Zerreißprobe hin oder her. SV Germania Weingarten 04 vor dem Einzug ins Finale

Der große Bobby Fischer warf zuweilen den russischen Schachweltmeistern vor, sie würden sich zwischen den WM-Kämpfen ausruhen. Dies kann man dem norwegischen Titelträger Magnus Carlsen nicht vorwerfen. Im vergangenen Jahr zeigte er Flagge bei zahlreichen Turnieren vor dem Jahreshöhepunkt in Sotschi. Im neuen Jahr ist Medienstar Carlsen auch wieder gut unterwegs. Beim Mekka des niederländischen Schachs, dem traditionellen Turnier in Wijk aan Zee, zeigt er sich aktuell in bester Form und fuhr gestern seinen sechsten Sieg in Folge ein. ChessBase Chefredakteur André Schulz hat die Ergebnisse, Partien und Bilder des Tages wieder zu einem sehens- und lesenswerten Artikel zusammengefasst.

Im Oktober 2014 gab es das Sportinsider Interview mit den beiden jungen Sportjournalisten Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller. Meine Stammleser werden sich erinnern.Traveler Digital Camera

Johannes Aumüller sorgte gestern durchaus für Aufsehen mit seinem Beitrag unter dem Titel  “Es liegt keine Ehre darin” über die Reise von Bayern München nach Saudi-Arabien und dem monetär untermauerten Testspiel gegen Al-Hilal in Riad. Zusammen mit Benedikt Warmbrunn übt Johannes Aumüller Kritik an dem Gastauftritt des deutschen Rekordmeisters in Riad und verweist auf die politischen Umstände sowie kritischen Wortmeldungen aus der Politik. Flankierend zum Aumüller/Warmbrunn Artikel öffnete die Süddeutsche Zeitung auf Ihrer online Seite ein Forum unter dem Titel FC Bayern in Katar und Saudi Arabien: Muss sich König Fußball für Menschenrechte interessieren? Dort sind sehr kontroverse Meinungen zu lesen.

Sport am Bodensee. SV Germania 04 Weingarten vor dem Einzug ins Finale.

Reden wir über Ringen 1. Bundesliga. Am vergangenen Samstag besiegte der deutsche Meister von 2011 und 2012, der SV Germania 04 Weingarten, im Hinkampf des Halbfinales den KSV Köllerbach mit 11:6. Eine solide Ausgangslage für den Rückkampf am 24. Januar. In Kurzform liest sich der Heimsieg vom vergangenen Samstag auf der Vereinswebsite so:

,,Vor erneut gigantischer Kulisse im Weingartener Eventzelt fährt der SVG insgesamt sechs Einzelsiege ein, wobei es einmal mehr Ahmed Dudarov war, der mit einer grandiosen Einzelleistung den SVG auf der Erfolgsspur hielt, aber auch Georg Harth, der seinen Dauerrivalen Andrij Shyyka unter lautstarken Anfeuerungsrufen des Publikums bezwang.”

Derweil droht der Bundesliga im Ringen eine Zerreißprobe wie die FAZ zu vermelden wusste.

,,12 der 13 für die kommende Saison qualifizierten Bundesligaklubs haben am Freitag zwar fristgemäß, aber nur unter Vorbehalt ihre Meldung für die nächste Bundesliga-Saison abgegeben. Gefordert wird in verschiedenen Fragen ein Mitspracherecht, etwa bei Strukturen, Änderungen der Gewichtsklassen oder dem Einsatz von Ausländern. Die Spitze des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) will nach Ansicht der Erstligisten aber darauf nicht eingehen.”

Die Badische Zeitung greift das Thema auf und sieht die Suche nach einem Kompromiss.

Sport am Bodensee Telegramm

Heute gibt es für Sportfreunde des gepflegten Live-Sport ein paar Möglichkeiten, dies im Beisein von Freunden, Kumpels oder Kollegen zu zelebrieren. Da wäre die Handball-WM aus Katar, mit Live Mazedonien – Kroatien in der BARENA der BBC Arena in Schaffhausen ab 17.00 Uhr.

3 Stunden später gibt es für die Volleyballfreunde am Bodensee die Gelegenheit Champions League zu genießen. Public Viewing mit Posojilnica Aich/Dob – VfB Friedrichshafen in der Gästelounge der ZF Arena in Friedrichshafen ab 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der Spielbeginn für die Männer von Erfolgscoach Stelian Moculescu ist 20.25 Uhr. Das Spiel wird auch auf www.laola1.tv übertragen.

Fußball. Der FC St. Gallen verliert sein Auftaktspiel im Trainingslager in Belek gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 2:4. Hier geht es zum Spielbericht und der Statistik.

Eishockey. Die Ravensburg Towerstars, zuletzt mit vier Siegen hintereinander, empfangen als Tabellenvierter am Freitag (23.01.) den SC Riessersee, der auf Tabellenplatz 6 liegt. Am Sonntag (25.01.) dann das Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellenvorletzten Heilbronner Falken. Eingangs erwähnte ich heute die sechsfache Siegesserie von Schachweltmeister Magnus Carlsen in Wijk aan Zee. So eine Serie ist für die Puzzlestädter in der jetzigen Momentum Form und den Spielansetzungen am Wochenende durchaus auch drin.

Europäische Olympische Winter-Jugendspiele (EYOF): Am Sonntag, den 25. Januar ist die Eröffnungsfeier  im Auslaufbereich der neuen Schanzenanlage in Tschagguns ab 19.30 Uhr. Das European Youth Olympic Festival (EYOF) wird erstmals in diesem Winter von zwei Ländern gemeinsam organisiert. Vom 25. bis 30. Januar 2015 ist die Region Vorarlberg/Liechtenstein Gastgeber für die 12. Ausgabe des Winter-EYOF. Die Region Vorarlberg liegt im Westen Österreich an der Grenze zu Deutschland, der Schweiz und dem gemeinsamen Ausrichter der Olympischen Winter-Jugendspiele Liechtenstein. Zwei Drittel des Landes liegen über 1000 Meter hoch, was den Athleten gute Bedingungen für den Wintersport bietet. Und Co-Gastgeber Liechtenstein? Das Fürstentum ist ein am Rhein gelegener Binnenstaat in den Alpen. Liechtenstein wird umgeben von den Schweizer Kantonen St. Gallen im Westen sowie Graubünden im Süden und dem österreichischen Bundesland Vorarlberg im Osten.

Sport am Bodensee im Januar 2015

21.01.2015 Handball: Live Mazedonien – Kroatien in der BARENA der BBC Arena in Schaffhausen ab 17.00 Uhr

21.01.2015 Volleyball: Public Viewing mit Posojilnica Aich/Dob – VfB Friedrichshafen in der Gästelounge der ZF Arena in Friedrichshafen ab 20.00 Uhr

22.01.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – HBW Balingen-Weilstetten ab 16.00 Uhr

22.01.2015 Handball: Live Deutschland – Argentinien in der BARENA der BBC Arena in Schaffhausen ab 17.00 Uhr

23.01.2015 Handball: Public Viewing in der Teufelsbar in Hard ab 19.00 Uhr

23.01. – 25.01.2015 Messe: Motorradwelt Bodensee in Friedrichshafen

23.01.2015 Eishockey: Ravensburg Towerstars – SC Riessersee ab 20.00 Uhr

23.01.2015 Abenteuer: Multivisionsshow Argentinien & Chile – Südamerika hautnah mit den Fotojournalisten Sandra Butscheike und Steffen Mender im Schwörsaal im Waaghaus in Ravensburg ab 20.00 Uhr

24.01.2015 Basketball: TSV Eriskirch – TSG Ehingen (Damen) ab 18.00 Uhr

25.01.2015 Basketball: TV Konstanz – SpVgg Möhringen ab 17.30 Uhr

25.01.2015 Eishockey: EV Lindau – TEV Miesbach ab 17.30 Uhr

25.01.2015 Abenteuer: Multivisionsshow Argentinien & Chile – Südamerika hautnah mit den Fotojournalisten Sandra Butscheike und Steffen Mender im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen ab 18.00 Uhr

25.01.2015 Europäische Olympische Winter-Jugendspiele (EYOF): Eröffnungsfeier  im Auslaufbereich der neuen Schanzenanlage in Tschagguns ab 19.30 Uhr

25.01. – 30.01.2015 Europäische Olympische Winter-Jugendspiele (EYOF):  In Vorarlberg und Liechtenstein findet die 12. Ausgabe des Winter-EYOF statt

27.01.2015 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Zenit Kazan ab 20.00 Uhr

30.01.2015 Fußball: FC St. Gallen – FC Wacker Innsbruck ab 15.00 Uhr

31.01.2015 Handball: HSG Konstanz – SG Köndringen/Teningen ab 20.00 Uhr

31.01.2015 Basketball: TV Konstanz – KuSG Leimen ab 20.00 Uhr

Die Auswahl der Termine ist subjektiv und unvollständig.

Sportinsider Jahresrückblick 2014 (Teil 6)

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, fast schneller wie Schachprofi Levon Aronian seine Ambitionen beim WM-Kandidatenturnier in Khanty Mansiysk begraben musste. Derweil gibt es in Erfurt noch Schach mit Überraschungsgästen aus der Musikbranche. ChessBase Chefredakteur André Schulz leitet seinen lesenswerten Artikel mit folgenden Worten ein:

,,Beim Erfurter Schachfestival durften die Organisatoren gestern zwei besondere Zuschauer begrüßen. Als Überraschungsgäste besuchten der Sänger Clueso und sein Kollege Udo Lindenberg das Turnier. Clueso gab gestern in seiner Heimatstadt das Abschlusskonzert seiner Hallentour, bei dem auch Udo Lindenberg mit seinem Song “Cello” einen Gastauftritt hat.”

Gelegenheit einen Blick auf das Sportjahr 2014 zurück zu werfen.

André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, seit 1997 der verantwortliche Chefredakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite, gab kürzlich einen intensiven Rückblick auf die Mitgliederversammlung vom DOSB in Dresden in seinem bemerkenswerten und ausführlichen Artikel Schach bleibt förderungswürdig, sieht dabei die derzeitigen Bewerbungsaktivitäten in puncto olympische Sommerspiele in der Hauptstadt Berlin oder Hamburg nicht euphorisch sondern eher kritisch.

,,Eine Initiative, sich mit der Region München für die Olympischen Winterspiele 2022 zu bewerben, scheiterte allerdings schon im letzten Jahr am Widerstand der Bevölkerung. In einer Befragung sprachen sich über 50 % in allen beteiligten Gemeinden gegen die Bewerbung aus. Diese wurde dann auch zurückgezogen, beziehungsweise nicht eingereicht. Anscheinend glaubt man im DOSB mit einer Bewerbung um die Sommerolympiade mehr Rückhalt in der Bevölkerung zu finden. Ob man sich in Berlin und Hamburg angesichts der dort vorhandenen Bauruinen Flughafen BER und Elbphilharmonie über eine neue Großbaustelle freuen wird, ist aber eher fraglich.”

In diesem Zusammenhang darf auch auf Jens Weinreich verwiesen werden. Der mehrfach mit Preisen ausgezeichnete investigative Sportjournalist brachte dieses Jahr sein Ebook Macht, Moneten, Marionetten: ein Wegweiser durch die olympische Parallelgesellschaft heraus.

Jens Weinreich hat dort unglaublich viele Details zusammengetragen, intensiv und akribisch recherchiert und gezeigt, dass der Journalismus in Deutschland durchaus in der Lage ist, herausragendes zu leisten. Dies ist umso bemerkenswerter da kein Verlag, kein mächtiger Verband, kein Mäzen oder Sponsor hinter Jens Weinreich steht.

Hier eine aufschlussreiche Leseprobe Liebesgrüße aus Moskau.

Doch zurück zum Schach.

Die Schachfreunde haben das Comeback von Viswanathan Anand beim WM-Kandidatenturnier in der sibirischen Erdölstadt Khanty Mansiysk erlebt. Dann jenen Sieg von Deutschlands meinungsstarken Schachspitzenspieler Arkadij Naiditsch mit Schwarz gegen Magnus Carlsen bei der Schacholympiade in Norwegen. Später dann jener Fischersiegqualitäten und diese unglaubliche Besessenheit von Bobby  aufweisende und phänomenal anmutende Sieg von Shootingstar Fabiano Caruana in St. Louis, bei dem er den Schachweltmeister Carlsen deklassierte. Magnus Carlsen hatte dieses Jahr jedoch seine Konzentration komplett auf Sotschi gerichtet. Fast nebenbei nahm er jedoch im Juni in Dubai noch zwei Titel mit. Die Weltmeisterschaft im Schnellschach und im Blitzschach fügte er seiner sportlichen Vita hinzu. Doch der Titel aller Titel wurde im November ausgespielt.  Im olympischen Medienzentrum in Sotschi verteidigte er den Titel mit 6,5:4,5 gegen Herausforderer Viswanathan Anand. Alle Partien zum nachspielen gibt es hier auf wikipedia.

Der indische Ex-Champion hatte dann jedoch einen versöhnlichen Jahresabschluss in London. Ein Blick zurück zum glamourösen Abschluss der London Chess Classic 2014:

Nichts hält sich hartnäckiger wie überholte Klischees. Da wird Schach eine Randsportart genannt mit dem geduldeten Aufenthalt im Hinterzimmer einer Gastwirtschaft. Schach fehle jeglicher Glamour. Auch so eine Schubladenfertigmeinung. Ilja Schneider weiß dann sogar von einem Beispiel fehlender Etikette auf dem Schachblog von Zeit-Online unter dem Titel Im rosafarbenen Pyjama am Schachbrett zu berichten. Nein, sexy geht anders – gar keine Frage.

Doch es gibt sie noch, die glamourösen Auftritte im Schach. Es wird dort kein Pfefferminztee serviert oder die Stullen selber aus dem Rucksack geholt.

A Champagne Reception

Nein, es darf schon eine Champagner Rezeption sein. Das Personal ist entsprechend gekleidet. Der Augenblick wird zelebriert. Die Trinktemperatur wird von Gourmetkennern gerne im Bereich  zwischen 6 Grad Celsius bis 9 Grad Celsius als ideal empfohlen. Selbstredend wird auf die Details geachtet, die zu einem perfekten und glamourösen Abend gehören.

Dinner with the Masters

Das traditionelle Restaurant bietet jene Stilsicherheit und Etikette, die der sportlichen Leistung der Protagonisten angemessen ist. Im Simpson’s-in-the-Strand, einem der ältesten Londoner Restaurants, ist alles angerichtet für die Genies.

Grand dining at Simpson's-in-the-Strand

Die Schachbretter sind liebevoll mit in die Tischdekoration eingebunden worden. Die Kronleuchter strahlen glanzvoll und der vorweihnachtlichen Stimmung ist mit den grünen Bäumen, dezent festlich geschmückt, auch gedacht wurden.

Guests enjoying drinks before dinner

Guests enjoying drinks before dinner

Die Stimmung unter den entspannten Gästen ist prächtig. Erwartungsvoll wird dem Dinner in London entgegen gesehen.

Malcolm Pein with guests from Barclaycard

Vorher gerne auch noch ein Glas Champagner. Schachorganisator Malcom Pein mit modisch mutiger und auffälliger Krawatte kümmert sich dabei auch um  die Gäste von Barclaycard.

Vishy Anand

Der mehrfache Weltmeister Vishy Anand, frischgebackener Turniersieger vom London Chess Classic 2014, hat auch noch gegen Jahresende viel Freude am königlichen Spiel.

Die Fotos vom Glamour Schach Dinner, anlässlich der beendeten London Chess Classic 2014, hat Ray Morris-Hill mir wieder in altbewährter Form, dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

Hier geht es zu seiner Website: www.rmhphoto.eu

Benjamin Wahlen bemerkenswertes Spox-Interview mit Jan Gustafsson und Ilja Zaragatski

Schach schaffte es einst in das legendäre Buch Wenn Sport Geschichte schreibt von Jan Stradling.Traveler Digital Camera

Auf den Seiten 130 bis 141 gab es das Kapitel Der Bauernraub. Reykjavik, Island, 1972. Die Schachweltmeisterschaft zwischen dem amerikansichen Schachgenie Bobby Fischer und dem amtierenden Leningrader Weltmeister Boris Spasskij. Das Schachmatch des Jahrhunderts.

Der Tod des Glücks ist der Vergleich. Lassen wir also erst gar keine Versuche aufkommen, das Glück zu zerbröseln, in dem wir vergleichend hin und her schwenken zwischen verschiedenen Schachepochen.

Die Schach-WM 2014 im olympischen Medienzentrum in Sotschi ist bereits wieder Geschichte. Während des Kampfes gab es ein bemerkenswertes Spox-Interview von Benjamin Wahlen mit den beiden Großmeistern Jan Gustafsson und Ilja Zaragatski.

Neben Gedanken zur verbesserten Strategie von Anand gegenüber Chennai, den inflationären Elo-Zahlen und dem Blick auf die eigene Karriere ging es auch um Spielsucht. Jan Gustafsson, erfolgreiches Mitglied des Teams der deutschen Schachnationalmannschaft von 2011 bei der Europameisterschaft, die damals sensationell den Titel errang, merkte an:

,,Viele Schachspieler sind echte Zocker, viele spielen auch Poker, gehen oft ins Casino und wetten. Die Affinität zum Glücksspiel ist bekannt, Spielsucht kann für manche zum Problem werdent. Es gibt Spieler, die sich zum Beispiel für Contra-Re-Spiele treffen. Dabei geht um einen Einsatz, der durch die Ansage von Contra und Re jeweils verdoppelt werden kann.”

Pokern ist immer wieder ein Thema bei Schachspieler Gustafsson. Er selber gab einst der FAZ vor 6 Jahren ein Interview unter dem Titel Im Pokern ist mehr zu holen als im Schach. Michael Eder leitete das Interview damals mit folgenden Worten ein:

,,Jan Gustafssons Denkfabrik ist nicht sehr groß, nur ein paar Quadratmeter. Das Arbeitszimmer in seiner Eppendorfer Wohnung ist zugleich sein Wohnzimmer. Ein weißes Ledersofa steht darin, ein Bücherregal, vollgestopft mit Romanen, Schach- und Pokerliteratur. Fernseher, Stereoanlage, Lautsprecher, DVD-Hüllen. Ein Stuhl, ein Schreibtisch, darauf zwei Aschenbecher, zwei Schachteln Gauloises – und Gustafssons Trainingsgeräte: zwei Bildschirme, die ihn per Internet mit der Schach- und Pokerwelt verbinden und ihm Zugriff auf eine Datenbank mit mehreren Millionen Schachpartien bieten.”

Das damalige Interview im November 2008 war im Vorfeld der Schacholympiade Dresden geführt worden. Autor Benjamin Wahlen publizierte sein cooles Spox-Interview am vorigen Mittwoch, den 19.11.2014, dem 4. Ruhetag in Sotschi vor der 9. Partie zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand. Man wünschte sich generell nicht nur zu den faszinierenden Höhepunkten im internationalen Schachkalender, die Berichterstattung in den Sportrubriken der Zeitungen oder den Sportportalen über das königliche Spiel, seine psychologischen Komponenten, den Protagonisten und Begleiterscheinungen sowie Hintergründe.

Rezension von Sport – das Buch

,,Sport – Das Buch” von Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller

Das 352 Seiten starke Buch ist seit dem 6. Oktober 2014 in Deutschland auf dem Markt. Der C.Bertelsmann Verlag stellte mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung. Mein persönlicher Dank geht an Kathrin Arnold, verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie kam auf mich schriftlich zu, wir telefonierten miteinander und es erfolgte die prompte Zusendung. Jürgen Schmieder, Reporter sowie Autor für die Süddeutsche Zeitung und derzeit Korrespondent in Los Angeles hatte Lust auf Teamarbeit. Sein kongenialer Partner für Sport – Das Buch war der Sportjournalist Johannes Aumüller. Aumüller arbeitet seit 2008 für die Süddeutsche Zeitung und berichtet vor allem über Sportpolitik und das Sportgeschehen in Osteuropa.Plain black hardback book

104 Sportarten und über 5.000 Fakten werden unterhaltsam aufbereitet und dargeboten. Obligatorisch auch die Frage für Angeber. In der Sportart Fußball kommt sie auf Seite 115 geschmeidig daher:

,,Wie viele deutsche Fußball-Nationalspieler haben in einem EM- oder WM-Finale von außerhalb des Strafraums ein Tor erzielt?”

Klar, Gerd Müller hat sein Siegtor 1974 in München gegen die Niederlande im Strafraum erzielt. Auch Mario Götze erzielte das Siegtor bei der WM 2014 gegen Argentinien innerhalb des Strafraums. 1990 ist eh klar. Das Elfmetertor von Andreas Brehme. Nun, die richtige Antwort ist Horst Hrubesch. Sein 1:0 gegen Belgien im EM-Finale 1980 ist der einzige Treffer in der langen Geschichte von Toren deutscher Fußballer in Endspielen bei einer Europameisterschaft oder einer WM, der von außerhalb des Strafraums erzielt wurde.

Das Buch ist eine Fundgrube für jeden Sportfan. Skurille Sachen werden ans Tageslicht befördert, wissenswertes leicht veranschaulicht dargelegt und man merkt Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller den Spaß am Buch an. Dabei werden die einzelnen Sportarten strukturiert abgearbeitet. Nehmen wir einfach zum besseren Verständnis die Sportart Handball auf den Seiten 128 bis 130 heraus. Der Aufbau zieht sich durch das ganze Buch und geht beim Handball so:

Mutterland: Was er war: Wie er wurde: Was er ist: Wettkampf, den man gesehen haben muss: Beeindruckendster Laufweg: Was den Sport einzigartig macht: Dinge, die den Sport grundlegend verändert haben: Typische physische Folge: Tragische Verletzung: Bester Sportler: Schlechteste Sportler: Bester Spruch: Tollster Fachbegriff: Bestes Buch zum Sport: Bester Film: Bestes Lied: Tätigkeit für Sesselsportler: Outfit, das in Erinnerung bleibt: Accessoire, das keinen Einzug in den Mainstream erhalten hat: Athlet, dessen Nachname dem Sport gerecht wird: Bester Spitzname: Beste Regel: Frage für Angeber: Größter Skandal: Lustigste Panne: Größter Gauner: Leistungsfördernd: Die 10 … besten Torschützen (Tore, Siebenmeter, Spiele) in der Geschichte der Handball-Bundesliga, die gemeinhin als stärkste Liga der Welt gilt:

Die jeweiligen Antworten birgen auch für einen belesenen Sportkenner wie mich oft überraschende Erkenntnisse, nachdenkenswertes, Anregung für die Aktivierung des Zwerchfells. Manchmal wird dabei auch das Kopfkino angeknipst. Die Emotionen kommen hoch.

Die Sportjournalisten Schmieder und Aumüller haben sich auch an Sportarten wie Angelsport, Billiard, BMX, Bodybuilding, Bogenschießen, Cheerleading, Computersport, Darts, Frisbee, Karate, Lacrosse, Motorbootsport, Pferderennen, Poker, Polo, Schach, Schachboxen, Segeln, Skeleton, Squash, Tanzsport, Trampolinturnen, Ultimate Fighting, Wasserski und Wushu herangewagt. Das ist dann doch vielfältiger wie die Monokultur der ARD-Sportschau am Sonnabend.

Nicht mehr in das Buch geschafft hat es der WM-Erfolg der polnischen Volleyballer im eigenen Land im September 2014.

Auf den Seiten 322/323 heißt es:

,,Wettkampf, den man gesehen haben muss: Das WM-Finale der Männer 1986. Nach Jahrzehnten, in denne die Weltmeisterschaften ausschließlich osteuropäische Mannschaften Gold gewannen, kam es nun zum direkten Duell zwischen den USA und der Sowjetunion – und die USA siegten. Seitdem gewannen nur noch Italien (dreimal) und Brasilien (ebenfalls dreimal) WM-Gold.”

Selbstverständlich habe ich auch Schach gecheckt. Meine Stammleser im Blog wissen von meinem Faible für das königliche Spiel.

,,Wettkampf, den man gesehen haben muss: Den WM-Kampf im jahr 1972 zwischen Boris Spasskij und Bobby Fischer. Er war die Fortsetzung des Systemkampfs zwischen Ost und West auf dem Schachbrett. Gleich zu Beginn gab es den dilettantischen Fehler des selbst ernannten Genies Bobby Fischer, der auf einen >>vergifteten Bauern<< hereinfiel. Die Gesamtpartie gewann Fischer mit 12,5:8,5.”

Okay, da gehört eigentlich unbedingt der mehr wie verdiente Titel Schachmatch des Jahrhunderts mit hinein. Ja, Fischer hielt sich bereits mehr wie ein Jahrzehnt vor Austragung des Kampfes für den besten Schachspieler der Welt, das er ein Schachgenie in seiner besten Zeit war, ist unbestritten. Zahlreiche Journalisten die in Reykjavik 1972 vor Ort waren, schrieben und plauderten ununterbrochen über das Schachgenie Fischer.

Das Buch hat sehr schöne Illustrationen von Hanni Schmieder. Ja, das Buch bereitete mir viel Lesevergnügen und wertet jede private Sportbibliothek auf. Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller ist mit Sport – Das Buch ein guter Wurf gelungen.

Live-Schach Sinquefield Cup 2014

Wird doch wohl kein zweiter Fall Bobby Fischer werden? Er verteidigte seinen im Match des Jahrhunderts 1972 gegen Boris Spasskij errungenen Schachweltmeistertitel nicht. Die Schachwelt war tieftraurig. Der Kampf gegen den jungen Karpow fand nicht statt. Magnus Carlsen ziert sich noch etwas inklusive seines Managements, den Vertrag für den WM-Kampf gegen Viswanathan Anand in Sotschi zu unterschreiben. Derweil spielt der norwegische Schachweltmeister zur Zeit beim erstklassig besetzten Turnier Sinquefield Cup 2014.

+++++++++++++++++++++Live-Schach Sinquefield 2014+++++++++++++++++++++++++++

Ich sortiere die Figuren auf meinem im vergangen Herbst neu gekauften Schachspiel.Traveler Digital CameraGrund für den Neuerwerb in München war der anstehende WM-Kampf von Magnus Carlsen und Viswanathan Anand in Chennai. Auch damals moserte das Management des Norwegers über den Spielort inklusive der Rahmenbedingungen etc. Selbstverständlich fighteten sie auch im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung für den Kampf 2013 um das liebe Geld.

Chess: Live-Schach von der Schacholympiade 2014 in Tromsø

Ohne Schacholympiade wäre ich nicht auf der Welt. Ja, dies ist eine spezielle Geschichte. Bevor ich jedoch ins plaudern komme, für alle Schachfreunde mit der Neigung sich sofort in die Live-Übertragung der Schacholympiade Tromsø zu begeben, gibt es den Service an dieser Stelle.

+++++ Live-Schach von der Schacholympiade 2014 in Tromsø ++++++++++++++++++++++

Dies ist die offizielle Website der Schacholympiade.

Ab der geschmeidigen Uhrzeit von 11.00 Uhr (Zentraleuropäische Sommerzeit) gibt es dort heute bei der Schacholympiade 2014 in der letzten Runde die Live-Berichterstattung.

Ruhetage: Am 7. und 13. August.

Noch jemand da? Okay, also wo waren wir stehen geblieben? Richtig. Ohne Schacholympiade wäre ich nicht auf der Welt. Mein Vater reiste einst 1960 nach Leipzig. Frisch rasiert, mit dunklen Haar, breiten Schultern, gut aussehend und voller Vorfreude auf die Schacholympiade 1960 in der Messestadt. Dort traf er dann eine bezaubernde und charmante Frau während einer Schachpause im Cafe. Beide verliebten sich ineinander und zogen alsbald zusammen. Im Oktober 1963 war es dann soweit. Ihr erstes Kind erblickte am 13.10.1963 das Licht der Welt. Damals war noch nicht abzusehen, dass es eines Tages Schach im Internet geben würde, Deutschland wieder vereinigt sei und ich entspannt bloggen würde. Auch das es eine Selbstverständlichkeit ist als Leipziger in München ein Schachbrett zu kaufen.

 Schacholympiade 1960 mit Michail Tal und Bobby Fischer im Ringmessehaus

Mein Vater erlebte damals bei der Schacholympiade 1960 im Ringmessehaus in der Leipziger Innenstadt den jungen, charismatischen, gut gekleideten und ehrgeizigen Bobby Fischer. Sein Duell mit dem damaligen amtierenden Weltmeister Michail Tal endete Remis. Die Sowjetunion wurde Schacholympiadesieger mit dem Team Michail Tal, Michail Botwinnik, Paul Keres, Viktor Kortschnoi, Wassili Smyslow und Tigran Petrosjan. Auf Platz zwei die Mannschaft aus den USA mit ihrem Jungstar Bobby Fischer. Den bronzenen Platz 3 erspielte sich Jugoslawien vor Ungarn, CSSR, Bulgarien, Argentinien, der BRD, DDR und der Niederlande.

Der diesjährige Gastgeber Norwegen erkämpfte sich damals den 19. Platz. Apropos Norwegen. Der Schachboom der Skandinavier in der Neuzeit hängt natürlich mit ihrem Weltmeister Magnus Carlsen zusammen. Es ist übrigens keine Selbstverständlichkeit, dass er seiner Mannschaft zur Verfügung steht. Dieses Jahr steht ja noch der große und mit Spannung erwartete Revanche WM-Kampf gegen Vishy Anand an. Im vergangenen Jahr hatte ich mir extra zum Duell in Chennai zwischen Anand und Carlsen ein neues Schachbrett in München gekauft.Traveler Digital Camera

Gute Schachadressen sind nur einen Link entfernt

Welche Schachseiten kann man in diesen Tagen empfehlen? Nun bei folgenden Adressen liegt man nicht so schlecht:

Renaissance der Schachblogs. Zeit Online ist dabei.

Noch ein Wort zu Schachblogs. Sie sind ja oft totgesagt wurden. Zur Zeit erleben Sie aber eine Renaissance. Mir persönlich gefällt die Art und Weise des Schachblogs von Zeit Online. Da ist Power dahinter, der Content kommt in frisch aufbereiter Schachkost rüber. Aktuell gut gelungen ist der Artikel Das Leben als Schachprofi von Dennes Abel. Nur an der Spitze ist es monetär so richtig lukrativ.

,,Für professionelle Schachspieler gibt es mehrere Einnahmequellen: Die Schwierigste ist die des Spielens selbst. Während die Elite um Magnus Carlsen um Preisgelder im fünf- bis sechsstelligen Bereich kämpft (nur bei der Weltmeisterschaft geht es dann auch mal um Millionenbeträge), muss sich das Gros der sterblichen Profis mit weitaus weniger zufrieden geben. Nicht selten bekommt der Sieger eines offenen Turniers, den Opens, weniger als 1000 Euro.”

Weitere eloquente Blogautoren bei Zeit Online sind Ilja Schneider und Johannes Fischer.

Auch Joe´s Schachblog kommt am Thema der Schacholympiade 2014 in Tromsø nicht vorbei.

Vishy Anand spielt beim Simultan in Baden-Baden in der Trinkhalle

Das große Event in Norwegen hat bisher chesstigers in der Schachberichterstattung komplett ausgelassen, wenn ich nichts übersehen habe. Doch die Hauswebsite von Vishy Anand hat andere Nachrichten dieser Tage auf dem Radar. So berichteten sie mit starken Text und zahlreichen sehenswerten Fotos unter dem Titel Chess Tigers Jugend trifft Weltmeister Vishy Anand zweimal:

,,Im hinteren Raum bereitet sich unser Ehrenmitglied, Viswanathan Anand, der Weltmeister von 2007-2013 auf den Rückkampf gegen den amtierenden Weltmeister, Schnell- und Blitzschachweltmeister Magnus Carlsen mit seinem Team vor! Zu gerne hätten sie ihre Neugierde befriedigt und den “Großen” mal zugeschaut, wie die denn ihr Training betreiben, sie wollten 30 Minuten, vielleicht 5, aber wenigstens 2 Minuten zuschauen und dabei ein Autogramm ergattern. Doch vor 14 Tagen wurden sie vom Hausherrn Hans-Walter Schmitt überrascht mit der Bemerkung: “Ich habe einen viel besseren Plan, ihr könnt gegen ihn spielen!” Aufgeregtes Erstaunen und wo? Beim Simultan in Baden-Baden in der Trinkhalle und gegen viele andere Großmeister. Glaube ich nicht, gibts doch gar nicht, ein Wunder, cool, irre, geil, waren so die Kommentare.”

An dieser Stelle einen ganz großen Dank an Hans-Walter Schmitt. Er hat über Jahre viel Herzblut in die Schachförderung der Kinder und Jugend gesteckt sowie Vishy Anand bei zahlreichen erfolgreichen WM-Schachkämpfen zur Seite gestanden. Es ist mir auch immer eine große Freude gewesen sich mit ihm bei unseren längeren Telefongesprächen auszutauschen.

Schach: Ein paar Anmerkungen zur Mittelstreichung durch das BMI

Nein, der deutsche Schachsport ist nicht auf Rosen gebettet. Die Männer holten 2011 die Europameisterschaft. Einen Titel, der so schnell in der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit unterging wie an manchen Dezembertagen die Sonne hier unten am Bodensee in den späten Nachmittagsstunden.Traveler Digital CameraJetzt also die Mittelstreichung durch das BMI. Ein schwerer Königsangriff. Norbert Wallet nimmt sich auf Stuttgarter Nachrichten der Thematik an und leitet seinen Artikel mit folgenden Worten ein:

,,Das deutsche Schach ist in heller Aufregung. Das Bundesinnenministerium (BMI) hat dem Deutschen Schachbund mitgeteilt, dass es dem Verband die Fördermittel streicht. Es geht um jährlich 130 000 Euro. Ein kleiner Betrag – dessen Wegfall aber eine große Wirkung erzeugt. Mit dem Geld finanziert der Schachbund die Stellen des Bundestrainers und des Sportdirektors. Betroffen von der Entscheidung ist ein Verband mit mehr als 90 000 Mitgliedern, der größer ist als der Eishockey- und Hockeyverband, größer auch als der Ruderverband.”

Schach ist Hochleistungssport. Deutschland hat einen Weltmeister wie Emanuel Lasker in seinen historischen Annalen. Wer gesehen hat wie intensiv sich ein Magnus Carlsen im vergangenen Jahr körperlich auf sein Duell gegen Vishy Anand vorbereitete, kann keine Zweifel daran haben. Schach ist psychische und physische Schwerstarbeit im Segment Leistungssport. Ich empfehle jedem der Schach jetzt in die Kulturecke abtun will, ihm jegliche “eigenmotorische Aktivität” abspricht, sich auch die Hochleistungssportliche Vorbereitung von Bobby Fischer auf das Schachmatch des Jahrhunderts 1972 anzusehen. Zu sehen im Dokufilm Zug um Zug in den Wahnsinn von Liz Garbus. Danach kann es keinen Zweifel geben: Schach ist Leistungssport. Am 7. Dezember 2011 schrieb ich nach der Ausstrahlung auf Arte hier im Blog unter dem Titel: Bobby Fischer: Zug um Zug in den Wahnsinn oder der vergebliche Versuch einer objektiven Rezension:

,,Für Bobby Fischer Freunde, Fans, Nostalgiker, Schachspieler  wie mich gab es reichlich bekanntes Bildmaterial und auch einiges neues. Die Sequenzen zum Beispiel von Fischers gnadenlosen Fitnessprogramm vor dem Schachmatch des Jahrhunderts waren spektakulär. Die Aufnahmen im Wasser beim Schwimmen, seine Situps, sein Ehrgeiz bei diesen körperlichen Trainingseinheiten waren intensiv. Leibesübungen unter professioneller Anleitung. Atemtechnik. Mentalpower wie sie auch Boxlegende Ali zeigte.  Dabei sah ich erstmals auch einen nackten Bobby Fischer. Normalität beim Duschen.”

Der Deutsche Schachbund erfährt zur Zeit sehr viel Sympathie aus den verschiedensten Richtungen. Akribisch haben sie auch eine Themenseite zur Mittelstreichung durch das BMI eingerichtet und füllen es permanent mit den neuesten Entwicklungen, Kommentaren und Äußerungen vom Bundestrainer bis zur Schachspielerin. Ein Blick zur Vertiefung der Ereignisse lohnt. Hier geht es zur BMI-Spezialseite.