FV Ravensburg wird von den Stuttgarter Kickers durchgeschüttelt und Vital Heynen sucht einen Co-Trainer

Der 28. Mai 2016 hatte etwas magisches. Real Madrid gewinnt die Champions-League gegen das Leidenschaftsmonster Atletico Madrid (Copyright Matthias Sammer). Am selben Tag gewann der FV Ravensburg erstmalig in seiner Vereinsgeschichte den WFV-Pokal. Das war ein Statement. Damals blickte ich auf das Endspiel.

,,Kaum habe ich vom Fluch am Bodensee über eine längere titellose Zeit in der regionalen Leistungssportszene geschrieben, kommen Titel. Der FV Ravensburg holt sich den WFV-Pokal in der Abstiegs-Triple-City Stuttgart (Copyright Michael Wiemer) mit einem klaren 5:2 gegen den FSV 08 Bissingen. Das ist für den in der Oberliga Baden-Württemberg spielenden Fußballclub der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Damit dürfen die Ravensburger in der Saison 2016/2017 im monetär interessanten DFB-Pokal starten. Nach 12 Minuten führte das Team von Trainer Wolfram Eitel bereits mit 2:0 gegen Bissingen. Doch im Gazi Stadion in Stuttgart, der angestammten Spielstätte der Stuttgarter Kickers, schlug es im Tor von Keeper Mesic zweimal in der 27. Minute und 30. Minute ein. Somit ging es mit 2:2 in die Halbzeit. Doch auf Steffen Wohlfarth war wieder einmal Verlass. Er erzielte in der 66. Minute die 3:2 Führung für den FV Ravensburg. Jonas Wiest erzielte in der 78. Minute das 4:2. Das war die Vorentscheidung. Soyudogru erhöhte in der 88. Minute auf den 5:2 Endstand und sicherte damit den Pokalsieg. Wiederhole mich gerne: Inklusive dem Startrecht für den monetären interessanten DFB-Pokal in der Saison 2016/2017.“

Doch der Traum von der Titelverteidigung fand gestern Abend ein jähes Ende. Der FV Ravensburg mit Coach Wolfram Eitel wurde speziell in der ersten Halbzeit von den Stuttgarter Kickers durchgeschüttelt. Zum Pausentee lagen die Oberschwaben mit 1:5 zurück. Die zweite Hälfte diente dann nur noch zur ergebniskosmetischen Straffung wie Botox für das Gesicht. Endstand 2:5.

Schach: Offene Stadtmeisterschaft Friedrichshafen 2017

Schwenk zum Schach. Am morgigen Freitag gibt es im Schach die Offene Stadtmeisterschaft Friedrichshafen 2017. Ein Höhepunkt im Schachkalender am Bodensee. Kiebitze sind gerne gesehen. Die Offene Stadtmeisterschaft Friedrichshafen 2017 findet am Freitag, den 28.04.2017, in der Sportgaststätte vom TSV Fischbach, Hansjakobstr. 2/1, 88048 Friedrichshafen-Fischbach statt. Spielbeginn ist 19.30 Uhr. Der Modus: 5 Runden Schweizer System, 15 Minuten Bedenkzeit.

Das Startgeld beträgt 5 Euro. Für U-18: 3 Euro.

VfB Friedrichshafens Starcoach Vital Heynen sucht einen Co-Trainer

Vital Heynen übernahm ein großes Erbe vor Saisonbeginn. Er trat in die Fußstapfen von Trainerlegende Stelian Moculescu. Die Bilanz von Moculescu sprengte den Briefkopf. In seiner Ära coachte Mister Volleyball den VfB Friedrichshafen in bis dahin für unmöglich gehaltene Dimensionen. Friedrichshafen wurde zur heimlichen Volleyball-Hauptstadt Deutschlands, wenngleich in Sachen Marketing, Stadtbild etc. dies nicht zu sehen war.

Lassen wir die sportlichen Triumphe vom VfB Friedrichshafen mit Erfolgscoach Stelian Moculescu nochmals in Zeitraffer Revue passieren:

Deutscher Volleyballmeister von 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2015 und Pokalsieger 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2012, 2014, 2015 sowie Champions-League-Sieger 2007.

Foto: © Michael Wiemer

Stelian Moculescus Nachfolger kam aus Belgien. Vital Heynen. In seiner Vita war da die WM-Bronzemedaille mit Deutschland bei der Volleyball-Weltmeisterschaft 2014 in Polen im Gepäck. Vital Heynen holte zum Einstieg als Duftmarke den neugeschaffenen Supercup an den Bodensee. Gegen den Erzrivalen. Aus Berlin. Die Berlin Recycling Volleys ahnten bei der Heimniederlage in der Max-Schmeling-Halle vielleicht da schon, wie kantig die Häfler unter ihren ehrgeizigen Neu-Coch in der Saison 2016/2017 agieren werden.

Inzwischen sind die Pokalniederlage der Berliner gegen die Häfler, zwei Punktspielniederlagen und der Verlust des ersten Playoff-Finalspiels in der ZF Arena am Bodensee dazugekommen. Die Berliner müssten eigentlich einen dicken Hals haben. Noch ist der VfB nicht durch. Simon Tischer hat es prägnant auf den Punkt gebracht.

,,Wir fahren jetzt nach Berlin und dann stehen die Chancen wieder bei 50:50. Erst wenn wir zwei Spiele gewonnen haben, ist die Saison vorbei.“

Simon Tischer feierte diese Woche am Montag seinen 35. Geburtstag. Der Kapitän spielte bereits von 2004 bis 2007 beim VfB Friedrichshafen. Dann zog es ihn in die weite Welt. Die Stationen waren Iraklis Thessaloniki, Olympiakos Piräus, Ziraat Bankasi Ankara, VK Dynamo Krasnodar, Jastrzebski Wegiel und ASUL Lyon Volley-Ball. 2014 dockte Zuspieler Tischer wieder am Bodensee an. Der Meistertitel 2017 wäre nach 2005, 2006, 2007 und 2015 der fünfte mit dem VfB Friedrichshafen.

Mit einem Sieg der Häfler Mannschaft  am 3. Mai in Berlin würde der Meistertitel nach Friedrichshafen gehen. Siegt der amtierende Meister Berlin Recycling Volleys gibt es das Entscheidungsspiel am 7. Mai am Bodensee.

Kommen wir zu Starcoach Vital Heynen. Er brennt. Er hat Selbstbewusstsein. Er hat einen Matchplan. Er ist fordernd. Er fördert. Er mag keine Niederlagen. Vieles kennen die Volleyballfans auch von Vorgänger Stelian Moculescu. Vital Heynen ist jedoch Vital Heynen. Ein Original. Er setzte in seiner ersten Saison, unabhängig wie die Meisterschaft jetzt ausgeht, bereits bemerkenswerte Akzente. Er nahm selbstbewusst den Kampf gegen den Triple Sieger 2016 Berlin Recycling Volleys auf. Impfte seiner Mannschaft neues Selbstvertrauen ein. Entfachte neue Leidenschaft. Die Spieler folgten ihm. Supercup, Pokalsieg, Dominanz in der heimischen Liga. Er ging auch originelle Wege. Erinnert sei an die spektakuläre Bierwette vor dem Champions-League Spiel gegen Zenit Kazan. Vital Heynen scheute im Schwabenland, geprägt von traditioneller Sparsamkeit, keine Kosten. Öffnete den eigenen Geldbeutel. Er motivierte seine Spieler zum Satzgewinn gegen die russische Übermannschaft. Kazan ist mit Stars und großer finanzieller Power gespickt. Ein Satzgewinn gegen die Superstars ist nicht hoch genug zu bewerten. Vital Heynen zeigte sich nicht nur bei der Bierwette als Meister in Sachen Marketing. Man stelle sich ihn vor als Vertriebsprofi bei der Akquise neuer Sponsoren im Außendienst. Eine Power-Umsatz-Maschine bei der Deutschlands bester Verkaufstrainer Dirk Kreuter seine Freude hätte. Vital Heynen ist ein smarter Verkäufer. Auch in eigener Sache. Und das ist gut so.  

Dann wäre da auch noch der epische 2. Satz im Auswärtsspiel der Volleyball-Champions-League bei Zenit Kazan zu erwähnen. Friedrichshafen wehrte sich intensiv, gab nicht auf, zelebrierte eine Widerstandsfähigkeit und zwang dem russischen Kontrahenten einen ellenlangen Kampf auf. Dieser mit 38:40 knapp verlorene 2. Satz der Mannschaft von Vital Heynen war ebenfalls mit einem Ausrufezeichen zu versehen. Der Reifeprozess der neuen Mannschaft vom belgischen Volleyballenthusiasten ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Das zeigte sich in den Begegnungen gegen Arkas Izmir. Der VfB Friedrichshafen musste beide Spiele mit 2:3 abgeben.

Aktuell sucht Vital Heynen einen Co-Trainer. Hier geht es zum Originaltext auf der Webseite des VfB Friedrichshafen.

Wer sich vorab ein wenig einlesen möchte in die Gedankenwelt des belgischen Coachs, dem sei der Twitter-Account von Vital Heynen empfohlen und an die Hand gegeben. Dort steht der smarte Belgier auch kurz vor einem Jubiläum. Der dreitausendste Follower. Bisherige Followeranzahl von Vital Heynen bis zum heutigen Tag: 2.994.

Kadetten Schaffhausen erstmalig im Hummel Trikot Meister?

Vor der Saison wechselte der Schweizer Handballmeister Kadetten Schaffhausen vom langjährigen Ausstatter Adidas zu Hummel. Jetzt könnte der erste Meistertitel im Hummel Trikot erfolgen. Her sind die Daten der Finalspiele gegen Pfadi Winterthur:

Sonntag, den 14. Mai um 15.00 Uhr – BBC Arena A
Mittwoch, den 17. Mai um 19.30 Uhr – Zielbau Arena Winterthur
Samstag, den 20. Mai um 19.30 Uhr – BBC Arena A
Eventuell Donnerstag, den 25. Mai um 17.00 Uhr – Zielbau Arena Winterthur
Eventuell, Samstag, den 27. Mai um 19.30 Uhr – BBC Arena A

Zur 15.00 Uhr Anwurfzeit am 14. Mai vermeldet die Medienstelle der Kadetten:

,,Die Anspielzeit des ersten Spiels am 14.05.2017 ist leider sehr unglücklich mit 15.00 Uhr, dafür möchten wir uns bei allen Fans entschuldigen. Diese Zeit ist vom SHV vorgegeben worden und konnte nicht geändert werden.“

Okay, das lasse ich mal so stehen.

Für heute sind wir fast durch. Noch schnell einen Blick auf die Sport Mixed Zone Bodensee geworfen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Die Jungen Wilden der HSG Konstanz spielen in der 2. Handball-Bundesliga morgen Abend bei TUSEM Essen. Andreas Joas hat gewohnt liebevoll die Vorschau erstellt. Hier geht es entlang. +++ Segeln: Auf bodensee-regatten gibt es die aktuellen Termine. Der Sportbootcup für den 7. Mai musste wegen zu geringer Meldezahl abgesagt werden. +++ Handball: In der Handball Liga Austria zieht Alpla HC Hard souverän ins Halbfinale ein. Die Roten Teufel vom Bodensee siegten in der Best-of-three Serie im zweiten Spiel gegen SC Ferlach mit 36:15 (16:8) und fegten die Käntnerer Handballer aus der Halle. Hier die Details. +++ Handball: Nicht ins Halbfinale der Handball Liga Austria, es bleibt die Zaungast Rolle für den österreichischen Rekordmeister Bregenz Handball. Die Festspielstädter vom Bodensee verloren auch ihr zweites Viertelfinalspiel bei Sparkasse Schwaz Handball Tirol. Hier auf hla.at gibt es die Details. Bregenz Handball Coach Robert Hedin merkt an: „Gratulation an Schwaz, der Aufstieg ist absolut verdient. Wir haben uns sehr viel vorgenommen, aber wie schon am Mittwoch den Start komplett verschlafen. Das war nicht mehr aufzuholen. Wir haben gekämpft, aber gegen diesen Gegner war nichts mehr zu holen. Dafür haben wir uns einfach viel zu viele technische Fehler erlaubt, die Wurfquote war nicht gut. Die Ausfälle konnten wir schwer kompensieren, die Mannschaft ist gegenüber dem Vorjahr auch verjüngt. In diesen Spielen hat sich das nun bemerkbar gemacht. Ich glaube, dass HANDBALL TIROL gute Chancen auf das Erreichen des Finales hat.“ +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars haben eine schwere Saison hinter sich. Entlassung Daniel Naud. Krebstod von Nachfolgecoach Toni Krinner. Eine sportlich unbefriedigende Ausbeute in der Liga. Als es in die Playoffs ging war man bereits draußen. Jetzt blickten sie zum DEL2 Playoff-Finale und Frank Enderle gratuliert den Frankfurter Löwen zur Meisterschaft und zollt Vizemeister Bietigheim Steelers Respekt.

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Outdoor Industrie und Sportartikelhersteller und der Status quo in puncto fairer Produktionsbedingungen

Am morgigen Freitag, den 30. September 2016, gibt es den sogenannten ,,Fashion Fairday“. Autorin Regina Henkel hat sich auf ispo.com in einem Artikel unter dem Titel Löhne in der Supply Chain: Bekleidungsindustrie sucht nach fairen Lösungen mit der Thematik auseinandergesetzt.

Foto: © Michael Wiemer

Mit den Produktionsbedingungen, den Lohnverhältnissen, den Rahmenbedingungen in den Fabriken vor Ort in der Bekleidungsindustrie beschäftigt sich seit Jahren auch die Christliche Initiative Romero (CIR), benannt nach dem 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischof Oscar Arnulfo Romero, und setzt sich intensiv mit dem Thema auseinander. Seit Jahren ist Maik Pflaum ein intimer Kenner der Produktionsbedingungen der Sportartikelindustrie und der Outdoorhersteller, für CIR tätig. Stammleser meines Blogs kennen auch das Interview von Maik Pflaum mit Estela Ramirez von der Gewerkschaft SITRASACOSI aus El Salvador. Hier geht es zur PDF-Datei. Estela Ramirez gab Maik Pflaum Einblicke in die Arbeitsbedingungen der Näherinnen, die für die großen Zweieinhalb der Sportartikelbranche in den Fabriken El Salvadors arbeiten.

Diese Woche bat ich Maik Pflaum um ein Statement zum aktuellen Status der Outdoor Industrie und der Sportartikelhersteller in puncto Fairness in der Produktion.

Wie schätzen Sie denn die aktuellen Bemühungen der Outdoor Industrie und der Sportartikelhersteller im Hinblick auf faire Produktionsbedingungen ein? Wie ist der Status Quo? Inwieweit klafft eine Lücke zwischen Ankündigungen und Umsetzungen?

 Maik Pflaum: ,,Hier gibt es viel Licht und Schatten. Sehr ärgerlich sind die Zustände in der Sportbekleidungsindustrie: Hier hat sich seit 10 oder 15 Jahren nichts Substantielles bewegt. Ärgerlich deswegen, weil hier drei Konzerne den Weltmarktmarkt dominieren: Nike, Adidas-Reebok und Puma. Es wäre ein leichtes, sich gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Sie lassen ja sowieso in den gleichen Fabriken fertigen und hätten die Nachfragemacht, Dinge zu bewegen. Aber das Gegenteil ist der Fall: es wird immer weiter versucht, noch billiger produzieren zu lassen. Damit den Aktionär*innen neue Rekordgewinne in Aussicht gestellt werden können. Wer für Adidas oder Nike oder Puma fertigt und sich krank schuftet, verdient in aller Regel nicht genügend, um den Grundbedarf einer Durchschnittsfamilie abdecken zu können. „Fair Play“ sieht anders aus!

Bei den Outdoor-Herstellern hat sich viel getan. Viele wurden seit unserer Kampagne ab 2009 Mitglied in der Fair Wear Foundation(FWF). Das ist m.E. nach die fortschrittlichste und anspruchsvollste Kontrolleinrichtung im Bereich der Arbeitsrechte. Jack Wolfskin, Vaude, Deuter, Schöffel,… Die Liste der Mitglieder ist zum Glück lang. Alle arbeiten engagiert mit, lernen voneinander. Wie sich die einzelnen Unternehmen bewähren, kann transparent auf der Seite der FWF im jeweiligen Brand Performance Check (www3.fairwear.org/36/brands/) nachgelesen werden. Einziger Schwachpunkt: auch hier liegen die Löhne oftmals noch nicht auf Grundbedürfnis-Niveau, und das Engagement, dies zu erreichen, müsste bei den meisten höher sein.“

55. Interboot in Friedrichshafen geht in ihren 7. Messetag

Das Wetter hat sich wieder gedreht. Nach dem rauen Outdoor-Wetter gab es dann doch wieder reichlich Sonnenstrahlen. Gut für die Organisatoren der Interboot in Friedrichshafen, die doch auch eine Reihe an Programmpunkten außerhalb der Messehallen platziert haben. Erinnert sei nur an die  Liquid Quarter Mile. Wer tiefer in die atmosphärischen Tiefen der Branchenmesse eintauchen möchte, dem seien auch die vielfältigen Momente der Interboote 2016 an die Hand gegeben. Mit reichlich Speed.

Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen der Schweiz.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Traditionell stand der gut besuchte Interboot-Donnerstag gestern im Zeichen der Eidgenossen. Das Nachbarland zeigte Flagge, das Nachbarland bilanzierte einen guten Sommer für den Sportbootmarkt. David Clavadetscher, Geschäftsführer vom Schweizerischen Bootbauer-Verband zeigte sich zufrieden. Siehe auch Wirtschaftliche Situation des nautischen Gewerbes in der Schweiz.

David Clavadetscher merkt an:

,,Die Kampagne „Go Boating“ (www.goboating.ch) wurde durch den Schweizerischen Bootbauer-Verband im Jahr 2005 lanciert. Über 10 Jahre nach Realisierung kann festgestellt werden, dass es zentrale Aufgabe des Branchenverbandes ist, Nichtnautiker zum Bootssport zu motivieren. Immer mehr Leute entscheiden sich zwar spontan zu einem Bootskauf, bleiben diesem jedoch nicht über Jahrzehnte hinweg treu. War noch vor über 12 Jahren die durchschnittliche Besitzdauer bei über 10 Jahren, so kann festgestellt werden, dass diese heute bei ca. 4 bis 5 Jahren liegt. Tatsache ist aber auch, dass sich neue Bootsfahrer eher für ein Motor- als ein Segelboot entscheiden.“

So weit David Clavadetscher, Geschäftsführer vom Schweizerischen Bootbauer-Verband.

Die Interboot wartete auch dieses Jahr wieder mit Weltpremieren auf. Wer in die Neuheiten für die kommende Saison eintauchen möchte, dem sei hier die Übersicht über die Weltpremieren auf der 55. Interboot zur Lektüre empfohlen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Der neue Ausstatter Hummel, der Adidas zur neuen Saison ablöste, hat ja mit der Auslosung in der Champions-League für die Kadetten Schaffhausen Glück gehabt. Mehr Prominenz in einer Gruppe geht fast nicht. Telekom Veszprom, Bjerringbo-Silkeborg, THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt, Wisla Plock und Paris St. Germain sind in Gruppe A die attraktiven Gegner. Doch gestern Abend mussten die Kadetten eine unglückliche Niederlage gegen das dänische Team Bjerringbo-Silkeborg aus dem Land des amtierenden Olympiasiegers hinnehmen. Hier geht es zu den Details. +++ Fußball: Der FC St. Gallen mit dem ehemaligen HSV-Bundesligatrainer Joe Zinnbauer gewann über der Woche beim FC Thun mit 2:1. Nun steht am Samstag das Heimspiel gegen den Branchenprimus FC Basel an. Das Bayern München der Schweiz. Basel powerte gewohnt souverän auch zu Saisonbeginn und legte einen Traumstart mit 8 Siegen aus 8 Spielen und 26:6 Toren hin. Der FC St. Gallen kommt nach seinem Sieg in Thun auf die Bilanz von 3 Siegen und 5 Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 8:11. Die Favoritenrolle ist für den 24.09.2016 klar verteilt. Der Anpfiff erfolgt um 20.00 Uhr. +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars sind vergangenes Wochenende in die neue DEL2 Saison gestartet. Jetzt haben sie am Freitag ein Auswärtsspiel bei den Löwen in Frankfurt und am Sonntag ein Heimspiel gegen die Crimmitschauer Eispiraten. Pressesprecher Frank Enderle dröselt die Details gewohnt souverän in seiner Vorschau auf.

23. OutDoor vom 13. Juli bis 16. Juli 2016 in Friedrichshafen

Die Zeit verfliegt. Bevor wir uns der vor der Tür stehenden Fachmesse OutDoor am Bodensee in Friedrichshafen widmen, noch ein kleiner Schwenk auf die Website der ISPO, der Branchenmesse der Sportartikelindustrie in München. Sie haben in den letzten Monaten verstärkt in puncto Content-Marketing geschraubt. Die gestern zu Ende gegangene Fußball-EM nutzt man um im Artikel mit dem Titel Diese Fußballschuhe schossen bei der EM 2016 die Tore,  den Stars auf die Füße zu schauen. Also der Matchwinner Éder traf in …. Nike Mercurial Vapor XI Schuhen. Der in der Verlängerung zum Assistenztrainer par excellence sich wandelnde Cristiano Ronaldo trägt auf dem Spielfeld  Schuhe der Marke Nike Mercurial Superfly V und Mannschaftskollege Nani spielt in Adidas X 16+ Purechaos.

Der im EM-Halbfinale am Donnerstagabend in Marseille gegen Deutschland den Spielverderber gebende französische Stürmer Antoine Griezmann schoss seine beiden Tore gegen Manuel Neuer mit dem Puma Evospeed SL II.

 Doch schwenken wir zur 23. OutDoor am Bodensee in Friedrichshafen.

 Foto:  © Michael Wiemer

Alle wichtigen Details zur OutDoor 2016 vorab habe ich die letzten Tage hier auf sportinsider zusammengetragen. Ja, es ist auch Urlaubszeit und der eine oder andere Stammleser klinkt sich erst ab heute wieder ein. Daher schraube ich gerne an der Serviceschraube. Erinnert sei an folgende Artikel:

In Sachen Content-Marketing ist die offizielle Messewebsite der OutDoor auch weiterhin in Form. Im neuesten Text zum Thema Funktionskleidung kommen auch Anders Blomster, Marketing Manager der schwedischen Marke Lundhags und Julie Rogers, Category Dirctor Bekleidung bei Black Diamond zu Wort.

Anders Blomster von Lundhags macht sich stark für eine Jacke für alle Bedürfnisse und merkt an:

,,Ich bin davon überzeugt, dass gute Funktionskleidung multifunktional ist. Aber weder für den Verbraucher noch für den Handel ist es nachhaltig, fünf verschiedene Jacken für fünf verschiedene Einsätze zu besitzen oder führen zu müssen.“

Doch es gibt auch andere Sichtweisen. Julie Rogers von Black Diamond legt den Fokus auf die monothematische Spezialisierung der Kleidung für die Zielkundengruppe.

,,Für Black Diamond setzen wir unseren Fokus klar auf die Bedürfnisse unserer Hauptzielgruppe – Kletterer und Backcountry Skifahrer. Alles, von der Passform, den Details bis zur Materialauswahl ist so ausgewählt, dass es deren Bedürfnissen dient.“

So weit zwei Stimmen vom Markt der Outdoor-Hersteller.

Ist der Outdoor Markt eigentlich gesättigt? Nun, das ist sicher auch eine Frage der Perspektive. Es gab die umsatzstarken Jahre wo Händler und Hersteller ordentlich Geld verdienten. So hört man. Die Branche ist immer auf der Suche nach neuen Produktideen und Verkaufsaktivitäten. Inklusive einem innovativen Marketing.

Sigrid Stoss titelt auf schwaebische.de dann auch prägnant Outdoor-Branche sucht neuen Schwung.

Pressekonferenz zur Internationalen OutDoor 2016

Auf eine OutDoor-Fachmesse in voller Stärke stellt sich die globale Natursport-Branche vom 13. bis 16. Juli 2016 am Bodensee in Friedrichshafen ein. In Zahlen, Daten und Fakten heißt dies konkret: Insgesamt 960 Aussteller aus 40 Nationen werden nicht nur die gesamte Produkt- und Dienstleistungsbandbreite aller Handelsstufen zeigen, sondern auch zahlreiche interessante Innovationen der Branche. Sie sollen den Fachbesuchern wertvolle Impulse geben und das Produktangebot noch vielfältiger gestalten. Am 13. Juli wird ab 10.30 Uhr in der Pressekonferenz am ersten OutDoor-Messetag die aktuelle Situation der umsatzstarken Branche und zukünftige Herausforderungen diskutiert.

Die Teilnehmer der Pressekonferenz auf dem Podium setzen sich wie folgt zusammen:

  • John Jansen, EOG President, Head of Keen EMEA
  • Yannick Morat, Präsident Groupe Frasteya, Sport2000
  • Stefan Glowacz, Alpinist und CEO Red Chili
  • Stefan Reisinger, Bereichsleiter OutDoor/Eurobike, Messe Friedrichshafen
  • Bernd-Uwe Gutknecht , ARD Sportreporter (Moderation)

Die OutDoor-Pressekonferenz wird simultan englisch/deutsch gedolmetscht. Sie ist per Live-Stream zu verfolgen. Hier gibt es die Details inklusive dem Video der 2015 stattgefundenen Pressekonferenz

Sport Mixed Zone Bodensee  

Outdoor: Da wir am Samstag über den Columbia Auftritt auf der ISPO 2016 hier auf sportinsider gesprochen haben, noch eine kleine Anmerkung auf outdoor-show.de: ,,Auch Columbias Marketingmanagerin Dana Eichinger findet, dass ,,Outdoor-Produkte die besseren, leichteren und packbareren Produkte mit mehr technologischen Funktionen wie UV-Schutz und Feuchtigkeitsmanagement“ sind. +++ Bodenseequerung: Der Bodensee ist ein Paradies für Langstreckenschwimmer. Keine Frage. Auf der offiziellen Website bodenseequerung.de gibt es Anmeledeformulare, Details zu Rekorden, Erlebnisberichte der letzten Jahre und einen Schwung an Infos. +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars gehen in die DEL2 Saison 2016/2017 mit veränderten Ticket-Preisen. Towerstars Geschäftsführer Rainer Schan bittet die Eishockeyfans um Verständnis und merkt an: ,,Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund weiter gestiegenen Infrastruktur- und Nebenkosten ein gewisser Teil diesmal auch auf die Eintrittspreise umgelegt werden musste.“ Hier geht es zu den Details. Am Samstag waren die Eishockeycracks  in Person von Torhüter Jonas Langmann und den beiden Stürmern Daniel Pfaffengut und Kai Laux  beim Sommerfest der Stiftung Liebenau. Frank Enderle mit gewohnt solider Berichtsarbeit, hat die Details aufgeschrieben und mit Bildmaterial flankiert.

Reblog: Digitale Pressemappen zur WM-Kampagne ,,FAIR PLAY – fair pay“

Die Christliche Initiative Romero hat anlässlich der EM 2016 in Frankreich eine Protestmail an Adidas, Nike und Puma online gestellt. Hier geht es zur Protestmail. Es geht um das Dauerthema existenzsichernde Löhne für die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Zulieferfabriken der Sportartikelhersteller Adidas, Nike und Puma. Kein Ruhmesblatt für die um ein cooles Image ihrer Markenkleidung bemühten Sportartikelhersteller. Die Protestmail ist an die Adidas, Nike und Puma Chefs gerichtet: Herbert Hainer, Mark Parker und Bjørn Gulden. Die Christliche Initiative Romero mahnt seit Jahren die Zustände in den Zulieferfabriken von Adidas, Nike und Puma an.

Dazu auch ein Blick ins Archiv.

Reblog [vom 26. Mai 2014]

Digitale Pressemappen zur WM-Kampagne ,,FAIR PlAY – fair pay“    

Traveler Digital Camera

Foto: © Michael Wiemer

Die Marketingaktivitäten der großen Sportartikelhersteller im Hinblick auf die bevorstehende WM sind in vollen Gange. Adidas, Nike, Puma. Trainer Baade sprach kürzlich von „Big Zweieinhalb“. Die Christliche Initiative Romero schaut seit Jahren hinter die Kulissen der Bekleidungsindustrie, spricht Missstände offen an, setzt sich seit 1981 für bessere Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Schwerpunkt von CIR ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador und Guatemala sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland.

Die ehemalige Adidas Näherin Estela Ramirez sprach auf  ihrer Rundreise durch Deutschland auch auf der Hauptversammlung von Adidas, jenem fränkischen Sportartikelhersteller der kürzlich von Oliver Fritsch auf Zeit Online kritisch unter die Lupe genommen wurde. Dabei erlebte er auch diese Erfahrung in Sachen fehlender Transparenz:

,,Unsere sportpolitischen Fragen wollte Adidas nicht beantworten. Etwa, wie Hainer den Fall Hoeneß bewerte, ob das Unternehmen plane, sich als Namenssponsor des neuen DFB-Nachwuchsleistungszentrums zu bewerben, ob es seine Geschichte unter Horst Dassler aufarbeite und was mit der Vorlieben-Kartei passiert sei.“

In unserer Zeit der Informationsüberflutung ist es ja gar nicht immer so einfach stringent an den Themen, Informationen, Handlungssträngen, Entwicklungen dranzubleiben und ihnen zu folgen. Oder? Nebelkerzen auszuweichen bzw. sie zu erkennen. Ein Thema auch sehr hartnäckig zu verfolgen. Daher habe ich zur besseren Übersicht die in den letzten Wochen erschienen Pressemitteilungen, das Interview mit Estela Ramirez, die Antwort von Adidas auf die Petition für würdige Löhne etc., in der Form der digitalen Pressemappen zur WM-Kampagne „FAIR PLAY – fair pay“ von CIR hier komplett aufgeführt:

Digitale Pressemappen  zur WM-Kampagne „FAIR PLAY – fair pay“

Es ist teilweise schwer verdauliche Kost.

Puma Trikots, Content-Marketing der Messen in Friedrichshafen, Termine der OutDoor, Eurobike, InterDive und Interboot 2016

Der russsische Fußball schwächelt. Roman Abramowitsch hin oder her.

Foto: © Michael Wiemer

Für Wales war das abschließende Gruppenspiel gegen Russland nie wirklich eine Prüfung. Die Puma Trikots hielten im Spiel gegen die von Nike ausgestatteten Engländer auch. Ja, Puma hat viel Häme im Internet und an den meinungsstarken Stammtischen der Republik einstecken müssen. Die Trikotzerreißprobe der Schweiz gegen Frankreich war das gestrige Hauptthema. So hört man. Gestern hatte ich hier auf sportinsider unter Nachdenkenswert #406 die komplette offizielle Stellungnahme von Puma zu den Schweizer Nationaltrikots online gestellt.

Kürzlich widmete ich mich Adidas und dem geliebten Content-Marketing. Die außergewöhnliche Geschichte des 27-Jährigen NBA Stars Derrick Rose von den Chicago Bulls und der flankierenden Kommunikationsstrategie von Adidas. Eingeleitete hatte ich den Artikel mit dem Rückblick von Jens Tönnesmann bei Zeit Online auf die Wurzeln vom Michelin Restaurantführer. Content-Marketing vor über 100 Jahren. Dabei haben wir noch gar nicht über eine der Top-Storys im Content-Marketing gesprochen. Die Tour de France. Tauchen wir kurz per Wikipedia in die Anfänge hinein:

,,Die Tour de France wurde im Jahr 1903 von der auf eine Auflagensteigerung bedachten Sportzeitung L’Auto gegründet. Diese musste sich damals insbesondere gegen das 1892 gegründete Konkurrenzblatt Le Vélo bewähren, von dem es sich 1900 abgespalten hat (zunächst unter dem Namen L’Auto-Vélo). Letztendlich setzte sich L’Auto (so der Name seit Januar 1903) durch, schon 1904 erschien Le Vélo zum letzten Mal.“

Das muss man auch erst mal hinkriegen. Ein Radrennen ins Leben zu rufen um die Auflage einer Zeitung zu steigern. Was für eine Marketing-Story.

,,Der Chefredakteur von L’Auto, Henri Desgrange, übernahm bis zu seinem Tod 1940 den Posten des Tour-Direktors. In diesem Amt konzentrierte er alle wichtigen Entscheidungsprozesse zur Organisation des Rennens. Um das Rennen attraktiver zu machen, führte Desgrange 1919 das Gelbe Trikot und 1933 die Bergwertung ein. Zu seinem Nachfolger, sowohl als Chefredakteur als auch als Tourdirektor, baute Desgrange den Journalisten Jacques Goddet auf, der ihn als Renndirektor ab 1936 vertrat und als Tourdirektor von 1924 bis 1945 amtierte.“

Doch wir wollen uns heute gar nicht weiter tiefer in die Tour de France hineingraben.

Auch das marketingtechnisch offensive agieren der Messe Friedrichshafen war Thema hier im Blog. In Klassikwelt Bodensee 2016 weiter im Aufwind inklusive flankierendem Content-Marketing konnte meine geschätzte Leserschaft auf ein paar Erfolgsbausteine der Messeveranstaltung schauen.

Foto:  © Michael Wiemer

Mit Windeseile nähern wir uns hier in der Bodenseeregion den nächsten sportiven Messen in der Zeppelinstadt Friedrichshafen. Willkommene Gelegenheit für mich zusammen mit meinen Lesern auf die nächsten Messetermine zu blicken.

Sportive Messen in Friedrichshafen

13. – 16.07.2016 Messe: OutDoor in Friedrichshafen

31.08. – 04.09.2016 Messe: Eurobike in Friedrichshafen

15. – 18.09.2016 Messe: InterDive in Friedrichshafen

17. – 25.09.2016 Messe: Interboot in Friedrichshafen 

Zur mentalen Einstimmung für die anstehende OutDoor 2016 sei ein Blick in das Sportinsider Interview mit Sabine Messner und Kai Schmid von OUTSIDEstories empfohlen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Volleyball: Vital Heynen wird nach dem World League Auftritt mit der Nationalmannschaft das Training beim VfB Friedrichshafen übernehmen. Coach Heynen ist jetzt schon Bestandteil der Berichterstattung auf der Häfler Website. Geschäftsführer Sebastian Schmidt will die Marketing-Kompenente intensiv verstärken. Mit dem kommunikationsstarken Belgier Heynen hat er einen Trainer zur Verfügung der neue Impulse auch in Hinsicht des Marketingpotenzials vom VfB Friedrichshafen setzen kann. Derweil bastelt der aktuelle deutsche Vizemeister weiter am Kader für die Saison 2016/2017. Neuester Transfer ist der Belgier Tomas Rousseaux. Sehr interessanter Mann. Hier gibt es die Details. +++ Schach: Der 1920 gegründete Schachverein Friedrichshafen hat ein neues Domizil in der Vereinsgaststätte vom TSV Fischbach gefunden. Inklusive Schachspiel im Sommer auf der Terrasse mit Blick auf den Fußballplatz und die Leichtathletikanlage. Adresse: Hansjakobstraße 2/1 in 88048 Friedrichshafen – Fischbach. Vereinsabend ist immer Freitag um 19.30 Uhr. +++ Leichtathletik: Sportler vermarkten sich heute auch mit Hilfe einer eigenen Webseite. Richard Ringer, ambitionierter Leichtathlet vom VfB LC Friedrichshafen, war am Wochenende bei der deutschen Meisterschaft in Kassel im Einsatz. Richard Ringer gewinnt über 5.000 Meter in 13:51,18 vor seinem Vereinskollegen Martin Sperlich in 13:56,27. Coach Eckhart Sperlich hat die beiden auch in Hinblick Taktik optimal eingestellt gehabt. Richard Ringer wird heute in der ersten Nominierungsrunde für die olympischen Spiele in Rio de Janeiro berücksichtigt werden. Für Martin Sperlich ist die Vizemeisterschaft gleichbedeutend mit einem Startticket für die EM in Amsterdam. +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars nehmen am 19. und 20. August am Bodensee-Cup in Kreuzlingen teil. Spielort ist die Bodenseearena im schweizerischen Kreuzlingen. Weitere Teilnehmer sind SC Rapperswil-Jona, Hockey Thurgau und Kassel Huskies. Hier geht es zum kompletten Spielplan vom Eishockey Bodensee-Cup 2016.

Adidas, Nike, Puma, Under Armour & Uhlsport

Kürzlich hatten wir hier auf sportinsider unter Nachdenkenswert #397 den Verweis auf das offensive Interview von Wolfgang Wähner-Schmidt, Vice President & Regional Director bei Getty Images Deutschland, mit dem in der Bodenseeregion in St. Gallen sitzenden ESB Marketing Netzwerk über die Aufgaben von Getty Image als offizielle Fotoagentur sowie offizieller Bildlieferant des IOC, die bevorstehenden olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro und über die Veränderungen der Berichterstattung von spektakulären, großen Sportereignissen für Medien und Marken im Zeitalter der Digitalisierung. Dieses Interview mit Wolfgang Wähner-Schmidt auf esb-online kam selbstbewusst daher wie einst Muhammad Ali und Bobby Fischer in ihren besten sportlichen Zeiten.

Foto: © Michael Wiemer

Selbstbewusst zeigen sich in der Regel auch Sportartikelhersteller wie Adidas, Nike, Puma und Co. Da macht 2016 mit der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft in Frankreich und den olympischen Sommerspielen in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro keine Ausnahme. Die Adidas AG lud ja bekanntlich kürzlich die Aktionäre  am 12. Mai zur Ordentlichen Hauptversammlung in der Stadthalle Fürth, in die Rosenstraße 50 ein. Die exorbitante Entwicklung des Aktienkurses in den letzten 12 Monaten war dabei ein angenehmer Fakt. 53,06 % Kursgewinn in den letzten 12 Monaten für die Adidas Aktie wies das Börsenportal Onvista an jenem 12. Mai 2016 um 15.43 Uhr aus.

Kein Wunder, dass sich Parteien wie die SPD mit ihrer Politik des Mindestlohnes und dem Gerede von sozialer Gerechtigkeit, keine nennenswerten Wahlprozente bei der Bevölkerung ergattern können. Bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg erzielte die SPD 12,7%, ein Wahlergebnis, dass mit den Worten Allzeittief noch charmant umschrieben ist. Andererseits haben ja alle erlebt wie die Genossen Schröder, Steinbrück etc. nach den Geldtöpfen schauten und ihre eigenen Karrieren zielstrebig verfolgten. Apropos Steinbrück. Am 30. Oktober 2011 schaute ich hier auf sportinsider mit meinen Lesern auf Peer Steinbrück und Helmut Schmidt mit den Schwierigkeiten am falsch aufgestellten Schachbrett.

,,Ich will den Vorgang nicht auf die Tagesaktualität herunterbrechen: Es ist ein zeitloser Vorgang. Politiker und die Inszenierung mit Hilfe der Bilder und Symbolik des Sports. Da macht auch mein geliebtes Schach keine Ausnahme. Der charismatische Schachweltmeister Bobby Fischer mit IQ 184 hätte wahrscheinlich zum Medienereignis der Woche geraunt: Amateure. Der ehemalige Bundeskanzler Schmidt und der einstige Finanzminister Steinbrück bestimmten beim Buch-Marketing zum Werk Zug um Zug die Schlagzeilen der Republik. Es ist kein Schachbuch. Doch unterlief den Akteuren zum Thema Schach ein Fauxpas.“

Schachspieler Steinbrücks rechter Turm stand auf einem schwarzen Feld, jedoch müsste es nach den Regeln ein weißes sein.

Aber lassen wir diesen kleinen Ausflug in die Geschichte ruhen. Widmen wir uns wieder den Sportartikelherstellern. Wie gesagt, die Hauptversammlung von Adidas vom 12. Mai ist auch bereits wieder Geschichte. In jener Woche schlug einen Tag später die Meldung über Bauaktivitäten von Puma in Herzogenaurch auf. SAZsport, die Branchenzeitung für den deutschsprachigen Sporthandel, berichtete am 13. Mai 2016 unter dem Titel Puma rückt in Herzogenaurch ab 2018 näher an Adidas ran:

,,Sportartikelausrüster Puma baut in Herzogenaurach auf der dem Hauptsitz gegenüberliegenden Straßenseite (nur wenige Meter von Adidas entfernt) ein zweites Firmengebäude mit 14.000 qm Bürofläche. Der Spatenstich erfolgte soeben. Die neuen Räumlichkeiten (sechs Stockwerke), die durch eine 85 m lange Fußgängerbrücke mit dem bestehenden Gebäude „Puma Vision“ (10.000 qm) verbunden sein werden, sollen im Frühjahr 2018 bezogen werden. Bis zu 550 Mitarbeiter werden dort ihre Büros haben. Neben einem Fitnessstudio (500 qm) werden auch ein Beachvolleyball-Feld, ein Basketballplatz und eine Multifunktionsfläche eingerichtet. Der alte Standort Würzburgerstraße mit 350 Mitarbeitern auf 11.000 qm, wo sich aktuell die D/A/CH-Organisation befindet, soll mittelfristig aufgegeben werden.“

Puma und Adidas, eine unendliche Geschichte.

Kürzlich trafen sich ja im April beide Sportartikelhersteller im juristischen Strafraum. SAZsport berichtete über den Streit Adidas-Puma: 2. Etappensieg für die Raubkatze. Das OLG Düsseldorf lehnte die einstweilige Verfügung von Adidas auch in zweiter Instanz ab. Gegenstand der juristischen Auseinandersetzung ist ein Dämpfungssystem für Laufschuhe, konkret das Puma-Modell „NRGY“.

Und es gibt noch eine weitere Auseinandersetzung. SAZsport schrieb am 31.03.2016 unter dem Titel Adidas will einstweilige Verfügung erwirken:

Im Gegenzug klagt wiederum Puma gegen Adidas. Stein des Anstoßes ist das Laufschuhmodell „Boost“ von Adidas, das 2013 auf den Markt kam. Puma glaubt, dass die Drei-Streifen-Marke ein geschütztes Design verletzt. Dieses Verfahren ist derzeit in Berufung beim OLG Frankfurt und wird im Oktober fortgesetzt.

Puma entwickelte nach eigenen Angaben 2009 in Zusammenarbeit mit BASF Schuhzwischensohlen aus dem Kunststoff eTPU. Zwei Jahre später wurde diese Kooperation von Seiten BASFs beendet, woraufhin der Chemiekonzern eine Partnerschaft mit Adidas schloss.

Adidas und die Ordentliche Hauptversammlung am 12. Mai 2016 und ein paar abschweifende Gedanken

Adidas lädt zur Ordentlichen Hauptversammlung in die Stadthalle Fürth ein. Der Blick auf den Aktienkurs des Sportartikelherstellers aus dem fränkischen Herzogenaurach, der längst zum Global-Player emporgestiegen ist und sich seit Jahren einen Fight um Umsätze, Marktanteile, Profisportlerverträge, attraktive Sponsorships mit Kultvereinen etc. mit dem amerikanischen Gegenspieler Nike liefert, zeigt in den letzten 12 Monaten einen dominanten Aufwärtstrend. 53,06 % Kursgewinn weist das Börsenportal Onvista heute 15.43 Uhr aus.

                                          Foto: © Michael Wiemer

Adidas, der Stoff aus dem Sportlerträume sind. Was für Legenden sich in entscheidenden Momenten auf die Kleidung mit den 3 Streifen verlassen haben. Bevor ich selber ein paar dieser Stars beisteuere noch ein Blick auf die Eckdaten, die Onvista via adidas Group parat hält:

,,Die ADIDAS AG ist eine der weltweit größten Anbieter von Produkten rund um den Sport. Das Angebotsspektrum umfasst mehrere Marken. Zu diesen gehören: adidas, Reebok, TaylorMade-adidas Golf, Rockport und CCM Hockey. Unter diesen Marken werden Sportschuhe, Sportbekleidung, Accessoires, Golfbälle, Golfschuhe, Eishockey-Bekleidung sowie Casual-Schuhe und Bekleidung hergestellt. Die Adidas AG wurde am 18. August 1949 durch Adolf Dassler gegründet und ging am 17. November 1995 an die Börse und ist seit dem 19. Juni 1998 im Dax enthalten. ADIDAS gehört zusammen mit Nike, Puma und Head zu den bekanntesten Sportartikelherstellern weltweit.“

Kann sich jemand so ad hoc noch an das Jahr 1998 erinnern? Das Sportjahr hielt ja diese Ergebnisse bereit:

Das Sportjahr 1998

  • Fußballweltmeister                               Frankreich
  • Deutscher Fußball-Meister                  1. FC Kaiserslautern
  • Deutscher Pokalsieger                          Bayern München
  • Champions-League                                Real Madrid
  • Europapokal der Pokalsieger              FC Chelsea
  • UEFA-Cup Sieger                                    Inter Mailand
  • Formel-1 Weltmeister                           Mika Häkkinen (Finnland)
  • Wimbledon Sieger                                 Pete Sampras (USA)
  • Wimbledon Siegerin                              Jana Novotná (Tschechien)
  • Tour de France Sieger                           Marco Pantani (Italien)

Real Madrid damals mit Coach Jupp Heynckes,  Jana Novotná im 3. Anlauf in Wimbledon. Marco Pantani, der die Höllentour gewann und nicht mehr unter den Lebenden weilt. Der 1. FC Kaiserslautern im Durchmarsch in der Bundesliga vom Aufsteiger zum Meister mit Otto Rehhagel. Gastgeber Frankreich wurde 1998 erstmalig Fußballweltmeister mit dem großen Zidane. Chelsea in der Ära vor Roman Abramowitsch schlug im Europapokal den VfB Stuttgart im Endspiel von Stockholm. Die Schwaben damals mit Übungsleiter Löw. Finnland huldigte dem Racer Mika Häkkinen. Inter Mailand gewann in jenem Jahr den UEFA-Cup, für den Argentinier Diego Simeone der größte Erfolg als Vereinsspieler. Jetzt coacht er das Leidenschaftsmonster Atletico Madrid. Pete Sampras verteidigte seinen Titel in Wimbledon.  In jenem 1998 wurde Adidas in den Dax aufgenommen.

Emil Zátopek – Sportler des Jahrhunderts in Tschechien

Adidas und Stars, jetzt komme ich wie versprochen auf einige Legenden, bildeten oft eine hochinteressante Symbiose aus sportlichen Erfolg, Glamour, gut zu vermarktender Story und Sex-Appeal. Adidas stattete zum Beispiel Leichtathleten erstmalig bei den olympischen Spielen 1928 in Amsterdam aus. Der Sportartikelhersteller sollte in dieser olympischen Königsdisziplin eine lange Erfolgsgeschichte hinlegen. Adi Dassler betreute in der niederländischen Metropole die Sportler vor Ort höchst persönlich. In der langen Geschichte der olympischen Spiele unvergessen die phänomenale Laufleistung von Emil Zátopek. 1952 bei den Sommerspielen in Helsinki erläuft er sich Gold über 5.000 Meter, 10.000 Meter und im Marathon. Das bemerkenswerte Zeitfenster: Eine Woche. Ich wiederhole. Eine Woche. 3 Wettkämpfe über 5000, 10.000 Meter und den Mythos Marathon. Faszinierend und bis heute unerreicht. 1997 wurde Sportlegende Emil Zátopek in Tschechien zum Sportler des Jahrhunderts gewählt. Sportartikelhersteller Adidas legte in den 90er Jahren auch einen international vielbeachteten Werbespot mit  Emil Zátopek auf. Der Trainingsschuh aus dem Jahr 1950 ist die absolute Härte. Die Werbestrategen haben dabei auch den blutigen Prager Frühling 1968 in die Sequenz mit eingebaut.

Reinhold Messner mit Adidas Leicht-Trekking-Schuhen bis zum Basecamp

Eine andere Sportlegende und ein persönlicher Heroe von mir ist der charismatische Reinhold Messner. Er ist Extrembergsteiger, Grenzgänger, faszinierende Sportlerpersönlichkeit, Bergbauer, Autor, Bühnenredner, Philosoph, Freigeist und Museumsbesitzer. Reinhold Messner bestieg am 8. Mai 1978 zusammen mit seinem Partner Peter Haberle ohne Sauerstoffgerät den mythischen Mount Everest. Den Königsberg. Mythos Mount Everest. Bis zum Basecamp trug der ehrgeizige Reinhold Messner Adidas Bergstiefel. Die Leicht-Trekking-Schuhe hatten die Herzogenauracher speziell für den charismatischen 8000er Bergspezialisten entwickelt.

Der Boxkampf des Jahrhunderts zwischen Ali und Frazier

3 Jahre vor dem Finalsieg der deutschen Fußballnationalmannschaft mit Bundestrainer Trainer Helmut Schön Elf gegen die niederländische Johan Cruyff Traummannschaft in Adidas Schuhen im Münchner Olympiastadion gab es am 8. März 1971 den legendären Boxkampf des Jahrhunderts. Weltweit beachtet, gesehen, fasziniert, diskutiert und über Jahrzehnte immer wieder in der Erinnerung erzählt. Die Rede ist von einem heroischen Kampf der Boxer Muhammad Ali und Joe Frazier. Die beiden Faustkämpfer Ali zund Frazier standen sich in einem unbarmherzigen Duell gegenüber. Beide legendären Boxer trugen Boxstiefel von Adidas. Es gibt Sportereignisse die überdauern den Tag. Über sie wird auch noch Jahrzehnte danach gesprochen. Vor 45 Jahren weckte mein Vater mich. Nein, die Schule in der Virchowstraße in Leipzig musste noch etwas warten. Es war die Zeit für etwas besonderes angebrochen. Kein normaler Boxkampf. Muhammad Ali gegen Joe Frazier. Das kleine TV-Gerät sandte die emotionalen schwarz-weiß Bilder in die Wohnstube. Faszinierend.

Christian Eichler schrieb 2011 in der FAZ einen sehr lesenswerten Rückblick auf den Fight zwischen Ali und Frazier.

,,Der „Kampf des Jahrhunderts“ zwischen Joe Frazier und Muhammad Ali am 8. März 1971 im New Yorker Madison Square Garden bot vor 40 Jahren etwas so Epochales, dass ihm Abermillionen ihren Schlaf vor einem normalen Arbeits- oder Schul-Dienstag opferten.“

Der Schlaf vor einem normalen Arbeits- oder Schultag wird heute für einen Boxkampf eher nicht geopfert.

Fußball kam heute etwas kurz. Über Fußball und Adidas könnte man selbstredend stundenlang schreiben. Aber vielleicht ein andermal, ich bin von der Hauptversammlung eh bereits etwas abgeschweift.

Reblog: Red Bull: Nike löst Adidas bei den Fußballern ab

Ein Blick auf sportbusiness.com und das Ranking unter dem Titel Sports Sponsorship Insider Top 40 Deals of 2015 zeigt wie hart und mit welch monetärem Aufwand der Kampf um Marktanteile geführt wird. Mit dabei auch die Sportartikelhersteller Adidas und Nike sowie der Shootingstar Under Armour. Dessen Frontmann Kevin Plank freut sich bekanntlich auf den Konkurrenzkampf mit Adidas, Nike, Puma und Co.

Apropos Nike. Sie konnten 2014 einen spektakulären Coup in Deutschland landen. Das von Red Bull 2009 in der damaligen Fünftklassigkeit der Oberliga Nordost mit dem Erwerb des Startrechts des SSV Markranstädt aufgelegte Fußballprojekt RB Leipzig mit der Lizenz zum Erfolg hatte das langfristige Ziel Bundesliga. Das Vorhaben von Red Bull Boss Dietrich Mateschitz polarisiert wie der am Dienstag am Leidenschaftsmonster Atletico Madrid gescheiterte Pep Guardiola. Vor zwei Jahren löste der amerikanische Sportartikelhersteller Nike dann Adidas bei RB Leipzig ab. Gelegenheit ins Archiv zu steigen und einen Blogartikel hervorzuholen.

Reblog: [09. April 2014] Red Bull: Nike löst Adidas bei den Fußballern ab  

Noch ist der Aufstieg von RB Leipzig nicht perfekt, es sieht jedoch bereits verdammt gut aus.  Die Getränke, bei Bedarf auch in den neuen Geschmacksrichtungen von Red Bull, können bereits kaltgestellt werden.Traveler Digital Camera

Foto: © Michael Wiemer

In Anlehnung an die Frage von Jochen Breyer vorige Woche im Interview mit Jürgen Klopp darf auch vermutet werden: Die Sache ist durch, oder? Das wird nicht allen gefallen. Der aktuelle Tabellenzweite der 3. Liga polarisiert. Derweil gibt es auch positive Nachrichten in Sachen Equipment. Ein neuer  Bus und ein Ausrüstervertrag mit einem amerikanischen Sportartikelhersteller. Guido Schäfer, einst Fußballprofi in der 2. Liga bei Mainz 05 und Mannschaftskamerad von Jürgen Klopp, wechselte nach seiner Laufbahn zur Zeitung. Seine erste Station war die Allgemeine Zeitung in Mainz. Seit 2000 schreibt er für die Leipziger Volkszeitung. Seine Texte sind Kult. Wie es ihn eigentlich nach Leipzig verschlug machte er im Interview mit Lisa Garn auf urbanite.net offenkundig:

,,Im März 2000 wurde ich bei der Allgemeinen Zeitung unehrenhaft entlassen. Der Chef, ein fetter böser Typ, hat Mobbing der übelsten Sorte betrieben. Als ich ihm ans Leder wollte, flog ich raus. Ich habe mich bundesweit beworben, die LVZ hat mich genommen.“

Guido Schäfer ist hart im nehmen. Nimmt in der Regel kein Blatt vor den Mund. Er begleitet seit Jahren auch den Weg von RB Leipzig, jenem erfolgversprechenden Projekt von Red Bull.  Aktuell berichtet er von zwei Zugängen des ambitionierten Fußballvereins aus der sächsischen Metropole. Da wäre der bereits eingangs erwähnte neue Bus. Jenes luxuriöse Modell wie es bereits die Profis von Borussia Dortmund und Bayern München  zu schätzen wissen. Stichwort MAN. Dann wäre da auch noch ein Wechsel in Sachen Ausrüster. Nike statt Adidas. Guido Schäfer weist auf einen feinen aber entscheidenden Unterschied in den Vertragsmodalitäten hin:

,,Durchgesickert: Der Deal ist perfekt, Nike wird mit Beginn der Saison 2014/2015 die Salzburger und Leipziger Werktätigen von Brause-Tycoon Dietrich Mateschitz ausrüsten. Die Zusammenarbeit unterscheidet sich übrigens fundamental von der zwischen Red Bull und Adidas. Während die Herzogenauracher „nur“ Schuhe, Trikot et cetera zum Nulltarif rüber wachsen lassen (ließen), überweist Nike darüber hinaus eine nennenswerte Summe (erfolgsabhängig) ans Mateschitz-Imperium.“

Erfolg macht sexy. Für Nike auch eine gute Gelegenheit im Wettbewerb mit Adidas die Aura weiter aufzuladen. Realistisch betrachtet ist RB Leipzig der einzige ostdeutsche Fußballclub der momentan das Zeug hat perspektivisch zügig in die Bundesliga aufzusteigen und dort mehr wie eine flüchtige  Fahrstuhlmannschaft zu werden.

Nachdenkenswert #382

,,Hummel  hat uns mit einem tollen Konzept als neuer Ausrüster überzeugt. Neben dem Textilsortiment kann Hummel  auch den ganzen Schuhbereich abdecken. Wir wollen eine aktive und kreative Partnerschaft. Hummel  ist ein Ausrüster, der sehr gut zu unseren Werten und der Philosophie des Vereins passt.“

David Graubner, Geschäftsführer des in der Bodenseeregion beheimateten Schweizer Handballmeisters Kadetten Schaffhausen zum Ausrüsterwechsel von Adidas zum dänischen Hersteller Hummel. Die Dänen sind auch im deutschen Handball gut bekannt. Hummel stattet in Deutschland unter anderen die Füchse Berlin, die HSG Wetzlar, den TSV GWD Minden und den SC DHFK Leipzig aus.