Reblog: Hassliebe Tour de France

Die 102. Ausgabe der Tour de France geht nach ihrem Ruhetag am Montag in die 2. Woche. Spiegel Online vermeldet unter dem Titel: Tour de France: Sky vermutet Hackerangriff auf Froome.

,,Tour-de-France-Favorit Chris Froome und sein Sky-Team sind offenbar Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. “Wir glauben, dass jemand unsere Trainingsdaten gehackt hat und die Dateien von Froome besitzt. Wir haben Anwälte eingeschaltet”, sagte Teamchef Dave Brailsford.”

Gelegenheit einen Blick in die am 17. Juli 2013 von mir publizierte Hassliebe Tour de France zu werfen. In jenem Jahr ritt Lohnfahrer Froome am Mount Ventoux wie aus einer anderen Welt davon.

Reblog [17. Juli 2013] : Hassliebe Tour de France

Höllenqual, der Mund schon lange trocken, die Waden schmerzen, die Arme vibrieren, am Lenker wird gezerrt, doch es sind noch 6 Kilometer bis L’Alpe d’Huez. Scheiß Höllentour.

Noch ein Tritt. Noch ein Tritt. Noch ein verdammter Tritt. Erbarmungsloser Fight gegen sich selbst. Der Puls scheint die Schädeldecke öffnen zu wollen.

Die Sonne peitscht den Asphalt, die Gesichter und den Rücken der Radprofis. Die Arme schmerzen. Die Beine lösen sich auf. Noch ein paar Meter.

Simpson, Tommy. Mount Ventoux 67. Scheiße. Todeskampf, Hubschrauber. Einsatzkräfte. Flug in das Krankenhaus. Alles zu spät. Sinnlos. Mount Ventoux der Killerberg. Die Todeszone. Die surreale Mondlandschaft. Die Bilder seiner Todesfahrt gehen um die Welt.

Denkmäler. Sie stürzen ein wie ein Kartenhaus bei starker Zugluft. Anquetil, Bobet, Fignon, Armstrong, Merckx,  Jan Ullrich, Contador, Guerilla-Pirat Pantani, Landis, Indurain, Winokurow, Millar, Hamilton, Zabel, Riis, Cancellar, Kohl, Rasmussen. Wanken. Bröckeln. Die Heroes kommen ins straucheln. Ich bin empört. Wütend. Phlegmatisch. Gleichgültig. Desillusioniert.

Die Doping-Scheiße. Schlimmer wie Lepra. Fukushima. Tschernobyl. Krebs in der Endphase.

Ich will diesen Zirkus ohne Doping. Ohne Bluteigendoping. Keine Klebestreifen an Hotelwänden zur Befestigung der Blutbeutel. Kein Motoman mit dicken Cocktail-Kurier-Taschen. Keine Rolex für zuverlässige Überbringerdienste am Ende der Tour.

Man möchte die Kiste abschalten. Nein, Fenster auf. Das TV-Monster über die Terrasse geschmissen in bester Kinski Manier.

Hat die Seele jetzt ihre Ruhe?

Andreas Burkert berichtet für die Süddeutsche Zeitung von der Höllentour 2013. Marcel Kittel spricht vorwurfsvolle Worte Richtung Jan Ullrich. Kittel musste sein auf der 1. Etappe errungenes Gelbes Trikot bereits nach der 2. Zielankunft wieder abgeben. Das ging aber schnell. Motivationstrainer wie Anthony Robbins empfehlen in solchen Situationen die Konzentration der Kräfte. Keine Verzettelung.

Finger krampfen. Venen erstarren. Das Sitzfleisch ist aufgerauht. Salz auf der Haut. Schweiß, der den Augen zu schaffen macht.

100 Jahre. Für die einen die größte professionelle Radsport-Rundfahrt der Welt, für die anderen die größte und skrupelloseste rollende Apotheke auf Rädern. Zeit Online bringt die ultimative mediale Festagsausgabe. Ein multimediales Scroll Dossier.

Jäger und Gejagte. Den Laborspezialisten immer einen Schritt voraus. Oder? Armstrong Beichte, die Stunde der Heuchler.

Telekom, Gerolsteiner, US-Postal, Phonak, Milram, Radio Shack pumpten Millionen in das umstrittene Spektakel.

Wasserträger fluchen und buckeln gleichzeitig.

Eurosport sendet. Auch 2013. Beharrlich. Unaufhörlich. Kontinuierlich. Das halbstaatliche Fernsehen ARD + ZDF köchelt auf Sparflamme. Nicht erst dieses Jahr. Hatten ihren moralischen nach dem Telekom-Team Kater. Jan Ullrich, einst von ARD hochgejazzt, wurde fallengelassen wie eine heiße Kartoffel. Moralin-sauer wird sich von der Schmuddelsportart abgewendet. Andererseits wer will es ihnen verdenken.

Derweil gibt es da diesen Froome. Trägt Gelb. Tourdominator. Scheinbar aus einer anderen Welt. Wie er am Mount Ventoux davonritt, leicht, scheinbar ohne physikalische Widerstände, im Speedmodus, erinnerte er mich stark an Pantani. Der hatte solche Berg-Guerilla Attacken auch drauf.

Sport am Bodensee: Die eleganten Riva Boote fernab vom TV

Nein, so elegant wie sich vorige Woche die italienischen Stilikonen von Carlo Riva hier am Bodensee bei den 4. Riva Classics zeigten, waren die Reaktionen von ARD und ZDF auf die Vergabe der TV-Rechte in Sachen Olympische Spiele 2018 bis 2024 nicht.

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Foto:  © Michael Wiemer

Da wäre zum Beispiel die Argumentationskette vom ARD-Sportkoordinator Balkausky. Vielleicht gar ein Beispiel für das Medienlehrbuch, wenn sonst hofierte Sender im Kampf um die Übertragungsrechte bei der Vergabe mit leeren Händen dastehen.  Meedia brachte ein Interview von Michael Rossmann (dpa) mit Axel Balkausky unter der griffigen Überschrift ARD-Sportkoordinator Balkausky zur Olympia-Schlappe: “Kampf um TV-Rechte hat eine neue Dimension erfahren.” 

,,Zunächst einmal respektieren wir den Verkauf der europaweiten Übertragungsrechte an Discovery und Eurosport als Entscheidung des IOC für eine Neuorientierung bei der Vergabe seiner Medienrechte. Ob es seitens des IOC nicht partnerschaftlicher gewesen wäre, ARD und ZDF als jahrzehntelange Partner deutlich früher als die breite Öffentlichkeit über den Verkauf an Discovery zu informieren, das sollte sich das IOC einmal selbst fragen.”

Discovery Channel sponserte einst ein teures Radsportteam und stellte 2005 mit Lance Armstrong den Tour de France Sieger. Okay, dieses Ergebnis ist mittlerweile Makulatur. Wegen Dopings wurde dieser Sieg nachträglich gestrichen. Das kolportierte Budget soll 12 Millionen US-Dollar pro Jahr betragen haben. Nach der Saison 2007 beendete Discovery Channel sein Sponsorship im skandalumwehten und durchgeschüttelten Radsport.

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WM-Traum der DFB-Elf geplatzt und die Substratsättigung in Sachen Fußball hält weiter an

Meine Fußball Substratsättigung nach der Verhaftungswelle bei der FIFA in Zürich hält weiter an. Stammleser wissen von meinem Entzug der Aufmerksamkeit der medial gepäppelten Sportart. Doch irgendwie schwirren Ergebnisse dann doch in das eigene Blickfeld. So will ich heute früh entspannt in meine E-Mails schauen … ups. Da steht etwas von WM-Traum der DFB-Elf geplatzt.

Screenshot: www.gmx.net

Das Aus gegen die USA. Hope Solo mit ihrer Mannschaft im Finale. Schnell in mein E-Mail Fach gewechselt, die am 1. Juni von mir proklamierte Fußballsubstratsättigung hält weiter an.

Fußballsubstratsättigung

1. Es wird heute Abend nicht die Plasberg Sendung Wachsweich aber unfair im ARD zur FIFA geschaut. Dieses Gequatsche bringt ja nichts. Hat man gestern wieder bei Jauch und der rothschen Empörungsrhetorik gesehen. Dabei haben die Grünen eigentlich genug Probleme momentan im eigenen Laden.

2. Auch der deutsche Fußball hat sich in der vergangenen Woche nicht mit Ruhm in Zürich bekleckert. Es wird von mir keine weiteren Beiträge zur abgelaufenen Fußballbundesliga-Saison 2014/2015 geben. Der Rückblick auf Bayern München, den VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach erfährt keine weiteren Folgen. Verschenkter Traffic hin oder her.

3. Es wird jegliche Berichterstattung über die anstehende FIFA-Fußballweltmeisterschaft der Frauen auf Kunstrasen in Kanada von meiner Seite ausbleiben, inklusive dass ich selber keinerlei Berichterstattung  über das Event der ehrenwerten Organisation lesen oder anderweitig konsumieren werde. Hope Solo hin oder her.

4. Es wird die nächsten Wochen von mir auch keine Fußballzeitung gekauft.

5. Die aktuellen FIFA Sponsoren werden auf Umsätze von meiner Seite verzichten müssen.

6. Ganz schweres Brett, aber es muss sein. Ich schaue nächsten Samstag kein UEFA-Champions-League Finale zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona. Messi, Neymar, Buffon, Pirlo hin oder her. Ich mag Herrn Platini nicht auf der Tribüne sehen. Jenen wachsweich sich in der vergangenen Woche in Zürich windenden Fußballfunktionär.

7. Ich werde die nächsten Wochen auch kein Fußballstadion betreten und mir kein Spiel anschauen.

8. Okay, eigentlich ein Pflichttermin heute Abend. Aber auch er wird gecancelt. Olli Dittrich hin oder her mit seinem alternativen Sportstudio. 

Was haben eigentlich Blatter und der HSV gemeinsam? Sie können nicht loslassen.

9. Es wird auch in den nächsten Wochen kein Blick in die Fußballberichterstattung  der sonst gern gelesenen Zeitungen wie Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Südkurier etc. geben. Johannes Aumüller, Thomas Kistner oder Anno Hecker hin oder her.

10.  Es gibt eine strikte Fernsehfußballvermeidungs Strategie von mir. Konsequent. Egal wie marktschreierisch ARD, ZDF oder Sport1 ihre Fußballquotenhitangebote an den Mann bringen wollen. Ich bin nicht dabei.

 

Sport am Bodensee: Fernab vom Sumpf

Nein, die unappetitlichen Dinge in Sachen Korruptionsskandal in der FIFA, die da mit geballter Wucht täglich in die medialen Kanäle kommen, sind nicht erfreulich. Hier am Bodensee ist Fußball beileibe nicht das ganz große Ding. Es gibt einfach viele andere schöne Sachen.

Foto:  © Copyright – Michael Wiemer

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Nach der Verhaftungswelle bei der FIFA gibt es eine Substratsättigung in Sachen Fußball

Guten Morgen.

Nein, Lust auf Fußball habe ich im Moment keine. Ich habe wie bei der Substratsättigung in Sachen Uli Hoeneß momentan keinen Appetit auf eine Sportart die mich seit 1973 in meinem Leben intensiv begleitet hat und der ich auch die entsprechende Hingabe, Leidenschaft, Aufmerksamkeit, Lebenszeit etc. gegeben habe. Nein, ich räume nicht mein Bücherregal mit den zahlreichen Fußballbüchern über die zahlreichen Weltmeisterschaften.

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Foto:  © Copyright – Michael Wiemer  

Doch ich werde sie in nächster Zeit meiden. Die Bücher werden von mir nicht angefasst.

Für mich persönlich habe ich eine sofort umsetzbare 10 Punkte Liste erstellt und ziehe dem Fußball meine Aufmerksamkeit ab.

Fußballsubstratsättigung

1. Es wird heute Abend nicht die Plasberg Sendung Wachsweich aber unfair im ARD zur FIFA geschaut. Dieses Gequatsche bringt ja nichts. Hat man gestern wieder bei Jauch und der rothschen Empörungsrhetorik gesehen. Dabei haben die Grünen eigentlich genug Probleme momentan im eigenen Laden.

2. Auch der deutsche Fußball hat sich in der vergangenen Woche nicht mit Ruhm in Zürich bekleckert. Es wird von mir keine weiteren Beiträge zur abgelaufenen Fußballbundesliga-Saison 2014/2015 geben. Der Rückblick auf Bayern München, den VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach erfährt keine weiteren Folgen. Verschenkter Traffic hin oder her.

3. Es wird jegliche Berichterstattung über die anstehende FIFA-Fußballweltmeisterschaft der Frauen auf Kunstrasen in Kanada von meiner Seite ausbleiben, inklusive dass ich selber keinerlei Berichterstattung  über das Event der ehrenwerten Organisation lesen oder anderweitig konsumieren werde. Hope Solo hin oder her.

4. Es wird die nächsten Wochen von mir auch keine Fußballzeitung gekauft.

5. Die aktuellen FIFA Sponsoren werden auf Umsätze von meiner Seite verzichten müssen.

6. Ganz schweres Brett, aber es muss sein. Ich schaue nächsten Samstag kein UEFA-Champions-League Finale zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona. Messi, Neymar, Buffon, Pirlo hin oder her. Ich mag Herrn Platini nicht auf der Tribüne sehen. Jenen wachsweich sich in der vergangenen Woche in Zürich windenden Fußballfunktionär.

7. Ich werde die nächsten Wochen auch kein Fußballstadion betreten und mir kein Spiel anschauen.

8. Okay, eigentlich ein Pflichttermin heute Abend. Aber auch er wird gecancelt. Olli Dittrich hin oder her mit seinem alternativen Sportstudio. 

Was haben eigentlich Blatter und der HSV gemeinsam? Sie können nicht loslassen.

9. Es wird auch in den nächsten Wochen kein Blick in die Fußballberichterstattung  der sonst gern gelesenen Zeitungen wie Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Südkurier etc. geben. Johannes Aumüller, Thomas Kistner oder Anno Hecker hin oder her.

10.  Es gibt eine strikte Fernsehfußballvermeidungs Strategie von mir. Konsequent. Egal wie marktschreierisch ARD, ZDF oder Sport1 ihre Fußballquotenhitangebote an den Mann bringen wollen. Ich bin nicht dabei.

Reblog: Das hohe Loblied auf König Blatter

Nein, die Wahl von SED Politbürochef Erich Honecker Sepp Blatter, in der heute Show vom ZDF despektierlich als “Der sprechende Geldkoffer” bezeichnet, ist keine Überraschung. Ein Favoritensieg. Man hätte das Bruttosozialprodukt der Bundesrepublik Deutschland auf die Wiederwahl von König Blatter setzen können. Königsmessen sind ja in der Regel vorhersehbar. Jens Weinreich ist mit live aus Zürich: Der Tag danach im Home of FIFA auch bereits wieder auf Sendung.

Fokus Fussball hat unter #Link11: Der Proceß das Scheinwerferlicht auf Pressestimmen geworfen und eine illustre Presserundschau zusammengestellt.

König Blatter, König Blatter. Er steht wie kein zweiter für das System FIFA. Gelegenheit ins Blogarchiv zu greifen.

Reblog [21. Juli 2012]: Das hohe Loblied auf König Blatter

Blatter ist seit Jahrzehnten in bestechender Form. Er ist der emotionale Leader eines exklusiven Weltklasseteams. Alleine seine Seitenwechsel. Oder die legendäre Abseitsfalle für missliebige Funktionärskollegen oder überkritische Sportjournalisten. Auch seine Schussstärke ist beeindruckend. Sein Distanzschuss kürzlich an das deutsche 2006er Bewerbungsgebälk war in aller Munde. Seine taktische Vielfalt ist einmalig in dieser Liga. Er beherrscht Tackling in höchster Ausführung. Rückfallzieher, Seitfallzieher oder die spezielle Art des Kopfballspiels (bei Gefahr auch einfach den Kopf kurz einziehen und abwarten) erhöhten stetig seinen Wert auf dem Transfermarkt.

Auch bei der Medienarbeit, oft von sehr laschen Bundesligafußballern nur mit semiprofessionellen 0815 -Interviews notdürftig verrichtet, zeigt Blatter seine Eleganz und intellektuelle Weitsicht sowie rhetorische Überlegenheit. Er brilliert auf dem Podium wie auf dem Rasen. Blatter beherrscht in kritischen Situationen das Zeitspiel und hat stets die Uhr im Blick. Berühmt-berüchtigt sein Teamgeist. Manch Mannschafskamerad aus dem inneren Zirkel kann ein Lied davon singen. Auch die Personalplanung hat er stets stringent durchgezogen. Mannhaft. Fernab falscher Sentimentalitäten.

Blatter ist belesen. Nicht immer gefallen ihm vielleicht die aktuellen Schlagzeilen. Journalistische Vollblutstürmer wie Jens Weinreich titeln auf ihrem Blog Lösung für die FIFA? Kollektiv-Rücktritt der Führungsclique!

Stärke zeigen. Mit Power sich über die Kritiken souverän hinwegsetzen. Der König ist wendig, kann Haken schlagen und beendet seine Laufbahn nicht nach Willen des Publikums. Er hat doch einen Matchplan. Das einzige was man aufgibt ist ein Brief. Doch nie das Amt. Die Geschichtsbücher in der Sparte Fußball werden ihm für seine Beharrlichkeit die entsprechenden Seiten bereithalten. Lasst Champagnerkorken knallen.

Reblog: Match Race Germany 2014 in Langenargen nimmt Konturen an

21. Mai 2015. Kampf um ein Preisgeld von 30.000 Euro beim Match Race Germany 2015. Im vergangenen Jahr gab es ein Preisgeld von 50.000 Euro. Dazu später noch.

So, der 1. Tag beim Match Race Germany 2015 in Langenargen am Bodensee ist auch vorbei. Die Wettfahrleitung brach 18.00 Uhr die Rennen ab. Die lieben Windverhältnisse. Unstete Winde. Sie erforderten von den 60 Seglern und dem erfahrenen Wettfahrleiter Rudi Magg eine gehörige Portion Geduld. Nach dem heutigen Auftakt grüßt Eric Monnin aus der Schweiz vom Team SailBox von der Position 1 im Klassement trotz verlorener Starts in Serie.

Der charismatische Sportdirektor Eberhard Magg:

,,Wir haben heute schon sehr spannenden Sport und heiß umkämpfte Duelle erlebt, die Lust auf mehr gemacht haben. Wir sind mehr als zuversichtlich, dass wir am Freitag mehr Rennen sehen werden.”

So ergibt sich beim Match Race Germany 2015  der folgende Zwischenstand:

 ZWISCHENSTAND VORRUNDE, TAG 1
(Die Crews haben nicht die gleiche Anzahl an Rennen gesegelt)

1. Eric Monnin , 39, Stäfa/Schweiz, Team SailBox – 3:0
2. Tomislav Basic, 40, Split/Kroatien, TB Race Team – 2:1
2. Dejan Presen, 33, Ljubljana/Slowenien, Lumba Match Race Team – 2:1
4. Joachim Aschenbrenner, 21, Nivå/Dänemark, Aschenbrenner Racing – 1:0
4. Reuben Corbett, 27, Kerikeri/Neuseeland, Corbett Racing – 1:0
4. Przemyslaw Tarnacki, 37, Danzig/Polen, Energa Yacht Racing Team – 1:0
7. Max Trippolt, 24, Bregenz/Österreich, Trippolt Sailing Team – 0:1
7. Tino Ellegast, 35, Konstanz/Deutschland, Team Ellegast – 0:1
7. Mathew Jerwood, 22, Australia, Redline Racing – 0-1
10. Mark Lees, 23, Poole/Großbritannien, GBR Match Racing – 1:2
10. Christian Binder, 52, Schwechat/Österreich, Flat Lake Sailing Team – 1:2
12. Tim Kröger, 50, Hamburg/Deutschland, New Wave by adidas – 0:3

So, ein Reblog war in der Headline angekündigt. Dann tauchen wir sofort in den Text und meine Bilder vom vergangenen Jahr hinein:

Reblog [vom 2. Juni 2014]

Match Race Germany 2014 in Langenargen nimmt Konturen an

Traveler Digital Camera  Einst adelte Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) Langenargen mit folgenden Worten:

,,Langenargen ist nur mit den schönsten Ansichten bei Genua und Neapel vergleichbar.”

Charmant. Ohne Agentur. Für solche marketingtechnisch unbezahlbaren Worte würde manch Tourismusverantwortlicher anderer Ortschaften sich händeringend nach einer historischen Dichterin suchend, auf den Weg in die Archive machen. Langenargen am Nordufer des Bodensees ist wirklich mit einer sehr schönen Ansicht und Aussicht gesegnet.

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Dieser Tage rückt das Match Race Germany 2014 immer näher. Im Sportkalender am Bodensee hat das Event mit den packenden Duellsegelsport einen festen Platz. Über die Jahre haben Harald Thierer, Eberhard Magg und Bernd Buck ein Segelevent auf die Beine gestellt, deren Anziehungskraft sich die besten Skipper der ISAF-Weltrangliste nicht entziehen können. Dieses Jahr erlebt Langenargen bereits die 17. Auflage.

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Auch die einheimische Hotellerie profitiert selbstredend vom Segelevent. Die Buchungen sind alle unter Dach und Fach. Die Stammgäste kommen seit vielen Jahren zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Vom Balkon aus entspannt in den Hafen zu schauen, den Morgen in Langenargen mit einer gut duftenden Tasse Kaffee, einem Espresso oder einem Cappuccino zu beginnen, für viele Besucher ein liebgewonnenes Ritual beim Start in den Tag.

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Die Vorbereitungen für das diesjährige Match Race Germany vom 5. bis 9. Juni laufen auf Hochtouren. In der aktuellen Pressemitteilung unter dem Titel Ab Montag trainieren die Profis vor Langenargen, 100 Helfer bereiten sich auf Deutschlands Segelklassiker vor heißt es:

,,Das Match Race Germany 2014 kann beginnen: Zwölf Teams, ein Revier mit Charakter, 100 Helfer und ein 2000 Quadratmeter großes Regattadorf im Langenargener Gondelhafen bereiten sich auf den Besuch Zehntausender Besucher vor. Der einzige deutsche Grand Prix der Alpari World Match Racing Tour serviert mehr als 100 Segel-Duelle auf dem Bodensee direkt vor dem Langenargener Ufer und über Pfingsten ein prächtiges Infotainment-Programm an Land. Der erste Startschuss zu Deutschlands führendem Klassiker im Duellsegeln fällt am 5. Juni. 78 Vorrunden-Duelle stehen an, bevor die erfolgreichsten Crews ins Viertelfinale einziehen und bis zum Pfingstmontag ihren Bodensee-König ermitteln. Fünf Tage lang kämpfen die besten Profiteams der Welt um rund 50.000 Euro Preisgeld und wichtige Punkte für die Tour-Wertung, an deren Ende nach insgesamt sechs Regatten auf drei Kontinenten beim Monsoon Cup in Malaysia Ende November die neuen Weltmeister gekürt werden und weitere 500.000 US-Dollar ausgeschüttet werden.”

Bis zum Beginn ist noch einiges zu tun. Am Wochenende habe ich mir selbst vor Ort ein Bild gemacht. Das VIP-Zelt ist noch mit Equipment zu bestücken. Die Aufbruchsstimmung und Vorfreude auf das Segelevent ist in meinem lieblichen Nachbarsort Langenargen spürbar.

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Eine Änderung wird es in Sachen Kommentator dieses Jahr geben. Der bewährte ZDF-Moderator Nils Kaben ist diesmal nicht beim Matchrace dabei. Er hat dieses Jahr die Fußball-WM in Brasilien im Terminkalender. Am Sonnabend interviewte er nach dem Freundschafsspiel Niederlande gegen Ghana den Leader Kevin-Prince Boateng im Rahmen der Berichterstattung über WM-Vorbereitungsspiele des ZDF Sportstudios. Nils Kaben sprach Boateng auch auf sein kürzliches Interview an, in dem er den deutschen Nationalspielern fehlende Führungsstärke und Nicht-Umgehen-Können mit dem Druck vorwarf. Der Schalke Profi muss aus verschiedenen Ecken einiges zu hören bekommen haben. Im Interview nach der Partie gegen die Niederlande mit Nils Kaben wollte er sich nicht weiter dazu äußern und wirkte fast etwas kleinlaut. Doch bleiben wir beim Match Race. Also für den ZDF-Mann Kaben wird dieses Jahr der Kieler-Woche Moderator Christoph Kröger am Mikro sein und die Live-Kommentierung vornehmen.

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Die Premiere der Veranstaltung Match Race Germany in Langenargen war übrigens 1997. Nur einmal in der Geschichte musste aufgrund von Hochwasser das Segelevent ausfallen. Das war 1999. Wer noch ein wenig in der Geschichte blättern will findet auf der offiziellen Website matchrace Lesestoff.