Sport am Bodensee: VfB Friedrichshafen bekommt in der 2. Etappe die Stärke von Champions-League Sieger Zenit Kazan zu spüren

Es war keine Überraschung. Bei den internationalen Buchmachern ging der deutsche Pokalsieger VfB Friedrichshafen als klarer Außenseiter in die Begegnung. Der Champion Zenit Kazan aus Russland war für die Häfler zu stark. Vor 3100 Zuschauern in der ZF Arena gab es am Ende ein 0:3 (17:25, 21:25, 22:25) gegen den aktuellen Champions-League Sieger nach 82 Minuten. Der 62-Jährige Kulttrainer Stelian Moculescu hatte sich vor dem Spiel realistisch unter anderen in der seewoche geäußert:

,,Wenn es uns gelingt, den Sideout zu halten und selbst mit dem Aufschlag Druck zu machen, können wir das Spiel vielleicht offen halten. Auf mehr zu spekulieren wäre vermessen. Da müssen wir uns einen Hauch von Realismus bewahren.“

Der russische Coach Vladimir Alekno war ob des 3:0 zufrieden. Nicht jedoch mit den 82 Minuten Spielzeit. Auf der Häfler Website wird auf die dadurch gestörte Logistikkette des Heimflugs verwiesen:

,,Kazan hatte seinen Privatjet für 21.50 Uhr zum Abflug gebucht, da der Flughafen um 22 Uhr schließt. Das Spiel dauerte jedoch länger und so mussten die Russen nach dem Sieg eine weitere Nacht in Friedrichshafen bleiben. „

Noch ein paar Anmerkungen zur Situation des VfB Friedrichshafen. Vor dem Start in die Champions-League Phase war klar wer den 1. Platz in der Gruppe gebucht hatte. Zenit Kazan. Es konnte nur um den 2. Gruppenplatz gehen. Dies hatte auch Chefcoach Stelian Moculescu so gesehen. Durch die erfolgreiche 1. Etappe bei Hypo Tirol Innsbruck haben die Volleyballer vom Bodensee weiter alle realistischen Chancen. Zenit Kazan spielt in einer anderen Liga. Sie sind einer der weltbesten Volleyballmannschaften des Planeten. Ohne jetzt in euphorischen Überschwang zu geraten. Doch Ehre wem Ehre gebührt. Es ist einfach Fakt. Momentan sind die starken Russen nicht die Messlatte für den VfB Friedrichshafen.  Trotzdem träumte der eine oder andere Häfler Fan natürlich insgeheim von einer Sensation. Das ist legitim.

Schacholympiade Istanbul 2012 wirft ihre Schatten voraus

Die Schachweltmeisterschaft 2012 in Moskau ist noch in guter Erinnerung. Da gibt es den nächsten bemerkenswerten Termin im internationalen Schachkalender. In der pulsierenden Metropole Istanbul wird vom 27. August  bis zum 10. September 2012 die Schacholympiade ausgefochten. Auch in Istanbul meinen es die Temperaturen gut. Deutschland kämpft mit Hoch Achim und Temperaturen über 30 Grad. Die Sahara Hitze schaffte es sogar auf das beim Bäcker ausliegende Titelblatt von Deutschlands Boulevardzeitung Nr. 1. Mit Schach haben sie es ja nicht so. Dafür wurde unter der Woche zur Personalie von Übungsleiter Löw gefragt: Ist der Lack ab? Doch zurück zum Gastgeber der Schacholympiade. In Istanbul sind geschmeidige 28 Grad.

Bei solchen Sommertemperaturen plänkelt selbst ein so konzentrierter Blogger wie ich ein wenig rum. Ich brauch Entlastung. Unterstützung. Zeitgewinn. Hier geht es zur offiziellen Website der Schacholympiade 2012 in Istanbul. In der Zwischenzeit einen Malventee gemacht. Ein wenig Magnesium im Mineralwasserglas aufgelöst. Der Jahrhundertliebe zugeblinzelt. Ich löse mich jetzt auch gleich vom Laptop. Das sonnenüberflutete Strandbad von Eriskirch am Bodensee ist eine Versuchung. Blauer, intensiver leuchtender, und gute Stimmung verbreitender Himmel. Die Sonne im offensiv Strahlmodus. Kleine dekorative Schleierwölkchen. Eine ideale Zeit zum Aufbruch.

Alexei Shirov und das Brett in Flammen

Fernab der olympischen Spiele in London wird weiter Schach gespielt. Chessbase titelt Brett in Flammen und leitet die Eröffnung folgendermaßen ein:

,,Novy Bor ist ein kleiner Ort im Norden der tschechischen Republik. Dort tragen Alexei Shirov (Elo 2706) und Viktor Laznicka (Elo 2683) vom 1. bis 8. August einen Wettkampf über sechs Partien mit klassischer Bedenkzeit aus.“

Mit Brett in Flammen ist die Spielweise von Shirov gemeint. In seiner Spiellust und im Stil seiner Partien erinnert er viele Schachfreunde an Michail Tal. Beide erblickten in Riga das Licht der Welt. Kleine Reminiszenz an den Weltmeister gefällig? Gerne. Blindsimultan mit Michail Tal. Doch zurück zum Kontrahenten von Viktor Laznicka. Alexei Shirov hat zahlreiche originelle und phantasiereiche Ideen auf die 64 königlichen Felder in seiner bisherigen Laufbahn gezaubert. Die eine oder andere Überraschung wird er in den nächsten Schachpartien sicherlich ausprobieren.

Solche Wettkämpfe wie jetzt in Novy Bor könnte ich mir hier unten am Bodensee auch ganz gut vorstellen. Es gäbe eine grandiose Kulisse an See und Bergen gratis dazu. Wer bisher noch nie am Bodensee war holt sich bei den folgenden Berufsfotografen ein paar entsprechende Impressionen und Vorfreuden. Achim Mende auf bodensee.aero und Holger Spiering bei bodenseefotografie.de seien hier von mir empfohlen.

Habe ich zuviel versprochen?

Es wird verstärkt geflaggt

Juni 2012. Die Touristen sind da. Hier unten am Bodensee ruht der Mensch sehr in sich. Die übertriebene Hektik mancher Großstadtregion wie Frankfurt oder Hamburg ist nicht anzutreffen. Natürlich gibt es ein Public Viewing in der ZF Arena, dem heiligen Tempel des deutschen Serienmeisters im Volleyball. Dieses Jahr war eine Ausnahme. Schönen Gruß nach Berlin zu den Recycling Volleys. Toller Marketingname. Die PR-Fritzen sind doch irgendwie ….. nein nicht mit Koks durchgeknallt, aber doch irgendwie manchmal schwer am Ideen köcheln. Wer es mag.

Beobachtung am Rande. Die letzten Tage wird ein wenig stärker geflaggt. Die Autos mit dem Kennzeichen FN tragen stolz ihr schmückendes Beiwerk in schwarz-rot-gold. Ein Klassiker liegt in der Luft.

Die mundende Holländische Feinkost gab es sehr oft zu bewundern. Deutsche Hartwurst hielt dagegen. Legendär das Duell von München 1974. Der Kaiser gegen den König. Damals gingen die Elfmeter noch rein. Sah kürzlich im CL-Finale von München etwas anders aus. Allerdings waren es im WM-Finale vor 38 Jahren auch die sehr  ausgebufften Profis Johan Neeskens und Paul Breitner die vom Elfmeterpunkt sicher verwandelten. Doch ich schweife ab. Wir haben ja jetzt die Fußball-EM 2012. Oder die EURO wie manch Marketingfuzzi die Veranstaltung trimmen will. Deutschland und die Niederlande kreuzten die Klinge auch bei der Europameisterschaft. Das Duell 1988 sei für alle nochmals hier in Sequenzen anzuschauen. Tief durchatmen. Sehr tief durchatmen. Fast könnte der geneigte Zuschauer denken es handelte sich bei der EM damals um ein Heimspiel für die Niederlande.

Exklusives Radtraining mit Tour de France Sieger Jan Ullrich

Auf der Website von Jan Ullrich gab es diese Woche Neuigkeiten zu lesen. Der Tour de France Sieger von 1997 bietet eine Trainingswoche vom 15. bis 22. Juli 2012 an. Mehr dazu gibt es unter Auf den Spuren des „Ötzis“ mit dem Tourgott – Exklusives Radtraining mit Jan Ullrich im 5* Central Spa Sölden zu lesen.

Die Teilnehmerzahl ist mit mindestens 6 und maximal 12 Personen festgesetzt. Finanzieller Rahmen liegt bei um 4396,00 Euro pro Teilnehmer und die sportliche Basis sollte 1.500 Kilometer im Jahr auf dem Rennrad betragen.

Ich muss direkt mal meine Kilometer von 2011 am Bodensee zusammenzählen.

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Artverwandte Artikel

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Flauschcontent für alle Freunde von Match Race Germany

Manch einer hält den Bodensee für das Paradies in Deutschland. Ich möchte da nicht  widersprechen. Heute ein paar Sequenzen der Match Race Germany 2011 in Langenargen, meinem Nachbarort von Eriskirch. Der Dank geht an Gygabite03 für die filmische Umsetzung der Impressionen. 

Sport am Bodensee: VfB Friedrichshafen wird im Dornier Museum präsentiert

Die Interboot ist durch, da steht ein weiterer Leckerbissen auf dem Terminplan in Friedrichshafen. Der siebenfache Serienmeister der vergangenen Jahre im deutschen Volleyball, die Männer vom VfB Friedrichshafen, werden in einem sehr speziellen und spektakulären Umfeld am Dienstag, den 27.09.2011 um 19.00 Uhr, der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Dornier Museum bildet die Bühne für das Schaulaufen der Volleyballer. Auch an logistische Details wie die leidige Parkplatzproblematik ist gedacht worden. Unmittelbar am legendären Dornier Museum gibt es nur begrenzte Parkkapazitäten. Doch es gibt für jedes Problem eine Lösung. Für die Teampräsentation des Serienmeisters VfB Friedrichshafen wird extra ein Bus-Shuttleservice von der Spielstätte der Volleyballer,  ZF Arena, angeboten.  Die Abfahrtszeiten zum Dornier Museum sind mit um 18.15 Uhr und 18.45 Uhr terminiert. Zurück geht es mit dem Bus-Shuttleservice um 22 Uhr sowie 22.30 Uhr.

Die Erwartung von VfB Manager Stefan Mau sind mit ,,Ein voller Hangar wäre die beste Bestätigung für uns“ auf den Punkt gebracht. Im Interview nennt er auch den Ideengeber der außergewöhnlichen Veranstaltung, ein am Bodensee allseits bekannten Partner der Volleyballer: Schwäbische Zeitung.

,,Die Idee dazu kam von unserem Medienpartner Schwäbische Zeitung. Da das Dornier Museum schon einige Veranstaltungen dieser Größe realisiert hat, waren wir gleich davon begeistert. Das Museum ist sehr geeignet für unsere Teampräsentation.“

So konnten im Vorfeld die Männer des VfB Friedrichshafen mit der entsprechenden Medienpower im Vorfeld der Veranstaltung im Donier Museum rechnen. Die Schwäbische Zeitung lancierte den Termin und die Berichte wohldosiert und verfiel zum Glück nicht in diese nervende Hyperventilierung wie wir es bei der Frauenfußball-WM von einigen Medien erlebten. (Ich will jetzt nicht schon wieder Schelte bei den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten oder der Zeitung mit den vielen Fotos betreiben).

Der Vollständigkeit halber sei auch erwähnt, das der Südkurier auch entsprechend über den regionalen anstehenden Höhepunkt berichtete. Auch dort eine wohltuende seriöse Berichterstattung.

Bei einer Teampräsentation dürfen natürlich Emotionen geweckt werden, anwesende Entscheidungsträger von Sponsoren sollen positiv für weitere Sponsoringengagements gestimmt werden. Der Event-Charakter darf über den Abend tragen und in den Alltag hinübergleiten. Es sollen Bilder und mediale Berichte erzeugt werden, Fans sollen noch lange von diesem Tag reden.

Der VfB Friedrichshafen sammelt deutsche Meisterschaften und Pokalsiege ( insgesamt stolze 22) wie andere Briefmarken. Der charismatische Cheftrainer Stelian Moculescu bringt die Erwartung an die neue Saison bereits im Vorfeld der Teampräsentation in der Pressekonferenz auf den Punkt:

,,Meister zu werden, ist wie immer am wichtigsten. Denn das ist die Eintrittskarte für die Champions League in der folgenden Saison.“

Im Sponsoring ist der VfB Friedrichshafen ebenfalls gut aufgestellt. In der oben verlinkten Pressekonferenz äußerte sich der Geschäftsführer der Häfler, Jürgen Hauke,   zufrieden über das derzeitige Sponsorengebilde:

„Wir haben einen guten Rückhalt durch die beiden Hauptsponsoren, der ZF AG und der Zeppelin GmbH, sowie nahezu weitere 100 Partner und Förderer, die uns auch in dieser Saison unterstützen werden“.

Jetzt genug der Vorrede und Vorfreude. Das solls von mir gewesen sein. Auf ins Dornier Museum. Gehts gucken.

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Lesehinweise …

wikipedia zum Dornier Museum

Stelian Moculescu: Zweimal richtig mutig im Leben in der FAZ

sowie von der Schwäbischen Zeitung

VfB Friedrichshafen: Deutsch ist schwieriger als Krafttraining

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Die Frauenfußball Welle schwappt nur langsam an den Bodensee

Gestern habe ich doch tatsächlich während der Eröffnung des Frauenfußball Turniers in Deutschland auf den Bodensee geschaut. Auf der Terasse bei unserem Lieblingsitaliener gab es Cappucino und Espresso. Der Blick auf den Säntis und den Altmann waren phantastisch. Diese Berge in Kombination mit dem See haben etwas beruhigendes. Nein, irgendwelche Berliner Politikgrößen Parteibuchträger jener heuchlerischen Partei mit dem C im Namen musste ich mir an diesem herrlichen Sonntag nicht antun. Anschließend sind meine Liebste und ich noch ein wenig Rad gefahren (huch, die Tour de France beginnt am 2. Juli) und haben einen phantastischen Sonnenuntergang in Langenargen gesehen. Kürzlich fand dort ja auch die hochinteressante Veranstaltung Match Race Germany 2011 statt. Auch das war damals mit meiner Liebsten ein gelungener Sonntag. Über Frauenfußball, Funktionäre und sich ins Rampenlicht drängelnde provinzielle Politikerinnen und Politiker haben wir da nicht geredet.

Derweil wechselt Ina van der Linde, Mittelfeldspielerin beim TSV Tettnang, fast der Nachbarort von meinem neuen Domizil in Eriskirch am Bodensee, zu ihrem Lieblingsverein FC Bayern München im Juli. Im Südkurier stellt sie fest:

,,Die Unterschiede zum Männerfußball sind krass, von den Gehältern bis zur Begeisterung der Fans.“

Da bin ich fast geneigt den Quiz-Klassiker zu stellen. Wieviele Teile hatte das berühmt-berüchtigte Kaffeeservice, welche die deutschen Frauen für ihren Fußball EM Titel im Jahr 1989 erhielten?

 Nein, wikipedia in den Google Suchschlitz eingeben und nach der damaligen Hausfrauenprämie suchen zählt nicht!? Auch nicht der Verweis auf eine Randsportart. Jetzt möchte ich schon gerne eine Zahl vernehmen. Was, ich soll auch noch drei Möglichkeiten vorgeben? Kann nicht der Ernst meiner Leserinnen und Leser sein. Okay, wir wollen den Spannungsbogen auch nicht bis in das extreme hineinsteigern und lüften jetzt das Geheimnis. Vielleicht brühen sich meine Leserinnen und Leser noch einen Kaffee oder setzen eine Sommerbowle an. Es ist dieser Tage heiß in Deutschland. Von den Temperaturen her. Okay, vielleicht auch für die eine oder den anderen mit historischer abgegebener Doktorarbeit und den etwaigen Plagiatsvorwürfen. Da werden ganze Karrierepläne durcheinander gebracht. Fragt bitte bei der FDP oder anderen Regierungsparteien mit dem C im Namen nach.

So genug der Plaudereien. Das Kaffeeservice (Warenklasse 1b), jene ominöse Siegprämie für die Fußballerinnen im Jahr 1989, betrug 41 Teile oder 40 Teile. So genau lässt  sich dies wohl nicht mehr feststellen.

Was macht eigentlich Tour de France Gewinner Jan Ullrich?

Es war ruhig geworden um den einstigen Radsporthelden Deutschlands. Was macht Jan Ullrich eigentlich? Radfahren. Er vermeldet auf seiner Website die spontane Teilnahme am  Deutschland Grand Prix 2011 in Bad Saulgau am 5. Juni.

,,Der Deutschland Grand Prix ist ein Zeitfahren für Jedermann – gestartet wird einzeln, als Paar oder in der Vierer-Mannschaft. Ich werde zusammen mit meinem Schwager und ehemaligen Teamkollegen Tobias Steinhauser, dem Chefredakteur der Roadbike Jens Vögele und Markus Adam von der Fa. Merkur Druck im Vierer-Mannschaftszeitfahren über 37 km starten. Los geht es für uns um 12:50 Uhr vor dem Hotel Kleber Post in Bad Saulgau.“

Ich habe nach meinem Umzug an den Bodensee auch mit meiner Liebsten öfters auf dem Rad gesessen. Erst am vergangenen Wochenende sind wir von Eriskich nach Langenargen geradelt. Haben dort ein wenig bei der Match Race Germany zugeschaut und sind dann weiter über Kressbronn nach Wasserburg geradelt. Gemütlich. Mit Blick auf den weiten und majestätischen Bodensee und seine Berge mit den teilweise bedeckten Schneegipfeln. Selbstredend herrlicher und fast unverschämt intensiver Sonnenschein. Ein Wetter wie im Bilderbuch. Postkartenwetter. Da empfinden meine Jahrhundertliebe und ich das radeln viel intensiver wie einst in der Großstadt Nürnberg. Doch der Tod des Glücks ist der Vergleich. Nürnberg hat auch sehr viele schöne Seiten.

Ich finde es gut, dass Jan Ullrich wieder auf dem Rad unterwegs ist. Das war einst seine Passion. Die legt man normalerweise nicht so ohne weiteres ab. In der Perspektive wird er sich vielleicht eine Alternative einfallen (lassen). Manches ist denkbar. Radsportexperte bei Eurosport? Engagierter und kontinuierlicher Kolumnist bei Procycling? Organisator von Radrennen ? Ein Buchprojekt? Geführte Radtouren um den Bodensee? Promotion für ein Tour de France Computerspiel?

Oder hin und wieder ein Radrennen wie in Bad Salgau.

Sport am Bodensee

Der Terminkalender für Volleyballfreunde darf mit einem roten Kreuz am 11. und 12. Juni versehen werden. In Friedrichshafen trifft die deutsche Nationalmannschaft auf Japan.  Im Rahmen der World League bestreitet Deutschland seine „Auswärtsspiele“ in heimatlichen Gefilden in der Zeppelinstadt. Aufgrund des japanischen Tschernobyls in Fukushima musste der deutsche Volleyballverband die ursprünglich in Koshigaya vorgesehenen Spiele übernehmen. Deutschland und Japan bestreiten jetzt beide ihre Spiele am Bodensee.

Kieser Training in Friedrichshafen sieht meine Liebste und mich regelmäßig. Unsere gelben Trainingskarten sind von Kieser Training Nürnberg mit an den Bodensee gezogen. Die Instruktoren sind freundlich, offen und kompetent. Ich bin ja begeistert von der Kieser Philosophie.  Gestern Abend war wieder Kieser Zeit.

Die erste Radtour am Bodensee entlang ist auch bereits Geschichte. Herrlich dieser Blick auf den weiten See und die Berge. Eriskirch – Langenargen – Kressbronn – Lindau könnte eine Stammtour werden. Abends waren wir auch schon mit den Rädern nach Friedrichshafen geradelt. Wir simulieren dann schon manchmal die Duelle von Lance und Jan. Mein Gott ist das lange her.

Mit dem Umzug kam mir doch eine Stern Ausgabe Nr. 28 vom 2.07.2009 mit dem Titelbild von Michael Jackson in die Finger. Auf Seite 112 der Artikel über das Comeback von Tourgott Lance Armstrong mit dem Titel Mission Größenwahn. Der Ausgang ist bekannt. Ein gewisser Contador sollte die Tour 2009 gewinnen. Trotzdem war es interessant den Text von Christian Ewers über den damals 37-Jährigen Patron nochmals zu lesen.

,,Armstrong ist vielleicht der am besten organisierte Sportler der Welt. Ihm geht nichts durch, er verschwendet keine Zeit und keine Kraft . Das war schon immer Armstrongs große Stärke: perfekt vorbereitet zu sein für die entscheidenden Momente. Er hat den Instinkt für diese Momente, und er kann gnadenlos sein, brutal und vernichtend, wenn er angegriffen wird.“

Da sind doch unsere Radtouren am Bodensee kuschlig, harmonisch und spielerisch. Der Artikel im Stern über Lance Armstrong beeindruckt jedoch auch mit sehr bemerkenswerten schwarz-weiß Fotos. Lance beim Training in der Garage seiner Villa in Austin mit nacktem Oberkörper. Die Garage karg möbliert und beleuchtet. Es erinnert ein wenig an Rocky Trainingseinheiten aus der Filmreihe mit Stallone. Oder Lance am Lenkrad eines Audi als Chaffeur seiner Töchter auf dem Weg in die Schule. Auch voller Einsatz beim Training auf Teneriffa. Mein Lieblingsmotiv ist jenes Foto aus seiner Küche. Lance hat eine intensive Krafteinheit hinter sich und mixt sich einen Protein-Shake.  Bekleidet ist Lance mit einem weißen Shirt. Der linke muskulöse Arm ist auf dem Mixer. Konzentration. Das Foto strahlt eine Ruhe aus. Fast meditativ schaut Lance auf den Mixer. Im Hintergrund auf dem Regal Fotos seiner Familie.

Die Bücher sind im Bücherregal auch alle wieder eingeräumt. Dieser Tage, inspiriert durch die Berge am Bodensee, hatte ich auch wieder das Buch von Reinhold Messner Berge versetzen – Das Credo eines Grenzgängers – in den Händen. Es stecken in diesem Buch sehr viel Lebensweisheit, Philosophie und kluge Gedanken drin.

,,Ich respektiere die Gesetze der Natur, und auf dem Gipfel hatte ich nie das Gefühl, stärker als der Berg zu sein.“

Reinhold Messner könnte ich mir auch gut gern einen weiteren Abend live auf der Bühne ansehen. Meine Liebste und ich haben gute Erinnerungen an den Abend im Oktober 2010 in Oberhof. Damals war für uns bereits klar, dass wir 2011 an den Bodensee ziehen werden. Ach, es war eine richtig gute Entscheidung.