Outdoor-Rundschau von Michael Wiemer

Guten Tag. Es war der Sommer 2013. Da ließ Globetrotter Chef Thomas Lipke im bemerkenswerten FAZ-Interview über Outdoor, Umsätze der Branche, Outdoor-Jacken für die U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, Wanderschuhe oder Rucksäcke bei Aldi oder Tchibo, die vermeintliche Spießigkeit beim Thema Wandern und deren Wandlung bei jungen Leuten und einen überschätzten Outdoor-Markt in der Nische  aufhorchen. Thomas Lipke wurde unter anderen gefragt:

,,Der Outdoor-Markt ist lange rasant gewachsen auf einen Branchenumsatz von zuletzt etwa zwei Milliarden Euro, jetzt geht er zurück. Warum?“

Darauf Globetrotter Unternehmenslenker Lipke mit prägnanten Worten:

,,Daran sind wir selbst nicht ganz unschuldig. Globetrotter ist über Jahre zweistellig gewachsen, damit ist der Markt für andere natürlich attraktiv geworden. Jeder hat sein Glück versucht: Die Hersteller haben expandiert, viele neue Marken sind hinzugekommen. Doch der Markt wurde überschätzt, Outdoor ist immer noch eine Nische. Jetzt müssen alle ihre Erwartungen mal wieder auf ein vernünftiges Maß zurückschrauben.“

Das lasse ich mal so stehen.

Foto:  © Michael Wiemer

Heute schreiben wir das Jahr 2017. Der Sommer steht bevor. Hier am Bodensee ist die Branchenmesse OutDoor vom 18. bis 21. Juni 2017 terminiert. Im vergangenen Jahr schaffte es das Outdoor Blogger Network auf die Titelseite der Seewoche. Die Messe selbst ist, anders wie bei der Eurobike oder Interboot immer noch eine Messe ohne Zugang für den normalen Kunden. Die OutDoor kommt auch 2017 ohne Publikumstag daher. Okay.

Wer tiefer in das Thema fehlender Publikumstag der OutDoor eintauchen möchte, dem sei mein Text Bodensee-Overlander mit rockigen Jahresrückblick 2016 an die Hand gegeben. Da wird auch an die Worte vom Jahresanfang 2014 von Markus Held, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG), via Südkurier erinnert.

Genug der Vorrede. Hinein in eine Outdoor-Rundschau.

Outdoorgeflüster

Was haben das Skifreeride-Abenteuer Now!, das Skitouren-Porträt One Step, das Alpinkletterer-Drama von der Lalidererspitze In letzter Sekunde, die Skipersiflage A Mords Sauhaufen in an z’kloan Zelt, die Bike-Park-Humoreske Out of Mind sowie das Kajak-Abenteuer in Kirgisien  mit dem Titel Eyes of God gemeinsam? Alle sechs Kurzfilme werden im Rahmen vom Bayerischen Outdoor Filmfestival am 29. März und 2. April in Bad Tölz gezeigt. Die Organisatoren Andreas Prielmaier und Tom Dauer sind selbst Filmemacher und Outdoor Spezialisten. Beide haben Gebirge in Südamerika oder im Himalaya erkundet.

Doch die Filme werden auch in anderen bayerischen Städten gezeigt. Die Premiere war in Nürnberg, eine Stadt die meine Jahrhundertliebe und ich auch sehr gut kennen. Bevor wir an den Bodensee zogen lebten wir jahrelang in der Stadt der Kaiserburg. Im Kultkino Casablanca war diese Woche am 21. März der Start der Tour für das Bayerische Outdoor Filmfestival. Auf alpin.de gibt es ein Interview mit Tom Dauer. Der Organisator und einer der Gründer des Bayerischen Outdoor Filmfestivals wird auch nach seinem Lieblingsfilm der Tour gefragt und merkt an:

,,Der Film, der mich als Kletterer am meisten fasziniert ist „In letzter Sekunde“. Darin geht es um eine dramatische Rettungsaktion an der Laliderer-Nordwand im Karwendel. Dort sind zwei junge Kletterer 1979 durch einen Wettersturz in Bergnot geraten und konnten durch das Zusammenspiel von über 200 Bergrettern nach tage- und nächtelangem Einsatz heil aus der Wand gebracht werden. Das ist für mich ein leuchtendes Beispiel für Hilfs- und Aufopferungsbereitschaft in der Bergszene.“

Die weiteren Termine vom Outdoor Filmfestival:

  • Fr. 24.03.2017, 20:00 Uhr (ausverkauft) und 28.03, 20:00 Uhr München
  • Mo. 27.03.2017, 19.30 Uhr Kempten
  • Mo. 27.03.2017, 20.30 Uhr Regensburg
  • Mi. 29.03.2017, 20:00 Uhr und So. 02.04.2017, 15:00 Uhr Bad Tölz
  • Do. 30.03.2017, 20:00 Uhr und So. 02.04.2017, 15:00 Uhr Hausham
  • Fr. 31.03.2017, 20:00 Uhr Bad Endorf

Mehr Infos gibt es auch auf der offiziellen Webseite des Outdoor Filmfestivals auf boff-film.de

Outdoor Kritik

Ich will mich auch nicht um die unangenehmen Themen drücken. Die Outdoor-Bekleidung stand in den letzten Jahren wiederholt in der Kritik. Erinnert sei an den Outdoor-Report 2016 von Greenpeace. Tief durchatmen. Greenpeace schrieb damals einleitend

,,Der Outdoor-Report 2016 von Greenpeace zeigt: Ein Großteil der Produzenten für Outdoor-Ausrüstung nutzt PFC, um Kleidung, Schlafsäcke und Zelte wasserabweisend herzustellen. Doch PFCs sind oft umwelt- oder gesundheitsschädlich. Die englischsprachige Studie stellt anschaulich dar, welche Mengen PFC in den getesteten Produkten gefunden wurden und erläutert, warum diese Substanzen gefährlich für Mensch, Tier und Natur sein können.“

Hier gibt es die Zusammenfassung des Outdoor-Report 2016 von Greenpeace in deutsch.

Greenpeace ist ja für seine Hartnäckigkeit bekannt. Die Beharrlichkeit zeigt Ergebnisse. Im vergangenen Monat merkte die Umweltschutzorganisation an:

,,Immer mehr Outdoorausrüster verzichten in ihren Textilien auf gefährliche Chemikalien: Auch ein Erfolg der Detox-Kampagne von Greenpeace. Seit dem Jahr 2011 engagiert sich Greenpeace mit der Kampagne „Detox“ zur Entgiftung der Textilindustrie. Die Umweltschützer fordern von den Unternehmen, bis zum Jahr 2020 auf alle gefährlichen Chemikalien in ihren Zulieferketten zu verzichten und besonders die per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) als eine der vorrangig gefährlichen chemischen Stoffgruppen zu verbannen.“

Hier geht es zum Factsheet: Outdoor ohne gefährliche PFC von Greenpeace.

Auch Arbeitsbedingungen in der Outdoor-Branche sind immer wieder ein Thema. Erinnert sei an den damals stark beachteten Artikel von Susanne Amann auf Spiegel Online unter dem Titel Studie: Outdoor-Hersteller fallen bei sozialer Verantwortung durch vom 13. Juli 2010.

Mit den Bedingungen der Herstellung von Outdoor-Bekleidung beschäftigt sich seit Jahren auch die Christliche Initiative Romero (CIR). Maik Pflaum ist dort ein kompetenter Ansprechpartner für Arbeitsrechte und die Kampagne Saubere Kleidung. Auf der Webseite ci-romero.de gibt es mehr Informationen. Ein wenig Archiv-Material gibt es auch an die Hand.

Firmenprofile Outdoor 2009

Firmenprofile Outdoor 2010

Firmenprofile Outdoor 2011

Firmenprofile Outdoor 2012

Im September 2016 fragte ich Maik Pflaum, langjähriger intimer Kenner der Produktionsbedingungen der Sportartikelindustrie und der Outdoorhersteller hier auf sportinsider unter dem Titel Outdoor Industrie und Sportartikelhersteller und der Status quo in puncto fairer Produktionsbedingungen:

Wie schätzen Sie denn die aktuellen Bemühungen der Outdoor Industrie und der Sportartikelhersteller im Hinblick auf faire Produktionsbedingungen ein? Wie ist der Status Quo? Inwieweit klafft eine Lücke zwischen Ankündigungen und Umsetzungen?

Maik Pflaum:

,,Hier gibt es viel Licht und Schatten.

Sehr ärgerlich sind die Zustände in der Sportbekleidungsindustrie: Hier hat sich seit 10 oder 15 Jahren nichts Substantielles bewegt. Ärgerlich deswegen, weil hier drei Konzerne den Weltmarktmarkt dominieren: Nike, Adidas-Reebok und Puma. Es wäre ein leichtes, sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Sie lassen ja sowieso in den gleichen Fabriken fertigen und hätten die Nachfragemacht, Dinge zu bewegen. Aber das Gegenteil ist der Fall: es wird immer weiter versucht, noch billiger produzieren zu lassen. Damit den Aktionär*innen neue Rekordgewinne in Aussicht gestellt werden können. Wer für Adidas oder Nike oder Puma fertigt und sich krank schuftet, verdient in aller Regel nicht genügend, um den Grundbedarf einer Durchschnittsfamilie abdecken zu können. „Fair Play“ sieht anders aus!

Bei den Outdoor-Herstellern hat sich viel getan. Viele wurden seit unserer Kampagne ab 2009 Mitglied in der Fair Wear Foundation(FWF). Das ist m.E. nach die fortschrittlichste und anspruchsvollste Kontrolleinrichtung im Bereich der Arbeitsrechte. Jack Wolfskin, Vaude, Deuter, Schöffel,… Die Liste der Mitglieder ist zum Glück lang. Alle arbeiten engagiert mit, lernen voneinander. Wie sich die einzelnen Unternehmen bewähren, kann transparent auf der Seite der FWF im jeweiligen Brand Performance Check (www3.fairwear.org/36/brands/) nachgelesen werden. Einziger Schwachpunkt: auch hier liegen die Löhne oftmals noch nicht auf Grundbedürfnis-Niveau, und das Engagement, dies zu erreichen, müsste bei den meisten höher sein.“

Soweit Maik Pflaum von CI Romero.

Outdoor Blogs

Einer meiner Lieblings Outdoor Blogs nimmt nach einer Auszeit im Januar wieder Fahrt auf. Grund der Auszeit waren die Vorbereitungen für die bevorstehende Abenteuerreise mit dem Land Rover. Das Fahrzeug ist über 20 Jahre alt. Auf bodensee-overlander wird mit Liebe zum Detail vom bevorstehenden Outdoor-Abenteuer berichtet. Der neueste Beitrag unter dem Titel Der Weltreise Cut-Over Plan kommt gewohnt rockig daher.

Ein weiteres Outdoor Lieblingsblog von mir ist Stefan Nestler und sein Blog Abenteuer Sport. Er ist vielleicht der beste Outdoor-Blogger Deutschlands. Frisch und gut zu lesen ist sein neuester Blogbeitrag unter dem Titel Steck vor Everest-Expedition: ,,Eher spät als früh.“  Journalist Stefan Nestler hat den Schweizer Topbergsteiger Ueli Steck interviewt. Lesenswert.

Outdoor Presse

Auf kress.de gab es kürzlich folgende Nachricht zu lesen:

,,Mal was Neues: Olaf Beck, bislang Chefredakteur des Motor Presse Stuttgart-Titels „Outdoor“, hat sich umorientiert und innerhalb des Verlags die Leitung der neuen Unit „Content Solutions“ im Sportbereich übernommen. Dort werden auch die bestehenden Content-Marketing- und Corporate-Publishing-Aktivitäten gebündelt. Sein „Outdoor“-Nachfolger kommt aus der Redaktion.“

Nachfolger von Olaf Beck und neuer Chefredakteur beim Titel „Outdoor“ ist der Journalist Alex Krapp (43). Er war bisher geschäftsführender Redakteur des Blatts.

Outdoor Legende

Bernd Kullmann ist eine lebende Outdoor-Legende. Noch heute bemerkenswert und immer wieder in Insiderkreisen gerne erzählt, die Besteigung des Mount Everest 1978 in Jeans der Marke Levis. Er schrieb als Mister „Deuter“ und Geschäftsführer auch die Erfolgsgeschichte des Rucksack-Herstellers. Im Februar gab es ein bemerkenswertes Interview mit ihm auf der Messewebseite der ISPO München unter dem Titel Berg-Legende Bernd Kullmann: ,,Ich vermisse Mut und Risiko in der Outdoor-Branche“. Lesenswert. Die gut sortierten Fragen stellte Julian Galinski.

Outdoor Bücher

Ich mag ja Outdoor Bücher.

Foto:  © Michael Wiemer

Es wird auch dieses Jahr weitere Outdoor-Bücher auf dem Markt geben. So hört man.

Am 19. Mai 2017 erscheint in Deutschland das Buch Der Abenteurer: Alles was man über Outdoor wissen muss von Fritz Meinecke.

Am 31. Mai 2017 kommt das Buch Bushcraft 101 – Überleben in der Wildnis / Der ultimative Praxisführer von Dave Canterbury. Ein weiteres Werk in der Sparte der Survival Literatur. Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es Survival Praxisführer mittlerweile wie Sand am Meer gibt.

Outdoor Termine

Reinhold Messner hat auch dieses Jahr wieder einen gut gefüllten Tournee-Kalender. alle Termine gibt es hier auf seiner Webseite. Er wird im November hier am Bodensee auch im Graf-Zeppelin Haus auftreten. Sein nächster Auftritt ist am 1. April in München.

Wer Informationen zu Outdoor Entwicklungen und Hintergründen, Hinweise auf Termine, gute Linkverweise oder lesenswerte Outdoor-Blogtexte hat, kann diese gerne an mich per E-Mail senden:

michael.wiemer@gmx.net

Für heute ist Michael Wiemer mit seiner Outdoor-Rundschau durch. Meinen zahlreichen Lesern wünsche ich eine gute Woche.

Reminiszenz an die Titelstory der Seewoche über das Outdoor Blogger Network

Outdoor ist die vielleicht härteste umkämpfte Branche. Sagen die einen. Outdoor ist nach wie vor in einer Art Goldgräberstimmung wie sie einst Jack London so unvergesslich beschrieb. Sagen die anderen. Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Hier am Bodensee schieben wir uns der Branchenmesse OutDoor so langsam entgegen wie einst die Titanic dem Eisberg. Die Messe ist vom 18. bis 21. Juni 2017 terminiert. Hier geht es zur offiziellen Messewebseite der OutDoor.

Eine gute Gelegenheit in mein Archiv hinunterzusteigen und einen Text wieder an das Licht der Öffentlichkeit zu holen. Halten wir uns nicht weiter mit der Vorrede auf. Vorhang auf.

Reblog: [vom 9. Juli 2016] 

Outdoor Blogger Network (OBN) schafft es auf die Titelseite der Seewoche

Die Seewoche macht diese Woche mit einem Text von Reiner Jäckle zur nächste Woche vom 13. Juli bis 16. Juli stattfindenden Fachmesse OutDoor in Friedrichshafen auf. Mit dabei auch das Outdoor Blogger Network (OBN). Reiner Jäckle merkt an:

,,Die Messe Friedrichshafen nimmt sich zudem dem Social-Media-Thema weiter an und setzt dabei auf die Partnerschaft mit dem Outdoor Blogger Network (OBN). In der neuen Blogger Network Base im Foyer Ost wird der Social-Media-Austausch zwischen allen Interessenvertretungen gestärkt und die ,,OBN_talks“ bieten täglich maßgeschneiderte Vorträge, Diskussionen und Rundgänge, die die Strahlkraft der Outdoor-Branche unter dem #OutDoorFN in alle Welt tragen.“

Das setzt den Trend fort, den ich live vor Ort bereits bei der internationalen Leitmesse ISPO 2016 in München erleben konnte. Die Sportartikelmesse setzte ebenfalls verstärkt auf das Thema Social-Media und Blogger.

Foto:  © Michael Wiemer

Die ISPO 2016 in München wird traditionell auch von zahlreichen Herstellern der Outdoor-Branche besucht, die auch im Sommer in der Messestadt Friedrichshafen aufschlagen. Hatte die amerikanische Columbia Sportswear Company, mit Sitz in Oregon, in München Halle A 1 – Stand 306 belegt, wird der Outdoor Anbieter in Friedrichshafen Halle A 1 – Stand 301 innehaben. In München stellte Columbia, nach eigener Aussage auf Outdoor-Bekleidung, Outdoor-Schuhen, Outdoor-Accessoires sowie Equipment spezialisiert, auch die Partnerschaft mit Manchester United selbstbewusst vor. Der englische Premier League Kultclub entschied sich kurz vor der ISPO 2016 für Columbia als ersten offiziellen Outdoor-Ausrüster. Columbia stellte in München seine doppelt-gebrandete Outdoor-Bekleidung im Rahmen der spektakulären weltweiten Partnerschaft mit Manchester United gebührend vor. Wenn ich es recht in Erinnerung habe waren Dwight Yorke, Ronny Johnson und Jesper Blomqvist auch kurzzeitig am Messestand von Columbia. Sie waren 1999 Teil der legendären Mannschaft, die mit Manchester United dem deutschen Aushängeschild Bayern München die Mutter aller Niederlagen beibrachten.

Foto:  © Michael Wiemer

Das jetzt das Outdoor Blogger Network (OBN) in Friedrichshafen präsent sein wird, ist zu begrüßen. Wer bisher noch keine Berührung mit OBN hatte, dem sei ein Blick auf die Website outdoor-blogger-network.com empfohlen.

Georg Haas ist CEO von OBN. Hendrik Morkel verantwortet Business Relations. Carsten Jost kümmert sich um die Blogger Relations und Kathrin Dether um Projekte. Das Outdoor Blogger Network fragt auf seiner Website Interessenvertretung?! Dienstleister?! Trendsetter?! und gibt dieses Statement als Antwort:

,,Das Outdoor Blogger Network versteht sich als kommunikative Schnittstelle zwischen Bloggern, Vertretern der Outdoor-Industrie und Dienstleistern aus Handel, PR und Werbung. Darüber hinaus vertreten wir aktiv die Interessen der Betreiber der mit uns kooperierenden Partnerblogs. OBN dient dabei sowohl als Bindeglied als auch als Dienstleister, der die Zukunft digitaler Kommunikationsmaßnahmen mitgestalten, Synergien schaffen und für alle Beteiligten ein Mehrwert bieten will.“

Erinnert mich auch ein wenig an OUTSIDEStories. Mit den beiden Machern Sabine Messner und Kai Schmid führte ich im Januar 2015 das Sportinsider Interview. Sie gaben damals auch Einblick in ihre Zukunftspläne.

Foto:  © Michael Wiemer

Sabine Messner von OutsideStories merkte im Sportinsider Interview an:

,,Unser Konzept für die OUTSIDEstories baut auf mehr als 17 Jahre Erfahrung mit der Kommunikation rund um Produkte für Outdoor-Aktivitäten und ebensolanger Zusammenarbeit mit der Outdoor-Branche, kombiniert mit den neueren Möglichkeiten der Kommunikation im Internet und der Tatsache, dass immer mehr Menschen ihr Informationsbedürfnis im Internet stillen – eben bis hin zur Kaufentscheidung für Outdoor-Ausrüstung.“

Und ihr Partner Kai Schmid führte im Januar 2015 aus:

,,Outside-Stories ist viel mehr als nur ein Blog. Die Idee: Outside-Stories wird eine user-basierte Bewertungsplattform speziell für Outdoor-Produkte und -Ausrüstung, die hilft beste Kaufentscheidungen zu fällen und Preisvergleiche bei Online-Stores durchzuführen. Oder mit anderen Worten: die Community stellt ihre Erfahrungen mit Produkten für weitere Kaufentscheidungen der Community zur Verfügung. Ein authentischer und zugleich demokratischer Ansatz – und das fasziniert uns an unserer Idee. Dieser Teil der Plattform von OUTSIDEstories ist zur Zeit im Aufbau und wird Anfang Februar 2015 live gehen.“

So weit die kleine Retrospektive.

Im Frühjahr 2016 ging OUTSIDEstories den Weg zum weiteren Ausbau der Geschäftsidee per Crowdfunding. Monetäres Ziel waren 30.000 Euro auf der Plattform Startnext zu erzielen. Das Ziel wurde erreicht.

Foto:  © Michael Wiemer

Egal ob Outdoor-Bekleidung, Textilien für Hallensportarten oder die in München in Hülle und Fülle angebotenen Bälle der verschiedensten Sportarten, der Markt ist vielfältig und hart umkämpft. Mediale Aufmerksamkeit ist ein Tool. Finanzielle Power das andere. Kontakte, effektive Netzwerke, Produkt Know-How, Technologien, offensive Marketing  Vertriebspower, Strategie, Fachhandelsstrukturen mit verkaufstalentiertem Personal andere Erfolgsbausteine.

Foto:  © Michael Wiemer

Die Outdoor-Branche weiß sich prägnant in Szene zu setzen. Emotionale Bilder werden erzeugt, Funktionalität und Design sollen zu guten Margen verkauft werden.

Foto:  © Michael Wiemer

Wir leben in einer Gesellschaft in der viele Arbeitsplätze unter Neonlicht an Bildschirmen in den letzten Jahrzehnten in klimatisierten Büros geschaffen worden sind. Es scheint die Sehnsucht nach Abenteuer zuzunehmen. Faszinierende Outdoor Helden wie der Grenzgänger Reinhold Messner, die Huber Brüder Alexander und Thomas, der in München geborene Motorrad Abenteurer, Autor und Fotograf Michael Martin, der Extremsportler Hubert Schwarz oder Stefan Glowacz füllen Hallen mit Ihren Multivisionsvorträgen und den erlebten Outdoor Geschichten.

Nicht zu vergessen das weibliche Geschlecht. Power Outdoor Frauen wie Freya Hoffmeister mit ihrem Fieberglaskajak und der Australienumrundung, K2 Bezwingerin Gerlinde Kaltenbrunner oder die norwegische Extremabenteuerin Cecilie Skog kann ich mir nun wirklich nicht in einem 8-Stunden Büro Job an der Tastatur vorstellen.

Die Outdoor Branche profitierte jahrelang im Sog dieser Prominenten Extremsportler auch mit den entsprechenden Umsätzen bei Otto Normalkonsument.

Foto:  © Michael Wiemer

Jetzt also ist wieder OutDoor Time. Der in der Bodenseeregion beheimatete Hersteller VAUDE, hier bei der ISPO 2016 in München, ist seit der ersten Auflage der Fachmesse OutDoor 1994 dabei. Dieses Jahr folgt die 23. Ausgabe in Friedrichshafen.

Die Branchenmesse ist vom 13. Juli bis 16. Juli 2016 nur für den Fachhandel geöffnet. Einen Publikumstag gibt es nicht. Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr. Am Samstag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Hier geht es zur offiziellen Website der OutDoor.

Damit wären wir für heute fast durch.

Sport Mixed Zone Bodensee

Segeln: Hier geht es zu den aktuellen Segelterminen auf bodensee-regatten.de. +++ Good Luck Empfang: Die olympischen Spiele werfen ihre Schatten voraus. Der Württembergische Yacht-Club, Mitglied der 1. Segel-Bundesliga, lädt zu einem Good-Luck-Empfang für Toni Wilhelm ein. Termin ist der 12. Juli 2016 um 11.30 Uhr im Clubhaus an der Uferstraße in Friedrichshafen. Hier geht es zu den Details. +++ Fußball: In einem über 4 x 30 Minuten gehenden Testspiel verliert der FC St. Gallen in Villingen gegen den VfB Stuttgart mit 1:4. Hier der Spielbericht. +++ Fußball: Neben dem bereits hier auf sportinsider vermeldeten Testspiel Borussia Dortmund vs. AFC Sunderland am 5. August in der CASHPOINT Arena vom SCR Altach gibt es auch eine weitere Partie mit einem Bundesligisten. Am 24. Juli treffen der VfL Wolfsburg und Benfica Lissabon aus dem Land des EM-Finalisten aufeinander. Übrigens der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts hat sich heute in der Schwäbischen Zeitung festgelegt. Er hält am EM-Finaltag auf die Mannschaft von Portugal und führt als Beweggrund seine Erlebnisse bei einer mehrwöchigen Hospitation bei dem renommierten Premier League Club Manchester United aus. Alex Ferguson hatte einen bienenfleißigen Mann damals im Kader. Er war am Anfang seiner Laufbahn. Berti Vogts war von den Sonderschichten des jungen Fußballers beeindruckt. Sein Name war Cristiano Ronaldo.

Reminiszenz an die Kritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen

Nein, es ist nicht alles in Butter beim frischgebackenen Pokalsieger im deutschen Volleyball. Der VfB Friedrichshafen sorgte abseits des Parketts für Schlagzeilen. Stichwort zerstörte Plakate der Fans und die anschließende Begründung mit Brandschutz. Matthias Schopf nahm sich der Dinge kürzlich im Südfinder an. Er titelte seinen Artikel mit der prägnanten Headline Zerlegt der VfB sich selbst? Einleitend schreibt Schopf:

,,Der VfB feiert sportliche Erfolge, aber hinter den Kulissen kracht es gewaltig. Jüngster Höhepunkt: Fans demonstrieren ihren Rückhalt für Trainer Vital Heynen, aber die Plakate werden entfernt und zerstört.“

Flankierend zum Artikel im Südfinder gibt es von Matthias Schopf Bonusmaterial in Form eines längeren Kommentars unter dem Titel Die Zeit zum Handeln ist gekommen. Der aufmerksame Beobachter der Friedrichshafener Volleyballszene merkt an:

,,Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Da werden Fan-Plakate entfernt und zerstört, die nicht etwa jemanden angreifen, die keine Kritik äußern, die nicht pöbeln – sondern vielmehr die Zuneigung für den Cheftrainer ausdrücken, der den VfB gerade von einem Erfolg zum nächsten führt.“

Wer obige Verlinkung zum Artikel und Kommentar von Matthias Schopf verpasst hat, bekommt von mir in gewohnter Service-Qualität mundgerecht die Leselektüre nochmals  gereicht. Hier geht es zum Südfinder entlang. Er geht dabei auch auf die vom VfB Friedrichshafen vorgebrachte Argumentation „Brandschutz“ ein. Was hätte Loriot dazu gesagt?

Dabei ist der im Umbruch befindliche VfB Friedrichshafen (beim Double 2015 gab es noch das Trio Geschäftsführer Jürgen Hauke, Manager Stefan Mau und Trainerlegende Stelian Moculescu) hier auf Sportinsider schon des öfteren beleuchtet wurden. Erinnern Sie sich noch an den Check der Medienkritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen vor gut einem Jahr und 3 Monaten?

Reblog: [11. Dezember 2015] 

Check der Medienkritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen

Der deutsche Volleyballmeister VfB Friedrichshafen hat sich schon in ruhigerem Fahrwasser bewegt. Gestern die offizielle Bekanntgabe über die Trennung von Manager Stefan Mau. Flankiert von einer sportlichen Situation die sich auf 6 Niederlagen beläuft. 3 Verlustpartien in der Champions-League, das Pokal-Aus im Viertelfinale bei dem Aufsteiger United Volleys RheinMain. Die deutliche Punktspielheimniederlage gegen den Erzrivalen Berlin Recycling. Die Auswärtsniederlage bei TV Ingersoll Bühl am letzten Wochenende. Dazu die hinlänglich bekannte Situation der Zuschauerresonanz in der ZF Arena. Den Volleyballtempel zu füllen, ausverkauft zu sein, atmosphärische Dichte damit zu erreichen und attraktive finanzielle Ticket-Erlöse zu erzielen ist nach wie vor eine Aufgabe, deren Lösung wohl auch nicht mit kurzfristigen Marketingkampagnen zu erfüllen ist. Ein Blick auf die ersten drei Punktheimspiele der Saison 2015/2016 ergab folgende Zuschauerzahlen:

Zuschauerzahlen in der ZF Arena 2015/2016

1240 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – VSG Coburg/Grub

2111 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys

1774 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – Netzhoppers KW-Bestensee

Zum Vergleich die Zahlen der drei Spiele aus der vergangenen Saison.

Zuschauerzahlen in der ZF Arena 2014/2015

1716 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – VSG Grub/Coburg

3100 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys

1250 Zuschauer bei VfB Friedrichshafen – Netzhoppers KW-Bestensee

In der abgelaufenen Saison brachten die 3 Spiele gegen Grub/Coburg, Berlin Recycling und die Netzhoppers 6066 Zuschauer, was einen Schnitt von 2022 bedeutete.

In der aktuellen Saison brachten die 3 Spiele gegen das Trio aus Grub/Coburg, Berlin Recycling und die Netzhoppers 5125 Zuschauer, was einen Schnitt von 1708 bedeutet.

Dann gab es das Heimspiel gegen den vorjährigen Pokalfinalisten VSG Lüneburg. Dort half ein regionaler Sponsor, das Unternehmen Stadtwerk am See, in Sachen Kartenkontigent Bewegung hineinzubringen.

Es gibt also durchaus verschiedene Baustellen beim VfB Friedrichshafen. Die Süddeutsche Zeitung mit Sebastian Winter näherte sich den Problemfeldern vorige Woche mit dem Artikel unter der martialischen Überschrift Schock am See. Das kann man machen. Muss man aber nicht. Ja, Texte verkaufen sich auch über die Headline. Doch Schock ist etwas anderes. Vielleicht sollten Journalisten gerade in diesen Zeiten verbal eher abrüsten. Aber nun zur eigentlichen Geschichte von Winter. Im Artikel kommen die Personalien Markus Steuerwald, Stelian Moculescu, Jürgen Hauke, Sebastian Schmidt, Max Günthör, Sebastian Schmidt, Stefan Mau, Donato Isai, Björn Andrae und Simon Tischer vor.

Foto:  © Michael Wiemer

In der Medienkritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen, online einen Tag nach dem 0:3 in Paris und Tags darauf am 3. Dezember in der Printausgabe werden die Veränderungen in der Geschäftsführung, die Marketingkampagne, die sportliche Situation, die Thematik Sponsoren und die Zuschauerentwicklung  beleuchtet.

Foto:  © Michael Wiemer

Sebastian Winter versucht auf einer halben Seite die Situation um den VfB Friedrichshafen aufzudröseln. Sein Einstieg beginnt mit Markus Steuerwald, der bei Paris Volley spielt und einst das Trikot beim VfB Friedrichshafen von 2006 bis 2010 trug. Inklusive dem Triple Erfolg der Häfler in der Saison 2007. Er arbeitet sich dann vor, streift die Urlaubssituation von Stefan Mau in der letzten Woche. Auch die Verletztenthematik mit Simon Tischer und Björn Andrae wird angerissen. Ein Blick auf Kultcoach Stelian Moculescu fehlt auch nicht, ebenso auf den Abgang von Identifikationsfigur Max Günthör oder dem langjährigen Geschäftsführer Jürgen Hauke. Auch sein Nachfolger bekommt Textzeilen. Über den neuen Geschäftsführer Sebastian Schmidt heißt es:

,,Von außen betrachtet sieht es ganz danach aus, als wolle Schmidt, der am Mittwoch nicht zu erreichen war, den so traditionsreichen Klub entstauben. Offenbar verprellt er dabei aber einige aus dem Establishment.“

Der Text von Sebastian Winter hat ein paar Schwächen. Wenn, dann mag ich es schon gerne mit Ross und Reiter. Nur von Establishment zu schreiben ohne konkrete Namen zu nennen ist nicht tief genug gehend. Auch in der Sponsorengeschichte um das Heimspiel gegen Lüneburg bleibt die Süddeutsche Zeitung vage. Warum nennt man nicht konkret den Sponsor.

,,Nachfolger Sebastian Schmidt setzt aber auf eine Neukonzeption. Er beauftragte eine Agentur mit der Ausarbeitung einer nicht ganz günstigen Werbekampagne, außerdem sollten die Profis so lange in pinken Trikots zu den Heimspielen antreten, bis die Halle einmal ausverkauft ist. Die Trikots sind der Renner, das Problem ist nur, dass die Halle trotzdem nie voll war. Am Samstag gegen Lüneburg kaufte daher ein Sponsor so viele Tickets, dass der Klub werbeträchtig eine ausverkaufte Halle melden konnte – obwohl viele Plätze tatsächlich frei geblieben waren.“

Auch hier fehlt mir wieder Ross und Reiter. Hier in der Bodenseeregion ist das Unternehmen Stadtwerk am See ein Begriff. Wie es anders geht zeigte vorige Woche am Samstag die Lindauer Zeitung die den Sponsor in puncto Ticketkontingente für das Heimspiel gegen Lüneburg beim Namen nennt.

Apropos Sponsor. Selbstverständlich sind Sponsoren am Erfolg einer Mannschaft die sie mit Sponsorships unterstützen, sehr interessiert. Sportartenübergreifend. Sebastian Winter merkt in der Süddeutschen Zeitung an:

,,Auch sonst fehlt bislang der kurzfristige Erfolg. Die Zuschauerzahlen stagnieren jedenfalls, zwei Saisonziele hat Friedrichshafen schon im See versenkt. Über allem steht eine weitere, wichtige Frage: Was machen die ortsansässigen, potenten Hauptsponsoren, wenn das Erfolgsmodell Friedrichshafen keinen Erfolg mehr verspricht. Ihre Verträge laufen in nicht allzu weiter Ferne aus.“

Es zieht sich wie ein roter Faden durch das in der SZ skizzierte Sittengemälde vom VfB Friedrichshafen, auch hier bleibt Sebastian Winter an der Oberfläche und hantiert nicht mit konkreten Namen. Es bleibt bei  allgemeinen Begrifflichkeiten wie Establishment oder potenten Hauptsponsoren.

Derweil bereitet sich der VfB Friedrichshafen auf sein letztes Heimspiel gegen TSV Herrsching am Samstag Abend vor. Siehe auch den Sportkalender am Bodensee.

Reminiszenz an die Liquid Quarter Mile der 55. Interboot 2016 in Friedrichshafen

Im Power Orchester der sportiven Messen in Friedrichshafen werden alle Register gezogen. So sah man in den letzten Jahren Tour de France Sieger Jan Ullrich beim Autogramme geben auf der Eurobike, es war auch der schottische Trial-Biker Danny MacAskill am Bodensee oder voriges Jahr bei der OutDoor 2016 die Aktivitäten vom Outdoor Blogger Network, die es sogar auf die Titelseite der wöchentlich ein Mal pro Woche in die Briefkästen der Bewohner der Bodenseeregion geworfenen Seewoche schafften. Dann wäre da auch noch die Interboot. Spektakulär die Liquid Quarter Mile. Ein Highlight im Kalender der Messe Friedrichshafen. Aber halten wir uns nicht lange mit dem Vorgeplänkel auf. Vorhang auf und ein Blick auf die 55. Interboot 2016. Genießen Sie den Text und die Fotos bei einem guten Frühstück mit Kaffee, einem Glas Orangensaft und einem guten Toast in gediegener Atmosphäre.

Traveler Digital Camera

Foto: © Michael Wiemer

Sitzen Sie bequem?

Also Vorhang auf für die Sequenzen der 55. Interboot.

Reblog [vom 20. September 2016]: 

Sequenzen der 55. Interboot 2016 in Friedrichshafen

Der 4. Messetag der Interboot 2016 in Friedrichshafen. Die 55. Auflage erfreut sich auch dieses Jahr wieder großen Zuspruchs. Ich mag ja immer den Zahlen, Daten, Fakten Check. Also legen wir gleich los. 471 Aussteller von Motorbooten, Segelbooten sowie jeder Menge Zubehör und Funsport-Produkten präsentieren sich den Messebesuchern. Am ersten Messewochenende strömten 34.000 Besucher zur internationalen Wassersport-Ausstellung. Die Auftakttage der Interboot waren geprägt durch Regatten und Sportveranstaltungen. Selbstredend die spektakuläre Liquid Quarter Mile, die Interboot Trophy sowie die Oldtimer Regatta an der Friedrichshafener Uferpromenade.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Faszination vom Motorbootsport haben die beiden Journalisten Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder, die ich beide im Oktober 2014 hier im Sportinsider Interview hatte, in ihrem Printwerk Sport – Das Buch sehr gut beschrieben. Auf Seite 180 schreiben die beiden kontinuierlich für die in der bayerischen Landeshauptstadt München beheimatete Süddeutsche Zeitung tätigen jungen Sportjournalisten zum Thema Wettkampf, den man gesehen haben muss:

,,Die Rekordfahrt von Donald Campbell an Silvester 1964, als er mit seinem Boot namens >>Bluebird K7<< auf eine Spitzengeschwindigkeit von 444,71 km/h kam. Weil er ein gutes halbes Jahr zuvor, am 17. Juli 1963, mit dem Auto >>Bluebird CN7<< eine Rekordgeschwindigkeit erreicht hatte (648,73 km/h), gilt er seitdem als der einzige Mensch, der jemals in einem Jahr sowohl auf dem Wasser als auch an Land einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt hat.“

Irgendwie auch Inspiration für den einen oder anderen James Bond Film.

Am 25. September 2014 titelte ich mit Blick auf eine filmisch temporeich umgesetzte sportive Tätigkeit Sport am Bodensee: James Bond macht der Interboot seine Aufwartung.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Der Gelbe Engel einmal ganz anders. Hier auf dem Bodensee. Inwieweit ist der ADAC Reformprozess eigentlich voran geschritten? Medial war das ja eine Zeit lang ein heiß diskutiertes Thema. Auch personell gab es damals Konsequenzen. Im hektischen Medienbetrieb mit den zahlreichen News, den auf die Tagesordnung gesetzten Schwerpunktthemen und der sich überstürzenden Ereignisse rutschen ja oft Dinge aus dem Blickpunkt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Farbe Rot und Tempo passt immer. Sei es der Mythos Ferrari oder ein Teilnehmer der Liquid Quarter Mile auf dem Bodensee mit der Signalfarbe. Übrigens Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder geben in ihrem Werk Sport – Das Buch Frankreich als Mutterland des Motorbootsports an und schreiben:

,,Was er war: Motorisierte Variante zum Segeln, die French Yachting Union führte im Jahr 1898 die ersten Motorbootrennen durch. Im Jahr 1907 wurde der deutsche Motoryachtverband gegründet.“

Und Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder legen nach zum Thema Motorbootsport:

,,Was er ist: Sportart für alle jene, denen Formel 1 und Luftsport nicht aufregend genug ist.“

Das lasse ich mal so stehen.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Doch werfen wir auch noch einen aktuellen Blick auf die Messe. Diesen Donnerstag steht die Interboot ganz im Zeichen unseres Nachbarlandes Schweiz. Die Messe auf ihrer Website mit dem Pressebericht merkt dazu an:

,,Vor allem der Interboot-Donnerstag wird mit speziellen Aktionen, Events und Testmöglichkeiten ganz im Zeichen der Schweiz stehen – alle eidgenössischen Besucherinnen erhalten freien Eintritt. David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes, sieht die Vorteile der Interboot für „seine“ Branche gerade in solchen, jährlich wiederkehrenden Erlebnis-Aktionen. „Das Besucherinteresse wird konsequent gefördert“, ist sich Clavadetscher sicher, „was wiederum die Interboot so einzigartig unter allen Messen macht und die Schweizer Aussteller Jahr für Jahr in stabiler Anzahl nach Friedrichshafen ziehen lässt.““

Schauen wir auf den Wochenkalender. Donnerstag, der 22. September 2016 ist bei zahlreichen Schweizer Bootsenthusiasten im Terminkalender vorgemerkt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Immer wieder ein schönes Panorama, egal ob beim Match Race Germany in Langenargen oder der Segel-Bundesliga Regatten in Friedrichshafen oder jetzt zur Messezeit, ist der Blick auf die Alpenkulisse. Faszinierend.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Moment der Entspannung. Ja, diese Sequenzen gibt es im Hafen zur Messezeit auch. Es wird gefachsimpelt, die Seele baumeln gelassen, der Körper gestreckt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Oldtimer im Hafen sind ebenfalls immer ein Blickfang wert. Sie strahlen Solidität und handwerkliches Können aus. Sie ruhen in sich. Inklusive der tiefenentspannten Besitzer.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Dabei ist die Branchenmessse Interboot in Friedrichshafen auch immer speziell von den zahlreichen Ausstellern eine Veranstaltung mit Umsatzcharakter. Es will auch verkauft werden, was gezeigt wird. Einer meiner Lieblingsstatements stammt von Han Tybout, Geschäftsführer der niederländischen Serious Yacht, aus dem Jahr 2014.

“Ich fand den Messeverlauf 2014 etwas ruhiger als 2013, aber ich habe ein Schiff verkauft, von daher bin ich also sehr zufrieden. Die Atmosphäre hier in den Messehallen ist sehr schön und die Organisation gut, ein Kompliment an die Messeleitung. Die Neukunden-Akquise für die Länder Österreich, die Schweiz, Norditalien und Kroatien verlief wie erwartet. 2015 werde ich einen speziellen Bootstyp präsentieren, die Gently 40 Lausanne, ein Boot mit nur 3,60 Meter Breite, was für die Liegeplatzsituation hier am Bodensee interessant sein könnte.”

Sehr smart.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Damit wären wir für heute fast durch. Die 55. Auflage der Interboot in Friedrichshafen hat Ihre Pforten noch bis zum 25. September 2016 geöffnet. Hier geht es zur offiziellen Messewebsite mit allen relevanten Infos.

Lassen wir auch nochmals Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder zu Wort kommen. Auf Seite 181 im Werk Sport – Das Buch stellen sie die ultimative Frage:

,,Frage für Angeber: Welches Boot war beim 1907 gegründeten Deutschen Motoryachtverband als Nummer eins registriert?

Nein, ad hoc hätte ich die Antwort auch nicht parat gehabt. Doch die beiden Sportjournalisten spannen uns nicht auf die lange Folter. Sie schieben die Antwort sofort nach:

,,Eine Dampfyacht mit dem Namen >>Alexandria<<. Der Besitzer war Kaiser Wilhelm II“

Gut zu wissen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Die HSG Konstanz muss die Umstellung auf die 2. Handball-Bundesliga bilanzieren, 1 Sieg, zwei knappe Niederlagen und jetzt die erste deutliche verlorene Partie. Andreas Joas hat die Details gewohnt solide aufgedröselt und wirft einen kompetenten Blick auf das Spiel TV Emsdetten – HSG Konstanz. Der 23:32 Niederlage kann der Konstanzer Trainer Daniel Eblen auch etwas gutes abgewinnen in puncto Erfahrung sammeln und merkt an: „Dass es in der zweiten Liga mal so kommt, dass der Gegner einfach besser ist und uns auch mal die Hose heruntergezogen wird, war zu erwarten. Ärgerlich ist nur, dass wir uns das Leben mit etwas zu wenig Geduld selbst schwer gemacht haben und einige besprochene Dinge leider nicht umsetzen konnten. Das können wir sicher besser.“ +++ Fußball: Der FV Ravensburg holt in der Oberliga Baden-Württemberg ein 1:1 beim 1. CFR Pforzheim und belegt hinter dem SC Freiburg II und dem FSV 08 Bissingen nach 8 absolvierten Spielen Tabellenplatz 3. Die vor den Oberschwaben platzierten beiden Teams haben je ein Spiel mehr bestritten. Der WFV-Pokalsieger holte bisher 18 Punkte und hat auf Spitzenreiter SC Freiburg II nur einen Punkt Rückstand. +++ Eishockey: Der EV Lindau Islanders hat eine Vorbereitung auf die Oberligasaison mit Hindernissen. Der Verein legt dies auf seiner Website ohne Schönfärberei dar: ,,Durch die Lande tingeln, um frühzeitig Eistraining absolvieren zu können, sind die Lindauer ja gewohnt. Leider wird sich diese Tour etwas verlängern. Der schöne und warme Spätsommer verhinderte bislang, dass in der Eissportarena wie geplant Eis gemacht werden konnte. Der Wetterumschwung der vergangenen Tage nährt aber Hoffnungen, dass die Lindauer bald auch wirklich in Lindau trainieren und spielen können. „Die Situation ist alles andere als optimal und eines Oberligisten eigentlich unwürdig, aber wir machen das Beste draus“, sagt der Erste Vorsitzende des EVL, Bernd Wucher. Wichtig sei, dass die Mannschaft sich die Stimmung nicht verderben lasse, auch wenn sie derzeit für Trainingseinheiten bis nach Füssen ausweichen müsse. „Wir werden das nicht als Ausrede nehmen“, sagt Trainer Dustin Whitecotton, der ein wenig auch darauf hofft, dass die Schwierigkeiten die Mannschaft zusammenrücken lassen.“ +++ Marathon: Es gibt für den am 9. Oktober stattfindenden 3-Länder-Marathon Lindau-St. Margarethen-Bregenz eine Streckenänderung. Auf der offiziellen Website wird sie so vermeldet: ,,Die Marathonstrecke mit direktem Blick auf den Bodensee wird dieses Jahr noch um einige Hundert Meter länger. Die Organisatoren haben sich entschieden, die Strecke nach dem Passieren der Festspielbühne direkt durch das Bregenzer Strandbad zu führen. Somit bleibt der sonst in Anspruch genommene Radweg (beim Hallenbad) frei und kann als Retour-Strecke ins Zielstadion genutzt werden. Bisher führte der Weg genau gegenüber, außen um das Stadion herum. Der Viertelmarathon bleibt auf der gewohnten Strecke.“ +++ Schach: Der Schachklub Bregenz 1920 ist auch im bald kalendarisch beginnenden Herbst aktiv. Für den 25. September ist das 3. „Schach der Kulturen“ terminiert. Spielort ist das Klubheim vom Schachklub Bregenz in der Gerberstraße 4-6. Die Festspielstädter aus dem österreichischen Vorarlberg merken auf ihrer Website an: ,,Bevorzugt werden dabei TeilnehmerInnen mit Migrationhintergrund. Bitte möglichst um Voranmeldung an Schachklub Bregenz 1920. Harald Amann (Turnierleitung) Tel. 0664 4538727 harry.amann@aon.at“.

Reminiszenz an den Medienhype der Robert von Weizsäcker Kritik an Weltmeister Magnus Carlsen

Kann sich noch jemand an das mediale Grundrauschen anlässlich der Kritik von Robert von Weizsäcker an Schachweltmeister Magnus Carlsen im Jahr 2013 erinnern?

Gelegenheit in mein Archiv zu steigen.

Reblog [vom 3. Dezember 2013]:

Medienhype: Robert von Weizsäcker Kritik an Schachweltmeister Magnus Carlsen

Ich höre gerne Deutschlandfunk. Okay, meiner Jahrhundertliebe ist er zu textlastig und die gespielte Musik entspricht nicht ihrem Geschmack. Sie bevorzugt eher einen Musiksender wie Antenne Bayern. Bei gemeinsamen Autofahrten zwitschen wir dann manchmal hin und her. Dabei bekommt der Sportteil des Radiosenders Deutschlandfunk durchaus auch gute Noten von meiner Liebsten. Wie komme ich jetzt eigentlich auf den Deutschlandfunk und was hat dies mit Schachweltmeister Carlsen zu tun? Gemach, gemach.

Magnus Carlsen hatte immerhin nach 10 Partien den selben Punktestand wie einst der große Bobby Fischer erreicht. 6,5:3,5 stand es 1972 auch in Reykjavik. Der Amerikaner benötigte beim damaligen Reglement im Schachmatch des Jahrhunderts jedoch noch 11 weitere Partien gegen Boris Spasskij.

Traveler Digital Camera

Foto: © Michael Wiemer

Doch zurück in das Jahr 2013. Der Hype hallte durch das kleine Schachland Deutschland. Robert von Weizsäcker, der ehemalige Präsident des Deutschen Schachbundes, hatte sich zwei Tage nach dem grandiosen 6,5:3,5 Sieg vom norwegischen Jungstar Magnus Carlsen gegen den Champion Viswanathan Anand in einem Interview im Deutschlandfunk kritisch gegenüber dem neuen Titelträger gegeben. An jenem Sonntag, den 24. November 2013, gab der begabte Fernschachspieler von Weizsäcker einige kritische Worte über den neuen Schachweltmeister ab. Danach gab es einen regelrechten Medienhype um die Äußerungen über Magnus Carlsen. Thomas Richter hat sich einige Stimmen näher betrachtet und äußert auf schach-ticker unter dem Titel Kommentar zu Kommentar zu von Weizsäcker auch folgende nachdenkenswerten Worte:

,,Generell betrachten einige offenbar jede auch nur leise Kritik an Carlsen (natürlich war von Weizsäcker laut) als Majestätsbeleidigung bis Gotteslästerung und fordern dafür die Todesstrafe – im übertragenen Sinne: sie wollen Carlsen-Kritiker mundtot machen. Das ist, jedenfalls für mich, eine unangenehme, unnötige und unerwünschte Nebenwirkung des Carlsen-Booms.“

Übrigens konnte ich mich bei zahlreichen Artikeln über die Äußerungen von Robert von Weizsäcker nicht des Eindrucks erwehren, dass einige das Interview im Deutschlandfunk nicht selber gehört haben und nur die Kurzversion in Form von Wortschnipseln gelesen hatten. Das komplette Interview kann noch bis mindestens 24. Mai 2014 als Audio-on-demand auf Deutschlandfunk abgerufen werden.

Faszination Sports Memorabilia

Die Faszination in Sachen Sports Memorabilia hält weiter an. Die Sammelleidenschaft ist bei zahlreichen sportbegeisterten Menschen zu einem zeitintensiven Hobby geworden. Andere betreiben ihre Sammlung professionell. Es wird munter getauscht, gekauft und verkauft. Manch einer hat sich spezialisiert, andere sammeln von Fußballtrikots ihrer Lieblingsmannschaft, über Autographen, Programmhefte, Spielwimpel, Eintrittskarten, Fußballschals, Internationale Souvenirgläser, Plakate, Fußballsonderhefte, Pins oder signierten Trikots von Arjen Robben, Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Co. alles in großer Vielfalt. Siehe auch:

https://sportinsider.wordpress.com/2017/01/23/arjen-robben-champions-league-trikot-bayern-muenchen-saison-20142015-mit-unterschrift/

Der 1958 in Chicago, Illinois, geborene Eric Lindon kam durch die Militärkarriere seines Vaters als Kind nach Fußball-Deutschland. Er ist Pins Sammler. Seine Sammlung an Pins, umfasst rund 20.000 Exemplare. Das Magazin der Fußballverbände in Baden und Württemberg im Spiel berichtete in der Ausgabe 5/2016 von ihm und der Leidenschaft für den Aufbau einer Sammlung.

,,Rund um die Olympischen Spiele ist die Sammelgemeinschaft auch sehr groß und es gibt hier mit Sicherheit mehr Nadeln als beim professionellen Fußball. Aber so, wie es in der Breite und bis in die untersten Klassen des Amateursports hinein geht, gibt es bei den Anstecknadeln nichts, was mit dem Fußball vergleichbar wäre. Das drückt sich auch schon bei den Preisen aus. Ich habe z. B. eine Anstecknadel aus der Vorkriegszeit des Turnvereins Kasiserslautern. Wert wären sie etwa 50 Euro. Was die Leute aber nicht wissen: In diesem Turnverein hat man früher auch Fußball gespielt. Das weiß ich wiederum, weil ich forsche. Und schon ist die Nadel das Dreifache wert, weil sie nun im Bereich des Fußballs angesiedelt ist.“

Eric Lindon wird dann im Laufe des Interviews auch gefragt nach dem höchsten Preis den er je für eine Anstecknadel bezahlt hat. Der Pins Sammler Eric Lindon offenherzig:

,,Da meine Frau das sicher lesen wird, muss meine Antwort <<Kein Kommentar!>> sein. (grinst) Aber ein Beispiel gebe ich: Es gibt DFB-Nadeln aus den 1950er Jahren, die Spieler für die Meisterschaft erhielten. Die gehen für bis zu 10 000 Euro weg. Und wenn die Geschichte dazu noch interessant ist, noch viel mehr.“

Ja, Sports Memorabilia ist spannend. Ich selber habe eine Anstecknadel 50 Jahre Vierschanzentournee 2001/2002. Das war die Tournee mit dem vierfachen Sieg in allen Einzelspringen in Oberstdorf, Garmisch, Innsbruck und Bischofshofen von Sven Hannawald. Die Nadel ist sicher auch aufgrund der sportlichen Komponente des bisher einmaligen Ereignisses, alle Springen einer Vierschanzentourneee zu gewinnnen, recht interessant.

Aber auch Fußballprogrammhefte sind in meiner Sammlung. Erwähnt sollen hier nur ein paar sein. Dynamo Dresden gegen VfB Stuttgart in der 2. Runde des UEFA-Cup am 24. Oktober 1979. Oder FC Carl Zeiss Jena vs. AS Rom im Europapokal der Pokalsieger an jenem legendären 1. Oktober 1980. Die Römer hatten das Hinspiel mit 3:0 gewonnen. Im Rückspiel musste der junge Carlo Ancelotti, der heutige Trainer von Bayern München, eine 0:4 Niederlage gegen das wie entfesselt stürmende Team von Trainer Hans Meyer hinnehmen.

Nett anzuschauen ist auch das Programmheft vom Spiel im Europapokal der Pokalsieger vom 1. Oktober 1975 zwischen Sachsenring Zwickau und Panathinaikos Athen im Georgi-Dimitroff-Stadion. Auf dem Titelfoto eine glückliche Mannschaft weitestgehend mit freien Oberkörper und Weltklassetorwart Jürgen Croy und der Bildunterschrift:

,,Am 14. Juni dieses Jahres gewann Sachsenring Zwickau das Pokalfinale gegen Dynamo Dresden mit 6:5 nach Verlängerung und Strafstoßschießen. Nachdem der Pokal in Empfang genommen wurde, stellte sich das gesamte Kollektiv dem Fotografen.“

Sehr schön. Das Schiedsrichterteam kam damals aus England. Referee Burns wurde an den Linien attestiert von Shapter und Mitchell.

Auch das Programmheft vom Spiel des BFC Dynamo gegen den Hamburger SV im Europapokal der Landesmeister am 15. September 1982 ist in meiner Sammlung. Auf der Trainerbank der Hamburger der große Ernst Happel. Im Aufgebot des HSV Torwart Ulrich Stein, Manfred Kaltz, Ditmar Jakob, Holger Hieronymus, Wolfgang-Felix Magath (wo ist später dann eigentlich der Wolfgang namenstechnisch abhanden gekommen), Horst Hrubesch, Wolfgang Rollf oder Thomas von Heesen.

Auch das Spiel des BFC Dynamo gegen SV Werder Bremen im Europapokal der Landesmeister am 6. September 1988 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark schaut mich gerade an. Trainer der Bremer ein gewisser Otto Rehagel. Im Aufgebot von Werder Keeper Oliver Reck, Rune Bratseth, Ulrich Borowka, Frank Neubarth, Karl-Heinz Riedle (im Programmheft Karlheinz abgedruckt), Manfred Burgsmüller, Norbert Meier oder Thomas Schaaf. Bei den Berlinern Torwart Bodo Rudwaleit, Frank Rohde, Rainer Ernst, Thomas Doll, Frank Pastor oder Andreas Thom. Auf der Trainerbank saß Jürgen Bogs.

Der BFC Dynamo war in jenen Jahren Dauergast im Europapokal der Landesmeister wie die Programmhefte vom 19. März 1980 vom Spiel gegen Nottingham Forest oder vom 21. März 1984 gegen den AS Rom zeigen.

Der 41. EC Gast von Carl Zeiss Jena war im UEFA-Cup am 1. Oktober 1986 der Bundesligist Bayer 05 Uerdingen. Im Aufgebot der Uerdinger die Brüder Wolfgang und Friedhelm Funkel. Auch Oliver Bierhoff und Stefan Kuntz zählten damals zum Aufgebot des Teams von Trainer Karl-Heinz Feldkamp.

Fehlen darf in einer Sammlung eines in Leipzig lange Jahre lebenden auch nicht das Programmheft 1. FC Lokomotive Leipzig gegen Girondins Bourdeaux am 22. April 1987 im Zentralstadion. Es ging damals im Halbfinale im Europapokal der Pokalsieger um den Einzug ins Finale. Dramatisches Elfmeterschießen, Wahnsinns Atmosphäre. Ein andermal mehr dazu.

Auch in der Sammlung befindet sich das Programmheft vom EM-Gruppenspiel am 11. November 1970 zwischen der DDR und der Niederlande in Dresden. Die voraussichtliche Aufstellung der Niederländer las sich in der Programmankündigung so: van Beveren, Strik, Israel, Suurbier, van Duivenbode, Rijnders, Jansen, Klijnjan, van der Kuylen, Cruijff und Keizer. Auf Seiten der DDR war folgende Aufstellung angekündigt: Croy, Dörner, Bransch, Strempel, Sammer, Fräßdorf, Stein, Kreische, Schlutter, Vogel und Peter Ducke.

Auch das Olympia-Qualifikationsspiel DDR gegen Italien am 1. Mai 1971 fand im Dynamo-Stadion Dresden statt. Zum Aufgebot der italienischen Mannschaft heißt es:

Von der italiensichen Olympiaauswahl war uns bei Redaktionsschluß folgendes Aufgebot bekannt:

Es folgen die Akteure Bettega, Landini, Spinosi, Zaniboni, Montorsi und Cuccureddu von Juventus Turin, die Spieler Bellugi, Bordon und Fabian von Inter Mailand, Gennari und Macchi vom AC Florenz sowie Villa (AC Mailand), Liguori (AS Rom), Palici (AC Turin) und Orazi von Verona.

Der Auswahlkader der DDR las sich so: Croy, Blochwitz, Schneider, Rock, Kurbjuweit, Strempel, Klaus Sammer (der Vater vom späteren Bayern München Sportvorstand Matthias Sammer), Ganzera, Bransch, Dörner, Weise, Fritzsche (falsche Schreibeweise im Programmheft, denn es handelt sich um Joachim Fritsche vom 1. FC Lok Leipzig), Stein, Irmscher, Kreische, Schlutter, Häfner, Vogel, Peter Ducke, Sparwasser (3 Jahre später in Hamburg bei der WM – aber die Geschichte kennen wir ja alle), Frenzel und Richter.

Kann dass sein, mein wordpress zeigt mir gerade 1003 geschriebene Wörter an. Okay, das ist ein Hinweis, ein gepflegtes Frühstück einzunehmen.

Foto: © Michael Wiemer

Signiertes Trikot von Arjen Robben

Für alle Bayern München Fans, und da insbesondere jene mit einem Faible für ein signiertes Trikot von Arjen Robben, habe ich etwas aus meinem Fundus abzugeben. Ein Arjen Robben Bayern München Trikot der Saison 2014/2015 mit der Original-Unterschrift des charismatischen und sympathischen Weltklassespielers.

Arjen Robben ist seit dem 28. August 2009 beim deutschen Rekordmeister Bayern München. In dieser Zeit wurde er mehrfacher Meister, DFB-Pokalsieger und Champions-League Sieger mit Bayern München. Am Weltmeistertitel 2010 in Südafrika mit der Nationalmannschaft der Niederlande schrammte er nur haarscharf vorbei. Für Deutschlands Rekordmeister Bayern München erzielte er in 154 Bundesligaspielen 83 Tore.

Das Arjen Robben Trikot ist in sehr gutem Zustand und original signiert.

Hier sind meine Kontaktdaten:

michael.wiemer@gmx.net oder unter 0178 – 196 58 54

Eric van Reem powert in Sachen Tata Steel Chess 2017

Kürzlich hatten wir hier ja die Schachbundesliga ausführlich behandelt. Meine Stammleser werden sich erinnern. Bevor ich mich mit der Familie den Silvesterfeierlichkeiten am wunderschönen Bodensee hingab, gab es am 31. Januar 2016 noch frischen Content: Schachbundesliga Vizepräsident Ulrich Geilmann beantwortet Fragen von Michael Wiemer.  Ja, es gibt sicherlich noch viel Arbeit für die Verantwortlichen der Schachbundesliga in Sachen Marketing, den Zuschauerzahlen vor Ort und der medialen Präsenz in Deutschland. Schaun mer mal. Ulrich Geilmann kann mit den Zuschauerzahlen vor Ort sicher nicht zufrieden sein. Ich werde am Thema weiter dranbleiben.

Mit großer Leidenschaft und Power ist der niederländische Kultblogger Eric van Reem in das neue Jahr gestartet. Er täte der Schachbundesliga auch gut. Eric van Reem konzentriert sich aktuell auf das Kultturnier Tata Steel Chess in Wijk aan Zee. Auf seinem Kultblog Chess in Tweets titelt der in Sachen Content starke Schachexperte: TATA STEEL 2017 – THE PlAYERS ON TWITTER.

Der Tweet der Woche in Sachen DKB und Handball-WM live

Der Tweet der Woche kam für mich diese Woche von Günter Klein. Er haute auf seinem Twitter-Account folgendes Statement raus:

,,Die DKB überträgt die Handball-WM live im Internet. Stadtsparkasse kontert mit Live-Übertragung meiner Kontobewegungen.“

Günter Klein ist Chefreporter Sport beim Münchner Merkur. Er unterhält für mich einen der entspanntesten Twitter-Accounts in der deutschen Sportjournalisten-Landschaft.