Zug um Zug in den Wahnsinn – Die Legende von Bobby Fischer

Ich mag mitdenkende Leser. Dickes Lob und Ehrerbietung(Hat-Tip) an Max-Jacob Ost alias GNetzer. Der geniale Spielmacher ist Community-Leiter beim Sportportal Spox. Er hatte heute früh den richtigen Radiosender eingestellt und gab mir den TV-Programmhinweis. Heute Abend ist 22.00 Uhr bei arte die Dokumentation Zug um Zug in den Wahnsinn über die Schachlegende Bobby Fischer zu sehen. Mehr Programminfo gibt es hier auf programm.ard.de zu lesen. 

Der Film sollte ja bereits am 4. August 2011 auf arte ausgestrahlt werden, siehe auch die damalige arte Presseinfo. Die Dokumention ist im Sommer nicht gesendet worden. Im August schrieb ich hier im Blog:

,,Film ist ein gutes Stichwort. Diese Woche sollte auf ARTE der Dokumentarfilm von Liz Garbus  Zug um Zug in den Wahnsinn – Die Legende von Bobby Fischer laufen. Doch es wurde nichts daraus. Mehr dazu bei der Schachwelt von Großmeister Jörg Hickl.“

Jetzt steht die Ausstrahlung der Doku hoffentlich nichts im Wege und ist so unerschütterbar wie einst Bobby Fischer seine Bauern im Schachmatch des Jahrhunderts 1972 in Reykjavik gegen Boris Spasskij.

Schachzüge

Nächstes Jahr jährt sich der 40. Jahrestag der großen sozialistischen Oktoberrevolution vom Schachmatch des Jahrhunderts zwischen Bobby Fischer und Boris Spasskij in Reykjavik 1972. Es kam einer Revolution gleich, ein begnadeter Schachspieler aus den USA entriss den Russen ihr 25-jähriges Monopol auf die Schachkrone. Der Kampf war legendär, atemberaubend. Journalisten ohne Schachkenntnisse berichteten aus Reykjavik. Das Schachmatch war zum Duell der Systeme in Zeiten des Kalten Krieges hochstilisiert worden. Ich bin gespannt wieviele neue Bücher und Filme im Jubiläumsjahr auf den Markt kommen zum Schachgenie Bobby Fischer und seines spektakulären Matchs mit dem Leningrader Boris Spasskij. Film ist ein gutes Stichwort. Diese Woche sollte auf ARTE der Dokumentarfilm von Liz Garbus  Zug um Zug in den Wahnsinn – Die Legende von Bobby Fischer laufen. Doch es wurde nichts daraus. Mehr dazu bei der Schachwelt von Großmeister Jörg Hickl.

Manch einer wartet mit einem Buch über Fischer nicht bis 2012. Dieses Jahr bereits veröffentlichte der renommierte Biograph Frank Brady sein Buch über das Leben von Bobby Fischer. Wer die bemerkenswerte, intensive und authentische Rezension von Peter Münder auf chessbase zum Werk von Frank Brady: Endgame – Bobby Fischer´s Remarkable Rise and Fall – from America´s Brightest Prodigy to the Edge of Madness. Crown Publishers New York, 2011, 402 S., 25.99 Dollar, noch nicht gelesen hat, darf gerne Lesezeit investieren. Meine unbedingte Leseempfehlung am ersten Augustwochenende.

Derweil geht es im deutschen Schach gemächlich weiter. Der Frauen Länderkampf Deutschland gegen die Ukraine ist Höhepunkt zum Jubiläum des Dresdner Schachfestivals. Bundestrainer Uwe Bönsch stellt sich auf der Website vom Deutschen Schachbund im Interview aktuellen Fragen.  

Das Sportjahr 2011 nimmt Fahrt auf

Das Sportjahr 2011 begann bekanntlich mit einem kleinen Paukenschlag. Der intelligente Fußballlehrer Rangnick trennt sich von seiner Aufgabe in Hoffenheim. Gustavo wechselt zu Bayern München. Ralf Rangnick und Bayern München, da war doch etwas? Richtig. Beim ersten Aufeinandertreffen in der Hinrunde der Saison 2008/2009 haute der damalige Hoffenheim Coach einige Sprüche auf der Pressekonferenz raus:

,,Wer flotte Sprüche hören will, muss nach München gehen. Wer flotten Fußball sehen will, der ist hier richtig.“

,,Wir gehen nicht dahin, um Trikots zu tauschen – wir wollen ihren Skalp.“

,,Die Bayern-Fans sind bisher nicht damit aufgefallen, dass Sie ihre Mannschaft bedingungslos unterstützen. Die wollen unterhalten werden.“

Bayern München gewann damals das Punktspiel unter Trainer Jürgen Klinsmann gegen die TSG Hoffenheim mit 2:1 und schickte Ralf Rangnick eine Spur kleinlauter in den Kraichgau. Die Normalität zog dann in der Rückrunde in Hoffenheim ein.

Für Sportredaktionen wie die Süddeutsche Zeitung war die Personalie Rangnick/Gustavo/Hopp/Tanner/Hoffenheim willkommene Füllung der Sportseiten im neuen Jahr. Meine Liebste und ich waren Montag und Dienstag in Oberstdorf. Beim lesen der SZ am Frühstückstisch im Hotel wurde die Geschichte des SMS-Verkehrs zwischen Rangnick und Hopp genüßlich dargeboten.  Prima Unterhaltung.

Dabei geht das mühsam aufgebaute Image von Hoffenheim gerade den Bach herunter. Stürmer Demba Ba mag nicht mehr. Schlagzeilen wie Hoffenheim-Manager wütet gegen Meuterei Profi auf bild.de braucht kein solide geführter Verein. 

Szenenwechsel. Die Vierschanzentournee sieht heute den Countdown. Sollte sich Thomas Morgenstern das Ding noch nehmen lassen, will ich keine Diskussionen über Skibindungen hören. Bei der Winterspartakiade in Vancouver nervte es doch gehörig . Diese Diskussion über den Materialvorteil im Lager der Schweiz. Simon Ammann hatte eben den Bogen raus. Da hätte ich mir aus dem österreichischen Skisprunglager mehr Gelassenheit gewünscht. Auch dort ist in den letzten Jahren gebastelt und getestet worden. Der Schweizer Ammann war ein verdienter Olympiasieger 2010.

Rallye Dakar 2011– die Materialschlacht in Südamerika polarisiert. Die Duelle der Hausfrauenpanzer sind nichts für ökologische sensible Naturen. Aus Sicht der teilnehmenden Automobilkonzerne natürlich eine stark inszenierte Werbeveranstaltung. Hier geht es zur offiziellen Website der Rally Dakar 2011.

Schach. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Das königliche Spiel im Fernsehen. Ich bin begeistert. Auf Arte waren diese Woche Schachikone Garri Kasparow und Finanzinvestor Peter Thiel (Facebook, PayPal) in New York zu sehen. Hier geht es zum Video auf Arte. So darf das Sportjahr 2011 gerne weitergehen.