Bayern München Trikot von Arjen Robben abzugeben

Er war in aller Munde. Das war Fußball zum Zunge schnalzen. Arjen Robben bekommt auf dem Bayern München Blog Miasanrot den verdienten Lorbeerkranz überreicht:

,,Und dann kam es, wie es kommen musste: Arjen Robben, der nie verlieren will. Der nicht verlieren kann, setzte sich auf der Außenbahn durch, zog im Robben-Style nach innen und überlupfte überlegt Gulasic.

Der 5:4 Siegtreffer. Die Extase der Münchner Spieler kannte keine Grenzen mehr:

Der charismatische Niederländer bekam nach der Partie auch noch eine Extra-Streicheleinheit und das Küsschen von Coach Carlo Ancelotti Es war nicht nur das überragende Solo zum Siegtor, dass Arjen Robben die Huldigungen einbrachte. Der Weltklassestürmer hatte vorher den Rekordmeister Bayern München überhaupt noch im Spiel gehalten. Bei beiden Anschlusstreffern zum 2:3 und 3:4 hatte der 33-Jährige entscheidende Aktien daran.

Ein kurzer Rückblick sei gestattet. Sowohl beim wichtigen Anschlusstreffer zum 2:3 legte Arjen Robben einen Eckball gefühlvoll und mit Übersicht in den Rückraum. Der scheidende Kapitän Philipp Lahm flankte aus dem Halbfeld. Am langen Pfosten setzte sich Weltmeister Xabi Alonso, der ebenfalls zum Saisonende seine Laufbahn beendet, gegen den RB Leipzig Spieler Stefan Ilsanker durch und fand einen Verwerter für seinen Ball. Thiago, der in der italienischen Küstenstadt San Pietro Vernotico zur Welt kam, köpfte ein.

Doch Red Bulls Projektteam erhöhte auf 4:2. Tief durchatmen. So stand es auch noch in der 84. Minute. Dann half wieder Arjen Robben. Mit einem Schuss aus gut 20 Metern, der noch vom Leipziger Naby Deco Keita abgefälscht wurde, traf der Vizeweltmeister von 2010 die Latte. Der Abpraller wurde von Torjäger Robert Lewandowski per Kopf verwertet.

Nach Alabas Freistosstor zum 4:4 hatten sich viele bereits auf ein Remis in der Red Bull Arena eingerichtet. Zuschauer schauten auf die Uhr. Spieler blickten zum Schiedsrichter. Doch Arjen Robben war noch hungrig. Es lief die 5. Minute der Nachspielzeit. Sein sensationelles Solo führte durch die komplette Hälfte der Leipziger. Das Happy End mit dem 5:4 Siegtor von Arjen Robben zauberte ein Glückslächeln auf die Gesichter der mitgereisten Bayern München Fans und führte zur besagten zärtlichen Geste von Carlo Ancelotti.

Dieses Trikot von Arjen Robben stammt aus der Saison 2014/2015. Inklusive seiner Unterschrift und Mitspielern.

Für alle Bayern München Fans, und da insbesondere jene mit einem Faible für Trikots von Arjen Robben, gebe ich dieses Trikot aus meinem Fundus ab.

Das Bayern München Trikot von Arjen Robben aus der Saison 2014/2015 ist in sehr gutem Zustand. Bei Interesse bitte melden:

Per E-Mail an: michael.wiemer@gmx.net

FC Bayern München Fanclub Mia San Konstanz e.V. mit Bodensee Fancup 2017

Der See zeigt sich von seiner prächtigsten Seite. Touristen werden in den großen Schiffen der Bodensee-Schiffsbetriebe von Friedrichshafen nach Bregenz, oder Lindau, Meersburg, Konstanz oder zur Blumeninsel Mainau befördert. Auch Kressbronn oder Langenargen, wo in gar nicht allzu langer Zeit die Jubiläumsausgabe von Match Race Germany um Aufmerksamkeit bittet. Der Countdown vermeldet noch 16 Tage, 14 Stunden, 47 Minuten und 35 Sekunden.

Foto:  © Michael Wiemer

Die Bodenseeregion hat auch Fußballfans mit einem Faible für Bayern München. Da sorgte das letzte Wochenende mit dem Wahnsinnssolo von Arjen Robben und dem Siegtor zum 5:4 bei RB Leipzig nach 2:4 Rückstand für beste Laune. Der FC Bayern München Fanclub Mia San Konstanz e.V. schaut nicht nur Fußballspiele an, er ist auch in Sachen Organisation aktiv. Dieses Jahr gibt es am 22. und 23. Juli in der größten Stadt am Bodensee, dem auch durch die Jungen Wilden Handballer der HSG in die Schlagzeilen gekommenen Konstanz, ein Fußballturnier. Explizit für Fanclubs. Der Bodensee Fancup 2017 wird Fanclubs aus Deutschland, Schweiz und Österreich am Start sehen. Anmeldungen für das Internationale Fanclubturnier in Konstanz können hier auf bodensee-fancup.de vollzogen werden.

Auch hier gibt es, analog dem Countdown für das Match Race Germany in Langenargen, einen Countdown-Zähler auf der Webseite hinterlegt. Aktuell: 67 Tage, 16 Stunden, 38 Minuten und 44 Sekunden. Der Spielort vom Bodensee Fancup wird der Schwaketen Sportplatz im Stadtteil Wollmatingen sein. Der Sportplatz … ach schaut selber.

Eine kleine emotionale Einstimmung auf das Turnier kommt auch von meiner Seite.

Foto: © Michael Wiemer

Der FC Bayern München Fanclub Mia San Konstanz e.V. ist nicht der einzige Fanclub mit ausgeprägter Sympathie zum deutschen Rekordmeister hier in der Region. Es gibt ebenfalls am Bodensee in der Zeppelinstadt, der Heimstätte vom deutschen Volleyballpokalsieger und Vizemeister VfB Friedrichshafen, einen FC Bayern Fan-Club Friedrichshafen. Es sei ein Blick in die Historie gestattet. Wir beamen uns quasi per Zeitreise 32 Jahre zurück. Am 1. April 1985 trafen sich 7 fußballbegeisterte Menschen mit einem Faible und tief sitzender Sympathie für Bayern München. Es herrschte Gründergeist in der Zeppelinstadt. Mit großem Herzblut wurde der FC Bayern Fan-Club Friedrichshafen gegründet. Der Häfler Fan-Club bekam vor sieben Jahren seinen Ritterschlag mit der Aufnahme in die Paulaner Hall of Fan. Für die Fußball-Historiker unter uns: Das Datum ist mit dem 17. April 2010 datiert. Auf bfc-fn.de geht es zum FC Bayern Fan-Club Friedrichshafen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Fußball: Der Nachfolger von Joe Zinnbauer, der smarte Giorgio Contini, feiert im zweiten Spiel mit dem FC St. Gallen den zweiten Sieg. Gegen seinen Ex-Club FC Vaduz. Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino wurde in der 79. Minute eingewechselt. Hier geht es zum Spielbericht. Dann gibt es auch noch einen neuen Präsidenten bei den Ostschweizern zu vermelden. Der bisherige FC St. Gallen Präsident Dölf Früh gibt den Staffelstab an Stefan Hernandez ab. Blick, die in der vergangenen Woche auch die Statements von Uli Hoeneß von der Veranstaltung in der Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein veröffentlichten (siehe hierzu auch Nachdenkenswert #486), nehmen sich der Personalie Stefan Hernandez an und schreiben: ,,Vorgänger Dölf Früh hatte zuvor von diversen Kandidaten Absagen kassiert. Hernandez war aber stets auf dem Radar des aus gesundheitlichen Gründen abtretenden Bosses. Früh: «Wir haben mit 15 bis 20 Kandidaten Gespräche geführt. Für Stefan sprach, dass er es vollamtlich machen kann. Ich bin überzeugt von ihm.» Der neue Mann kann es vollamtlich machen, weil er für eine Auszeit seinen CEO-Job und die Anteile an der Firma Hartchromwerk Brunner Ende 2016 abgab.“ +++ Fußball: Östereichs Meister in der Saison 2016/2017 heißt seit diesem Wochenende Red Bull Salzburg. Der hier in der Bodenseeregion beheimatete SCR Altach verliert im Spiel um den begehrten Platz 3 gegen Sturm Graz das Heimspiel mit 1:2. Der Anschlusstreffer von Kapitän Philipp Netzer in seinem 250. Spiel kam in der 88. Minute zu spät. Diese Heimniederlage für Altach bedeutet einen herben Rückschlag im Kampf um einen Startplatz in der Europa-League. Hier die Details. +++ Handball: Für die Jungen Wilden der HSG Konstanz heißt es nach der Heimniederlage im Kellerduell gegen ASV Hamm-Westfalen vor über 1.200 Zuschauern in der Schänzle Sporthalle weiter Abstiegskampf pur. HSG Pressesprecher Andreas Joas (dem ich ebenfalls mal einen längeren Lorbeerkranz flechten müsste wie kürzlich Frank Enderle von den Ravensburg Towerstars unter Pressesprecher Frank Enderle und eine 30 Stunden Odyssee von Brian Roloff) hat wieder ein interessantes Interview im Angebot. Diesmal Kreisläufer Sebastian Bösing. Hier geht es zum kompletten Interview. +++ Handball: In der Serie um den Einzug ins Finale um die Meisterschaft in Österreich kommt es zum Showdown zwischen den Roten Teufeln vom Bodensee, Alpla HC HArd und dem SG INSIGNIS Handball Westwien am kommenden Sonntag, den 21. Mai 2017 in der Sporthalle am See in Hard. Hier die Details zum Spiel Siegen oder Fliegen. +++ Handball: Im Playoff-Finale legen die Kadetten Schaffhausen einen Traumstart hin. Sie fegen Pfadi Winterthur mit 31:18 aus der Halle. Hier die Details vom Orkan der Kadetten. Am Mittwoch gibt es das 2. Spiel. Winterthur nach diesem Kaltstart bereits mit dem Rücken zur Wand. +++ Volleyball: Der Erzrivale vom VfB Friedrichshafen sorgte ja letzte Woche für eine Motivationsspritze der Häfler. Stichwort Berlin Recycling Volleys Manager Niroomand Ansage Richtung Vital Heynen und der Meisterschaft 2017/2018. Ich schrieb daraufhin hier auf sportinsider im Blog:  ,,Jeder feiert halt anders. Doch die Berliner haben selber eine Reihe von Baustellen. Das weiß Manager Niroomand auch. Akteure wie Ruben Schott oder Tsimafei Zhukouski schielen nach anderen Vereinen. So hört man. Die Vertragsverlängerungen stocken. Publikumsliebling Felix Fischer beendet seine Volleyball-Laufbahn. Dann wäre da auch noch die Personalie von Diagonalangreifer Wouter ter Maat. Er hält sich in Südkorea auf. Mit dem Ziel dort bei einem zahlungskräftigen Club anzudocken. Und ob es so sinnvoll ist den Erfolgstrainer Roberto Serniotti nicht weiter das Vertrauen zu schenken, wird sich erst noch zeigen müssen.“ Und siehe da, ehe man sich versieht hat Ruben Schott gewechselt. Nicht gerade geräuscharm wie auch die Sportschau unter dem Titel Volleyball – Ärger um Wechsel von Ruben Schott zu berichten weiß. Wer über den Sommer die Volleyballtransfers auch vom VfB Friedrichshafen im Auge behalten möchte, dem sei auch noch volleyball-movies.net an die Hand gegeben. Letzte Woche am 10. Mai schrieb ich hier auf sportinsider über den Wechsel von Michal Finger vom Bodensee nach Italien unter dem Titel Volleyball-Movies.net vermeldet den Wechsel von Michal Finger (VfB Friedrichshafen) zu Vero Volley Monza.

Arjen Robben und eines seiner berüchtigten Solos

Es gab viele Helden an diesem vorletzten Bundesligaspieltag. Nein, Bayer Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade zählte nicht dazu. Seine Äußerungen zur bevorstehenden Trennung von Trainer Tayfun Korkut waren einfach nur Schade.

Heldenstatus bekamen andere Protagonisten. Der symphatische Mainz Coach Martin Schmidt etwa. Oder Hamburgs Stürmer Pierre-Michel Lassoga. Oder Schiedsrichterassistent Thorsten Schiffner aus Konstanz, der sich nicht scheute beim vermeintlichen Siegtor von Schalke seinem Chef Markus Schmidt in Kenntnis zu setzen, dass der Eckball vom Gelsenkirchener Johannes Geis in seiner Flugbahn die Torauslinie überschritten hatte.

Doch der Akteur des Tages war Arjen Robben. Was für ein Solo. Unnachahmlich. Wie der niederländische Weltklassespieler den Ball von Thomas Müller annahm und sich dann in Bewegung setzte, die komplette Spielhälfte der Mannschaft von RB Leipzig vor sich, dass war das Sahnehäubchen der bemerkenswerten Aufholjagd von Bayern München. Robben wollte dieses Tor. Unglaublich dieser Siegeswille bei seinem langen, sensationellen Solo in der Red Bull Arena von Deutschlands erfolgreichsten Fußballprojekt der letzten Jahre. Keiner konnte ihn stoppen. Arjen Robben schloss das preisträchtige Solo dann nervenstark ab. Die Statistik wird die Spielzeit 90. plus 5 ausweisen. Ein Tiefschlag für das RB Leipzig Team mit ihrem österreichischen Trainer Ralph Hasenhüttl.

Anschliessend bekam Arjen Robben Streicheleinheiten. Von Carlo Ancelotti. Küsschen auf die Wange, die Hände emotional im Nacken von Arjen Robben. Der italienische Meistercoach bedankte sich bei seinem Siegtorschützen. Großes Kino. Dieses Robben Tor wird in keinem Jahresrückblick fehlen.

 

Breaking News +++ Martin Schulz holt Triple +++ Breaking News +++ Martin Schulz holt Triple +++ Breaking News +++ Martin Schulz holt Triple

Paukenschlag in Deutschland. Der kürzlich von Brüssel nach Deutschland transferierte Hoffnungsträger zieht weiter seine Kreise. Nach dem Saarland, Schleswig-Holstein jetzt also NRW. Das Triple. Die Anhänger sind irritiert. Sie sollen bedient sein. So hört man. Durch die Decke knallende Sektkorken waren noch nicht zu hören. Beobachter der Szenerie bleiben derweil gelassen.

Foto:  © Michael Wiemer

Reminiszenz an die 55. Interboot in Friedrichshafen

Guten Morgen.

Ein wenig Wohlfühlcontent gewünscht? So zum entspannten Einstieg ins Wochenende? Es gibt ja Texte inklusive dem Fotomaterial, die machen einem an der Tastatur selber viel Freude. Also in meinem Archiv schlummert da eine ganze Reihe von Beiträgen. Heute eine Erinnerung an die Interboot 20016. Die Jubiläumsausgabe. Halten wir uns nicht lange auf. Nehmen vorher noch ein gediegenes Frühstück. Und dann schauen wir entspannt auf die 55. Interboot 2016 zurück.

Traveler Digital Camera

Foto:  © Michael Wiemer

Meinen Lesern wünsche ich viel Freude und ein schönes Wochenende.

Reblog: [vom 20. September 2016] 

Sequenzen der 55. Interboot  2016 in Friedrichshafen

Der 4. Messetag der Interboot 2016 in Friedrichshafen. Die 55. Auflage erfreut sich auch dieses Jahr wieder großen Zuspruchs. Ich mag ja immer den Zahlen, Daten, Fakten Check. Also legen wir gleich los. 471 Aussteller von Motorbooten, Segelbooten sowie jeder Menge Zubehör und Funsport-Produkten präsentieren sich den Messebesuchern. Am ersten Messewochenende strömten 34.000 Besucher zur internationalen Wassersport-Ausstellung. Die Auftakttage der Interboot waren geprägt durch Regatten und Sportveranstaltungen. Selbstredend die spektakuläre Liquid Quarter Mile, die Interboot Trophy sowie die Oldtimer Regatta an der Friedrichshafener Uferpromenade.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Faszination vom Motorbootsport haben die beiden Journalisten Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder, die ich beide im Oktober 2014 hier im Sportinsider Interview hatte, in ihrem Printwerk Sport – Das Buch sehr gut beschrieben. Auf Seite 180 schreiben die beiden kontinuierlich für die in der bayerischen Landeshauptstadt München beheimatete Süddeutsche Zeitung tätigen jungen Sportjournalisten zum Thema Wettkampf, den man gesehen haben muss:

,,Die Rekordfahrt von Donald Campbell an Silvester 1964, als er mit seinem Boot namens >>Bluebird K7<< auf eine Spitzengeschwindigkeit von 444,71 km/h kam. Weil er ein gutes halbes Jahr zuvor, am 17. Juli 1963, mit dem Auto >>Bluebird CN7<< eine Rekordgeschwindigkeit erreicht hatte (648,73 km/h), gilt er seitdem als der einzige Mensch, der jemals in einem Jahr sowohl auf dem Wasser als auch an Land einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt hat.“

Irgendwie auch Inspiration für den einen oder anderen James Bond Film.

Am 25. September 2014 titelte ich mit Blick auf eine filmisch temporeich umgesetzte sportive Tätigkeit Sport am Bodensee: James Bond macht der Interboot seine Aufwartung.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Der Gelbe Engel einmal ganz anders. Hier auf dem Bodensee. Inwieweit ist der ADAC Reformprozess eigentlich voran geschritten? Medial war das ja eine Zeit lang ein heiß diskutiertes Thema. Auch personell gab es damals Konsequenzen. Im hektischen Medienbetrieb mit den zahlreichen News, den auf die Tagesordnung gesetzten Schwerpunktthemen und der sich überstürzenden Ereignisse rutschen ja oft Dinge aus dem Blickpunkt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Farbe Rot und Tempo passt immer. Sei es der Mythos Ferrari oder ein Teilnehmer der Liquid Quarter Mile auf dem Bodensee mit der Signalfarbe. Übrigens Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder geben in ihrem Werk Sport – Das Buch Frankreich als Mutterland des Motorbootsports an und schreiben:

,,Was er war: Motorisierte Variante zum Segeln, die French Yachting Union führte im Jahr 1898 die ersten Motorbootrennen durch. Im Jahr 1907 wurde der deutsche Motoryachtverband gegründet.“

Und Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder legen nach zum Thema Motorbootsport:

,,Was er ist: Sportart für alle jene, denen Formel 1 und Luftsport nicht aufregend genug ist.“

Das lasse ich mal so stehen.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Doch werfen wir auch noch einen aktuellen Blick auf die Messe. Diesen Donnerstag steht die Interboot ganz im Zeichen unseres Nachbarlandes Schweiz. Die Messe auf ihrer Website mit dem Pressebericht merkt dazu an:

,,Vor allem der Interboot-Donnerstag wird mit speziellen Aktionen, Events und Testmöglichkeiten ganz im Zeichen der Schweiz stehen – alle eidgenössischen Besucherinnen erhalten freien Eintritt. David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes, sieht die Vorteile der Interboot für „seine“ Branche gerade in solchen, jährlich wiederkehrenden Erlebnis-Aktionen. „Das Besucherinteresse wird konsequent gefördert“, ist sich Clavadetscher sicher, „was wiederum die Interboot so einzigartig unter allen Messen macht und die Schweizer Aussteller Jahr für Jahr in stabiler Anzahl nach Friedrichshafen ziehen lässt.““

Schauen wir auf den Wochenkalender. Donnerstag, der 22. September 2016 ist bei zahlreichen Schweizer Bootsenthusiasten im Terminkalender vorgemerkt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Immer wieder ein schönes Panorama, egal ob beim Match Race Germany in Langenargen oder der Segel-Bundesliga Regatten in Friedrichshafen oder jetzt zur Messezeit, ist der Blick auf die Alpenkulisse. Faszinierend.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Moment der Entspannung. Ja, diese Sequenzen gibt es im Hafen zur Messezeit auch. Es wird gefachsimpelt, die Seele baumeln gelassen, der Körper gestreckt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Oldtimer im Hafen sind ebenfalls immer ein Blickfang wert. Sie strahlen Solidität und handwerkliches Können aus. Sie ruhen in sich. Inklusive der tiefenentspannten Besitzer.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Dabei ist die Branchenmessse Interboot in Friedrichshafen auch immer speziell von den zahlreichen Ausstellern eine Veranstaltung mit Umsatzcharakter. Es will auch verkauft werden, was gezeigt wird. Einer meiner Lieblingsstatements stammt von Han Tybout, Geschäftsführer der niederländischen Serious Yacht, aus dem Jahr 2014.

“Ich fand den Messeverlauf 2014 etwas ruhiger als 2013, aber ich habe ein Schiff verkauft, von daher bin ich also sehr zufrieden. Die Atmosphäre hier in den Messehallen ist sehr schön und die Organisation gut, ein Kompliment an die Messeleitung. Die Neukunden-Akquise für die Länder Österreich, die Schweiz, Norditalien und Kroatien verlief wie erwartet. 2015 werde ich einen speziellen Bootstyp präsentieren, die Gently 40 Lausanne, ein Boot mit nur 3,60 Meter Breite, was für die Liegeplatzsituation hier am Bodensee interessant sein könnte.”

Sehr smart.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Damit wären wir für heute fast durch. Die 55. Auflage der Interboot in Friedrichshafen hat Ihre Pforten noch bis zum 25. September 2016 geöffnet. Hier geht es zur offiziellen Messewebsite mit allen relevanten Infos.

Lassen wir auch nochmals Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder zu Wort kommen. Auf Seite 181 im Werk Sport – Das Buch stellen sie die ultimative Frage:

,,Frage für Angeber: Welches Boot war beim 1907 gegründeten Deutschen Motoryachtverband als Nummer eins registriert?

Nein, ad hoc hätte ich die Antwort auch nicht parat gehabt. Doch die beiden Sportjournalisten spannen uns nicht auf die lange Folter. Sie schieben die Antwort sofort nach:

,,Eine Dampfyacht mit dem Namen >>Alexandria<<. Der Besitzer war Kaiser Wilhelm II“

Gut zu wissen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Die HSG Konstanz muss die Umstellung auf die 2. Handball-Bundesliga bilanzieren, 1 Sieg, zwei knappe Niederlagen und jetzt die erste deutliche verlorene Partie. Andreas Joas hat die Details gewohnt solide aufgedröselt und wirft einen kompetenten Blick auf das Spiel TV Emsdetten – HSG Konstanz. Der 23:32 Niederlage kann der Konstanzer Trainer Daniel Eblen auch etwas gutes abgewinnen in puncto Erfahrung sammeln und merkt an: „Dass es in der zweiten Liga mal so kommt, dass der Gegner einfach besser ist und uns auch mal die Hose heruntergezogen wird, war zu erwarten. Ärgerlich ist nur, dass wir uns das Leben mit etwas zu wenig Geduld selbst schwer gemacht haben und einige besprochene Dinge leider nicht umsetzen konnten. Das können wir sicher besser.“ +++ Fußball: Der FV Ravensburg holt in der Oberliga Baden-Württemberg ein 1:1 beim 1. CFR Pforzheim und belegt hinter dem SC Freiburg II und dem FSV 08 Bissingen nach 8 absolvierten Spielen Tabellenplatz 3. Die vor den Oberschwaben platzierten beiden Teams haben je ein Spiel mehr bestritten. Der WFV-Pokalsieger holte bisher 18 Punkte und hat auf Spitzenreiter SC Freiburg II nur einen Punkt Rückstand. +++ Eishockey: Der EV Lindau Islanders hat eine Vorbereitung auf die Oberligasaison mit Hindernissen. Der Verein legt dies auf seiner Website ohne Schönfärberei dar: ,,Durch die Lande tingeln, um frühzeitig Eistraining absolvieren zu können, sind die Lindauer ja gewohnt. Leider wird sich diese Tour etwas verlängern. Der schöne und warme Spätsommer verhinderte bislang, dass in der Eissportarena wie geplant Eis gemacht werden konnte. Der Wetterumschwung der vergangenen Tage nährt aber Hoffnungen, dass die Lindauer bald auch wirklich in Lindau trainieren und spielen können. „Die Situation ist alles andere als optimal und eines Oberligisten eigentlich unwürdig, aber wir machen das Beste draus“, sagt der Erste Vorsitzende des EVL, Bernd Wucher. Wichtig sei, dass die Mannschaft sich die Stimmung nicht verderben lasse, auch wenn sie derzeit für Trainingseinheiten bis nach Füssen ausweichen müsse. „Wir werden das nicht als Ausrede nehmen“, sagt Trainer Dustin Whitecotton, der ein wenig auch darauf hofft, dass die Schwierigkeiten die Mannschaft zusammenrücken lassen.“ +++ Marathon: Es gibt für den am 9. Oktober stattfindenden 3-Länder-Marathon Lindau-St. Margarethen-Bregenz eine Streckenänderung. Auf der offiziellen Website wird sie so vermeldet: ,,Die Marathonstrecke mit direktem Blick auf den Bodensee wird dieses Jahr noch um einige Hundert Meter länger. Die Organisatoren haben sich entschieden, die Strecke nach dem Passieren der Festspielbühne direkt durch das Bregenzer Strandbad zu führen. Somit bleibt der sonst in Anspruch genommene Radweg (beim Hallenbad) frei und kann als Retour-Strecke ins Zielstadion genutzt werden. Bisher führte der Weg genau gegenüber, außen um das Stadion herum. Der Viertelmarathon bleibt auf der gewohnten Strecke.“ +++ Schach: Der Schachklub Bregenz 1920 ist auch im bald kalendarisch beginnenden Herbst aktiv. Für den 25. September ist das 3. „Schach der Kulturen“ terminiert. Spielort ist das Klubheim vom Schachklub Bregenz in der Gerberstraße 4-6. Die Festspielstädter aus dem österreichischen Vorarlberg merken auf ihrer Website an: ,,Bevorzugt werden dabei TeilnehmerInnen mit Migrationhintergrund. Bitte möglichst um Voranmeldung an Schachklub Bregenz 1920. Harald Amann (Turnierleitung) Tel. 0664 4538727 harry.amann@aon.at“.

Nachdenkenswert #486

,,Wir haben immer versucht, sportlichen Erfolg zu erzielen auf der Basis von wirtschaftlicher Vernunft. Als ich 1979 Manager wurde mit 27, da machte Bayern 12 Millionen Mark Umsatz. Und wir hatten 7 Millionen Mark Schulden. Heute machen wir nicht mehr 12 Millionen Umsatz, sondern etwa 650 Millionen, haben eine Eigenkapital-Quote von 80 Prozent. Und im Gegensatz zu den meisten Vereinen gehen wir immer in die Festgeld-Abteilung der Bank und nicht in die Kredit-Abteilung.“

Uli Hoeneß, im viel diskutierten Statement mit Blick aus der Schweiz. Er äußert sich dabei zu vielen Themen. Fanclubs in der JVA, einem etwaigen chinesischen Spieler in Zukunft im Team beim Rekordmeister, den noch gar nicht so „alten“ Herren Ribery und Robben. Red Bull Eigner Dietrich Mateschitz und sein Projekt RB Leipzig. Der Blick leitet die Meinungsäußerungen von Uli Hoeneß smart so ein:

,,Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein. 108 Gäste haben bei «meet the president» je 375 Fr. bezahlt, um sich ein Vier-Gang-Menü servieren zu lassen. «Meet the president» heisst der Anlass im Ländle. Gekommen ist das meist männliche Publikum wegen Bayerns Präsident Uli Hoeness (65). Der Weltmeister von 1974, der seine Gage (20’000 Franken) wie üblich Bayern-Hilfe e.V. spendet, spricht über Robben, Ribéry & Co. Den Champions-League Final ohne Bayern. Den grössten Applaus erntet der Bayern-Boss aber, als er offen über seine 21-­monatige Haftzeit zu reden beginnt.“

Es kommt auch ein Statement zum Thema Merchandising von Uli Hoeneß vor, dass bei anderen Clubs vermutlich lange Gesichter hervorrufen wird. Der Bayern München Präsident nennt exakt die Umsatzsumme in einem Store innerhalb von 6 Stunden. Ebenso verweist der meinungsstarke Macher auf die mühsamen Anfänge auf der Poststelle vom FCB im Jahr 1979. Stichwort: Überschaubares Sortiment von Fanartikeln. 

Pressesprecher Frank Enderle und eine 30 Stunden Odyssee von Brian Roloff

So, die Sportwoche am Bodensee nähert sich dem Ende. Vital Heynen vom VfB Friedrichshafen bekommt die Motivationsspritze der Woche aus Berlin. Der Tagesspiegel berichtete von der Meisterfeier, dem Abschied von Meistertrainer Roberto Serniotti und der Ansage von Manager Kaweh Niroomand in Richtung Bodensee:

,,Den Saisonabschluss umwehte daher schon ein wenig trübselige Stimmung – ehe Niroomand aber noch einmal ein fesselndes Plädoyer für seine Volleys anstimmte. Er nutzte dafür das alte Feindbild VfB Friedrichshafen. „Trainer Heynen meinte, in der kommenden Saison wird sich sein Team den Titel holen. Da kann ich nur sagen: Pustekuchen!“ Die rund 300 Gäste jubelten, Serniotti blickte verträumt.“

Jeder feiert halt anders. Doch die Berliner haben selber eine Reihe von Baustellen. Das weiß Manager Niroomand auch. Akteure wie Ruben Schott oder Tsimafei Zhukouski schielen nach anderen Vereinen. So hört man. Die Vertragsverlängerungen stocken. Publikumsliebling Felix Fischer beendet seine Volleyball-Laufbahn. Dann wäre da auch noch die Personalie von Diagonalangreifer Wouter ter Maat. Er hält sich in Südkorea auf. Mit dem Ziel dort bei einem zahlungskräftigen Club anzudocken. Und ob es so sinnvoll ist den Erfolgstrainer Roberto Serniotti nicht weiter das Vertrauen zu schenken, wird sich erst noch zeigen müssen. Der Italiener holte in seiner ersten Saison 2015/2016 mit Berlin das Triple. Meistertitel, DVV-Pokal und CEV-Cup. Dieses Jahr coachte er die Volleys in das Final Four der Champions-League in Rom. Letzten Sonntag gewann er mit seiner Mannschaft den Showdown in der ZF Arena hier in Friedrichshafen am Bodensee. 6 Tage nach seinem 55. Geburtstag.

Dieser Tage thematisierte ich die Trainerwechsel hier in der Region.

,,Trainerwechsel sind auch hier am Bodensee ein Stilmittel. Wenngleich manchmal …, nun ja, das überlasse ich dem geneigten Leser. Da hatten wir hier am Weihnachtsabend 2015 die Breaking News in der Bodenseeregion mit der Entlassung von Trainer Markus Baur bei den Kadetten Schaffhausen. Auf der Webseite des Schweizer Meisters verkündet. Gutes Timing geht anders. Am 24. Dezember willst Du doch nicht auf der Seite Deines Vereins so eine Nachricht lesen. Es folgte der dänische Trainer Lars Walther bei den Kadetten.“

Dann machte ich den Sprung zu den Ravensburg Towerstars und der Entlassung von Trainer Daniel Naud bei den Oberschwaben.

Dabei habe ich die Kasaulitätskette beim Schweizer Handballmeister aus Schaffhausen gar nicht bis zum Ende erzählt. Bereits bei der Entlassung von Markus Baur zu Beginn der Weihnachtsfeiertage 2015 war mir zu wenig Geduld im Spiel bei den Kadetten. Im Februar 2017 folgte dann der Austausch von Baur Nachfolger Lars Walther aus Dänemark durch Ex-Spieler Peter Kukučka. Der Slowake bereitet die Mannschaft momentan auf das erste Playoff-Finalspiel am Sonntag gegen Pfadi Winterthur vor. Peter Kukučka spielte einst auch in der Handballbundesliga bei der HSG Nordhorn. Mehr zum anstehenden Sonntagsspiel gibt es zum Ende dieses Artikels in der Sport Mixed Zone Bodensee.

Schwenken wir zum Eishockey. Heisskalt.

Bevor ich zu Brian Roloff und seiner Odyssee über 30 Stunden im Sommer 2014 und dem grandiosen Towerstars Trainingslager Tagebuch von Frank Enderle komme, sei mir noch eine Blogempfehlung gestattet. Während der aktuellen Eishockey-WM in Deutschland und Frankreich hat der geniale Chefreporter Sport vom Münchner Merkur, der geschätzte Günter Klein, einen Blog aufgelegt. Er schwelgt dabei auch in Erinnerungen und powert mit der Tastatur. So muss guter Sportjournalismus aussehen. Steigen wir als Appetitanreger kurz in den Eishockey-WM-Blog 2017 beim Merkur ein:

,,Die B-WM 1999 war das belangloseste Turnier, auf dem ich je war. Spiele wie Kasachstan – Ungarn oder Großbritannien – Polen kann man nicht ertragen. Unterhaltsam war’s dennoch: Wir wenigen Journalisten lebten im Hotel auf einem Flur mit der deutschen Mannschaft, und wenn wir frühstückten, kam stets der damals neue Bundestrainer Hans Zach an unseren Tisch und erzählte vom Spare-Ribs-Essen am Abend zuvor: „Hervorragend, und ich kann das beurteilen, ich bin Metzger!“

Lustig war auch, dass die kasachische Mannschaft jeden Morgen um den See gegenüber dem Hotel laufen musste. Bei Deutschland liefen nur die Trainer, Zach sagte zu seinem kasachischen Kollegen: „In Kazazkstan the players run, in Germany the coaches run.“ Als Bild der B-WM in Dänemark blieb mir auch, wie drei breite britische Spieler sich in der Hotellobby in ein Zweiersofa quetschten – um Popcorn zu essen. Das ist die B-WM. Es gab auch Spiele in Odense. Zwei Stunden Zug- und Busfahrt. Nicht mal die Odenser konnten verlässlich sagen, wo ihr Eisstadion steht.“

Übrigens hat Günter Klein von den zahlreichen Sportjournalisten in Deutschland für mich den entspanntest geführten Twitter-Account.

Brian Roloff und die 30 Stunden Odyssee

In Eishockey Erinnerungen schwelgen. Da kann ich mit dem geschätzten Frank Enderle und den Towerstars hier in der Bodenseeregion dienen. Legen wir los.

In der Saisonvorbereitung 2014/2015 powerte Towerstars Pressesprecher Frank Enderle, was das Zeug hielt. Er haute in die Tastatur als ob es kein Morgen gäbe. Das war ganz großes Kino. Die Rede ist von seinem Tagebuch über das Trainingslager in Latsch (Südtirol) im Sommer 2014.

Die Berichte über die Vorbereitung der Ravensburg Towerstars Eishockey-Cracks waren spannend zu lesen. Inklusive solcher geschmeidig erzählten Geschichten wie die Abholaktion von Brian Roloff aus München mit speziellen Hindernissen in Teil 2.

,,Gerade haben die fleißigen Restaurantmitarbeiterinnen mit einer pikante Penne und kräftigen Rinderbrühe die Vorspeise serviert, da sorgt ein Email auf dem Smartphone des Towerstars Pressesprechers für nicht ganz einfache organisatorische Verhältnisse. Brian Roloff, der am Montag in Richtung Europa und Trainingslager aufbrach, informierte über eine drastische Verspätung seines US-Inlandsfluges und damit war auch der Übersee Flug nach München auf der Kippe. Um 0.20 Uhr nachts dann die gute Nachricht: Brian Roloff konnte auf einen späteren Flug umgebucht werden und trifft damit fünf Stunden später in München ein.”

So ein Auszug aus der Roloff Geschichte. Das war Storytelling im besten Sinne des Wortes. Frank Enderle setzte mit seiner Arbeit damit hier in der Bodenseeregion für alle anderen Pressesprecher von Sportclubs und Vereinen die Messlatte ambitioniert hoch.

Übrigens nach der Nachricht von Brian Roloff am 12. August 2012 um 0.20 Uhr nachts gab es dann folgende Sequenz 6 Stunden und 10 Minuten später in einem Frühstücksraum in Südtirol:

12.August, 06.30 Uhr, Frühstücksraum

,,Das Abholkommando für Brian Roloff, Erwin Hutschneider und Frank Enderle, sitzen bei einem ausgewogenen Frühstück und besprechen die Route. „Bloß nicht über den Brenner“, hatte Eismeister Patrik Holzknecht noch als wichtigen Tipp gegeben. Um 7.25 sollte die Reise dann starten, über den Fernpass in Richtung Garmisch und dann nach München. Unglücklich war, dass vermutlich jeder Traktor im Vinschgau und rund um den Reschenpass wohl den gleichen Startschuss hatte. So war die Reise zum Franz-Josef Strauß Airport mit rund fünf Stunden äußerst zäh.“

Letztendlich klappt dann auch die Rückreise von München mit Brian Roloff an Bord in Richtung Südtirol. Ankunft im Trainingslager der Towerstars dann 18.30 Uhr. Um die Geschichte bis zu ihrem Ende zu verfolgen, ist noch etwas Geduld vonnöten. Frank Enderle schauen wir nochmals über die Schulter. Er notiert:

,,Nach einer erneut zähen Rückreise, diesmal über eine leicht modifizierte Strecke, kommt der Mini-Van endlich in Latsch an. Brian Roloff fährt mit Betreuer Erwin Hutschneider auch sofort zur Halle, dort findet gerade die vierte Eistrainingseinheit statt. Um aufs Eis zu gehen, reicht es freilich nicht mehr, aber der US-Stürmer will zumindest in der Kabine für den nächsten Tag alles vorbereiten. Teamleiter Reinhold Bitschi versorgt ihn inzwischen auch mit einem ersten Satz an Teamkleidungsstücken.“

Der amerikanische Eishockey-Crack bekam dann auch noch Abendbrot im Kreise seiner neuen Kollegen. Frank Enderle, aufmerksamer Beobachter der Eishockeyszene trägt in sein Towerstars Trainingslager Tagebuch akribisch ein:

,,Nach dem Abendessen verschwinden die Ravensburger Cracks alsbald auf ihren Zimmern. Brian Roloff steht verständlicherweise als erster vom Abendessen-Tisch auf. Für ihn war es zu diesem Zeitpunkt ein 30 Stunden Tag.“

Verlassen wir die Szenerie des Rückblicks auf das Trainingslager der Ravensburg Towerstars im Sommer 2014. Da war doch auch noch was. Richtig. Deutschland wird Fußballweltmeister. Lionel Messi ist tief enttäuscht. Kann er nur Barcelona? Das ist zu ketzerisch gefragt. Gegenüber der WM 2010 mit dem 0:4 Debakel gegen Deutschland und den aufgedrängten Umarmungen seines damaligen Trainers Diego Maradona, ist dieser Vizeweltmeistertitel mit einer knappen Finalniederlage in der Verlängerung bereits ein Entwicklungssprung. Für die argentinischen Erwartungen zu wenig. Zumal Messi nach wie vor an dem Weltmeistertitel von Diego Maradona 1986 gemessen wird. Derweil Lionel Messi im Maracana mit den Tränen kämpfte, gab es Jubelszenen. Auf der anderen Seite. Schweinsteiger, Podolski, Lahm, Götze und Co. liegen sich in Rio de Janeiro in den Armen.

Übungsleiter Löw hat nach 2006 (damals noch Assistent von Klinsmann) und den Turnieren 2008 (EM), 2010 (WM), 2012 (EM) endlich einen Titel mit der finanziell großzügig ausgestatteten Nationalmannschaft. Nicht auszumalen, was los gewesen wäre, wenn er im Achtelfinale gegen das Low Budget Team aus Algerien ausgeschieden wäre. Übrigens hat Manuel Neuer damals nicht das Torwartspiel neu erfunden. Solche weiten Ausflüge aus dem Tor kannten mein Onkel und mein Vater bereits in den Sechzigern von Lew Jaschin. Es ist nicht überliefert ob Brian Roloff die Spiele der amerikanischen Fußballer in Brasilien verfolgte. Die USA lieferten mit Coach Klinsmann den Belgiern einen Fight in der Verlängerung im Achtelfinale. Da bekamen die US-Spieler irgendwann die zweite Luft. Doch es reichte gegen die spieltechnisch besseren Belgier nicht ganz. Ich schweife ab.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: Die EV Lindau Islanders haben die offene Stelle im Tor besetzen können. Nach dem Abgang von Korbinian Sertl und Beppi Mayer war die Position im Kader verwaist. Jetzt vermeldet hockeyweb.de die Verpflichtung von Goalie Henning Schroth von den Eispiraten Crimmitschau. +++ Fußball: Das Spiel 2 unter Trainer Giorgio Contino beim FC St. Gallen nach der Entlassung von Übungsleiter Joe Zinnbauer in der vergangenen Woche bringt ein Wiedersehen mit dem FC Vaduz. Contino coachte die Liechtensteiner von 2012 bis März 2017. Der FC Vaduz verpflichtete den Deutschen Roland Vrabec als neuen Trainer nach der Auflösung des Vertrages mit Giorgi Contino am 7. März 2017. Vrabecs Vita weist unter anderen Trainerstationen beim 1. FC Lokomotive Leipzig, FC St. Pauli und dem FSV Frankfurt auf. Hier geht es zur Vorschau. +++ Handball: Nein, es war dann doch kein Hitchcock-Thriller. Alpla HC Hard, die Roten Teufel vom Bodensee, gewinnen ihr erstes Playoff-Halbfinalspiel in der Best-of-Three Serie geegn SG INSIGNIS Handball Westwien in der Sporthalle am See. Nach einer 15:13 Halbzeitführung powerte Hard nach der Pause und gewann mit 30:20. Am kommenden Sonntag gibt es das Spiel bei Westwien. Bei einem Sieg der Harder wäre das Ticket für das Finale gebucht. Das Match wird von LAOLA1.tv gestreamt und live auf ORF Sport Plus übertragen. +++ Handball: Die Kadetten Schaffhausen wollen nach 2014, 2015 und 2016 den vierten Meistertitel in Serie einfahren. Kontrahent Pfadi Winterthur ist am Sonntag, den 14. Mai in der BBC Arena zum Auftakt der Playoff-Finalserie zu Gast. Sowohl die in Sachen Trainerwechsel in den letzten zwei Jahren für Schlagzeilen sorgenden Kadetten wie Winterthur würden mit einer Meisterschaft ihren jeweils 10. Meistertitel in der Vereinsgeschichte feiern. Hier geht es zur Vorschau auf der Webseite der Kadetten. +++ Handball: Anders wie die Kadetten Schaffhausen gibt es bei der HSG Konstanz Kontinuität auf dem Trainerposten über viele Jahre. Daniel Eblen ist seit 2004 Coach der ambitionierten Handballmannschaft. Aktuell steht in der 2. Handball-Bundesliga die nächste Aufgabe vor der Tür. Am Samstag gastiert der ASW Hamm-Westfalen in der Schänzle Sporthalle in der größten Stadt am Bodensee. Gäste Keeper Dennis Doden erspielte sich letzte Woche 32.000 Euro. Nicht im Casino. Nicht durch Sportwette beim Buchmacher seines Vertrauens. Die 32.000 Euro holte sich Dennis Doden in der RTL-Show „Wer wird Millionär“ mit Günter Jauch. Diese Info und noch viel mehr packte HSG Pressesprecher Andreas Joas smart in seinen Vorschaubericht.

Reblog: Ein paar Worte zu Hajo Seppelt. Derweil geht der Playoff-Wahnsinn weiter.

Sie waren auf einem Höllentrip. Ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit, etwaig besorgte Mütter oder das sorgenvolle Gesicht ihres Sachbearbeiters der örtlichen Krankenkasse. Die Rede ist vom promovierten Sportjournalisten Raoul Duke und seinem Spezi, dem unkonventionellen Rechtsanwalt Dr. Gonzo. Sie lassen es krachen. Doping? Was ist das? Duke und Dr. Gonzo hatten sich auf den Weg gemacht. Ziel war das  Offroad-Rennen Mint 400 in der Wüste bei Las Vegas. Sportjournalist Raoul Duke hatte einen Auftrag für ein Magazin. Aufgabe war die Berichterstattung über das Rennen. Auf dem Weg nach Las Vegas lassen Duke und Dr. Gonzo nichts aus. Ihr Drogenrausch wird im Film Fear and Loathing in Las Vegas von Regisseur Terry Gilliam so geschildert.

„Wir hatten zwei Beutel Gras, fünfundsiebzig Kügelchen Mescalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, ’nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und ein ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher … sowie ’nen Liter Tequila, ’ne Flasche Rum, ’ne Kiste Bier, ’nen halben Liter Ether und zwei Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unseren Trip brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ’ne ernsthafte Drogen-Sammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden.“

Sportjournalist Raoul Duke wurde in dem 1998 herausgekommenen Film, dessen Drehbuch auf  dem Roman Angst und Schrecken in Las Vegas von Hunter S. Thompson basiert, von Johnny Depp gespielt. Seinen Begleiter Dr. Gonzo spielte Benicio del Toro. Verlassen wir an dieser Stelle den Kinosaal. Duke und Dr. Gonzo haben mit ihrem gemieteten Chevrolet Impala Cabriolet noch ein paar Fahrkilometer vor sich.

Schwenken wir zum brutalen Thema Doping im Hochleistungssport. Bullshit. Da gibt es keine zwei Meinungen. In Deutschland ist die Schar der Sportjournalisten, die sich dem Thema Doping kontinuierlich widmen, doch sehr überschaubar. Hajo Seppelt ist einer von ihnen. Blicken wir in mein Blogarchiv. Und legen los.

Reblog: [vom 6. April 2016] 

Ein paar Worte zu Hajo Seppelt. Derweil geht der Playoff-Wahnsinn weiter

Während die Promotion-Tour von Hajo Seppelt weitergeht, siehe das Spox Interview unter dem Titel „Man muss im Fußball recherchieren“ und bevor ich mich dem Sportgeschehen am Bodensee zuwende, generell ein paar Worte zur Doping-Berichterstattung in Deutschland. Ja, es gab sie, die Sternstunden des investigativen Journalismus. Erinnert sei an das Jahr 1998. Damals strahlte die ARD die Sendung Monitor mit dem unvergesslichen Moderator Klaus Bednarz aus. Seine Anmoderation zum Bericht von Wolfgang Bausch, Fred Kowasch und Jo Angerer über Doping im Radsport (Hier geht es zum Video des Originalfilmbeitrages bei Monitor) war ein Lehrbeipiel wie seriöser und kompetenter Journalismus in Sachen Doping-Berichterstattung aussehen kann.

Nein, ich habe nie den Ehrgeiz gehabt Deutschlands Nummer 1 in Sachen Doping-Berichterstattung zu werden. Mich 365 Tage am Stück, 24 Stunden mit den unappetitlichen Dingen der Industriebranche Profisport zu beschäftigen, wäre mir dann doch monothematisch zu eng.  Auch meine Leser haben ja schöne Interessen. Die Besucherströme zum Countdown des Schach-WM Kandidatenturniers in Moskau im März 2016  oder der Sport am Bodensee: Auf den Spuren von Brigitte Bardot, Sophia Loren, Sean Connery und Co. sprechen da eine deutliche Sprache. Der Mensch mag nicht immer nur im Doping-Müll wühlen, sich damit auseinandersetzen und eigenes Sehverhalten ständig kritisch zu hinterfragen. Das Leben ist schön. Es hat viele Facetten zu bieten.

Traveler Digital Camera

Foto:  © Michael Wiemer

Nichtsdestotrotz ist ernsthafte Auseinandersetzung von Journalisten mit dem Thema Doping wichtig. Siehe oben die Qualitätsarbeit bei Monitor im Jahr 1998. Später gab es dann eine Phase, wenn ich gefragt wurde, wer denn zuverlässig und seriös über Doping in Deutschland berichtet, dass ich die Namen Daniel Drepper, Jonathan Sachse und Jens Weinreich in die Runde warf. Sie hatten Drive, bedienten Blogs mit Texten, Quellen, interessanten Recherchen. Hajo Seppelt hatte ich zu jener Zeit nicht auf dem Notizzettel, wenngleich ich seine Arbeiten kannte. Hajo Seppelt war in den letzten Jahren fleißig. Im vorletzten Jahr dann seine Dokumentation „Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht.“ sowie 2015 „Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik.“

Es hagelte Auszeichnungen. Zu Recht. Zwei seien an dieser Stelle erwähnt: 2016 gab es den Bud-Greenspan-Award der New York Television and Film Writers für die Dokumentationen „Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht“ und „Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik“ und 2015 die bemerkenswerten Siegerpreise beim ersten weltweiten Journalistenwettbewerb „Sports Media Pearl Award“ des Weltverbands der Sportjournalisten (AIPS) in Abu Dhabi in der Kategorie Video documentary für den Film „Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik“ und in der Kategorie Best investigative reporting.

Jetzt also am letzten Sonntag Hajo Seppelts neuestes Werk bei WDR sport inside mit dem Bericht über den Londoner Gynäkologen und Sportflüsterer Dr. Mark Bonar. Auch die ARD brachte ihn. Und Seppelt durfte auch in der Tagesschau sein Statement abgeben. Noch fehlen konkrete Namen. Seppelt im eingangs erwähnten Spox Interview:

,,Es sind im Rahmen der Aufnahmen mit der versteckten Kamera Namen genannt worden, bei denen es sich zum Teil um sehr bekannte Fußballer und Sportler handelt, die den meisten Fans weltweit bekannt sein dürften. Wir sind da sehr vorsichtig und werden keinen öffentlich anschwärzen, solange die Beweislage nicht eindeutig ist – und das ist sie in diesem Fall nicht. Es gibt Behauptungen eines Arztes, der offenkundig Dopingmittel verschreibt und sich in der Szene sehr gut auskennt. Ein anderer sagt, dass er Fußballer zu ihm geschickt hat. Die Indizienkette ist also schon sehr dicht. Doch das reicht aus unserer Sicht noch nicht aus, um Namen öffentlich zu nennen.“

Das lasse ich mal so stehen.

Wenden wir uns dem Sportgeschehen am Bodensee zu. Gestern Abend standen die Ravensburg Towerstars mit dem Rücken zur Wand. Der kanadische Coach Daniel Naud hatte die Oberschwaben jedoch gut eingestellt. Im DEL2 Playoff-Halbfinale gab es einen begeisternden 6:3 Sieg gegen das Eishockeyteam der Kassel Huskies. Damit steht es in der Best of Seven Serie 2:3. Nächstes Spiel am Freitag in Kassel.

Auch die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen sind im Playoff-Fieber. Sie schauen heute genau hin. Sollte erwartungsgemäß Erzrivale Berlin Recycling Volleys gegen CV Mitteldeutschland weiterkommen, geht es im Playoff-Halbfinale am 13. April gegen die United Volleys RheinMain, den Pokalschreck der Häfler. Der Vorverkauf für die Tickets ist bereits angelaufen. Die Geschäftsstelle in der Meistershofener Straße 25 in Friedrichshafen und der Onlineticketpartner reservix sind adäquate Adressen für alle Fans. Nein, Vital Heynen ist als neuer Trainer noch nicht offiziell verkündet. Alle warten gebannt nach der Dechiffrierung des Interviews von Vital Heynen mit der Schwäbischen Zeitung auf das Rauchzeichen.

Schwenk zum Segeln. Das Match Race Germany in Langenargen hatte im vergangenen Jahr den Sieger Tomislav Basic aus Kroatien gesehen. Er verwies den Schweizer Eric Monnin und den Dänen Joachim Aschenbrenner auf die Plätze. Die diesjährige Ausgabe ist bereits in Sicht. Der Countdown vermeldet: 35 Tage, 23 Stunden, 19 Minuten und 33 Sekunden. Das Segelevent ist vom 12. – 16. Mai 2016 terminiert.

Sport Mixed Zone Bodensee

Fußball: Der FC St. Gallen schmiert im Auswärtsspiel beim FC Zürich ab. Coach Joe Zinnbauer bedient: ,,Die Viererkette habe heute jedoch überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Und auch die Kette davor nicht. Und auch nicht noch weiter vorne.“ +++ Niederlagenserie gestoppt: Der Fußball-Oberligist FV Ravensburg hatte zuletzt 4 Niederlagen am Stück einstecken müssen. Am Wochenende dann der Sieg beim FC Freiburg. Heute steht Pokal für die Ravensburger (Pokalfinalist im WFV-Pokal 2015) an. Sie spielen im WFV-Viertelfinale beim SSV Ulm 1846 im Donaustadion. +++ Befreiungsschlag: Das Fußballteam vom  SCR Altach stand die letzten Wochen im intensiven Abstiegskampf. Jetzt gelang mit dem 2:0 Heimsieg gegen Austria Wien ein Befreiungsschlag. Hier die statistischen Details und Trainerstimmen. +++ Handball: Österreichs Handballmeister Alpla HC Hard verliert im letzten Spiel im Oberen Playoff in Wien bei Fivers Margareten. Am Sonntagnachmittag in Gummersbach dann der Einsatz der Harder Handballspieler Dominik Schmid und Gerald Zeiner im Länderspiel Deutschland vs. Österreich. Der ehemalige Harder Spieler Robert Weber, zur Zeit in Diensten des SC Magdeburg, traf fünffach gegen Deutschland.

Die Roten Teufel vom Bodensee wollen gegen Westwien ins Finale

Erlebt der Bodensee heute Abend einen Hitchcock-Thriller?

Atemberaubend? Gänsehautfeeling? Ein Abend von dem die Männer in vielen Jahren ihren Enkeln mit feuchten und glänzenden Augen erzählen werden?

Es ist angerichtet. Dröseln wir es ein wenig auf und blicken nach Hard. Eine der Destination am Bodensee mit nachweisbaren Handballerfolgen. Hier wird Handball geatmet. Leidenschaft. Herzblut. In guter Gesellschaft mit Bregenz Handball, den Kadetten Schaffhausen und der HSG Konstanz. Eine Handballregion. Im Fieber. Nicht auszudenken wenn die HSG Konstanz meine Prognose umsetzt und in 3 bis 5 Jahren in der Handballbundesliga angekomen ist. Momentan powern sie als Aufsteiger bekanntlich mit Coach Daniel Eblen und den Jungen Wilden in der 2. Handball-Bundesliga.

Doch drehen wir das Scheinwerferlicht für heute Abend auf Vorarlberg. Handballtatort Hard.

Vor gut einem Jahr am 24. Mai 2016 merkte ich hier im Blog bei Sport Mixed Zone Bodensee an:

,,Saisonabschluss: Alpla HC Hard scheiterte bekanntlich nach zuletzt vier Meistertiteln in Serie dieses Jahr im Playoff-Halbfinale am Erzrivalen Bregenz Handball. Jetzt gibt es zu Fronleichnam am 26. 05.2016 die Saisonabschlussfeier in der Sporthalle am See. Dabei werden Trainer Markus Burger, Office-Leiter Dominic Faigle und der zur HSG Konstanz wechselnde Samuel Wendel verabschiedet.“

Bekanntlich ist der österreichische Spitzenhandballclub Alpla HC Hard dieses Jahr im Meisterschaftskampf noch in der Verlosung. Erzrivale Bregenz Handball ist bereits draußen. Okay. Heute Abend steht das erste Playoff-Hablfinale gegen SG INSIGNIS Handball Westwien in der Sporthalle am See an. Die Roten Teufel vom Bodensee spielen 19.30 Uhr auf Sieg gegen den Traditionsclub Westwien. Die Gäste sind fünffacher Meister. Die Titel haben bereits etwas Patina angesetzt. 1966 errang Westwien die erste Meisterschaft. Es folgten die Triumphe 1988/1989, 1990/1991, 1991/1992 und 1992/1993. In der Best-of-Three Serie will Alpla HC Hard heute mit einem Heimsieg vorlegen und fokussiert Richtung Finale gehen. Coach Petr Hrachovec und sein Team kann dabei auf ein begeisterungsfähiges Publikum in der Sporthalle am See bauen. Wird es ein Hitchcock-Thriller?  Das Spiel wird ab 19.30 Uhr von LAOLA1.tv gestreamt.

Das zweite Spiel findet am Sonntag, 14. Mai, um 18.30 Uhr in der Südstadt statt. Sollte eine dritte Begegnung notwendig sein, geht diese am 20./21. Mai in Hard über die Bühne.

Prominenz drückt Hard ebenfalls die Daumen. Toni Innauer, der einst auch auf meiner Blogroll stand mit seinem leider inzwischen eingestellten Blog, war kürzlich Gast beim Sponsoren-Event im Autohaus Niiderhofer. In Lauterach. Stichwort Impuls-Vortrag. Die charismatische Skisprunglegende bekam von Alexander Kathrein ein Alpla HC Hard Trikot mit der Nummer 20 überreicht. Der Olympiasieger Toni Innauer war einer meiner Heroes in meinen Jugendjahren. Sensationeller Skispringer. Ein Rebell. Ein Mann mit Rückgrat. Ein Skiflugästhet. Ein Weitenjäger.

Hier auf sportinsider habe ich in den letzten Jahren mehrfach Texte zu Toni Innauer veröffentlicht. Erinnert sei an:

Toni Innauer und die Sache mit dem finanziellen Overkill

Olympia Innsbruck 1976

59. Vierschanzentournee oder ein bemerkenswertes Interview von Toni Innauer in der SZ

Und auf vielfachen Wunsch…

Sport Mixed Zone Bodensee

Marathon: Der 45. Internationaler Bodensee-Marathon Kressbronn hat seinen Countdown laufen. Die Zeit zählt runter. In Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden aufgedröselt. Das Anmeldeportal ist geöffnet. +++ Schach: Diesen Monat gibt es hier am Bodensee in der Festspielstadt Bregenz ein Schach-Highlight. Der Schachklub Bregenz 1920 ist Gastgeber. Es steht das 3. Internationale Bodensee Open vom 20. bis 28. Mai 2017 im Hotel Mercure auf dem Programm. Es sind über 200 Teilnehmer aus 29 Ländern gemeldet. +++ Lauf: Am 21. Mai steht der 11. Eriskircher Riedlauf an. Zur mentalen Einstimmung geht es hier entlang.

Die unendliche Geschichte der Schachblogs in Deutschland

Der See zeigt sich von seiner besten Seite. Auch für die königliche Sportart Schach ist hier am Bodensee gesorgt. Auf der österreichischen Seite des Sees in der Festspielstadt Bregenz findet das 3. Internationale Bodensee Open vom 20. bis 28. Mai 2017 im Hotel Mercure statt. Der Schachklub Bregenz 1920 vermeldet einen Teilnehmerrekord. Bereits über 200 Anmeldungen aus 29 (kein Schreibfehler) Nationen. Lasst die Sektkorken durch die Decke knallen.

Schachblogs haben bei den großen etablierten Zeitungen durchaus keinen leichten Stand. Ruhig ist es um das Schachblog der Zeit geworden. Dabei hatte Zeit Online durchaus mit dem Blog Von Hängepartien und Bauernopfern einen respektablen Start. Inklusive einer interessanten Autorenmannschaft. Schachpublizist Johannes Fischer. Schachspieler Ilja Schneider, der eine aktuelle Elo-Zahl von 2522 aufweist. Warum hat man den Schachblog auf Zeit Online einschlafen lassen? Die Süddeutsche Zeitung ist bei dem Thema Schachblog so jungfräulich wie eine Geburtstagstorte, die unangeschnitten daliegt. Die FAZ hat spät einen Schachblog aufgelegt. Sehr spät. Im Juli 2016. Doch die Art des Mehrautoren-Blogs Berührt, geführt gefällt mir ganz gut. Einer der Autoren ist Jan Sprenger, Internationaler Schachmeister und Professor der Philosophie an der Universität in Tilburg, Niederlande. Sein aktueller Text unter dem Titel Und Anand an Brett vier.

Auch sprachliche Puzzlesteine flechtet Jan Sprenger geschmeidig mit ein.

,,Feiernde Berliner mit Bierflasche in der Hand und rot-weiß-gestreiften Schals gesellen sich zu den kofferbewehrten Geschäftsreisenden und Touristen. Passt ein auf Verinnerlichung und Reflexion gerichtetes Spiel wie Schach in diese hektische, lebenslustige Stadt? Am Alex mache ich bei einer Backstube halt; neben dem üblichen Kuchenbrötchensüßkram wird hier auch Couscous verkauft. Das nennt man wohl Innovation. Auch kein Begriff, den die meisten Menschen mit unserem Spiel verbinden, dessen Regeln sich die letzten 250 Jahre nicht geändert haben.“
Neben Jan Sprenger sind auch Stefan Löffler, Alexander Armbruster und Jörg Kaube im Team des Mehrautoren-Schachblogs der FAZ. Eine interessante Mischung. Die illustre Blogcrew setzt sich aus dem bereits erwähnten niederländischen Internationalen Schachmeister und Professor der Philosophie Jan Sprenger zusammen, dem FAZ Herausgeber Jürgen Kaube, Wirtschaftsredakteur Alexander Armbruster sowie dem Schachjournalisten Stefan Löffler.
Stefan Löffler hat einst selber einen Schachblog gegründet und geführt. Dann leider geschlossen. Auch der oben beim jetzt ruhenden Schachblog von Zeit Online erwähnte Ilja Schneider schloss seinen gut lesbaren Schachblog Schachzoo. Manchmal hätte ich mir da auch mehr Stehvermögen von den Protagonisten Schneider und Löffler gewünscht.
Blogger Georgios Souleidis nimmt Tempo aus dem Entwicklungsvorsprung raus
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Auch Georgios Souleidis hat auf seinem Schachblog Entwicklungsvosprung das Tempo rausgenommen.  Dabei hat auch Georgios Souleidis gute Anfänge gehabt. Sein Fleiß und die Texte gehörten eine Weile zum Grundrauschen der deutschen Schachblogszene. Auch in puncto Überschriften war Georgios Souleidis einst kreativ . Erinnert sei an den Artikel unter dem Titel  Warum soll man zu Plus, wenn die Milch bei Aldi nur 50 Cent kostet aus dem Jahr 2006. Schachfreund Souleidis setzte sich damals mit dem Thema der Ausländerquote in der Schachbundesliga auseinander. Ausgangspunkt war ein kritischer Beitrag vom engagierten Chefredakteur Raj Tischbierek im Magazin Schach in der Ausgabe 9/2006. Schachgroßmeister Raj Tischbierek, in der deutschen Heldenstadt Leipzig geboren und mit 9 Jahren bei Chemie Leipzig in den Schachverein eingetreten, übernahm die Zeitschrift Schach 1991 als Chefredakteur, für die der charismatische Sachse 1999 den Exzelsior Verlag gründete.
Übrigens Schachzeitungen würden Schachblogs auch gut zu Gesicht stehen.
Derweil geht es bei mir voran in Sachen Ausbau der Schach Memorabilia Sammlung.
Ein ganzer Schwung an hochkarätigen Schachweltmeistern. Historisches Material. Alexander Aljechin, Bobby Fischer, Michail Botwinnik zwischen den Buchdeckeln. Mit ihren großen Partien, ihren Biografien, ihren Statements. Ganz große Post. Die Paketmarke bis 31,5 Kilo. Ich leiste hiermit beim Postboten Abbitte. Dann auch das eine oder andere Kleinod. XIX. Studenten – Schach – Mannschaftsweltmeisterschaft Graz 1972. Herausgegeben von Milciades Lachaga, Argentinien 1973. Alles strahlt eine mystische Patina aus. Faszinierend. Doch gemach, gemach. Ich packe jetzt weiter in Ruhe aus. Der Vorgang dauert. Er wird bloggenderweise inklusive Fotomaterial von mir aufbereitet. Versprochen.
Fotos:  © Michael Wiemer