Nachdenkenswert #75

,,Sebastian kommt aus einer anderen Generation. Er ist mit Computern aufgewachsen. Ich nicht. Dafür kann er nichts und ich nichts. Doch da fehlen uns schon manchmal die Gemeinsamkeiten. Und wie ich das fahrerische Kräfteverhältnis zwischen uns einschätze, können Sie am aktuellen WM-Stand ablesen.“

       Mark Webber, Red Bull Pilot, über seinen Teamkollegen

       Sebastian Vettel im Interview auf Welt Online

Traumwochenende für Red Bull im Sportsponsoring

Red Bull Chef Dieter Mateschitz ist ein Marketinggenie. Sportsponsoring wird nicht dem Zufall überlassen. Jedes Engagement wird professionell geplant und emotional im Sinne der Marke Red Bull durchgezogen. Natürlich gedeihen nicht immer alle Blütenträume. RB Salzburg und einst avisierte Erfolge in der Champions League wollen sich nicht so recht einstellen. National gab es in Wien jedoch gerade bei der Bruno Gala 2010 eine dreimalige Auszeichnung für die Salzburger.

Das letzte Wochenende wird Dieter Mateschitz ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert haben. Ein Traumwochenende. Sebastian Vettel ist in aller Munde nach seinem Sieg in der Königsklasse des Motorsports. Teamkollege Mark Webber sorgte für einen Red Bull Doppelsieg in Suzuka. Sebastian Vettel schreibt in seinem Tagebuch entspannt:

,,Ich wusste gar nicht, dass man als Sonntagsfahrer soviel Freude haben kann.
Es war perfekt: Das Qualifying und Rennen an sich an einem Tag zu haben ist schon etwas außergewöhnliches, aber dann auch noch beides für sich zu entscheiden, macht das alles noch besser.
Außerdem habe ich heute zum ersten Mal auf einer Strecke zweimal hinter einander gewonnen. Perfekt also, wie gesagt!“

Don Dahlmann hat auf Racingblog die Analyse vom Japan GP 2010 in der Formel Eins. 

Auch im Fußball gab es neben der Bruno Gala gute Nachrichten für Dieter Mateschitz. RB Leipzig, das neueste Fußballprojekt von Red Bull, gewinnt in der 2. Hauptrunde des Wernesgrüner-Pokal Sachsen bei FSV Budissa Bautzen mit 2:0.

Nachdenkenswert #35

,,Bei einem Läufer ist es vielleicht anders, der kann einen schlechten Wettkampf kaum auf seine Schuhe schieben. Bei uns geht es nicht nur um den Fahrer, nicht nur um das Team – es ist das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine, das den Unterschied macht. Die Autos sind alle am Limit gebaut, und ein Rennen am Sonntagnachmittag ist ganz sicher kein Zuckerschlecken. Mit einer Feiertagsausfahrt hat das überhaupt nichts zu tun. Wir bewegen uns permanent an der Grenze des Möglichen, und da ist es klar, dass auch mal was kaputt gehen kann. Das sollte nicht passieren, und es darf auch nicht passieren, wenn man hohe Ziele hat. Aber manchmal steckt man da eben nicht drin.“

        Sebastian Vettel, im Interview auf seiner Website

Formel 1 – Die Rückkehr des Königs

Michael Schumacher hatte unlängst im Mercedes-Benz Museum seinen Auftritt. Die Präsentation der „Nationalmannschaft im Formel 1 Motorsport“. Selbstbewußt und zielorientiert äußerte sich der 41-Jährige.

„Wir haben alles, um ganz vorn sein zu können, sorry, natürlich habe ich ein Ziel, eine Mission. Ich will Weltmeister werden.“

   Formel 1 Rennwagen Zeichnung

    © Matthias Stöbener: Pixelio

2009 war das Comeback des Jahres der Start von Lance Armstrong bei der Tour de France. Der siebenmalige Toursieger bestimmte die Schlagzeilen. Er musste die Frankreich-Rundfahrt gar nicht gewinnen. Der Texaner war omnipräsent. Eurosport würdigte die Rückkehr mit einem eigenen Format – Planet Armstrong. 2010 ist das Jahr des Comeback von Michael Schumacher auf den Pisten der Formel 1.

Lance Armstrong vermeldete auf Twitter im vergangenen Jahr seine Freude und outete sich als Schumacher Fan.

,,Es ist so aufregend, Michael Schumacher wieder Rennen fahren zu sehen. Er ist der Größte aller Zeiten!“

Michael Schumacher hat wieder Lust auf Rennen. Auf seiner Homepage gibt er im Interview einen Einblick auf seine Vorfreude.

,,Wir alle wollen siegen. Die Saison ist lang und der Kampf wird hart, keine Frage. Aber ich liebe diesen Kampf – genau deshalb bin ich zurück gekommen.“

Im The Red BulletinEin fast unabhängiges Magazin äußerte sich Bernie Ecclestone im Interview mit seinem ehemaligen Mitarbeiter Norman Howell über die Rückkehr des Kerpeners.

,,Der Hype um Michael war groß, und das ist auch logisch, weil er so ein Superstar ist. Die Gefahr, die ich sehe, ist die riesige Erwartungshaltung, die sich zum Saisonstart noch steigern wird. Einerseits ist das natürlich gut. Auf der anderen Seite lässt das den Faktor Auto unberücksichtigt. Die Test vor Saisonbeginn sagen nicht viel. Im richtigen Auto können viele Weltmeister werden. Aber wer das richtige Auto hat, kann man erst nach zwei, drei Rennen sagen.“

Wer sich generell in die Formel 1 Saison thematisch einarbeiten will, findet bei Don Dahlmann, Organisator vom racingblog, ausführliche und exzellente analytische Lektüre. Er hat 3. Teile produziert.

Teil 1: Formel Eins: Vorschau 2010 –  Die Teams und die Motoren

Teil 2: Formel Eins: Vorschau 2010 – Die Fahrer

Teil 3: Formel Eins: Neue Regeln & neue Rennen 2010