Große Saisonvorschau HSG Konstanz 2017/2018

Sie ist raus. Nein, nicht die Nachricht des momentan am Bodensee sich verdunkelnden Wetters. Inklusive dem tobenden Regen und stürmischen Turbulenzen. Das wird schon wieder. Sonniger. Doch ich möchte nicht mit weiteren meterologischen Erzählungen oder gar tonnenschweren Daten abschweifen. Sie ist raus, damit ist die große Saisonvorschau der HSG Konstanz von Pressesprecher Andreas Joas gemeint. Der Handballenthusiast führt unter dem Titel ,,38 Etappenziele“: Euphorie um weiter verjüngte HSG Konstanz aus:

,,Um nochmals knapp 300 auf 1300 Fans konnte der Zuschauerschnitt in der größten Stadt am See gesteigert und in der stimmungsvollen „Schänzlehölle“ der beste Zuspruch aller Aufsteiger verbucht werden. Und obwohl die Eintrittspreise nun auf das Zweitliganiveau angehoben wurden, ist die Rekordmarke der abgesetzten Dauerkarten noch einmal überboten worden. In der Vorbereitung musste die HSG allerdings auf ihre Schänzle-Sporthalle verzichten, die für rund 100000 Euro einen neuen Boden bekam – zur Hälfte finanziert von der Stadt und HSG-Sponsor Aesculap. Eblen sieht darin eine Bestätigung des hohen Stellenwerts, den sein Verein in der Region besitzt. Die  Sponsoren – die nach dem Aufstieg fast eine Verdopplung des Etats ermöglicht hatten – blieben allesamt an Bord, Politik und Verwaltung sind Stammgäste bei den Spielen.“

Stammleser wissen, dass ich das Handballteam von Daniel Eblen gerne als die jungen Wilden hier auf sportinsider bezeichne. Das trifft es ja auch präzise. Andreas Joas merkt an:

,,Dabei verfolgt die HSG konsequent den „Konstanzer Weg“ in enger Kooperation mit den beiden Konstanzer Hochschulen und setzt weiter ausnahmslos auf „junge Wilde“. 22 von 23 Spielern gehen aktuell einem Studium nach. Nach den Karriereenden der Oldies Patrick Glatt, Simon Flockerzie und Matthias Stocker ist Mathias Riedel (29) darüber hinaus der einzige Spieler im blutjungen Aufgebot, der älter als 26 Jahre ist.“

In die Saisonvorschau hat Andreas Joas ein großes Gesamtpaket gepackt. Ein Interview mit Daniel Eblen, der seit 2004 Cheftrainer der HSG Konstanz ist. Damit ist der Sohn des Präsidenten Otto Eblen der dienstälteste in der 2. Handball-Bundesliga. Auch in der Eliteklasse der 1. Handball-Bundesliga gibt es keinen Coach der so lange im Traineramt ist. Ausführliche Spielerporträts inklusive der Neuzugänge Felix Klingler, Julius Heil, Tom Wolf, Maximilian Schwarz und Joschua Braun.  Plus den beiden Talenten Jonas und Samuel Löffler aus dem eigenen Konstanzer Nachwuchs. Videomaterial fehlt auch nicht. Andreas Jonas hat auch den kompletten Spielplan der HSG Konstanz in der 2. Handball-Bundesliga mit eingepflegt. Bonusmaterial in Form eines Spielplan-Download im iCalendar-Format für Kalender und Calovo-Kalender gibt es auch. Dazu Infos zu den Tickets.

Foto: © HSG Konstanz

Die Saison beginnt für die HSG Konstanz am Samstag. 20.00 Uhr ist Anwurfzeit beim Spiel HSG Konstanz gegen ASV Hamm-Westfalen. Spielort ist die Schänzle-Sporthalle Konstanz.

Sport Mixed Zone Bodensee

Fußball: Heute versucht der SCR Altach bei Maccabi Tel Aviv in der Qualifikation der Europa-League die Gruppenphase ab 19.00 (MEZ) in Netanya im Netanya Stadion zu erreichen. Das entscheidende Spiel um den Einzug in die Europa League Gruppenphase gibt es Live zu sehen auf ORF 1 zusammen in der Konferenz mit Red Bull Salzburg. ORF-TVthek und sport.ORF.at zeigen das gesamte Rückspiel als Live-Stream. Das Hinspiel verlor SCR Altach vor einer Woche mit 0:1. Kapitän Philipp Netzer zum Spiel des Jahres: ,,Ich denke, dass es wichtig sein wird, im Spiel eine gute Balance zu finden und nicht zu risikoreich zu spielen, Fehler vermeiden und in der Offensive die Chancen zu nützen, die wir schon im Hinspiel vorgefunden haben. Dann bin ich guter Dinge, dass wir die Sensation schaffen können.“+++ Leichtathletik: Der 3-Länder-Marathon Lindau-St. Margrethen-Bregenz rückt näher. Der Countdown bis zum 08.10.2017 zeigt 6 Wochen, 2 Tage, 15 Stunden, 44 Minuten, 17 Sekunden an. +++ Eurobike: Die Branchenmesse rund um das Rad startet nächste Woche am 30. August und schließt am 2. September 2017 die Pforten. Auf Twitter gibt es auch einen Hashtag unter #eurobike.

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Der Wayne Gretzky des Ringsports Frank Stäbler und die Suche im Spiegel Online Archiv

Nischensportarten haben hier seit Jahren auch ihren angestammten Platz. Erinnert sei auch an die Sportart Ringen. Im vergangenene Jahr gab es einen der spektakulärsten Transfers in der Bodenseeregion. Am 8. März 2016 verfasste ich einen längeren Artikel unter dem Titel Spektakulärer Coup: Weltmeister Frank Stäbler wechselt zum SV Germania 04 Weingarten.

Foto: © Michael Wiemer

Diese Woche fragte Peter Ahrens auf Spiegel Online provokant in der Headline Kennen Sie Frank Stäbler? 

In Paris ist Frank Stäbler zum zweiten Mal Weltmeister im Ringen geworden. 2015 gewann er in der Spielerstadt Las Vegas die Weltmeisterschaft im griechisch-römischen Stil im Leichtgewicht. 66 Kg. Jetzt gewann er seinen Weltmeistertitel in Paris in der Gewichtsklasse bis 71 Kg.

Peter Ahrens outet die Spiegel Redaktion in seinem Text, der durchaus gut geschrieben ist, okay der SV Germania Weingarten kommt darin gar nicht vor (Warum eigentlich?). Frank Stäbler wurde im Januar 2017 mit dem SV Germania 04 Weingarten deutscher Mannschaftsmeister in der Ringer-Bundesliga. Wenige Monate nach dem Titel mit Weingarten wurde der Wechsel von Frank Stäbler zum Bundesliga-Aufsteiger Heilbronn Red Devils bekannt. Ich komme später darauf zurück.

Doch zum Outing. Spiegel Online Mann Ahrens, auch auf Twitter immer flott unterwegs, bekennt in seinem Artikel über Deutschlands Ausnahmeathleten auf der Ringermatte:

,,Wenn überall darüber geklagt wird, dass der Fußball alle anderen Sportarten an den Rand des öffentlichen Interesses drängt, dann ist Stäbler ein gutes Beispiel.“

Butter bei die Fische. Peter Ahrens drückt sich nicht um Zahlen, Daten, Fakten und schiebt nach:

,,Im Zweifelsfall ist die Champions-League-Qualifikation von 1899 Hoffenheim die größere Geschichte. Auch SPIEGEL ONLINE macht da keine Ausnahme, Stäbler ringt seit fast zehn Jahren auf höchstem Niveau, sein Name taucht während dieser zehn Jahre im SPIEGEL-ONLINE-Archiv fünf Mal auf.“

Das lasse ich mal so stehen.

Peter Ahrens sprach im Artikel auch die monetäre Komponente an. Bringt den Big Brother Auftritt von Frank Stäbler an. Kann man machen. Publizistisch. Als Einstieg in den Text. Jedoch vergisst Peter Ahrens zu erwähnen, dass der Weltmeister durchaus auf eine Reihe von Sponsoren verweisen kann. Es gibt Hauptsponsoren. Wie die Eugen Wolf Metallwarenfabrik GmbH und Co. KG. Oder die BKK Scheufelen, eine Krankenkasse für Baden-Württemberg. Oder die Internetagentur Webjoker. Um nur einige zu nennen. Einen Frank Stäbler Top Club an Sponsoren gibt es auch mit zahlreichen Unternehmen. Mehr dazu gibt es hier auf der Webseite des Weltmeisters.

Die sportliche Leistung von Frank Stäbler fand diese Woche medial Eingang in zahlreiche Zeitungen. Die Süddeutsche titelt Der Siegertyp aus dem Heu. In der Welt ist Frank Stäbler ebenfalls Thema. Klaus Schlütter hat sich dort für seinen Artikel für die Headline Ringer-Weltmeister lebte nur noch von Wasser und Honigbrot entschieden.

Schwenken wir zum oben von mir erwähnten Wechsel von Frank Stäbler vom SV Germania Weingarten zum Bundesliga-Aufsteiger Heilbronn Red Devils. Sie schnürten das beste Gesamtpaket. Auch in monetärer Hinsicht. Die Red Devils sind die Bundesliga-Mannschaft des VfL Neckargartach, der Ringer-Abteilung des SV Heilbronn. VfL Abteilungsleiter Jens Petzold seinerzeit im April 2017 auf der Pressekonferenz (siehe auch swr):

,,Das ist für uns wie ein Sechser im Lotto. Frank Stäbler ist der Wayne Gretzky des Ringsports. Das ist für uns der Wahnsinn“

Wayne Gretzky, mehr Ritterschlag für einen Sportler in einer deutschen Nischensportart geht nicht.

Die hier in der Bodenseeregion auf österreichischer Seite agierende Medienmarke Vorarlberg Online hatte sich einst im Oktober 2014  in Fleißarbeit gestürzt: Wayne Gretzky: Die Rekorde von „The Great One“.

Sport Mixed Zone Bodensee

Volleyball: Der VfB Friedrichshafen veranstaltete in diesem Sommer ein internationales Volleyball-Camp für 30 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. Die Details gibt es hier auf der Webseite des deutschen Vizemeisters. Noch keine Neuigkeiten gibt es in Sachen angedachter Interimslösung für die Situation des zum 30.09.2017 ausscheidenden Geschäftsführers Sebastian Schmidt beim VfB. +++ Handball: Am Samstag, den 26.08.2017 um 20.00 Uhr, beginnt für die HSG Konstanz die neue Saison der 2. Handball-Bundesliga mit dem Heimspiel gegen ASV Hamm-Westfalen in der Schänzle-Sporthalle Konstanz. Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas gibt Präsident Otto Eblen, der Vater von Trainer Daniel Eblen, interessante Einblicke. Wie immer hat sich Andreas Joas auch wieder einen vielversprechenden Titel für das gut zu lesende Interview ausgewählt. Präsident Otto Eblen über Zukunftsplanungen, Hallenanbau sowie kurz- und langfristige Ziele. +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars testen nach dem Eishockey Bodensee-Cup im schweizerischen Kreuzlingen am letzten Wochenende erstmalig in der Vorbereitung ihre Form auf heimischen Eis. Zwei Begegnungen stehen auf dem Spiel. Die Details dröselt gewohnt solide Frank Enderle auf. +++ Tennis: Wer als Familienvater die Ferienwohnung am Bodensee und die Frau samt Kindern für einige Stunden verlassen möchte um Tennis in Ruhe zu sehen, dem sei das Überlingen Open an die Hand gegeben. Am Sonntag begann die Qualifikation zum Hauptfeld. Ab Dienstag dann der Einstieg der womöglichen Stars von morgen. Alle Tennisspieler im Hauptfeld in Überlingen können auf Weltranglistenpunkte verweisen. Mit dabei die Lokalmatadoren Jakob Sude aus der Zeppelinstadt Friedrichshafen und Christoph Herr aus Überlingen. Auch Peter Torebko und Marc Sieber sind im Feld. Marc Sieber ist der Top gesetzte Spieler aus Deutschland. Momentan steht er auf Platz 383. Spielplan, Live-Ticker etc. finden sich auf ueberlingen-open.

Reblog: Ravensburg Towerstars mit Saisoneröffnungsfeier am 24. August + Livestream Überlingen Open + Bodenseepeter mit dem Fingerzeig auf Radwegprobleme + Eurobike 2014

Ich muss ja Schwierigkeiten an jenem 19. August 2014 gehabt haben, eine kurze Headline zu finden. Okay, ich steh zu der damals gewählten ausufernden Länge. Jedoch vom Timing passt jetzt die Reblogvariante ganz gut.

Zur Zeit läuft das 10. Überlingen Open. Passt jetzt fasst in die Schublade Traditionsturnier. Es werden Weltranglistenpunkte für die Tennisspieler am Bodensee verteilt. Auf der Titelseite der heutigen Seewoche musste sich das Überlingen Open jedoch den Platz mit dem Thema Stand Up Paddling teilen. Immer diese Platzthematik. Diese Woche schaffte es zum Beispiel der anstehende Abschied von Sebastian Schmidt beim Volleyballvizemeister VfB Friedrichshafen auf die Titelseite der Montagsausgabe der Schwäbischen Zeitung. Größer war jedoch der Bildanteil in Sachen Fußballbundesliga auf Seite 1. Doch ich schweife ab. Die Saisoneröffnungsfeier der Ravensburg Towerstars steht auch in Kürze an. Die Eurobike 2017 eröffnet heute in einer Woche ihre Pforten und die Radwegproblematik am Bodensee ist eh ein Dauerbrenner Thema. Also stürzen wir uns schwungvoll hinein.

Reblog [vom 19. August 2014]

Ravensburg Towerstars mit Saisoneröffnungsfeier am 24. August + Livestream Überlingen Open + Bodenseepeter mit dem Fingerzeig auf Radwegprobleme + Eurobike 2014

Nach dem Trainingslager der Ravensburg Towerstars, von Pressesprecher Frank Enderle aus marketingtechnischen Gründen offensiv in Form eines Tagebuchs geführt, ist die Mannschaft bereit für die Saisoneröffnung. Wer vorher das Trainingslager nochmals Revue passieren lassen will, hat hier die Gelegenheit dazu:

Einshockeyfans der Bodenseeregion haben sich den Termin am Sonntag bereits vermerkt. Die Ravensburg Towerstars öffnen am 24. August zur Saisoneröffnung ihre Pforten. Für Eishockeyfans wird es interessante Einblicke geben. Die Towerstars mit Vorfreude:

,,Möglich ist bei der Saisoneröffnung auch eine Stadionführung. So können Interessierte im Restaurant „1881“ die verschiedenen Veranstaltungsvarianten kennenlernen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, einen Blick in die Katakomben zu werfen und zu sehen, wie aufwändig das Anlegen einer Torhüterausrüstung ist. Auch stehen während der Führung der Physio-Raum für die Spielvor- und Nachbereitung sowie das Büro von Trainer Dany Naud offen. Abschließend erklärt einer der Eismeister, wie Eis professionell aufbereitet und wie am Anfang der Saison Eis für den Betrieb der DEL2-Saison aufgebaut wird. Und es wird ein Blick in die Aufgaben der Spielleitung und des Stadionsprechers gewährt.“

Es wird ein intensives Rahmenprogramm (gibt es sicherlich auch noch geschmeidigere Wörter dafür) mit kulinarischer Flankierung geben. Ein öffentliches Training, Interview mit Coach Naud, gemeinsames Mittagessen der Fans mit den Eishocheycracks etc. Ja, da hat man sich Mühe gegeben. Die Ravensburg Towerstars überlassen da nichts dem Zufall. Kürzlich schuf man ja auch eine neue Stelle, die des Marketingleiters. Siehe auch Ravensburg Towerstars powern in Sachen Sportmarketing.

Am 24. August ist auch das Finale der Überlingen Open

Am Tag der Saisoneröffnung bei den Ravensburg Towerstars stehen auch die Endspiele im Einzel und Doppel bei dem Tennisevent Überlingen Open auf dem Programm. Hier geht es zum kompletten Spielplan. Am heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch steht die 1. Runde auf dem Programm. Donnerstag erfolgt die 2. Runde. Am Freitag dann das Viertelfinale und am Samstag das Halbfinale. Am Sonntag, den 24. August, dann um 13.00 Uhr das Finale Doppel und um 15.00 Uhr das Finale Einzel. Wer mag kann auch den Livestream der Überlingen Open auf der offiziellen Website des Turniers nutzen.

Bodenseepeter: Peter Eich hat sich Gedanken zum Bodensee-Radweg gemacht 

Es dauert ja gar nicht mehr lange dann hat die Eurobike Friedrichshafen wieder. Doch vorab sei ein Blogbeitrag von Peter Eich auf Bodenseepeter meinen radsportbegeisterten Lesern ans Herz gelegt. Unter dem Titel Nationalismus am Bodensee-Radweg hat er sich Gedanken gemacht. Peter Eich leitet seinen Artikel mit folgenden Worten ein:

,,Der Bodensee wird von über 220.000 Touristen pro Jahr per Rad umrundet, und der Bodensee-Radweg ist damit (noch vor dem Donau-Radweg und dem Elbe-Radweg) der beliebteste Radweg Deutschlands, Europas und der Welt. Seine Lage im Dreiländereck ist sicher einer der Gründe für seine Popularität. Doch zugleich ist auch genau das der Grund für ein paar Probleme.“

Er dröselt die Probleme analytisch auf und hat Karten und ein Video eingebunden. Also speziell für alle Radsportfreunde ein absoluter Lesehinweis.

Bodenseepeter Blogger Peter Eich hat kürzlich auch einen Satz auf Twitter rausgehauen, der mich ein wenig schmunzeln lies:

,,Blogger schreiben übers Zeitungssterben. Die Stille in den Blogs wird nicht mal in Zeitungen erwähnt.“

Nein, ich verlinke jetzt nicht zu Thomas Knüwer und Indiskretion Ehrensache. Irgendwie langweilt mich die sich über Jahre dahinziehende Diskussion. Etwas mehr Entspanntheit wünscht sich da der mündige Mensch. Zahlreiche Zeitungen bedienen sich ja mit großer Freude des Mediums Blogs. Erwähnt sei an dieser Stelle der Schachblog von Zeit Online. Aktuell sehr schön von Dennes Abel die Sicht auf den amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen. Die kürzlich zu Ende gegangene Schacholympiade war nicht wirklich seine. Erinnert sei an die sensationelle Niederlage gegen Deutschlands Spitzenschachspieler Arkadij Naiditsch. Blogger Abel fragt bei Zeit OnlineMagnus Carlsen auf dem Egotrip?

Generell zum oft prognostizierten Zeitungssterben. Zeitungen werden nicht massenhaft sterben. Zumal die Fundamentalkritiker oft ohne überzeugende Alternative agieren. Sehr schön hat es einst Blogger Don Alphonso bei der FAZ unter dem Titel Internet-Opas erzählen vom Krieg auf den Punkt gebracht.

Eurobike vom 27. bis 30. August 2014 in der Zeppelinstadt

Die Zeit fliegt. Nach der Eurobike ist vor der Eurobike. Die 2013er Veranstaltung hatte hohen Besuch aus Berlin zu verzeichnen. Die begeisterte Fußballfreundin war angereist.Traveler Digital Camera

Foto: © Michael Wiemer

Für dieses Jahr ist der Publikumstag für den 30. August 2014 vorgesehen. Hier geht es zur offiziellen Website der Eurobike. Inklusive Ausstellerverzeichnis, Besuchszeiten und Preise.

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Fotos: © Michael Wiemer

Auch der beliebte Demo Day, spannendes Test Eldorado für Fachbesucher und Journalisten ist fest terminiert. Am 26. August, einen Tag vor Beginn der internationalen Fahrradmesse, findet er diesmal direkt am Messegelände statt. In den letzten Jahren war Josef Köberle, Bürgermeister der Gemeinde Argenbühl, Gastgeber der Demo Day.  Im letzten Jahr wollten 2.318 Fachbesucher sowie 732 Journalisten aus aller Welt zum Demo Day. Sie testeten die neuesten E-Bikes, Rennräder, Liege- und Falträder sowie Mountainbikes. Der Ortswechsel, der logistisch den Messebesuchern entgegenkommt, bei der Gemeinde Argenbühl aber auch ein wenig Wehmut hinterlässt, soll zukünftig von Dauer sein.

Übrigens bei der Eurobike 2012 war auch der ehemalige Tour de France Sieger Jan Ullrich zu Gast. Ich schrieb einst hier im Blog:

,,Einen habe ich vorgestern glatt vergessen beim Bericht über die 21. Eurobike 2012.  Jan Ullrich, der Tourheld von 1997, ist ebenfalls auf der Internationalen Fahrradmesse in Friedrichshafen vor Ort dabei. Er ist nach wie vor gefragt. Am Stand des Häfler Carbon-Spezialisten Lightweight gab er fleißig Autogramme. Jan Ullrich sieht gut aus. Sportliche Figur. Drahtig. Entspannte Gesichtszüge. Eine dezente Sonnenbräune steht ihm prima. Der gebürtige Rostocker scheint mit sich im Reinen zu sein.“

Einst feierte das öffentlich-rechtliche Fernsehen ARD und ZDF Jan Ullrich ab, als gebe es kein Morgen. Mittlerweile, ich erinnere mich an die diesjährige Übertragungsaktivität, ist generell von der einstigen Radsportbegeisterung der ARD und ihrer Schwester ZDF nicht viel übrig geblieben.

Personalie Sebastian Schmidt: Peter Schlefsky in der Schwäbischen Zeitung und Gesa Katz im Südkurier zur Situation beim VfB Friedrichshafen

Bei mir traf die Nachricht vom Abschied von Sebastian Schmidt, dem Geschäftsführer der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH, am Samstag in meinem E-Mail Account ein. Die Webseiten der seit dem Umzug von Leutkirch nach Ravensburg in der Stadt der Towerstars residierenden Schwäbischen Zeitung und der in der Handballstadt Konstanz sitzende Südkurier haben selbstverständlich die Breaking News auch bereits am Samstag eingepflegt. Meine Stammleser konnten dies ebenfalls inklusive dem Rückblick auf den von mir beschriebenen Umbruch beim VfB Friedrichshafen.

Foto: © Michael Wiemer

Den kontinuierlich hier auf sportinsider vorbeischauenden Lesern sind auch die Namen Peter Schlefsky und Gesa Katz keine Unbekannten. Beide sind heute auch in Sachen Sebastian Schmidt in den Montagsausgaben der Schwäbischen Zeitung und vom Südkurier zu lesen. Peter Schlefsky widmet sich im Lokalteil Friedrichshafen der Thematik des Abschieds des Geschäftsführers, der angedachten Interimslösung beim VfB, inklusive der Meinung von Chefcoach Viatl Heynen zum Weggang von Sebastian Schmidt. Die Pressesprecherin des VfB Friedrichshafen, Gesa Katz, wird mit einem Text zum Thema im Südkurier gedruckt. Wer mehr davon sehen möchte, dem sei ein Blick auf meinen Twitter-Account an die Hand gegeben. Ruhig entspannt scrollen, es sind mehrere Tweets zur Demission von Sebastian Schmidt zu lesen inklusive der Sicht auf die Titelseite der Montagsausgabe der Schwäbischen Zeitung und den beiden Artikeln von Peter Schlefsky und Gesa Katz.

Foto: © Michael Wiemer

Einen Blick auf Stimmen auf dem Facebook Account des VfB Friedrichshafen hatten wir ja dann auch bereits am Wochenende hier unter Nachdenkenswert #509.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: Der Eishockey-Bodensee-Cup im schweizerischen Kreuzlingen ist durch. Am Ende belegt das Team von Coach Jiri Ehrenberger Platz 3. Die Ravensburg Towerstars rehabilitierten sich für die Freitagsniederlage gegen die Schwenninger Wild Wings (ich berichtete darüber). Es gab darauffolgend ein versöhnliches 5:2 gegen den HC Thurgau. Im September, gibt es übrigens einen Leckerbissen mit dem Testspiel gegen den EV Lindau Islanders. Termin ist der …. Mehr dazu ein andermal. +++ Eishockey: Okay, ich will mal nicht so sein. Also für das Match Ravensburg Towerstars vs. EV Lindau Islanders gibt es bei den Inselstädtern aus Lindau einen Countdown auf ihrer Webseite installiert. Hier geht es entlang für die Ungeduldigen. Ausführlicher aber wie gesagt ein andermal. +++ Leichtathletik: Richard Ringer vom VfB LC Friedrichshafen konnte beim 3.000 Meter Rennen in Birmingham im Rahmen der Diamond League nicht auf das Podium laufen. Es wird dennoch trotz des 6. Platzes ein erinnerungswürdiges Rennen bleiben. Es war das Abschiedsrennen von Mo Farah, der britischen Laufikone und mit 4 Olympiasiegen sowie 6 Weltmeistertiteln in der Vita verewigt. Richard Ringer startet diese Woche noch beim ISTAF in Berlin über 5.000 Meter. Die 2. Chance zur Rehabilitierung nach dem enttäuschenden Aus im Vorlauf bei der Leichtathletik-WM in London. +++ Handball: Die HSG Konstanz hat mit Andreas Joas einen Pressesprecher der brennt. Er ist voller Leidenschaft. Haut kraftvoll und kontinuierlich in die Tasten. Ein Glücksgriff für die Konstanzer. Ich will nicht allzu viel an Vorfreude und Spannung vom Handball-Content vorwegnehmen, mehr gibt es unter ,,Für solche Partien spielt man Handball“: Tom Wolf nach der knapp verpassten Sensation gegen Wetzlar.

Ein 24 Stunden Sport-Telegramm vom Bodensee …

Wenn ich ein 24 Stunden Sporttelegramm von der Bodenseeregion herausgeben würde, wäre die Taktung dieses Wochenende wieder intensiv gewesen. DHB-Pokalauftritt der Jungen Wilden der HSG Konstanz gegen HSG Wetzlar inklusive knapp verpasster Sensation. Der Start von Richard Ringer vom VfB Friedrichshafen in Birmingham beim Diamond  League. Die Drittligafrauen vom SV Allensbach mit ihrem traditionellen Handabll Skoda Cup. Oder die Ravensburg Towerstars Männer von Coach Jiri Ehrenberger beim Eishockey Bodensee-Cup im schweizerischen Kreuzlingen. Fußball in der fünftklassigen Oberliga Baden-Württemberg mit dem FV Ravensburg. Inklusive einem Fußballer der anders wie Dembele wirklich auch im August mit Lust auflief und spielte. Sein Name: Rahman Soyudogru. Er legte mit vier Toren zur 4:0 Führung den Grundstein zum 6:2 Kantersieg gegen die TSG Weinheim.

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Auch Weltranglisten-Tennis am Bodensee müsste eingetaktet werden in ein 24 Stunden Sport-Telegramm vom Bodensee. Überlingen Open“ vom 20.-27. August 2017 beim TC Überlingen. Nicht zu vergessen die Auftritte der Fußballteams vom SCR Altach in der österreichischen Bundesliga und vom FC St. Gallen in der Super-League in der Schweiz. Nicht zu vernachlässigen die Sportart Beachvolleyball. Chantal Laboureur (geboren in Friedrichshafen und für den MTV Stuttgart spielend) sowie ihre Partnerin Julia Sude (geboren in Gießen und für den VfB Friedrichshafen aktiv) mit ihrer Bronzemedaille bei der Beachvolleyball-EM in Lettland. Nicht zu vergessen die gestrige Breaking News vom Abschied des Geschäftsführers der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH zum 30.09.2017. 

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Es wäre auch der Testspielsieg der Kadetten Schaffhausen gegen das französische Handballteam Selestat vor dem Falkencup am Dienstag einzupflegen. Oder der Sieg von Bregenz Handball im Rahmen der Eröffnungsfeier gegen Sparkasse Schwaz Handball Tirol. Im Angebot eines Sport-Telegramm vom Bodensee müsste auch noch Platz für das Testspiel von Alpla HC Hard gegen HC-Kries Luzern sein. Gelungene Generalprobe vor dem spusu Supercup nächste Woche.

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Und da haben wir jetzt noch gar nicht auf bodensee-regatten auf die anstehenden Termine geschaut. Oder sind der Frage nachgegangen, was die Segelbundesligisten vom Bodensee machen. Württembergischer-Yachtclub, Segel- und Motorboot Club Überlingen, Lindauer-Segler-Club mit ihren Ergebnissen bei der Regatta der 1. Segel-Bundesliga in Glücksburg. Inklusive der Platzierung in der Gesamttabelle. Oder die Vertreter vom Bodensee in der 2. Segel-Bundesliga, der Konstanzer Yacht Club und der Bodensee-Yacht-Club Überlingen mit ihren Positionen im Ergebnistableau.

Foto: © Michael Wiemer

Da habe ich jetzt noch gar nicht rüber zum EV Lindau Islanders geschaut inklusive dem Tuning am Kader für 2017/2018. Stichwort Marco Miller.

So ein 24 Stunden Sport-Telegramm vom Bodensee wäre wie ein nie abreißender Fluß an Nachrichten, Ergebnissen, Personalien. Da habe ich jetzt noch gar nicht eruiert ob es dafür überhaupt einen Markt gibt. An Lesern. An Kiebitzen. An Werbepartnern. An Investoren.

Foto: © Michael Wiemer

Da habe ich es eine Spur kleiner. Ich selektiere und picke mir auch bisweilen die Rosinen vom Sport am Bodensee raus.

Inklusive der Freiheit die ich mir nehme, den heutigen Text ein wenig mit Sequenzen von Riva Booten in Friedrichshafen von der 4. Riva Classics Bodensee 2015 bestückt zu haben.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eurobike: Die Radmesse wirft ihre Schatten voraus. Im Vorfeld tagte die Jury. Eurobike Arward 2017 bringt 43 Sieger hervor titelt die Webseite der Messe. Der illustre Kreis der Jury setzte sich namhaft zusammen, so mit Jury Joel Natale (Einkaufsleiter Fahrräder und Eigenmarken Evans Cycles, Großbritannien), Fran García (Direktor TopBici.es, Spanien), Julia Milan (Freie Journalistin, Texterin, Projektkoordination E-BIKE – Das Pedelecmagazin, Deutschland), Anna Luten (New York City Bicycle Mayor, Niederlande), Ernst Brust (Geschäftsführer velotech.de GmbH, Deutschland) und Tomas Fiegl (Dipl. Designer / Mitbegründer und Geschäftsführer Artefakt, Deutschland). Die Eurobike ist vom 30. August bis 2. September 2017 terminiert. Ich wiederhole mich gerne, der Publikumstag ist als Festival Day etikettiert und öffnet seine Pforten am 2. September 2017 statt. +++ Fußball: Der SCR Altach musste nach seiner Niederlage auf internationaler Bühne gegen Maccabi Tel Aviv in der heimischen Liga wieder ran. Beim Auswärtsspiel in Linz bilanziert das Sportportal spox Müde Nullnummer in Linz. Das lasse ich mal so stehen. +++ Volleyball: Die gestern hier auf sportinsider unter Breaking News: Sebastian Schmidt Abschied und die Reminiszenz an den Umbruch des VfB Friedrichshafen laufende Sicht auf die Dinge wurde durch Nachdenkenswert #509 ergänzt. Vital Heynen, kürzlich in Doppelfunktion erfolgreich mit Belgien in der WM-Qualifikation, bleibt bei den Häflern derweil weiter Trainer des hartnäckigen Volleyballkonkurrenten der Berlin Recycling Volleys. Der Erzrivale in der Hauptstadt kann also nicht durchatmen.

Breaking News: Sebastian Schmidt Abschied und die Reminiszenz an den Umbruch des VfB Friedrichshafen

Es ist ein Paukenschlag. Am Bodensee. Im Volleyball. Die Breaking News um den Abschied von Sebastian Schmidt vom VfB Friedrichshafen zum 30.09.2017. Vor Beginn der Volleyball-Bundesliga Saison 2017/2018. Der VfB Friedrichshafen braucht einen neuen Geschäftsführer. Auf der Webseite des aktuellen deutschen Volleyballvizemeisters heißt es im Artikel zum Abschied von Sebastian Schmidt einleitend:

,,Personelle Veränderungen bei der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH: Geschäftsführer Sebastian Schmidt bat den Beirat in dieser Woche seinen Vertrag zum 30. September aufzulösen, da ihm ein sehr attraktives Angebot im Sport vorliegt. Ein Kandidat für die Nachfolge ist noch nicht in Sicht, an einer zeitlichen Lösung wird derzeit mit Nachdruck gearbeitet.“

Muss ich jetzt einen Text vom 2. Juni 2017 hier auf sportinsider umschmeißen? Nun, ich schlage meinem treuen Lesepublikum und den täglichen Kiebitzen etwas anderes vor. Ich lege ihn in der Reblogvariante nochmals auf. Okay? Prima. Also dann los.

Reblog: [vom 02. Juni 2017]

Der Umbruch des VfB Friedrichshafen und ein neuer Kontrahent mit HYPO Tirol Alpenvolleys Haching 

Auch in der Saison 2016/2017 stemmten wieder die zwei Schwergewichte Berlin Recycling Volleys und der VfB Friedrichshafen die Volleyball-Bundesliga. Dies soll nicht despektierlich gegenüber Mannschaften wie United Volleys Rhein-Main klingen. Doch es war wieder ein Kampf um die Meisterschaft zwischen dem als Triple Sieger in die Saison gestarteten Hauptstädtern mit Coach Roberto Serniotti und den Häflern, bei denen der charismatische Belgier Vital Heynen am Bodensee andockte und das Erbe von Kulttrainer Stelian Moculescu antrat. Am Ende der Saison nach dem Showdown in der ZF Arena teilten sich die Titel so auf: Meister Berlin, Supercup und Pokalsieger Friedrichshafen. Vital Heynen, Volleyballfreunden und normalen Sportkonsumenten als einstiger Bundestrainer Deutschlands bekannt, wird hier am Bodensee nächstes Jahr mit HYPO Tirol Alpenvolleys Haching ein neues Gesicht der Bundesliga begrüßen können.

Sportblogger und Medienexperte Kai Pahl, merkte letzte Woche dazu auf allesaussersport an:

,,Unterhaching kehrt bei den Männern nach drei Jahren Abwesenheit zurück. 2014 hatte sich der Hauptsponsor Generali zurückgezogen. Jetzt kehrt man als „HYPO Tirol Alpenvolleys Haching“ mit einem bemerkenswerten Konstrukt in die Liga zurück.

Der „namensähnliche“ Klub Hypo Volleys Tirol aus Innsbruck, hat vor einigen Wochen erklärt, sich aus der österreichischen Liga zurückzuziehen. Offiziell aus sportlichen Gründen (zehnter Meister-Titel, vierter in Folge). Es wird aber spekuliert, ob nicht auch der österreichischen Bankensponsors „Hypo Tirol“ dahinter steckt, der schwer über den Sponsor der österreichischen Liga verärgert ist: die Konkurrenz „Deniz Bank“ und über das Verhalten des österreichischen Verbandes, wo zum Beispiel der Verbandspräsident Peter Kleinmann kein Bock mehr auf die Siegerehrung hat (siehe derStandard.at).“

Kai Pahl führt weiter mit Blick auf die Wildcard der Volleyball-Bundesliga für die HYPO Tirol Alpenvolleys Haching aus:

,Also wandert das Team nun als „Alpenvolleys“ über die Grenze und dockt beim TSV Unterhaching an. Die VBL hat sie mit einer Wild Card versorgt und so können die Alpenvolleys ab der kommenden Saison in der deutschen Bundesliga starten.

Die Heimspiele werden aufgeteilt auf Unterhaching und die Stadt der olympischen Winterspiele von 1976 und 1964. Ach Innsbruck. 1976 waren die ersten olympischen Winterspiele die ich komplett und intensiv und mit leuchtenden Augen am Fernseher verfolgte. Franz Klammer, Meinhard Nehmer, Hans-Georg Aschenbach, Toni Innauer, Rosi Mittermaier, Uli Wehling und der legendäre Eishockeytorwart Wladislaw Tretjak waren meine Heroes. Das Sonderheft zu den olympischen Winterspielen in Innsbruck war meine ständige Begleitlektüre. Damals konnte ich alle Olympiasieger aus dem Kopf aufsagen. Heute müsste ich dafür den Google Sehschlitz bemühen. Die Biathlon Wettkämpfe kamen 1976 in sehr asketischer Form mit zwei Wettbewerben aus. Die Männer durften in der Wintersportart über 20 Kilometer und in der 4 x 7,5 km Staffel ihre Kräfte messen. Frauen mit dem Gewehr auf dem Rücken hatten vor 41 Jahren gar keine Wettkämpfe. Doch ich schweife ab. Zurück zum Volleyball. Das Konstrukt will sich die Volleyball-Bundesliga 3 Jahre anschauen. Danach wird Bilanz gezogen.

Derweil wird beim VfB Friedrichshafen weiter kräftig am Kader für die nächste Spielzeit gebastelt. Wenn ich nichts übersehen habe, werden Kapitän Simon Tischer, der Norweger Andreas Takvam, Jakob Günthör, David Sossenheimer, Markus Steuerwald, Daniel Malescha und der in Zypern geborene griechische Nationalspieler Athanasios Protopsaltis an Bord sein. Abgänge waren mit Michal Finger, Armin Mustedanovic und Tomas Rousseaux zu verzeichnen. Wer über Transfers der Volleyballszene auf dem Laufenden bleiben möchte ist bei volleyball-movies.net recht gut aufgehoben.

Der Umbruch des VfB Friedrichshafen

Welch Entwicklungen es personell in der Führungsetage beim VfB Friedrichshafen gegeben hat, zeigt ein Blick auf das langjährige handelnde Trio zum Ende der Double Saison 2014/2015. Geschäftsführer Jügren Hauke, Manager Stefan Mau und Erfolgstrainer Stelian Moculescu. Jürgen Hauke verabschiedete sich zum Saisonende vor 2 Jahren. Es folgte Sebastian Schmidt. Er trat am 1. Juli 2015 die Nachfolge von Jürgen Hauke an. Wunibald Wösle, Beiratsvorsitzender der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH und des VfB Friedrichshafen e.V. war im Sommer 2015 von der Personalie Sebastian Schmidt überzeugt:

,,Es war nicht einfach aus 45 Bewerbern aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland den richtigen herauszufiltern. Ich denke jedoch, dass das Gremium mit Mitgliedern der Gesellschafter, des Beirats der Volleyball GmbH und des Präsidiums des VfB Friedrichshafen e.V. mit Herrn Schmidt den Richtigen gefunden hat. Herr Schmidt bringt vom Basketball die Erfahrung aus einer anderen Profisportart mit.“

Im Basketball hatte der mit einer Ausbildung als Veranstaltungskaufmann aufwartende Sebastian Schmidt als Manager (2011 – 2013) und Geschäftsführer (2012 – 2014) beim Basketballzweitligisten Dragons Rhöndorf sowie des Rhöndorfer TV 1912 e.V. Spuren hinterlassen.

Im Sommer 2015 dann der Wechsel des damals 29-jährigen an den Bodensee.

Foto: © Michael Wiemer

Mit Sebastian Schmidt wurde der Fokus auch verstärkt auf das Marketing gelegt. Im Dezember 2015 kam es zur Trennung von Manager Stefan Mau. Sebastian Schmidt am 10. Dezember 2015 auf der Webseite der Häfler unter dem Titel Umstrukturierung auf der Geschäftsstelle:

,,Ich verfolge ein Gesamtkonzept bei dem es die klassische Position des Managers – in der jetzigen Art und Weise – nicht mehr geben wird.“

Die Zeitungen am Bodensee, Südkurier mit Sitz in Konstanz oder die Schwäbische Zeitung mit Sitz in Ravensburg begleiteten seinerzeit gewohnt kontinuierlich die Vorgänge um den VfB Friedrichshafen. Stellvertretend sei hier an den Artikel im Südkurier von Hermann Hummler am 15.12.2015 unter dem Titel VfB Friedrichshafen: Ruhig, gelassen, aber mit allem Aufwand erinnert.

Aus dem einstigen Trio Hauke, Mau und Moculsecu war nun noch der Trainer da. Stelian Moculescu hattte sich 1972 während der olympischen Sommerspiele in München von der rumänischen Nationalmannschaft abgesetzt und den Weg in die Freiheit gewählt. Später avancierte er zu Deutschlands erfolgreichsten Volleyballtrainer. Wo er war,  war Erfolg. Unbändiger Ehrgeiz, Fleiß, Temperament, Leidenschaft für die Sportart Volleyball. Welchen Stellenwert Stelian Moculescu in der Bundesrepublik besitzt zeigt ein Blick auf die Glückwünsche zu seinem 65. Geburtstag vor zwei Jahren. Das war ein Statement durch ganz Volleyball-Deutschland.

2016 beendete Meistertrainer Stelian Moculescu seine lange Erfolgsgeschichte beim VfB Friedrichshafen. 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2015 coachte Mister Volleyball die Häfler zum Meister. 1997, 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2012, 2014, 2015 sahen den VfB Friedrichshafen als Pokalsieger und 2007 der Höhepunkt: Der Gewinn der Champions League.

Nach der Dechiffrierung des Interviews in der Schwäbischen Zeitung mit Vital Heynen begann eine neue Ära.

Der Umbruch ist gelungen.

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Segeln: Die Jubiläumsausgabe vom Match Race Germany auf dem Bodensee vor Langenargen. Wie immer eine gigantische Naturkulisse. Segelsport auf hohem Niveau. Alle Details gibt es hier auf der offiziellen Webseite. +++ Eishockey: Die EV Lindau Islanders gehen eine Kooperation mit dem DEL-Eishockeyclub Schwenninger Wild Wings ein. Derweil gehen die Kaderplanungen für 2017/2018 bei den Inselstädtern voran. Die Urgesteine Tobias Fuchs und Sascha Paul bleiben. Der 18-jährige Tim Brunnhuber wechselt vom Ligarivalen EV Regensburg an den Bodensee. Dazu wird der mit einer Förderlizenz der Ravensburg Towerstars ausgestattete Julian Tischendorf weiter bei den Lindauern bleiben. Für die Torwartpositionen, die vor Wochen für den Moment ja komplett vakant war ist bekanntlich Henning Schroth von den Eispiraten Crimmitschau verpflichtet worden. Zusätzlich auf der Position des Goalie kommt auch Nils Velm, der mit einer Förderlizenz der Schwenninger Wild Wings ausgestattet ist. +++ Handball: Beim frischgebackenen Meister Alpla HC Hard gibt es am Pfingstsonntag die Meisterfeier. Der vor Beginn der Saison als Nachfolger von Markus Burger verpflichtete Trainer Petr Hrachovec merkt an: „Bei meinem Start haben wir uns alle noch nicht gekannt. So ein Findungsprozess dauert rund drei bis vier Monate. Dabei habe ich sehr viel umgestellt. Nicht nur das Spielsystem, sondern auch die Regeln innerhalb der Mannschaft. Mir ist das Verhalten der Spieler auch abseits vom Spielfeld sehr wichtig. Dabei hat die Mannschaft 100-prozentig mitgemacht. Die Trainingskultur war die ganze Saison über sehr gut.“ Die Feierlichkeiten beginnen ab 10.00 Uhr in der Sporthalle am See. Bei schönem Wetter wird es einen Festumzug der Mannschaft im Oldtimer-Bus geben.

Richard Ringer vom VfB LC Friedrichshafen mit neuem Versuch nach dem Aus bei der WM

Nein, es war nicht die Weltmeisterschaft von Deutschlands trainingsfleißigen und besten Mittelstreckenläufer. Richard Ringer musste in London bereits im Vorlauf die Segel streichen. 5.000 Meter sind ja unbarmherzig. Bereits in Rio de Janeiro gelang es dem beim VfB LC Friedrichshafen trainierenden Leichtathleten nicht, ins Finale zu gelangen. Legendär sein damaliger Facebook Posting mit dem Unmut über die eigene Leistung. Vor zwei Wochen in London kam Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) beim Vorlauf bei der Weltmeisterschaft als 17. ins Ziel. Die Stoppuhr blieb bei 13:36,8 stehen. Das war leider das Aus für den in Überlingen am Bodensee zur Welt gekommenen Läufer.

Einen Ausflug in die Leichtathletikgeschichte wagte ich kürzlich in Lasse Viren, Richard Ringer und der Tagesablauf eines Trainingslagers von Eishockey-Cracks in Südtirol.

,,Noch ein paar Worte zur 5.000 Meter Disziplin. Lasse Viren gewann in Montreal 1976 in der Siegerzeit von 13:24,8 Minuten. Auf Platz zwei kam der Neuseeländer Dick Quax mit einer Laufzeit von 13:25,2.  Aus der BRD sicherte sich im dramatischen Finish Klaus-Peter Hildenbrand mit einem spektakulären Hechtsprung ins Ziel eine Medaille und fing den vor ihm liegenden Rod Dixon aus Neuseeland noch ab. Bronzemedaillengewinner Hildenbrand konnte auf eine Zeit von 13:25,4 verweisen. Beim viertplatzierte Dixon blieb die Uhr bei 13:25,5 stehen. Den 5. Platz erlief sich Brendan Forster aus Großbritannien mit einer Laufzeit von 13:26,2. Auf Rang 6 liegt Willy Polleunis aus Belgien mit 13:27,0 Minuten ein.“

Zur Erinnerung, Richard Ringer lief in London im Jahr 2017 eine Zeit von  13:36,8.

Jetzt bekommt der Läufer vom VfB LC Friedrichshafen neue Chancen der Rehabilitierung. Chance 1: Diamond League in Birmingham über 3.000 Meter am 20.08.2017. Kurz durchatmen, dann kommt Chance 2. Eine Woche später ist in Berlin mit der ISTAF ein weiteres Rennen für Richard Ringer angesagt. Am 27.08.2017 geht der in Überlingen am Bodensee geborene Läufer über 5.000 Meter an den Start.

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Handball: Heute steht der DHB-Pokal für die jungen Wilden der HSG Konstanz auf dem Programm. Andreas Joas hat seine Vorschau prägnant getitelt mit ,,Blutdruck auf Wetzlarer Bank steigern“: Konstanz krasser Außenseiter im DHB-Pokal. +++ Beachvolleyball: Chantal Laboureur (geboren in Friedrichshafen und für den MTV Stuttgart spielend) und ihre Partnerin Julia Sude (geboren in Gießen und für den VfB Friedrichshafen aktiv) powerten kürzlich bei der Beachvolleyball-WM in Wien. Im Viertelfinale kam dann das Aus gegen Kanada. Jetzt eine neue Chance für das kongeniale Duo. Konkret bei der Beachvolleyball-EM in Lettland in Jurmala. Auf SPORT1+ und im Stream auf tv.sport1.de wird an diesem Wochenende intensiv Beachvolleyball angeboten. Am heutigen Samstag alleine gibt es per Stream und im Fernsehen satte 8 Stunden Ballkost. +++ Fußball: Der FC St. Gallen zeigte diese Woche, dass Fußballmannschaften aus der Bodenseeregion ihre Nachholespiele gewinnen können. Beim FC Lugano wurde 1:0 gewonnen. Am Sonntag, den 20. August, geht es um die nächsten Punkte bei Grasshopper Club Zürich. +++ Fußball: Der SCR Altach hatte am Donnerstag ein Heimspiel auf internationaler Bühne. Gegner war Favorit Maccabi Tel Aviv. Im Hinspiel der Europa-League Qualifikation gab es eine 0:1 Niederlage. Der Standard in seinem Bericht: ,,Nachdem Altach das Spiel über eine Stunde praktisch unter Kontrolle gehabt hatte, nutzte Kjartansson eiskalt eine Nachlässigkeit der Rheindörfler und sicherte der Mannschaft von Trainer Jordi Cruyff damit sehr gute Karten für den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase. Teams aus Israel haben von den jüngsten sieben Partien gegen österreichische Clubs bei einem Unentschieden sechs gewonnen. Für Maccabi war es in der aktuellen Europacup-Saison der siebente Sieg in Folge.“ +++ Eishockey: Der Eishockey-Bodensee-Cup im schweizerischen Kreuzlingen ist gestern gestartet. Der Auftakt war für die Ravensburg Towerstars schmerzhaft. Eine 1:6 Niederlage gegen die Schwenninger Wild Wings. Die Details hat gewohnt präzise und zuverlässig Frank Enderle aufgedröselt.

Für die jungen Wilden der HSG Konstanz beginnt mit dem DHB-Pokal der Ernst des Lebens

Irgendeiner muss ja hier am Bodensee den Anfang machen. Während die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen noch eine Weile Zeit haben bis zum Saisonauftakt mit dem Supercup gegen den Erzrivalen aus der Hauptstadt, den amtierenden Meister Berlin Recycling Volleys am 8.10.2017  in Hannover, auch die Männer auf Eis vom EV Lindau Islanders oder den Ravensburg Towerstars haben für ihre ersten Auftritte in Pflichtspielen noch die Phase der Vorbereitung, legen die Handballer der HSG Konstanz mit Trainer Daniel Eblen dieses Wochenende los.

So eine Saisonvorbereitung ist ja wie ein gut geschnittener Film aus Hollywood. Anfang, Mittelteil und Ende. Den Schlussteil haben die Männer von Daniel Eblen hinter sich. Jetzt beginnt für die HSG Konstanz der Ernst des Lebens. Die jungen Wilden aus der größten Stadt am Bodensee spielen dieses Wochenende im DHB-Pokal. Danach schließt sich die Woche darauf der Beginn der Punktspielsaison in der 2. Handball-Bundesliga an. Ein Blick auf das Programm:

DHB-Pokal, 1. Runde am 19. und 20. August in Teningen:

Samstag, 19. August 2017:

17:00 Uhr: SG Köndringen-Teningen – HC Elbflorenz Dresden

20:00 Uhr: HSG Konstanz – HSG Wetzlar

Sonntag, 20. August 2017:

16:00 Uhr: Sieger Spiel 1 – Sieger Spiel 2

Auftakt vom Spielplan in der 2. Handball-Bundesliga:

26.08.2017, 20:00 Uhr, Schänzle-Sporthalle: HSG Konstanz – ASV Hamm-Westfalen

02.09.2017, 19:00 Uhr, Castello Düsseldorf: HC Rhein Vikings – HSG Konstanz

09.09.2017, 20:00 Uhr, Schänzle-Sporthalle: HSG Konstanz – Eintracht Hildesheim

Dabei gab es beim letzten Testspiel HSG Konstanz einen Erfolg bei Fortitudo Gossau. Andreas Joas, engagierter Pressesprecher des vielleicht interessantesten Sportprojekts der nächsten 3 bis  4 Jahren hier am Bodensee (Stammleser erinnern sich an meine Prognose im vergangenen Sommer) leitet seinen Spielbericht so ein:

,,Die Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel der Saison im DHB-Pokal gegen Erstligist Wetzlar ist der HSG Konstanz gelungen – zumindest wenn man das Ergebnis betrachtet. Beim 31:25 (14:13)-Erfolg beim Nationalliga-A-Klub Fortitudo Gossau war dennoch nicht alles Gold, was glänzte. Nach drei Siegen in den letzten drei Testspielen war eine gewisse Müdigkeit, die dem deutschen Zweitligisten in Gossau immer wieder anzusehen war, jedoch von Cheftrainer Daniel Eblen beabsichtigt, sodass er sich über einige Fehler und eine verbesserungswürdige Chancenverwertung nicht wunderte.“

Es gab auch einen Wermutstropfen. Der nächste Ausfall ist für Daniel Eblen und die Mannschaft zu verkraften.

,,Nach einer schwierigen, aber am Ende doch erfolgreichen Vorbereitung, in der die HSG Konstanz nie mit dem kompletten Kader auflaufen konnte, hat der A-Lizenzinhaber kurz vor dem Pflichtspielauftakt im DHB-Pokal den nächsten Ausfall zu beklagen. Zu den beiden längerfristig ausfallenden Michael Oehler und Fabian Schlaich gesellt sich nun auch Neuzugang Maximilian Schwarz. Der Linkshänder muss, nach eben erst überstandener Erkrankung, nun mit einer Entzündung in der Schulter wieder pausieren. Wie lange, ist noch offen.“

Tief durchatmen. Gute Genesungswünsche.

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Volleyball: Die Zeit bis zum Saisonstart des VfB Friedrichshafens versuchen die Häfler mit Anekdoten wie zuletzt die von Kapitän Simon Tischer  und seinem Friseur (ich berichtete) zu überbrücken. Und dann wäre da ja auch noch weiterer Content. Takvam – Der Umschüler titelt der VfB Friedrichshafen. Gut zu lesen, wie kürzlich bei Simon Tischer auch hier wieder ein entspannter Plauderton. Bitte mehr davon. +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars testen gegen starke Gegner. Der Eishockey-Bodensee-Cup steht auf dem Programm. Frank Enderle bringt die Dinge auf den Punkt. ,, Nach drei Tagen Training in der heimischen Eissporthalle steht für die Ravensburg Towerstars am kommenden Wochenende das Vorbereitungsturnier „Bodensee-Cup“ auf dem Programm. Dabei treffen sie am Freitag um 16.30 Uhr auf die Schwenninger Wild Wings, am Samstag um 19.30 Uhr kommt es dann zum Duell gegen den Schweizer NLB Club HC Thurgau. Vierter am Turnier beteiligter Club ist Torpedo Nizhny Novgorod.“ Weitere Details von Eishockeyexperte Enderle gibt es hier. +++ Handball: Die Drittligafrauen der SV Allensbach tragen am Wochenende den Skoda Cup aus. Spielplan und Infos gibt es hier. +++  Tennis: Für Freunde des kleinen Filzball gibt es ein smartes Programm. 10 Jahre „Überlingen Open“ vom 20.-27. August 2017 beim TC Überlingen. Weltranglisten-Tennis in Überlingen ist vielleicht auch für Bodenseetouristen und Familienväter die sich nicht nur im Umkreis ihrer Ferienwohnung bewegen wollen, eine Alternative. Mehr auf überlingen-open.de.  

Eurobike 2017 wirft ihre Schatten voraus, HSG Konstanz testet vor DHB-Pokalspiel und Richard Ringer

Guten Morgen. Hier am Bodensee versprechen die Metereologen ein traumhaft schönes Wetter am heutigen Augustdienstag. Wir schreiben den 15.08.2017. Beim Blick auf den Sportkalender am Bodensee nähert sich eine sportive Branchenmessse: Die Eurobike. Längst hat sie auch einen Eintrag bei Bruder Wikipedia, der mit diesen Worten beginnt:

,,Die Eurobike ist eine internationale Messe rund ums Fahrrad und Elektrofahrrad. Sie findet seit 1991 jährlich Ende August, auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen, statt. Sie ist vor der Interbike in Las Vegas und der Taipei Cycle Show in Taiwan die weltweit größte Leitmesse im Fahrradsektor.[1] Im Jahr 2016 waren 77.100 Besucher aus über 100 Ländern auf der Eurobike.[2][3]“

Im vergangenen Jahr hatte die Eurobike 2 Publikumstage. Das führte durchaus zu kontroversen Diskussionen. Bei so einer Messe schwingt immer auch der Kostenfaktor mit. Händler und Hersteller haben auch das Tagesgeschäft im Blick. Stefan Reisinger, Bereichsleiter OutDoor/Eurobike der Messe Friedrichshafen, verkündete dann für 2017 auch die Reduzierung auf 1 Publikumstag und bilanzierte nach der Eurobike Ausgabe 2016:

„In den letzten Jahrzehnten erlebten wir einen nahezu kontinuierlichen Anstieg unserer Besucherzahlen. Erstmals registrieren wir nun einem Rückgang, primär bei den deutschen Fachbesuchern. Die Gründe dafür reichen vom bisherigen Saisonverlauf bis hin zum steigenden Wettbewerb durch eine zunehmende Zahl von Eigenveranstaltungen der Hersteller. Wir haben umfangreiches Feedback zu unserer Neukonzeption erhalten und viel über die zukünftige Ausrichtung und Weiterentwicklung mit unseren Kunden gesprochen. Ein Ergebnis daraus ist, dass wir die Endverbraucher-Ansprache im nächsten Jahr mit einem Festival Day auf den Samstag konzentrieren. Damit findet die Eurobike 2017 ohne den ursprünglich mit eingeplanten Sonntag, von Mittwoch, 30. August bis Samstag, 2. September statt.“

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 42.720 Fachbesucher nach Friedrichshafen. Im Jahr 2015 zählte die Eurobike 45.870 Fachbesucher.

Einer der Hauptgründe für den Rückgang an Fachbesuchern wird von Brancheninsidern klar benannt. Das Ausbleiben einiger großer Hersteller, wie etwa Deutschlands größter Radhersteller, die Derby-Cycle-Gruppe  mit den Marken Focus, Kalkhoff und Rixe oder der renommierte amerikanische Radgigant Trek. In der umsatzstarken Radbranche wird zur Zeit intensiv diskutiert, wohin die Branchenmesse in den nächsten Jahren steuert.

2016 wurde die konzeptionelle Neuausrichtung mit 5 Messetagen, davon zwei offene Tage für das Publikum unter anderen aus Kostengründen von Ausstellern kritisiert. Eurobike-Bereichsleiter Stefan Reisinger reagierte unmittelbar und halbierte die Anzahl der Publikumstage. Nach der Kürzung war klar, dass es 2017 nur einen Tag für das Publikum geben wird. Den Publikumstag gibt es unter dem Label Festival Day am 2. September 2017. Hier geht es zur offiziellen Webseite der Messe eurobike-show.de.

Zur mentalen Einstimmung lege ich ein Bild aus meinem Archiv vom Bodensee bei.

Foto: © Michael Wiemer

Es sei an dieser Stelle ein Blick über den Tellerrand gestattet.

Das Radthemen übrigens auch anders angegangen werden können, zeigt Don Alphonso auf seinem Blog Stützen der Gesellschaft in der FAZ mit einem lesenswerten und reichlich gut bebilderten Artikel unter dem Titel Der hohe Preis der Tugendsignale. Er gewährt dabei einen Blick in seine bemerkenswerte Sammlung und legt diesen liebevolle Beschreibungen bei.

,,Das ist ein Team Raleigh von 1977. Es sieht nicht nur aus wie neu, es ist neu. Es ist seit 1977 einmal um den Block gefahren. An Weihnachten 1977 durch den neuen Besitzer, der damit beschenkt wurde. Der wartete dann auf den Frühling, hatte dann Besseres zu tun, im Sommer auch, und außerdem war damals der Radhype rund um Didi Thurau, der auf so einem Rad eine Weile die Tour de France anführte, auch schon wieder vorbei. Die nächste Strecke fuhr ich nach dem Erwerb von seinem Sohn und Erben damit letztes Jahr zum Phototermin.

Dietrich Thurau wurde 1977 zum Sportler des Jahres in Deutschland gewählt.

Hier aus der Bodenseeregion nahm ja dieses Jahr der Ravensburger Emanuel Buchmann an der Tour de France teil. Sein täglicher Trainingshausberg ist der Pfänder.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Ich wiederhole mich gerne. Eines der interessantesten Sportprojekte am Bodensee sind die jungen Wilden der HSG Konstanz. Die Handballer haben diese Woche noch zwei Testspiele, bevor es im DHB-Pokal  in Teningen gegen die HSG Wetzlar geht. Heute steht 20.00 Uhr in der Geschwister-Scholl-Halle das Spiel gegen SV Salamander Kornwestheim auf dem Programm. Am Mittwoch wird bei Fortitudo Gossau aus der Schweiz gespielt. Am Samstag, den 19.08.2017, spielt das Team von Coach Daniel Eblen im DHB-Pokal in Teningen gegen die HSG Wetzlar. Bei einem Sieg geht es am Sonntag gegen den Sieger der Begegnung SG Köndringen-Teningen – HC Elbflorenz Dresden. Die Vorschau von Andreas Joas gibt es hier. +++ Leichathletik: Richard Ringer arbeitete am Freitag, den 4. August 2017 noch im Büro bei Rolls Royce Power Systems. Am selben Tag eröffnete die Leichtathletik-WM. Der Läufer vom VfB LC Friedrichshafen flog dann am Montag, den 07.08.2017 in die englische Metropole. Mittwoch, den 16.08.2017 gab es den 5.000 Meter Vorlauf. Nicht der beste Tag von Richard Ringer. Er schied aus. Nächste Termine im Laufkalender von Ringer sind die Diamond League in Birmingham über 3.000 Meter am 20.08.2017. Eine Woche später ist Berlin mit der ISTAF angesagt. Am 27.08.2017 geht der in Überlingen am Bodensee geborene Läufer über 5.000 Meter an den Start. +++ Volleyball: Es ist ja für den deutschen Vizemeister VfB Friedrichshafen gar nicht so einfach über das ganze Jahr die Identifikation mit den Fans aufrechtzuerhalten, Am 7. Mai war der Showdown in der ZF Arena gegen den Erzrivalen Berlin Recycling Volleys das letzte Pflichtspiel vor heimischem Publikum. Das nächste Heimspiel zum Auftakt der Volleyball-Bundesliga gibt es am 15. Oktober gegen Hypo Tirol Alpenvolleys. Da kommen zur Überbrückung des Sommerlochs kleine Anekdoten wie über Kapitän Simon Tischer, seinen Friseur Mario Castello, dem signierten Trikot von Tischer an der Wand von Castello oder dem Seitenhieb auf den Profifußball gerade recht. Hier geht es zur im Plauderton erzählten Anekdote auf der Webseite des VfB Friedrichshafen.

Reblog: 5 Gründe, warum der EV Lindau Islanders dem EHC Waldkraiburg gratulieren musste

Sie haben alle eines gemeinsam: Die HSG Konstanz mit Coach Daniel Eblen, der VfB Friedrichshafen mit dem belgischen Startrainer Vital Heynen, die Ravensburg Towerstars mit Neo-Coach Jiri Ehrenberger oder die EV Lindau Islanders mit dem Trainer, dessen Namen auch in jeden Hollywoodfilm passen würden. Der Kanadier Dustin Whitecotton. Die Gemeinsamkeit der genannten Teams hier am Bodensee ist die noch nicht begonnene Punktspielsaison. Gelegenheit ins Archiv zu steigen und einen Artikel aus der letzten Saison hervorzuholen.

Wen nehmen wir? Die Handballer der HSG Konstanz mit dem gelungenen Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga. Oder die Volleyballer aus der Zeppelinstadt mit dem Sieg im Supercup, dem Pokalsieg und dem Showdown in der Meisterschaft in der ZF Arena gegen den polarisierenden Erzrivalen Berlin Recycling Volleys am 7. Mai 2017. Oder die schwere Saison der Ravensburg Towerstars mit der Trainerentlassung von Daniel Naud im Oktober 2016, dem Tod von Nachfolger Toni Krinner und dem verpassen der Playoffs. Inklusive der Neuverpflichtung von Trainer Jiri Ehrenberger. In der Verlosung hätte ich auch noch die Playoffs der EV Lindau Islanders in der Saison 2016/2017.

Die Wahl fiel dann auf die Inselstädter. Legen wir los.

Reblog: [vom 12. April 2017]

5 Gründe, warum der EV Lindau Islanders dem EHC Waldkraiburg gratulieren musste

Die Playoff-Spiele um die Bayrische Meisterschaft im Eishockey sind bereits ein paar Tage Geschichte. Mein Bekannter, bekennender Fan der EV Lindau Islanders, hat sich immer noch nicht beruhigen können. Er ist der Meinung, die Meisterschaft 2017 ist leichtfertig verspielt worden. Schauen wir uns die Sache genauer an. Es gibt für mich 5 Gründe, warum die Inselstädter nach der Meisterschaft 2015 diesmal ohne Titel aus den Playoff-Finalspielen in die Sommerpause gehen.

Grund 1: Die Sache mit der Gerüchteküche und der Fokussierung

Es gab ja eine schnelle 2:0 Führung in der Serie für die Inselstädter. Ein weiterer Sieg hätte für Lindau gereicht. Die Eishockey-Cracks wären die Helden hier am Bodensee gewesen. Doch irgendwie drang dann eigenartiges an mein Ohr. Das 3. Spiel war beim EHC Waldkraiburg am 31. März 2017 terminiert. Matchball für Lindau. Aus der Gerüchteküche waren Sachen zu hören … die Meisterschaftsfeier vor eigenem Publikum wäre doch besonders schön, das wäre dann das Spiel am 2. April 2017. Stop. Hatte ich mich da verhört? Die Fokussierung hätte doch komplett auf dem Freitagsspiel am 31. März liegen müssen. Eine Entscheidung in der Meisterschaft kommt doch nie zu früh.

Auf der Webseite vom EV Lindau Islanders las sich der Einleitungstext zur Vorschau so:

,,Wird es das Wochenende der Entscheidung für die EV Lindau Islanders oder geht die Finalserie um die Bayrische Meisterschaft in die Verlängerung? Am Freitag (19:45 Uhr) in Waldkraiburg und am Sonntag (17:30) in der Eissportarena Lindau haben die Islanders zwei Chancen den dritten und entscheidenden Sieg einzufahren. Gelingt dies nicht, muss noch eine weitere Woche auf die Entscheidung gewartet werden.

„Soweit soll es aber nicht kommen. Wir denken erst einmal nur an Freitag. Auf diesem Spiel liegt unsere volle Konzentration“, sagt EVL- Trainer Dustin Whitecotton und lässt keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft kein Problem damit hätte, den möglichen Titel auswärts zu feiern. Zwar wäre für die Vereinskasse ein weiteres Heimspiel am Sonntag in der Eissportarena sicher ein Segen, „aber so denken wir nicht. Wir wollen Meister werden und nicht dem Gegner Hoffnung und die Chance auf eine Wende geben.“

Nun, in Waldkraiburg wurde knapp mit 1:2 verloren. Die Mannschaft von Coach Rainer Zerwesz verkürzte den Rückstand in der Serie gegenüber dem EV Lindau Islanders auf 1:2. Damit gab es zwar einen weiteren Geldsegen in der Lindauer Vereinskasse mit dem zusätzlichen Heimspiel. Doch die Meisterschaft war nicht eingetütet.

Grund 2: Die unproduktive Strafbank

Lindaus Coach Dustin Whitecotton, ein Name wie für ein Sportdrama aus Hollywood geschaffen, hatte jetzt einen weiteren Matchball. Am Sonntag dem 2. April kam es jedoch zu unproduktiven Strafzeiten seiner Eishockey-Cracks. Auf der Strafbank gewinnst du keine Spiele. In der Regel. Der EHC Waldkraiburg kam mit der Wucht einer Steinlawine daher, powerte was das Zeug hielt und gewann am Bodensee das 4. Spiel mit 5:2 und glich in der Serie aus. Stand 2:2. Dustin Whitecotton merkte nach der Niederlage an:

„Waldkraiburg hat das Spiel heute in Überzahl gewonnen. Das ist unsere Lehre für Spiel fünf: Wegbleiben von der Strafbank.“

Tief durchatmen. Schmerzhafte vier Gegentore fielen an jenem ersten Sonntag im April 2017 bei gegnerischer Überzahl oder kurz danach.

Es kam nun zum entscheidenden Spiel beim EHC Waldkraiburg. Der Blick auf die Strafbank ergab ein Bild der fehlenden Umsetzung der Lehre aus Spiel 4. Die Statistik in Spiel 5 gab ein deutliches Statement ab.

Strafminuten: Waldkraiburg 14 – Lindau 18 + 10 (Koberger).

Grund 3: Mentale Stärke vom EHC Waldkraiburg

Der Showdown fand dann am 7. April in Waldkraiburg statt. Die Serie stand 2:2. Das Thema der unproduktiven Strafbank war im letzten Spiel also ein sich wiederholendes Puzzleteil. Doch entscheidend im letzten Spiel, dem Power 5:2 Sieg vom EHC Waldkraiburg gegen den EV Lindau Islanders, war die mentale Stärke. Waldkraiburg mobilisierte alle Reserven in puncto Willen. Deutschlands renommierter Verkaufstrainer Dirk Kreuter sagt bei seinen Vorträgen gerne auch diese Worte:

,,Es gibt zwei Arten von Menschen: Die, die rausgehen und sich holen, was sie wollen … und alle anderen.“

Die Eishockey-Cracks von Coach Rainer Zerwesz holten sich nach 2016 erneut die Meisterschaft. Den Titel.

Grund 4: Das Momentum

Seit Jahrzehnten beschäftige ich mich intensiv mit dem Momentum in Playoffs. Dieses Momentum hatte Waldkraiburg nach der Verkürzung des 0:2 Rückstands in der Serie auf 1:2. Ab da arbeitete das Momentum für den Titelverteidiger. Sie wirkten bärenstark und steigerten sich in der Best of Five Serie nach der deutlichen 1:5 Auftaktheimniederlage und dem anschließenden 0:2 in Spiel 2 beim EV Lindau Islanders. Das Momentum steht im englischen für Wucht, Schwung und Impuls. Bei Momentum habe ich auch ein Bild im Kopf. Ein ICE mit 300 Km/h wird von keiner Mauer aufgehalten. Er durchbricht sie einfach. Dieses Momentum ist wie eine magische Kraft.

Grund 5: Nachlassendes Selbstvertrauen der Lindauer

Lindau vergab mit dem Matchball beim Stand der Serie von 2:0 nicht nur einen psychologischen Moment. Nein, ihr bis dahin großes Selbstvertrauen bekam Kratzer. Es wurde schwächer im direkten Vergleich mit Waldkraiburg, die ihrerseits aufdrehten und das Vertrauen in sich selbst deutlich erhöhten. Die Körpersprache der Lindauer gefiel in den beiden Auftaktpartien. Da war das Selbstvertrauen noch da. Später konnte sich der Beobachter nicht des Eindrucks erwehren, dass in puncto Selbstvertrauen eine Abnahme bei den Inselstädtern zu verzeichnen war. Das Ende ist bekannt.