Das Schach-WM Kandidatenturnier 2016 in Moskau rückt näher

Das Schach-WM Kandidatenturnier in Moskau rückt näher. Vom 10. bis 30 März 2016 findet das Treffen von acht hochkarätigen Großmeistern statt. Ziel: Das Recht des Herausforderers ausspielen. Schachweltmeister Magnus Carlsen wartet dann auf den Sieger von Moskau. Wollen wir es ein wenig aufdröseln. Vielleicht wird es ja die Stunde von jenem Mann, der 2015 beim London Chess Classic von Anands ehemaligen  Presseattaché Eric van Reem so im Foto eingefangen wurde.

Foto: © Eric van Reem

Hikaru Nakamura, momentan auf Platz 6 der Elo-Rangliste hinter Weltmeister Magnus Carlsen, Wladimir Kramnik, Fabiano Caruana, Anish Giri und Levon Aronian.

Am 13. Dezember 2013 schrieb ich hier auf sportinsider anlässlich des London Chess Classic:

,,Hikaru Nakamura. Zur Zeit grüßt er von Platz 3 der Elo-Rangliste. Strotzt vor Selbstbewußtsein. Immer auch für einen Spruch gut. Er ist noch hungrig. Ob der ehrgeizige Nakamura eines Tages ernsthaft Magnus Carlsen attackieren kann, wird sich zeigen müssen.”

Jetzt wäre die Gelegenheit zur Attacke da.

Schach-WM Kandidatenturnier in Moskau vom 10. – 30. März 2016

Die FIDE gab im November 2015 den Austragungsort für das kommende Kandidatenturnier bekannt. Die Schachveranstaltung findet vom 10. bis zum 30. März in Moskau statt. Der Sponsor des Schach-WM Kandidatenturneirs ist die Tashir Group des armenischen Millionärs Samvel Karapetyan, die auch schon das Petrosian Memorial im Jahr 2014 gesponsert haben.

Die 8 Teilnehmer des Kandidatenturniers 2016 in Moskau

  1. Viswanathan Anand (WM-Finalist)
  2. Hikaru Nakamura (Grand Prix)
  3. Fabiano Caruana (Grand Prix)
  4. Sergey Karjakin (Worldcup)
  5. Peter Svidler (Worldcup)
  6. Levon Aronian (Wildcard des Veranstalters)
  7. Veselin Topalov (Eloschnitt 2015)
  8. Anish Giri (Eloschnitt 2015)

In Moskau wird ein doppeltes Rundenturnier absolviert. Jeder Schachgroßmeister spielt gegen jeden Kontrahenten zweimal (1 x mit Weiß, 1 x mit Schwarz).

Der Sieger hat das Recht Ende des Jahres 2016 gegen Weltmeister Magnus Carlsen anzutreten. Veranstaltungsort ist da noch offen. Die Spatzen pfeifen die USA aus vermarktungstechnischer Sicht in die Gerüchteküche. Aber schaun mer mal. 2014 waren auch Zürich, Paris und St. Louis in der Verlosung und das WM-Match ging letztendlich nach Sotschi, die Anfangs keiner auf dem Plan hatte. Aus norwegischer Sicht ist immer wieder zu hören, dass sie ein WM-Match für ihren Weltmeister gerne in Norwegen stattfinden lassen würden und verweisen dabei öfters auf Anands Heimspiel 2013 in Chennai. Es bleibt spannend.

Das Kandidatenturnier ist terminlich auch im FIDE Kalender verankert.

Hier geht es zum FIDE Kalender

Auch der umtriebige und wissensdurstige Bruder Wikipedia hat sich schon mit dem WM-Schach Kandidatenturnier 2016 in der russischen Metropole Moskau und seinem Teilnehmerfeld beschäftigt. Fleißig. Auch mit Verlinkungen zu den bisherigen Kandidatenturnieren.

Hier geht es zum Wikipedia Eintrag Kandidatenturnier 2016

In Sachen Schach-Live Berichterstattung wird auch wieder chessdom Angebote anbieten. So hört man. Unter chessdom.com/category/live haben sie die derzeitigen aktuellen Schachturniere aufgelistet. Kurz vor Beginn des Schach-WM Kandidatenturnieres 2016 nehmen sie dann auch erfahrungsgemäß Moskau in ihr Live-Programm auf.

Ganz interessant zur mentalen Einstimmung im Vorfeld vom WM-Kandidatenturnier die Twitter-Accounts einiger in Moskau teilnehmenden Schachgroßmeister.

Twitter von Vishy Anand

Twitter Hikaru Nakamura

Twitter Anish Giri

Twitter Fabiano Caruana

Twitter Levon Aronian

Wer übrigens im Laufe der nächsten Tage und Wochen interessante Links rund um das Moskauer WM-Kandidatenturnier 2016 hat, feine Hinweise auf außergewöhnliche Fundstücke im Netz kundtun mag, kann dies gerne per E-Mail an mich unter michael.wiemer@gmx.net oder WhatsApp +491781965854 senden.

Sport am Bodensee: Oberschwäbische Einzelmeisterschaft im Schach 2015

Lassen wir uns vom Wetter beeinflussen? Stimmungstechnisch? Wohl kaum meint die Frohnatur. Oh doch, sagt der etwas schüchterne und zaghafte. Das Wetter in der Bodenseeregion ist heute sehr durchwachsen. Nasskalt, regnerisch, Bindfadenstärke des Niederschlags. Flankiert von 9 Grad. Wetterexperten meinen dazu oft lapidar: Zu kühl für diese Jahreszeit. Wohl dem der Schach in der Halle spielen kann. Die Oberschwäbische Einzelmeisterschaft mit dem Modus über 7 Runden nach Schweizer System und 2 Std. / 40 Züge + 30 Min. (Restzeit) ist in Friedrichshafen – Jettenhausen in vollem Gange. Die Mehrzweckhalle Jettenhausen ist der Spielsaal der OSEM. Navigationsgeräte können mit der Waggershauser Str. 37/5 gespeist werden. 101.452 Follower folgen derweil Schachweltmeister Magnus Carlsen auf seinem Twitter-Account. Am 21. April 2015 durchbrach der norwegische Champion die Schallmauer von 100.000 Follower. Sportler und ihre Twitter Aktivitäten sind eigentlich ein Spezialthema. Darüber reden wir ein andermal ausführlicher.

34. Montfortcup

Es gibt am Bodensee auch Sport unter freien Himmel. Der 34. Montfortcup im Rahmen des Langenarger Segelfestivals 2015 steht vom 14. bis 16. Mai auf dem Programm. Die Ranglistenregatta zählt zur Internationalen Bodenseemeisterschaft 2015 der ORC Klassen. Veranstalter ist der Yachtclub Langenargen e.V. Der Montfortcup ist offen für ORC-Club I bis IV, ORC-Sportboote, Lacustre, Esse 850, J70, X-99 und andere Eintyp-Kielbootklassen ab 5 Meldungen gewesen. Der Tag beginnt mit einem Seglerfrühstück im Festzelt. Abends gibt es dann immer ein Segleressen.

Montfort2015

Screenshot: www.ycl.la/regatta/montfort-cup/ausschreibung/

Noch steht das Traumfinale Alpla HC Hard – Bregenz Handball nicht

Schwenk vom Schach und Segeln am Bodensee zum Handball. Die Handballfreunde der Region fiebern einem Traumfinale Alpla HC Hard vs. Bregenz Handball entgegen. Alpla HC Hard steht als Finalist um die österreichische Meisterschaft bereits fest. Die Bregenzer müssen nach der Auswärtsniederlage bei INSIGNIS Westwien am Sonntag in eigener Halle nachsitzen. Es geht um den definitiven Einzug in das HLA (Handball Liga Austria) Finale.

Halbfinalbegegnung 1

08.05.2015 Alpla HC Hard – HC Fivers WAT Margareten 28:25

11.05.2015 HC Fivers WAT Margareten – Alpla HC Hard 26:27

Halbfinalbegegnung 2

08.05.2015 Bregenz Handball – SG INSIGNIS Westwien 35:34 n.V.

12.05.2015 SG INSIGNIS Westwien – Bregenz Handball 28:23

17.05.2015 Bregenz Handball – SG INSIGNIS Westwien

Das entscheidende 3. Halbfinalspiel zwischen den Festspielstädtern und INSIGNIS Westwien wird 18.45 Uhr in der Bregenzer Handball-Arena angepfiffen und live auf ORF Sport+ übertragen.

Sportkalender am Bodensee

14.05.2015 Fußball: FV Ravensburg – VfR Mannheim ab 15.00 Uhr

14.05. – 16.05.2015 Segeln: 34. Montfortcup – Langenarger Segelfestival 2015

14.05. – 17.05.2015 Schach: Oberschwäbische Einzelmeisterschaft 7 Runden CH 2 Std. / 40 Züge + 30 Min. (Restzeit) in Friedrichshafen – Jettenhausen

17.05.2015 Laufen: 9. Eriskircher Riedlauf / Start Kinderlauf ab 13.00 Uhr

17.05.2015 Laufen: 9. Eriskircher Riedlauf / Start Jugendliche/Erwachsene ab 13.30 Uhr

17.05.2015 Fußball: FC Schaffhausen – FC Le Mont FS ab 15.00 Uhr

17.05.2015 Fußball: FV Ravensburg – SV Kicker Pforzheim ab 15.00 Uhr

17.05.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – Wacker Thun ab 17.30 Uhr

17.05.2015 Handball: Bregenz Handball – SG INSIGNIS Westwien ab 18.45 Uhr

19.05.2015 Laufen: Marathon & Halbmarathon-Laufseminar im Casinostadion Bregenz unter der professionellen Leitung von Rennleiter und Marathonläufer Günter Ernst (Marathonbestzeit 02:32:14) ab 19.00 Uhr

20.05.2015 Fußball: FC St. Gallen – FC Thun ab 19.45 Uhr

20.05. – 25.05.2015 Segeln: Match Race Germany 2015 in Langenargen 

25.05.2015 Fußball: FC St. Gallen – FC Aarau ab 16.00 Uhr

30.05.2015 Fußball: FC Schaffhausen – FC Biel / Bienne ab 17.45 Uhr

Die Auswahl der Termine ist subjektiv und unvollständig.

Magnus Carlsen durchbricht die Schallmauer mit 100.000 Followern auf seinem Twitter-Account

Nein, Magnus Carlsen hat gar nicht so unendlich viele Tweets die letzten Jahre abgesetzt (absetzen lassen). 426 Tweets. Der norwegische Schachweltmeister und sein Management folgen 97 anderen Twitter Benutzern. Aber ein anderer Wert ist für die Carlsen Crew aus Sicht eines effektiven Marketings und einer offensiven Aufstellung gegenüber Sponsoren wichtig. Die Anzahl der Follower auf seinem seit April 2009 gepflegten Twitter-Account.

Die Marke von 100.000 Followern hat der zweifache Schachweltmeister Magnus Carlsen heute erreicht.

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Screenshot: Twitter / Magnus Carlsen 

Ich muss direkt mal in mein Archiv gehen und nachschauen, wann ich das erste Mal über den Schachchampion Magnus Carlsen hier auf sportinsider schrieb. Einen kleinen Moment bitte ….

Am 18. November 2009 berichtete ich unter dem Titel  Neuer Sponsoring-Vertrag für Blitzschachweltmeister:

,,Er gilt als das Schachgenie der Neuzeit. Der 18-Jährige Norweger Magnus Carlsen brillierte bei der Blitzweltmeisterschaft im Moskauer Nobelkaufhaus GUM. Der Shootingstar der Schachszene setzte sich souverän in den drei Tagen gegen 21 Spieler durch. 12 Tage vor seinem 19. Geburtstag holte er mit 31 Punkten den Titel vor Viswanathan Anand mit 28 Punkten.

Zum schachlichen Erfolg gesellt sich auch ein neuer Sponsorvertrag.“

Der norwegische Finanzdienstleister Artic Securities ging mit dem damaligen frischgebackenen Blitzschachweltmeister einen 2 Jahresvertrag ein. Dotiert über 2 Millionen norwegische Kronen, umgerechnet 240.000 Euro. Die Zusammenarbeit zwischen Magnus Carlsen und Artic Securities wurde später verlängert. Eine Win-Win Situation.

Marketingtechnisch sehr geschickt ist auf der Website des Finanzunternehmens auch ein Blog von Magnus Carlsen integriert. Der letzte Beitrag datiert vom 19. April 2015:

,,About an hour into round one Friday I blundered against Anand; A pawn down without counterplay. How different compared to last year when I started off with two quite nice victories and was close to winning round 3. Surprisingly, by now I’ve reached the same 2,5 out of 3 as last year. After the blunder I defended quite well against Anand. There might have been a win for white but the Kf5-line he chose ended draw after a few accurate defensive moves. Yesterday I won a smooth game against home favorite Mamedyarov. In round 3 as black against Caurana today I was a bit fortunate when Caruana started to drift in a drawish ending. He thought there were many ways to draw, but allowing Nf3+ was a mistake, and I don’t think he could save the rook ending.“

Magnus Carlsen ist jetzt nicht der Vielfrequenzblogger, doch so ein stetes Grundrauschen ist vorhanden. Dabei fällt auf, wenn man die einzelnen Blogbeiträge unter die Lupe nimmt, dass Magnus Carlsen nur Texte einstellt auf seinem Blog bei Arctic Securities. Fotos und Videos sind dann eher dem eigenen Twitter-Kanal mit den Eingangs erwähnten 100.000 Followern sowie der Website magnuscarlsen.com vorbehalten.

Magnus Carlsen geht auf die 100.000 Follower bei Twitter zu

So, Schachweltmeister Magnus Carlsen geht in Kürze einem besonderen Jubiläum entgegen. Der aus marketingtechnischer Sicht über Jahre kontinuierlich und smart gehegte Twitter Account des norwegischen Champions geht auf die Schallmauer von 100.000 Follower zu. Aktueller Stand sind 98.900 Follower.

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Screenshot: Twitter / Magnus Carlsen

Am 12. März 2015 schrieb ich hier auf dem Blog:

,,Übrigens Magnus Carlsen verzeichnet aktuell 97.500 Follower. In der ersten Septemberwoche 2013 durchbrach das norwegische Schachgenie erstmalig die 30.000er Grenze in puncto Follower. Es ist nicht überliefert ob zur Feier des Tages damals die Champagnerkorken knallten. Der Elo-König durchbrach diese Schallmauer von 30.000 Follower wenige Wochen vor dem ersten Schach-WM Kampf mit Viswanathan Anand. Ich notierte damals am Freitag, den 6. September 2013 um 18.00 Uhr, die Follower-Zwischenmarke von 30.026. Marketingtechnisch ist da Drive drin. Die Kommunikation und das Marketing wird vom Carlsen Management nicht dem Zufall überlassen.“

Die zwei Weltmeisterkämpfe mit Anand haben rückblickend der Follower Zahl auf dem Twitter Nachrichtenkanal von Magnus Carlsen entsprechenden Auftrieb gegeben.

Olympische Spiele 2024 in Hamburg? Quo vadis?

So, die Trommelwirbel um die deutschen Bewerberstädte für olympische Spiele haben sich etwas gelegt. Haben Sie? Nun, Hamburg soll in das Rennen für die olympischen Sommerspiele 2024 geschickt werden. Kai Pahl von allesaussersport gestern vor der Bekanntgabe seitens des DOSB:

,,Die Entscheidung wurde wohl schon gestern ausgeknobelt. Heute um 19 Uhr will sie der DOSB auf einer Pressekonferenz bekanntgeben und zumindest Sportdeutschland.tv überträgt die PK. Wer wird der deutsche Bewerber für die Olympischen Sommerspiele 2024. Als Hamburger wünsche ich Berlin alles Gute und wäre froh wenn der Kelch an Hamburg vorbeigeht, denn IMHO haben sich die Olympische Spiele derzeit herausgepreist um noch in irgendeiner Form sauber und nachhaltig finanzierbar zu sein. Ich sehe in Hamburg auch ohne Spiele genügend große Probleme in der Infrastruktur, auch der Verkehrs-Infrastruktur, die die Regierungen der letzten Jahre und Jahrzehnte verschlafen haben. So reizvoll es wäre, die Spiele mal in der Stadt zu haben.“

Deutschland war mit den letzten Bewerbungen um olympische Spiele nicht wirklich erfolgreich. München holte sich gleich zweifach ein Nein für die Winterspielofferte. Oder die Stadt die einst Deutschlands größtes Fußballstadion baute, sich mit olympischen Sommerspielen aber einen Bruch heben würde. Leipzigs Bewerbung für 2012 hat auch heute noch für mich den Beigeschmack einer größenwahnsinnigen Attitüde. Berlin war auch schon auf der Liste der gescheiterten Bewerbungen. An den Hauptstädtern, die nicht nur mit einem Projekt wie dem Flughafenbau eminente Probleme haben, ging der Kelch gestern also vorbei. Nolympia, sehr erfolgreich und argumentativ sachlich bei den Münchner Bewerbungen agierend, hatte einst 18 Gründe gegen Olympia aufgeführt.

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Es lohnt dabei auch ein genauerer Blick hinter die Kulissen der Vertragspapiere. Was sollen dort eigentlich die Bewerberstädte gegenüber dem finanzstarken IOC unterzeichnen? Wieviel Eigenverantwortung und Selbstbestimmung geben die Städte auf? Warum hielt sich in den letzten Jahren der Run auf die Bewerbung für olympische Spiele in überschaubaren Grenzen? Wer profitiert eigentlich von dem medialen Großereignis? Die eine oder andere erhellende Antwort findet sich in Die Vertragsgestaltung des IOC bei Nolympia. Hochinteressant und erschreckend zugleich ist dabei der Blick auf die Host City Verträge am Beispiel Salzburg. Die liebliche Mozartstadt an der Salzach … Kompetente Juristen des Landes Salzburg kamen zu keiner schmeichelhaften Einschätzung der Vertragsklauseln.

Die Berichterstattung über die deutschen olympischen Bewerberstädte für 2024 ist auch facettenreich bei Jens Weinreich unter Live-Blog zu Olympia 2024: die DOSB Führung zieht den Fifty-Fifty-Joker-Hamburg nachzulesen, der auch auf diesen Fakt aufmerksam macht:

,,Beim letzten innerdeutschen Wettbewerb, als das NOK im April 2003 für Leipzig votierte, gingen in der Evaluierung exakt 1 von 47 Gewichtungspunkten für die “öffentliche Meinung” drauf. 2,12766 Prozent. Das hat sich ein wenig geändert – und das ist, ich wiederhole mich, das eigentliche Verdienst der Münchner Olympia-Opposition 2018/2022, diesen Faktor aufgewertet und Bürgerentscheide durchgesetzt zu haben.“

Jens Weinreich, Grimme Online Award Preisträger 2009 und Sportjournalist des Jahres 2013 (Mediummagazin) ist einer der beharrlichen Journalisten, die sich mit den unappetitlichen Seiten der Sportpolitik seit Jahren auseinandersetzt. Erinnert sei an die Bücher Macht, Moneten Marionetten mit dem Untertitel Sotschi 2014 & die neue olympische Weltordnung: Wladimir Putin, IOC-Präsident Thomas Bach und die unheimlichen Seilschaften von Ölscheichs und Oligarchen oder an 2022 Die WM in Katar, Sklavenarbeit, Korruption und die FIFA. Neben dem gestrigen Live-Blog von Jens Weinreich gab es dann von ihm auch noch zahlreiche Twitterdialoge, wie hier mit dem DOSB Pressesprecher Christian Klaue.

Jens Weinreich

Screenshot: Twitter / Jens Weinreich

So sah es dann entsprechend auf dem Twitteraccount von DOSB Pressesprecher Christian Klaue aus:

Christian Klaue DOSB

Screenshot: Twitter / Christian Klaue

In der Flut von Pressemeldungen, Kommentaren, Pro und Kontra der gestrigen Entscheidung für Hamburg fällt Oliver Fritsch, kritischer Zeitgeist mit einem Artikel bei Zeit Online unter dem prägnanten Titel Olympia ja, aber doch nicht so mit einer sachlichen Analyse auf.  Oliver Fritsch, Deutschlands Fußballinternetpionier und mutiger sowie couragierter Gründer der Videoplattform Hartplatzhelden ist bekannt für Klartext.

,,Olympia darf gerne kosten. Doch der deutsche Sport hat andere Probleme, die einem die Olympia-Euphorie erschweren. Sie haben mit seiner Struktur zu tun, seiner Identität und den Leuten, die ihn lenken. Er müsste demokratischer und geschichtsbewusster werden. Und er sollte mehr Sinn dafür entwickeln, dass Sport mehr ist als Show und Medaillenzählerei.

In der deutschen Sportpolitik sucht man aber vergebens nach jemandem, der kluge Ideen mit Leidenschaft verkörpert.“

Oliver Fritsch erinnert in dem Text auch an einen Fakt, der die Lust auf Spiele ebenfalls bremst:

,,Wer wofür wie viel Geld erhält, hielten Staat und Sport lange geheim. Journalisten mussten gegen den ehemaligen Innenminister Hans-Peter Friedrich klagen, um an die Papiere zu kommen.“

Die Journalisten Daniel Drepper und Niklas Schenck hatten für die Herausgabe der Papiere, für die Herstellung einer notwendigen Transparenz über Monate gekämpft und waren bis vor das Verwaltungsgericht Berlin gezogen.

Khanty Mansiysk: Eric van Reem mit der Twitter-Nachlese der 9. Runde auf Chess in Tweets

Franz Beckenbauer hatte irgendwann sein Label weg. Der Kaiser. Schachweltmeister Magnus Carlsen ebenso. Der Schachmozart. Auch der niederländische Kultblogger Eric van Reem bekam kürzlich ein Label verpasst. Im November 2013. Der für Zeit Online von der WM in Chennai berichtende Ulrich Stock nannte den Niederländer „Presseattaché vom Team Anand“.

Legendär dann auch der Artikel von Schachfreund Stock über ein bemerkenswertes Foto von Eric van Reem in Chennai unter dem Titel Der Geistermeister. Bonushinweis von mir: Wer das Foto noch nicht kennt, sollte den Link nicht auslassen.

,,Carlsen kommt nicht. Stattdessen Espen Agdestein, sein Manager. Er redet eine Weile mit Kasparow, dann geht er, und Kasparow sitzt wieder allein am Tisch. Eric van Reem, Anands Teamfotograf, dessen Blog Mate in Chennai manchen Einblick gewährt, nutzt die Gelegenheit, über seinen Fischteller hinweg ein Paparazzifoto des Exweltmeisters zu schießen, wie man es seit den Tagen der Jagd auf den verschwundenen Bobby Fischer nicht mehr gesehen hat: Geistermeister Kasparow,  in psychedelisches Licht getaucht.“

Eric van Reem legt Schachblogs auf wie angesagte DJs ihre Platten auf Kultpartys und Szenediscos. Der „Presseattaché vom Team Anand“ hat bereits bei den letzten WM-Kämpfen von Anand neue Blogs eröffnet. Ich würde ohne Bedenken das Bruttosozialprodukt der Bundesrepublik Deutschland darauf setzen können, wenn es zum erneuten Duell zwischen Magnus Carlsen und Vishy Anand kommt, wird es wieder einen neuen WM-Schachblog vom sympathischen Kultblogger Eric van Reem geben. Da wir gerade bei erstklassigen Leistungen sind… Kult sind auch die Karikaturen auf ajedrezconhumor.blogspot.com.es. Schaut selber rein.a capablanca le hubiera gustado la partida

Doch jetzt leben wir im hier und jetzt. Eric van Reem arbeitet auch leidenschaftlich an seinem neuesten Schachblog am Sonntag. Das königliche Spiel kennt keine sonntägliche Pause. Auf Chess in Tweets hat der Teamfotograf von Anand wieder feinste Twitter-Nachlese unter dem Titel THE Candidates IN TWEETS – ROUND 9 geleistet.

Die Ernte von Chennai, kein Sektkorkenknall beim DSB, Magnus Carlsen durchbricht 60.000er Schallmauer bei Twitter und Bobby Fischer Endspielkrimi 1972 …

… sind meine Themen diese Woche beim Schach-Ticker. Es gibt unter anderen eine hundertprozentige  Prognose in Sachen Magnus Carlsen und der Enwicklung seiner Follower auf Twitter. Eine Prise vom Trend Schulschach ist ebenfalls dabei. Eine Würdigung des besten Fotos von der Schach-WM sowie den Blick auf die Nachfrage nach Endspielspezialisten im Sog der gewonnenen Carlsen Enspiele von Chennai. Also schaut´s rein, wenn Ihr Zeit und Lust habt.Traveler Digital Camera

Magnus Carlsen durchbricht eine Schallmauer: 30.000 Follower auf Twitter

Jeder deusche Schachgroßmeister kann sich in puncto Marketing eine Scheibe von Magnus Carlsen abschneiden. Diese Woche durchbrach der Schachmozart eine Schallmauer. 30.000 Follower auf Twitter. Mehr  zum norwegischen Elo-König gibt es auf Schach-Ticker von mir zu lesen.