Sport am Bodensee: Die Interboot 2013 und ein Wahlsonntag

Meine geschätzten Leser wären wohl zu Recht ein wenig verwundert, wenn ein leidenschaftlicher Sportblogger mit Wohnsitz am Bodensee keine Schnappschüsse der Interboot 2013 liefern würde. Dann will ich mal, anders wie die FDP, liefern. Traveler Digital CameraFür Rot wird es diesmal auch nicht reichen.  Dazu war der Kandidat und Schachspieler Peer Steinbrück einfach zu wenig bereit ernsthaft in das Spiel einzugreifen. Okay, vielleicht war seine Zeit als einfacher Abgeordneter mit den zahlreichen Reden und der Entwicklung zum Honorarkönig nicht die beste Vorbereitung auf ein langes Match um die Spitze. Es ist ja auch immer so eine Sache mit der Identität. Da will ein Mann einen Job im Bundeskanzleramt, den er eigentlich für unterbezahlt hält. Nein, Rot konnte keinen Speed entwickeln.Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraWäre ich das halbstaatliche Fernsehen ARD und ZDF müsste ich mich jetzt eigentlich um Ausgewogenheit bemühen. Es fehlt doch noch die Farbe schwarz. Auf dem Bodensee im Hafen von Friedrichshafen ist auch sie unübersehbar vertreten. Traveler Digital CameraSo, jetzt heißt es für mich dann auch sich vom Laptop zu lösen und der Bürgerpflicht nachzukommen. Das Wahllokal ist um die Ecke. Vielleicht noch ein Symbolbild für die Farbe Grün. Was gibt meine Speicherkarte her? Vielleicht dieser Schnappschuss …Traveler Digital CameraMinisterpräsident Kretschmann hat sich in seiner Legislaturperiode oft zur PS-starken Region Baden-Württemberg geäußert. Das ist manchen in der Partei und im Freundeskreis der Grünen fast zu viel Technik, zu PS-dominant. Vielleicht gibt es auch noch ein Alternativbild. Mal schauen.Traveler Digital CameraSo, jetzt ist es an der Zeit. Ich gehe mit meiner Jahrhundertliebe gleich wählen. Anders wie im Fußball, dort favorisiert sie Borussia Dortmund und ich Bayern München, sind wir uns bei der Stimmenabgabe einig. Auch meinen Lesern einen schönen Sonntag.

Die verpasste Chance von Schachspieler Peer Steinbrück

Er hatte eigentlich alle Chancen. Schachspieler und SPD-Genosse Peer Steinbrück. Doch die Partie war eher eine ungespielte. Unverständlich. Die Genossen an der Basis müssen doch eigentlich kochen vor Wut. Seine Kontrahentin hatte 8 Jahre zahlreiche handwerkliche Fehler und personelle Verschleißerscheinungen einstiger Weggefährten zu verzeichnen. Selbst der Jubel beim Fußball-WM Spiel Deutschland – Argentinien wollte nicht recht klappen. Heute erinnert sich kaum noch einer an jenen Auftritt, der damals so treffend von Philipp Köster beschrieben wurde. Zeitsprung. Im hiesigen Wahlkampf 2013 zeigt Sie eine Kette. Es war nicht die einzige.Traveler Digital CameraAuch der provokanten Stinkefinger Sache eines Peer Steinbrück kann sie nicht viel abgewinnen. Frau Merkel agiert mit ruhiger Hand und unaufgeregten Fingerbewegungen.Traveler Digital CameraDoch wie intensiv bewegt sich das Land seit 2005? Damals wäre Gerhard Schröder fast noch im Baumann-Finish-Stil an der einstigen politischen Schülerin von Kohl vorbeigezogen. Die Leistungsbilanz der Fußballfreundin ist durchsetzt mit umstrittenen personellen Kapriolen. Stellvertretend seien Karl-Theodor zu Guttenberg, Frau Schavan, Basketballfan Wulff oder der ehemalige Verteidigungsminister Jung genannt. Genug intensive Angriffsflanken für einen offensiven Herausforderer. Oder? Sollte aber nicht sein. Die Auftritte erinnerten eher an jenes lieblos und achtlos hingeschusterte Wahlplakat.Traveler Digital CameraDabei schwächelte die Amtsinhaberin. Nicht nur in Sachen Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke und deren abrupten Wende angesichts des japanischen Tschernobyl. Doch der Schachspieler Peer Steinbrück nutzte seine Chance nicht gegen die protestantische Pfarrerstochter. Gab es eigentlich wirklich keine PR-Agentur in Hamburg, Berlin, Köln, München oder Dresden um die semiprofessionellen und passiven Auftritte des einstigen Schachpartners von Helmut Schmidt ein wenig aufzuhübschen? Eine gewisse Strategie hineinzubringen. Einen Plan hinter den markigen Ankündigungsworten aus dem Herbst 2012 zu haben und entsprechend zu handeln. Echten Siegeswillen zu entwickeln. Eine verpasste Chance.