The Black Monday

Es gibt sie schon noch: Saubere Sportarten. Frei von Doping, schwarzen Kassen, systematischer Korruption und gekauften Weltmeisterschaften.

Foto:  © Michael Wiemer

Schwenken wir zu unerfreulichen Dingen.

Wie sagte meine Jahrhundertliebe kürzlich im Auto zu mir:

,,Dieser ganze Fußballkram ist eine Riesenschweinerei.“

Da scheint eine Sportart massiv Imageprobleme zu haben. Fußball wird in Zukunft nicht mehr so ohne weiteres verächtlich auf den Radsport hinunterschauen können.

Die Verhaftungswelle von FIFA-Funktionären in Zürich zog Kreise. Ein Dominoeffekt trat ein und der machte auch vor nationalen Fußballverbänden nicht halt.

Heute also ein Rücktritt beim DFB. Ein erneuter Präsidententausch. Der letzte fand 2012 statt. Oliver Fritsch titelte seinerzeit auf Zeit Online Die Leerstellen des Wolfgang Niersbach und leitete seinen analytischen Artikel mit folgenden Worten ein:

,,Der scheidende DFB-Präsident Theo Zwanziger hat gerade seine letzte Rede gehalten, eine sehr engagierte. Die rund 500 Gäste in dem vollen Saal haben ihm dafür stehend applaudiert. Dann grüßt Angela Merkel Zwanziger per Video, er bekommt das Bundesverdienstkreuz, die Kulturstiftung des Verbands wird nach ihm benannt. Der alte Präsident geht unter einer Träne der Rührung, der neue wird sodann unter einer Träne der Rührung einstimmig gewählt, alle bedanken sich bei allen, kein böses Wort. Ein harmonischer Übergang, wie es scheint.“

Ganz so harmonisch war der Übergang dann offensichtlich nicht.

Kommen wir zum heutigen Black Monday. Blogger und Journalist Jens Weinreich titelt auf seinem Kultblog SPORT AND POLITICS gewohnt präzise:

Black Monday (I): Präsidiumssitzung des DFB #WM2006 #schwarzeKasse und der Rücktritt von Wolfgang Niersbach.

In seinem Live-Blog rund um den Rücktritt von Funktionär Niersbach, der einst durch sein E-Mail Verhalten in die Schlagzeilen geriet, weist Jens Weinreich auch auf den heutigen ARD Brennpunkt hin.

,,Lustig, wer den ARD-Brennpunkt moderiert: Jürgen Emigs Ex-Chef Alois Theisen, der vor einer Woche in den Tagesthemen kommentierte, die 6,7 Millionen Euro seien jeden Cent wert und gut angelegt gewesen.“

Doch auch eine andere Sportart schaffte es heute in die Schlagzeilen. Wenn schon Black Monday, dann richtig. Wir schwenken zur dopinggeschwängerten Leichtathletik. Jens Weinreich, am heutigen Tag wieder bienenfleißig, hat auch dazu einen Live-Blog verfasst unter dem Titel:

Black Monday (II)): Der WADA-Bericht zu den kriminellen Aktivitäten der Diack-Familie und zum russischen Staatsdoping #IAAFcrime.

Lesenswert.

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