Als ich den letzten Volleyballmeistertitel für den VfB Friedrichshafen prognostizierte

Nein, heute keine OutDoor 2017. Es sei denn hier, hier und hier. Friedrichshafen hat viel mehr wie eine einzelne sportive Branchenmesse im Segment Outdoor zu bieten. Da wären natürlich noch die Eurobike zu erwähnen oder die Interboot. Bei allen Messen geht es um das Verkaufen. Nehmen wir kurz die Interboot ins Visier.

Traveler Digital Camera

Foto:  © Michael Wiemer

Auch die Interboot ist umsatzorientiert. Die Produkte werden in Szene gesetzt. Emotionales Marketing ist nicht wegzudenken. Die Brücke zum Kunden. Es geht um den Verkauf. Power-Verkauf. Das ergibt dann mitunter solche Erfolgsgeschichten wie seinerzeit erzählt bei Sport am Bodensee: ,,Ich fand den Messeverlauf 2014 etwas ruhiger als 2013, aber ich habe ein Schiff verkauft, von daher bin ich also sehr zufrieden.“

Von Dirk Kreuter, Deutschlands besten Verkaufstrainer, stammt der schöne Satz:

,,Wenn Du es nicht verkaufen kannst, dann ist es nichts wert.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Schwenken wir zu einem weiteren Aushängeschild von Friedrichshafen. In der Zeppelinstadt residiert das Volleyballspitzenteam VfB Friedrichshafen. Der smarte Belgier Vital Heynen peilt für die neue Saison die Meisterschaft an. Die Tränen vom Showdown in der ZF Arena am 7. Mai 2017 sind getrocknet. Die Häfler holten 2015 den letzten Meistertitel an den Bodensee gegen den Erivalen Berlin Recycling Volleys. Diese Meisterschaft hatte ich im Oktober 2014 prognostiziert. Im Sportinsider Interview mit Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller von der Süddeutschen Zeitung. Doch genug geplaudert. Gehen wir direkt in die Reminiszenz hinein:

Reblog: [vom 23. Oktober 2014]

Sportinsider Interview mit Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller 

Vor 14 Tagen kam am 6. Oktober 2014 ein neues Sportbuch auf den deutschen Büchermarkt. 352 Seiten gefüllt mit vielen Facetten zahlreicher Sportarten, auch jener die nicht täglich hoch und runter durch die Medien durchdekliniert werden. Der Rezension zu Sport – Das Buch folgt heute das Interview mit den Sportjournalisten Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller, die über 5.000 Fakten für ein lesenswertes Nachschlagewerk zusammenstellten und unterhaltsam aufbereiteten.Traveler Digital Camera

Wie sind Sie auf die Idee zum Werk Sport – Das Buch gekommen?

Wir haben uns bei der SZ oft darüber gestritten, wer mehr über Sport weiß. Das ging los mit Kleinigkeiten wie der Frage nach deutschen Tore in WM-Finals bis hin zu: Wer hat die meisten Goldmedaillen im Sportangeln gewonnen? Irgendwann haben wir uns gesagt: Diese verrückten Fakten könnten doch auch noch andere Menschen interessieren. Und tatsächlich: Herr Jacob von C. Bertelsmann war begeistert – und nun hoffen wir, dass es die Leser auch sind.

Sie haben mit viel Akribie 104 Sportarten und mehr als 5.000 Fakten zusammengetragen. Welche 5 Sportarten sind Ihre Lieblingssportarten und warum?

Jürgen Schmieder: Mein ganz persönlicher Favorit ist Wagenrennen, danach kommen Angeln und Darts. Wagenrennen deshalb, weil es einfach verrückt ist und man beim Lesen Tränen lacht. Darts, weil es diesen extra Nutzwert verkörpert, den das Buch haben soll: Wir präsentieren das mathematisch fairste Brett. Und Angeln, weil es für mich persönlich widerspiegelt, was das Buch sein soll: Ich hatte keine Ahnung von dieser Sportart, doch durch die Recherche bin ich klüger geworden – und so soll es dem Leser auch gehen: Er soll sich unterhalten fühlen, aber auch ein bisschen was Neues sehen.

Johannes Aumüller: Wagenrennen ist die Nummer eins, ganz klar, schließlich sollen auch die Lateinlehrer etwas von dem Buch haben. Und überhaupt waren die Sportarten bemerkenswert, die man wenig auf dem Schirm hat: Bridge, Backgammon, solche Sachen. Aber bei denen gibt es oftmals die besten Anekdoten und Fakten.

Wie kam die Zusammenarbeit zum C. Bertelsmann Verlag zustande. Wie stark war die Unterstützung von Verlagsseite in Person von Johannes Jacob sowie Linda Walz und was war die beste Anekdote in der Zusammenarbeit mit dem Verlag?

Jürgen Schmieder: Ich hatte bei C. Bertelsmann schon ein paar Bücher veröffentlicht, deshalb war der Kontakt schon da – und Herr Jacob und Frau Walz waren dabei stets wahnsinnig nett, zuvorkommend und begeistert von Ideen. Die beiden haben uns auch immer unterstützt, auch und vor allem in Zeiten, in denen wir am Verzweifeln waren. Die lustigste Anekdote? Puh, ich glaube, da muss ich die Namensfindung für das Buch nennen, bis wir auf “Sport – Das Buch” kamen – was übrigens die allererste Idee war. Also einmal im Kreis. Die anderen Vorschläge dürfen wir leider nicht nennen, weil Sie uns sonst für verrückt erklären.Traveler Digital Camera

Mir haben die Illustrationen von Hanni Schmieder sehr gut gefallen. Für mich jetzt schon Kult, die Viererbob-Sequenz in der Badewanne auf Seite 54. Gab es Vorschläge von ihr, die ihren Weg erst in eine 2. Auflage schaffen werden?

Haha, eigentlich stammen alle Vorschläge von ihr! Im Ernst: Ohne sie wäre das Buch nicht möglich gewesen, weil die Zusammenarbeit so eng war und wir uns stets austauschen konnten. In der Schublade liegen aber noch verrückte Ideen für eine zweite Auflage – wenn wir dann noch andere Sportarten aufnehmen dürfen…

Sport – Das Buch ist seit dem 6. Oktober 2014 in Deutschland auf dem Büchermarkt. Gibt es persönliche sportive Zielsetzungen in puncto. verkaufter Auflage? Sind Fernseh- und Radioauftritte geplant?

Zielsetzung gibt es keine. Wir freuen uns über jeden, der das Buch kauft – und sich dann freut, dass er es sich gekauft hat. Und wir freuen uns über jeden Journalisten, dem unser Buch gefällt und der uns haben möchte – wie auch über jede Buchhandlung, die uns zu einem lustigen und informativen Abend einlädt.Traveler Digital Camera

Buchverkauf ist heute auch immer wieder ein Thema in den Social Media Gefilden. Wie stark nutzen Sie die Tools selber um das Buch zu promoten?

Schon immens. Wir wissen, wie wichtig Blogs, Facebook und auch Twitter sind – und wir hoffen, den ein oder anderen Leser darüber begeistern zu können.

Die Deadline für das Buch war der 31. Juli 2014. Die Volleyball-WM 2014 hat es so nicht mehr in Sport – Das Buch geschafft. Auf Seite 322 heißt es bei Wettkampf, den man gesehen haben muss: 

,,Das WM-Finale der Männer 1986. Nach Jahrzehnten, in denen bei Weltmeisterschaften ausschließlich osteuropäische Mannschaften Gold gewannen, kam es nun zum direkten Duell zwischen den USA und der Sowjetunion – und die USA siegten. Seitdem gewannen nur noch Italien (dreimal) und Brasilien (ebenfalls dreimal) WM Gold.“  

Jetzt kam Weltmeister Polen dazu. 

Haben Sie die Volleyball-WM  2014 verfolgt, sportdeutschland.tv übertrug ja im Internet alle 103 Spiele.

Jürgen Schmieder: Ja, ich habe das verfolgt – doch so toll die Spiele auch waren: Ich bleibe beim WM-Finale 1986 als Wettkampf, den man in dieser Sportart gesehen haben muss…

Johannes Aumüller: Ja, hätten wir den letzten Satz besser mal weggelassen. Zumal ich als Osteuropa-Freund ohnehin sagen muss, dass jetzt wieder eine Zeit der Osteuropäer kommt: Dieser Dmitrij Muserskij ist einfach unglaublich, und vielleicht schafft er bis zur zehnten Auflage im Jahr 2020 ja auch in die Rubrik „Bester Sportler“.

Da wir gerade bei Volleyball waren. Die aktuelle Volleyball Bundesliga hat unter neuen Namen, Claim, und Webauftritt ein Facelifting hinter sich. Wer wird in der Saison 2014/2015 bei den Männern deutscher Volleyballmeister?

Jürgen Schmieder: Ich bin ja aufgrund meines Wohnortes Los Angeles eher dem Beachvolleyball zugeneigt – gerade waren in Manhattan und Hermosa zwei wunderbare Turniere. Aber okay, hier die Tipps: Bei den Frauen muss ich auf den Titelverteidiger Dresdner SC setzen, auch wegen Louisa Lippmann. Bei den Männern wäre es einfach, nun “Berlin” zu sagen. Aber genau deshalb sage ich: Friedrichshafen.

Johannes Aumüller: Einer der seltenen Fälle rund um dieses Buch, bei denen wir uns einig wären. Normalerweise gab es ja immer heftige Diskussionen, zum Beispiel, ob beim Fußball in die Kategorie „Spiel, das man gesehen haben muss“ eher das Jahrhundertspiel von 1970 gehört oder das 7:1 von Deutschland gegen Brasilien bei der WM 2014. Was meinen Sie?

Sportinsider: Nun, nach drei Jahren ohne Meistertitel ist die Mannschaft von Stelian Moculescu reif den Berlinern den Titel abspenstig zu machen. Der VfB Friedrichshafen hat sich gut verstärkt, die Stimmung im Umfeld ist gut und der Hunger auf die Meisterschaft da. Ich lege mich fest: Der VfB Friedrichshafen wird seinen 13. Meistertitel am Ende der Saison 2014/2015 feiern.

Ist Schach eine Passion von Ihnen und wie sehen die Prognosen für den in Sotschi im November beginnenden Schach-WM Kampf zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand aus?

Jürgen Schmieder: Wir sind beide Schachbegeistert, wobei Johannes der bessere Spieler ist. Ich bin der Meinung, dass Carlsen derzeit nicht zu besiegen ist – noch nicht einmal von einem Computer, den einer meiner Freunde übrigens gerade programmiert.

Johannes Aumüller: Dafür ist Jürgen der bessere Schachboxer. Meine DWZ hat sich zuletzt auch nicht wirklich verbessert, weil ich so sehr mit der Erstellung dieses Büchleins beschäftigt war. Mein Tipp für Sotschi: Carlsen, noch eindeutiger als beim letzten Mal.

Die Arbeit an Sport – Das Buch hat sicher viel Konzentration gefordert. Wie hoch war der persönliche Kaffeeverbrauch?

Jürgen Schmieder: Viel wichtiger ist die Frage: Wer hat wann Kaffee getrunken? Schließlich gab es entweder neun Stunden Zeitunterschied – oder beim Aufenthalt von Johannes in Teheran noch viel mehr. Es war tatsächlich ein immenser Aufwand, all die Fakten zusammenzutragen. Auf der anderen Seite hat es Spaß gemacht und wir haben selbst viel gelernt, also haben wir gerne Kaffee getrunken und sind wach geblieben.

Johannes Aumüller: Ich hab es geschickterweise verstanden, unsere Treffen so einzurichten, dass meist Jürgen den Kaffee-Part übernommen hat, während ich schon beim Feierabend-Bier war.

Was ist Ihre persönliche Lieblingsstelle im Buch und warum?

Jürgen Schmieder: Ganz ehrlich: die Danksagung – weil es bedeutete, dass wir endlich fertig waren.

Johannes Aumüller: Die Frage für Angeber in der Kategorie Fußball, weil mit der unser Projekt im Prinzip konkret begann. Wie viele deutsche Spieler haben in einem WM- oder EM-Finale von außerhalb des Strafraums ein Tor geschossen?

sportinsider:  Ich bedanke mich herzlich für das Interview und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit dem Buch, dem aufspüren weiterer interessanter Sportarten und Fakten.

Zu guter Letzt: Wer den Sportjournalisten und Buchautoren per Twitter folgen möchte findet hier Jürgen Schmieder und hier Johannes Aumüller.

Reblog: Ein paar Worte zu Hajo Seppelt. Derweil geht der Playoff-Wahnsinn weiter.

Sie waren auf einem Höllentrip. Ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit, etwaig besorgte Mütter oder das sorgenvolle Gesicht ihres Sachbearbeiters der örtlichen Krankenkasse. Die Rede ist vom promovierten Sportjournalisten Raoul Duke und seinem Spezi, dem unkonventionellen Rechtsanwalt Dr. Gonzo. Sie lassen es krachen. Doping? Was ist das? Duke und Dr. Gonzo hatten sich auf den Weg gemacht. Ziel war das  Offroad-Rennen Mint 400 in der Wüste bei Las Vegas. Sportjournalist Raoul Duke hatte einen Auftrag für ein Magazin. Aufgabe war die Berichterstattung über das Rennen. Auf dem Weg nach Las Vegas lassen Duke und Dr. Gonzo nichts aus. Ihr Drogenrausch wird im Film Fear and Loathing in Las Vegas von Regisseur Terry Gilliam so geschildert.

„Wir hatten zwei Beutel Gras, fünfundsiebzig Kügelchen Mescalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, ’nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und ein ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher … sowie ’nen Liter Tequila, ’ne Flasche Rum, ’ne Kiste Bier, ’nen halben Liter Ether und zwei Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unseren Trip brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ’ne ernsthafte Drogen-Sammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden.“

Sportjournalist Raoul Duke wurde in dem 1998 herausgekommenen Film, dessen Drehbuch auf  dem Roman Angst und Schrecken in Las Vegas von Hunter S. Thompson basiert, von Johnny Depp gespielt. Seinen Begleiter Dr. Gonzo spielte Benicio del Toro. Verlassen wir an dieser Stelle den Kinosaal. Duke und Dr. Gonzo haben mit ihrem gemieteten Chevrolet Impala Cabriolet noch ein paar Fahrkilometer vor sich.

Schwenken wir zum brutalen Thema Doping im Hochleistungssport. Bullshit. Da gibt es keine zwei Meinungen. In Deutschland ist die Schar der Sportjournalisten, die sich dem Thema Doping kontinuierlich widmen, doch sehr überschaubar. Hajo Seppelt ist einer von ihnen. Blicken wir in mein Blogarchiv. Und legen los.

Reblog: [vom 6. April 2016] 

Ein paar Worte zu Hajo Seppelt. Derweil geht der Playoff-Wahnsinn weiter

Während die Promotion-Tour von Hajo Seppelt weitergeht, siehe das Spox Interview unter dem Titel „Man muss im Fußball recherchieren“ und bevor ich mich dem Sportgeschehen am Bodensee zuwende, generell ein paar Worte zur Doping-Berichterstattung in Deutschland. Ja, es gab sie, die Sternstunden des investigativen Journalismus. Erinnert sei an das Jahr 1998. Damals strahlte die ARD die Sendung Monitor mit dem unvergesslichen Moderator Klaus Bednarz aus. Seine Anmoderation zum Bericht von Wolfgang Bausch, Fred Kowasch und Jo Angerer über Doping im Radsport (Hier geht es zum Video des Originalfilmbeitrages bei Monitor) war ein Lehrbeipiel wie seriöser und kompetenter Journalismus in Sachen Doping-Berichterstattung aussehen kann.

Nein, ich habe nie den Ehrgeiz gehabt Deutschlands Nummer 1 in Sachen Doping-Berichterstattung zu werden. Mich 365 Tage am Stück, 24 Stunden mit den unappetitlichen Dingen der Industriebranche Profisport zu beschäftigen, wäre mir dann doch monothematisch zu eng.  Auch meine Leser haben ja schöne Interessen. Die Besucherströme zum Countdown des Schach-WM Kandidatenturniers in Moskau im März 2016  oder der Sport am Bodensee: Auf den Spuren von Brigitte Bardot, Sophia Loren, Sean Connery und Co. sprechen da eine deutliche Sprache. Der Mensch mag nicht immer nur im Doping-Müll wühlen, sich damit auseinandersetzen und eigenes Sehverhalten ständig kritisch zu hinterfragen. Das Leben ist schön. Es hat viele Facetten zu bieten.

Traveler Digital Camera

Foto:  © Michael Wiemer

Nichtsdestotrotz ist ernsthafte Auseinandersetzung von Journalisten mit dem Thema Doping wichtig. Siehe oben die Qualitätsarbeit bei Monitor im Jahr 1998. Später gab es dann eine Phase, wenn ich gefragt wurde, wer denn zuverlässig und seriös über Doping in Deutschland berichtet, dass ich die Namen Daniel Drepper, Jonathan Sachse und Jens Weinreich in die Runde warf. Sie hatten Drive, bedienten Blogs mit Texten, Quellen, interessanten Recherchen. Hajo Seppelt hatte ich zu jener Zeit nicht auf dem Notizzettel, wenngleich ich seine Arbeiten kannte. Hajo Seppelt war in den letzten Jahren fleißig. Im vorletzten Jahr dann seine Dokumentation „Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht.“ sowie 2015 „Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik.“

Es hagelte Auszeichnungen. Zu Recht. Zwei seien an dieser Stelle erwähnt: 2016 gab es den Bud-Greenspan-Award der New York Television and Film Writers für die Dokumentationen „Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht“ und „Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik“ und 2015 die bemerkenswerten Siegerpreise beim ersten weltweiten Journalistenwettbewerb „Sports Media Pearl Award“ des Weltverbands der Sportjournalisten (AIPS) in Abu Dhabi in der Kategorie Video documentary für den Film „Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik“ und in der Kategorie Best investigative reporting.

Jetzt also am letzten Sonntag Hajo Seppelts neuestes Werk bei WDR sport inside mit dem Bericht über den Londoner Gynäkologen und Sportflüsterer Dr. Mark Bonar. Auch die ARD brachte ihn. Und Seppelt durfte auch in der Tagesschau sein Statement abgeben. Noch fehlen konkrete Namen. Seppelt im eingangs erwähnten Spox Interview:

,,Es sind im Rahmen der Aufnahmen mit der versteckten Kamera Namen genannt worden, bei denen es sich zum Teil um sehr bekannte Fußballer und Sportler handelt, die den meisten Fans weltweit bekannt sein dürften. Wir sind da sehr vorsichtig und werden keinen öffentlich anschwärzen, solange die Beweislage nicht eindeutig ist – und das ist sie in diesem Fall nicht. Es gibt Behauptungen eines Arztes, der offenkundig Dopingmittel verschreibt und sich in der Szene sehr gut auskennt. Ein anderer sagt, dass er Fußballer zu ihm geschickt hat. Die Indizienkette ist also schon sehr dicht. Doch das reicht aus unserer Sicht noch nicht aus, um Namen öffentlich zu nennen.“

Das lasse ich mal so stehen.

Wenden wir uns dem Sportgeschehen am Bodensee zu. Gestern Abend standen die Ravensburg Towerstars mit dem Rücken zur Wand. Der kanadische Coach Daniel Naud hatte die Oberschwaben jedoch gut eingestellt. Im DEL2 Playoff-Halbfinale gab es einen begeisternden 6:3 Sieg gegen das Eishockeyteam der Kassel Huskies. Damit steht es in der Best of Seven Serie 2:3. Nächstes Spiel am Freitag in Kassel.

Auch die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen sind im Playoff-Fieber. Sie schauen heute genau hin. Sollte erwartungsgemäß Erzrivale Berlin Recycling Volleys gegen CV Mitteldeutschland weiterkommen, geht es im Playoff-Halbfinale am 13. April gegen die United Volleys RheinMain, den Pokalschreck der Häfler. Der Vorverkauf für die Tickets ist bereits angelaufen. Die Geschäftsstelle in der Meistershofener Straße 25 in Friedrichshafen und der Onlineticketpartner reservix sind adäquate Adressen für alle Fans. Nein, Vital Heynen ist als neuer Trainer noch nicht offiziell verkündet. Alle warten gebannt nach der Dechiffrierung des Interviews von Vital Heynen mit der Schwäbischen Zeitung auf das Rauchzeichen.

Schwenk zum Segeln. Das Match Race Germany in Langenargen hatte im vergangenen Jahr den Sieger Tomislav Basic aus Kroatien gesehen. Er verwies den Schweizer Eric Monnin und den Dänen Joachim Aschenbrenner auf die Plätze. Die diesjährige Ausgabe ist bereits in Sicht. Der Countdown vermeldet: 35 Tage, 23 Stunden, 19 Minuten und 33 Sekunden. Das Segelevent ist vom 12. – 16. Mai 2016 terminiert.

Sport Mixed Zone Bodensee

Fußball: Der FC St. Gallen schmiert im Auswärtsspiel beim FC Zürich ab. Coach Joe Zinnbauer bedient: ,,Die Viererkette habe heute jedoch überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Und auch die Kette davor nicht. Und auch nicht noch weiter vorne.“ +++ Niederlagenserie gestoppt: Der Fußball-Oberligist FV Ravensburg hatte zuletzt 4 Niederlagen am Stück einstecken müssen. Am Wochenende dann der Sieg beim FC Freiburg. Heute steht Pokal für die Ravensburger (Pokalfinalist im WFV-Pokal 2015) an. Sie spielen im WFV-Viertelfinale beim SSV Ulm 1846 im Donaustadion. +++ Befreiungsschlag: Das Fußballteam vom  SCR Altach stand die letzten Wochen im intensiven Abstiegskampf. Jetzt gelang mit dem 2:0 Heimsieg gegen Austria Wien ein Befreiungsschlag. Hier die statistischen Details und Trainerstimmen. +++ Handball: Österreichs Handballmeister Alpla HC Hard verliert im letzten Spiel im Oberen Playoff in Wien bei Fivers Margareten. Am Sonntagnachmittag in Gummersbach dann der Einsatz der Harder Handballspieler Dominik Schmid und Gerald Zeiner im Länderspiel Deutschland vs. Österreich. Der ehemalige Harder Spieler Robert Weber, zur Zeit in Diensten des SC Magdeburg, traf fünffach gegen Deutschland.

Jako und FC St. Gallen, VfB Friedrichshafen mit Coach Vital Heynen vor Meistertitel und Towerstars Personalie

Der Sportartikelhersteller Jako sorgte 2009 für Schlagzeilen in Deutschland. In der Auseinandersetzung mit Blogger Trainer Frank Baade gab es eine intensive öffentliche Resonanz. Das Fußballmagazin 11Freunde leitete damals seinen Artikel unter dem Titel Mit Kanonen auf Blogger so ein:

,,Hätte der Sportartikelhersteller »Jako« die Regeln der Blogger-Szene gekannt, ihm wäre ein PR-Desaster erspart geblieben. Doch »Jako« wusste von nichts und tappte so in die selbstgestellte Falle. Eine Chronologie der Ereignisse.“

Zeit Online titelte mit Blick auf den Rechtsstreit zwischen Blogger Baade und Jako am 4. September 2009: Jako gibt sich geschlagen.

Kai Pahl, Medienexperte und einer der besten Sportblogger Deutschlands, hatte den ganzen Fall ausführlich auf seinem Blog allesaussersport mit Fakten, Verlauf, Zusammenhängen und Reaktionen behandelt. 848 Kommentare sind Ausdruck für gute Recherchearbeit und Klartext.

Schwenk ins Jahr 2017. Jako rüstet aktuell in der Fußballbundesliga die nicht gerade vom sportlichen Erfolg in der Saison 2016/2017 verwöhnten Mannschaften von Bayer Leverkusen und Darmstadt 98 aus. In der Schweiz ist der Sportartikelhersteller ebenfalls aktiv. Hier am Bodensee stattet Jako den FC St. Gallen seit Jahren aus. Das Team vom ehemaligen Hamburger SV Trainer Joe Zinnbauer macht sportlich eine schwierige Phase durch. 5 Niederlagen hintereinander, in den letzten 7 Spielen kein Sieg. Dies bedeutet aktuell Abstiegskampf in der Schweizer Super League. In Sachen Ausrüstungsvertrag wurde die Partnerschaft zwischen dem FC St. Gallen und dem im baden-württembergischen Mulfingen-Hollenbach sitzenden Unternehmen Jako gerade verlängert. Rudi Sprügel, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Jako, auf esb-online  (ESB mit Sitz in St. Gallen wurde 1994 als Europäische Sponsoring-Börse gegründet. 2014 erfolgte die Umbenennung in ESB Marketing Netzwerk):

,,Wir haben enge Beziehungen in die Region St. Gallen. Unter anderem sitzt unser Tochterunternehmen JAKO SCHWEIZ AG in Rorschacherberg am Bodensee. Von dort sind es nur 20 Kilometer bis zum Stadion des FC St. Gallen. Deshalb war es vor neun Jahren logisch, den Verein als erstes JAKO-Team in der Schweiz auszurüsten. Jetzt verlängern wir diese Partnerschaft bereits zum dritten Mal und bekräftigen damit, dass wir noch viele weitere Jahre erfolgreich zusammenarbeiten wollen.“

In der Schweizer Super League steht der FC St. Gallen nach 30 Spieltagen und der letzten Niederlage vom Wochenende gegen BSC Young-Boys auf Platz 8 mit einem Punkt Vorsprung vor dem Tabellenvorletzten FC Lausanne-Sport und fünf Punkten vor Schlusslicht FC Vaduz. Am Sonntag muss Zinnbauer mit seiner Mannschaft zum FC Lausanne-Sport. Eine Woche darauf empfängt am Samstag, den 13. Mai 2017, der FC St. Gallen den Tabellenletzten FC Vaduz. Das Tagblatt nimmt sich der aktuellen sportlichen Krise der Ostschweizer an und dröselt unter dem Titel Niederschmetternde Zahlen die Details der Situation auf. Eigentlich hatte der FC St. Gallen vor Wochen mit dem Abstiegskampf nichts zu tun. Sie waren im scheinbar gesicherten Mittelfeld. Der Trainer steht jetzt auf dem Prüfstand. So sind die Fußballgesetze in der Branche. Präsident Dolf Früh hält weiter zu ihm. Vorerst.

Matchball für den VfB Friedrichshafen bei Berlin Recycling Volleys

Schwenk zum Volleyball. Der VfB Friedrichshafen kann heute im Playoff-Finale den Sack zubinden. Durch den 3:0 Sieg in der heimischen ZF Arena am 23. April benötigt die Mannschaft von Trainer Vital Heynen heute in der Max-Schmeling-Hauptstadt einen Auswärtssieg und die bereits geplante Party in Friedrichshafen kann diese Woche starten. Matchball für die Häfler. Was spricht noch für die Berliner? Okay, das Sprichwort vom Bären und der Verteilung des Fells … Berlin hat in dieser Saison in 5 Spielen gegen den VfB Friedrichshafen verloren. Supercup, 2 x Liga, Pokalfinale und 1. Playoff-Spiel. Dazu hat Berlin Recycling Volleys am Wochenende in Rom beim Final Four der Champions-League gespielt. Im Rückreisegepäck zwei Niederlagen. Im Halbfinale gegen die russischen Riesen von Zenit Kazan mit 0:3. Das war zu erwarten gewesen. Im Spiel um Platzt 3 gegen Lube Civitanova gab es eine 1:3 Niederlage. Vital Heynen merkt an:

,,Ob diese Niederlagen und die Reisen jetzt ein Vorteil für uns sind, weiß ich nicht. Ich hätte lieber gegen den Champions-League-Sieger um die Meisterschaft gekämpft.“

Kann sich Berlin mental und körperlich in eine etwaige 3. Partie am 7. Mai in Friedrichshafen kämpfen? Oder müssen die Hauptstädter zusehen wie der VfB Friedrichshafen heute Abend den ersten Meistertitel unter Coach Vital Heynen feiert? Vor einigen Tagen habe ich ja eigentlich bereits alles zum Volleyballmatch in Berlin gesagt im Artikel FV Ravensburg wird von den Stuttgarter Kickers durchgeschüttelt und Vital Heynen sucht einen Co-Trainer.

Foto: © Michael Wiemer

Heute Abend gibt es ab 19.00 Uhr im Foyer der ZF Arena ein Public Viewing. Wer auf der heimischen Couch Platz nehmen will, muss ebenfalls nicht auf Volleyball verzichten. Das Spiel gibt es ab 19.20 Uhr auf sportdeutschland.tv.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: Die Ravensburg Towerstars basteln bereits fleißig am Kader für die nächste Saison in der DEL2. Robin Just kommt vom Vizemeister Bietigheim Steelers. Die Details hat gewohnt präzise Frank Enderle aufgedröselt. +++ Handball: Andreas Joas im Interview mit dem HSG Konstanz Torwart Konstantin Poltrum unter dem Titel ,,Wir sind gerüstet: Haben besondere Mentalität und Charakter – das macht uns stark.“ +++ Schach: Die Offene Stadtmeisterschaft Friedrichshafen 2017 gewinnt Titelverteidiger Reiner Schnorrberger vom SV Friedrichshafen vor Marius Kaiser (SC Tettnang) und Darko Blazevic (SF Mengen). Auf der Webseite vom Schachverein Friedrichshafen, der 2020 sein 100-jähriges Jubiläum feiern wird, gibt es die Details in Wort, Bild und Tabelle.

FV Ravensburg wird von den Stuttgarter Kickers durchgeschüttelt und Vital Heynen sucht einen Co-Trainer

Der 28. Mai 2016 hatte etwas magisches. Real Madrid gewinnt die Champions-League gegen das Leidenschaftsmonster Atletico Madrid (Copyright Matthias Sammer). Am selben Tag gewann der FV Ravensburg erstmalig in seiner Vereinsgeschichte den WFV-Pokal. Das war ein Statement. Damals blickte ich auf das Endspiel.

,,Kaum habe ich vom Fluch am Bodensee über eine längere titellose Zeit in der regionalen Leistungssportszene geschrieben, kommen Titel. Der FV Ravensburg holt sich den WFV-Pokal in der Abstiegs-Triple-City Stuttgart (Copyright Michael Wiemer) mit einem klaren 5:2 gegen den FSV 08 Bissingen. Das ist für den in der Oberliga Baden-Württemberg spielenden Fußballclub der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Damit dürfen die Ravensburger in der Saison 2016/2017 im monetär interessanten DFB-Pokal starten. Nach 12 Minuten führte das Team von Trainer Wolfram Eitel bereits mit 2:0 gegen Bissingen. Doch im Gazi Stadion in Stuttgart, der angestammten Spielstätte der Stuttgarter Kickers, schlug es im Tor von Keeper Mesic zweimal in der 27. Minute und 30. Minute ein. Somit ging es mit 2:2 in die Halbzeit. Doch auf Steffen Wohlfarth war wieder einmal Verlass. Er erzielte in der 66. Minute die 3:2 Führung für den FV Ravensburg. Jonas Wiest erzielte in der 78. Minute das 4:2. Das war die Vorentscheidung. Soyudogru erhöhte in der 88. Minute auf den 5:2 Endstand und sicherte damit den Pokalsieg. Wiederhole mich gerne: Inklusive dem Startrecht für den monetären interessanten DFB-Pokal in der Saison 2016/2017.“

Doch der Traum von der Titelverteidigung fand gestern Abend ein jähes Ende. Der FV Ravensburg mit Coach Wolfram Eitel wurde speziell in der ersten Halbzeit von den Stuttgarter Kickers durchgeschüttelt. Zum Pausentee lagen die Oberschwaben mit 1:5 zurück. Die zweite Hälfte diente dann nur noch zur ergebniskosmetischen Straffung wie Botox für das Gesicht. Endstand 2:5.

Schach: Offene Stadtmeisterschaft Friedrichshafen 2017

Schwenk zum Schach. Am morgigen Freitag gibt es im Schach die Offene Stadtmeisterschaft Friedrichshafen 2017. Ein Höhepunkt im Schachkalender am Bodensee. Kiebitze sind gerne gesehen. Die Offene Stadtmeisterschaft Friedrichshafen 2017 findet am Freitag, den 28.04.2017, in der Sportgaststätte vom TSV Fischbach, Hansjakobstr. 2/1, 88048 Friedrichshafen-Fischbach statt. Spielbeginn ist 19.30 Uhr. Der Modus: 5 Runden Schweizer System, 15 Minuten Bedenkzeit.

Das Startgeld beträgt 5 Euro. Für U-18: 3 Euro.

VfB Friedrichshafens Starcoach Vital Heynen sucht einen Co-Trainer

Vital Heynen übernahm ein großes Erbe vor Saisonbeginn. Er trat in die Fußstapfen von Trainerlegende Stelian Moculescu. Die Bilanz von Moculescu sprengte den Briefkopf. In seiner Ära coachte Mister Volleyball den VfB Friedrichshafen in bis dahin für unmöglich gehaltene Dimensionen. Friedrichshafen wurde zur heimlichen Volleyball-Hauptstadt Deutschlands, wenngleich in Sachen Marketing, Stadtbild etc. dies nicht zu sehen war.

Lassen wir die sportlichen Triumphe vom VfB Friedrichshafen mit Erfolgscoach Stelian Moculescu nochmals in Zeitraffer Revue passieren:

Deutscher Volleyballmeister von 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2015 und Pokalsieger 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2012, 2014, 2015 sowie Champions-League-Sieger 2007.

Foto: © Michael Wiemer

Stelian Moculescus Nachfolger kam aus Belgien. Vital Heynen. In seiner Vita war da die WM-Bronzemedaille mit Deutschland bei der Volleyball-Weltmeisterschaft 2014 in Polen im Gepäck. Vital Heynen holte zum Einstieg als Duftmarke den neugeschaffenen Supercup an den Bodensee. Gegen den Erzrivalen. Aus Berlin. Die Berlin Recycling Volleys ahnten bei der Heimniederlage in der Max-Schmeling-Halle vielleicht da schon, wie kantig die Häfler unter ihren ehrgeizigen Neu-Coch in der Saison 2016/2017 agieren werden.

Inzwischen sind die Pokalniederlage der Berliner gegen die Häfler, zwei Punktspielniederlagen und der Verlust des ersten Playoff-Finalspiels in der ZF Arena am Bodensee dazugekommen. Die Berliner müssten eigentlich einen dicken Hals haben. Noch ist der VfB nicht durch. Simon Tischer hat es prägnant auf den Punkt gebracht.

,,Wir fahren jetzt nach Berlin und dann stehen die Chancen wieder bei 50:50. Erst wenn wir zwei Spiele gewonnen haben, ist die Saison vorbei.“

Simon Tischer feierte diese Woche am Montag seinen 35. Geburtstag. Der Kapitän spielte bereits von 2004 bis 2007 beim VfB Friedrichshafen. Dann zog es ihn in die weite Welt. Die Stationen waren Iraklis Thessaloniki, Olympiakos Piräus, Ziraat Bankasi Ankara, VK Dynamo Krasnodar, Jastrzebski Wegiel und ASUL Lyon Volley-Ball. 2014 dockte Zuspieler Tischer wieder am Bodensee an. Der Meistertitel 2017 wäre nach 2005, 2006, 2007 und 2015 der fünfte mit dem VfB Friedrichshafen.

Mit einem Sieg der Häfler Mannschaft  am 3. Mai in Berlin würde der Meistertitel nach Friedrichshafen gehen. Siegt der amtierende Meister Berlin Recycling Volleys gibt es das Entscheidungsspiel am 7. Mai am Bodensee.

Kommen wir zu Starcoach Vital Heynen. Er brennt. Er hat Selbstbewusstsein. Er hat einen Matchplan. Er ist fordernd. Er fördert. Er mag keine Niederlagen. Vieles kennen die Volleyballfans auch von Vorgänger Stelian Moculescu. Vital Heynen ist jedoch Vital Heynen. Ein Original. Er setzte in seiner ersten Saison, unabhängig wie die Meisterschaft jetzt ausgeht, bereits bemerkenswerte Akzente. Er nahm selbstbewusst den Kampf gegen den Triple Sieger 2016 Berlin Recycling Volleys auf. Impfte seiner Mannschaft neues Selbstvertrauen ein. Entfachte neue Leidenschaft. Die Spieler folgten ihm. Supercup, Pokalsieg, Dominanz in der heimischen Liga. Er ging auch originelle Wege. Erinnert sei an die spektakuläre Bierwette vor dem Champions-League Spiel gegen Zenit Kazan. Vital Heynen scheute im Schwabenland, geprägt von traditioneller Sparsamkeit, keine Kosten. Öffnete den eigenen Geldbeutel. Er motivierte seine Spieler zum Satzgewinn gegen die russische Übermannschaft. Kazan ist mit Stars und großer finanzieller Power gespickt. Ein Satzgewinn gegen die Superstars ist nicht hoch genug zu bewerten. Vital Heynen zeigte sich nicht nur bei der Bierwette als Meister in Sachen Marketing. Man stelle sich ihn vor als Vertriebsprofi bei der Akquise neuer Sponsoren im Außendienst. Eine Power-Umsatz-Maschine bei der Deutschlands bester Verkaufstrainer Dirk Kreuter seine Freude hätte. Vital Heynen ist ein smarter Verkäufer. Auch in eigener Sache. Und das ist gut so.  

Dann wäre da auch noch der epische 2. Satz im Auswärtsspiel der Volleyball-Champions-League bei Zenit Kazan zu erwähnen. Friedrichshafen wehrte sich intensiv, gab nicht auf, zelebrierte eine Widerstandsfähigkeit und zwang dem russischen Kontrahenten einen ellenlangen Kampf auf. Dieser mit 38:40 knapp verlorene 2. Satz der Mannschaft von Vital Heynen war ebenfalls mit einem Ausrufezeichen zu versehen. Der Reifeprozess der neuen Mannschaft vom belgischen Volleyballenthusiasten ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Das zeigte sich in den Begegnungen gegen Arkas Izmir. Der VfB Friedrichshafen musste beide Spiele mit 2:3 abgeben.

Aktuell sucht Vital Heynen einen Co-Trainer. Hier geht es zum Originaltext auf der Webseite des VfB Friedrichshafen.

Wer sich vorab ein wenig einlesen möchte in die Gedankenwelt des belgischen Coachs, dem sei der Twitter-Account von Vital Heynen empfohlen und an die Hand gegeben. Dort steht der smarte Belgier auch kurz vor einem Jubiläum. Der dreitausendste Follower. Bisherige Followeranzahl von Vital Heynen bis zum heutigen Tag: 2.994.

Kadetten Schaffhausen erstmalig im Hummel Trikot Meister?

Vor der Saison wechselte der Schweizer Handballmeister Kadetten Schaffhausen vom langjährigen Ausstatter Adidas zu Hummel. Jetzt könnte der erste Meistertitel im Hummel Trikot erfolgen. Her sind die Daten der Finalspiele gegen Pfadi Winterthur:

Sonntag, den 14. Mai um 15.00 Uhr – BBC Arena A
Mittwoch, den 17. Mai um 19.30 Uhr – Zielbau Arena Winterthur
Samstag, den 20. Mai um 19.30 Uhr – BBC Arena A
Eventuell Donnerstag, den 25. Mai um 17.00 Uhr – Zielbau Arena Winterthur
Eventuell, Samstag, den 27. Mai um 19.30 Uhr – BBC Arena A

Zur 15.00 Uhr Anwurfzeit am 14. Mai vermeldet die Medienstelle der Kadetten:

,,Die Anspielzeit des ersten Spiels am 14.05.2017 ist leider sehr unglücklich mit 15.00 Uhr, dafür möchten wir uns bei allen Fans entschuldigen. Diese Zeit ist vom SHV vorgegeben worden und konnte nicht geändert werden.“

Okay, das lasse ich mal so stehen.

Für heute sind wir fast durch. Noch schnell einen Blick auf die Sport Mixed Zone Bodensee geworfen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Die Jungen Wilden der HSG Konstanz spielen in der 2. Handball-Bundesliga morgen Abend bei TUSEM Essen. Andreas Joas hat gewohnt liebevoll die Vorschau erstellt. Hier geht es entlang. +++ Segeln: Auf bodensee-regatten gibt es die aktuellen Termine. Der Sportbootcup für den 7. Mai musste wegen zu geringer Meldezahl abgesagt werden. +++ Handball: In der Handball Liga Austria zieht Alpla HC Hard souverän ins Halbfinale ein. Die Roten Teufel vom Bodensee siegten in der Best-of-three Serie im zweiten Spiel gegen SC Ferlach mit 36:15 (16:8) und fegten die Käntnerer Handballer aus der Halle. Hier die Details. +++ Handball: Nicht ins Halbfinale der Handball Liga Austria, es bleibt die Zaungast Rolle für den österreichischen Rekordmeister Bregenz Handball. Die Festspielstädter vom Bodensee verloren auch ihr zweites Viertelfinalspiel bei Sparkasse Schwaz Handball Tirol. Hier auf hla.at gibt es die Details. Bregenz Handball Coach Robert Hedin merkt an: „Gratulation an Schwaz, der Aufstieg ist absolut verdient. Wir haben uns sehr viel vorgenommen, aber wie schon am Mittwoch den Start komplett verschlafen. Das war nicht mehr aufzuholen. Wir haben gekämpft, aber gegen diesen Gegner war nichts mehr zu holen. Dafür haben wir uns einfach viel zu viele technische Fehler erlaubt, die Wurfquote war nicht gut. Die Ausfälle konnten wir schwer kompensieren, die Mannschaft ist gegenüber dem Vorjahr auch verjüngt. In diesen Spielen hat sich das nun bemerkbar gemacht. Ich glaube, dass HANDBALL TIROL gute Chancen auf das Erreichen des Finales hat.“ +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars haben eine schwere Saison hinter sich. Entlassung Daniel Naud. Krebstod von Nachfolgecoach Toni Krinner. Eine sportlich unbefriedigende Ausbeute in der Liga. Als es in die Playoffs ging war man bereits draußen. Jetzt blickten sie zum DEL2 Playoff-Finale und Frank Enderle gratuliert den Frankfurter Löwen zur Meisterschaft und zollt Vizemeister Bietigheim Steelers Respekt.

Nachdenkenswert #456

,,Das waren heute zwei gleichwertige Mannschaften. Im Fußball wäre das ein 0:0 gewesen und wir hätten im Elfmeterschießen gewonnen. Schließlich ging das hier in allen drei Sätzen über die volle Distanz und darüber hinaus.“

Vital Heynen, Volleyballtrainer vom VfB Friedrichshafen, nach dem Prestigesieg bei Berlin Recycling Volleys mit 3:0 (32:30, 27:25, 29:27) auf der Webseite der Häfler. 

Nach OutDoor und Eurobike steht jetzt die Interboot am Bodensee an

Die Themen sind da, gar keine Frage. Da ist das Abschneiden der deutschen Männer und Frauen bei der Schacholympiade in Baku. Auf chessBase nachzulesen. Platz 37 für die Herren, die 2011 noch den Europameistertitel gewannen. Die Damen kamen in der Hauptstadt von Aserbaidschan auf Rang 31. Für Deutschland kein Ruhmesblatt. Gold gewannen bei den Männern die USA vor der Ukraine und Russland. Bei den Frauen siegte China vor Polen und der Ukraine. Schachexperte André Schulz, seit 1991 bei ChessBase und seit 1997 der verantwortliche Chefredakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite,  merkt zum Sieg der USA an:

,,Der letzte Sieg der USA bei einer Schacholympiade liegt weit zurück, 1976 in Haifa, in Abwesenheit der Ostblockländer, die das Turnier in Israel boykottiert hatten. Davor gewann man in Stockholm 1937. Aber in jüngerer Zeit gab es einige Achtungserfolge, mit den Bronzemedaillen 2006 und 2008. Der Aufstieg des US-Schachs ist eng verbunden mit den Aktivitäten rund um das Schach-Center in St. Louis, aber auch das Schulschach ist in den USA inzwischen hoch angesehen. Mit Nakamura, Caruana und So hat man drei absolute Weltklassespieler im Team und die nachrückenden Talente, Shankland und Robson sind dabei, den Anschluss zu schaffen.“

Das würde ich unterschreiben. Da trifft es sich gut, dass New York im November Austragungsort der Schachweltmeisterschaft zwischen Titelverteidiger Magnus Carlsen und Herausforderer Sergey Karjakin ist.

Sprung vom Königlichen Spiel zum Geschehen der sportiven Messen am Bodensee. Jede Messe geht mit ihrem eigenen Konzept an den Start in Friedrichshafen. Die OutDoor hat immer noch keinen Publikumstag, die Eurobike probierte es dieses Jahr gleich mit zweien, von dem einer gleich wieder eingedampft wurde. Nächstes Jahr findet die Fahrradmesse mit nur einem Publikumstag statt. Siehe auch das Statement von Eurobike-Bereichsleiter Stefan Reisinger zum halbierten Umfang der Festival Days.

Foto: © Michael Wiemer

Auch in Sachen Besucherzahlen in der Kategorie Fachbesucher gab es kein ungebremstes Wachstum. Insgesamt kamen in diesem Jahr 42.720 Fachbesucher an den Bodensee. Im Jahr 2015 verzeichnete die Branchenmesse Eurobike noch 45.870 Fachbesucher. Einer der Hauptgründe für den Rückgang wird von Brancheninsidern klar benannt. Das Ausbleiben einiger großer Hersteller, wie etwa Deutschlands größter Radhersteller, die Derby-Cycle-Gruppe mit den Marken Focus, Rixe und Kalkhoff oder der renommierte amerikanische Radriese Trek. In der Fahrradbranche wird zur Zeit intensiv diskutiert, wohin die Branchenmesse in den nächsten Jahren steuert.

Jetzt also die Interboot 2016 am Bodensee. In der Zeppelinstadt Friedrichshafen. Mit dem Motto aus dem Marketing-Wort-Baukasten Dein Moment. Vom 17. bis 25. September ist die Interboot terminiert. Derweil ist die gestern gestartete InterDive hier in Friedrichshafen heute bereits mit dem 2. Messetag durch. Es dreht sich alles ums Tauchen, Schnorcheln und Reisen. Die Tauchbranche ist noch bis zum 18. September hier am Bodensee bei Ihrer Messe vor Ort. Am Freitag gibt es die Night-Dive Party bis 24.00 Uhr. Hier geht es zum Hallenplan, den Öffnungszeiten etc. für die Besucher.

Sport Mixed Zone Bodensee

Interboot: Die 55. Interboot mit schnellen Oldtimern und den neuesten Bootstrends. Hier geht es zum Artikel. +++ Handball: Andreas Joas schreibt in Sachen HSG Konstanz: ,,Hochintensiv, mit extremem Arbeitsaufwand verbunden nennt HSG-Cheftrainer Daniel Eblen das Auftaktprogramm seiner jungen Equipe in die 2. Handball-Bundesliga. Nach einem Doppelspieltag und einem insgesamt gelungen Saisonstart mit einem Sieg und zwei knappen Niederlagen gegen starke Gegner erwartet ihn und sein Team am Samstag (19 Uhr) beim ehemaligen Erstligisten TV Emsdetten eine weitere schwere Hürde – und eine ganz neue Erfahrung. Neu war allerdings auch schon die Belastung von zwei Spielen innerhalb von drei Tagen am vergangenen Wochenende. Am Freitagmorgen Abfahrt nach Hüttenberg, am Abend der Auswärtscoup mit dem ersten Sieg, anschließend die lange Busfahrt zurück an den Bodensee, dort Ankunft um 4 Uhr in der Nacht und um 11 Uhr am Samstagmorgen schon wieder ein gemeinsames Frühstück mit anschließender Videoanalyse. Danach musste der HSG-Coach das Video vom Freitagsspiel des Gegners am Sonntag studieren und entscheidende Sequenzen für jeden Spieler zusammenschneiden.“ +++ Volleyball: Der VfB Friedrichshafen feiert den Saisonauftakt mit den Fans am 24. September 2016. Bonusmaterial gibt es dabei in Form von kulinarischen Offerten. Die Profis Simon Tischer, Armin Mustedanovic und Markus Steuerwald werden den Grill anwerfen. Die weiteren Details gibt es hier.

Bernd Hüttenhofer in der Schwäbischen Zeitung: „Hauptsponsor ZF beabsichtige seine Zuwendungen empfindlich zu kürzen, heißt es.“

Während in Moskau beim Schach-WM Kandidatenturnier Sergey Karjakin nach 4 von 14 Runden mit dem gestrigen Sieg gegen Vishy Anand die alleinige Führung übernimmt, geht das Sportgeschehen in der Bodenseeregion auch smart getaktet weiter. Stichwort Playoffs. In denen befinden sich ja bekanntlich die Eishockeyteams der EV Lindau Islanders und der Towerstars Ravensburg. Auch die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen steigen in die Playoffs ein. Fast vergessen der von der Süddeutschen Zeitung diagnostizierte Schock am See am 2. Dezember 2015  in der Online-Ausgabe und Tags darauf am 3. Dezember in der Printausgabe.

Foto: © Michael Wiemer

Ich lasse solche Artikel ja gerne auch ein paar Tage sacken. Am 11. Dezember 2015 nahm ich den Check der Medienkritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen vor.

Die Saison war damals in einem schwierigen Fahrwasser. Das nationale Pokalaus,  die klare Niederlage in Paris – die frühzeitig Hoffnungen in der  Champions-League besiegelte, die Trennung des VfB Friedrichshafen vom langjährigen Manager Stefan Mau. Dazu die Zuschauersituation in einer fußballbundesligafreien Region. Die Zuschauerzahlen in der ZF Arena  sind immer noch mit riesigem Potenzial nach oben versehen.

Doch sportlich hat Stelian Moculescu die Mannschaft wieder in die Spur gebracht. Es folgten phänomenale Heimsiege in der Champions-League gegen Paris Volley und Moskau. Das war Volleyball aus der Feinkostabteilung mit der nötigen Power, gepaart von Spiellust, Leidenschaft und bärenstarken Aktionen inklusive dem nötigen Selbstbewusstsein. Die Meisterschaftsspiele zogen in puncto Konzentration auch an. Lohn war unter anderen der Prestigesieg beim Erzrivalen Berlin Recycling Volleys.

Fernab der sportlichen Seite gab es am letzten Freitag in der Schwäbischen Zeitung einen Artikel von Bernd Hüttenhofer, der Fans vom VfB Friedrichshafen nachdenklich stimmen wird und unter anderen auch das Sponsoring streifte:

,,Allein dass alles gut wird am See, ist unwahrscheinlich: Hinter den Kulissen rumort es. Hauptsponsor ZF beabsichtige, seine Zuwendungen empfindlich zu kürzen, heißt es. Am besten also, der VfB wird noch mal schnell Meister – bevor´s vielleicht fürs Erste vorbei ist damit.“

Bernd Hüttenhofer ist ein profunder Kenner der Vorgänge um den VfB Friedrichshafen und begleitet die Geschehnisse seit Jahren.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: Die Ravensburg Towerstars powern in ihrer Playoff-Viertelfinalserie gegen den EC Bad Nauheim. Der engagierte und kompetente Pressesprecher Frank Enderle titelt Towerstars haben nach glatten 3:0 jetzt vier „Matchpucks“. Eishockey: Im Playoff-Halbfinale der Bayernliga gab der EV Lindau Islanders seinen Vorteil vom Auftaktsieg mit der Niederlage nach Penaltyschießen im Heimspiel gegen EHC Waldkraiburg aus der Hand. Alles wieder auf Anfang. Segeln: Beim Match Race Germany Langenargen läuft der Countdown. Noch 56 Tage, 23 Stunden 39 Minuten und 57 Sekunden. ZF ist ebenfalls als Sponsor in das hochkarätige Segelevent involviert.

Einbruch in die Mineralix-Arena, Friedrichshafen vs. Moskau, Towerstars im Wechselbad der Gefühle und Mixed Zone Bodensee

Erst kürzlich hatten wir hier einen Blick auf den SV Germania 04 Weingarten und seinen Einzug in das Finale der Bundesliga im Ringen geworfen. Siehe auch EV Lindau, Ravensburg Towerstars, VfB Friedrichshafen, Germania Weingarten und CoDurch einen 17:8 Sieg im Halbfinalrückkampf gegen den ASV Mainz 88 hatte der SV Germania 04 Weingarten das Finale gegen den ASV Nendingen erreicht. Vor dem 1. Finalkampf gab es dann eine ganz böse Überraschung und Hiobsbotschaft für die Ringer aus Weingarten. Der deutsche Meister von 2011 und 2012 teilt auf seiner Website den Einbruch in die Mineralix-Arena mit. Hier der komplette Wortlaut:

,,Im Zeitraum zwischen 1.15 Uhr und 8.00 Uhr wurde in unsere schöne Mineralix-Arena eingebrochen. Die Diebe hebelten unter Einsatz einer Behelfstreppe ein etwas höher gelegenes Toilettenfenster auf und gelangten zunächst ins Erdgeschoss. In der Folge brachen sie weitere Türen zu den im Obergeschoss liegenden Büroräumen auf. Schließlich gelang es den Einbrechern, mit brachialer Gewalt den an der Wand verankerten Safe zu lösen und nahmen ihn kurzerhand mit.

Aufgrund des am Donnerstagabend stattgefundenen Vorverkaufs für das Finale und anderen Geldern befand sich ausgerechnet an diesem Tag ein größerer, für uns überlebenswichtiger Geldbetrag in unserem Tresor, so dass davon auszugehen ist, dass die Täter sich zumindest im Umfeld und zeitlichen Ablauf des Finales ausgekannt haben müssen.

Die Durchführung der Finalkämpfe werden wir auf jeden Fall sicherstellen, das sind wir Ihnen und dem Publikum, sowie unserer Mannschaft schuldig. Dennoch sind wir in unseren Grundfesten erschüttert und stehen am Rande der finanziellen Existenz. Wie und ob es weitergehen kann ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar.

Wir kämpfen, auch im Hinblick auf die anstehenden Finalkämpfe, um einen Verbleib in der Liga.“

Mit dieser Last ging der SV Germania Weingarten in den Ringen Bundesliga Finalhinkampf beim ASV Nendingen. Am Ende stand eine 7:11 Niederlage in der Sparkassen-Arena in Balingen beim Vorjahresmeister und sie erlebten dabei ein Wechselbad der Gefühle. Hier geht es zu den Einzelergebnissen.

Friedrichshafen nach 7. Saisonniederlage in Ankara heute gegen Moskau

Der deutsche Volleyballmeister VfB Friedrichshafen musste letzte Woche bei Ziraat Bankasi Ankara seine 7. Saisonniederlage hinnehmen. 4 Niederlagen in der Champions League (in Moskau, Paris, Ankara und zu Hause gegen Ankara), 2 Niederlagen in der Meisterschaft (zu Hause gegegn den Erzrivalen Berlin und bei TV Ingersoll Bühl) sowie die schmerzhafte Niederlage im Pokal bei United Volleys RheinMain. Die Männer von Coach Stelian Moculescu empfangen heute in der ZF Arena den Favoriten Dinamo Moskau. Zur moralischen Einstimmung gab es am Samstag den Volleyballkrimi in der Meisterschaft vor heimischen Publikum gegen United Volleys RheinMain. Das Spiel VfB Friedrichshafen vs. Dinamo Moskau beginnt heute Abend um 20.00 Uhr. Laola1.tv ist per Stream dabei. Auch Regio TV Bodensee ist Live dabei und steigt 19.45 Uhr ein.

Wechselbad der Gefühle bei den Ravensburg Towerstars

Durch ein Wechselbad der Gefühle mussten am letzten Doppelspielwochenende die Eishockey-Cracks aus der Puzzlestadt. Am Freitagabend gab es ein begeisterndes Spiel gegen den Branchenprimus der DEL2, die Bietigheim Steelers. Ein ganz großer Abend mit einem verdienten Sieg nach Penaltyschießen. Die Marketingverantwortlichen der DEL2 sollten sich die Worte von Towerstars Coach Daniel Naud einrahmen:

„Die Jungs haben die Taktik heute konsequent und fast immer hochkonzentriert umgesetzt. Dieses Spiel war definitiv Werbung für diese zweite Liga.“

Auch Frank Enderle, Eishockeyexperte und Pressesprecher der Towerstars, konnte seine Begeisterung nicht verbergen und befand in der Einleitung zu seinem Spielbericht:

,,Keiner der 3025 Zuschauer dürfte an diesem Abend wohl auch nur einen Cent seines Eintrittsgeldes bereut haben. Einen hochklassigen Eishockeyabend gegen Tabellenführer Bietigheim beendeten die Towerstars mit einem 3:2 Sieg nach Penaltyschießen.“

Doch dann gab es zwei Tage später das Wechselbad der Gefühle am Sonntagabend mit der deutlichen 1:5 Niederlage bei den Frankfurter Löwen. Trotz früher Führung der Towerstars durch Austin Smith nach 44 Sekunden lief dann nach dem Ausgleich der Cracks aus der Bankenmetropole nicht mehr viel zusammen bei den Ravensburgern. Die nächsten beiden Spiele der Männer von Daniel Naud sind die Begegnungen bei Pinguins Bremerhaven und das Heimspiel in Ravensburg am Sonntag gegen den ESV Kaufbeuren. Beide Spiele werden auch auf Sprade.tv angeboten.

Sport Mixed Zone Bodensee

Fußball: Der FV Ravensburg gewinnt gegen den Regionalligisten FV Illertissen das Auswärtstestspiel mit 4:1. +++ SCR Altach: Weiter mit Testspielfußball. Der österreichische Shootingstar der vergangenen Saison verliert beim Arena Cup 2016 das Spiel um Platz 3 gegen den kroatischen Erstligisten Slaven Belupo. Damit ging das 1. Trainingslager zu Ende. Danach eine kurze Phase des Luftschnappens in Altach. Heute ging es um 05:00 Uhr via Stuttgart auf den Weg ins 2. Trainingslager nach Belek. +++ FC St. Gallen: Joe Zinnbauer kann Testspiele gegen deutsche Mannschaften doch noch gewinnen. In seiner bisherigen kurzen Amtszeit beim FC St. Gallen standen eine 0:2 Niederlage im Oktober gegen den 1. FC Nürnberg und eine 1:3 Niederlage gegen RB Leipzig letzte Woche in der Statistik. Am Wochenende wurde Fortuna Düsseldorf mit 1:0 geschlagen. Auf beiden Seiten einstige groß gehandelte Bayern München Talente. Im Tor der Düsseldorfer der früher als legitimer Kahn Nachfolger geltende Michael Rensing und bei St. Gallen der junge Gianluca Gaudino. Gaudino ist von Bayern München an den FC St. Gallen ausgeliehen und sorgte mit seinem Statement für Schlagzeilen: ,,Mein Fokus ist jetzt hier. Egal ob bei den Bayern im Sommer mit Ancelotti ein neuer Trainer kommt. St. Gallen ist für mich nicht eine Nummer kleiner. Ich brauche nicht 20 Trainingsplätze. Das Gelände und das Stadion ist top. Ich will in erster Linie spielen. Das ist jetzt mein Ziel hier.“ +++ Segeln: Ein großer Abend beim Segelbundesligisten Württembergischer Yacht-Club. Der Salzwasserstammtisch des WYC hatte Weltumsegler Bobby Schenk zu Gast. +++ Eishockey: Der Auftakt in der Zwischenplayoff Gruppe A der Bayernliga ist beim EV Lindau geglückt. Den beiden Derbysiegen gegen ECDC Memmingen schließen sich jetzt am Wochenende die beiden Spiele gegen Landsberg an. Am Freitag das Auswärtsspiel für die Männer von Sebastian Buchwieser und am Sonntag das Heimspiel in Lindau.

Nachfolger von Markus Baur, TV-Sportmedienlandschaft, Arslan Eksi verlässt den VfB Friedrichshafen

Der Dezember hatte es in der Bodenseeregion durchaus in sich. Die Breaking News der Weihnachtsfeiertage war die Demission von Markus Baur beim Schweizer Handballmeister Kadetten Schaffhausen. Der in Meersburg am Bodensee geborene Handballweltmeister von 2007 hatte mit den Ostschweizern 2014 das Double im ersten Trainerjahr in Schaffhausen erreicht, 2015 dann die Verteidigung des Meistertitels und den Gewinn des Supercup. Auch im laufenden Jahr spielten die Kadetten in der Meisterschaft stark auf. In der offiziellen Verlautbarung der Kadetten Schaffhausen am 24. Dezember wurde als Grund der Trennung von Markus Baur die Doppelfunktion Vereinstrainer und Coach der U20 Deutschlands angeführt sowie damit verbundene terminliche Überschneidung der Aufgaben.

Der Nachfolger von Markus Baur ist der Däne Lars Walther (Jahrgang 1965), der als Spieler in seiner Laufbahn 1988 Pokalsieger mit Sporting Lissabon wurde. Als Trainer setzte er Duftmarken mit dem Gewinn der polnischen Meisterschaft mit Wisła Płock im Jahr 2011. Im vergangenen Jahr erreichte er das Double in Rumänien mit HC Minaur Baia Maire. Im Oktober 2015 trat Lars Walther von seinem Traineramt zurück. Ein Blick in seine Trainer-Vita auf Wikipedia zeigt, so richtig lang hat er es nirgends ausgehalten. Seine längste Trainerstation war von 2010 – 2013 bei Wisła Płock.

Themaschwenk. Die Fragmentierung der Sport-TV-Medienlandschaft ist auch hier am Bodensee spürbar. RegioTV überträgt die Champions-League Spiele des deutschen Doublesiegers im Volleyball, dem VfB Friedrichshafen. SpradeTV überträgt die Spiele des DEL2 Teams Ravensburg Towerstars.

Foto: © Michael Wiemer

Die Teilnehmer vom Bodensee in der jungen Segelbundesliga werden im Netz gestreamt. Das Segelevent Match Race Germany holt sich kontinuierlich ZDF Reporter Nils Kaben für die sorgfältig aufbereiteten Videos nach Langenargen. Der MTU-Hallencup der U-15 mit dem FC Barcelona, Bayern München, AC Mailand, Juventus Turin etc. aus der ZF Arena wurde im Dezember 2015 auf sportdeutschland.tv per Stream gezeigt. Wer überregional einen guten Überblick über die Sport-TV-Landschaft bekommen möchte, dem sei auch nochmals das dreiteilige Interview von dogfood und RealityCheck auf allesaussersport mit an die Hand gegeben:

,,2015/2016 – Für alle die „zwischen den Jahren“ nicht im allesaussersportlande waren und nach dem Dreikönigstag jetzt erst wieder vor den Schreibtischen ihrer Erwerbstätigkeit zurückgekehrt sind, ein Hinweis auf ein dreiteiliges Interview das ich mit RealityCheck/@rc_kh geführt habe. Es ist Rückblick und Ausblick auf die Sport-TV-Landschaft hier hin Deutschland.

Lesenswert. Meine unbedingte Lektüreempfehlung für den heutigen Abend.

Sport Mixed Zone Bodensee

Volleyball: Ein kurzes Intermezzo von Arslan Eksi geht beim VfB Friedrichshafen zu Ende. Bereits am heutigen Donnerstagnachmittag ging es in den Flieger Richtung Istanbul. Alle Details gibt es auf der Website vom deutschen Meister und Pokalsieger. +++ Fußball: Joe Zinnbauer verliert mit seinem Team FC St. Gallen das 1. Testspiel im neuen Jahr gegen FC Biel-Bienne. Den Spielbericht gibt es hier. +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars haben ein ambitioniertes Wochenende vor sich. Am Freitag beim Tabellendritten Kassel Huskiues und am Sonntag das Heimspiel gegen die Frankfurter Löwen. Eishockeyexperte Frank Enderle mit seiner Vorschau.

Hier geht es zum Sportkalender am Bodensee

Ex-Towerstars Coach Petri Kujala bezwingt seinen Nachfolger Daniel Naud

Eishockeyduelle zwischen EC Bad Nauheim und den Ravensburg Towerstars haben immer eine pikante Note. Der Ex-Towerstars Coach Petri Kujala trifft dabei seinen Nachfolger Daniel Naud. Bekanntlich gab es 2014 den Stuhltausch in Ravensburg. Die Roten Teufel sorgten dafür, dass am gestrigen Sonntag die Punkte in der Kurstadt blieben und die Eishockey-Cracks aus der Spielestadt ihre Heimreise in die Bodenseeregion mit einer Niederlage antraten. Doch das Schicksal setzte den Männern von Daniel Naud gestern arg zu. Mit der geplanten pünktlichen Heimreise wurde es nichts, wie Frank Enderle zu berichten weiß:

,,Die entgangenen Punkte waren allerdings nicht das letzte Problem an diesem Abend. Direkt bei der Ausfahrt am Colonel Knight Stadion in Bad Nauheim kam es zu einem derart fatalen Defekt im Achsbereich des Teambusses, dass an eine Heimreise nach Ravensburg nicht mehr zu denken war. Zudem war in der breiten hessischen Region kein Ersatzbus zu vermitteln, so dass dem Towerstars Team- und Betreuertross nichts anders übrig blieb, als zu später Stunde ein Hotel in Bad Nauheim zu beziehen. Der Dank ergeht auf diesem Wege an den Geschäftsführer des EC Bad Nauheim, Andreas Ortwein, der zunächst bei der Bussuche, dann der der erforderlichen Hotelvermittlung behilflich war.“

Soweit die kurze Reminiszenz an den gestrigen Towerstars Auftritt in Bad Nauheim. Die DEL2 sorgt fernab des normalen Punktspielbetriebs momentan auch für Schlagzeilen mit dem anstehenden Freiluftspiel Dresdner Eislöwen vs. Lausitzer Füchse. Kai Pahl alias dogfood auf allesaussersport:

,,Moin. Kalenderwoche 1 2016 steht an. Und der bringt im Sport u.a. das erste Freiluftspiel der DEL2. Soll ein Ost-Klassiker sein, so die Presseabteilung der Veranstaltung: Dresdner Eislöwen – Lausitzer Füchse, am Samstag im Dresdner Fußballstadion und im MDR. Bei dem Duell soll es sich um das „wahre“ Ost-Derby handeln und nicht um das im Westen bekannte Dynamo Berlin gegen Weißwasser, was eher eine staatlich arrangierte Geschichte gewesen sein soll.“

Zur Zeit bin ich intensiv eingetaktet, zu gegebener Zeit drösle ich das Dynamo Berlin kontra Weißwasser Thema ausführlich auf.

Vorab: Der 25-fache Eishockeymeister der DDR, die SG Dynamo Weißwasser, duellierte  sich Jahr für Jahr mit dem SC Dynamo Berlin um die Meisterschaft. Mehr Teilnehmer gab es nicht. Es war eine 2-er Liga. Eine der vielen Kuriositäten im DDR-Sport. Eishockey war wie das königliche Spiel Schach als nicht förderungswürdig von den SED-Bonzen eingestuft worden. Die gesamtdeutsche Karte aller Eishockey-Meister hat übrigens dieses Wikipedia Aussehen.

Schützenfest in der Inselstadt Lindau

Auch das andere deutsche Eishockeyteam aus der Bodenseeregion war am Sonntag im Einsatz. Die EV Lindau Islanders hatten Lust auf ein Schützenfest und schossen den Kontrahenten Wanderers Germering mit 10:1 (3:0, 4:0, 3:1) aus der Eissportarena vor 845 Zuschauern. Lindau bleibt Spitzenreiter in der Bayernliga. Der Meister empfängt jetzt am Drei König den EC Pfaffenhofen. Dann folgt am 10. Januar noch das Auswärtsspiel beim ESC Geretsried. Dann ist das Vorrundenende perfekt. Um den dann folgenden Modus in der Bayernliga zu verstehen bedarf es keines Mathematik-Studiums, es ist jedoch auch nicht hinderlich bei. Hier geht es zum Modus, der erst eine Zwischenrunde beinhaltet und dann in die Playoffs im „Überkreuz-Modus“ mündet.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Die HSG Friedrichshafen-Fischbach lädt zum 66. Drei-Königs-Turnier am 6. Januar ein. Hier geht es zum Spielplan. +++ Schach: Der österreichische Schachklub Bregenz 1920 bietet an Drei König schachliche Feinkost. Es steht das 31. Int. Dreikönig Turnier im Gössersaal in Bregenz auf dem Programm. Ein Blick auf die Startrangliste legt auch die Favoriten frei. Aktuell wird die Startrangliste vom dritten der U18 Jugend-EM 2015, IM Titas Stremavicius (2497/Litauen), vor den GM´s Vladimir Gurevich (2453/Ukraine), GM Nikolai Ninov (2445/Bulgarien) und GM Ilmars Starostits (2409/Lettland) angeführt. +++ Volleyball: Im Aufgebot von Bundestrainer Vital Heynen für das Olympia-Qualifikationsturnier in Berlin steht kein Volleyballer vom amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger VfB Friedrichshafen. Nachdenkenswert. +++ Fußball: Abschied von der Weihnachtspause. Der FC St. Gallen beginnt diese Woche seine Vorbereitung auf die Rückrunde mit dem Testspiel am 7. Januar gegen FC Biel-Bienne. Danach folgen Austria Lustenau, RB Leipzig, Fortuna Düsseldorf und FC Winterthur. Der ehemalige Bundesligatrainer vom HSV, Joe Zinnbauer, hatte die Mannschaft der Ostschweizer in der laufenden Hinrunde übernommen.

Hier geht es zum Sportkalender am Bodensee