Reblog: Reebok und Content Marketing

Guten Abend. Uli Hoeneß kommt und Pep Guardiola geht demnächst. So ist der Lauf der Dinge. Kann sich jemand noch an den Frühling 2014 erinnern?

Jener überhitzten Zeit, in der die Neue Zürcher Zeitung mit einer kleinen Chronik der Besichtigung vom Uli Hoeneß Gefängnis aufwartete?

Im Jahr zuvor im Juni 2013 bekam Pep Guardiola bei seinem Amtsantrtitt als Coach von Bayern München viel Vorschusslorbeeren und einen Audi S8 mit bescheidenen 520 PS. Zeit ein wenig ins Blogarchiv zu steigen und eine kleine Geschichte um PS starke Autos bei Bayern München wieder ans Tageslicht zu holen.

Reblog: Reebok und Content Marketing [vom 27. Juni 2013]

So, der erste Pep Guardiola Hype ist durch. Ist er wirklich schon durch?  Das zelebrieren der Übergabe seines Dienstwagens ist auch vonstatten gegangen. Der Audi S8 hat smarte 520 PS. Doch Hand aufs Herz. An den spektakulären Ferrari Dino 246 GT mit Kultikone Günter Netzer kommt er nicht ran. Audi und Bayern München, dies ist eine langgehegte Beziehung. Im Buch Fussball Unser von Eduard Augustin, Philipp von Kneisenberg und Christian Zaschke für die Süddeutsche Zeitung Edition 2005 gab es auf Seite 36 und 37 fein säuberlich aufgelistet die Dienstwagen für Trainerteam und Spieler von Bayern München. Trainer Felix Magath fuhr in der Saison 2005/2006 ein Modell A8 in lichtsilber Metallic mit zarten 450 PS. Den gleichen Motorisierungsgrad hatten die Dienstwagen von  Oliver Kahn, Lucio, Roy Makaay, Claudio Pizarro und Willi Sagnol. Die A 8 Fraktion.

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 Foto:  © Michael Wiemer

Dahinter kam damals die Gruppe um Mehmet Scholl, Michael Ballack (in seiner letzten Saison vor dem Absprung zu Chelsea), Sebastian Deisler, Andreas Görlitz, Paolo Guerro, Keeper Michael Rensing und Philipp Lahm. Ihre S4 Modelle waren mit 344 PS motorisiert. Dann folgte noch eine Gruppe mit 335 PS. Bixente Lizarazu, Martin Demichelis, Owen Hargreaves, Valérien Ismaël, Jens Jeremies, Ali Karimi, Hasan Salihamidzic, Roque Santa Cruz und Bastian Schweinsteiger. Fast bescheidene 225 PS nahm Seppo Eichkorn mit dem A6 Avant in Anspruch.

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 Foto:  © Michael Wiemer

Doch zurück in die Neuzeit. Was ist eigentlich mit der Personalie Robert Lewandowski beim Konkurrenten Borussia Dortmund? Wann bekommt er in München seinen Dienstwagen? Diesen Sommer wohl eher (noch) nicht. So kann er aus der Ferne schauen wie sich der gebürtige Memminger Mario Götze bei Bayern München unter Pep Guardiola einlebt. Inklusive Austausch über die Fahreigenschaften vom Dienstwagen.

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 Foto:  © Michael Wiemer

Themenwechsel. Stichwort Content Marketing. In aller Munde. Oder ist Content Marketing: Alter Wein in neuen Schläuchen? So fragte ich am 5. März 2013. Was ist dran am so oft in den Mund genommenen Marketingbegriff, ist es der selbe Hype wie bei Pep?  Das Thema beschäftigt Thomas Knüwer, Kultblogger auf Indiskretion Ehrensache, bereits länger. Seine Analysen sind immer lesenswert. Der einst für das Handelsblatt journalistisch tätige Knüwer hat das Thema Content Marketing auch diese Woche wieder angefasst. Er dröselt die ganze Sache am Beispiel Reebok unter dem Titel Reebok – via Content Marketing zur Neugeburt einer Marke auf. Dabei kommt eine Sportart in den Blickpunkt, die ich bis dato noch gar nicht kannte … Aber lest selber bei Thomas Knüwer.

Kleine Anmerkung, Die Impressionen von der Klassikwelt Bodensee stammen von mir vom regnerischen Freitag, den 14. Juni 2013 während der Oldtimerparade in Friedrichshafen.

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 Foto:  © Michael Wiemer

Anlässlich des 175. Geburtstag in diesem Jahr von Graf Zeppelin rollten 175 Oldtimer durch die Zeppelinstadt Friedrichshafen.

Nachdenkenswert #304

,,Juventus Turin bringt Fiat werbemäßig auch einen Nutzen. Die spielen mal in Amerika und werden weltweit im Fernsehen übertragen. Nehmen wir Inter Mailand. Der Präsident hat ein Catering-Unternehmen. Der hat den Umsatz, seit er Präsident ist, wie er mir vor kurzem erzählt hat, von 70 000 auf 110 000 Portionen Pasta am Tag gesteigert.“

Karl-Heinz Rummenigge, im Spiegel Interview im September 1989 über die Zukunft des Profifußballs. Rummenigge spielte selbst von 1984 bis 1987 bei Inter Mailand. Im Interview macht er sich auch Gedanken um die Zukunft der Stadien, schlägt ein Einkaufszentrum Karstadt im Stadion vor und skizziert einen Familiennachmittag an einem Bundesligaspieltag, hielt bereits damals die Kapitalgesellschaft für die bessere Organisationsform von Fußballvereinen, schaute sehnsüchtig nach Monte Carlo wo der Prinz ein modernes Stadion mit Aufzügen und Rolltreppe errichten ließ, fand die Senkung von Ticketpreisen nicht gut fürs Geschäft inklusive Seitenhieb an Schalke 04, bilanziert eine ins offene Messer laufende Borussia Dortmund Mannschaft im damaligen Westfalenstadion ob des Zuschauerdrucks im Ruhrgebiet und plaudert über eine Anekdote mit Uli Hoeneß, dem er attestiert „ein kleiner Tiriac“ zu sein, als dieser eine Offerte von Juventus Turin für Rummenigge abwehrte mit der Kompensation neuer Werbeverträge.  

Der Hat-Tip für das Fundstück geht an Trainer Baade.  

Nach der Verhaftungswelle bei der FIFA gibt es eine Substratsättigung in Sachen Fußball

Guten Morgen.

Nein, Lust auf Fußball habe ich im Moment keine. Ich habe wie bei der Substratsättigung in Sachen Uli Hoeneß momentan keinen Appetit auf eine Sportart die mich seit 1973 in meinem Leben intensiv begleitet hat und der ich auch die entsprechende Hingabe, Leidenschaft, Aufmerksamkeit, Lebenszeit etc. gegeben habe. Nein, ich räume nicht mein Bücherregal mit den zahlreichen Fußballbüchern über die zahlreichen Weltmeisterschaften.

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Foto:  © Copyright – Michael Wiemer  

Doch ich werde sie in nächster Zeit meiden. Die Bücher werden von mir nicht angefasst.

Für mich persönlich habe ich eine sofort umsetzbare 10 Punkte Liste erstellt und ziehe dem Fußball meine Aufmerksamkeit ab.

Fußballsubstratsättigung

1. Es wird heute Abend nicht die Plasberg Sendung Wachsweich aber unfair im ARD zur FIFA geschaut. Dieses Gequatsche bringt ja nichts. Hat man gestern wieder bei Jauch und der rothschen Empörungsrhetorik gesehen. Dabei haben die Grünen eigentlich genug Probleme momentan im eigenen Laden.

2. Auch der deutsche Fußball hat sich in der vergangenen Woche nicht mit Ruhm in Zürich bekleckert. Es wird von mir keine weiteren Beiträge zur abgelaufenen Fußballbundesliga-Saison 2014/2015 geben. Der Rückblick auf Bayern München, den VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach erfährt keine weiteren Folgen. Verschenkter Traffic hin oder her.

3. Es wird jegliche Berichterstattung über die anstehende FIFA-Fußballweltmeisterschaft der Frauen auf Kunstrasen in Kanada von meiner Seite ausbleiben, inklusive dass ich selber keinerlei Berichterstattung  über das Event der ehrenwerten Organisation lesen oder anderweitig konsumieren werde. Hope Solo hin oder her.

4. Es wird die nächsten Wochen von mir auch keine Fußballzeitung gekauft.

5. Die aktuellen FIFA Sponsoren werden auf Umsätze von meiner Seite verzichten müssen.

6. Ganz schweres Brett, aber es muss sein. Ich schaue nächsten Samstag kein UEFA-Champions-League Finale zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona. Messi, Neymar, Buffon, Pirlo hin oder her. Ich mag Herrn Platini nicht auf der Tribüne sehen. Jenen wachsweich sich in der vergangenen Woche in Zürich windenden Fußballfunktionär.

7. Ich werde die nächsten Wochen auch kein Fußballstadion betreten und mir kein Spiel anschauen.

8. Okay, eigentlich ein Pflichttermin heute Abend. Aber auch er wird gecancelt. Olli Dittrich hin oder her mit seinem alternativen Sportstudio. 

Was haben eigentlich Blatter und der HSV gemeinsam? Sie können nicht loslassen.

9. Es wird auch in den nächsten Wochen kein Blick in die Fußballberichterstattung  der sonst gern gelesenen Zeitungen wie Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Südkurier etc. geben. Johannes Aumüller, Thomas Kistner oder Anno Hecker hin oder her.

10.  Es gibt eine strikte Fernsehfußballvermeidungs Strategie von mir. Konsequent. Egal wie marktschreierisch ARD, ZDF oder Sport1 ihre Fußballquotenhitangebote an den Mann bringen wollen. Ich bin nicht dabei.

Sport am Bodensee: Lakmustest für die Publikumsresonanz bei den Towerstars und Sanierung im Zeppelinstadion

Guten Morgen.

Diese Woche vermeldete das Branchenblatt SPONSORs folgendes:

,,Profifußballer dürfen Pay-TV-Abonnements nicht als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz in Neustadt an der Weinstraße hervor.“

Gut, dass das auch mal geklärt ist.

Kommen wir zum Sport am Bodensee. Gestern hatten wir das Statement von Pressesprecher Frank Enderle zum Saisonstart der Ravensburg Towers. Nicht ganz so zufrieden zur aktuellen Situation und den zahlreichen Gegentoren speziell in den letzten drei Spielen äußerte sich Alexander Tutschner auf schwäbische.de und merkt an:

,,Vorne hui, hinten pfui – das sind die Ravensburg Towerstars im September 2014. Insgesamt 17 Tore kassierten die Ravensburger in den vergangenen drei Spielen in der DEL 2, trafen dabei aber auch zwölfmal ins gegnerische Tor. Am Wochenende standen dabei ein klasse erkämpfter 6:4-Heimsieg gegen die Bietigheim Steelers und eine 4:6-Auswärtsniederlage in Bremerhaven zu Buche.“

Doch es bleibt auch festzuhalten, zu Hause waren die Towerstars in dieser Saison bisher nicht zu bezwingen. Dies soll auch am Donnerstag, einen Tag vor der Deutschen Einheit, nicht anders werden. Kontrahent sind die Lausitzer Füchse, die reichlich sportliche Historie in ihrer Vita in der ehemaligen DDR unter dem Namen SG Dynamo Weißwasser aufzuweisen haben.

Ein nicht ganz unwichtiger Aspekt sind die Zuschauerzahlen bei Heimspielen. Die Ravensburg Towerstars können bisher auf einen Schnitt von 2241 Zuschauern verweisen. Die Terminierung vor dem Feiertag am Donnerstagabend ist vielleicht ein interessanter Lakmustest in Sachen Publikumsresonanz, die dann durchaus über dem bisherigen Wert liegen kann.

Sport am Bodensee. Sektion Leichtathletik.

Es tut sich auch was in Sachen Sanierung der Leichtathletikanlage beim VfB Friedrichshafen. Nach 17 Jahren erfährt der Kunststoffbelag im Häfler Zeppelinstadion eine Sanierung. Da wir heute mit einem geldwerten Thema einstiegen, so ganz ohne monetäre Power geht es selbstverständlich nicht. Gunthild Schulte-Hoppe nennt dann auch bei schwäbische.de in ihrem Artikel konkrete Zahlen.

,,Die veranschlagten Kosten für die Sanierung der Leichtathletik-Kampfbahn sowie der Steigungsbahn liegen bei 144000 Euro. Diese werden gemäß der Häfler Sportförderrichtlinien zu 100 Prozent von der Stadt bezuschusst und sind im Juli vom Gemeinderat bewilligt worden.“

Kommen die vom VfB Friedrichshafen beim Württembergischen Landessportbund beantragten Finanzmittel zum tragen, verringern sich die Kosten für die Zeppelinstadt. Einst lief Armin Hary, damals aber noch auf Aschenbahn, die 100 Meter in bemerkenswerten 10,0 Sekunden. Das war am 6. September 1958. Zwei Jahre später gewann der Sprinter Hary bei den olympischen Spielen in Rom zweifaches Gold in der Einzeldisziplin über 100 Meter und mit der 4 x 100 Meter Staffel.

Übrigens war das Zeppelinstadion Trainingsstätte der iranischen Fußballnationalmannschaft zur WM 2006 und Franz Beckenbauer gab vor 30 Jahren mit Günter Netzer, Wolfgang Overath, Bernd Hözenbein, Uli Hoeneß und Co. seine Visitenkarte ab im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75. Gründungsgeburtstag des VfB Friedrichhafens. Autogrammsammler werden sich erinnern.

Dann hätten wir auch noch das sich nähernde Event vom Sparkasse-Marathon der 3 Länder am Bodensee. In vier Tagen ist es soweit. Die Eckdaten gibt es schon mal hier bei marathon.de.

Zum Abschluss für heute meine individuelle Erkenntnis einige Tage nach der Interboot 2014. Manchmal gleichen sich die Bilder schon sehr. Das erste jetzt folgende Foto habe ich im vergangenen Jahr aufgenommen. Das darauffolgende vor einigen Tagen.Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraStammleser kennen ja bereits beide Schnappschüsse. Nächstes Jahr, gleiche Stelle, gleiche Zeit. Selbstverständlich wird es dann eine kleine Trilogie geben.

Sport am Bodensee Terminkalender

02.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse ab 20.00 Uhr

03.10. – 04.10.2014 Segeln: RVB Final Race beim Segel-Club Bodman e.V.

04.10.2014 Handball: Bregenz Handball – Moser Medical UHK Krems ab 19.00 Uhr

04.10.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Basel ab 20.00 Uhr

04.10. – 05.10.2014 Segeln: Internationales Konstanzer Schlusslicht der Folkeboote

04.10. – 05.10.2014 Segeln: Blue Planet Flug Trophy Rohrspitzregatta (Yachtclub Rheindelta)

04.10.2014 Basketball: TSV Eriskirch – Rathiopharm Ulm2 (Frauen) ab 15:45 Uhr

04.10.2014 Basketball: TSV Eriskirch – VfL Kirchheim (Männer) ab 18.00 Uhr 

05.10.2014 Marathon: Sparkasse-Marathon der 3 Länder am Bodensee ab 11.00 Uhr

05.10.2014 Lauf: 22. Gehrenberglauf der TV Markdorf 1880 ab 11.00 Uhr 

10.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren ab 20.00 Uhr

10.10.2014 Volleyball: Volley YoungStars – TSV GA Stuttgart ab 20.00 Uhr

11.10.2014 Handball: Bregenz Handball – Skjern Handbold (Dänemark) ab 19.00 Uhr

11.10.2014 Handball: Alpla HC Hard – St. Pölten ab 19.00 Uhr

12.10.2014: Volleyball: Teamvorstellung VfB Friedrichshafen in der ZF Arena ab 18.00 Uhr

17.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt ab 20.00 Uhr

18.10.2014 Rudern: Abrudern beim Ruderverein Friedrichshafen e.V

18.10.2014 Handball: Bregenz Handball – Sparkasse Schwaz HB Tirol ab 19.00 Uhr

22.10.2014 Handball: Alpla HC Hard – Sparkasse Schwaz HB Tirol ab 19.00 Uhr

26.10.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – SWD powervolleys Düren ab 18.00 Uhr

26.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken ab 18.30 Uhr

31.10.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – VCO Berlin ab 20.00 Uhr

Bayern München Premiere mit Robert Lewandowski in Memmingen

Es gab ja einige exhorbitant gute Stürmer, die mit ihren Nationalmannschaften nicht am WM-Turnier in Brasilien teilgenommen haben. Da sei Ibrahimovic genannt, mit Schweden konnte er sich in der spannenden Relegation nicht gegen Portugal durchsetzen. Auch Robert Lewandowski und die polnische Nationalelf blieben dem Turnier fern.Traveler Digital CameraDie heimliche Fußballhauptstadt Deutschlands ist ja ab dieser Saison die neue Heimat für Robert Lewandowski. Der polnische Stürmer der Extraklasse gibt heute seine Premiere in Memmingen. 18.00 Uhr stehen sich die Mannschaft des Fanklubs Red Baroons, verstärkt mit Spielern des Regionalligisten FC Memmingen, und der deutsche Rekordmeister Bayern München gegenüber. Im Vorfeld gingen für das Spiel in der 11.150 Zuschauer fassenden Arena rund 10.000 Karten an den Mann. Auch der österreichische Nationalspieler David Alaba wird in Memmingen für die Bayern auflaufen.

Die deutschen Weltmeister mit Bayern München Signatur haben noch Urlaub. Vielleicht bekommen die Zuschauer in Memmingen Franck Ribery noch zu sehen. Der Franzose musste ja wegen einer Verletzung der WM 2014 fernbleiben. Seit Anfang dieser Woche ist der Mittelfeldstar wieder in der bayrischen Landeshauptstadt. Ob er spielen wird ist noch nicht klar. Auf dem Programm stand für ihn noch eine Untersuchung bei Dr. Müller-Wohlfahrt.

Ich hatte ja kürzlich bei der kleinen Vorschau auf das Spiel um Platz 3 an die großen polnischen Stürmer Lato, Szarmach und Gadocha vom Turnier 1974 erinnert. Diese Elf hatte internationale Klasse und in jenen Jahren mit dem Olympiasieg 1972, dem 3. Platz bei der WM 74 in Deutschland und der Silbermedaille bei den olympischen Spielen 1976 ihre beste Zeit. Die Engländer werden sich übrigens auch ungern an den Keeper Jan Tomaszewski erinnern. Mit seinen famosen Glanzparaden verhinderte er  die Qualifikation der englischen Nationalmannschaft für das Turnier in der Bundesrepublik. Jener Tomaszewski hielt dann in der Wasserschlacht von Frankfurt auch einen Elfmeter von Uli Hoeneß.

Apropos Uli Hoeneß. Eine große, eine ganz große Geste von Bastian Schweinsteiger nach dem gewonnenen WM-Endspiel gegen Argentinien am Sonntag. Er grüßte in der Stunde seines eigenen großartigen Erfolgs seinen Förderer Uli Hoeneß. Mit warmen, aufrichtigen Worten. In einer Gesellschaft in der Gefallene durchaus sehr schnell erfahren wie sich einstige Freunde, Mitstreiter, Partner, Wegbegleiter oder Lobhudler abrupt abwenden, war das keine Selbstverständlichkeit. Zu Uli Hoeneß gibt es auch neue Nachrichten aus der JVA Landsberg.

Adidas nutzt Vertragslücke bei Legea und stattet Bosnien-Herzegowina aus

Traveler Digital CameraNike kann nicht überall sein. Dem fränkischen Sportartikelhersteller Adidas ist ein Marketing-Coup vor der WM gelungen. Der italienische Ausstatter Legea hatte sich das Großereignis Fußball-WM Brasilien 2014 nicht im Vertrag mit Bosnien-Herzegowina inkludieren lassen. Das im DAX gelistete Unternehmen Adidas nutzte die Vertragslücke. Die Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina wird diese Woche am 4. Juni im Länderspiel gegen Mexiko in  Adidas-Trikots auflaufen. The Wall Street Journal schrieb im langen und mit zahlreichen Grafiken von Insider Peter Rohlmann unterlegten bemerkenswerten Artikel Fußball-WM 2014 wird zur Materialschlacht der Ausrüster zu der Legea/Adidas Geschichte:

,,Der Vorgänger, die italienische Marke Legea, hatte versäumt, das Großereignis im Vertrag zu inkludieren. „Adidas kommt nach diesem Geschäft vor Lachen kaum in den Schlaf“, sagt Rohlmann. Alle anderen Wettbewerber hatten nicht schnell genug geschaltet, heißt es. Nur zwischen 500.000 Euro und einer Million Euro, Sachleistungen inklusive, dürfte dieses Sponsoring im Jahr kosten.“

Es ist nicht überliefert ob Legea den Anwalt ihrer bisherigen Wahl austauschen wird. Für Adidas ist dies das 9. Engagement in puncto Teamausstattung bei der Fußball WM. Der amerikanische Konzern Nike verweist auf 10 Mannschaften. Puma hat 8 bei dem größten Sportereignis im Jahr 2014 am Start. Bosnien-Herzegowina spielt in Gruppe F gegen Argentiniens Messi, den Iran und Nigeria. Die Argentinier und Nigerianer laufen auch im Dress mit den drei Streifen auf. Der Iran wird von dem deutschen Unternehmen Uhlsport ausgestattet. Auf die Episode mit dem kolportierten eingelaufenen Torwarttrikot hatte ich ja bereits hingewiesen. Am 13. Mai schrieb ich hier auf dem Blog:

,,Kaum glauben mag man auf den ersten Blick der Nachricht vom Schwarzwälder Boten über den bei der WM in Brasilien nicht stattfindenden Trikottausch der Mannschaft vom Iran, die vom deutschen Hersteller Uhlsport aus dem schönen Balingen ausgestattet werden. Neben dem Sparsamkeitsdiktat des iranischen Fußballverbandes hebt man die Augenbrauen auch ob der Aussage von Ersatztorwart Ali-Resa Haghighi, der nach dem Waschen sein XL Trikot in signifikant kleinerer Größe wiederfand und dem Konter vom Verbandspräsidenten:

“Die Spieler müssen die nicht mit heißem Wasser waschen.”

Das lasse ich Mal so unkommentiert stehen.“

Mittlerweile hat sich das Unternehmen Uhlsport zu Wort gemeldet und sich gegen die Vorwürfe aus dem iranischen Fußballverband gewehrt. Trikots sind dem iranischen Verband in entsprechend ausreichender Anzahl von dem Balinger Sportartikelhersteller zur Verfügung gestellt worden und es wird auch explizit darauf verwiesen, dass jedes Trikot nur für ein Spiel zur Verwendung kommt.

„Keines der Trikots einer WM kann für ein weiteres Spiel verwendet werden, da diese Trikots immer die Flaggen und das Datum der Partie auf der Brust führen“

Zu der Qualitätskritik von Ersatztorwart Ali-Resa Haghighi nimmt Uhlsport mit Verweis auf die Erfahrungen von Tests und bisheriger Teams ebenfalls Stellung:

,,Dass unsere Polyesterware eingehen soll, ist nach allen unseren Tests nicht ansatzweise nachvollziehbar. Ebenso wenig haben wir von professionellen Mannschaften und anderen Partnern Stoffbeanstandungen erfahren.“

Uhlsport nennt dann auch noch den 3. Torwart der deutschen Nationalmannschaft, Ron Robert Zieler,  den niederländischen Keeper Michel Vorm und den französischen Torwart Hugo Lloris, die Produkten aus Balingen ihr Vertrauen geschenkt haben.

Apropos Torwart. Der einstige Weltklassetorwart Peter Schmeichel auf der Facebook Seite von Bosnien-Herzegowina mit einem klaren Statement in puncto Sport:

„Bei dieser Weltmeisterschaft kann Bosnien & Herzegowina für eine Überraschung sorgen. Niemand will sie als möglichen Gegner..Sie hatten eine tolle Qualifikation hingelegt und haben einen Edin Džeko, der immer für ein Tor gut ist – er kann Spiele alleine entscheiden…“

Der 28-Jährige Džeko ist allen deutschen Fußballfreunden noch gut bekannt aus seiner Zeit beim VfL Wolfsburg. 2009 schoss er 26 Tore und kam mit seinem Sturmkollegen Grafite, der mit 28 Toren Torschützenkönig wurde, auf insgesamt 54 Tore. Das war die deutsche Meisterschaft mit Wolfsburg. Bemerkenswert an den 54 Toren war der damit aufgestellte neue Rekord. Sie lösten das Bayern München Sturmduo Uli Hoeneß und Gerd Müller mit 53 Toren aus der sagenhaften Bundesligasaison 1971/1972 in der Rekordtabelle ab.

Bayern München: Keine Nacht der Helden

Tief durchatmen. Dieses Jahr wird es ein Champions-League Finale ohne deutsche Beteiligung geben. Mit Harald Schmidt Humor könnte man anmerken: Positive Nachricht – Hat Übungsleiter Löw die Bayern Spieler eine Woche eher zur Verfügung.

2010 sah ich das Finale von Bayern München mit Coach van Gaal gegen Mourinhos Inter Mailand mit meiner Jahrhundertliebe in einem Nürnberger Multifunktionskino auf großer Leinwand. Nach dem 0:1 Rückstand sagte ich zu meiner Liebsten:

,,Das war´s. „

Auch gestern war ich nach dem 0:1 Rückstand von Ramos überzeugt, die Sache ist durch. Dabei hatte der 116-fache spanische Nationalspieler und Verteidiger  bereits im Training in der Allianz Arena deutlich gezeigt wie eminent torgefährlich er beim Eckball ist. Die phantastischen Bilder vom vergangenen Jahr wird es für Bayern München und die Fans damit 2014 nicht wieder geben können.Traveler Digital Camera

Ich will jetzt nicht mit dem Holzhammer auf die Mannschaft, den Trainer oder etwaige Formschwächen von einzelnen Spielern drauflos hämmern. Oder die Turbulenzen vom Hoeneß Prozess im März thematisieren. Die Mannschaft war voriges Jahr mit jenem Momentum ausgestattet, was dieses Jahr einfach fehlte. Jene Wucht, Dynamik, unbändige Laufbereitschaft mit dem Zug zum Tor, die Erarbeitung und eiskalte Nutzung von Torchancen auf internationalen Parkett, der absolute Siegeswille, die Fokussierung auf die Spiele und der Hunger nach dem sehnsüchtig herbeigesehnten Champions-League Titel waren dieses Jahr so nicht vorhanden.

Vom Biotop Barcelona nach München

Nach so einer Niederlage ist es immer leicht alles am neuen Trainer festzumachen. Ich war immer etwas skeptisch in Sachen Hype um die Neuverpflichtung von Guardiola. Er hatte ein Jahr ohne Trainertätigkeit hinter sich. Die Zeit bei Barcelona war zuweilen zum Schluss etwas von Götterdämmerung geprägt. Der Wechsel in eine neue Liga und ein anderes Land ist auch immer von Unwägbarkeiten gezeichnet. Coach Pep Guardiola hatte noch nicht bewiesen, dass er außerhalb des Biotops Barcelona funktioniert. Ich stand damals bei der Bekanntgabe seines Trainerengagement bei Bayern mit dieser Meinung nicht alleine da. Auch der Titelsammler par excellence – Mister Handball vom Champions-League Gewinner THW Kiel – , Alfreð Gíslason, wies damals auf etwaige Probleme der Umstellung vom inneren Zirkel der Katalanen auf die Gegebenheiten des deutschen Rekordmeisters hin. Sebstverständlich hat Pep Guardiola souverän und mit zahlreichen Rekorden garniert die Bundesliga von der Tabellenspitze aus beherrscht und den nationalen Titel von Vorgänger Jupp Heynckes verteidigt. Eine deutsche Meisterschaft mit Bayern München einzufahren gelang auch Trainern wie Felix Magath, der momentan den englischen Abstiegskandidaten FC Fulham trainiert. Der Anspruch der Bayern und ihrer Führungsriege ist international. Da schmerzt das deutliche Ausscheiden gegen Real sehr.