Glücksfall für Fußballblogger

Einer der bekannten Fußballblogger der Republik hat das Glück des Tüchtigen. Auch die logistischen Details haben jene Präzision, die den Unterschied ausmachen zwischen Verlässlichkeit und improvisierter Semiprofessionalität. Da mag der eine oder andere Dienstleister in Deutschland sich gerne noch etwas abschauen.

Derweil versprühen Heiner Brand und Matthias Sammer gute Laune beim Interview auf talente.dfb. Alleine die Einstiegssätze vom ehemaligen Spieler von Dynamo Dresden und späteren Europameister sind kernig:

,,Ich kann den Handballern nicht konkret raten, was sie tun müssen. Das wäre auch unseriös, weil ich die Strukturen zu wenig kenne. Und ob der Fußball wirklich sehr gut dasteht, den Beweis müssen wir erst noch antreten. Dass wir mit dem Nachwuchs drei EM-Titel gewonnen haben, wird von den Handballern mit WM-Titeln in Serie übertrumpft. Wir waren mit der Nationalmannschaft zuletzt zwei Mal Dritter bei Weltmeisterschaften und einmal Zweiter bei der EM 2008, ­insofern muss man die aktuelle Entwicklung im Fußball realistisch beurteilen.“

Sammer wie er leibt und lebt. Fernab von jeder gehypten Feierrhetorik. Die beiden Persönlichkeiten aus den Sportarten Fußball und Handball reden Klartext. Heiner Brand und Matthias Sammer äußern ihre Gedanken und schauen dabei auch über den Tellerrand.

Nachdenkenswert #65

,,Unser Hauptsponsor hat während der WM mit einem Ausspruch von Gottlieb Daimler geworben: „Das Beste oder nichts“. Unser Ausrüster warb mit Adi Dassler: „Strebe nach Perfektion“. Was ich damit sagen möchte: Es ist grundsätzlich richtig, die Leistung bei dieser WM zu loben. Aber unsere Zielsetzung ist natürlich Weltspitze und Titelgewinne. In der Weltspitze sind wir wieder etabliert. Jetzt müssen wir auch Titelgewinne anstreben.“

       Matthias Sammer, DFB-Sportdirektor, Europameister 1996,

       im Interview mit Welt Online