Meine Wunschliste

Ich kenne die Sätze wie: Das Leben ist kein Wunschkonzert. Bescheidenheit ist eine Zier.

Doch das hält mich nicht ab von einer kleinen Wunschliste.

1. Nach dem Sieg von Magnus Carlsen beim Tal Memorial 2012 wünsche ich mir einen WM-Kampf Anand-Carlsen

2. Die Outdoor-Branche darf Ihrer sozialen Verantwortung gerechter werden.

3. Die mediale Überhöhung einer Fußball-EM darf die nächsten Jahre gedimmt werden.

4. Event-Publikum darf auch den Leistungen anderer Mannschaften gebührenden Respekt entgegenbringen.

5. ARD und ZDF mögen in sich gehen. Quote ist nicht alles.

6. Die Schachbundesliga darf neue Sponsoren gewinnen.

7. Der Mount Everest möge weniger Massentourismus erleiden.

8. Politiker können den Sporttribünen fernbleiben, so lange die Hausaufgaben noch nicht gemacht sind.

9. Jens Weinreich darf bei der Berichterstattung über die Olympischen Spiele neue Maßstäbe setzen.

10. Daniel Drepper möge auf fussballdoping weitere Artikel und Interviews bringen.

Sehnsucht nach München und Herausforderungen der anderen Art

Torwart Cech wird sich beim 1:4 gegen Russland auch nach dem ruhigen und angenehmen Spiel vor drei Wochen in München gesehnt haben.

Die Mannschaft von Übungsleiter Löw steigt auch in das Turnier ein. Vorher gab es noch diese unglückselige Stahlhelm-Metapher von Herrn Flick. Einst coachte er die damalige unterklassige TSG Hoffenheim, der Marketingzusatz 1899 war im Vereinsnamen noch nicht mit eingepflegt. Lars Wallrodt empfiehlt auf Welt Online Stahlhelm ab, ganz schnell!

Ansonsten hält sich hier am Bodensee das EM-Fieber noch in überschaubaren Grenzen. Nur vereinzelt haben einige Autofahrer geflaggt. Wer es ganz intensiv mag hat sogar seinen Außenspiegel in schwarz-rot-gold eingehüllt. Das muss man mögen. So vom ästhetischen Blickwinkel her.

Kai Butterweck hat auf indirekter-freistoss unter dem Titel Herausforderungen abseits des Rasens Pressestimmen zu Themen wie dem Besuch der CDU Parteifreundin und protestantischen Pfarrerstochter Frau Merkel im Spielerhotel, dem britischen Regierungsverhalten gegenüber EM-Begegnungen, dem Verhältnis der Ausrichter Polen und Ukraine sowie dem Besuch von Delegationen in Auschwitz zusammengestellt.

Während also die Fußball-EM die Blicke der Öffentlichkeit sucht und findet wird auf der Welt auch weiter Schach gespielt. Das Tal-Memorial 2012 hat begonnen. Alle Infos hat chesstigers zu bieten.