Content-Planung 2011 und Rückblick auf die erste Sportwoche im neuen Jahr

In 2 neue Sportblogs nehmen Fahrt auf habe ich am 22. Dezember 2010 auf die Journalisten  Jonathan Sachse und Daniel Drepper hingewiesen. Was gibt es Neues von beiden?

Jonathan Sachse plaudert über seine Content-Planung 2011. Neben Frauenfußball mit der Heim-WM in Deutschland wird Radsport mit allen seinen kritischen Facetten hinterfragt. Vorab bekommt der einstige Tourgott der Tour de France, Lance Armstrong, besonders „herzliche“ Grüße.

,,Der Dauerstreit UCI/ AFL und die damit verbundenen Doping-Kontrollen während der Frankreich-Rundfahrt wird wieder eine Rolle spielen. Los geht’s aber mit Lance in zwei Wochen, Shaking Hands in Down Under (16. – 23. Januar) und seinem hoffentlich letztem Profirennen.“

Der einstige Tourdominator zeigte im vergangenen Jahr etliche Unsicherheiten. Vom Jäger zum Gejagten.

Daniel Drepper lässt die erste Januarwoche 2011 Revue passieren. Ein deutscher Sportmediziner unter Verdacht, eine weitere Episode in der spanischen Dopingaffäre, die unendliche Geschichte vom Wettskandal im Fußball, der Imageverlust von Hoffenheim und dem steinreichen Herrn Hopp, Probleme der Leichtathletik zur Jahreswende sowie ein Hinweis und Verlinkung auf das interessante Interview von Kai Pahl alias dogfood von allesaussersport im Deutschlandfunk.

Nachdenkenswert #79

,,Sie haben uns zum Beispiel verboten, Länderspiele auszutragen. Genau an jenem 30. Oktober 1970, als der DFB das Frauenfußballverbot aufgehoben hatte, haben wir ja in Köln noch ein Länderspiel bestritten gegen Italien. Und zwei Tage später noch eins in Wörrstadt. Das war uns danach untersagt, wir durften auch nicht zu den inoffiziellen Weltmeisterschaften, für die wir eine Einladung aus Mexiko hatten. Das war ein klarer Rückschritt. Und außerdem durften wir nur zweimal dreißig Minuten spielen, was mir zum Beispiel immer deutlich zu kurz war. Die meisten von uns kamen ja vom Handball, der schon lange viel aufgeschlossener war gegenüber Mädchen und Frauen, zum Fußball. Wir waren also gewohnt, sechzig Minuten richtig hart Sport zu treiben. Da waren sechzig Minuten Fußball ziemlich lasch.“

      Bärbel Wohlleben, Fußball-Pionierin und erste Torschützin

      des Monats im Interview mit der FAZ

Aschenputtel Frauenfußball und die ZDF Live Berichterstattung und seine Alternative

Frauenfußball ist eine Randsportart. Trotz der medialen Berieselung im öffentlich-rechtlichen Pay-TV. Unterhalte ich mich mit meiner Fußballinteressierten Schwester geht es um Bayern München, Uli Hoeneß, RB Leipzig, charismatische Trainer wie Jürgen Klopp oder Louis van Gaal. Exzentriker zwischen Genie und Wahnisnn wie Diego Maradona oder der Höhenflug von Wismut Erzgebirge Aue werden besprochen. Es geht nicht um Turbine Potsdam oder Birgit Prinz, auch nicht um Bundestrainerin Silvia Neid. Frauenfußball wird bei den Gesprächen zwischen meiner Schwester und mir einfach nicht erörtert.

Auch Europas Nr. 1 Sport Bild oder das Nürnberger Fachblatt Kicker bringen bis weit in die Tiefen der 3. Liga Männerfußball. Den Frauen wird speziell im normalen Ligabetrieb nur ein Schattendasein als Aschenputtel in der Berichterstattung zugebilligt. Einen Aufschrei der Leser und Leserinnen konnten beide Blätter darob wohl auch noch nicht feststellen.

Nun steht also die Auslosung für die Frauenfußball WM 2011 im eigenen Land an. Deutschland ist wieder Gastgeber. Journalist Jonathan Sachse schreibt in seinem Blog unter dem Titel Eventinszenierung: Frauen-WM 2011:

,,Am kommenden Montag, den 29. November, werden die WM-Gruppen in Frankfurter am Main ausgelost. Ich werde im Frankfurter-Kongresszentrum vor Ort sein. Mal sehen, ob ich dort ein paar objektive Prognosen einfangen kann. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich auch zum ersten Mal hier ein Live-Blogging anbieten. Möglichst mit Inhalten von vor Ort, die über die ZDF-Liveberichterstattung hinaus gehen.“

Jonathan Sachse verweist auch auf den Facebook Auftritt der Mannschaft von Silvia Neid. Da findet sich doch wirklich das Wort Sommermärchen. Welche Marketing-Agentur zeichnet denn dafür verantwortlich?

Apropos Facebook. Die Mannschaft von Real Madrid mit Khedira, Özil etc. powert ebenfalls auf der Freunde und Fans Plattform. Im Branchenblatt W&V kommt Oscar Ugaz zu Wort. Er ist Digital-Chef bei den Königlichen Madrilenen und plaudert freimütig:

,,Momentan haben wir 5,6 Millionen Fans und wachsen wir um 20 000 pro Tag. Geht es so weiter, haben wir in zwei Jahren über 20 Millionen Fans. Um diese Rate beizubehalten, müssen wir hart arbeiten.“

Ich fange jetzt nicht an die Anzahl der Fans von Real Madrid mit den Werten der Facebook Seite der Frauen-Nationalmannschaft um Birgit Prinz und Ihrer Kameradinnen zu vergleichen. Das wäre nicht fair und würde auf´s klassische und verpönte – Äpfel mit Birnen vergleichen- hinauslaufen.

Über den Tellerrand geschaut

Rotebrauseblogger begleitet RB Leipzig mit Herzblut und viel Sachverstand. Wenn er durchhält, und davon gehe ich aus, ist er der erste deutsche Blogger der seine Fußballmannschaft von der Fünftklassigkeit bis in die Bundesliga textlich supporten wird.   Dabei wird auch über den eigenen Tellerrand geschaut. Unter dem Titel Alternativer Kommerz setzt er sich mit dem Phänomen FC St. Pauli und der Geschäftstüchtigkeit des kultigen Clubs aus dem Norden auseinander.

Auch Chemieblogger hat sich auf seinem Blog mit dem Thema Kommerzialisierung und der oft beschworenen Vokabel Tradition in seinem Artikel Wider die ,,Tradition“ in der Debatte über ,,Modernen Fußball“ auseinandergesetzt.

Frauenfußball ist exzellent bei womensoccer aufgehoben. Markus Juchem wirft einen Blick auf den neuen Spitzenreiter der Bundesliga und titelt 1. FFC Frankfurt: Das Imperium schlägt zurück. Leidtragende waren die Frauen vom 1. FFC Turbine Potsdam.  

Tilman Pauls, Organisator und Macher vom Eishockey-Blog, nimmt eine Auszeit. Ich wünsche ein kraftvolles Comeback. Seine  Eisfläche wird hoffentlich wieder bespielt werden.

Auf Grübelei – Ansichten eines Basketballfans gibt es eine virtuelle Auseinandersetzung zwischen oldschoolballer und gruebler. Mit Emotionen wird nicht hinter dem Berg gehalten.

Auf der Schachwelt schreibt Stefan Löffler über Das schönste Schachbuch seit langem.  Michael Ehn und Ernst Strouhal haben unter dem Titel  „En Passent – ruf und ehns Enzyklopädie des Schachspiels“  ihr Werk herausgegeben und feiern damit ihre 20-Jährige Schachrubik im Standard.

Tausendsassa Georgios Souleidis leitet seit diesem Schuljahr eine Schulschach-AG und schreibt auf Schwatt und Weiß über seine ersten Erfahrungen. Da kommen doch bei mir glatt zarte Erinnerungen an meine Schachzeit in der Schach AG in der Schule auf. Menschenskinder, wie die Zeit vergeht. Das muss so 1972 gewesen sein.

Leselektüre für den DFB-Pokal Sonnabend

Was steht heute an? Pokalendspiel der Frauen in Köln und Männer in Berlin, der heimlichen Hauptstadt der 2. Liga in der Saison 2010/2011. Union und Hertha haben ihre Derbys im unterklassigen Fußballhaus. Hamburg zelebriert dies ja in der neuen Saison mit St. Pauli und dem HSV in der höchsten Spielklasse.

Frauenfußball und ein fachkundiger Ausblick auf das Frauenfinale ist bei womensoccer gut beleuchtet. Diesmal bilden die Frauen nicht die Aufwärmkulisse in Berlin. Sie haben mit Köln einen eigenen festlichen Rahmen. Im Männerbereich gibt es auf Planet of Sports die entsprechenden lesenswerten Details zum Berliner DFB-Pokal Endspiel.

Am letzten Wochenende feierten die Bayern ja bereits ausgiebig den Meistertitel. Fast konnte man den Eindruck gewinnen, dass ganz Deutschland mittlerweile Sympathien für den Rekordmeister aufbringt. Arnd Zeigler geht auf jetzt.de der Süddeutschen Zeitung folgender Frage nach: Sind wir jetzt alle Bayern-Fans? Sehr zu empfehlen.