Brasilien WM 2014: Die Geldtöpfe der WM-Auslosung

Okay, Jürgen Klopp wird den Tag der WM-Auslosung in Brasilien nicht entgegenfiebern. Er schaut sich die Sache nicht an. Der ehemalige Zweitligatrainer gab dieser Woche kund, wie wenig ihn die ganze Zeremonie interessiert.

,,Man erfährt ja sowieso irgendwann, gegen wen man spielen muss. Es ist schön, dass die FIFA ein Riesen-Event daraus macht, aber sie könnten auch einfach losen und die Verbände dann anrufen.“

Vielleicht mag Jürgen Klopp in der Zwischenzeit am Freitag ein wenig Video gucken. Hier zum Auftakt ein wenig Brasilien-Flair inklusive der Bedienung von Klischees. Hat-Tip an interpool.tv.

Topf 1:  Brasilien, Spanien, Deutschland, Argentinien, Kolumbien, Belgien, Schweiz, Uruguay
Topf 2:  Chile, Ecuador, Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Nigeria
Topf 3: 
Australien, Iran, Japan, Südkorea, Coast Rica, Honduras, Mexiko, USA
Topf 4: 
Holland, Italien, England, Portugal, Griechenland, Bisnien-Herzegowina, Kroatien,    Rußland, Frankreich

Das sind also die Geldtöpfe der WM-Auslosung. Das Branchenblatt SPONSORs teilte am Donnerstag diese schöne und große Zahl in Sachen monetäre Ausschüttung mit:

,,Der Weltmeister 2014 erhält vom Fußball-Weltverband (FIFA) ein Siegpreisgeld von 35 Millionen Dollar (umgerechnet rund 25,77 Millionen Euro). Dies gab die FIFA nach der Sitzung des Exekutivkomitees am Donnerstag in Costa do Sauípe bekannt.“

Im Fußballbuch Süddeutsche Zeitung WM-Bibliothek 1930 – 1950 wird zum Turnier vor 63 Jahren in puncto Finanzen folgendes festgehalten:

,,Die WM wurde für damalige Verhältnisse ein enormer finanzieller Erfolg. Der Gewinn von 21 Millionen Cruzeiros, was rund 7 Millionen Mark entsprach, ging zu 60% an die teilnehmenden Verbände, zu 25% an den Veranstalter und zu 15% an die FIFA.“

Die jetzige WM ist nicht frei von Sorgen. Manch einer war ob der Proteste im Sommer beim Confed Cup überrascht. Das gellende Pfeifkonzert für die brasilianische Präsidentin und den FIFA-Boss war unüberhörbar. Kosten sozialisieren und Gewinne privatisieren ist kein Modell um in Friede, Freude, Eierkuchen Manier den Beifall der Massen zu bekommen. Das brasilianische Volk probte im Sommer 2013 den aufrechten Gang.