Häppchen für Schachfreunde

Die Schacholympiade 2010 wirft Ihre Schatten voraus. Deutschland startet aus den mittlerweile allen bekannten monetären Gründen nicht mit der Bestbesetzung bei den Männern. Diese Truppe soll es nun richten:

1 GM Buhmann Rainer 2563
2 GM Bogner Sebastian 2549
3 GM Bindrich Falko 2507
4 IM Kraemer Martin 2516
5 IM Huschenbeth Niclas 2461

Die kompletten Aufstellungen aller Nationen finden sich gut sortiert auf der Website von chessdom.

Unsere Frauen gehen ebenfalls auf Punktejagd.

1 IM Paehtz Elisabeth 2467
2 WIM Hoolt Sarah 2251
3 WGM Levushkina Elena 2346
4 WIM Ohme Melanie 2311
5 WIM Fuchs Judith 2237

Mit dem Teilnehmer an der Schacholympiade, Falko Bindrich, gibt es ein kurzweiliges Interview auf Entwicklungsvorsprung mit dem Titel ,,Ich werde kein Profi“ zu lesen.

Doch nun zu den versprochenen Häppchen. Ein interessantes 1×1 der Schachfotografie von Georgios Souleidis gibt es auf schwatt und weiß

Magnus Carlsen, der 19-Jährige Blitzschachweltmeister aus Norwegen, hat den Bogen in Sachen Vermarktung raus. Die Schachwelt mit  Jörg Hickl titelt Carlsen zeigt der Welt den Weg.

Jan Gustafsson coachte bei der spanischen Meisterschaft Ivan Salgado Lopez und zieht in seiner Kolumne unter dem Titel Wie war Espana eine kleine Bilanz. Sein Schützling wurde (noch) nicht Landesmeister.

Da wir gerade bei Gustafsson waren, manchmal lesen sich Interviews auch mit dem Abstand von einem Jahr noch sehr interessant. Hier eine tiefsinnige Plauderei über Konzentrationsfähigkeit, Kaffee, Kneipenbesuche  und Naturtalent mit Jan Gustafsson auf jetzt.de von der Süddeutschen Zeitung.

Jan Gustafsson fühlt sich auf Teneriffa wohl

Es war keine Sensation. Doch im Zuge der zahlreichen Dissonanzen im deutschen Schach war der frische Online-Auftritt von Jan Gustafsson erfreulich. Der erste Beitrag in seiner Kolumne aus Teneriffa vermittelt einen Eindruck von den fabelhaften Rahmenbedingungen für den Honorartrainer.

,,Kommen wir zu meinem Tagesrhytmus. Ich bin gerade auf Teneriffa. Was das Hotel betrifft, Jackpot! Nachdem ich zuletzt beim World Open bei Philadelphia (nix zu Essen, nächster Walmart 10km entfernt) und bei der spanischen Mannschaftsmeisterschaft (idylllisch im Industriegebiet gelegen, Baulärm ab 5 inklusive) nicht gerade verwöhnt war, wurde es auch höchste Zeit! Ich habe ein Riesenzimmer, Pool vor der Tür, Spa und Fitnesscenter, Vollverpflegung mit lecker Essen, sprich, alles, was das Herz begehrt. Dazu kommt der Haupvorteil der Kanaren: Sonne und 20-25 Grad das ganze Jahr.“

Großmeister Gustafsson coacht dort das spanische Talent Ivan Salgado Lopez. Arbeiten wo andere Urlaub machen. Feine Sache. Da sage noch einer Schach sei langweilig.

Dann wünsche ich viel Erfolg beim Coaching von Ivan Salgado Lopez.

Übrigens beim Webauftritt von Gustafsson gab es tatkräftige Hilfe von Georgios Souleidis.  Unvergessen seine Berichte von der 2. Turnierhälfte aus Sofia vom Schach-WM Kampf des Jahrzehnts zwischen Veselin Topalov und Viswanathan Anand. Er werkelt sonst auch erfolgreich an der Website Schachbundesliga und führt selber zwei Schachblogs mit Entwicklungsvorsprung in Eigenregie und Schwatt und Weiß auf Der Westen.

Die oben angesprochenen Dissonanzen im Schach in Deutschland drehten sich ja auch um die monetären Dinge. Der Deutsche Schachbund und seine Spitzenspieler kamen darüber nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Die Schachwelt kommt mit der Erkenntnis In Deutschland stehen die Sponsoren Schlange und verweist auf Defizite in der Kommunikation beim Umgang mit potentiellen Geldgebern.