Zug um Zug in den Wahnsinn – Die Legende von Bobby Fischer

Ich mag mitdenkende Leser. Dickes Lob und Ehrerbietung(Hat-Tip) an Max-Jacob Ost alias GNetzer. Der geniale Spielmacher ist Community-Leiter beim Sportportal Spox. Er hatte heute früh den richtigen Radiosender eingestellt und gab mir den TV-Programmhinweis. Heute Abend ist 22.00 Uhr bei arte die Dokumentation Zug um Zug in den Wahnsinn über die Schachlegende Bobby Fischer zu sehen. Mehr Programminfo gibt es hier auf programm.ard.de zu lesen. 

Der Film sollte ja bereits am 4. August 2011 auf arte ausgestrahlt werden, siehe auch die damalige arte Presseinfo. Die Dokumention ist im Sommer nicht gesendet worden. Im August schrieb ich hier im Blog:

,,Film ist ein gutes Stichwort. Diese Woche sollte auf ARTE der Dokumentarfilm von Liz Garbus  Zug um Zug in den Wahnsinn – Die Legende von Bobby Fischer laufen. Doch es wurde nichts daraus. Mehr dazu bei der Schachwelt von Großmeister Jörg Hickl.“

Jetzt steht die Ausstrahlung der Doku hoffentlich nichts im Wege und ist so unerschütterbar wie einst Bobby Fischer seine Bauern im Schachmatch des Jahrhunderts 1972 in Reykjavik gegen Boris Spasskij.

DFB-Elf von Übungsleiterin Neid spürt die Mühen der Ebene

Einige Buchmacher hatten für das Frauen Länderspiel Deutschland gegen Schweden eine Quote von 1,30 aufgerufen. Am Ende wurden die Favoritenwetter belohnt. Doch Nora Kruse verweist auf womensoccer auch deutlich auf die derzeitige Situation und ein sehr bescheidenes Publikum hin:

,,Das Spiel war geprägt von Fehlpässen, mangelnder Abstimmung und Missverständnissen. So bekamen auch die 12.183 Zuschauern am Hamburger Millerntor ein Sonderlob von Bundestrainerin Silvia Neid, schließlich waren sie „mit sehr wenig zufrieden“, lobte Neid die Atmosphäre.“

Menschenskinder, nach Aufbruch sieht das alles noch nicht aus. Schweden (Gastgeber der nächsten EM im Jahr 2013) bestritt nach dem durch die lautstarke Marketingmaschinerie in Deutschland zum Sommermärchen 2011 hochstilisierten Damenturnier, sein erstes Spiel. Deutschland hatte da schon das schwach besuchte Qualifikationsheimspiel gegen die Schweiz und die Partie Stellt Euch vor es ist Frauenfußball EM-Quali und keiner geht hin aufzuweisen.

Etwas zu euphorisch und konträr zu den von Nora Kruse skizzierten Fehlpässen und Missverständnissen geht meiner Meinung nach Spox ran. Sie sehen die Neid Elf bereits schon wieder feste in der Weltspitze:

,,109 Tage nach dem Aus im WM-Viertelfinale sind die deutschen Fußballerinnen mit einem Prestige-Erfolg wieder in der Weltspitze angekommen. Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid gewann am Hamburger Millerntor ihr Länderspiel gegen den WM-Dritten Schweden verdient mit 1:0.“

Nach einem Freundschafsspiel bereits wieder in der Weltspitze angekommen? Ging ja dann sehr schnell. Mir fehlt da noch etwas der Glaube dran. Es ist ja oft so wie in der bekannten Sache: Drei Ärzte – 4 Diagnosen. Was ist von der einstigen Zuschauereuphorie der WM eigentlich übriggeblieben? Das Thema Zuschauerzahl war zuletzt nicht angetan neue Sponsoren für den Frauenfußball zu gewinnen. Das Stadion am Hamburger Millerntor war besser besucht wie das Augsburger Match mit kürzlich mageren 6632 Zuschauern. Die Minimalkulisse (oder auch gespenstische Leere auf den Rängen) von Bukarest zu übertreffen schaffen selbst Hobbymannschaften. Schwamm drüber. Es bleibt trotzdem zu konsternieren:  Das Millerntor-Stadion hat eine Kapazität von 24.487 Plätzen. Glas halbvoll oder halbleer? 

Den Favoritenwettern wird es egal sein. Sie lösen Ihre Tickets beim Buchmacher ein und machen Kasse. Derweil stehen vor den DFB-Frauen die Mühen der Ebene. 

Stellt euch vor es ist Frauenfußball EM-Quali und keiner geht hin

Aufmerksame Stammleserinnen und Stammleser wissen von meiner kritischen Haltung gegenüber der aufgesetzten Werbemasche zum Thema Frauenfußball in Deutschland, anlässlich des Damenturniers 2011. Der Kater erfolgte unmittelbar nach dem verdienten Ausscheiden gegen die japanischen Frauen. Nun ist auch in puncto Zuschauerzahl wieder trister Alltag eingezogen. Zum EM-Qualifikationsspiel der Frauen in Bukarest zwischen Rumänien und Deutschland verirrten sich nur wenige Interessierte. Das renommierte Sportportal Spox bringt es auf den Punkt:

,,Mit einem glanzlosen Arbeitssieg vor leeren Rängen haben die deutschen Fußballfrauen ihren Kurs Richtung EM 2013 in Schweden beibehalten.Vor einer fast schon gespenstischen Kulisse von gerade mal 100 Zuschauern setzten sich die Europameisterinnen in Bukarest mit 3:0 (1:0) gegen Rumänien durch und verbuchten trotz eines teilweise schwachen Auftritts im zweiten Spiel den zweiten Sieg.“

Nun komme mir bitte keiner mit der Ausrede: Das war ja in Rumänien. Außerdem übertrug doch auch das ARD. Wozu dann eine beschwerliche Reise nach Bukarest in Kauf nehmen. Die Zuschauerzahl sei nicht relevant etc.

Ich hab da noch ganz andere Töne in den Ohren – Frauenfußball positionieren, Auf Augenhöhe mit dem Männerfußball, 3. Plätze seien nur was für Männer -. Alles alter Kaffee. Frauenfußball ist eine Nischensportart. Wie Schach. Wie Volleyball. Wie Badminton. Das ist auch nicht weiter schlimm. Doch warum dann das ganze Marketinggeschrei und schüren von überzogenen Erwartungen. Die Spielerinnen können dafür (fast) nichts.

Bereits beim Heimauftakt zur EM-Quali in Augsburg gegen die Schweiz versammelten sich an einem Sonnabend ganze 6632 Zuschauer um die DFB-Frauenfußballnationalmannschaftelf gegen die Schweiz zu sehen. Positiver Trend und Euphorie geht anders.

Neben dem glanzlosen Arbeitssieg der Neid Elf wurde auch noch auf anderen Plätzen um Punkte für die Teilnahme in Schweden gespielt. Auf womensoccer gibt es von Nora Kruse den Überblick über das Geschehen in den einzelnen Qualifikationsgruppen.  

Nachdenkenswert #98

,,Für das Boxen an sich und auch angesichts der Popularität der beiden Boxer gehört dieser Kampf sicherlich in eine Reihe mit Ali gegen Foreman, Tyson gegen Holyfield und Witali gegen Lewis. Es ist ein Traumkampf, ohne Zweifel.“

Fritz Sdunek, Boxtrainerlegende, über den bevorstehenden Kampf zwischen Wladimir Klitschko und David Haye im Spox Interview

Hinz und Kunz über Schach und Spox

Hinz: Hallo Kunz, wir sind wie so mancher Sportfunktionär. Ein wenig schläfrig. Wir wollten schon lange eine spektakuläre Partie spielen. Kunz, wie ich Dich kenne hast Du die Ruhe weg.

Kunz: Gemach, gemach mein Hinz. Erzähle mir erst von Deinen echten Sorgen.

Hinz: Ach, Kunz. Heute wieder sehr angriffslustig. Wollen wir denn nicht endlich eine Partie Schach spielen? Ohne Null-Karenz-Regel, ohne engstirnige Schachfunktionäre und ohne Handy.

Kunz: Herr Ober, bitte zwei Espresso, zwei Glas Wasser dazu und zwei Stück von dem gedeckten französischen Apfelkuchen mit Nüssen aus der Vitrine. Bitte noch das Schachbrett. Danke.

Hinz: Ich beginne gern mit Weiß.

Kunz: Dann läuft es auf eine Niederlage für Dich hinaus.

Hinz: Vielleicht hast Du diese Meinung nach der Partie exklusiv. Unser Kuchen und das Schachbrett kommen. Vielen Dank.

Kunz: Hinz, schau Dir diese Schachfiguren an, so glatt und leicht. Wundervoll gedrechselt und keinerlei Kanten. Ein wundervolles Spiel. Hier, fühl nur diese Dame an.

Hinz: (versucht sich zu konzentrieren) Ich beginne. 1. e2-e4

Kunz: Dann läuft es auf eine Sizilianische Verteidigung raus. 1. …  c7-c5.

Hinz: Die Handy Affäre bei der Deutschen Schachmeisterschaft war ein Aufreger. Will denn keiner mehr im Sport ehrlich gewinnen? Überall die Seuche. Schau Dir nur den Fleischliebhaber Contador an. Oder auch die FIFA Story mit den älteren Herren. Da wird die Einstellung zum Sport von uns Fans auf den Prüfstein gelegt. 2. Sg1-f3

Kunz: Ich finde den Apfelkuchen … der mundet. Phantastisch. Da will ich an die Firma in Zürich oder die Handy Geschichte aus Bonn oder den spanischen Velo-Jesus nicht denken. 2. …  d7-d6

Hinz: Velo-Jesus nannte einst Jürgen Kalwa den Bericht über Lance Armstrong. 3. d2-d4

Kunz: Natürlich kenne ich diesen genialen Artikel von Kalwa. Auch seine Analyse dieses umstrittenen Nike Spots mit Armstrong waren mir im Gedächtnis geblieben. 3. … c5Xd4

Hinz: Jan Ullrich fuhr auch wieder in Bad Saulgau. 4. Sf3Xd4

Kunz: Andreas Klöden fährt sogar immer noch ernsthafte Rennen. Der eine oder andere Sportjournalist mag ihn ja nicht so besonders. 4. …  Sg8-f6

Hinz: Damit wird Andreas leben können. 5. Sb1-c3

Kunz: Sehe ich auch so. 5. …  a7-a6

Hinz: Menschenskinder, die gute alte Najdorf-Variante. Bobby Fischer spielte sie ab 1958 sehr gerne. Da werde ich scharf drauf antworten müssen. Der Espresso ist auch unschlagbar. Herr Ober, bitte noch zwei Espresso und ein 2. Stück von diesem himmlischen Apfelkuchen. Danke. 6. Lc1-g5  

Kunz: Hinz, Du gehst ja ran. Nicht nur bei der Bestellung. Ich werde dann die Kalorien wieder beim surfen auf Spox mental abtrainieren. 6. …  e7-e6

Hinz: Unser 2. Stück Kuchen kommt. Dabei hat es das Sportportal ja nicht so mit Schach. 7. f2-f4

Kunz: Spox hat halt uns noch nicht entdeckt. Aber die ganze Bandbreite jenseits des Schachs decken sie gut ab. 7. …  Dd8-b6

Hinz: Du surfst ja regelmäßig bei Spox. Ist mir aufgefallen. Was gefällt Dir besonders an denen? 8. Dd1-d2

Kunz: Ein Tag ohne Spox ist ein verlorener Tag. Die sind nicht langweilig. Immer hochgradig aktuell. Nimm alleine den RSS Feed. Immer dran am Puls der Zeit. Auch die Interviews sind lesenswert. Teilweise spektakulär. Egal ob Goosen, Klinsi oder Ehrhoff. Die Leute von Spox haben es einfach drauf. Dabei habe ich viele Sportportale gecheckt. Erfolg macht sexy. Genug der Lobeshymnen. 8. …  Db6Xb2 

Hinz: Du wandelst immer noch auf den Pfaden von Fischer. Er ist ja Dein persönlicher Schachkaiser. 9. Sd4-b3

Kunz: Bobby Fischer ist ein Schachgenie gewesen. Selbst Kasparow hat ihn auf den alleinigen Olymp der Schachgeschichte gestellt. Ich fand auch seinen permanenten Kampf für bessere Spielbedingungen und angemessene Preisgelder bemerkenswert und einzigartig. Du spekulierst mit Deinem letzten Zug auf meine Dame. Schlitzohr. Solche wie Dich bräuchte es auch in der Fußballnationalelf. Die sind mir alle zu brav. Stromlinienförmig. Es fehlt ein Rebell. Da werde ich doch meine Dame gleich einmal in Sicherheit bringen. Ich bin nämlich auch nicht grün hinter den Ohren. 9. …  Db2-a3

Hinz: Die Löw Buben werden auch bei den nächsten zwei Titelkämpfen leer ausgehen. Darauf würde ich das deutsche Bruttosozialprodukt drauf wetten. Dein Damenzug war geschickt. 10. Lf1-d3

Kunz: Nimm lieber das griechische Bruttosozialprodukt für Deine Wette. Auf Neuer seinen ersten Meistertitel 2012 würde ich das ganze europäische Bruttosozialprodukt und mein Sparbuch setzen. Diese Wette ist unverlierbar. Da kann Herr Watzke bereits einmal die Schale putzen und sie auf Reisen schicken. Der deutsche Fußballmeister 2012 heißt Bayern München. Ähnlich klar wie einst Gidron mit Martin Rölke im Scheibenholz. Ich glaube es war eine 12:10 Wette. Bei den Buchmachern auf der Tribüne sind teilweise von einzelnen Großwettern 1000 Mark gesetzt worden. 10. …  Lf8-e7

Hinz: Interessant und gut für den Geldbeutel fand ich bei unserer gemeinsamen Wettzeit in unserer Sturm und Drang Zeit ja damals die Tauwind Quote. Jürgen Szydzik war der Jockey. Eigentlich über die Hürden nicht zu verlieren. Er kam frisch aus Pardubice. Und dann gab es eine 42:10 Quote. Unglaublich. Ich muss in 20 Minuten meine Frau vom Friseur abholen. Ob wir die Partie demnächst fortsetzen wollen. Ich würde auch die Rechnung begleichen. 11. 0-0

Kunz: Die Frauenfußball WM hat noch nicht angefangen und Du spielst bereits defensiv. Okay, die Sache mit der Rechnung ist ein feiner Zug von Dir. Die eigene Frau warten lassen … geht gar nicht. Bestell Ihr schöne Grüße von mir. Bis demnächst. 11. …  h7-h6

Hinz: Herr Ober, die Rechnung bitte. Danke. Ich mach noch einen letzten Zug für heute. 12. Lg5-h4

Kunz: Okay, setzen wir die Partie demnächst fort. Mein heutiger letzter Zug. 12. …  Sf6Xe4

Hinz: (zum Ober gewandt) Stimmt so. Können Sie das Schachbrett in dieser Stellung bis zum nächsten Besuch von uns aufbewahren. (Ober nickt zustimmend). Danke.

Nachdenkenswert #94

,,Es ist natürlich schön für das deutsche Eishockey, dass auf jeden Fall ein Deutscher den Stanley Cup holen wird, aber für mich spielt das ehrlich gesagt überhaupt keine Rolle. Ich konzentriere mich voll auf meine Aufgabe hier in Vancouver. Ich will schließlich der Deutsche sein, der das Ding gewinnt.“

     Christian Ehrhoff, Eishockey-Crack bei den Vancouver

     Canucks, vor den Stanley-Cup-Finals im Interview mit Spox

VfL Herzblutler Frank Goosen powert im Spox Interview

Auf so ein Interview hat Deutschland gewartet. Der hochintelligente Frank Goosen, Buchautor und Kabarettist mit Herzblut für den VfL Bochum, stand dem Sportal Spox für ein bemerkenswertes Frage-Antwort Spiel zur Verfügung.

Da bleiben auch Feinheiten der regionalen Küche sowie die bekennende und geforderte Integration von Fußballern in die Stadt im Ruhrgebiet nicht aussen vor. Ein grandioses Spox-Interview mit Frank Goosen. Bitte mehr davon.

SPOX: Analog zum Deutschland-Check bei Einbürgerungen sollen VfL-Neuzugänge in einem Bochum-Check zu Besonderheiten des VfL und der Stadt abgefragt werden. Sind Sie darauf eingestellt, dafür verballhornt zu werden?

Goosen: Das kann man ohnehin nicht verhindern. Wenn man etwas ironisieren will, schafft man das, ich verdiene damit sogar meinen Lebensunterhalt. Aber im Ernst: Was soll am Bochum-Check schlecht sein? Daran, neue Spieler an die Hand zu nehmen? Man muss ja nicht zwingend jeden Tag Currywurst essen, aber man muss wissen, wo es die beste gibt. Oder welches Bier hier getrunken wird. Und warum sollen wir dies nicht auf die humorvolle Weise machen? Im Fußball ist Selbstironie doch eine willkommene Abwechslung.

Frank Goosen ist ein Typ. Ich hab ihn einst in einer Talk-Show erlebt. Ein wenig positiv-Ver-rückt kommt er rüber auf den ersten Blick. Beim zweiten Blick merkte ich: Achtung, er meint das alles Ernst.

Jetzt ist für ihn ja eine spannende Zeit angebrochen.

Die berühmt-berüchtigten Relegationsspiele um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Sein Herz wird ein wenig in Sergej Bubka rekordverdächtigen Höhen Sprünge vollziehen, wenn… Schaun wir mal.

Nachdenkenswert #66

,,Als Spiegelbild diente die deutsche Nationalmannschaft. Frankreich, Italien Spanien, selbst die Schweiz waren uns in der Jugend und bei den Senioren weit voraus, aber bedingt durch den WM-Sieg 1990 wurde bis Mitte/Ende der 90er Jahre am Libero festgehalten, weil es ja keinen Grund gegeben hätte, etwas umzustellen. Mit der Folge, dass wir als letzte Nation in Europa gemerkt haben, wohin die Entwicklung geht und dass im Zuge dessen die Sechser-Position neu erfunden wurde. Als ich mit Ulm 1998 in die 2. Liga aufgestiegen bin, haben von vier  Zweitligisten und  zwei Bundesligisten abgesehen alle Teams mit Libero, zwei Manndeckern und gegnerorientierten Sechsern gespielt.“

        Ralf Rangnick, Hoffenheim Coach, im Interview mit Spox

Mit Spanien ist einer der Turnierfavoriten durchgekommen

Was ist eigentlich aus meinen 3 WM Turnierfavoriten geworden? Am 10. Juni schrieb ich hier:

,,Ich lege mich fest. Aus dem Trio Brasilien, Argentinien und Spanien kommt der Weltmeister 2010.“

Die Südamerikaner nahmen sich in ihren jeweiligen Viertelfinal-Spielen nach Rückstand eine intensive Melancholie-Auszeit und kamen aus der Nummer nicht wieder raus. Anders Spanien. Das erste Auftaktspiel verlieren sie gegen die Eidgenossen von Ottmar Hitzfeld um sich danach keine Blöße mehr zu geben. Vor der WM schrieb ich zu Spanien:

,,Bliebe noch Spanien. Amtierender Europameister. 1972 gewann Deutschland die EM ähnlich souverän wie Spanien 2008. Die Spanier sind sehr lange ungeschlagen gewesen (35 Spiele bis zum vorjährigen Halbfinale im Confed Cup) und haben eine souveräne Quali gespielt. Technisch perfekte Truppe. Es muss kein Nachteil sein dass Barcelona und Real in der CL die Segel streichen mussten. Die Mannschaft hat ja bei WM-Turnieren oft enttäuscht. Diesmal kann der ganz große Wurf gelingen. Die Mannschaftsteile greifen prima ineinander und sie haben mit Vicente del Bosque einen gewieften Coach.“

Der große Wurf ist gelungen. Herzlichen Glückwunsch. Der Erfolg ist verdient und auf dem Weg zum Titel wurden unter anderen Portugal, Paraguay, Deutschland und die Niederlande besiegt. Respekt. In den K.o. Spielen kein einziges Gegentor zugelassen und vorne erfolgreich jeweils mit einem Torerfolg agiert. 2010 spielten die Spanier wie eine klassische Turniermannschaft mit überdurchschnittlichen technischen Fertigkeiten und entsprechender Effektivität. Mental stark. 

Spox hat die internationalen Pressestimmen zusammengetragen.

Nachdenkenswert #51

,,So ist es aber auf jeden Fall okay. Mir geht es überhaupt nicht ums Geld, die Priorität ist vielmehr, dass ich bereits nächste Saison die Chance habe, in der Bundesliga reinzuschnuppern. Dass ich zumindest die Chance darauf bekomme, wurde mir vom FSV zugesichert. Von daher fiel die Entscheidung gegen Inter gar nicht so schwer.“

Stefan Bell, FSV Mainz, U-19 Nationalspieler im Spox Interview

über seine Absage an Champions-League Sieger Inter Mailand