Nachdenkenswert #226

,,Geht es nach dem US-Fernsehsender Discovery Channel, muss der 11. Mai ein perfekter Gipfeltag werden. Der Sender kündigte für besagten Sonntag  die Liveübertragung des ersten „Wingsuit“-Sprungs vom Gipfel des Everest an, mit der kleinen Einschränkung „wenn das Wetter es zulässt“. Basejumper Joby Ogwyn stand bereits zweimal auf dem Dach der Welt, 1999 und 2008. Beim ersten Mal war er mit 24 Jahren der damals jüngste Everest-Besteiger aus den USA.“

Stefan Nestler, Sportjournalist bei der Deutschen Welle auf seinem Blog Abenteuer Sport

Updates zum Unfall von Michael Schumacher, Bobby Fischer vor 50 Jahren und Abbruch einer Expedition

Es war der letzte Sonntag im alten Jahr. Nach einem guten Frühstück verabschiedeten sich meine Jahrhundertliebe und ich von Ihren Eltern im Rheinland. Es ging noch kurz zu einem Sprung zu ihrem Bruder mit Familie. Dort gab es den zweiten Kaffee. Dann verabschiedetetn wir uns liebevoll voneinander. Meine Liebste und ich hatten noch 532 Kilometer bis zum Bodensee zu unserer Wahlheimat vor uns. Instinktiv lief das Autoradio. Es wurden Musikwünsche von Hörern gespielt. Zwischendurch gab es aus dem Radio die an diesen Tagen so unvermeidlichen Verkehrsinformationen. Dann kamen die Nachrichten. Es war Mittagszeit. Michael Schumcher hatte einen schweren Ski-Unfall erlitten. Das klang alles sehr dramatisch und stimmte traurig. Der Serienweltmeister der Formel-1 hatte seine Laufbahn auf den Rennstrecken dieser Welt lebendig beendet. Jetzt  überschlugen sich die Nachrichten aus einem französischen Krankenhaus. Michael Schumacher zwischen Leben und Tod. Die TV-Sender waren schnell auf dem Bildschirm.Traveler Digital CameraGrenoble war das Ziel zahlreicher Reporter. Die Nachrichtensender waren auf Sendung. In der Flut der Meldungen kristallisierte sich die Schwere des Sturzes und das Ringen der Ärzte um das Leben von Michael Schumacher heraus. Der für mich im deutschsprachigen Raum beste Motorsportblogger Don Dahlmann hat auf seinem Racingblog unter Michael Schumacher: Updates zum Unfall alle Informationen sachlich und gut sortiert aufbereitet. Auch von dieser Stelle alles Gute für den schweren Kampf von Michael Schumacher und seiner Familie.

Bobby Fischer stellte vor 50 Jahren am 2. Janur 1964 einen Rekord für die Ewigkeit  auf. Bei den 16. United States Chess Championships gewann das Schachgenie mit sagenhaften 11 aus 11. Raymund Stolze hat sich auf schach-ticker dieser besonderen Geschichte angenommen inklusive der Notation aller Siegpartien. 8 Jahre später sollte Bobby Fischer im Schachmatch des Jahrhunderts gegen Boris Spasskij den Weltmeistertitel erringen.Traveler Digital CameraDerweil berichtet Stefan Nestler auf seinem Blog Abenteuer Sport von einer abgebrochenen Expedition eines namhaften Bergsteigers. Dujmovits bricht Nanga-Parbat-Expedition ab. Jener Messner Schicksalberg sorgt immer wieder für dramatische Situationen, Verletze und Tote. Die Entscheidung eines Expeditionsabbruches fällt keiner leichtfertig. Das Ziel ist ja der Gipfel. Nicht der Abbruch. Der Rückzug. Ralf Dujmovits ist die Entscheidung nicht leichtgefallen.

Nachdenkenswert #199

,,Unter den Lesern meines Blogs ist eine kleine Diskussion darüber entflammt, ob Ueli Stecks Solo-Durchsteigung der Annapurna-Südwand ausreichend belegt ist, da er seine Kamera – wie berichtet – beim Aufstieg verloren hatte. Ich zweifle nicht an Uelis Angaben. Bei seiner Klasse hat er es nicht nötig, etwas vorzuflunkern.“

      Stefan Nestler, mit klarer Meinung zu Ueli Steck, auf Abenteuer Sport

Interview Peter Habeler zum 35. Jahrestag der Mount Everest Besteigung mit Reinhold Messner

Anlässlich des 35. Jahrestages der Besteigung des Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff durch Reinhold Messner und Peter Habeler gab es diese Woche eine ganze Reihe von Rückblicken. Das Datum 8. Mai 1978 war ein Meilenstein im Alpinismus. Trotz zahlreicher skeptischer Stimmen von sogenannten Experten ließen sich Reinhold Messner und Peter Habeler von ihrem ehrgeizigen und sportlich ambitionierten Projekt ohne Atemmaske nicht abbringen. Schwerste gesundheitliche Schäden wurde den beiden Ausnahmebergsteigern prophezeit. Ohne künstlichen Sauerstoff wäre der Mount Everest nicht zu bezwingen. Eine Gefahr für Körper und Geist. Todesgefahr. Tödlich. So waren damals zahlreiche Unkenrufe der sorgenvollen und vielleicht auch neidischen Skeptiker gegenüber Habeler und Messner zu vernehmen. Doch 35 Jahre danach sind beide weiter sehr vital. Sie haben Geschichte geschrieben.

Die Radio U1 Tirol Moderatorin Lilly Staudigl hat Peter Habeler interviewt und es sind interessante gute 8 Minuten daraus geworden.

Hat-Tip geht an Stefan Nestler von Abenteuer Sport.

Reinhold Messner Interview auf Abenteuer Sport

Der von mir sehr geschätzte Sportjournalist Stefan Nestler hat mit Bergsteigerlegende Reinhold Messner (ja, dies darf man so stehen lassen) ein bemerkenswertes Interview geführt auf dem Kultblog Abenteuer Sport. Detailliert und kompetent nähert sich Nestler dem Grenzgänger, Extrembergsteiger, Abenteurer, Marketinggenie, Autor, Vortragsredner, Museumsbesitzer und Freigeist. Thema ist natürlich auch der Mount Everest. Der Berg der Berge feiert dieses Jahr seinen 60. Geburtstag der Erstbesteigung durch Edmund Hillary und den Sherpa Tenzing Norgay am 29. Mai 1953. Reinhold Messner nimmt auch Stellung zur Entwicklung der letzen Jahre in Sachen Mount Everest Tourismus und spricht offen gern verschwiegene Dinge im Messnerschen Klartext an:

,,Ich möchte dort nicht ungern auch mal eine konkrete Probe machen, wie es mit den Drogen steht. Ich bin gespannt, ob jemand den Urin abgeben will. Es gibt ja Aussagen, dass am Everest das Doping sozusagen auf Universitätshöhe wäre im Verhältnis Kindergarten Tour de France. So weit gehe ich nicht, aber dort misst niemand, ob jemand gedopt ist. Wir wissen ja heute, dass es im normalen Sport vor allem die Laien sind, die dopen, um ein bisschen schneller zu sein als im Vorjahr oder schneller auf den Everest zu steigen als seine eigene Sekretärin.“

Stefan Nestler hat selber umfangreiche Erfahrungen in der Bergwelt gesammelt. Sein Blog führt er auch während der Touren in der Höhe. Erinnert sei an Durchbeißen auf der Königsetappe im Jahr 2011. Doch zurück zum obigen angesprochenen Interview mit Bergpionier Reinhold Messner. Stefan Nestler bloggt auch sehr leseorientiert. Gefällt mir immer wieder ausgesprochen gut. So gibt es bei ihm als Service, im Nachklapp sozusagen, auch das Video: Messner über den Everest zu sehen.

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ISPO 2013 Nachlese: Interview von Stefan Nestler mit Edurne Pasaban

Die spanische Extrembergsteigerin Edurne Pasaban hat alle 14 Achttausender bestiegen. Ihr erster Aufstieg in der Königsdisziplin war der Mount Everest am 23. Mai 2001. Der letzte in der 14er Serie war der Berg Shishapangma am 17. Mai 2010. Kürzlich war sie auch in München auf der ISPO 2013 zu Gast. Journalist und Blogger Stefan Nestler, Organisator und Spiritus Rector von  Abenteuer Sport hat sie interviewt und Edurne Pasaban interessante Antworten entlockt, auch auf die aktuelle Situation am Mount Everest bezogen.

,,Die letzten Nachrichten waren keine guten Nachrichten. Es wirkt, als wäre der Everest eine Show, eine Art Disney World. Aber so ist es nicht. Ich denke, das größte Geschenk, das wir dem Everest machen können, ist großen Respekt vor ihm zu haben. Vielleicht ist der Everest kommerziell, aber er ist ein Berg, dazu noch der höchste. Und wir müssen ihm respektvoll begegnen.“

Ja, der Mount Everest hat Respekt verdient.

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Delling wünscht sich Pluralität in den Medien

Grimme-Preis Träger Gerhard Delling zeigt gutes Zeitmanagement. Neben seiner Tätigkeit im deutschen Fernsehen hat er auch noch die Kapazität für ein Buch. 50 Jahre Bundesliga – Wie ich sie erlebte sind im Verlag Die Werkstatt erschienen. Smarte 480 Seiten und ein Preis knapp unter der 25 Euro Grenze. 24,90 Euro sind für den interessierten Käufer zu entrichten. Im besten Fall wird so ein Buch auch kräftig promotet. Da macht sich ein Interview zur rechten Zeit im Südkurier gut. Dort äußert Gerhard Delling sehr kluge Gedanken. Eine Aussage würde ich sofort unterschreiben:

,,Ich empfinde es generell als Verarmung der Gesellschaft, alles was ohnehin angesagt ist, noch zusätzlich zu exponieren; das gilt ja nicht nur in Sachen Fußball. Aber das ist kein neues Phänomen: Nach Gründung der Bundesliga haben die Tageszeitungen ganz schnell ihre Fußballberichterstattung ausgeweitet. Ich war immer Fußballer, habe mich aber genauso für die meisten anderen Sportarten interessiert. Ich bin daher ein Verfechter größtmöglicher Pluralität, aber die geht in den meisten Medien immer mehr zurück.“

Also dann will ich heute meinen kleinen bescheidenen Beitrag zur Pluralität beitragen. Es lohnt ein Blick auf das Blog Abenteuer Sport  von Stefan Nestler. Er beschäftigt sich mit der Entzündung des paralympischen Bergfeuers, gibt einen Einblick in die britische Geschichte des Alpinismus und bringt ein bemerkenswertes Zitat von Sebastian Coe.

Wer einen Blick hinter die Kulissen des deutschen Rugbyverbandes und der Odyssee um finanzielle Förderung und der Rolle des Innenministeriums werfen will, ist beim WAZ Rechercheblog goldrichtig. Daniel Drepper und Niklas Schenck haben dies in akribischer Kleinarbeit lesenswert und sehr nachdenkenswert aufbereitet.

Chesstigers ist einer meiner Lieblingsseiten. Sie beschäftigen sich mit dem Fall Garri Kasparow und haben auch zwei Updates zur Entwicklung des Geschehens in Moskau unter dem Titel: Bissiger oder unschuldiger Weltmeister?

Im von mir heißgeliebten Schach steht der nächste Jahreshöhepunkt an. Die Schacholympiade in Istanbul ist angerichtet. Der Deutsche Schachbund bringt ein Interview  mit Daniel Fridman. Die deutschen Schachspieler dürften ohne Probleme das Ergebnis der problembeladenen Teilnahme an der Schacholympiade 2010 in Sibirien übertreffen. Damals trat das Schachteam aus Deutschland mit der B-Mannschaft an. Die lieben Moneten. Deutschland lief unter ferner liefen ein. Mein Daumen schmerzte tagelang, weil ich beim scrollen nach dem Tabellenplatz ewig lange brauchte. Schachfreunde und treue Leser meines Blogs werden sich noch daran erinnern. Ich wärme die Sache jetzt aber nicht weiter auf. Geht ans Brett und spielt´s.

Tourneedaten von Reinhold Messner „Passion for Limits“

Am Wochenende noch Buchen und Reutlingen, dann eine Pause, und im August präsent im Gasometer von Oberhausen und im November die Stationen Innsbruck, Stuttgart und Lörrach. Dies sind die Auftrittsorte der „Passion for Limits“ von Reinhold Messner.  Hier geht es zu den kompletten Tourdaten vom Grenzgänger.

Derweil werden hier am Bodensee die Plakate langsam wieder eingesammelt, die auf die Veranstaltung in der Inselhalle in Lindau am gestrigen Donnerstag hinwiesen. Für das Ticketing waren mit easyticket, eventim und reservix gleich 3 Spezialisten mit im Boot. Beim Thema Vermarktung überlässt Reinhold Messner nichts dem Zufall. 

Einst schrieb ich nach einem Live-Erlebnis der Multivisionsshow „Passion for Limits mit Grenzgänger Messner im Oberstdorf Haus :

,,Er ist Extrembergsteiger. Er ist Bergpionier. Er ist Abenteurer. Er ist Filmautor. Er ist Buchautor. Er ist eine faszinierende Sportpersönlichkeit. Er ist Bergbauer. Er ist Museumsbesitzer. Er ist Lebensphilosoph. Er lotet seit Jahrzehnten die Grenzen aus und sprengt sie. Er ist ein Freigeist. Er ist sich seiner inneren Stärke bewusst. Physisch und psychisch.“

Er polarisiert natürlich auch. Messner hat nicht nur Freunde, Sympathisanten, Bewunderer, Fans. Es gibt auch die andere Seite der Medaille. Neider. Moralisten, die ihm Egoismus vorwerfen. Konkurrenten die ihm den Vermarktungserfolg und seine Grenzgänge madig machen wollen. Viel Feind – viel Ehr. Selbstverständlich gehört Reinhold Messner bereits zu Lebzeiten zu den Sportlegenden. Dabei sieht er sich gar nicht mehr als den Rekordjäger, der er einst war. Ihm liegt jetzt eher die Nähe zur Begrifflichkeit eines Künstlers.

Es wird Zeit selber mal wieder einen Berghügel zu besteigen. Natürlich nicht den Mount Everest.

Mount Everest ist ein gutes Stichwort.  Zum heutigen Schluss noch eine Leseempfehlung von mir. Stefan Nestler betreibt mit viel Engagement das Blog Abenteuer Sport.  Sehr lesenswert und immer wieder einen Blick wert. Eigentlich müsste ich ihn bei Gelegenheit in meine Blogroll aufnehmen. Im Artikel Und täglich droht der Gletschersee kommt der Mount Everest Rekordbergsteiger Apa Sherpa zu Wort und es lässt sich erahnen wie schlimm die Erderwärmung bereits dem majestätischen Berg zugesetzt hat.

Outdoor und ISPO 2012 und ein bevorstehender Einkauf bei Vaude

Gerlinde Kaltenbrunner zeigt Emotionen, weiss Stefan Nestler auf seinem Blog Abenteuer Sport zu berichten. Auf der ISPO in München interviewte der Bergsteiger und Journalist die K2 Bezwingerin. Ein feines und sensibles geführtes Gespräch. Wer mag nutzt die obige Verlinkung und liest und hört sich rein.

Das outdoor-magazin wirft einen Blick auf das Equipment der Outdoor-Hersteller und widmet sich der Veranstaltung in München unter dem Titel ISPO 2012: Alle Outdoor-Highlights auf einen Blick. Manch Couchfreak wird sagen: – Outdoor ist total überbewertet -. Die Branche schreibt jedoch weiter Umsätze, selbst Städter tragen die Sachen durch die Fußgängerpassagen. Vaude, Salewa, Jack Wolfskin, Schöffel und wie sie alle heißen.

Hier am Bodensee ist nach meinem Bauchgefühl und meinen Augen Vaude stark angesagt. Meine Liebste und ich werden am Sonnabend nach Jacken für uns schauen und wohl auch kaufen. Bisher habe ich Salewa außerhalb der vier Wände getragen, natürlich haben wir auch die Fleece Jacken von Jack Wolfskin. Doch ich hab Lust neues zu probieren. Wir sind ja keine festgelegten Markenfetischisten. Vaude ist für meine Liebste und mich jetzt Neuland. Hier am Bodensee höre ich sehr viel gutes über die Firma. Dabei beginnt der wikipedia Eintrag eher unspektakulär:

,,Vaude (Handelsmarke: VAUDE) ist ein deutscher Produzent von Bergsportausrüstung mit Stammsitz im baden-württembergischen Tettnang-Obereisenbach. Das Unternehmen wurde 1974 von Albrecht von Dewitz gegründet.“

Kürzlich holte ich meine Liebste vom Flughafen in Friedrichshafen ab. Dort sah ich ein Pärchen. Er trug eine Vaude Jacke. Ich sprach ihn gleich an. Er war begeistert in Sachen wasserabweisendes Material und Kälteschutz. Optisch war die Outdoor-Jacke auch smart anzuschauen. Ich freu mich auf Sonnabend.

Die Flut der Bücher

Deutschland scheint ein Leseland zu sein. Erst powert der Autor mit der Buchbinde Kapitänsbinde sein Erstlingswerk in den Markt. Okay, einige ehemalige Trainer wie Rudi Völler oder Felix Magath waren ob einiger Textpässe in den tiefen Raum nicht so euphorisch. Dann kam der Auftritt der Schachamateure und SPD-Genossen Peer Steinbrück und Helmut Schmidt. Mit ihnen alle Schwierigkeiten am falsch aufgestellten Schachbrett. Doch das Buch verkauft sich wohl wie geschnitten Brot.

Politiker und Schach ist ja oft ein paar Schuhe. Das königliche Spiel verleiht Image, strahlt über die 64 Felder hinaus, es weht ein Hauch von besonderer Intelligenz und der Fähigkeit zum Denken. Karl-Theodor zu Guttenberg kann auch Schach titelte ich hier im Blog am 26. Oktober 2010. Da war die Welt für ihn noch in Ordnung. Er hatte ein Ministeramt inne und hielt Reden. Jetzt hat auch er ein Buch auf den Markt gegeben. Es verkauft sich wohl noch besser wie geschnitten Brot. Die Buchhändler kommen laut einem Stimmungsbericht von Antenne Bayern im Freistaat kaum mit der Auslieferung nach. Vorerst nicht gescheitert: Die Verkaufszahlen. Das Timing des Marketing und die Begleitmusik waren wohl sehr verkaufsfördernd. Warum habe ich eigentlich noch kein Exemplar von ihm in  meinem Bücherregal?

Stammleser wissen von meinem Faible für Bergsteiger Sefan Nestler. Auf seinem Blog hat er sich den Bildband Expeditionen – Extremklettern am Ende der Welt von Stefan Glowacz zu Gemüte gezogen. Ein Auszug der Rezension von Stefan Nestler:

,,Schon die erste Reportage über eine Expedition 1995 zum Mount Harrison Smith zog mich in ihren Bann. Eindrucksvoll belegen die Bilder, dass sich Stefan Glowacz und seine Mitstreiter wirklich gequält haben, um zu dem Berg und wieder zurück zu gelangen. Sie hatten, um Gewicht zu sparen, die Lebensmittel so sehr reduziert, dass sie für die letzten vier Tage gerade noch vier kleine Stückchen Schokolade pro Nase übrig hatten. Die ausgemergelten Gesichter der hungrigen Abenteurer, die am Zielort auf ihre Beute im Tante-Emma-Laden starren, sprechen Bände.“

Stefan Glowacz habe ich unlängst bei Stefan Raab auf der Couch erlebt. Extrem cooler Typ. Daumen hoch. Er plauderte gelassen mit WOK-Weltmeister und Entertainer Stefan Raab. Da ist man gar nicht versucht per Fernbedienung zum nächsten Sender zu hüpfen. Heute Abend wird aber gelesen. Bei der Fülle an Büchern auf dem deutschen Markt will ich nicht zum sozialen Außenseiter mutieren.