Reblog: Match Race Germany 2014 in Langenargen nimmt Konturen an

21. Mai 2015. Kampf um ein Preisgeld von 30.000 Euro beim Match Race Germany 2015. Im vergangenen Jahr gab es ein Preisgeld von 50.000 Euro. Dazu später noch.

So, der 1. Tag beim Match Race Germany 2015 in Langenargen am Bodensee ist auch vorbei. Die Wettfahrleitung brach 18.00 Uhr die Rennen ab. Die lieben Windverhältnisse. Unstete Winde. Sie erforderten von den 60 Seglern und dem erfahrenen Wettfahrleiter Rudi Magg eine gehörige Portion Geduld. Nach dem heutigen Auftakt grüßt Eric Monnin aus der Schweiz vom Team SailBox von der Position 1 im Klassement trotz verlorener Starts in Serie.

Der charismatische Sportdirektor Eberhard Magg:

,,Wir haben heute schon sehr spannenden Sport und heiß umkämpfte Duelle erlebt, die Lust auf mehr gemacht haben. Wir sind mehr als zuversichtlich, dass wir am Freitag mehr Rennen sehen werden.”

So ergibt sich beim Match Race Germany 2015  der folgende Zwischenstand:

 ZWISCHENSTAND VORRUNDE, TAG 1
(Die Crews haben nicht die gleiche Anzahl an Rennen gesegelt)

1. Eric Monnin , 39, Stäfa/Schweiz, Team SailBox – 3:0
2. Tomislav Basic, 40, Split/Kroatien, TB Race Team – 2:1
2. Dejan Presen, 33, Ljubljana/Slowenien, Lumba Match Race Team – 2:1
4. Joachim Aschenbrenner, 21, Nivå/Dänemark, Aschenbrenner Racing – 1:0
4. Reuben Corbett, 27, Kerikeri/Neuseeland, Corbett Racing – 1:0
4. Przemyslaw Tarnacki, 37, Danzig/Polen, Energa Yacht Racing Team – 1:0
7. Max Trippolt, 24, Bregenz/Österreich, Trippolt Sailing Team – 0:1
7. Tino Ellegast, 35, Konstanz/Deutschland, Team Ellegast – 0:1
7. Mathew Jerwood, 22, Australia, Redline Racing – 0-1
10. Mark Lees, 23, Poole/Großbritannien, GBR Match Racing – 1:2
10. Christian Binder, 52, Schwechat/Österreich, Flat Lake Sailing Team – 1:2
12. Tim Kröger, 50, Hamburg/Deutschland, New Wave by adidas – 0:3

So, ein Reblog war in der Headline angekündigt. Dann tauchen wir sofort in den Text und meine Bilder vom vergangenen Jahr hinein:

Reblog [vom 2. Juni 2014]

Match Race Germany 2014 in Langenargen nimmt Konturen an

Traveler Digital Camera  Einst adelte Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) Langenargen mit folgenden Worten:

,,Langenargen ist nur mit den schönsten Ansichten bei Genua und Neapel vergleichbar.”

Charmant. Ohne Agentur. Für solche marketingtechnisch unbezahlbaren Worte würde manch Tourismusverantwortlicher anderer Ortschaften sich händeringend nach einer historischen Dichterin suchend, auf den Weg in die Archive machen. Langenargen am Nordufer des Bodensees ist wirklich mit einer sehr schönen Ansicht und Aussicht gesegnet.

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Dieser Tage rückt das Match Race Germany 2014 immer näher. Im Sportkalender am Bodensee hat das Event mit den packenden Duellsegelsport einen festen Platz. Über die Jahre haben Harald Thierer, Eberhard Magg und Bernd Buck ein Segelevent auf die Beine gestellt, deren Anziehungskraft sich die besten Skipper der ISAF-Weltrangliste nicht entziehen können. Dieses Jahr erlebt Langenargen bereits die 17. Auflage.

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Auch die einheimische Hotellerie profitiert selbstredend vom Segelevent. Die Buchungen sind alle unter Dach und Fach. Die Stammgäste kommen seit vielen Jahren zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Vom Balkon aus entspannt in den Hafen zu schauen, den Morgen in Langenargen mit einer gut duftenden Tasse Kaffee, einem Espresso oder einem Cappuccino zu beginnen, für viele Besucher ein liebgewonnenes Ritual beim Start in den Tag.

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Die Vorbereitungen für das diesjährige Match Race Germany vom 5. bis 9. Juni laufen auf Hochtouren. In der aktuellen Pressemitteilung unter dem Titel Ab Montag trainieren die Profis vor Langenargen, 100 Helfer bereiten sich auf Deutschlands Segelklassiker vor heißt es:

,,Das Match Race Germany 2014 kann beginnen: Zwölf Teams, ein Revier mit Charakter, 100 Helfer und ein 2000 Quadratmeter großes Regattadorf im Langenargener Gondelhafen bereiten sich auf den Besuch Zehntausender Besucher vor. Der einzige deutsche Grand Prix der Alpari World Match Racing Tour serviert mehr als 100 Segel-Duelle auf dem Bodensee direkt vor dem Langenargener Ufer und über Pfingsten ein prächtiges Infotainment-Programm an Land. Der erste Startschuss zu Deutschlands führendem Klassiker im Duellsegeln fällt am 5. Juni. 78 Vorrunden-Duelle stehen an, bevor die erfolgreichsten Crews ins Viertelfinale einziehen und bis zum Pfingstmontag ihren Bodensee-König ermitteln. Fünf Tage lang kämpfen die besten Profiteams der Welt um rund 50.000 Euro Preisgeld und wichtige Punkte für die Tour-Wertung, an deren Ende nach insgesamt sechs Regatten auf drei Kontinenten beim Monsoon Cup in Malaysia Ende November die neuen Weltmeister gekürt werden und weitere 500.000 US-Dollar ausgeschüttet werden.”

Bis zum Beginn ist noch einiges zu tun. Am Wochenende habe ich mir selbst vor Ort ein Bild gemacht. Das VIP-Zelt ist noch mit Equipment zu bestücken. Die Aufbruchsstimmung und Vorfreude auf das Segelevent ist in meinem lieblichen Nachbarsort Langenargen spürbar.

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Eine Änderung wird es in Sachen Kommentator dieses Jahr geben. Der bewährte ZDF-Moderator Nils Kaben ist diesmal nicht beim Matchrace dabei. Er hat dieses Jahr die Fußball-WM in Brasilien im Terminkalender. Am Sonnabend interviewte er nach dem Freundschafsspiel Niederlande gegen Ghana den Leader Kevin-Prince Boateng im Rahmen der Berichterstattung über WM-Vorbereitungsspiele des ZDF Sportstudios. Nils Kaben sprach Boateng auch auf sein kürzliches Interview an, in dem er den deutschen Nationalspielern fehlende Führungsstärke und Nicht-Umgehen-Können mit dem Druck vorwarf. Der Schalke Profi muss aus verschiedenen Ecken einiges zu hören bekommen haben. Im Interview nach der Partie gegen die Niederlande mit Nils Kaben wollte er sich nicht weiter dazu äußern und wirkte fast etwas kleinlaut. Doch bleiben wir beim Match Race. Also für den ZDF-Mann Kaben wird dieses Jahr der Kieler-Woche Moderator Christoph Kröger am Mikro sein und die Live-Kommentierung vornehmen.

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Die Premiere der Veranstaltung Match Race Germany in Langenargen war übrigens 1997. Nur einmal in der Geschichte musste aufgrund von Hochwasser das Segelevent ausfallen. Das war 1999. Wer noch ein wenig in der Geschichte blättern will findet auf der offiziellen Website matchrace Lesestoff.

Nachdenkenswert #285

,,Wenn Bayern München so einen Vertrag mit Adidas abschließt, der mehrere hundert Millionen wert sein soll, dann wird das weniger kritisiert als die Sponsoring-Aktivitäten beispielsweise in Wolfsburg, Hoffenheim oder Leipzig. Im Gegenteil, bei den Bayern ist dann alles super. Aber wo ist der Unterschied – abgesehen von den wesentlich höheren Summen, die die Münchner generieren?”

Rudi Völler, Sportdirektor bei Bayer Leverkusen, zum neuen Vertrag zwischen Adidas und Bayern München, mit Querverweis auf das Sponsoring von Automobilbauer VW, SAP-Gründer und Milliardär Dietmar Hopp sowie Getränkegigant plus Marketing – und Eventspezialist Red Bull

Sport am Bodensee: Adidas vs. Erima

Heute fällt definitiv die Entscheidung. Wer wird Deutscher Meister im Volleyball bei den Männern in der Saison 2014/2015? Es ist angerichtet. Der Sieger des heutigen Spiels in der ZF Arena gewinnt die deutsche Meisterschaft 2015. Der Stand in der Playoff-Finalserie zwischen dem VfB Friedrichshafen und dem Titelverteidiger Berlin Recycling Volleys ist mit 2:2 vermerkt.

Kampf um die deutsche Meisterschaft 2015 im Volleyball

1. Finalspiel: 18. April, 19.30 Uhr, VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys 3:1

2. Finalspiel: 22. April, 19.30 Uhr, Berlin Recycling Volleys – VfB Friedrichshafen 3:2

3. Finalspiel: 26. April, 15.00 Uhr, VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys 0:3

4. Finalspiel: 30. April, 19.30 Uhr, Berlin Recycling Volleys – VfB Friedrichshafen 2:3

5. Finalspiel: 3. Mai, 15.00 Uhr, VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys

Es ist auch ein Duell der Sponsoren Adidas vs. Erima. Der fränkische Sportartikelhersteller stattet den VfB Friedrichshafen aus. Wer ein wenig in die Geschichte von Adidas tauchen möchte dem sei ein Text von mir aus dem Herbst 2012 unter dem Titel Adidas und das Sportsponsoring empfohlen. Erima ist Sponsoring Partner vom amtierenden deutschen Volleyballmeister Berlin Recycling Volleys. Außer den Hauptstädtern sind auch die Volleyballteams von TV Rottenburg, Allianz MTV Stuttgart und VC Olympia Berlin unter Vertrag bei Erima. Im Handball zählen unter anderem die SG Flensburg-Handewitt und der TBV Lemgo zu den Referenzen. Einzelsportler wie Fabian Hambüchen oder der Handballstar Holger Glandorf sowie das Engagement beim deutschen Tennisbund sind weitere Meilensteine in der aktuellen Sponsoringliste. Auch die Fußballprofis vom 1. FC Köln laufen in Erima Spielkleidung auf.

Adidas setzt verstärkt im Marketing auf Bloggerinnen und Blogger 

Adidas setzt verstärkt auf Marketingaktivitäten mit Bloggern. Ein Beispiel dafür findet sich beim liebevoll gestalteten Blog Eiswuefel im Schuh. Das Lauf- und Triathlon-Blog von ‘Din’ hat durchaus das Potential zum Kultblog. Aber wir wollen nicht abschweifen und eine Abhandlung über die Perspektive von deutschen Blogs schreiben. Vielleicht ein andermal. Also ‘Din’ hat einen Besuch in der Hauptstadt in Sachen Laufschuh unter dem Titel Bequem, dynamisch und schlicht durchgestylt: Der Adidas Ultra Boost (Test) in Text und Fotos (sie wird bei ihren Blogbeiträgen von einem sehr guten Fotografen begleitet) bemerkenswert zusammengefasst und häppchenweise aufgedröselt.

Aber jetzt zum Volleyball. Das Wetter außerhalb der Halle am Bodensee ist eher durchwachsen.

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Eigentlich müssten die Hallensportarten in puncto Wetter deutlich im Vorteil gegenüber den Sportarten ohne Dach sein. Der Ticketverkauf lief beim VfB Friedrichshafen gut an. Die Spannung ist riesengroß. Es liegt ein Hitchcock-Thriller in der ZF Arena in der Luft. Die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen wurden nach ihrem Coup in der Berliner Max-Schmeling-Halle im 4. Spiel bei ihrer Rückkehr emotional empfangen:

,,Empfangen wurden sie, als ob die Deutsche Meisterschaft schon entschieden sei. Am Freitagnachmittag landete die Mannschaft des VfB am Flughafen in Friedrichshafen und wurde trotz Regens von einer Fangruppe in Empfang genommen. Blau-weiß leuchtete die Fahne der Häfler von der Flughafenterrasse und die Fangesänge waren durch die Türen des Fliegers zu hören. „Ehrlich“, fragte Mittelblocker Maxi Gauna und freute sich sichtlich über den Empfang am Bodensee.”

Wer beim Spiel nicht Live dabei sein kann, kann in Sachen Live-Ticker unter anderem dieses Angebot der B.Z. aus Berlin nutzen.

Wem Live-Ticker zu wenig Input ist, dem sei die Live-Übertragung bei sportdeutschland.TV aus Friedrichshafen ans Herz gelegt. Kommentator ist Dirk Berscheidt.

Sportkalender am Bodensee

03.05.2015 Fußball: FC St Gallen – FC Sion ab 13.45 Uhr

03.05.2015 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys ab 14.30 Uhr

08.05.2015 Handball: Alpla HC Hard – HC Fivers WAT Margareten ab 19.00 Uhr

09.05.2015 Handball: Bregenz Handball – SG INSIGNIS Westwien ab 19.00 Uhr

09.05.2015 Handball: HSG Konstanz – SV Salamander Kornwestheim ab 19.00 Uhr

13.05.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – Wacker Thun ab 19.30 Uhr

13.05.2015 Handball: TSV Otmar St. Gallen – Pfadi Winterthur ab 19.30 Uhr

14.05. – 17.05.2015 Schach: Oberschwäbische Einzelmeisterschaft 7 Runden CH 2 Std. / 40 Züge + 30 Min. (Restzeit) in Friedrichshafen – Jettenhausen

17.05.2015 Handball: Kadetten Schaffhausen – Wacker Thun ab 17.30 Uhr

20.05.2015 Fußball: FC St. Gallen – FC Thun ab 19.45 Uhr

20.05. – 25.05.2015 Segeln: Match Race Germany 2015 in Langenargen 

25.05.2015 Fußball: FC St. Gallen – FC Aarau ab 16.00 Uhr

Die Auswahl der Termine ist subjektiv und unvollständig

Nachdenkenswert #279

,,Wir haben an Begehrlichkeit verloren, weil wir uns nicht genug auf die Bedürfnisse unserer Kunden konzentriert haben.”

Herbert Hainer, (60),  Adidas-Chef und Unternehmer des Jahres 2005, auf einer Präsentation der neuen Strategie des Sportartikelkonzerns in Herzogenaurach. Um den Rückstand auf Nike nicht größer werden zu lassen, plant Adidas in den Metropolen Los Angeles, New York, London, Paris, Schanghai und Tokio verstärkt Präsenz zu zeigen und intensiv in Werbung zu investieren. Apropos Bedürfnisse der Kunden. Der Kundenwunsch soll stärker in den Fokus gerückt werden. Zukünftig will Adidas schneller agieren und in den nächsten 60 Monaten ca. 50% seiner Produkte in kürzeren Zeiträumen herstellen.

Marketinggenie Kevin Plank von Under Armour freut sich auf den Konkurrenzkampf mit Adidas, Nike, Puma und Co.

Nein, Kevin Plank ist kein Leisetreter. Für gewöhnlich hält er sich nicht an die vorgegebenen Rahmenbedingungen. Da wo Plank ist, ist Umsatz. Inklusive Wachstum. Dass andere Player im Sportartikelmarkt wie Nike oder Adidas die größere Tradition aufweisen, hindert den Chef von Under Armour nicht am lustvollen Angriff auf die Konkurrenten. Der charismatische Plank erinnert an große Marketinggenies wie Red Bull Chef Dietrich Mateschitz, Apple Gesicht Steve Jobs oder Formel-1 Boss Bernie Ecclestone. Verkaufen wird energisch zelebriert, die Marke intensiv aufpoliert und kraftvoll in Szene gesetzt. Spektakulär. Graue Maus Auftritte sind nicht das Ding von Kevin Plank.

Rockstar in Sachen Sportmarketing und ein Raunen in der Branche

Auf der Bühne des Sportmarketings bewegt er sich kraftvoll wie ein Rockstar. Wort und Tat von Plank bilden eine dynamische Flügelzange, die mit Power auf Ergebnisse ausgerichtet ist. Kürzlich wechselte der Tennisstar und Olympiasieger Andy Murray vom fränkischen Sportartikelhersteller Adidas zu Under Amour. Ein Coup, der ein Raunen in der Szene verursachte. Der umworbene Wimbledon Gewinner ist jetzt in Diensten des amerikanischen Emporkömmlings Under Armour. Ein Big Point. Es ist nicht überliefert ob Kevin Plank die Becker Faust nach Abschluss des Deals gemacht hat, es würde jedoch nicht überraschen.

Under Armour hat in den USA im Umsatzranking Adidas überholt. Nur noch Nike ist im geografisch und marketingtechnisch wichtigen Absatzgebiet vor dem Unternehmen von Kevin Plank. Das ist durchaus beachtlich. Under Armour und Kevin Plank versprühen Sex-Appeal. Ein Ende der bemerkenswerten Erfolgsstory ist nicht in Sicht. Die Überholspur ist die Lieblingsspur des offensiv agierenden ehemaligen Sportlers. Seine Disziplin war eine amerikanische Lieblingssportart, die traditionell viel Durchsetzungsvermögen von den Protagonisten verlangt: American Football.

Die polarisierenden Sprüche von Kevin Plank

Der vor Selbstbewusstsein strotzende Unternehmenslenker von Under Armour ist im Medienzeitalter nicht der erste, der mit großartig getimten Sprüchen auf sich aufmerksam macht. Doch schon jetzt könnten die Vielzahl der rhetorischen Fausthiebe ein komplettes Büchlein füllen mit dem Titel Die Sprüche von Kevin Plank. Er polarisiert – gar keine Frage. Doch wenn Sprüche mit Leistung unterlegt sind, schadet dies in der Regel den Protagonisten nicht. Wer erinnert sich nicht an die zahllosen Sprüche von Schwergewichtsboxweltmeister Muhammad Ali. Seine Fans liebten ihn wegen des großen Mundwerks und seiner Boxkunst. Doch bleiben wir bei Kevin Plank. Ein paar Sprüche sollen stellvertretend für das permanente Sendungsbewusstsein vom Under Armour Chef stehen:

„Ich mag Adidas nicht. Allerdings mag ich die anderen auch nicht, aber das ist mein Job.“

im Bloomberg TV Interview.

,,Ich kann schlafen, wenn ich tot bin. Wenn du erfolgreich sein willst, musst du arbeiten.”

bei manager-magazin online vom 06.01.2015.

,,Wir wollen die Nummer eins unter den globalen Sportmarken werden.”

bei manager-Magazin online vom 06.01.2015.

Standort München im Visier von Under Armour

Im Februar ist die große bayrische Landeshauptstadt fest vorgesehen für den geplanten Markenauftritt von Under Armour. München ist eigentlich in fester Hand von Adidas. Deutschlands Rekordmeister im Fußball, der kürzlich von Hannovers Präsident Kind im ARD als „einzige Weltmarke des deutschen Fußballs“ bezeichnete Vorzeigeclub Bayern München wird seit Jahrzehnten von Adidas ausgestattet. Dazu hält Adidas Anteile an der Bayern München AG.

Bonuspunkte erarbeitete sich der fränkische Sportartikelhersteller auch in der Halle. Dort trumpft seit der von Uli Hoeneß mit angeschobenen Projekttaufe der deutsche Basketballmeister Bayern München auf. In Adidas Kleidung. Selbstredend. Im vergangenen Jahr beendeten die Korbjäger von Coach Pesic die Siegesserie der Domstädter von Brose Baskets Bamberg, die den Titel in Deutschland im Stile eines Abonnenten vorher gebucht und erspielt hatten. Fernab der Welt des Leistungssports gibt es unweit des Marienplatzes in guter Citylage einen Adidas Store. Einer von vielen Anbietern von Adidas Produkten in der prosperierenden Metropole München.Traveler Digital CameraDies ist beileibe nicht der einzige Laden in dem der geneigte Kunde Adidas Schuhe oder Trikots kaufen kann. Ganz in der Nähe gibt es zum Beispiel am Marienplatz das Sportgeschäft Sport Münzinger, der selbstverständlich auch einen Service in Sachen Beflockung für die Trikots anbietet, wenn etwa wohlbetuchte arabische Kundschaft für die eigenen fußballbegeisterten Kinder in größerer Stückzahl Trikots der Bayern München Stars ordert. Dazu ist ein ständiges Grundrauschen an Umsatz durch deutsche Fußballfans zu vernehmen. Auch zahlungskräftige russische Kundschaft kauft gerne die Markenartikel mit den prägnanten drei Streifen. Das passt schon. Es gibt dazu unzählige Möglichkeiten für den Konsumenten sich in München mit Adidas Kleidung zu versorgen. Der Bedarf an Sportkleidung scheint mit den zahlreichen Angeboten bis in die Randlagen der an der Isar gelegenen City gut gedeckt zu sein.

Der Markt in München wartet nicht mit offenen Armen auf Under Armour

Der Markt für Sportartikel wartet in der bayrischen Landeshauptstadt also keineswegs mit offenen Armen auf neue Player. Kevin Plank hat für Under Armour jedoch bewusst den Standort München gewählt. Er soll Auftakt für die Markteroberung in Deutschland sein. Eine beispiellose Umsatz- und Marketingstory soll geschrieben werden. Die deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma sowie der seit Jahren in Deutschland eingeführte amerikanische Konkurrent Nike sind da eher gern angenommene Herausforderung. Berührungsängste kennt Kevin Plank nicht. Dabei ist sich der Unternehmenslenker schon bewusst, dass Deutschland ein Fußballland ist. Umsatz immer auch über die Königsdisziplin geht. Die Anzahl an ausgestatteten Profivereinen ein Indiz für Marktstärke und Imagetransport vom Label ist. Da liegt noch viel Akquise vor Under Armour. Das zwischenzeitliche Engagement beim Bundesligisten Hannover 96 war nicht nachhaltig. Der jetzt vom Branchenmagazin SPONSORs kolportierte Vertragsabschluss mit St. Pauli soll ab Juli 2016 umsetzbar sein, in Form medialer Bilder die sich dem Kunden und Fan durch die getragenen Trikots der Fußballprofis ins Gedächtnis einbrennen sollen. Vermarktungsspezialist Kevin Plank wird mit der ihm eigenen Marketing-Power weitere Abschlüsse realisieren wollen.

Under Armour Chef Kevin Plank mag Adidas nicht

Kevin Plank, wortstarker Chef vom amerikanischen Sportartikelhersteller Under Armour, mag Adidas nicht. Da macht er beim Bloomberg Interview kein Hehl raus. Under Armour hat in den USA im Umsatzranking Adidas überholt. Nur noch Globalplayer Nike ist im geografisch und marketingtechnisch wichtigen Absatzgebiet vor dem Unternehmen von Kevin Plank. Das ist durchaus beachtlich. Siehe auch beim manager-magazin online den Bericht unter dem Titel Adidas fällt in USA auf Rang 3 zurück.

Nachdenkenswert #268

,,Schneller, aggressiver, verrückter – eine junge US-Sportmarke greift die Marktführer Nike und Adidas an. Für den ohnehin gebeutelten Adidas-Konzern wird Under Armour zur größten Gefahr. Wer die Welt erobern will, darf nicht schlafen. Das klingt wie der Spruch eines Halbstarken, aber Kevin Plank (42), Unternehmer und Multimilliardär, lebt danach. Gerade ist er von Asien aus zurückgeflogen, mehr als 90 Minuten dösen wollte er sich nicht gönnen.”

Simon Hage, beschäftigt sich auf manager-magazin online unter dem Titel Under Armour – der Albtraum von Adidas mit dem aufstrebenden Sportartikelhersteller Under Armour und seinem Marketinggenie und charismatischen Chef Kevin Plank, der offensiv Nike und Adidas den Konkurrenzkampf angesagt hat und mit entsprechender Power sowie flotten Mundwerk agiert.