Nachdenkenswert #424

,,Wir sprechen mit vielen Clubs, auch mit dem FC Schalke 04. Mehr gibt es aber dazu nicht zu sagen, auch aus Respekt vor dem aktuellen Ausrüster. Aber noch mal: Ausschließen möchte ich hinsichtlich eines Engagements in der Bundesliga auf lange Sicht nichts.“

Chris Bate, der 52-Jährige Vice President und Managing Director Europe des amerikanischen Sportartikelherstellers Under Armour, im Interview mit dem Branchenmagazin SPONSORs auf die Frage: ,,Gab es schon Kontakte zum FC Schalke 04, dessen Ausrüstervertrag mit Adidas nach der Saison 2017/18 auslaufen wird?“

Under Armour ist aktueller Ausrüster des Zweitligisten FC St. Pauli.

Die Antwort von Chris Bate klingt im Vergleich zu seinem Chef Kevin Plank fast mit angezogener Handbremse kommuniziert. 

Der ehrgeizige CEO Kevin Plank will mit Under Armour die Nummer 1 im globalen Kampf der Sportartikelhersteller werden und Nike ablösen. Siehe auch einen längeren Artikel von mir unter dem Titel Marketinggenie Kevin Plank freut sich auf den Konkurrenzkampf mit Adidas, Nike, Puma und Co.

Nachdenkenswert #423

,,EA Sports ist der nächste große Deal gelungen. Nach Juve, Bayern München und der Premier League ist nun auch Manchester United Partner des Spieleherstellers. Die „globale Partnerschaft“ läuft über drei Jahre bis zum Ende der Saison 2018/19. EA Sports ist damit neuer „Official video games partner“ des 20-fachen englischen Meisters. Im Rahmen des Deals wird EA Sports, Hersteller der Fußballsimulation „FIFA“, Zugang zu United-Profis haben, mit diesen soll es ein nicht näher definiertes „einmaliges FIFA-Turnier“ geben. Das Unternehmen wird zudem EA-Sports-Stationen im Old Trafford und im Trainingskomplex einrichten, an denen die Fans spielen können.“

Das Branchenmagazin SPONSORs, über den Deal von EA Sports mit Manchester United. 

Nachdenkenswert #422

„Gleich zum Auftakt gegen den absoluten Topfavoriten und um Weihnachten Kracher wie Bad Tölz und Landshut zuhause. Damit kann man zufrieden sein“

Michael Messmer, der zweite Vorsitzende des EV Lindau Islanders, zum Spielplan der Oberliga Süd. Die Ansetzungen, veröffentlicht durch den Deutschen Eishockey-Bund (DEB), sehen interessante Eishockeyspiele für die Lindauer vor. EV Lindau Islanders war 2015 Meister in der  Eishockey-Bayernliga geworden. Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte der Inselstädter vom Bodensee. Danach entschied man sich unter Prüfung aller Rahmenbedingungen wie Sponsoren, Neuakquise von Sponsorships für einen Verbleib in der Liga. Dann kam dieses Jahr nach der Saison 2015/2016 der Hilferuf der Oberliga Süd.   

Zur Erinnerung: Da das Teilnehmerfeld der dritthöchsten deutschen Liga auf nur 9 Teilnehmer zusammengeschrumpft war, setzten die Oberligisten einen aktiven Hilferuf an den Deutschen Eishockey-Bund (DEB), den BEV sowie die Bayernligisten ab. Nach zahlreichen Gesprächen über mehrere Wochen folgte im Juni dann die Einigung. Durch den Beschluss der Mitgliederversammlung des Bayrischen Eissport-Verbandes (BEV) konnten die Inselstädter aus Lindau nun als einer von drei Bayernligisten in die Oberliga Süd nachrücken. Vereinsintern hatten die EV Lindau Islanders die Chancen und Risiken eines Aufstiegs in die nächst höhere Spielklasse intensiv besprochen. Auch unter dem Gesichtspunkt neuer Sponsoren, der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer seriösen Finanzplanung.

Nachdenkenswert #421

,,Adidas meldete soeben ein Wachstum im zweistelligen Bereich für das zweite Quartal. Insgesamt wuchsen die Umsätze auf währungsbereinigter Basis um 21 % auf 4,4 Mrd. EUR. (2015: 3,9 Mrd. EUR). Das Umsatzplus bei der Drei-Streifen-Marke lag bei (+)25 %, Reebok konnte sich um +7 % steigern. Für Westeuropa stellen die Herzogenauracher ein beschleunigtes Umsatzwachstum von +29 % fest, für Nordamerika +26 %, China ist mit +30 % der am schnellsten wachsende Markt. Der Gewinn hat sich mit 291 Mio. EUR fast verdoppelt. Aufgrund der positiven Ergebnisse erhöht Adidas seine Prognosen für das gesamte Jahr 2016 und rechnet mit einem Wachstum im hohen 10%-Bereich, der Gewinn soll voraussichtlich auf knapp 1 Mrd. EUR steigen. „Die hervorragenden Finanzergebnisse im zweiten Quartal belegen eindeutig, dass sich unsere Strategie auszahlt“, kommentierte der im Oktober scheidende Adidas-CEO Herbert Hainer auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz die positiven Ergebnisse des Konzerns.“

SAZsport, Fachzeitung mit Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt München für den deutschsprachigen Sporthandel über das Umsatzvolumen von Adidas im 2. Quartal sowie die Erhöhung der Prognosen für 2016, dem Jahr des Abschieds von Adidas-Chef Herbert Hainer.

Nachdenkenswert #420

„Unser größter Konkurrent im Sponsoring ist nicht Borussia Dortmund – sondern die deutsche Nationalmannschaft! Wir bezahlen die Spieler mittlerweile in einer noch vor zehn Jahren nicht vorstellbaren Höhe.

Und der DFB und alle anderen Verbände nutzen unsere Spieler für Länderspiele und Sponsoren-Termine. Wir haben einen wichtigen Vertrag mit unserem Gesellschafter Audi. Während der EM wurde aber beim DFB die gesamte Klaviatur von Mercedes Benz hoch und runter gespielt – mit unseren Spielern! Das kann und wird in Zukunft nicht mehr funktionieren. Wir werden die Verbände im Zweifel an die Rechtslage und ihre Verantwortung erinnern.“

Karl-Heinz-Rummenigge, in Bild am Sonntag, spricht Klartext.

Nachdenkenswert #419

,,Formel 1 in Hockenheim heute ab 14 Uhr auf RTL und SKY. Was von Kommentatoren mit „Es sind noch Tickets zu bekommen“ eher dezent angedeutet wird, sind schwache Zuschauerzahlen. Die Tribünen hinter der Nordkurve sind komplett abgehängt. Die Tribünen im Motodrom fransen an den Rändern massiv aus. Die Mercedes-Tribüne wurde in den Schwenks vermieden, und wenn wenn sie zufällig mitgenommen wurde, dann sah man eher lichte Reihen. Stand letzten Donnerstag waren 52.000 Tickets verkauft. Für eine schwarze Null braucht der Ring 60.000. Fassungsvermögen sind 120.000 Zuschauer.“

Kai Pahl, auf seinem lesenswerten Blog allesaussersport, über die Ticket-Situation und das Zuschauerinteresse am Hockenheim.

Nachdenkenswert #418

,,Mit überwiegend dritten Plätzen war das WYC-Team in den ersten sieben Rennen gut dabei – zumal die bisherigen Favoriten deutliche Schwächen zeigten. Doch in der Pause zwischen den Rennen – bei der Bundesliga sind immer nur sechs von 18 Teams auf dem Wasser – hantierte Marvin Frisch so unglücklich mit einem Liegestuhl, dass er sich den Mittelfinger einklemmte: Sehne und Fingerkuppe wurden schwer gequetscht. Nach ärztlicher Behandlung konnte er zwar weiter segeln, war aber mit dem Handicap nicht mehr wirklich konkurrenzfähig. „Wir haben die Aufgaben zwar im Team möglichst verteilt und auf der Seite, auf der ich mit der unverletzten Hand steuern konnte, waren wir auch deutlich schneller – aber insgesamt hat es nicht mehr funktioniert“, schilderte Frisch. Mit drei letzten und einem vierten Platz in den folgenden vier Rennen am Sonntagnachmittag „wurden wir konsequent nach hinten durchgereicht“.“

Der Württembergische Yacht-Club, mit Sitz in Friedrichshafen, über die 3. Regatta der Segel-Bundesliga in Travemünde und die Fingerverletzung von Marvin Frisch auf seiner Homepage.