Reminiszenz an eine Spurensuche von Brigitte Bardot, Sophia Loren, Sean Connery und Riva Boote

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Da hätte ich etwas für meine geschätzten Leser.

Reblog: [vom 1. Juli 2015]

Sport am Bodensee: Auf den Spuren von Brigitte Bardot, Sophia Loren, Sean Connery und Co.

Was haben Sophia Loren, Brigitte Bardot, Sean Connery, Richard Burton und Gunter Sachs gemeinsam? Sie waren im Laufe ihres Lebens Besitzer eines Riva Bootes und teilten die Leidenschaft für das Objekt der Begierde sowie die Lust auf elegante Linien.

Foto:  © Michael Wiemer

Die 4. Riva Classics Bodensee ist auch bereits wieder Geschichte. Riva Boote haben ihre Wurzeln in Italien. Konstrukteur Carlo Riva machte sich 1949 selbständig. Seine Werft in Sarnico am Lago d´Iseo begann die klassischen Riva Boote zu bauen. Die elegante Linienführung des Bootskörper zog schnell die Blicke und das Interesse auf sich. Carlo Riva verwendete Holz mit einer fugenlosen Mahagonibeplankung. Der smarte Konstrukteur gab den Riva Booten reichlich Chrom, eine charakteristische Panoramascheibe sowie ein markantes und luxuriöses Innenleben mit auf den Weg. Das klassische Armaturenbrett hat Charme, integriert ist ein weißes Steuerrad. Weitere Designhighlights waren die weißen Ledersessel sowie eine dahinter liegende gepolsterte Liegefläche. Für den Antrieb der Riva Boote sorgt ein powervoller Innenborder mit dem entsprechendem intensivem Geräusch, der den Sound für die Ohren und das entsprechende Motorbootfeeling zur Verfügung stellt.

Foto:  © Michael Wiemer

27 Riva Boote aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden waren bei der 4. Riva Classics Bodensee auf dem schwäbischen Meer mit dabei. ULTRAMARIN-Marina in Kressbronn-Gohren war der Ausgangs- und Endpunkt. Highlight waren die Ausfahrten in die  Zeppelinstadt Friedrichshafen und Uhldingen-Mühlhofen. Im Hafen des Württembergischen Yacht Club in Friedrichshafen machten die zum Teil über 50 Jahre alten Riva Boote am Freitag halt. Die Besatzungen hatten einen reizvollen Termin. Sie trafen sich im Schloss mit S.K.H. Friedrich Herzog von Württemberg um über die Faszination und gelebte Leidenschaft für die Stilikone Riva zu plaudern.

Samstag ging es dann nach Unteruhldingen und am Sonntag trieb die Neugier die Rivaristi auf Erkundungstour charmanter Badebuchten um Lindau.

Foto:  © Michael Wiemer

Noch ein paar Worte zum Bootsbauer und Designer Carlos Riva. Bereits sein Vater hatte eine tiefgehende Passion für Motorboote. Senior Riva baute Rennboote für Kunden auf Bestellung. Er nahm selber auch an Rennen teil. Der Junior studierte an der Technischen Hochschule Cremona. Seine Selbständigkeit begann wie eingangs erwähnt im Jahr 1949. Da übernahm Carlos Riva die Werft von seinem Vater und stellte von Einzelfertigung auf Serienfertigung um. Der Markt in den 50iger Jahren nahm die Designobjekte an. Stichwort Wirtschaftswunder. Statussymbole waren bei der vermögenden Kundschaft gefragt. Die 60iger Jahre waren kommerziell ebenfalls sehr erfolgreich für den Bootsdesigner. Seine Boote waren beim Jetset gefragt. Namhafte Werbeträger wie die Kunden Sophia Loren, Brigitte Bardot, Sean Connery, Richard Burton und Gunter Sachs erhöhten die Magnetwirkung der Riva Boote und den entstehenden Mythos.

Traveler Digital Camera

Foto:  © Michael Wiemer

Riva Boote positionierten sich als Zeichen für Luxus in der Oberkategorie und zur Schau gestellten Lebensfreude. Inklusive aller Ausschweifungen. Schnell ist da auch ein Kosename geboren, der die Design-Stilikone bis heute begleitet: Rolls-Royce der Meere. Doch im Leben geht es in der Regel nie nur linear entlang. So musste Carlo Riva, so die Geschichtsschreibung, die seit dem 19. Jahrhundert in Familienbesitz befindliche Werft 1969 verkaufen. Hintergrund waren massive Streiks. Käufer war die amerikanische Investorengruppe Whittaker. Carlo Riva blieb noch bis 1971 Geschäftsführer. Dann übernahm sein Schwager Gino Gervasoni die Geschäftsführung. Riva selber widmete sich weiter dem Entwurf von Yachten. Zusammen mit seinen beiden Töchtern Pia Dall’Asta und Lia Ferrarese zeichnete er auch für den Service für die klassischen Riva-Boote in Rapallo verantwortlich. Heute ist Carlo Riva Ehrenpräsident der Riva Historical Society mit Sitz in Mailand. Ziel ist die Archivierung des Insiderwissens über die Riva Boote. Inklusive der Registrierung der erhaltenen Klassiker.

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