft von Atletico Madrid mit ihrem Vulkantrainer Diego Simeone. Den 45-Jährigen argentinischen Weltklassecoach sowie früheren Nationalspieler und Weltmeisterschaftsteilnehmer wird David Beckham noch in schlechter Erinnerung haben.

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Foto:  © Michael Wiemer

Im Achtelfinale zwischen Argentinien vs. England bei der WM in Frankreich 1998 trat Beckham gegen Simeone nach und bekam die rote Karte. Der Argentinier hat für mich in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Sprung gemacht vom Trainer zum kleinen und illustren Kreis der außergewöhnlichen Männer in der Coachingzone,  denen das Prädikat Weltklasse zusteht.

Leidenschaftliche Nervenschlacht vom HSG Konstanz bei Leutershausen

Einen Tag nach der Premiere von „Leidenschaftsmonster“ zeigen zwei Mannschaften vom Bodensee ebenfalls monsterhafte Leidenschaft, Herzblut und sorgen für Paukenschläge. Die Stadt Konstanz hat bekanntlich für den Aufstieg der HSG Konstanz in die 2. Handball-Bundesliga 554.000 Euro in drei Tranchen a 117.000 Euro für die nächsten 3 Jahre bereitgelegt. Fehlt nur noch der Aufstieg der Handballer aus der größten Stadt am Bodensee. Coach Daniel Eblen erzielte in einem mit Leidenschaft und Herzblut geführten Meisterschafts-Matchball gestern ein 28:28 beim Tabellenzweiten Leutershausen. Aus den ausstehenden 2 Punktspielen brauchen die Konstanzer noch einen Punkt zur Meisterschaft. Der Südkurier mit einem ausführlichen Spielbericht der Nervenschlacht. Ich lege mich fest: Dieses Unentschieden im Gipfeltreffen hat die Meisterschaft für die HSG Konstanz nur temporär vertagt.

Kultcoach Stelian Moculescu erzwingt mit dem VfB ein Entscheidungsspiel am Bodensee

Die zweite Mannschaft mit monsterhafter Leidenschaft vom Bodensee an diesem Wochenende waren die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen. Sie standen nach der Auftaktheimniederlage in der ZF Arena gegen United Volleys Rhein Main im Playoff-Halbfinale in der Best-of-Three Serie mit dem kompletten Rücken zur Wand. Doch Kultcoach Stelian Moculescu wollte so seine Trainerlaufbahn bei den Häflern nicht ausklingen lassen. Sein Team nahm das Herz in die Hand, zeigte Nervenstärke und dominierte das gestrige Spiel beim Pokalschreck. Mit dem 3:0 (25:23, 25:19, 25:19) Auswärtssieg gab es den Befreiungsschlag und für den deutschen Meister das Entscheidungsspiel am Bodensee am 21. April ab 20.00 Uhr. Stelian Moculescu nach dem Auswärtssieg im Playoff-Halbfinale:

,,Jetzt sieht man einmal mehr, wie hoch der Druck auf beiden Seiten war. Wir haben ihm heute besser Stand gehalten.“

Hier geht es zum Spielbericht. Derweil holte sich der ambitionierte Erzrivale Berlin Recycling mit dem Auswärtssieg bei der SVG Lüneburg die Finalteilnahme.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: Es gibt das Sitzplatz-Optionsrecht für die nächste DEL2 Saison 2016/2017 bei den Ravensburg Towerstars. +++ Handball: Der Schweizer Handballmeister Kadetten Schaffhausen, zu Weihnachten mit den Breaking News der Entlassung von Erfolgstrainer und Handballweltmeister Marcus Baur für Aufmerksamkeit sorgend und kürzlich den Ausrüsterwechsel von Adidas zu hummel bekanntgebend, schließt die Finalrunde mit einem 31:25 Sieg gegen Pfadi Winterthur ab. Der dänische Coach Lars Walther kann jetzt mit den Kadetten optimistisch den Playoffs entgegensehen. +++ Fußball: Der FC St. Gallen mit dem ehemaligen HSV-Coach Joe Zinnbauer empfängt das Bayern  München der Schweiz, den FC Basel. Spielbeginn  ist heute 16.00 Uhr in der AFG Arena in St. Gallen. Joe Zinnbauer auf der Pressekonferenz: ,,Wir spielen gegen die beste Mannschaft der Liga. Jeder Spieler von Basel ist darauf geeicht zu gewinnen. Das machen sie uns jedes Jahr vor. Ein Punkt gegen Basel wäre für die vergangenen zwei Wochen eine Riesen-Aktion.“