Nachdenkenswert #488

,,In der 6. Klasse hat mich ein Kollege in ein Training bei den Pfadern Neuhausen mitgenommen. Mir hat es gefallen, und ich habe auch bald gemerkt, dass ich im Handball gar nicht mal so schlecht war. Also habe ich weitergemacht, und 2014 erfolgte der Wechsel zu den Kadetten. Das war schon ein super Gefühl, als ich das erste Mal in der BBC-Arena spielen durfte.“

Jonas Schelker, Handballtalent und Spielmacher bei den Espoirs, dem NLB-Team der Kadetten Schaffhausen, im Interview auf der Webseite des amtierenden Schweizer Handballmeisters.  

Nachdenkenswert #487

,,Ich hätte mir gewünscht, dass Marcel Hirscher Schachspieler geworden wäre. Die Freundschaft zwischen Marcel und mir hört auf, wenn er vor mir liegt. Aber Marcel und ich pushen uns gegenseitig auf ein Level, das wir allein nie erreicht hätten. Konkurrenz gehört zum Geschäft. Mein Papa hat lange mit Ingmar Stenmark gekämpft, meine Mama mit Annemarie Moser-Pröll.“

Felix Neureuther, Slalomfahrer, vor ca. 350 Kindern vom Skiclub Kressbron hier am Bodensee, über den Wunsch Konkurrent Marcel Hirscher eher als Schachspieler zu sehen. Dann wäre Marcel Hirscher vielleicht jetzt hier beim 3. Internationalen Bodensee-Open live dabei. Felix Neureuther folgte einer Einladung vom Unternehmer Willi Schmeh von der DaS Immobilien GmbH. Felix Neureuther sprach bei der Veranstaltung auch über sein Projekt ,,Beweg Dich schlau“ und äußerte eine Reihe kluger Gedanken. Unter anderem auch diese Sätze:

,,Unser Schulsystem ist komplett verkehrt aufgebaut. In Norwegen heißt es schon sehr früh: „Tu etwas für Deinen Körper!“ Deshalb sind die Wintersportler dort auch so erfolgreich.“

Und, um den Faden vom eingangs erwähnten Schachspieler aufzunehmen, Norwegen stellt auch den Schachweltmeister. Doch das ist wieder eine andere Geschichte. Derweil packe ich weiter Weltmeister aus.

Nachdenkenswert #486

,,Wir haben immer versucht, sportlichen Erfolg zu erzielen auf der Basis von wirtschaftlicher Vernunft. Als ich 1979 Manager wurde mit 27, da machte Bayern 12 Millionen Mark Umsatz. Und wir hatten 7 Millionen Mark Schulden. Heute machen wir nicht mehr 12 Millionen Umsatz, sondern etwa 650 Millionen, haben eine Eigenkapital-Quote von 80 Prozent. Und im Gegensatz zu den meisten Vereinen gehen wir immer in die Festgeld-Abteilung der Bank und nicht in die Kredit-Abteilung.“

Uli Hoeneß, im viel diskutierten Statement mit Blick aus der Schweiz. Er äußert sich dabei zu vielen Themen. Fanclubs in der JVA, einem etwaigen chinesischen Spieler in Zukunft im Team beim Rekordmeister, den noch gar nicht so „alten“ Herren Ribery und Robben. Red Bull Eigner Dietrich Mateschitz und sein Projekt RB Leipzig. Der Blick leitet die Meinungsäußerungen von Uli Hoeneß smart so ein:

,,Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein. 108 Gäste haben bei «meet the president» je 375 Fr. bezahlt, um sich ein Vier-Gang-Menü servieren zu lassen. «Meet the president» heisst der Anlass im Ländle. Gekommen ist das meist männliche Publikum wegen Bayerns Präsident Uli Hoeness (65). Der Weltmeister von 1974, der seine Gage (20’000 Franken) wie üblich Bayern-Hilfe e.V. spendet, spricht über Robben, Ribéry & Co. Den Champions-League Final ohne Bayern. Den grössten Applaus erntet der Bayern-Boss aber, als er offen über seine 21-­monatige Haftzeit zu reden beginnt.“

Es kommt auch ein Statement zum Thema Merchandising von Uli Hoeneß vor, dass bei anderen Clubs vermutlich lange Gesichter hervorrufen wird. Der Bayern München Präsident nennt exakt die Umsatzsumme in einem Store innerhalb von 6 Stunden. Ebenso verweist der meinungsstarke Macher auf die mühsamen Anfänge auf der Poststelle vom FCB im Jahr 1979. Stichwort: Überschaubares Sortiment von Fanartikeln. 

Nachdenkenswert #485

,,Ich kenne Adam schon seit ein paar Jahren, er konnte sich auch bei Top-Adressen in der Slowakei und der tschechischen Extra-Liga durchaus in Szene setzen.“

Jiri Ehrenberger, Neu-Trainer bei den Ravensburg Towerstars über Stürmer Adam Lapsansky, an dessen Personalie Ehrenberger einen grünen Haken setzte. Adam Lapsansky wurde in der vergangenen Saison vom verstorbenen Toni Krinner geholt. Für die kommende Saison hatte der Angreifer noch Vertrag. Die Towerstars Geschäftsführung ließ Jiri Ehrenberger bei der Personalplanung für die DEL2 Saison 2017/2018 freie Hand. Somit kam die Personalie Lapansky nochmals auf den Prüfstand.

Ebenfalls positiv beschieden wurden in Form von Vertragsverlängerungen die Eishockey-Cracks Lukas Slavetinsky und das Ravensburger Urgestein Stephan Vogt. Sie wollen alle die vergangene Saison schnell hinter sich lassen und hier in der Bodenseeregion wieder erfolgreicheres Eishockey spielen.

In der Saison 2016/2017 wurde Trainer Daniel Naud entlassen. Nachfolger Toni Krinner verstarb an seinem Krebsleiden. Für die Playoffs konnten sich die Ravensburger Towerstars nicht qualifizieren. 2015/2016 waren die Oberschwaben bis ins Play-off Halbfinale gegen die Kassel Huskies gekommen und strebten eigentlich für die vergangene Saison den Einzug ins Finale an. So hörte man.

Nachdenkenswert #484

,,Ich hatte mir heute vorgenommen nicht zu weinen, aber was soll man machen. Wir haben es fünfmal hintereinander nicht geschafft, den VfB zu bezwingen und jetzt haben wir diese zwei letzten Spiele gewonnen. Das ist mental eine riesige Leistung. Dass ich jetzt noch zweimal ran durfte und es so geklappt hat, ist fantastisch, auch wenn es am Ende wirklich an die Substanz ging.“

Felix Fischer, Volleyballer der Berlin Recycling Volleys und Berliner Urgestein, nach dem Showdown in der ZF Arena am Bodensee gegen den VfB Friedrichshafen am Mikrofon bei sportdeutschland.tv im Gespräch mit Kommentator Dirk Berscheidt. 

Berlin dreht die Playoff-Final Serie gegen den VfB Friedrichshafen und verteidigt seinen Titel. Die Hauptstädter waren vor dem entscheidenden Meisterschaftsfinale in Sachen Titel in der Saison 2016/2107 so jungfräulich wie eine nicht angeschnittene Geburtstagstorte. Der Supercup ging an den VfB Friedrichshafen, der Pokal ging ebenfalls an die Häfler und beim Final Four der Champions League in Rom am letzten Wochenende blieb nur Platz 4.

Nachdenkenswert #483

,,Reinhold Messner mutmaßt, Ueli habe vielleicht nicht nur die angekündigte Traverse, sondern das „große Hufeisen“ im Visier gehabt, also die noch niemals versuchte Rundtour über Nuptse, Lhotse und Everest und die Grate dazwischen. Dafür sehe ich nach dem, was ich bisher gehört und gelesen habe, keinen Anhaltspunkt. Der Franzose Yannick Graziani schrieb in seinem Blog, dass Ueli ihn drei Tage vor seinem Tod gefragt habe, ob er nicht Lust habe, ihn auf den Nuptse zu begleiten. Der 43-Jährige, der in diesem Frühjahr den Everest ohne Flaschensauerstoff besteigen will, lehnte ab. Es sei wirklich nur um eine Akklimatisationstour gegangen, ließ mich Yannicks Team auf Nachfrage wissen: „Ueli hat niemals über das Hufeisen geschrieben oder geredet.“

Stefan Nestler, Journalist und Blogger, auf seinem Blog Abenteuer Sport zum Tod von Extrembergsteiger Ueli Steck. Mittlerweile ist Ueli Steck im Kloster Tengboche eingeäschert worden.

Stefan Nestler schreibt einleitend in seinem neuesten Blogartikel:

,,Das hätte ihm sicher gefallen. Im Kloster Tengboche im Khumbu-Gebiet, auf fast 4000 Metern, mit Blick auf Mount Everest, Lhotse und Ama Dablam, hat die Familie Ueli Stecks bei einer buddhistischen Trauerfeier Abschied von dem Schweizer Topbergsteiger genommen. Der 40-Jährige war am Sonntag am 7861 Meter hohen Nuptse in den Tod gestürzt.“

Nachdenkenswert #482

,,Ich bin Vater zweier Töchter und lebe seit Jahren in der Region – trotz Züri-Dialekt“

Giorgio Contini, auf der Pressekonferenz vom FC St. Gallen, der in der Bodenseeregion auf Schweizer Seite verankert ist. Contini beerbt Trainer Joe Zinnbauer, der nach einer Niederlagenserie von 5 Spielen ohne Punkt und 7 Spielen ohne Sieg nicht weiter das Vertrauen erhielt und gehen musste. Giorgi Contini  hatte in seiner Laufbahn als Spieler und Trainer bereits viele Berühungspunkte mit dem FC St.Gallen. 2000 errang er als Stürmer mit dem FC St. Gallen den Meistertitel. Contini hatte später Engagements als Trainer der U21, als Assistenztrainer der ersten Mannschaft der Ostschweizer sowie Interimstrainer im März 2011.

Später wechselte er nach Liechtenstein und wurde Cheftrainer des FC Vaduz, mit denen er seinen früheren Club FC St. Gallen regelmässig auf dem Rasen zu blamieren wusste. Jetzt also die Rückkehr von Giorgi Contini zum FC St.Gallen.

Nachdenkenswert #481

,,Wir haben diese Woche viel aufgearbeitet. Jetzt, glaube ich, sind wir alle aufgewacht. Ohne Emotionen und ohne taktische Lösung wirst du kein Spiel gewinnen. Die Mannschaft hat auf dem Trainingsplatz schon Reaktionen gezeigt. Die wollen wir auch am Sonntag auf dem Platz sehen. Vor sechs Wochen haben wir noch über die Europa League diskutiert. Im Moment geht es darum, Punkte gegen unten hin zu sammeln, damit wir wieder positiver nach vorne gucken können. Denn dort wollen wir wieder hin. Man kann Spiele individuell verlieren oder gewinnen und genauso auch im gruppen- bzw. mannschaftstaktischen Bereich. Und am Sonntag müssen wir alle bereit sein und den Kampf aufnehmen von Beginn an.“

Joe Zinnbauer, Trainer vom FC St. Gallen, vor dem Spiel gegen BSC Young Boys auf der Pressekonferenz. Die Ostschweizer Mannschaft von Zinnbauer, ehemals Übungsleiter beim Hamburger SV, steht in der Bodenseeregion in Sachen Erfolg im Sektor Fußball im Schatten des österreichischen Teams Cashpoint SCR Altach, die nach dem gestrigen 3:3 bei St. Pölten auf Tabellenplatz 3 der österreichischen Bundesliga hinter Red Bull Salzburg und Austria Wien emporgeklettert sind.

Nachdenkenswert #480

,,Wir fahren jetzt nach Berlin und dann stehen die Chancen wieder bei 50:50. Erst wenn wir zwei Spiele gewonnen haben, ist die Saison vorbei.“

Simon Tischer, Kapitän vom VfB Friedrichshafen, mit Blick auf das 2. Playoff-Finalspiel in der Hauptstadt gegen Berlin Recycling Volleys. Die Häfler legten in der heimischen ZF Arena am Bodensee vor. Mit einem Sieg der Mannschaft von Trainer Vital Heynen am 3. Mai würde der Meistertitel nach Friedrichshafen gehen. Siegt Berlin gibt es dann das Entscheidungsspiel am 7. Mai am Bodensee.

Nachdenkenswert #479

,,Es war während der Behandlung bei HSG-Physiotherapeut Marc Götz, als Torwart Stefan Hanemann die frohe Kunde erhielt. Im E-Mail-Postfach des 21-Jährigen: Die Einladung zu einem Lehrgang und internationalen Turnier der deutschen Junioren-Nationalmannschaft. Von 1. bis 2. Mai findet der Lehrgang in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf statt, von 3. bis 7. Mai nimmt die DHB-Auswahl dann an einem Turnier in Frankreich teil.“

Andreas Joas, einer der fleißigsten Pressesprecher von Sportvereinen in Sachen Online-Texten am Bodensee und Pressesprecher der HSG Konstanz, dem Handballteam mit den Jungen Wilden in der 2. Handball-Bundesliga, über einen erfreulichen Eingang im E-Mail Fach von Torwart Stefan Hanemann in Sachen Einladung zur DHB-Auswahl. Der komplette emotionale Text von Andreas Joas unter dem Titel ,,Über kleines Märchen gefreut wie ein kleines Kind“: Stefan Hanemann zurück im U21-Nationalteam.