Quo vadis Outdoor-Branche?

Keiner hat sich so intensiv mit dem Outdoor-Leben auseinandergesetzt wie Reinhold Messner. Er ist ein Vielschreiber, er ist Redner, er ist eine charismatische Persönlichkeit, die sich mit sehr viel Hingabe dem Leben außerhalb der klimatisierten Büroräume unter Neonlicht gewidmet hat.

Foto: © Michael Wiemer

In Sachen Equipment hat er ja auch immer Maßstäbe gesetzt. Im Buch Berge versetzen – Das Credo eines Grenzgängers formulierte er auch seine Spielregeln prägnant. Weniger war bei ihm mehr. Auf Seite 89 stellte Messner 13 seiner Spielregeln dar.

,,Weg von der alten Expeditionsform: Eigenverantwortung statt Pyramidensystem (zwei zum Gipfel, zehn Helfer, 20 Sherpas, zehn Tonnen Material.“

Oder:

,,Perfektion im Verhältnis Problem – Lösung anstreben: Team-, Material-, Gewicht-, Zeitdauerminimierung.“

Und einer meiner Lieblingssätze von Messner, ebenfalls als Spielregel vom Extrembergsteiger formuliert:

,,Pionierleistung im Abenteuer ist nicht mit dem Computer planbar.“

Das Buch Berge versetzen – Das Credo eines Grenzgängers ist aus meiner Sicht das reifste und philosophisch in die größte Tiefe gehende Werk von Reinhold Messner. Ein Meisterwerk.

Es ist müßig zu diskutieren wohin die Outdoor-Branche sich in den letzten Jahrzehnten hin entwickelt hätte, wenn es nicht solche Pioniere und lebende Outdoor-Legenden wie Reinhold Messner geben würde.

Auf ispo.com, der offiziellen Website der Internationalen Sportartikel Messe von München war diese Woche zu lesen Daunenjacken im Sommer: Deshalb plant der Einzelhandel am Konsumenten vorbei.

Derweil powern Outdoor Blogger Network und OUTSIDEstories. Für beide ist aus meiner Sicht genug Platz da. Wer mag kann gerne nochmals in einen Text von mir eintauchen: Outdoor Blogger Network (OBN) schafft es auf die Titelseite der Seewoche.

Foto: © Michael Wiemer

Doch werfen wir noch einen Blick auf einen Outdoorhersteller, der erst dieses Jahr den Markt in Europa bespielt. Es ist kein Start Up. Es ist ein alteingesessenes Unternehmen, mit reichlich Tradition, Umsatz, Geschick fürs Marketing, einem Gespür für Story Telling und einem selbstbewussten Europa-Chef. Denn trotz nicht zu übersehender Marktsättigung in einzelnen Segmenten der Outdoor-Branche gibt es auch Hersteller die für sich konsequent an Wachstum glauben. So ein Beispiel ist die ,,Himalaya-Traditionsmarke“ BlackYak.

Der südkoreanische Outdoorhersteller BlackYak präsentierte im Januar auf der ISPO 2016 in München erstmals einem breiten Fachpublikum seine europäische Kollektion. Auf den Markteintritt hatte sich das 1973 als Dongjin Mountain von Tae Sun Kang gegründete Unternehmen über zwei Jahre vorbereitet. BlackYak zählt in Asien zu den führenden Outdoormarken. Maximilian Nortz, Managing Director International Business, Europe für BlackYak gab outdoor.markt, der Sportartikelzeitung für Industrie und Handel, in der Ausgabe 01 im Januar 2016 ein offensives Interview auf den Seiten 44 und 45. Maximilian Nortz präsentierte sich selbstbewusst und nahm kein Blatt vor den Mund.

,,Europa zählt nach wie vor zu den wichtigsten Märkten für Outdoor-Bekleidung. Jedoch erlebt die Branche aktuell einen Stillstand. Es mangelt an Produktinnovationen, da für viele der etablierten Marken aufgrund aktueller Herausforderungen (Wechselkurs-Problematiken, Anstieg der Produktionskosten, Handelsmargen) die Konsolidierung im Vordergrund steht. Da wir uns seit über zwei Jahren auf den Markteintritt vorbereitet und unsere europäische Kollektion komplett neu entwickelt haben, hoffen wir, dass die Kombination aus einer neuen Designsprache und echten technischen Innovationen viele Händler motiviert, trotz der Sättigung des Marktes in BlackYak zu investieren.“

Als vor rund 43 Jahren Tae Sun Kang sein erstes Ladengeschäft im „Garment-District“ der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eröffnete, war der Blick noch nicht nach Europa gerichtet. Der Outdoorhersteller legte eine Erfolgsgeschichte hin. Heute ist BlackYak mit über 534 eigenen Filialen und einem Umsatz von 683 Millionen USD der Marktführer in Südkorea. Das Credo von Firmengründer Tae Sun Kang war geprägt davon, Bergsteigern mit der bestmöglichen Bekleidung den Aufstieg zum Gipfel zu erleichtern. Er wollte mit seiner Outdoorbekleidung den Kletterern ein ebenso wertvoller Begleiter wie die Yaks zu sein. Das Yak gilt als zuverlässiges Lastentier, Trittsicher und kraftvoll. Es ist heute noch prägnanter Bestandteil zahlreicher erfolgreicher Himalaya Expeditionen. Für Yaks stellt der geringe Sauerstoffgehalt der Luft in den Höhenlagen keine Beschränkung dar und hat sie für Bergexpeditionen unentbehrlich gemacht. Die Sauerstoffversorgung in großer Höhe ist kein Problem für die Yaks. Durch die hohe Sauerstoffaffinität des Yak Hämoglobins können die Lastentiere ausreichend Sauerstoff aufnehmen. Wer sich mehr mit den Yaks beschäftigen möchte, dem sei die Diplomarbeit von Isabel Hossle am ETH Institut für Agrarwirtschaft oder der längere Wikipedia Artikel an die Hand gegeben. Hier geht es zur PDF-Datei der Diplomarbeit von Isabell Hossle und hier zum Beitrag auf Wikipedia über die Yaks.

Doch schärfen wir nochmals den Blick auf den Outdoorhersteller.

Jetzt also der Eintritt auf den Markt in Europa. Lassen wir nochmal Maximilian Nortz von BlackYak zu Wort kommen, dem Europa-Chef des südkoreanischen Outdoorherstellers. Im besagten outdoor.markt Interview vom Januar 2016 gab er zu Protokoll:

,,Uns ist es wichtig, den Bedürfnissen unserer Kunden und derer Kunden gerecht zu werden. Wir wollen Produkte liefern, die sowohl unter extremsten (Wetter-) Bedingungen als auch für den Alltag einsetzbar sind, ohne den Eindruck zu erwecken, man versuche in Hamburg einen 8.000er zu besteigen.“

Nortz scheute auch klare Aussagen nicht. Manch Outdoor-Wettbewerber wird geneigt gewesen sein, die Stirn in Falten zu legen.

,,Der Markt ist übersättigt und stagniert, es wird eine Selektion geben. Wenn man als Marke beziehungsweise neue Marke in so einem Umfeld überleben möchte, dann führt kein Weg an Neuerungen und Innovationen vorbei.“

Das lasse ich mal so stehen.

Fehlende Innovation von Outdoorunternehmen hatte ja dieses Jahr auch bereits Extrem-Kletterer Stefan Glowacz angemahnt. Der CEO vom kleinen Outdoor-Unternehmen Red Chili nahm dabei ebenfalls kein Blatt vor den Mund und sprach Klartext. Siehe Stefan Glowacz über Trittbrettfahrer in der Outdoor-Branche.

Ist die Outdoor-Branche in einer Identitätskrise? Ich bin da immer etwas vorsichtig was superschnelle alarmistische Urteile betrifft. Aber die Gefahr der Substratsättigung ist da. Die Frage die sich stellt: Quo vadis Outdoor-Branche?

Adidas und die Ordentliche Hauptversammlung am 12. Mai 2016 und ein paar abschweifende Gedanken

Adidas lädt zur Ordentlichen Hauptversammlung in die Stadthalle Fürth ein. Der Blick auf den Aktienkurs des Sportartikelherstellers aus dem fränkischen Herzogenaurach, der längst zum Global-Player emporgestiegen ist und sich seit Jahren einen Fight um Umsätze, Marktanteile, Profisportlerverträge, attraktive Sponsorships mit Kultvereinen etc. mit dem amerikanischen Gegenspieler Nike liefert, zeigt in den letzten 12 Monaten einen dominanten Aufwärtstrend. 53,06 % Kursgewinn weist das Börsenportal Onvista heute 15.43 Uhr aus.

                                          Foto: © Michael Wiemer

Adidas, der Stoff aus dem Sportlerträume sind. Was für Legenden sich in entscheidenden Momenten auf die Kleidung mit den 3 Streifen verlassen haben. Bevor ich selber ein paar dieser Stars beisteuere noch ein Blick auf die Eckdaten, die Onvista via adidas Group parat hält:

,,Die ADIDAS AG ist eine der weltweit größten Anbieter von Produkten rund um den Sport. Das Angebotsspektrum umfasst mehrere Marken. Zu diesen gehören: adidas, Reebok, TaylorMade-adidas Golf, Rockport und CCM Hockey. Unter diesen Marken werden Sportschuhe, Sportbekleidung, Accessoires, Golfbälle, Golfschuhe, Eishockey-Bekleidung sowie Casual-Schuhe und Bekleidung hergestellt. Die Adidas AG wurde am 18. August 1949 durch Adolf Dassler gegründet und ging am 17. November 1995 an die Börse und ist seit dem 19. Juni 1998 im Dax enthalten. ADIDAS gehört zusammen mit Nike, Puma und Head zu den bekanntesten Sportartikelherstellern weltweit.“

Kann sich jemand so ad hoc noch an das Jahr 1998 erinnern? Das Sportjahr hielt ja diese Ergebnisse bereit:

Das Sportjahr 1998

  • Fußballweltmeister                               Frankreich
  • Deutscher Fußball-Meister                  1. FC Kaiserslautern
  • Deutscher Pokalsieger                          Bayern München
  • Champions-League                                Real Madrid
  • Europapokal der Pokalsieger              FC Chelsea
  • UEFA-Cup Sieger                                    Inter Mailand
  • Formel-1 Weltmeister                           Mika Häkkinen (Finnland)
  • Wimbledon Sieger                                 Pete Sampras (USA)
  • Wimbledon Siegerin                              Jana Novotná (Tschechien)
  • Tour de France Sieger                           Marco Pantani (Italien)

Real Madrid damals mit Coach Jupp Heynckes,  Jana Novotná im 3. Anlauf in Wimbledon. Marco Pantani, der die Höllentour gewann und nicht mehr unter den Lebenden weilt. Der 1. FC Kaiserslautern im Durchmarsch in der Bundesliga vom Aufsteiger zum Meister mit Otto Rehhagel. Gastgeber Frankreich wurde 1998 erstmalig Fußballweltmeister mit dem großen Zidane. Chelsea in der Ära vor Roman Abramowitsch schlug im Europapokal den VfB Stuttgart im Endspiel von Stockholm. Die Schwaben damals mit Übungsleiter Löw. Finnland huldigte dem Racer Mika Häkkinen. Inter Mailand gewann in jenem Jahr den UEFA-Cup, für den Argentinier Diego Simeone der größte Erfolg als Vereinsspieler. Jetzt coacht er das Leidenschaftsmonster Atletico Madrid. Pete Sampras verteidigte seinen Titel in Wimbledon.  In jenem 1998 wurde Adidas in den Dax aufgenommen.

Emil Zátopek – Sportler des Jahrhunderts in Tschechien

Adidas und Stars, jetzt komme ich wie versprochen auf einige Legenden, bildeten oft eine hochinteressante Symbiose aus sportlichen Erfolg, Glamour, gut zu vermarktender Story und Sex-Appeal. Adidas stattete zum Beispiel Leichtathleten erstmalig bei den olympischen Spielen 1928 in Amsterdam aus. Der Sportartikelhersteller sollte in dieser olympischen Königsdisziplin eine lange Erfolgsgeschichte hinlegen. Adi Dassler betreute in der niederländischen Metropole die Sportler vor Ort höchst persönlich. In der langen Geschichte der olympischen Spiele unvergessen die phänomenale Laufleistung von Emil Zátopek. 1952 bei den Sommerspielen in Helsinki erläuft er sich Gold über 5.000 Meter, 10.000 Meter und im Marathon. Das bemerkenswerte Zeitfenster: Eine Woche. Ich wiederhole. Eine Woche. 3 Wettkämpfe über 5000, 10.000 Meter und den Mythos Marathon. Faszinierend und bis heute unerreicht. 1997 wurde Sportlegende Emil Zátopek in Tschechien zum Sportler des Jahrhunderts gewählt. Sportartikelhersteller Adidas legte in den 90er Jahren auch einen international vielbeachteten Werbespot mit  Emil Zátopek auf. Der Trainingsschuh aus dem Jahr 1950 ist die absolute Härte. Die Werbestrategen haben dabei auch den blutigen Prager Frühling 1968 in die Sequenz mit eingebaut.

Reinhold Messner mit Adidas Leicht-Trekking-Schuhen bis zum Basecamp

Eine andere Sportlegende und ein persönlicher Heroe von mir ist der charismatische Reinhold Messner. Er ist Extrembergsteiger, Grenzgänger, faszinierende Sportlerpersönlichkeit, Bergbauer, Autor, Bühnenredner, Philosoph, Freigeist und Museumsbesitzer. Reinhold Messner bestieg am 8. Mai 1978 zusammen mit seinem Partner Peter Haberle ohne Sauerstoffgerät den mythischen Mount Everest. Den Königsberg. Mythos Mount Everest. Bis zum Basecamp trug der ehrgeizige Reinhold Messner Adidas Bergstiefel. Die Leicht-Trekking-Schuhe hatten die Herzogenauracher speziell für den charismatischen 8000er Bergspezialisten entwickelt.

Der Boxkampf des Jahrhunderts zwischen Ali und Frazier

3 Jahre vor dem Finalsieg der deutschen Fußballnationalmannschaft mit Bundestrainer Trainer Helmut Schön Elf gegen die niederländische Johan Cruyff Traummannschaft in Adidas Schuhen im Münchner Olympiastadion gab es am 8. März 1971 den legendären Boxkampf des Jahrhunderts. Weltweit beachtet, gesehen, fasziniert, diskutiert und über Jahrzehnte immer wieder in der Erinnerung erzählt. Die Rede ist von einem heroischen Kampf der Boxer Muhammad Ali und Joe Frazier. Die beiden Faustkämpfer Ali zund Frazier standen sich in einem unbarmherzigen Duell gegenüber. Beide legendären Boxer trugen Boxstiefel von Adidas. Es gibt Sportereignisse die überdauern den Tag. Über sie wird auch noch Jahrzehnte danach gesprochen. Vor 45 Jahren weckte mein Vater mich. Nein, die Schule in der Virchowstraße in Leipzig musste noch etwas warten. Es war die Zeit für etwas besonderes angebrochen. Kein normaler Boxkampf. Muhammad Ali gegen Joe Frazier. Das kleine TV-Gerät sandte die emotionalen schwarz-weiß Bilder in die Wohnstube. Faszinierend.

Christian Eichler schrieb 2011 in der FAZ einen sehr lesenswerten Rückblick auf den Fight zwischen Ali und Frazier.

,,Der „Kampf des Jahrhunderts“ zwischen Joe Frazier und Muhammad Ali am 8. März 1971 im New Yorker Madison Square Garden bot vor 40 Jahren etwas so Epochales, dass ihm Abermillionen ihren Schlaf vor einem normalen Arbeits- oder Schul-Dienstag opferten.“

Der Schlaf vor einem normalen Arbeits- oder Schultag wird heute für einen Boxkampf eher nicht geopfert.

Fußball kam heute etwas kurz. Über Fußball und Adidas könnte man selbstredend stundenlang schreiben. Aber vielleicht ein andermal, ich bin von der Hauptversammlung eh bereits etwas abgeschweift.

Sport am Bodensee: Ravensburg Towerstars mit Nachtschicht und Michael Martin in Markdorf

Sollte irgendwann einer auf die Idee kommen, ein Sportbuch mit Anekdoten von verspäteten Anreisen zu Punktspielen zu schreiben, könnten auch die Eishockeyspieler der Ravensburg Towerstars eine Episode beisteuern. Frank Enderle, Pressesprecher der Puzzlestädter, mit einem Anfahrtsbericht nach Bad Nauheim unter dem prägnanten Titel Towerstars behalten in der Nachtschicht die Nerven:

,,Die Anfahrt zu diesem Spiel stand wahrlich unter keinem guten Stern. Trotz des von der DEL2 vorgeschriebenen und großzügig eingeplanten Zeitpuffers verlor der Teambus der Towerstars auf dem Weg nach Bad Nauheim in mehreren Staus viel Zeit. Als das Spiel um 19.30 Uhr hätte beginnen sollen, war das Team noch einige Kilometer vom Ortsrand der Kurstadt entfernt. In ständiger Absprache mit der Bad Nauheimer Clubführung und den Unparteiischen wurde das Spiel letztlich um 20.50 Uhr angepfiffen.“

Kosten verspätete Anfahrten auch Prozentpunkte in Sachen Konzentration? Wäre mal interessant das Phänomen statistisch aufzubereiten. Jedenfalls hakte es bei den Ravensburg Towerstars am Anfang noch. Nach 18 Sekunden erzielte Bad Nauheim das 1:0. Frank Enderle merkt an:

,,Die Oberschwaben waren wohl auch aufgrund der widrigen Spielvorbereitung mit den Gedanken wohl noch im Bus, als die Gäste schon mit 1:0 in Führung gingen. 18 Sekunden nachdem Hauptschiedsrichter Sven Fischer den Puck zum Anspielbully eingeworfen hatten, nutzten die Gastgeber ihre allererste Präsenz im Ravensburger Drittel aus. Dusan Frosch lauerte am linken Pfosten und überwand Matthias Nemec.“

Am Ende gewannen die Ravensburger mit 5:4 im Penaltyschießen und gestalten diese Nachtschicht in der DEL2 bei Rote Teufel Bad Nauheim erfolgreich für sich. Zwei Tage später am gestrigen Sonntag sollte dann vor heimischem Publikum gegen die Frankfurter Löwen nachgelegt werden. Am Ende gab es jedoch eine 1:3 Heimniederlage gegen den Tabellenführer. Die Gäste aus der Bankenmetropole nutzten die Chancen in der Schlussphase konsequent.

Abenteurer, Motorradfahrer und Fotograf Michael Martin in Markdorf

Der deutsche Abenteurer, Fotograf, Motorradfahrer und Buchautor Michael Martin bereist seit über 30 Jahren mit einem Motorrad die Welt. Sein Equipment umfasst unter anderen eine professionelle Fotoausrüstung. Das Nachrichtenmagazin Spiegel titelte einst Wüstenfotograf Michael Martin: Der Rocker hinter der Kamera. Der Abenteurer hat auch den Weg in mein Bücherregal gefunden.

Foto:  © Copyright – Michael Wiemer

Im Buch outdoor Legenden, dem smart geschriebenen und bemerkenswert bebilderten Werk über wagemutige Abenteurer, Forscher und Pioniere (genannt seien hier stellvertretend Frey Hoffmeister, Thor Heyerdahl, Reinhold Messner, Roald Amundsen, Edmund Hillary, Tenzing Norgay, Stefan Glowacz, Gerlinde Kaltenbrunner, Hans Kammerlander, Beni Böhm, Hubert Schwarz, Arved Fuchs, Ernest Shackleton oder Rüdiger Nehberg) kommt Abenteurer Michael Martin auf den Seiten 141 bis 143 zu Wort.

Aktuell gibt es in der Stadtgalerie Markdorf, kürzlich durch eine Vernissage mit Bürgermeister Georg Riedmann eröffnet, 40 eindrucksvolle Fotos von Michael Martin seinen Expeditionen zu sehen. Wer die fotografischen Kunstwerke noch nicht gesehen hat und sich für Naturfotografien von einem Outdoor-Profi fernab durchschnittlicher Massenware interessiert, dem sei ein Besuch in der Stadtgalerie Markdorf wärmstens empfohlen. Meine Jahrhundertliebe und ich waren begeistert.

Mixed Zone Bodensee

3-Länder-Marathon: Der 9. Sparkassen 3-Länder-Marathon am Bodensee sah am Ende einen Sieger aus Äthiopien. Tadesse Dabi trug sich mit 2:13:43 Stunden in die Siegerliste der renommierten Laufveranstaltung ein. Die Konkurrenz aus Kenia mit  Richard Kiprono Bett und Peter Wangari kamen mit Respektabstand in Bregenz ins Ziel. Bei den Frauen siegte Kathrin Müller aus Deutschland. Sie kam mit der Favoritenrolle an den Start. 2014 hatte Müller den Halbmarathon gewonnen. Gute Einstimmung auf ihren Marathonstart 2015 am Bodensee. Ihre Siegerzeit betrug 2:50:46. Hier gibt es auf der offiziellen Website die Details. +++ Fußball: In der Oberliga Baden-Württemberg gewinnt der FV Ravensburg gegen den SVG Freiberg mit 5:2 am Tag der Deutschen Einheit. Die Mannschaft von Trainer Wolfram Eitel siegte in Unterzahl. Das Spiel war hitzig. Jeweils zweifach in die Torschützenliste konnten sich Steffen Wohlfahrt und Ndriqim Halili eintragen. +++ Eishockey: Der Champion EV Lindau Islanders bescherte in der vergangenen Saison seinen Fans in den Play-offs zahlreiche Hitchcock-Thriller Auftritte. Am Ende stand mit der Meisterschaft in der Bayernliga der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte zu Buche. Inklusive anschließender meisterlicher, langer, intensiver und spektakulärer Feier im Nana. Jetzt zerlegte der EV Lindau im 7. Vorbereitungsspiel auf die neue Saison Landsberg mit 11:2. Am Freitag, den 9. Oktober, beginnt dann die neue Saison mit dem Heimspiel in der Eissportarena Lindau mit dem Auftaktmatch gegen Buchloe. Zwei Tage später erneut die Gastgeberrolle für den EV Lindau gegen Pegnitz.

Hier geht es zum Sportkalender am Bodensee

Nachdenkenswert #283

„Es ist zynisch, dass man um die Bergsteiger am Mount Everest, die sich für 80.000 bis 100.000 Dollar diese Besteigung kaufen können, einen solchen Hype macht.“

Reinhold Messner, (70), Extremsportler mit ausgewiesener Kenntnis im Himalaya, legendärer Extrembergsteiger, Bergpionier, Abenteurer, Filmautor, Buchautor (mit über 80 Publikationen), faszinierende Sportpersönlichkeit,  Bergbauer, mehrfacher Museumsbesitzer, Lebensphilosoph, Grenzgänger, Freigeist und kritischer Zeitgenosse sieht im Radiointerview bei hr-Info eine Zwei-Klassen-Rettung im Himalaya.

Sportinsider Interview mit Sabine Messner und Kai Schmid von OUTSIDEstories

Die Faszination Outdoor ist ungebrochen, eine willkommene Gelegenheit zum Jahresanfang die beiden erfahrenen  Outdoor Spezialisten Sabine Messner und Kai Schmid von OUTSIDEstories zu interviewen. Herrausgekommen ist ein spannender Einblick in Ihre Erfolgsgeschichte, das persönliche Lieblingsequipment, die ambitionierten Pläne für 2015 und darüber hinaus.

Frau Messner. Herr Schmid, in einer Gesellschaft in der viele Arbeitsplätze unter Neonlicht an Bildschirmen in den letzten Jahrzehnten in klimatisierten Büros geschaffen worden, scheint die Sehnsucht nach Abenteuer zuzunehmen. Die Outdoor Helden wie der Grenzgänger Reinhold Messner, die Huber Brüder Alexander und Thomas, der in München geborene Motorrad Abenteurer Michael Martin, Extremsportler Hubert Schwarz oder Stefan Glowacz füllen Hallen mit Ihren Multivisionsvorträgen und den erlebten Outdoor Geschichten. Power Outdoor Frauen wie Freya Hoffmeister mit ihrem Fieberglaskajak und der Australienumrundung, K2 Bezwingerin Gerlinde Kaltenbrunner oder die norwegische Extremabenteuerin Cecilie Skog kann ich mir nicht in einem 8-Stunden Büro Job an der Tastatur vorstellen. Die Outdoor Branche profitierte jahrelang im Sog dieser Prominenten Extremsportler auch mit den entsprechenden Umsätzen bei Otto Normalkonsument. Was macht für Sie persönlich die Faszination Outdoor aus?Sabine_Messner_QF

Sabine Messner: Ich bin ein Stadtkind und habe über 40 Jahre meines Lebens dort verbracht. Im Laufe vieler Wochenenden am Fuße der Oberbayerischen Berge habe ich die Nähe zur Natur, die Ruhe, die gute Luft und die kurzen Wege um draußen aktiv zu sein schätzen gelernt. Vor ca. eineinhalb Jahren bin ich mit meiner Familie dorthin gezogen, wo die Berge zum greifen nahe sind. Der Begriff Outdoor ist für mich nicht ausschließlich mit extremen Leistungen am Berg verbunden, sondern steht deshalb für alles was man draußen in der Natur unternehmen kann, um Ruhe und Ausgleich zum Büroalltag zu finden und um die Natur zu spüren. Das ist für mich die Faszination Outdoor.Kai_SchmidKai Schmid: Das Leben ist ein Abenteuer – keine geführte Tour. So steht „Outdoor“ für mich für eine Lebenseinstellung. Es drückt für mich aus, dass man die Dinge auf sich zukommen lassen muss. Nicht alles folgt einem Masterplan.

Zuletzt gab es in der Outdoorbranche durchaus auch kritische Stimmen. Andre Tauber titelte im Sommer auf der Online Website der Welt Die Outdoor-Branche vergisst den Normalo. Ein technologisches Hochrüsten der Hersteller bringt Produkte auf den Markt, die bei genauerer Betrachtung oft nur für die Profisportler nötig sind. Redakteur Tauber ließ auch einen Branchenkenner zu Wort kommen:

„Nehmen Sie einen Menschen, der einen Sportgeländewagen kauft“, sagte Rolf Schmid, Chef des Schweizer Outdoor-Herstellers Mammut “Das größte Hindernis, das die meisten Fahrzeuge überwinden müssen, ist die Einfahrt in die Garage. Trotzdem werden sie gekauft, weil die Käufer damit ein Abenteuer verbinden.“

Wie sehen Sie beide die Entwicklung?

Kai Schmid: Mein Namensvetter hat mit dem SUV-Gedanken sicherlich recht. Genau das ist es meines Erachtens auch: das Gefühl, das ultimative Abenteuer erleben zu können, wenn man nur wollte. Und das will man mit Markenkleidung zeigen und ausdrücken. An dieser Stelle möchte ich aber auch betonen, dass das nur ein Aspekt ist, der Leute dazu treibt viel Geld für Ausrüstung auszugeben. Der andere ist eben der, dass man für entsprechendes Geld auch Top-Qualität bekommt. Und wenn es regnet und stürmt hat die Jacke eben nicht ein bisschen dicht zu sein, sondern komplett dicht. Egal ob auf dem Trail oder in der Stadt auf dem Fahrrad mit Kinderanhänger. Aber betrachtet man neben der Outdoor-Bekleidung technischere Produkte, so wird schnell klar, dass hochwertige Ausrüstung auch Lebenswichtig sein kann: vom sicher sitzenden, eng anliegenden Rucksack, über wasserdichte Bekleidung bis hin zu Klettersteigsets, Kochern oder Wasserreinigern. Und hierbei möchte sich jeder auf innovative und zuverlässige Technik verlassen.

Sabine Messner: Jeder Mensch sucht sein persönliches Abenteuer – auch der „Normalo“, um mit Herrn Taubers Worten zu sprechen. Genau hier setzt das Konzept der OUTSIDEstories an: Wir wollen jeden outdoor-affinen Menschen ansprechen, eben eine Plattform „von und für Outdoor-Begeisterte“. Hier werden die Produkte von Usern aus der Community beurteilt und bewertet, und der Leser hat die Chance sich, idealerweise aus mehreren Bewertungen, eine eigene Meinung über ein Produkt zu bilden: ausprobiert und getestet von erfahrenen Outdoor-Enthusiasten, die auch aus der Community selbst rekrutiert werden. Hier werden Innovationen um des reinen Marketings Willen schnell identifiziert.

Erzählen Sie ein wenig von der Gründungsgeschichte von OUTSIDEstories. Was sind die Ziele der nächsten 12 Monate? Welche Erfolgsstory möchten Sie in 3 Jahren über sich und das Unternehmen lesen und hören?

Sabine Messner: Unser Konzept für die OUTSIDEstories baut auf mehr als 17 Jahre Erfahrung mit der Kommunikation rund um Produkte für Outdoor-Aktivitäten und ebensolanger Zusammenarbeit mit der Outdoor-Branche, kombiniert mit den neueren Möglichkeiten der Kommunikation im Internet und der Tatsache, dass immer mehr Menschen ihr Informationsbedürfnis im Internet stillen – eben bis hin zur Kaufentscheidung für Outdoor-Ausrüstung.

Kai Schmid: Outside-Stories ist viel mehr als nur ein Blog. Die Idee: Outside-Stories wird eine user-basierte Bewertungsplattform speziell für Outdoor-Produkte und -Ausrüstung, die hilft beste Kaufentscheidungen zu fällen und Preisvergleiche bei Online-Stores durchzuführen. Oder mit anderen Worten: die Community stellt ihre Erfahrungen mit Produkten für weitere Kaufentscheidungen der Community zur Verfügung. Ein authentischer und zugleich demokratischer Ansatz – und das fasziniert uns an unserer Idee. Dieser Teil der Plattform von OUTSIDEstories ist zur Zeit im Aufbau und wird Anfang Februar 2015 live gehen.

Im Herbst 2014 haben wir den Blog Outside-Stories und eine dazugehörige Facebook-Seite bereits ins Leben gerufen, die umfassend aus der Outdoor-Branche informieren. Quasi ein „Drehkreuz“ für alle Aspekte des Draußen seins. Wir und unser Team produzieren ständig neue Inhalte zum Thema. Der redaktionelle Anspruch dabei ist hoch. So wird man auf dem Blog eher keine singulären Produktvorstellungen finden, sondern lediglich Kaufberatungen in Verbindung mit einem Link zu Tests in klassischen Medien. Wir haben also immer den maximalen Usernutzen im Visier. Zudem arbeiten wir neben unserem Team auch mit Gastautoren, die uns spannende Stories von draußen liefern. Etwa den Extremkletterer Robert Jasper oder den erfolgreichen deutschen Skilangläufer Peter Schlickenrieder. Mit weiteren sind wir im Gespräch.

Sabine Messner und Kais Schmid: Unsere wichtigsten Ziele für Ende 2015:

1. Die wichtigen Hersteller der Branche versorgen OUTSIDEstories und damit unsere Produkt-Tester (ProduktScouts) regelmäßig – jeweils vor Saisonbeginn – mit ihren Produkt-Innovationen und Kollektions-Highlights, um so ihre Produkte über gute Bewertungen den suchenden Konsumenten auf OUTSIDEstories entsprechend zu präsentieren und mit dem Handel zu verlinken.

2. Wir – bzw. die Community – haben ein schlagkräftiges Team von ProduktScouts rekrutiert. Hierfür läuft die erste Bewerbungsrunde bereits seit 13. November 2014. Über 50 Bewerbungen liegen uns bereits vor: Mehr Infos findet man hier:

Zum ProduktScout:
Zum Gewinnspiel:
Alle Bewertungen im Überblick:

Die Erfolgsstory in drei Jahren: OUTSIDEstories ist in der Outdoor-Community einserseits als Informationplattform über Produkte und die Szene als fixe Größe verankert. Und andererseits ist OUTSIDEstories vor Kaufentscheidungen für ein Outdoor-Ausrüstungs-Produkt von der Outdoor-Community als Beratungsplattform zu einer festen Größe geworden. Dann haben die Community und wir ganze Arbeit geleistet.

Auf Ihrer Website outside-stories.de ist zu lesen: Ein Social-Mag für alle Wilden, die gerne rausgehen. Jede Online-Strategie in puncto Marketing benötigt auch eine genaue Vorstellung der Zielgruppe, die angesprochen werden soll. Wie konkret ist dies bei Ihnen umrissen?

Kai Schmid: Unsere Zielgruppen lassen sich in einer Typologie sehr konkret beschreiben. Sie generieren sich aus „Core-Outdoorern“ – etwa Profis, wie Extrembergsteiger u.ä., „Advanced Outdoorer“ – die fortgeschrittenen Outdoorer – das sind ambitionierte Trekker, Biker etc., aber keine Profis, „Light Outdoorer“, etwa Wanderer oder Angler sowie die „Lifestyle Outdoorer“, die zwar Outdoorausrüstung besitzen, aber nicht ernsthaft einsetzen. Zudem gibt es selbstverständlich verschiedene Alterscluster für Outdoorer, die wir im Prinzip alle bedienen. Am aktivsten sind derzeit die 25- bis 39-jährigen.

Sabine Messner: Hier möchte ich ergänzend gerne die sogenannten ProduktScouts nennen: das sind erfahrene Outdoor-Enthusiasten, die von unserer Community aufgrund von außergewöhnlich hilfreichen Produkt-Bewertungen viele Stimmen gesammelt haben und so von der Community in das Team der ProduktScouts gewählt werden. Um unserer Community möglichst früh eine Basis an Bewertungen von innovativen Produkten zur Verfügung zu stellen, bekommen sie von uns regelmäßig innovative Outdoor-Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt. Diese Bewertungen gehen dann auf OUTSIDEstories rechtzeitig zum Verkaufsstart im Handel online.

Jedes Jahr trifft sich hier unten am Bodensee in Friedrichshafen die Branche zur Fachmesse OutDoor. Zahlreiche Unternehmen investieren nicht nur in einen markanten Messeauftritt, sondern auch ganzjährig wird intensives Marketing betrieben. Gelebte Online-Power auf facebook, Twitter, Mehrautorenblogs etc., großflächige Plakataktionen in den großen Städten Deutschlands, Kataloge mit akribisch aufgenommenen Fotos, Einsatz von Testimonials. Welche Ausrüster in der Outdoor Branche haben für Sie persönlich die überzeugendsten Marketingstories zu erzählen?

Sabine Messner: Im heutigen Internet-Zeitalter werden authentische Testimonial immer wichtiger. Gerade im Bereich der technischen Features von Produkten sind glaubwürdige Meinungen von Experten oft kaufentscheidend. Genau hierauf zielt das Konzept der OUTSIDEstories.

Kai Schmid: Die erzählten Marken-Stories im Marketing sind das eine. Meist ähneln sie sich sogar auf frappierende Art und Weise. Entscheidender für mich ist, ob eine Firmenphilosophie auch von den Mitarbeitern oder Testimonials wirklich gelebt wird, wenn sie brennen für ihre Marke. Das ist der große Unterschied. Ich habe schon Leute gesehen, die sich das Logo sogar tätowiert haben. Doch je größer die Marken werden (wollen), desto mehr geht häufig der ursprüngliche Geist verloren.

Wie sieht Ihr individuelles, privates Outdoor Equipment aus. Was und warum sind die Lieblinge?

Sabine Messner: Für mich steht wohlfühlen ganz oben auf der Liste. Mein absolutes Lieblingsteil ist eine weiße Tedddy-Fleece-Jacke mit Gore Windstopper … sie wärmt mich auf jeder Reise: am Berggipfel nach dem Aufstieg, im Sommer, wenn es am Abend kühler wird, aber auch im Flugzeug, um mich vor der zugigen Klimaanlage zu schützen.

Kai Schmid: Mein persönliches Equipment ist durchaus zusammengewürfelt und beileibe nicht immer nur von unseren Kunden. Bei Schuhen etwa entscheidet die Passform, nicht der Markenname. Eines meiner Lieblingsteile ist eine Softshell-Testjacke von Gore Windstopper, die ich mal geschenkt bekommen habe. Die ist so spitze gemacht und funktional, dass ich nichts anderes anziehen möchte, wenn ich unterwegs bin.

Sie beide schreiben selber auch Artikel im Mehrautorenblog auf outside-stories.de. Herr Schmid, Sie berichteten dabei auch über ein Motorraderlebnis in Wales und leiteten Ihren Beitrag so ein:

,,Das Schöne an unserem Job ist, dass wir hin und wieder auch mal an außergewöhnliche Orte kommen. So auch Ende Juli/Anfang August diesen Jahres, als wir der Präsentation eines neuen Reifens von Continental beiwohnen konnten. Zwei Tage On- und Offroadtest auf großen Reise-Enduros. Das klingt schon verführerisch. Der Ort: Wales. Hier wechseln Wolken, Wind und Sonne schneller als man von einer Kurve zur anderen kommt.“

Da ich eingangs auch Michael Martin erwähnte, jenen Abenteurer der 1997 sein Motorrad ausgraben musste. Abenteuertatort: Die libysche Sahara. Was wäre für Sie, Herr Schmid, eine noch in Angriff zu nehmende ultimative Motorradreise?

Kai Schmid: Das ist ein gutes Thema, schön dass Sie das ansprechen: Ein kleiner Traum von mir war schon immer eine Sahara-Durchquerung auf der klassischen Tanezrouft-Piste mit einem Abstecher ins Hoggar-Gebirge von Algerien bis runter in den Niger, mit dem Motorrad – übrigens sehr stark inspiriert von den Dia-Vorträgen Michael Martins, die ich mir schon während meines Studiums mit Herzklopfen angeschaut habe. Verwirklicht habe ich diesen Traum Anfang der 90er Jahre mit einer 7-monatigen Motorrad-Reise von München nach Südindien, zusammen mit zwei Studienkollegen – eine davon ist Sabine, meine heutige Geschäftspartnerin. Die ultimative Motorradreise durch die Sahara-Durchquerung ist heute leider wegen der Extremisten quasi nicht mehr durchführbar.

Frau Messner, wer und warum sind Ihre persönlichen Heldinnen oder Helden in der Geschichte der extremen Sportleistungen im Outdoor?

Sabine Messner: Ja, da waren zum Beispiel Luis Trenker, Arved Fuchs oder vielleicht mein Namensvetter Reinhold Messner. Aber um ehrlich zu sein – ich habe für mich selbst noch nie nach den Taten dieser Helden oder Heldinnen geschielt. Vor deren Leistung habe ich einen Höllenrepsekt. Ein Held ist für mich auch, wer im Alltag an seine Grenzen geht, auch und vor allem, ohne sein Leben aufs Spiel zu setzen. Das kann die Frau sein, die die Höhenangst im Hochseilgarten überwindet, oder der Familienvater, der seinen kleinen Sohn in der Kraxe auf den Heimgarten trägt. Oder jemand, der nach einem schweren Unfall mit viel Energie und Ausdauer wieder ins normale Leben zurückfindet. Hierfür habe ich größte Bewunderung. Das sind meine Helden.

Was wünschen Sie sich für OUTSIDEstories im Jahr 2015?

Sabine Messner: Erst einmal noch jede Menge Schnee für alle Snowsport-Liebhaber. Tolle Themen für unseren Blog aus der Branche, die unsere Redaktion mit viel Herzblut unter die Leute bringen wird. Viele neue Produktinnovationen auf der Ispo für die unsere Community. Jede Menge Outdoor-Enthusiasten, die unser Konzept gut finden, gerne ihre Erfahrungen mit Outdoor-Ausrüstung an die Community weitergeben und unsere Plattform für ihre Kaufentscheidungen nutzen. Und natürlich viele Hersteller, die unser Konzept überzeugt und es bewußt für sich nutzen.

Kai Schmid: Einen reibungslosen Launch der Bewertungsseite und viele,viele User.

Frau Messner, Herr Schmid, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg.

Sport am Bodensee: Leben am Limit, FC St. Gallen vs. FC Basel, Marathonmesse in der Inselhalle Lindau

Reinhold Messner gab vor 2,5 Jahren am 22.03.2012 in der Inselhalle Lindau einen Einblick in seine Extrembergsteigerlaufbahn unter dem Titel Leben am Limit. Er kam immer wieder lebend von seinen Expeditionen. Dabei gibt es eine nicht unerhebliche Zahl an Grenzgängen die Reinhold Messner abbrach. Rechtzeitig abbrach. Reinhold Messner fand immer rechtzeitig für sich die Stop-Taste. Für das Besteigen aller 14 Achttausender benötigte er 30 Expeditionen. Der Abbruch lähmte ihn nie. Sein vielleicht bestes Buch ist aus meiner Sicht jenes …Traveler Digital Camera

Es stellt sich immer, auch angesichts der aktuellen Todesfälle der Bergsteiger Sebastian Haag und Andrea Zambaldi die Frage, inwieweit diese Expeditionen Sinn machen. Die beiden wollten auf Weltrekordjagd gehen und bezahlten mit Ihrem Leben. Der Weltrekordversuch sollte medial begleitet werden. Ein Medienpartner war schnell gefunden. Spiegel Online schrieb dazu In Eigener Sache: Zum Unglück im Himalaja.  Nun, dies hinderte das Online Medium nicht, einen Tag später mit dem Bild des Tages aufzumachen, einem Basejamper aus Kuala Lumpur. Don Alphonso hat sich mit der Thematik in einem bemerkenswerten sowie nachdenkenswerten Text bei der FAZ auseinandergesetzt und schreibt Spiegel Online kritisch hinter die Ohren:

,,Das sagt einiges über die Lernfähigkeit von derartigen Onlinemedien. SPON beharrt darauf, dass sie nur Medienpartner waren und mit den Entscheidungen für den letztlich verhängnisvollen Aufstieg nichts zu tun hatten, und dass die Verstorbenen Profis waren, die nach idealer Vorbereitung genau wussten, was sie taten. Was SPON unerwähnt lässt, ist der Umstand, dass die gängigen Achttausender nicht umsonst als Todeszone gelten und kein Fun Park für lustige Actionvideos sind, und auch mit den heutigen Möglichkeiten nicht berechenbare Risiken darstellen.“

Gar nicht einfach jetzt so einfach im Text weiterzumachen. Ich versuch es.

Sport am Bodensee. Sektion Fußball.

Für Freunde des runden Leders gibt es heute eine interessante Begegnung. Der FC St. Gallen empfängt den FC Basel. Unter der Woche besiegte Basel in der Champions-League den FC Liverpool mit 1:0. Der Trainer vom FC St. Gallen, Jeff Saibene, in der Pressekonferenz zum Kontrahenten:

,,Basel ist die beste Mannschaft in der Super League. Wir befassen uns aber nicht gross mit dem Gegner. Wir wollen mutig auftreten und nach vorne spielen. In den letzten drei Matches haben wir stets gleich und gut gespielt. So wie wir spielen, kann man auf alles reagieren. Denn bei Basel weiss man derzeit nie, wie sie spielen werden.“

Der FC Basel ist 17-facher Meister in der Schweiz und legte eine Serie in den letzten 5 Jahren hin. Von 2010 bis 2014 ging der Meistertitel in den St. Jakob-Park.

Gastgeber FC St. Gallen kann auf 13.500 verkaufte Tickets (Stand Freitagmittag) verwiesen. Nach 10. Spieltagen in der Super League liegen die Ostschweizer als Tabellenfünfter sieben Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Basel. Hier geht es zur kompletten Tabelle.

Marathonmesse in der Inselhalle

Für Freunde von Equipment für den Marathonlauf gibt es in der Inselhalle Lindau, in der einst Reinhold Messner seinen besagten Auftritt 2012 hatte, den 2. Tag der Marathon-Messe. Morgen dann der Sparkasse Marathon der 3 Länder am Bodensee. Am Sonntag von 7.30 bis 10 Uhr ist dann in der Inselhalle keine Messe mehr. Es erfolgt dann dort die Startnummernausgabe und die Nachmeldung für später motivierte Läufer.

Zur mentalen Vorbereitung kann ich vielleicht noch ein wenig beitragen in Form eines Rückblicks auf das sportinsider Interview mit Laufsau Marc Bischoff vom 1. Dezember 2009.

Bregenz Handball empfängt Moser Medical UHK Krems

Auf eine offene Rechnung mit UHK Krems verweist der sportreport und merkt an:

,,In der letzten Runde mussten Kapitän Goran Aleksic & Co. im Auswärts-Bonbonmeisterduell gegen INSIGNIS Westwien die erste Saisonniederlage hinnehmen und sind derzeit auf dem dritten Tabellenplatz. Zuhause sind die Festspielstädter hingegen ungeschlagen, nun wartet mit dem UHK Krems kein leichter Gegner für die Bregenzer. In der vergangenen Saison waren es die Niederösterreicher, die der Ländle-Truppe im Viertelfinale ein vorzeitiges Meisterschaftsende beschert haben.“

Der Bregenzer Trainer Markus Rinnerthaler, gebürtiger Salzburger, hat die Auswärtsniederlage in Wien abgehakt und gibt auf der Website der Festspielstädter die Punktedevise aus, die eigentlich keine Alternative zum Heimsieg zulässt. Es soll schon der doppelte Punktgewinn sein.

Sport am Bodensee Terminkalender

03.10. – 04.10.2014 Segeln: RVB Final Race beim Segel-Club Bodman e.V.

03.10. – 04.10.2014 Marathon-Messe in der Inselhalle Lindau

03.10. – 04.10.2014 Tag der offenen Tür:  Fitnesstempel in Friedrichshafen Kluftern 

04.10.2014 Handball: Bregenz Handball – Moser Medical UHK Krems ab 19.00 Uhr

04.10.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Basel ab 20.00 Uhr

04.10. – 05.10.2014 Segeln: Internationales Konstanzer Schlusslicht der Folkeboote

04.10. – 05.10.2014 Segeln: Blue Planet Flug Trophy Rohrspitzregatta (Yachtclub Rheindelta)

04.10.2014 Basketball: TSV Eriskirch – Rathiopharm Ulm2 (Frauen) ab 15:45 Uhr

04.10.2014 Basketball: TSV Eriskirch – VfL Kirchheim (Männer) ab 18.00 Uhr 

05.10.2014 Marathon: Sparkasse-Marathon der 3 Länder am Bodensee ab 11.00 Uhr

05.10.2014 Lauf: 22. Gehrenberglauf der TV Markdorf 1880 ab 11.00 Uhr 

05.10.2014 ADFC Bodenseekreis Radtour in das Schweizer Bodenseehinterland: Treffpunkt Fähre Friedrichshafen ab 10.25 Uhr

10.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren ab 20.00 Uhr

10.10.2014 Volleyball: Volley YoungStars – TSV GA Stuttgart ab 20.00 Uhr

11.10.2014 Handball: Bregenz Handball – Skjern Handbold (Dänemark) ab 19.00 Uhr

11.10.2014 Handball: Alpla HC Hard – St. Pölten ab 19.00 Uhr

12.10.2014: Volleyball: Teamvorstellung VfB Friedrichshafen in der ZF Arena ab 18.00 Uhr

17.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt ab 20.00 Uhr

18.10.2014 Rudern: Abrudern beim Ruderverein Friedrichshafen e.V

18.10.2014 Handball: Bregenz Handball – Sparkasse Schwaz HB Tirol ab 19.00 Uhr

22.10.2014 Handball: Alpla HC Hard – Sparkasse Schwaz HB Tirol ab 19.00 Uhr

26.10.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – SWD powervolleys Düren ab 18.00 Uhr

26.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken ab 18.30 Uhr

31.10.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – VCO Berlin ab 20.00 Uhr

 

Adidas und das Sportsponsoring

Nach der WM ist der Aktienkurs von Adidas unter die Marke von 60 Euro gerutscht. Dazu vielleicht in den nächsten Wochen etwas mehr davon. Heute möchte ich einfach einen Blogbeitrag aus dem Archiv holen, der sich mit dem Thema Adidas und das Sportsponsoring befasst.

Reblog [vom 3. September 2012]

Es hätte ein großer Tag werden können …

Seoul, 24. Setember 1988. Im 100-Meter Lauf der Männer bei den olympischen Spielen gewann Ben Johnson. Das Adidas Logo auf dem Lauf-Shirt, die markanten drei Streifen an der Seite der Hosen. Sportfotografen aus aller Welt hatten das Motiv des spektakulären Zieleinlaufs eingefangen. Die Zeit blieb bei 9,79 Sekunden stehen. Der muskelbepackte Sprinter verwies den vierfachen Goldmedaillengewinnter von Atlanta, Carl Lewis, auf Rang zwei. Doch die Freude in Herzogenaurach wurde jäh unterbrochen. Der Star-Läufer Ben Johnson wurde des Dopings überführt. Weltrekordzeit und olympisches Gold schmolzen wie die Butter in der glühenden Mittagshitze eines gelungenen Sommers dahin.

Adidas stattete Leichtathleten erstmalig bei den olympischen Spielen 1928 in Amsterdam aus. Der Sportartikelhersteller sollte eine lange Erfolgsgeschichte hinlegen. Adi Dassler betreute in der niederländischen Metropole die Sportler vor Ort höchst persönlich. In der Geschichte der olympischen Spiele unvergessen die Laufleistung von Emil Zátopek. 1952 in Helsinki erläuft er sich Gold über 5.000, 10.000 m und im Marathon. Zeitfenster: Eine Woche. Faszinierend und bis heute unerreicht. 1997 wurde Emil Zátopek in Tschechien zum Sportler des Jahrhunderts gewählt. Hier eine Videosequenz vom Marathonsieg in Helsinki 1952.

Adidas legte in den 90er Jahren auch einen Werbespot mit Zapotek auf. Der Trainingsschuh aus dem Jahr 1950 ist die Härte. Die Werbestrategen haben dabei auch den Prager Frühling 1968 in die Sequenz mit eingebaut.

Reinhold Messner, Grenzgänger, Extrembergsteiger, faszinierende Sportlerpersönlichkeit, einer meiner persönlichen Sporthelden bestieg am 8. Mai 1978 zusammen mit seinem Partner Peter Haberle ohne Sauerstoffgerät den Mount Everest. Den Königsberg. Mythos Mount Everest. Bis zum Basecamp trug Reinhold Messner Adidas Bergstiefel. Die Leicht-Trekking-Schuhe hatten die Franken speziell für den charismatischen 8000er Spezialisten entwickelt. In Kürze kommt ein neuer Messner Film in die Kinos. Ich freu mich drauf.

Der eine oder andere Leser wird vielleicht schon etwas unruhig und sich fragen: Wo bleibt denn der Fußball? Gemach, gemach.

Adidas und Fußball im Jahr 1954 … Da war doch was? Ja, die deutsche Fußballnationalelf gewinnt in Bern die Weltmeisterschaft. Mit dabei Adi Dassler. Der Legende nach werden im Endspiel bei Regenwetter in der Halbzeitpause die Schraubstollen der Adidas-Schuhe den Platzverhältnissen auf dem aufgeweichten und von der 1. Halbzeit durchwühlten Geläuf angepasst. Die hochfavorisierte Nationalmannschaft von Ungarn muss sich am Ende mit 2:3 geschlagen geben. Deutschland ist erstmalig Fußballweltmeister.

20 Jahre später. Fast eine Selbstverständlichkeit, dass die deutsche Elf beim Finalsieg 1974 gegen die Niederlande ebenfalls Adidas Schuhe trug. Franz Beckenbauer führte als Kapitän die Mannschaft durchs Turnier, und selbst nach dem 0:1 gegen die Georg Buschner Elf aus dem damaligen Nachbarland DDR, hielt der Weltklasse-Libero Kurs auf die Mission Weltmeistertitel. Im eigenen Wohnzimmer gab es einen 2:1 Sieg gegen die Mannschaft von König Johan Cruyff.

Bereits 1972 holte sich die erfolgshungrige Mannschaft den EM-Titel. Die Schuhe mit den drei Streifen waren wieder mit von der Partie. Vom damaligen Fußball aus der Kategorie Feinkost schwärmen heute noch viele Fußballfreunde. Schönen Gruß an Netzer, Breitner, Müller, Beckenbbauer, Maier, Hoeneß und Co.

Es bedarf keiner Fähigkeiten eines Hellsehers um auch die Spielkleidung und Besohlung der erfolgreichen deutschen Fußballweltmeister von 1990 sowie der Europameister von 1980 und 1996 bei Adidas zu vermuten.

Doch Adidas kann nicht nur Leichtathletik und Fußball. 3 Jahre vor dem Finalsieg der Helmut Schön Elf gegen die niederländischen Fußballer gab es am 8. März 1971 den Boxkampf des Jahrhunderts. Weltweit beachtet und gesehen. Muhammad Ali und Joe Frazier standen sich in einem unbarmherzigen Duell gegenüber. Beide Boxer trugen Boxstiefel von Adidas.

Doch zurück in das Jahr 2012. Kürzlich wurde während der olympischen Spiele von London die Partnerschaft zwischen dem DOSB und Adidas verlängert. Die Herzogenauracher statten die deutschen Sportler auch in Sotschi 2014 und in Rio de Janeiro 2016 aus. Bei den olympischen Spielen in diesem Sommer sind über 60.000 Produkte für die deutschen Sportler geliefert worden. Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender von Adidas, auf der DOSB Website dazu erfreut:

“Die Olympischen Spiele haben gezeigt, wie der Sport eine junge Generation inspirieren kann. Die Spiele sind die perfekte Bühne für unsere Marke und unsere Innovationen. Die Partnerschaft mit starken Verbänden wie dem DOSB ist ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie.“

Herbert Hainer ist Medienprofi. In zahlreichen Interviews hat er in den letzten Jahren immer wieder seine Sicht der Dinge dargelegt. Strategische Entscheidungen im Sponsoring versucht zu begründen, die Performance von Adidas herausgestrichen und Fragen nach dem Marketing offensiv beantwortet. Hier eine kleine Auswahl seiner Interviews:

Der Adidas-Chef erläutert die Gewichtung zwischen Europameisterschaft und Weltmeisterschaft im Fußball sowie den olympischen Spielen, monetäre Zusammenhänge, erklärt wie er mit Spielern wie Franck Ribery und der Neigung Nike Schuhe zu tragen, umgeht. Seit 1970 stellt Adidas den WM-Ball. Die Flugfähigkeit des Balls, immer wieder sehr gerne von Torhütern diskutiert, erläutert Hainer medial unterhaltsam aufbereitet.

Die FAZ titelte einst im Jahre 2002 Sponsoring: Sieger trinken Coca-Cola in Adidas Hosen.

,,Sport-Sponsoring ist ein riskantes Unterfangen, kann sich aber für die Konzerne lohnen: Wenn das Image des Siegers zum Image des Sponsors wird.“

Der im Eingang angesprochene Fauxpas mit Ben Johnson ist Geschichte. Tennisqueen Steffi Graf nutzte das Schuhwerk aus Herzogenaurach mit den drei Streifen. Aktuell grüßt Bayern München mit symphatischen Spielern wie Thomas Müller oder dem preisintensiven Neuzugang  Javier Martínez in Adidas Trikots spielend von der Tabellenspitze der Bundesliga. Souverän mit einer breiten Brust. Der Respekt der Konkurrenz ist wieder da. Der amtierende Europameister und Weltmeister Spanien spielt in den Hemden mit den drei Streifen. Champions-League Sieger Chelsea London kleidet sich vor dem Gang auf den Rasen ebenfalls konzentriert und mit Vorfreude auf  Siege mit der Adidas Sportkleidung ein. Okay, des Sieges im Mai in München hätte es jetzt nicht unbedingt bedurft. Schwamm drüber.