Harald Schmidt erzählt die Franz Beckenbauer Story

Mir fehlt er schon. Deutschlands schärfster Intellektueller. Er brachte die Dinge auf den Punkt. Seine Zunge hatte bisweilen die Schärfe eines mit Chili überwürzten Menüs beim Asiaten. Zeit ein wenig in Nostalgie zu machen.

[Reblog vom 26. Februar 2010]

Harald Schmidt ist Entertainer und ausgewiesener Fußballexperte.

Keiner kann Zusammenhänge so prägnant auf den Punkt bringen wie der Adolf-Grimme-Preisträger. Mit Hilfe der Playmobil Figuren erklärt er allen Fußballfreunden die Geschichte von Franz Beckenbauer. Weggefährten wie Uli Hoeneß, Paul Breitner oder Sepp Maier werden dabei nicht vergessen.

Beckenbauers Geschichte braucht einen 2. Teil. Harald Schmidt knüpft spielerisch an Malente an und bringt auch König Johan ins Spiel. Der Niederländer Cruyff war der große Protagonist während der WM 74. Den Weltmeisterpokal hielt jedoch Kaiser Franz in den Armen.

 

Weltklassetorwart Jürgen Croy wird 65!

Er war einer der besten Torhüter der Welt in den Siebzigern. Sein Name wird dem einen oder anderen der jüngeren Generation kein Begriff sein. 1972 holte er die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in München. Vier Jahre später in Montreal gewann er die Goldmedaille. Dazwischen lag jenes sagenumwobene Spiel bei der Fußball-WM 1974 in Hamburg. Er hielt seinen Kasten sauber, sein Gegenüber war kein geringerer als Sepp Maier, das legendäre Spiel ging in die Geschichtsbücher ein.  

Das Werben bzw. intensive Drängen nach einem Vereinswechsel von der BSG Sachsenring Zwickau zu einem, den Genossen genehmeren Fußballverein, parierte er mit Courage. Keine Selbstverständlichkeit und kein Selbstläufer.

Jürgen Croy wird am 19. Oktober 2011 stolze 65. Herzlichen Glückwunsch!

Im Geburtstagsinterview vor fünf Jahren mit Superillu.de gab es eine Reminiszenz der eingangs erwähnten Weltklasse:

,,Sie werden noch heute in einem Atemzug mit den ganz großen Torhütern der Geschichte verglichen. Mit Sepp Maier zum Beispiel oder dem Italiener Dino Zoff …

Wenn ich mal ganz unbescheiden sein darf: Ich zähle mich auch selbst zu den vier, fünf Großen. Das sahen übrigens damals auch die Fachjournalisten der Westpresse so. Vor dem Spiel gegen die BRD 1974 stufte mich die Bild-Zeitung, die wahrlich kein Freund der DDR-Nationalmannschaft war, leistungsmäßig besser ein als Sepp Maier.“

Perfektion hat einen Namen. Neuer oder Adler?

Red Bull Salzburg verpflichtete im vergangenene Jahr den deutschen Nachwuchskeeper  Niclas Heimann von Chelsea. Dort durfte er öfters mit Torwart Cech und Stürmerstar Drogba trainieren. Im interessanten Spox Interview taucht auch die Frage aller Torwartfragen in  Deutschland auf:

,,Und wer gefällt Ihnen besser: Neuer oder Adler?

Heimann: Eindeutig Adler. Neuer ist womöglich in der Spieleröffnung einen Tick besser, aber für mich ist Adler der kompletteste von allen. Seine Präsenz, seine Technik, einfach nur Weltklasse. Ich glaube, Rüdiger Vollborn hat sich mit Adler den aus seiner Sicht perfekten Torhüter geschmiedet.“

Menschenskinder, mit dem Wort Weltklasse wird mir bei beiden, Neuer wie Adler, zu oft und schnell rumgeworfen. Zu Neuer habe ich mich hier, hier und hier geäußert.  Bei Adler vermisse ich ein wenig den mentalen Punch.  Auf seiner Website beschreibt die ehemalige Nr. 1 des DFB-Tors in der Rubrik Über mich die Anfänge der Laufbahn und erwähnt sein großes Vorbild. Peter Schmeichel. Jener hatte den mentalen Punch.

Mit der Perfektion ist es ja immer so eine Sache. Brasilien hat fünfmal die Fußball-WM gewonnen, jedoch nie reihenweise sensationelle Welttorhüter in ihren Reihen gehabt. Über Englands fast sprichwörtliche Misere auf der Position Torwart ganz zu schweigen. Gordon Banks oder Ray Clemence  ausdrücklich ausgenommen.  Shilton fällt mir auch noch ein. Den habe ich selber noch im Leipziger Zentralstadion zwischen den Pfosten gesehen.

Welcher Torwart kam der Perfektion am nähsten? Von Lew Jaschin schwärmten Onkel, Opa und Vater. Sepp Maier sammelte Titel wie andere Briefmarken oder Coupons (wird gerade wieder in den USA populär – in der Haut von Obama möchte ich nicht stecken). Dino Zoff brachte die gegnerischen Reihen oft zum Verzweifeln. Jürgen Croy spielte bei der BSG Sachsenring Zwickau und war der einzige DDR-Torwart der je bei einer Fußball-WM im Kasten stand. Mir ist da auch noch eine unglaubliche Partie gegen Celtic Glasgow in Erinnerung. Die Schotten berannten das Tor der Zwickauer. Croy war die Ruhe selbst. Er hielt unglaubliche Sachen. Auch Rene Müller, Schumacher, Shilton, Jennings, Buffon, Schmeichel, Kahn oder van der Sar haben in vielen Spielen überragendes Torwartspiel gezeigt und Erfolg magisch angezogen. Für Neuer und Adler noch ein weiter Weg.

Harald Schmidt erzählt die Franz Beckenbauer Story

Harald Schmidt ist Entertainer und ausgewiesener Fußballexperte.

Keiner kann Zusammenhänge so prägnant auf den Punkt bringen wie der Adolf-Grimme-Preisträger. Mit Hilfe der Playmobil Figuren erklärt er allen Fußballfreunden die Geschichte von Franz Beckenbauer. Weggefährten wie Uli Hoeneß, Paul Breitner oder Sepp Maier werden dabei nicht vergessen.

Beckenbauers Geschichte braucht einen 2. Teil. Harald Schmidt knüpft spielerisch an Malente an und bringt auch König Johan ins Spiel. Der Niederländer Cruyff war der große Protagonist während der WM 74. Den Weltmeisterpokal hielt jedoch Kaiser Franz in den Armen.