Sportgeschäfte aus aller Welt, 04: Ulm, Deutschland

Nach dem Adidas Store in München, Myrten´s Zweiradladen in Immenstadt und dem VAUDE Store in Ulm geht es heute weiter mit Teil 4 der Serie Sportgeschäfte aus aller Welt. Wir bleiben in Ulm und sind bei der Sport Sohn Handel GmbH & Co. KG.

Foto:  © Michael Wiemer

Das Geschäft liegt in der Bahnhofstrasse in Ulm. Einen Katzensprung vom Bahnhof entfernt. Auf 6 Etagen wird das Sortiment an Sportartikeln und Mode präsentiert. Im UG befinden sich Sport- und Trendschuhe. Im Erdgeschoss sind sorgfältig Streetweare, Jeans und Skateweare sowie ein Moreboards Snowboard Shop platziert. In der 1. Etage findet der interessierte Konsument die Fashion untergebracht. In OG 2 befindet sich Fitness, Training, Running, Walking und Kids Corner. Das 3. OG ist Skibekleidung, Kids, Wäsche, Accessories, Outdoor und dem Bergsport vorbehalten. Die 4. Etage sieht die Angebote für Ski Alpin und Touren Langlauf sowie die Abteilung für Outdoor, Bergsport, Klettern und Zelte vor.

Foto:  © Michael Wiemer

Das Traditionsunternehmen führt alle gängigen Marken. Bei den Schuhen selbstredend Nike, Puma, Adidas, Asics, Reebok, Lacoste, Converse, Brooks etc. Im Outdoor Segment Vaude, Jack Wolfskin, Salewa, Mammut, Schöffel, Fjällräven, Black Diamond, Deuter, Lowa, Salomon etc.

Sport Sohn hat auch eine weitere Filiale in Neu-Ulm in der Augsburger Strasse.

Für  preisbewusste Freunde des gezielten Lagerverkaufs von Sportkleidung gibt es auch eine Offerte. Der Lagerverkauf in Neu-Ulm befindet sich in der Memminger Straße. Dort sind Auslaufmodelle zu finden inklusive der entsprechenden Preisreduzierung, die in der Werbung mit “bis zu 80% reduziert” angepriesen werden.

Chess Live: Sardaran International Open, Minsk Open, Dutch Open, Andorra Open, Biel / Bienne Tournament, Eastman Open, Paleochora Open, Leiden Chess Tournament

Die Umsätze der Schachbranche waren in den letzten Jahren durch die WM-Kämpfe 2010, 2012, 2013 und 2014 sowie dem Eingreifen des Shootingstars Magnus Carlsen in das Duell um die Schachkrone ab 2013 in Chennai und 2014 in Sotschi gegen den mehrfachen Weltmeister Vishy Anand mit einem positiven Effekt versehen. In Norwegen sollen, so die Legende, gar die Schachbretter im Handel beim Kampf in Indien im November 2013 ausgegangen sein. Ganz so intensiv war der Abverkauf von Schachbrettern in Deutschland dann doch nicht. Aber auch ich habe im Zuge der WM-Premiere von Magnus Carlsen, dem gerne das Etikett Mozart des Schachs mit auf den Weg gegeben wird, Umsatz im abgebildeten Fachgeschäft in München gemacht.

Foto:  © Michael Wiemer

Fachgeschäfte mit individueller Beratung, einem liebevoll zusammengestellten Sortiment, persönlicher Ansprache, Verlässlichkeit und freundliche Bedienung – fernab dem aufgesetzten Marketing Dauerlächeln, mag ich schon sehr. Wenn dann das Geschäft wie Holz – Leute KG am Viktualienmarkt 2 Ecke Marienplatz  in München mit dem Gründungsjahr 1873 noch auf eine intensive sowie authentische Tradition verweisen kann, umso besser.

Foto:  © Michael Wiemer

Fairerweise muss man jedoch auch erwähnen, das Holz – Leute nicht nur Schachbretter anbietet. Bürsten und Pinsel, Weihnachten und Volkskunst, Messer und Bestecke sind ebenso Umsatzträger. In Sachen Sport und Spiel gibt es ein vielfältiges Angebot aus Denk und – Geduldsspielen. Da wären neben dem Schach auch die Klassiker Backgammon, Mühle und Dame zu nennen. Unter den Billiard Spielern gilt Holz – Leute in München ebenfalls als gute Adresse für Queues und Zubehör.

Foto:  © Michael Wiemer

Schwenk von München zur Live-Schach Berichterstattung.

Auf dem internationalen Schachparkett ist auch im Sommer wieder Hochbetrieb. Im WM-Kampf freien Jahr rückt so das eine oder andere Open wieder verstärkt in den Mittelpunkt. Chessdom bietet wieder den Zugang Live bei zahlreichen Veranstaltungen dabei zu sein. Das Angebot für Schachfreunde umfasst das 4th Sardaran International Open, das Minsk Open 2015, Dutch Open, 33rd Andorra Open, 48th Biel / Bienne GM Tournament, das Eastman Open, Paleochora Open Tournament oder das Leiden Chess Tournament. Hier die aktuellen Turniere mit der entsprechenden Verlinkung zum Live-Schach Modus der Turniere:

+++++++++++++++SCHACH LIVE ++++++++++++++++++++++++++++

  1. 4th Sardaran International Open 2015 Live
  2. Minsk Open 2015 Live
  3. Dutch Open 2015 Live
  4. 33rd Andorra Open Live
  5. 48th Biel / Bienne GM Tournament Live
  6. 38th Eastman Open 2015 Live
  7. 8th Paleochora Open Tournament Live
  8. 9th Leiden Chess Tournament 2015 Live

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Reblog: Radsport: Die Einschläge für Lance Armstrong kommen näher

Chris Froome zeigt sich beim Thema Doping sehr dünnhäutig. Auch wenn Christian Spiller auf Zeit Online dem Briten mit viel Wohlwollen Geduld attestiert und Verständnis für zwei verpasste Dopingkontrollen aufbringt:

,,Er duckt sich nicht weg beim Thema Doping, er wird nicht patzig, er beantwortet alle Fragen geduldig. Er selbst hatte vorgeschlagen, auch Nachtkontrollen einzuführen und gab sogar zu, in den vergangenen Jahren zweimal eine Dopingkontrolle verpasst zu haben. Einmal habe er sich die Uhr falsch gestellt, ein anderes Mal schickte Hotelpersonal die Kontrolleure nach Hause. Er verlange nur “ein gewisses Maß an Respekt”, weil er “extrem hart” gearbeitet habe.”

Lassen wir das mal so stehen. Nein, mich juckt es in den Fingern. Ich muss die Tastatur bemühen. Froome kann also auf 2 verpasste Dopingkontrollen verweisen. Die Ausrede mit der falsch gestellten Uhr … Nun, ja. Und immer dieses überaus engagierte Hotelpersonal. Aber nicht doch. Bei genauerem Hinsehen und hören ist für mich Froome schon beim Thema Doping sehr dünnhäutig. Ich wiederhole mich da gerne.

Einst zeigte sich vor 5 Jahren auch Lance Armstrong sehr dünnhäutig. Gelegenheit ins Blogarchiv zu steigen und einen Artikel über den einstigen Tourgott hervorzuholen.

Reblog [10. August 2010]

Radsport: Die Einschläge für Lance Armstrong kommen näher

Frankreich, 2010. Die Einschläge für Lance Armstrong kommen näher. Der einstige unantastbare Tourgott wirkte gehetzt. Armstrong zeigte ungewohnte Schwächen, mangelnde Konzentration, zahlreiche Stürze und desaströse Zeitrückstände auf einzelnen Etappen. An manchen Tagen der Höllentour sah der Texaner schlaff aus wie einer dieser teuren Heliumballons, die schon die Luft verloren hatten, bevor man zu Hause ankam.

War er in Gedanken bei Jeff Novitzky?

Bei dem Namen von «Special Agent» Novitzky dürfte die Doperin und einstige schnellste Frau der Welt, Marion Jones, heute noch feuchte Augen bekommen. Der 43-Jährige Kalifornier machte sich im Balco-Skandal einen Namen. Die Berufung von Novitzky ist die Jagd auf Dopingsünder mit dem Status von Sportikonen. Ein wirklich großer Gegner für Armstrong. In seiner Unerbittlichkeit erinnert er mich an Al Pacino in Heat. Atemberaubend. In dem Kultfilm jagte Al Pacino den fast unantastbaren Robert De Niro. Der Jäger war besessen, seine Hartnäckigkeit in jeder Minute spürbar.

Heat Shootout Scene

Für Leser mit starker mentaler Power habe ich eine 10-minütige Jagdsequenz aus Heat ausgegraben. Zartbesaitete überspringen bitte die Verlinkung zum Video. Achtung! Leser unter 21-Jahren bitte ich den Ausschnitt erst bei Erreichen des einundzwanzigsten Lebensjahres anzusehen.

Robert De Niro hat mit seinen vertrauten Team gerade eine Bank ausgeraubt. Al Pacino, im Stil eines Bluthundes, hat Witterung aufgenommen und nimmt mit seinen Männern die Verfolgung auf. Die Jagd beginnt.

**********  Hier geht es zum Filmausschnitt von Heat. **********

Noch konnte Robert de Niro seinem Jäger Al Pacino entkommen. Es gab jedoch die ersten Verluste zu beklagen.

Armstrong kennt die Jagdbilanz von Novitzky

Lance Armstrong ist auch noch nicht von Jeff Novitzky gefasst. Doch die Einschläge kommen näher. Die Sponsoren Nike und die Fahrrad-Manufaktur Trek kündigten ihre Kooperationen mit den Behörden in den USA an. Kein gutes Zeichen. Plaudertasche Floyd Landis läßt in seinem Fernsehinterview kein gutes Haar am einstigen Teamkollegen und siebenfachen Tour de France Gewinner. Unschöne Dinge wie Bluttransfusion und Testosteronpflaster kommen zur Sprache.

Die Frankreich-Rundfahrt wird gerne auch als Tour der Märchen bezeichnet. Mit der Wahrheit nimmt es da nicht jeder so genau. Oder es wird geschwiegen. Redselige Radprofis wie Jörg Jaksche taten sich schwer anschließend bei der Suche nach einem neuen Radteam. Jeff Novitzky ist für Detailbesessenheit und der Jagd nach der Wahrheit berühmt-berüchtigt. Lance Armstrong weiß das und verschließt auch nicht die Augen davor. Er kennt die erfolgreiche Jagdbilanz seines Kontrahenten.

In Heat behielt am Ende der Jäger Al Pacino die Oberhand und brachte Robert De Niro zur Strecke.

Sportgeschäfte aus aller Welt, 03: Ulm, Deutschland

Guten Tag.

Heute wieder eine weitere Folge der neu aufgelegten Serie Sportgeschäfte aus aller Welt. Nach dem Adidas Store in der Sendlinger Straße in München und dem Myrten´s Zweiradladen in Immenstadt in der Bahnhofstraße blicken wir heute nach Ulm zu einem VAUDE Store.

 Foto:  © Michael Wiemer

VAUDE wurde 1974 von Albrecht von Dewitz gegründet. 2009 übernahm seine Tochter Antje von Dewitz die Geschäftsführung. Das produzierende Unternehmen ist Stammgast bei der OutDoor in Friedrichshafen und hat ein weitverzweigtes Händlernetz. Einer der VAUDE Händler hat seinen Sitz in Ulm in der Glöckler Straße.

 Foto:  © Michael Wiemer

Zum Produktportfolio von Hersteller VAUDE, die ihren Stammsitz in der Bodenseeregion im baden-württembergischen Tettnang-Obereisenbach haben,  gehören die für den Outdoor Bereich konzipierte Bekleidung, Schlafsäcke, Rucksäcke, Schuhe, Taschen und Zelte.

Der VAUDE Store in Ulm schaut auch schon nach vorne und hat einen Tag nach der Deutschen Einheit für den 4. Oktober 2015 einen verkaufsoffenen Sonntag im Terminkalender festgehalten.

FullSizeRender (19)

Foto:  © Michael Wiemer

In loser Folge werden Fotos mit Sportgeschäften aus der ganzen Welt erscheinen. Sowohl aus meinem jahrelang gepflegten Bildarchiv wie auch neue Fundstücke. Gerne können meine Leser auch den einen oder anderen Schnappschuss zur Veröffentlichung hier auf dem Blog an mich senden unter:

michael.wiemer@gmx.net

Gerne auch mit 2 – 3 schwungvollen Sätzen zum Bild.

Einen schönen Sommertag wünsche ich meiner treuen Leserschaft.

Bleiben Sie mir gewogen.

Ihr

Michael Wiemer

“Die Italiener dopen. Die Franzosen dopen. Die Holländer dopen. Die Schweizer dopen. Die Belgier dopen. Die Briten … Nur die Deutschen Radsportler sind sauber.”

Die Sehnsucht nach schönen Themen ist bei meinen Lesern da. Hin und wieder bringe ich da ja auch Texte und Bilder, die hoffentlich diese Sehnsucht erfüllen.

Foto:  © Michael Wiemer

Doch wir wollen die unangenehmen Themen nicht auf immer und ewig ausblenden. Das käme sonst nur irgendwann als Bumerang zurück. Nein, manchmal ist sogar ein bewusster Blick in die Abgründe einer Sportart nötig. Bitter nötig. Darum heute ein kleiner Rückblick.

Es war eine Tour de France, die in die Geschichte als aufsehenerregender Doping-Skandal unter dem Namen Festina-Affäre Einzug in die Geschichtsbücher fand und heute auch bei Wikipedia nachzulesen ist. Die Höllentour stand kurz vor dem Abbruch. Zum damaligen Zeitpunkt galt der Skandal als größte Dopingaffäre in der Sportgeschichte.

189 Fahrer gingen an den Start. Paris sah am Ende nach diversen Rückziehern und Ausschlüssen von Teams nur 96 klassifizierte Lohnfahrer. Das deutsche Team Telekom stellte den Gesamtzweiten mit Jan Ullrich. Sieger der Frankreichrundfahrt wurde ein gewisser Marco Pantani. Für das Radsportteam Telekom gingen neben Jan Ullrich der Sprintstar Erik Zabel, Rolf Aldag, Udo Bölts, Francesco Frattini, Christian Henn, Jens Heppner, Bjarne Riijs und Georg Totschnig an den Start. Wir reden vom Jahr 1998. In jenem Jahr strahlte die ARD die Sendung Monitor mit dem Moderator Klaus Bednarz aus. Er stand noch für kompetenten Journalismus und begrüßte sein Publikum damals mit folgenden Worten:

,,Nun, wie angekündigt zu dem Thema, das spätestens seit der Tour de France die gesamte Sportwelt in Atem hält: Das Thema Doping. Und hier scheint es eine Art himmlisches Wunder zu geben. Alle dopen, nur die Deutschen nicht. Und das ausgerechnet im Zeitalter der Globalisierung. Die Italiener dopen. Die Franzosen dopen. Die Schweizer dopen. Die Belgier dopen. Die Briten … Nur die Deutschen Radsportler sind sauber. So jedenfalls stellen es die Deutschen Radsportfunktionäre dar. In Wirklichkeit wird auch im Deutschen Radsport gedopt bis sich die Lungen blähen und die Muskeln platzen. Und zwar nicht nur bei den Profis sondern auch bei den Amateuren und sogar bei Jugendfahrern. Ein Bericht von Wolfgang Bausch, Fred Kowasch und Jo Angerer.”

Hier geht es zum Video des Originalfilmbeitrages bei Monitor aus dem Jahr 1998. Diese 9:50 Minuten für jenes bemerkenswerte sporthistorische Zeitdokument sollte sich jeder nehmen.

Sportgeschäfte aus aller Welt, 02: Immenstadt, Deutschland

Guten Morgen.

Die kürzlich begonnene Serie Sportgeschäfte aus aller Welt bekommt heute Teil 2. Den Anfang machte ja ein Adidas Store in der Sendlinger Straße in München. Heute gehen wir ins Allgäu. Immenstadt liegt im südwestlichen Bayern auf halbem Weg zwischen Kempten im Norden sowie Oberstdorf im Süden.

Foto:  © Michael Wiemer

Obiges Geschäft ist in Immenstadt in der Bahnhofstraße zu finden. Neben Neurädern gibt es Leihräder und selbstverständlich auch einen Fahrradservice. Persönlich verfolge ich ja seit vielen Jahren die Branchenmesse Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee. Eine Substratsättigung der Branche ist nicht zu erkennen. Für dieses Jahr ist die Eurobike vom 26. – 29. August terminiert.

 Foto:  © Michael Wiemer

Myrten´s Zweiradladen in Immenstadt wird von Martin Grams betrieben und geführt. Die Sommeröffnungszeiten sind von Montag bis Freitag 9.30 bis 12.15 Uhr sowie 13.45 bis 18.00 Uhr. Im Winter ist der Zweiradladen Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitag von 13.45 bis 18.00 Uhr geöffnet.

In loser Folge werden hier in der neuen Serie auf sportinsider Fotos mit Sportgeschäften aus der ganzen Welt erscheinen. Sowohl aus meinem Bildarchiv wie auch neue Fundstücke. Gerne können meine treuen Leser auch den einen oder anderen Schnappschuss zur Veröffentlichung hier auf dem Blog an mich senden unter:

michael.wiemer@gmx.net

Gerne auch mit 2 – 3 schwungvollen Sätzen zum Bild.

Meinen Lesern wünsche ich einen schönen Wochenstart.

Bleiben Sie mir gewogen.

Ihr

Michael Wiemer

Dreikampf Adidas, Nike und Under Armour in Deutschland?

Kevin Plank von Under Armour mangelt es nicht am Selbstbewusstsein. Der charismatische CEO hat im amerikanischen Sportartikelmarkt Adidas verdrängt und liegt auf Platz 2 hinter Nike. Auch in Deutschland hat Kevin Plank große Pläne. Er verkaufte einst während seiner Studienzeit an der University of Maryland Rosen. Das ersparte Geld investierte er in die Gründung von Under Armour. Der Valentins Tag war, so die Legende, sein umsatzstärkster Tag. Zu Hand ging ihm eine tatkräftige Frau: seine spätere Ehegattin. Die durch den fleißigen Rosenverkauf zusammengekommene Summe soll bei 17.000 US Dollar gelegen haben. Amerikaner lieben solche Marketingstorys. Die alteingesessenen Sportartikelhersteller Nike und Adidas möchte Kevin Plank analog dem Vorgehen in den USA auch in Deutschland weiter ärgern.

Foto:  © Michael Wiemer

Egal ob Adidas, Nike, Under Armour, Puma und Co., allen ist eines gemeinsam: Der massive Versuch die Produkte emotional aufzuladen. Marketingbudgets werden darauf abgestellt, große Werbekampagnen gefahren, die Geschäfte mit ihren Lagen strategisch geplant.

Friedrich von Borries, Architekt und Design-Theoretiker, gab im vierseitigen Interview im Wirtschaftsmagazin brand eins 10/09 mit Peter Laudenbach einen Einblick in seine Gedanken zur Aufladung von Produkten durch Firmen wie Adidas und Nike.

“Irgendwann ist Nike und Adidas klar geworden, dass es nicht besonders sexy ist, wenn ihre Turnschuhe bei Karstadt-Sport gestapelt werden. Nike hat 1990 als erstes Mode-Unternehmen angefangen, Flagship Stores zu entwickeln. Es ging darum, die Produkte mit Aura zu versehen und zum Beispiel Original-Schuhe oder -Tennisschläger berühmter Sportler wie Kunstwerke auszustellen. Was wir aus dem Völkerkundemuseum kennen, passiert nun mit unserer eigenen Konsumkultur: Alltagsgegenstände werden als Reliquien präsentiert, eine Ethnologie der Konsumgesellschaft – allerdings mit spezifischen kommerziellen Interessen. Was in der alten, fordistischen Industriegesellschaft zählte, also Funktion, technische Innovation, Gebrauchswert, Preis, wird abgelöst durch Aura und kulturellen Mehrwert. Lifestyle-Accessoires wie Nike-Sneakers brauchen diese Aufladung.”

Das würde ich auch 6 Jahre später noch so unterschreiben. Auch Newcomer Under Armour mit seiner charismatischen Führungspersönlichkeit Kevin Plank wird sich den Marktzwängen der Aufladung der Produkte nicht entziehen können.