Reminiszenz an einen phänomenalen Empfang für Schachweltmeister Viswanathan Anand

Elo-Zahl hin oder her. Die Königsprüfung ist immer noch der Schach-WM Kampf. Viswanathan Anand bekommt regelmäßig nach seinen WM-Titeln einen sehr emotionalen Empfang bereitet. Bilder sagen mehr wie 1000 Worte. King of Chess stellt sich zusammen mit seiner Frau Aruna auch dem ausgiebigen Interview.

Dann will ich mich nicht länger aufhalten und sage: Vorhang auf!

Kleine Reminiszenz an Bobby Fischer

Bobby Fischer holte Schach aus der Nische heraus. Er professionalisierte die Sportart wie kein zweiter vor ihm. Unerbittlich kämpfte der amerikanische Großmeister für adäquate Preisgelder. Im Interview mit Dick Cavett im Jahr 1971 sprüht der Schachspieler Fischer seinen ganzen Charme und sein Charisma aus.   

1972 holte sich Bobby Fischer dann im Schachmatch des Jahrhunderts gegen Boris Spasskij den Weltmeistertitel. Sein damaliger WM-Kampf in Reykjavik begann auch mit einer zeitlichen Verzögerung. Grund war nicht die isländische Vulkanasche, sondern noch nicht eingelöste finanzielle Forderungen. Der Kampf wurde um zwei Tage verschoben. Hinter den Kulissen wurde gerungen. Der isländische Schachverband blieb jedoch bei seinem finanziellen Standpunkt. Fischer lenkte nicht ein. Er war in New York geblieben. Jim Slater, Inhaber einer Investmentbank, schoß in letzter Minute 50 000 Pfund zu. Dies entsprach damals 125 000 Dollar. Slater sein damaliges Statement:

,,Ich liebe Schach und habe es jahrelang gespielt. Viele wollen diesen Kampf miterleben, und alles ist vorbereitet. Wenn Fischer nicht nach Island geht, werden viele enttäuscht sein. Fischer sagte, es läge am Geld. Gut, hier ist es – meine Botschaft an Fischer lautet: Komm heraus und spiele, mein Junge!“ 

Fischer nahm darauf hin ein Flugzeug Richtung Reykjavik. Die Schachwelt atmete auf.