Bürotag am Freitag

08:35 Mantel im Büro aufgehangen. E-Mail Eingang checken. 

08:45 Kollegen an gewonnene Sportwette auf Hannover 96 erinnern

08:50 Ersten Kaffee im Büro trinken, Rosinenbrötchen tunken

09:30 Konferenz. Kollegen an ausstehenden Wetteinsatz erinnern

10:00 Zurück im Büro. Ablage. Blick auf hartplatzhelden und spox

11:15  Zweites Frühstück mit Kollegen S. Austausch über Buchautor Lahm

11:45 Kantine. Fußball Diskussion fortsetzen. Es dreht sich um Lahm

12:40 Eiligen Außentermin vorschützen: schnell mal rüber zu Kaufhof

13:45 Beim Bereichsleiter Sorge über Zustand von K. äußern

14:30 Am Drucker Powerpoint-Präsentation der Kollegin B. abgreifen

14:55 Druckerpapier und Textmarker Stabilo für daheim einstecken

15:15 All-inclusive-Angebote für CL Endspiel in München 2012 checken

15:40 Präsentation von B. unter eigenem Namen der Zentrale senden

16:10 Auszubildenden (HSV Fan) im Großraumbüro hochnehmen

16:20 Die Bundesligawettgelder von den Kollegen einsammeln

17:10 Endlich Feierabend. In der Tiefgarage auf Bereichsleiter warten:

             ,,So spät noch?“

17:50 Von der Frau wegen aufreibenden Bürotag bedauern lassen

Anmerkung

Alles an diesem Büroarbeitstag ist erfunden, das hoffe ich zumindest. Namen der Personen sowie Ablauf in der Firma sind ebenso frei erfunden wie die beschriebenen Situationen und Handlungen.

Ich versichere, dass ein Bezug zu realen Geschehnissen in deutschen Büros nicht beabsichtigt ist, auch wenn sich ein solcher finden sollte.

VfL Herzblutler Frank Goosen powert im Spox Interview

Auf so ein Interview hat Deutschland gewartet. Der hochintelligente Frank Goosen, Buchautor und Kabarettist mit Herzblut für den VfL Bochum, stand dem Sportal Spox für ein bemerkenswertes Frage-Antwort Spiel zur Verfügung.

Da bleiben auch Feinheiten der regionalen Küche sowie die bekennende und geforderte Integration von Fußballern in die Stadt im Ruhrgebiet nicht aussen vor. Ein grandioses Spox-Interview mit Frank Goosen. Bitte mehr davon.

SPOX: Analog zum Deutschland-Check bei Einbürgerungen sollen VfL-Neuzugänge in einem Bochum-Check zu Besonderheiten des VfL und der Stadt abgefragt werden. Sind Sie darauf eingestellt, dafür verballhornt zu werden?

Goosen: Das kann man ohnehin nicht verhindern. Wenn man etwas ironisieren will, schafft man das, ich verdiene damit sogar meinen Lebensunterhalt. Aber im Ernst: Was soll am Bochum-Check schlecht sein? Daran, neue Spieler an die Hand zu nehmen? Man muss ja nicht zwingend jeden Tag Currywurst essen, aber man muss wissen, wo es die beste gibt. Oder welches Bier hier getrunken wird. Und warum sollen wir dies nicht auf die humorvolle Weise machen? Im Fußball ist Selbstironie doch eine willkommene Abwechslung.

Frank Goosen ist ein Typ. Ich hab ihn einst in einer Talk-Show erlebt. Ein wenig positiv-Ver-rückt kommt er rüber auf den ersten Blick. Beim zweiten Blick merkte ich: Achtung, er meint das alles Ernst.

Jetzt ist für ihn ja eine spannende Zeit angebrochen.

Die berühmt-berüchtigten Relegationsspiele um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Sein Herz wird ein wenig in Sergej Bubka rekordverdächtigen Höhen Sprünge vollziehen, wenn… Schaun wir mal.