Hochdosiertes Outdoor-Marketing

Es geht immer um Verkauf. Da macht die Outdoor Branche keine Ausnahme. Deutschlands bekanntester und charismatischster Verkaufstrainer, Unternehmer und Kongressredner, der sehr geschätzte Dirk Kreuter, meint prägnant zum Thema Verkaufen:

,,Wenn Du es nicht verkaufen kannst, ist es nichts wert.“

Bei der kürzlich am Bodensee in Friedrichshafen absolvierten 24. Ausgabe der Branchenmesse OutDoor gab es zahlreiche Podiumsdiskussionen. Eine davon war besetzt mit den Protagonisten Melvin Boecher, Sophie Radcliffe, Bonnie Klingler, Georg Haas und Mirjam Reisch. Auch da ging es um Verkauf.

 (v.l. Melvin Boecher, Sophie Radcliffe, Bonnie Klingler, Georg Haas, Mirjam Reisch)

Foto:  © Michael Wiemer

Die Podiumdiskussion in Friedrichshafen stand unter der Überschrift: Where is the influence? Lessons learnt from influences, brand & destination.

Influencer? Mein Assistent Wikipedia schiebt mir schwungvoll einen Artikel über Influencer aus seinem Areal herüber. Einleitend heißt es da:

,,Influencer (von engl.to influence: beeinflussen) ist ein um 2007 entstandener Begriff für eine Person, die aufgrund ihrer starken Präsenz und hohen Ansehens in einem oder mehreren sozialen Netzwerken eines kommerzialisierten Internets für Werbung und Vermarktung in Frage kommt (Influencer-Marketing).“

Influencer schafft es auch 2017 permanent in die Schlagzeilen. Alleine im Zeitraum der letzten 24 Stunden finden sich Beiträge über die Beeinflusser, die letztendlich beim verkaufen helfen sollen. Umsätze generieren, Produkte promoten. Carsten Drees widmet sich auf mobilegeeks ebenfalls dem Thema Influencer und hat dabei Caro Daur im Fokus.

Caro Daur ist 22 Jahre und hat 1,1 Millionen Anhänger auf Instagram. Carsten Drees nimmt dabei auch das für Schlagzeilen sorgende Interview von Caro Daur mit dem Manager Magazin unter die Lupe. Er macht sich Gedanken, dröselt die Thematik Influencer geduldig auf in seinem Artikel unter dem Titel: Caro Daur und die Werbung: Immer drauf auf die Influencer und merkt an:

,,Ich habe aber auch noch ein anderes Verständnisproblem: Wieso arbeiten sich derzeit so viele Menschen – gerade in den sozialen Medien – an diesen „Influencern“ ab. Ich schreibe das übrigens so gern in Anführungszeichen, weil ich dieses Wort in dem Zusammenhang furchtbar finde – junge Menschen werden von der Industrie geködert, um noch jüngere Menschen dazu zu bringen, bestimmte Produkte zu kaufen. Nicht die Art Einfluss, die man meiner Meinung nach nehmen sollte, schon gar nicht auf ein so junges Publikum bezogen.“

So weit Carsten Drees.

Auch die Gründerszene hat sich dem Thema Influencer innerhalb der letzten 24 Stunden gewidmet. Ihr Fachbeitrag kommt mit der Headline Wie kennzeichnen Influecer ihre Werbung richtig? 

Einleitend wird von Dr. Martin Gerecke, Rechtsanwalt bei der Wirtschaftskanzlei CMS, angemerkt:

,,Influencer stehen stark in der Kritik. Der Vorwurf: Sie kennzeichnen Werbung für Produkte in den sozialen Medien nicht korrekt. Doch worauf kommt es überhaupt an?“

Der Artikel ist sachlich, kompetent. Dr. Martin Gericke beleuchtet die gesetzlichen Rahmenbedingungen von werblichen Beiträgen und geht auch der Frage nach, wie es sich mit dem Sachverhalt beschriebener Produkte verhält, wenn diese vom Influencer selbst gekauft werden.

Ebenfalls innerhalb der letzten 24 Stunden gab es zum Thema Influencer auf welt.de einen Artikel mit der Lesedauer von 6 Minuten von Julia Friese unter dem Titel Die geschminkte Wahrheit einer Influencer Party.

Melvin Boecher, Sophie Radcliffe, Bonnie Klingler, Georg Haas und Mirjam Reisch

Doch zurück zur sportiven Branchenmesse OutDoor 2017 in Friedrichshafen. Die Zeppelinstadt empfing in der diesjährigen Ausgabe 965 Hersteller aus 40 Ländern, 21412 Fachbesucher aus 90 Nationen, 1.019 akkreditierte Medienvertreter und 160 Blogger. Da wir gerade bei Zahlen sind. Es gab 2 genutzte Freiareale, 11 mit Ausstellern belegte Messehallen, 38 Auszeichnungen durch die OutDoor Award Jury, der sich 330 Produkte stellten. Schlussendlich 85.000 Quadratmeter Ausstellungsflächen.

Zu oben angesprochener Podiumsdiskussion mit Melvin Boecher, Sophie Radcliffe, Bonnie Klingler, Georg Haas und Mirjam Reisch. Es war ein buntes Puzzleteil der 24. OutDoor 2017 am Bodensee.

Foto:  © Michael Wiemer  (v.l. Melvin Boecher, Bonnie Klingler, Georg Haas, Mirjam Reisch)

Die junge Dame in der Bergwelt auf der Leinwand ist Sophie Radcliff.  Es war eine spannende Podiumsdiskussion auf der Bühne der Outdoor Blogger Base.  Sophie Radcliffe (Bloginhaberin von challengesophie). Sebstverständlich verfügt sie auch über einen Twitter-Account und hat 31.463 Follower, Stand 6. Juli 2017. Mehr geht immer. In Sachen Follower. Melvin Boecher kommt auf seinem Kurznachrichten-Account bei Twitter auf  smarte 266.123 Follower. Aber ich will mich hier gar nicht zu sehr an Follower Zahlen festbeißen. Jetzt läuft ja momentan eines der vielleicht spektakulärsten Outdoor-Ereignisse der Welt. Die Tour de France. Unter freiem Himmel, in mörderischen Felsschluchten, bei atemberaubenden Abfahrten auf schmalen Reifen und schweißtreibenden Pedalritten bei Aufstiegen in die Bergetappenziele ist medial auch der einstige Velo-Jesus (Copyright by Jürgen Kalwa) in vorderster Reihe. Lance Armstrong bringt es locker auf 3 Millionen 778.540 Follower auf seinem Twitter-Account. Beitrittsdatum des Texaners ist der Oktober 2008.

Doch zurück zur OutDoor Bühne in Friedrichshafen. Neben Sophie Radcliffe und Melvin Boecher waren auch Georg Haas, CEO von Outdoor Blogger Network (OBN), Bonnie Klingler, die einst im Kunsthandel startete und jetzt im Bereich Marken-Kommunikation aktiv ist. Sie ist bei der Agentur Kern Gottbrath, einer Kommunikations-Agentur mit den Schwerpunkten Sport, Bike, Outdoor und Textil tätig. Die Runde komplettierte Mirjam Reisch (Referentin Online Kommunikation bei der Messe Friedrichshafen).

Die lebendigsten Wortbeiträge vernahm ich von Melvin Boecher, der den Auftakt der Podiumsdiskussion mit einem Kurzvortrag einleitete sowie von Sophie Radcliffe. Georg Haas kam mit seiner ruhigen Art auch sehr sympathisch rüber. Sein Outdoor Blogger Network (OBN) hatte es im vergangenen Jahr auf die Titelseite der Seewoche geschafft. Bonnie Klingler und Mirjam Reisch traten nicht so extrovertiert auf wie Melvin Boecher und Sophie Klingler. Das ist auch in Ordnung. Power-Mann Boecher fühlt sich auf der Bühne einfach sauwohl. Und auch die reisefreudige Sophie Klingler ist offensiv bei ihrem Part dabei. So einer Runde mit unterschiedlichen Charakteren und Temparamenten kann ich als Beobachter immer eine Menge abgewinnen.

In der OutDoor Nachlese 2017 merkte ich an:

,,Ist die Outdoor Industrie kompatibel mit Outdoor-Bloggern?

Die Frage der nächsten Zeit: Ist die Outdoor Industrie kompatibel mit Outdoor-Bloggern? Blogs sind generell nicht skalierbar. Blogger in den meisten Fällen Freigeister, die sich schlecht in normierte Schubladen stecken lassen. Andererseits fiel oft das Wort Influencer. Auch Content-Marketing schallt es aus zahlreichen Ecken. Oft alter Wein in neuen Schläuchen.

Das Marketing der Outdoor-Hersteller stößt teilweise bei bisherigen althergebrachten Werbeaktionen und Vertriebsaktivitäten auf Grenzen. Inwieweit Outdoor-Blogger die Türen zu Konsumenten öffnen können, wird sich zeigen. Nicht nur als Strohfeuer. Sondern langfristig. Nachhaltig. Seriös und zuverlässig. Dazu gibt es auch nationale Besonderheiten zu beachten. Deutschlands Outdoor-Blogger haben in der Regel im deutschsprachigen Raum wesentlich weniger potentielle Leser wie die internationalen Bloggerkollegen aus den USA, Großbritannien, Kanada etc. im englischsprachigen Raum. Mir persönlich sind auch in Deutschland die Outdoor-Blogger und ihre Texte zu Peroduktvorstellungen oft zu brav. Als ob eine vorgegebene Checkliste ohne große Inspiration abgearbeitet wird. Da fehlt oft leidenschaftliches Bloggerblut. Eine Prise Content-Power im Schreibstil von Jack London würde ich mir da öfters wünschen. Mehr Mut. Das hineinziehen in lustvolle Texte, gerne auch emotionaler Achterbahnen. Produkte haben auch Kanten und Ecken. Wer hat nicht schon mal ein Outdoor-Equipment verflucht. Erinnert sei an das Survival Drama All is Lost mit Robert Redford. Timing ist alles. Passend zur OutDoor 2017 hatte das ZDF den Streifen am Montagabend, am 2. Messetag im Kinoabendprogramm Montagskino des öffentlich-rechtlichen platziert. Das Outdoor-Drama All is Lost erschien erstmalig 2013.“

Das Robert Redford Survival-Drama empfehle ich jedem Marketingleiter aus dem Lager der Outdoor-Hersteller.

Hochdosiertes Outdoor-Marketing ist übrigens das eine. Influencer und das Grundrauschen in den sozialen Netzwerken das andere. Letztendlich läuft bei vielen Konsumenten die Entscheidung für Produkte aus der Outdoor-Branche über die Fachkompetenz des Handels. So hört man. Das schließt freilich Preissensible Kundschaft mit ein. Das schielen nach Online-Angeboten. Die präzisen Preisvergleichs Aktivitäten der Konsumenten ebenso. Der Outdoor-Markt ist vielfältig, hat bunte Facetten. Nicht frei von Problemen. Selbstverständlich gibt es da auch die Erscheinung von Substratsättigung. Inwieweit Influencer aktiv beim verkaufen von Outdoor-Produkten mitwirken können, smartes Marketing zelebrieren können mit nachfolgenden Umsatzsteigerungen, wie nachhaltig die Sache der Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Influencern sein wird, dass lässt sich perspektivisch nicht seriös prognostizieren.

Aus meiner Sicht sind Influencer ein Tool im Arsenal der hochdosierten Outdoor-Marketing Aktionen der Industrie.

Als ich den letzten Volleyballmeistertitel für den VfB Friedrichshafen prognostizierte

Nein, heute keine OutDoor 2017. Es sei denn hier, hier und hier. Friedrichshafen hat viel mehr wie eine einzelne sportive Branchenmesse im Segment Outdoor zu bieten. Da wären natürlich noch die Eurobike zu erwähnen oder die Interboot. Bei allen Messen geht es um das Verkaufen. Nehmen wir kurz die Interboot ins Visier.

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Foto:  © Michael Wiemer

Auch die Interboot ist umsatzorientiert. Die Produkte werden in Szene gesetzt. Emotionales Marketing ist nicht wegzudenken. Die Brücke zum Kunden. Es geht um den Verkauf. Power-Verkauf. Das ergibt dann mitunter solche Erfolgsgeschichten wie seinerzeit erzählt bei Sport am Bodensee: ,,Ich fand den Messeverlauf 2014 etwas ruhiger als 2013, aber ich habe ein Schiff verkauft, von daher bin ich also sehr zufrieden.“

Von Dirk Kreuter, Deutschlands besten Verkaufstrainer, stammt der schöne Satz:

,,Wenn Du es nicht verkaufen kannst, dann ist es nichts wert.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Schwenken wir zu einem weiteren Aushängeschild von Friedrichshafen. In der Zeppelinstadt residiert das Volleyballspitzenteam VfB Friedrichshafen. Der smarte Belgier Vital Heynen peilt für die neue Saison die Meisterschaft an. Die Tränen vom Showdown in der ZF Arena am 7. Mai 2017 sind getrocknet. Die Häfler holten 2015 den letzten Meistertitel an den Bodensee gegen den Erivalen Berlin Recycling Volleys. Diese Meisterschaft hatte ich im Oktober 2014 prognostiziert. Im Sportinsider Interview mit Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller von der Süddeutschen Zeitung. Doch genug geplaudert. Gehen wir direkt in die Reminiszenz hinein:

Reblog: [vom 23. Oktober 2014]

Sportinsider Interview mit Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller 

Vor 14 Tagen kam am 6. Oktober 2014 ein neues Sportbuch auf den deutschen Büchermarkt. 352 Seiten gefüllt mit vielen Facetten zahlreicher Sportarten, auch jener die nicht täglich hoch und runter durch die Medien durchdekliniert werden. Der Rezension zu Sport – Das Buch folgt heute das Interview mit den Sportjournalisten Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller, die über 5.000 Fakten für ein lesenswertes Nachschlagewerk zusammenstellten und unterhaltsam aufbereiteten.Traveler Digital Camera

Wie sind Sie auf die Idee zum Werk Sport – Das Buch gekommen?

Wir haben uns bei der SZ oft darüber gestritten, wer mehr über Sport weiß. Das ging los mit Kleinigkeiten wie der Frage nach deutschen Tore in WM-Finals bis hin zu: Wer hat die meisten Goldmedaillen im Sportangeln gewonnen? Irgendwann haben wir uns gesagt: Diese verrückten Fakten könnten doch auch noch andere Menschen interessieren. Und tatsächlich: Herr Jacob von C. Bertelsmann war begeistert – und nun hoffen wir, dass es die Leser auch sind.

Sie haben mit viel Akribie 104 Sportarten und mehr als 5.000 Fakten zusammengetragen. Welche 5 Sportarten sind Ihre Lieblingssportarten und warum?

Jürgen Schmieder: Mein ganz persönlicher Favorit ist Wagenrennen, danach kommen Angeln und Darts. Wagenrennen deshalb, weil es einfach verrückt ist und man beim Lesen Tränen lacht. Darts, weil es diesen extra Nutzwert verkörpert, den das Buch haben soll: Wir präsentieren das mathematisch fairste Brett. Und Angeln, weil es für mich persönlich widerspiegelt, was das Buch sein soll: Ich hatte keine Ahnung von dieser Sportart, doch durch die Recherche bin ich klüger geworden – und so soll es dem Leser auch gehen: Er soll sich unterhalten fühlen, aber auch ein bisschen was Neues sehen.

Johannes Aumüller: Wagenrennen ist die Nummer eins, ganz klar, schließlich sollen auch die Lateinlehrer etwas von dem Buch haben. Und überhaupt waren die Sportarten bemerkenswert, die man wenig auf dem Schirm hat: Bridge, Backgammon, solche Sachen. Aber bei denen gibt es oftmals die besten Anekdoten und Fakten.

Wie kam die Zusammenarbeit zum C. Bertelsmann Verlag zustande. Wie stark war die Unterstützung von Verlagsseite in Person von Johannes Jacob sowie Linda Walz und was war die beste Anekdote in der Zusammenarbeit mit dem Verlag?

Jürgen Schmieder: Ich hatte bei C. Bertelsmann schon ein paar Bücher veröffentlicht, deshalb war der Kontakt schon da – und Herr Jacob und Frau Walz waren dabei stets wahnsinnig nett, zuvorkommend und begeistert von Ideen. Die beiden haben uns auch immer unterstützt, auch und vor allem in Zeiten, in denen wir am Verzweifeln waren. Die lustigste Anekdote? Puh, ich glaube, da muss ich die Namensfindung für das Buch nennen, bis wir auf “Sport – Das Buch” kamen – was übrigens die allererste Idee war. Also einmal im Kreis. Die anderen Vorschläge dürfen wir leider nicht nennen, weil Sie uns sonst für verrückt erklären.Traveler Digital Camera

Mir haben die Illustrationen von Hanni Schmieder sehr gut gefallen. Für mich jetzt schon Kult, die Viererbob-Sequenz in der Badewanne auf Seite 54. Gab es Vorschläge von ihr, die ihren Weg erst in eine 2. Auflage schaffen werden?

Haha, eigentlich stammen alle Vorschläge von ihr! Im Ernst: Ohne sie wäre das Buch nicht möglich gewesen, weil die Zusammenarbeit so eng war und wir uns stets austauschen konnten. In der Schublade liegen aber noch verrückte Ideen für eine zweite Auflage – wenn wir dann noch andere Sportarten aufnehmen dürfen…

Sport – Das Buch ist seit dem 6. Oktober 2014 in Deutschland auf dem Büchermarkt. Gibt es persönliche sportive Zielsetzungen in puncto. verkaufter Auflage? Sind Fernseh- und Radioauftritte geplant?

Zielsetzung gibt es keine. Wir freuen uns über jeden, der das Buch kauft – und sich dann freut, dass er es sich gekauft hat. Und wir freuen uns über jeden Journalisten, dem unser Buch gefällt und der uns haben möchte – wie auch über jede Buchhandlung, die uns zu einem lustigen und informativen Abend einlädt.Traveler Digital Camera

Buchverkauf ist heute auch immer wieder ein Thema in den Social Media Gefilden. Wie stark nutzen Sie die Tools selber um das Buch zu promoten?

Schon immens. Wir wissen, wie wichtig Blogs, Facebook und auch Twitter sind – und wir hoffen, den ein oder anderen Leser darüber begeistern zu können.

Die Deadline für das Buch war der 31. Juli 2014. Die Volleyball-WM 2014 hat es so nicht mehr in Sport – Das Buch geschafft. Auf Seite 322 heißt es bei Wettkampf, den man gesehen haben muss: 

,,Das WM-Finale der Männer 1986. Nach Jahrzehnten, in denen bei Weltmeisterschaften ausschließlich osteuropäische Mannschaften Gold gewannen, kam es nun zum direkten Duell zwischen den USA und der Sowjetunion – und die USA siegten. Seitdem gewannen nur noch Italien (dreimal) und Brasilien (ebenfalls dreimal) WM Gold.“  

Jetzt kam Weltmeister Polen dazu. 

Haben Sie die Volleyball-WM  2014 verfolgt, sportdeutschland.tv übertrug ja im Internet alle 103 Spiele.

Jürgen Schmieder: Ja, ich habe das verfolgt – doch so toll die Spiele auch waren: Ich bleibe beim WM-Finale 1986 als Wettkampf, den man in dieser Sportart gesehen haben muss…

Johannes Aumüller: Ja, hätten wir den letzten Satz besser mal weggelassen. Zumal ich als Osteuropa-Freund ohnehin sagen muss, dass jetzt wieder eine Zeit der Osteuropäer kommt: Dieser Dmitrij Muserskij ist einfach unglaublich, und vielleicht schafft er bis zur zehnten Auflage im Jahr 2020 ja auch in die Rubrik „Bester Sportler“.

Da wir gerade bei Volleyball waren. Die aktuelle Volleyball Bundesliga hat unter neuen Namen, Claim, und Webauftritt ein Facelifting hinter sich. Wer wird in der Saison 2014/2015 bei den Männern deutscher Volleyballmeister?

Jürgen Schmieder: Ich bin ja aufgrund meines Wohnortes Los Angeles eher dem Beachvolleyball zugeneigt – gerade waren in Manhattan und Hermosa zwei wunderbare Turniere. Aber okay, hier die Tipps: Bei den Frauen muss ich auf den Titelverteidiger Dresdner SC setzen, auch wegen Louisa Lippmann. Bei den Männern wäre es einfach, nun “Berlin” zu sagen. Aber genau deshalb sage ich: Friedrichshafen.

Johannes Aumüller: Einer der seltenen Fälle rund um dieses Buch, bei denen wir uns einig wären. Normalerweise gab es ja immer heftige Diskussionen, zum Beispiel, ob beim Fußball in die Kategorie „Spiel, das man gesehen haben muss“ eher das Jahrhundertspiel von 1970 gehört oder das 7:1 von Deutschland gegen Brasilien bei der WM 2014. Was meinen Sie?

Sportinsider: Nun, nach drei Jahren ohne Meistertitel ist die Mannschaft von Stelian Moculescu reif den Berlinern den Titel abspenstig zu machen. Der VfB Friedrichshafen hat sich gut verstärkt, die Stimmung im Umfeld ist gut und der Hunger auf die Meisterschaft da. Ich lege mich fest: Der VfB Friedrichshafen wird seinen 13. Meistertitel am Ende der Saison 2014/2015 feiern.

Ist Schach eine Passion von Ihnen und wie sehen die Prognosen für den in Sotschi im November beginnenden Schach-WM Kampf zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand aus?

Jürgen Schmieder: Wir sind beide Schachbegeistert, wobei Johannes der bessere Spieler ist. Ich bin der Meinung, dass Carlsen derzeit nicht zu besiegen ist – noch nicht einmal von einem Computer, den einer meiner Freunde übrigens gerade programmiert.

Johannes Aumüller: Dafür ist Jürgen der bessere Schachboxer. Meine DWZ hat sich zuletzt auch nicht wirklich verbessert, weil ich so sehr mit der Erstellung dieses Büchleins beschäftigt war. Mein Tipp für Sotschi: Carlsen, noch eindeutiger als beim letzten Mal.

Die Arbeit an Sport – Das Buch hat sicher viel Konzentration gefordert. Wie hoch war der persönliche Kaffeeverbrauch?

Jürgen Schmieder: Viel wichtiger ist die Frage: Wer hat wann Kaffee getrunken? Schließlich gab es entweder neun Stunden Zeitunterschied – oder beim Aufenthalt von Johannes in Teheran noch viel mehr. Es war tatsächlich ein immenser Aufwand, all die Fakten zusammenzutragen. Auf der anderen Seite hat es Spaß gemacht und wir haben selbst viel gelernt, also haben wir gerne Kaffee getrunken und sind wach geblieben.

Johannes Aumüller: Ich hab es geschickterweise verstanden, unsere Treffen so einzurichten, dass meist Jürgen den Kaffee-Part übernommen hat, während ich schon beim Feierabend-Bier war.

Was ist Ihre persönliche Lieblingsstelle im Buch und warum?

Jürgen Schmieder: Ganz ehrlich: die Danksagung – weil es bedeutete, dass wir endlich fertig waren.

Johannes Aumüller: Die Frage für Angeber in der Kategorie Fußball, weil mit der unser Projekt im Prinzip konkret begann. Wie viele deutsche Spieler haben in einem WM- oder EM-Finale von außerhalb des Strafraums ein Tor geschossen?

sportinsider:  Ich bedanke mich herzlich für das Interview und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit dem Buch, dem aufspüren weiterer interessanter Sportarten und Fakten.

Zu guter Letzt: Wer den Sportjournalisten und Buchautoren per Twitter folgen möchte findet hier Jürgen Schmieder und hier Johannes Aumüller.

Mentale Einstimmung auf die OutDoor 2017 in Friedrichshafen (2)

Ungebremst bewegen wir uns auf die OutDoor 2017 zu. Gestern die mentale Einstimmung mit Teil 1 unter dem Thema – Die Sache mit dem Publikumstag für die OutDoor -. Der Countdown läuft. Gelegenheit ins Archiv zu steigen (ohne Funktionskleidung) um einen unlängst verfassten Text zum Thema Outdoor wieder ans Sonnenlicht zu holen. Der Fokus lag auf Globetrotter Chef Thomas Lipke mit seinem FAZ-Interview vor vier Jahren, das Outdoor Blogger Network, die Seewoche, Outdoor-Legende Bernd Kullmann, die Schwierigkeit gute Outdoor Blogs aus der Masse zu filtern, gute Beispiele für Outdoor Blogs wie Abenteuer Sport von Stefan Nestler oder bodensee-overlander von Bernd Schmidt und seiner Frau Claudia, das Statement von Maik Pflaum von CI Romero zu meiner Frage: Wie schätzen Sie denn die aktuellen Bemühungen der Outdoor Industrie und der Sportartikelhersteller im Hinblick auf faire Produktionsbedingungen ein? Wie ist der Status Quo? Inwieweit klafft eine Lücke zwischen Ankündigungen und Umsetzungen?

Outdoor Firmenprofile waren auch dabei. Dann das Outdoor Filmfestival. Ja, und ich drücke mich auch nicht vor unangenehmen Themen. Greenpeace hatten wir ebenfalls dabei. Stichwort Outdoor-Report 2016 mit dem oft umwelt- und gesundheitsschädlichen PFC.

Genug der Vorrede.

Reblog: [vom 23. März 2017]

Outdoor-Rundschau von Michael Wiemer 

Guten Tag. Es war der Sommer 2013. Da ließ Globetrotter Chef Thomas Lipke im bemerkenswerten FAZ-Interview über Outdoor, Umsätze der Branche, Outdoor-Jacken für die U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, Wanderschuhe oder Rucksäcke bei Aldi oder Tchibo, die vermeintliche Spießigkeit beim Thema Wandern und deren Wandlung bei jungen Leuten und einen überschätzten Outdoor-Markt in der Nische  aufhorchen. Thomas Lipke wurde unter anderen gefragt:

,,Der Outdoor-Markt ist lange rasant gewachsen auf einen Branchenumsatz von zuletzt etwa zwei Milliarden Euro, jetzt geht er zurück. Warum?“

Darauf Globetrotter Unternehmenslenker Lipke mit prägnanten Worten:

,,Daran sind wir selbst nicht ganz unschuldig. Globetrotter ist über Jahre zweistellig gewachsen, damit ist der Markt für andere natürlich attraktiv geworden. Jeder hat sein Glück versucht: Die Hersteller haben expandiert, viele neue Marken sind hinzugekommen. Doch der Markt wurde überschätzt, Outdoor ist immer noch eine Nische. Jetzt müssen alle ihre Erwartungen mal wieder auf ein vernünftiges Maß zurückschrauben.“

Das lasse ich mal so stehen.

Foto:  © Michael Wiemer

Heute schreiben wir das Jahr 2017. Der Sommer steht bevor. Hier am Bodensee ist die Branchenmesse OutDoor vom 18. bis 21. Juni 2017 terminiert. Im vergangenen Jahr schaffte es das Outdoor Blogger Network auf die Titelseite der Seewoche. Die Messe selbst ist, anders wie bei der Eurobike oder Interboot immer noch eine Messe ohne Zugang für den normalen Kunden. Die OutDoor kommt auch 2017 ohne Publikumstag daher. Okay.

Wer tiefer in das Thema fehlender Publikumstag der OutDoor eintauchen möchte, dem sei mein Text Bodensee-Overlander mit rockigen Jahresrückblick 2016 an die Hand gegeben. Da wird auch an die Worte vom Jahresanfang 2014 von Markus Held, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG), via Südkurier erinnert.

Genug der Vorrede. Hinein in eine Outdoor-Rundschau.

Outdoorgeflüster

Was haben das Skifreeride-Abenteuer Now!, das Skitouren-Porträt One Step, das Alpinkletterer-Drama von der Lalidererspitze In letzter Sekunde, die Skipersiflage A Mords Sauhaufen in an z’kloan Zelt, die Bike-Park-Humoreske Out of Mind sowie das Kajak-Abenteuer in Kirgisien  mit dem Titel Eyes of God gemeinsam? Alle sechs Kurzfilme werden im Rahmen vom Bayerischen Outdoor Filmfestival am 29. März und 2. April in Bad Tölz gezeigt. Die Organisatoren Andreas Prielmaier und Tom Dauer sind selbst Filmemacher und Outdoor Spezialisten. Beide haben Gebirge in Südamerika oder im Himalaya erkundet.

Doch die Filme werden auch in anderen bayerischen Städten gezeigt. Die Premiere war in Nürnberg, eine Stadt die meine Jahrhundertliebe und ich auch sehr gut kennen. Bevor wir an den Bodensee zogen lebten wir jahrelang in der Stadt der Kaiserburg. Im Kultkino Casablanca war diese Woche am 21. März der Start der Tour für das Bayerische Outdoor Filmfestival. Auf alpin.de gibt es ein Interview mit Tom Dauer. Der Organisator und einer der Gründer des Bayerischen Outdoor Filmfestivals wird auch nach seinem Lieblingsfilm der Tour gefragt und merkt an:

,,Der Film, der mich als Kletterer am meisten fasziniert ist „In letzter Sekunde“. Darin geht es um eine dramatische Rettungsaktion an der Laliderer-Nordwand im Karwendel. Dort sind zwei junge Kletterer 1979 durch einen Wettersturz in Bergnot geraten und konnten durch das Zusammenspiel von über 200 Bergrettern nach tage- und nächtelangem Einsatz heil aus der Wand gebracht werden. Das ist für mich ein leuchtendes Beispiel für Hilfs- und Aufopferungsbereitschaft in der Bergszene.“

Die weiteren Termine vom Outdoor Filmfestival:

  • Fr. 24.03.2017, 20:00 Uhr (ausverkauft) und 28.03, 20:00 Uhr München
  • Mo. 27.03.2017, 19.30 Uhr Kempten
  • Mo. 27.03.2017, 20.30 Uhr Regensburg
  • Mi. 29.03.2017, 20:00 Uhr und So. 02.04.2017, 15:00 Uhr Bad Tölz
  • Do. 30.03.2017, 20:00 Uhr und So. 02.04.2017, 15:00 Uhr Hausham
  • Fr. 31.03.2017, 20:00 Uhr Bad Endorf

Mehr Infos gibt es auch auf der offiziellen Webseite des Outdoor Filmfestivals auf boff-film.de

Outdoor Kritik

Ich will mich auch nicht um die unangenehmen Themen drücken. Die Outdoor-Bekleidung stand in den letzten Jahren wiederholt in der Kritik. Erinnert sei an den Outdoor-Report 2016 von Greenpeace. Tief durchatmen. Greenpeace schrieb damals einleitend

,,Der Outdoor-Report 2016 von Greenpeace zeigt: Ein Großteil der Produzenten für Outdoor-Ausrüstung nutzt PFC, um Kleidung, Schlafsäcke und Zelte wasserabweisend herzustellen. Doch PFCs sind oft umwelt- oder gesundheitsschädlich. Die englischsprachige Studie stellt anschaulich dar, welche Mengen PFC in den getesteten Produkten gefunden wurden und erläutert, warum diese Substanzen gefährlich für Mensch, Tier und Natur sein können.“

Hier gibt es die Zusammenfassung des Outdoor-Report 2016 von Greenpeace in deutsch.

Greenpeace ist ja für seine Hartnäckigkeit bekannt. Die Beharrlichkeit zeigt Ergebnisse. Im vergangenen Monat merkte die Umweltschutzorganisation an:

,,Immer mehr Outdoorausrüster verzichten in ihren Textilien auf gefährliche Chemikalien: Auch ein Erfolg der Detox-Kampagne von Greenpeace. Seit dem Jahr 2011 engagiert sich Greenpeace mit der Kampagne „Detox“ zur Entgiftung der Textilindustrie. Die Umweltschützer fordern von den Unternehmen, bis zum Jahr 2020 auf alle gefährlichen Chemikalien in ihren Zulieferketten zu verzichten und besonders die per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) als eine der vorrangig gefährlichen chemischen Stoffgruppen zu verbannen.“

Hier geht es zum Factsheet: Outdoor ohne gefährliche PFC von Greenpeace.

Auch Arbeitsbedingungen in der Outdoor-Branche sind immer wieder ein Thema. Erinnert sei an den damals stark beachteten Artikel von Susanne Amann auf Spiegel Online unter dem Titel Studie: Outdoor-Hersteller fallen bei sozialer Verantwortung durch vom 13. Juli 2010.

Mit den Bedingungen der Herstellung von Outdoor-Bekleidung beschäftigt sich seit Jahren auch die Christliche Initiative Romero (CIR). Maik Pflaum ist dort ein kompetenter Ansprechpartner für Arbeitsrechte und die Kampagne Saubere Kleidung. Auf der Webseite ci-romero.de gibt es mehr Informationen. Ein wenig Archiv-Material gibt es auch an die Hand.

Firmenprofile Outdoor 2009

Firmenprofile Outdoor 2010

Firmenprofile Outdoor 2011

Firmenprofile Outdoor 2012

Im September 2016 fragte ich Maik Pflaum, langjähriger intimer Kenner der Produktionsbedingungen der Sportartikelindustrie und der Outdoorhersteller hier auf sportinsider unter dem Titel Outdoor Industrie und Sportartikelhersteller und der Status quo in puncto fairer Produktionsbedingungen:

Wie schätzen Sie denn die aktuellen Bemühungen der Outdoor Industrie und der Sportartikelhersteller im Hinblick auf faire Produktionsbedingungen ein? Wie ist der Status Quo? Inwieweit klafft eine Lücke zwischen Ankündigungen und Umsetzungen?

Maik Pflaum:

,,Hier gibt es viel Licht und Schatten.

Sehr ärgerlich sind die Zustände in der Sportbekleidungsindustrie: Hier hat sich seit 10 oder 15 Jahren nichts Substantielles bewegt. Ärgerlich deswegen, weil hier drei Konzerne den Weltmarktmarkt dominieren: Nike, Adidas-Reebok und Puma. Es wäre ein leichtes, sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Sie lassen ja sowieso in den gleichen Fabriken fertigen und hätten die Nachfragemacht, Dinge zu bewegen. Aber das Gegenteil ist der Fall: es wird immer weiter versucht, noch billiger produzieren zu lassen. Damit den Aktionär*innen neue Rekordgewinne in Aussicht gestellt werden können. Wer für Adidas oder Nike oder Puma fertigt und sich krank schuftet, verdient in aller Regel nicht genügend, um den Grundbedarf einer Durchschnittsfamilie abdecken zu können. „Fair Play“ sieht anders aus!

Bei den Outdoor-Herstellern hat sich viel getan. Viele wurden seit unserer Kampagne ab 2009 Mitglied in der Fair Wear Foundation(FWF). Das ist m.E. nach die fortschrittlichste und anspruchsvollste Kontrolleinrichtung im Bereich der Arbeitsrechte. Jack Wolfskin, Vaude, Deuter, Schöffel,… Die Liste der Mitglieder ist zum Glück lang. Alle arbeiten engagiert mit, lernen voneinander. Wie sich die einzelnen Unternehmen bewähren, kann transparent auf der Seite der FWF im jeweiligen Brand Performance Check (www3.fairwear.org/36/brands/) nachgelesen werden. Einziger Schwachpunkt: auch hier liegen die Löhne oftmals noch nicht auf Grundbedürfnis-Niveau, und das Engagement, dies zu erreichen, müsste bei den meisten höher sein.“

Soweit Maik Pflaum von CI Romero.

Outdoor Blogs

Einer meiner Lieblings Outdoor Blogs nimmt nach einer Auszeit im Januar wieder Fahrt auf. Grund der Auszeit waren die Vorbereitungen für die bevorstehende Abenteuerreise mit dem Land Rover. Das Fahrzeug ist über 20 Jahre alt. Auf bodensee-overlander wird mit Liebe zum Detail vom bevorstehenden Outdoor-Abenteuer berichtet. Der neueste Beitrag unter dem Titel Der Weltreise Cut-Over Plan kommt gewohnt rockig daher.

Ein weiteres Outdoor Lieblingsblog von mir ist Stefan Nestler und sein Blog Abenteuer Sport. Er ist vielleicht der beste Outdoor-Blogger Deutschlands. Frisch und gut zu lesen ist sein neuester Blogbeitrag unter dem Titel Steck vor Everest-Expedition: ,,Eher spät als früh.“  Journalist Stefan Nestler hat den Schweizer Topbergsteiger Ueli Steck interviewt. Lesenswert.

Outdoor Presse

Auf kress.de gab es kürzlich folgende Nachricht zu lesen:

,,Mal was Neues: Olaf Beck, bislang Chefredakteur des Motor Presse Stuttgart-Titels „Outdoor“, hat sich umorientiert und innerhalb des Verlags die Leitung der neuen Unit „Content Solutions“ im Sportbereich übernommen. Dort werden auch die bestehenden Content-Marketing- und Corporate-Publishing-Aktivitäten gebündelt. Sein „Outdoor“-Nachfolger kommt aus der Redaktion.“

Nachfolger von Olaf Beck und neuer Chefredakteur beim Titel „Outdoor“ ist der Journalist Alex Krapp (43). Er war bisher geschäftsführender Redakteur des Blatts.

Outdoor Legende

Bernd Kullmann ist eine lebende Outdoor-Legende. Noch heute bemerkenswert und immer wieder in Insiderkreisen gerne erzählt, die Besteigung des Mount Everest 1978 in Jeans der Marke Levis. Er schrieb als Mister „Deuter“ und Geschäftsführer auch die Erfolgsgeschichte des Rucksack-Herstellers. Im Februar gab es ein bemerkenswertes Interview mit ihm auf der Messewebseite der ISPO München unter dem Titel Berg-Legende Bernd Kullmann: ,,Ich vermisse Mut und Risiko in der Outdoor-Branche“. Lesenswert. Die gut sortierten Fragen stellte Julian Galinski.

Outdoor Bücher

Ich mag ja Outdoor Bücher.

Foto:  © Michael Wiemer

Es wird auch dieses Jahr weitere Outdoor-Bücher auf dem Markt geben. So hört man.

Am 19. Mai 2017 erscheint in Deutschland das Buch Der Abenteurer: Alles was man über Outdoor wissen muss von Fritz Meinecke.

Am 31. Mai 2017 kommt das Buch Bushcraft 101 – Überleben in der Wildnis / Der ultimative Praxisführer von Dave Canterbury. Ein weiteres Werk in der Sparte der Survival Literatur. Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es Survival Praxisführer mittlerweile wie Sand am Meer gibt.

Outdoor Termine

Reinhold Messner hat auch dieses Jahr wieder einen gut gefüllten Tournee-Kalender. alle Termine gibt es hier auf seiner Webseite. Er wird im November hier am Bodensee auch im Graf-Zeppelin Haus auftreten. Sein nächster Auftritt ist am 1. April in München.

Wer Informationen zu Outdoor Entwicklungen und Hintergründen, Hinweise auf Termine, gute Linkverweise oder lesenswerte Outdoor-Blogtexte hat, kann diese gerne an mich per E-Mail senden:

michael.wiemer@gmx.net

Für heute ist Michael Wiemer mit seiner Outdoor-Rundschau durch. Meinen zahlreichen Lesern wünsche ich eine gute Woche.