Eric van Reem powert in Sachen Tata Steel Chess 2017

Kürzlich hatten wir hier ja die Schachbundesliga ausführlich behandelt. Meine Stammleser werden sich erinnern. Bevor ich mich mit der Familie den Silvesterfeierlichkeiten am wunderschönen Bodensee hingab, gab es am 31. Januar 2016 noch frischen Content: Schachbundesliga Vizepräsident Ulrich Geilmann beantwortet Fragen von Michael Wiemer.  Ja, es gibt sicherlich noch viel Arbeit für die Verantwortlichen der Schachbundesliga in Sachen Marketing, den Zuschauerzahlen vor Ort und der medialen Präsenz in Deutschland. Schaun mer mal. Ulrich Geilmann kann mit den Zuschauerzahlen vor Ort sicher nicht zufrieden sein. Ich werde am Thema weiter dranbleiben.

Mit großer Leidenschaft und Power ist der niederländische Kultblogger Eric van Reem in das neue Jahr gestartet. Er täte der Schachbundesliga auch gut. Eric van Reem konzentriert sich aktuell auf das Kultturnier Tata Steel Chess in Wijk aan Zee. Auf seinem Kultblog Chess in Tweets titelt der in Sachen Content starke Schachexperte: TATA STEEL 2017 – THE PlAYERS ON TWITTER.

Nachdenkenswert #463

,,Während man in England die Fans des dortigen Fußballs kostenlos die – im Falle der Nationalmannschaft zugegebenermaßen deutlich wenigeren – Trophäen bestaunen lässt, muss man in Dortmund so viele Euro berappen, wie eine Halbserie in der Bundesliga Spieltage hat: 17 Euro kostet der Eintritt für einen Erwachsenen. Ein äußerst stolzer Preis für ein Museum. So viel kostet nicht mal das Deutsche Museum in München (11 Euro) oder das Louvre in Paris (15 Euro) — und Mona Lisa gibt es in Dortmund definitiv nicht zu sehen.“

Trainer Baade, Deutschlands vielleicht intellektuellster Fußballblogger, war in Dortmund. Besuchte das Deutsche Fußballmuseum. In unnachahmlicher Art breitet er in epischer Länge seine Eindrücke vom Museumstag aus. Hier geht es zum Museumsrundgang vom Kultblogger.

Bodensee-Overlander mit rockigen Jahresrückblick 2016

War 2016 eigentlich ein gutes Jahr für die Outdoor-Branche? Es gab ja die Teilnahme von OUTSIDEstories auf der Alpinmesse in Innsbruck inklusive begeisterter Produktscouts. Seit dem Sportinsider Interview mit Sabine Messner und Kai Schmid von OUTSIDEstories am 11. Januar 2015 verfolge ich interessiert den Werdegang der beiden.

Hier am Bodensee war traditionell wieder die Branchenmesse OutDoor in Friedrichshafen. Ob das vergangene Jahr für Georg Haas, Hendrik Morkel und Carsten Jost von Outdoor Blogger Network ein besonders gutes war, müssen sie für sich selber bilanzieren. Outdoor Blogger Network nahm an der OutDoor in der Zeppelinstadt teil. Das Netzwerk schaffte es bis auf die Titelseite der Seewoche. Carsten Jost mit der Funktion Blogger Relations bei OBN versehen, hat auch einen eigenen Outdoor-Blog mit dem Namen fastpacking. Sein letzter Blogbeitrag datiert vom 10.November 2016 und beschäftigt sich mit einer leichten Regenjacke. Content in Sachen Testbericht.

Die diesjährige OutDoor in Friedrichshafen ist vom 18 bis 21. Juni 2017 datiert. Weiterhin, anders wie die Eurobike, ohne Publikumstag. Martin Hennings, Regionalleiter von der Schwäbischen Zeitung in der Zeppelinstadt schrieb einst am 31. Januar 2014 auf der Online Ausgabe schwaebische.de:

,,Gut möglich, dass die Fachmesse Outdoor ab dem Jahr 2015 für das breite Publikum geöffnet wird. Die Messe Friedrichshafen und ihre Partner der European Outdoor Group (EOG) prüfen die Möglichkeit einen Publikumstag anzubieten.“

Am 10. Juli 2014 titelte der in Konstanz sitzende Südkurier auf seiner Webseite Absage für Publikumstag – Outdoor-Aussteller wollen weiter unter sich bleiben und merkte an:

,,Normale Kunden müssen während der Outdoor in Friedrichshafen weiter draußen bleiben: Es wird auch in Zukunft keinen Publikumstag für die Messe geben. Das gab Rolf Schmid, Präsident der European Outdoor-Group während einer Pressekonferenz der Branche auf der derzeit laufenden Messe bekannt.“

Ja, ich kenne die verschiedenen Argumente für ein Veto gegen einen Publikumstag. Sie überzeugen mich nicht. In einer auf Konsum ausgelegten Gesellschaft, in der der Kunde Umsätze bis zum abwinken tätigen soll, ist so eine Art geschlossene Gesellschaft schon sehr speziell.

Dabei war Anfang 2014 Markus Held, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG) mit folgender Stellungnahme via Südkurier Artikel von Katy Cuko am 1.02.2014 zu vernehmen:

 „Unsere Partner in Friedrichshafen haben erfolgreich bewiesen, dass die Fahrradbranche zur Weltleitmesse Eurobike von einem Publikumstag profitiert. Wir denken, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, um auch für unseren Sektor herauszufinden, ob dieses Konzept funktioniert“

Also damit legen wir für heute das Thema fehlender Publikumstag ad acta.

Wenden wir uns dem Blog Bodensee-Overlander zu. Ich mag die Tonalität, die Power, die Einsicht in die präzisen Vorbereitungen einer Weltreise der beiden Betreiber. Es gibt einen rockigen Bodensee Overlander Jahresrückblick 2016. Neben intensiven und kraftvollen Umbaumaßnahmen am Reisegefährt hat Bernd Schmidt auch seine Claudia geheiratet. Gestern Abend war ich mit meiner Jahrhundertliebe bei den Bad Boys im Graf-Zeppelin-Haus. Nein, nicht die deutschen Handballer. Die sind braver als ihr Ruf. Und auch nicht mit der kernigen Weltmeistertruppe von 78 zu vergleichen.

Nein, es gab gestern Abend hier auf der Bühne in Friedrichshafen kraftvolles Best of Rock the Ballet. Bad Boys Dance. Wahnsinnige Power, eine gute Show, vom Timing perfekt abgestimmte Choreographie, Musik von Queen, Michael Jackson, Coldplay, U2, Prince etc. Doch zurück zu den Bodensee-Overlander Abenteurern. Wenn beide ihre Weltreise erfolgreich erlebt haben, steht vielleicht die monetäre Auswertung an. Da kann ich mir einen Multimedia-Vortrag auf der Bühne des ehrwürdigen GZH gut vorstellen. Sie haben jetzt schon interessante Geschichten zu erzählen, plaudern offen darüber, verschweigen Probleme nicht und gehen die Outdoor-Abenteuer-Weltreise sehr zielstrebig und mit entsprechender Power sowie Planungs-Detailverliebtheit an. Inklusive Herzblut. Wenngleich der Markt an multimedialen Vorträgen von Weltreisen, Outdoor-Abenteuern, Besteigung der 8000er, Motorradfahrten durch die Wüste, Jeep Weltreisen etc. durchaus hart umkämpft ist. So hört man.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: Die Ravensburg Towerstars in der Krise? Nun, so schnell würde ich da nicht urteilen wollen. 4 Spiele, 3 Niederlagen nach der Vertragsverlängerung von Coach Toni Krinner in der letzten Dezemberwoche 2016. Auf alle Fälle war das Wochenende mit zwei Niederlagen kein emotionales Wohlfühlbad. Frank Enderle schaut auf das Sonntagsspiel bei den Heilbronner Falken zurück. Am Freitag gastieren die Lausitzer Füchse bei den Towerstars. +++ Volleyball: Nachdenklichkeit statt Euphorie beim VfB Friedrichshafen hat Hermann Hummler vom Südkurier beim Volleyballvizemeister nach dem 3:0 Heimsieg gegen Düren ausgemacht. +++ Handball: Die Jungen Wilden der HSG Konstanz überwintern auf Tabellenplatz 11 und sehen mit Vorfreude dem nächsten Spiel in der 2. Handball-Bundesliga am 04. Februar 2017 beim #8 ThSV Eisenach entgegen. Eisenach war 31 Jahre Mitglied in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse im Land des Olympiasiegers von 1980. Der Leipziger Peter Rost war in Moskau damals Spielmacher und Kapitän. Von 2001 bis 2003 trainierte er Eisenach. Sein Sohn Frank Rost schlug die bemerkenswerte Fußballbundesliga-Torwartlaufbahn bei Werder Bremen, Schalke 04 und dem Hamburger SV ein. Aktueller Coach in Eisenach ist Christoph Jauernik. Eisenach hat viel Tradition aufzuweisen. In der Historie des 1949 als BSG Motor Eisenach gegründeten Vereins datiert die Hallenhandballvizemeisterschaft in der DDR 1956 und 1957 sowie der Meistertitel im Feldhandball 1958.

Wenn Eishockeyfans die Gelassenheit fehlt

So, das Kapitel Sportjahr 2016 ist archiviert. Doch halt, eine Sache möchte ich noch kurz ansprechen. Es war Weihnachten, Heiliger Abend. Es war der 1. Weihnachtsfeiertag und der 2. Weihnachtsfeiertag. Zeit der Besinnung, des guten Essens, der flackernden Kerzen, Lebkuchen, Stollen, Weihnachtsliedern, der Gespräche im Kreise der Familie, der Gans und Klöße auf den Tellern der feierlich geschmückten Tische. Hier am Bodensee stand dann am 28. Dezember 2016 ein Eishockeyspiel an. EV Lindau Islanders vs. EV Landshut in der Oberliga Süd. Es hätte ein entspannter letzter Mittwochabend des vergangenen Jahres sein können. Hätte. Doch einigen sogenannten Eishockeyfans fehlte mental nach den Weihnachtsfeiertagen die Gelassenheit. Die Auseinandersetzung während des Eishockey-Spiels las sich dann in der Printausgabe des Südkurier vom 30. Dezember 2016 auf Seite 27 so:

,,Bei einem Gerangel gegen Ende eines Eishockey-Heimspiels des EV Lindau gegen den EV Landshut in der Lindauer Eissportarena musste am Mittwochabend die Polizei einschreiten. Eine Beamtin wurde Polizeiangaben zufolge beleidigt. Mit 980 Zuschauern war das Spiel zwar nicht ausverkauft, aufgrund von rund 70 aus Aalen und dem schweizerischen Olten angereisten Zuschauern, die unter anderem schrien, am Sicherungsnetz zerrten und auf die Balustrade stiegen, war die Anzahl der Einsatzkräfte bereits zum Ende des ersten Drittels deutlich erhöht worden. Nach Spielende verließen die Fans getrennt von einander das Stadion und wurden von Polizeibeamten zu ihren Fahrzeugen begleitet.“

Mittlerweile wird im neuen Jahr auch bereits wieder Eishockey in Lindau gespielt. Am Sonntag gab es ein spektakuläres 7:6 gegen den EC Peiting nach einem 2:5 Rückstand. Die Details des dramatischen Spiels der Inselstädter von Coach Dustin Whitecotton gibt es hier auf der offiziellen Webseite der EV Lindau Islanders. Zwei Tage zuvor am Freitag, den 6. Januar 2016 gab es in Peiting eine 2:3 Niederlage. Da hatten die Lindauer eine 2:0 Führung nicht halten können. Den Jahresauftakt bildete bekanntlich der Derbysieg beim ERC Sonthofen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Fußball: Die FIFA beschließt das Mamutturnier zu erweitern. Von 32 auf 48. Bereits die EM in Frankreich war auf 24 Teams aufgebläht worden. Der FC St. Gallen stellte keinen einzigen Spieler für die EM in Frankreich ab. Gelassenheit auch nach dem WM-Beschluss. Die Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer nimmt derweil ihre Vorbereitungen auf die neue Saison wahr. Am Mittwoch, den 11. Januar, geht es mit dem Flieger zum 10 Tage Trainingslager nach Malta. Inklusive Testspielen gegen Universitatea Craiova, Hibernians und FK Terek Grozny. Die Details gibt es hier. +++ Volleyball: Nach dem Jahresauftaktsieg gegen Düren steht dem VfB Friedrichshafen ein interessanter Januar bevor. International treffen die Häfler in zwei Duellen in der Champions-League auf die russischen Giganten von Zenit Kazan. National stehen Spiele in der Bundesliga beim TV Ingersoll Bühl und den Solingen Volleys an. Siehe den Spielplan. Und dann wartet am 29. Janaur in der SAP Arena in Mannheim noch das Pokalfinale gegen den Erzrivalen Berlin Recycling Volleys. Wer sich emotional in das Spiel bereits einschwingen will, dem sei der Bericht auf der Webseite der Berliner unter dem Titel DVV-Pokalfinale: „Bei einem Sieg reissen wir die SAP Arena ab.“ an die Hand gegeben. Vital Heynen coachte in dieser Saison die Häfler bereits zu zwei Siegen gegen Berlin im Supercup in der Hauptstadt und im Auswärtsspiel in der Liga. +++ Handball: Während die Diskussionen über die Übertragungsrechte der morgen beginnenden Handball-WM in Frankreich die Gemüter bewegen, empfohlen sei der Artikel von Jens Weinreich unter dem Titel Handball-WM im Sponsoren-Fernsehen: es bleibt alles in der Familie, geht das Handballgeschehen in der Bodenseeregion seinen Gang. Die HSG Konstanz, für mich eines der interessantesten Sportprojekte am See, ist weiter in den Schlagzeilen. Andreas Joas schreibt: ,,Und wieder beginnt das Jahr für die HSG Konstanz mit einem Paukenschlag: War es vor fast genau einem Jahr Paul Kaletsch, der für das DKB Tor des Monats nominiert wurde, ist es nun Marius Oßwald mit einem spektakulären Treffer für die Konstanzer Zweitliga-Reserve in der Oberliga.“

Toni Krinner nach der Vertragsverlängerung mit 1 Sieg und 3 Niederlagen

In der letzten Woche im alten Jahr wurde der Vertrag mit Toni Krinner und den Ravensburg Towerstars verlängert. Nein, ich habe ad hoc keine Statistik zur Hand wie sich bei Eishockeytrainern die Bilanz in den Tagen danach entwickelt. Bei Toni Krinner stehen nach vier Spielen mit den Towerstas nach der Vertragsverlängerung nur 1 Sieg und 3 schmerzhafte Niederlagen zu Buche.

Chronologisch im Schnelldurchlauf liest sich dies so: Niederlage am 30. Dezember 2016 beim DEL2 Aufsteiger Bayreuth mit 1:3. Am Dienstag, den 3. Januar 2017, der Heimsieg gegen die Starbulls Rosenheim mit 3:2. Dann am Freitagabend, den 9. Januar, die Derbyniederlage an Heilig Drei Könige vor heimischem Publikum gegen den ESV Kaufbeuren mit 1:4. Am Sonntag dann die 0:2 Niederlage im Auswärtsspiel bei den Heilbronner Falken. Tief durchatmen.

Schwenk zum Schach. Der Schachklub Bregenz 1920 veranstaltete das 32. Int. Dreikönig-Turnier hier am Bodensee. Die Temperaturen waren ein Thema. Grippe ein anderes. Der Schachverein aus der Festspielstadt merkt in seinem Bericht an:

,,Trotz Wintereinbruch und Grippewelle kamen 98 TeilnehmerInnen aus 13 Nationen ins „Gösser“ nach Bregenz um sich in sieben Runden Schnellschach zu messen.
Das Starterfeld konnte sich mit zwei GM drei IM sowie eine WFM und zwei FM wieder durchaus sehen lassen. Aber auch die ausgewogene Breite des gesamten Turnieres war beachtlich. Überaus fair und diszipliniert war das Verhalten von den Jüngsten bis zum Profi, so das die Turnierleitung einen stressfreien Tag vermelden durfte.

Zum sportlichen:

Sieger GM Zigurds Lanka (LAT, Zell/Zillertal, 6,0 Pkt.) konnte mit einem Sieg in der Schlussrunde zu GM Vladimir Gurevich (UKR, Hofheim, 6,0 Pkt.) aufschließen und ihn dank minimal besserer Feinwertung sogar überholen. Rang drei geht an Ortega Carlos Quintero (NCA, Feldkirch, 5,5 Pkt.) dank bester Feinwertung vor den Punktegleichen FM Dieter Knödler (GER, Markdorf, 5,5 Pkt.), Jens Knud Andersen (GER, Mehring, 5,5 Pkt.), IM Nedeljko Kelecevic (SUI, Winterthur, 5,5 Pkt.) sowie FM Peter Szacolczai (HUN, Wädenswil, 5,5 Pkt.).“

Die Grippewelle gab es im vergangenen Jahr zum Turnier nicht. Damals waren 120 Teilnehmer in Bregenz zu vermelden.

Sport Mixed Zone Bodensee

Volleyball: Der VfB Friedrichshafen schlägt zum Jahresauftakt Düren mit 3:0. Vital Heynen, der belgische Erfolgscoach der Häfler, merkt an: ,,Wir hatten heute auch ein bisschen Glück, Düren war nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft.“ +++ Outdoor: Bernd Schmidt und Claudia Prawatschke werden dieses Jahr am Sommer definitiv nicht am Bodensee verweilen. Ihre sorgfältig geplante Weltreise nimmt Konturen an. Dokumenten Digitalisierung für die Weltreise ist auf ihrem Blog bodensee-overlander aktuelles Thema. +++ Fußball: Die Bodenseeregion ist nicht die klassische Erfolgsgeschichte in Sachen Fußball. Doch der SCR Altach powerte in der Hinrunde und führt in Österreich die Bundesliga vor Red Bull Salzburg, Sturm Graz, Austria Wien und Rapid Wien an. Altach hat einen mit Bilder flankierten Text zum Jahresrückblick 2016 online gestellt. Schaut´s rein. Der neue Cheftrainer Martin Scherb begrüßte heute im Olympiazentrum in Dornbirn seine Spieler zum Trainingsstart in Sachen Frühjahrsvorbereitung. Die Details gibt es hier.

Der Tweet der Woche in Sachen DKB und Handball-WM live

Der Tweet der Woche kam für mich diese Woche von Günter Klein. Er haute auf seinem Twitter-Account folgendes Statement raus:

,,Die DKB überträgt die Handball-WM live im Internet. Stadtsparkasse kontert mit Live-Übertragung meiner Kontobewegungen.“

Günter Klein ist Chefreporter Sport beim Münchner Merkur. Er unterhält für mich einen der entspanntesten Twitter-Accounts in der deutschen Sportjournalisten-Landschaft.

Nachdenkenswert #462

,,Zu der Geräuschkulisse gehören auch die handelsüblichen Pawlow’schen Effekte.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky weint wieder bitterliche Krokodilstränen, weil „Sponsoren-TV“ kein Ersatz sei für die „journalistisch-qualitative Herangehensweise“ von Free-TV sei (via handball-world.com). Auf der Katrin Müller-Hohenstein-Skala sind dies mindestens 7,5 von 10 Badelatschen.“

Kai Pahl, Medienexperte, auf seinem Blog allesaussersport über die Handball-WM-Nachwehen in Sachen Übertragungsrechte. Speziell ARD und ZDF haben sich in den letzten Jahren ja bei sportlichen Veranstaltungen mit wenig journalistischer, sachlicher und oft fehlender Ablieferung von Qualitätsarbeit in der Berichterstattung immer wieder selbst in Frage gestellt. Die Event- und Boulevardfolklore war teilweise arg bizarr und gipfelte in den unsäglichen KMH Auswüchsen.

Die Spiele der deutschen Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson werden auf handball.dkb.de gestreamt. Sigurdsson schlug einst seine Zelte hier am Bodensee in Vorarlberg in Bregenz auf und wurde vierfacher österreichischer Handballmeister und zweifacher Pokalsieger im Zeitraum 2003 bis 2007.

Eine offene Rechnung des VfB Friedrichshafen …

Es gibt keinen Zweifel, der belgische Erfolgscoach Vital Heynen hat in den ersten Monaten seiner Amtszeit beim Volleyballvizemeister VfB Friedrichshafen hier am Bodensee bereits deutliche Akzente gesetzt. Den Supercup in Berlin gegen den Erzrivalen Berlin Recycling Volleys gewonnen, ein souveränes Auftreten in der heimischen Liga, das durchpowern im Pokal bis ins Finale und ein Achtungserfolg mit dem Auswärtssieg in der Champions-League bei Paris Volley. Im neuen Jahr präsentiert Vital Heynen sein Team am morgigen Samstag erstmalig dem einheimischen Publikum in der ZF Arena. Gegner ist SWD powervolleys Düren. In der Hinrunde musste der VfB Friedrichshafen seine einzige Niederlage hinnehmen. Die Häfler haben also noch eine offene Rechnung mit Düren.

In den Reihen der Zeppelinstädter ist mit Mittelblocker Georg Klein ein Spieler der Düren sehr gut kennt. Im Zeitraum 2011 bis 2015 spielte er dort. Über Antwerpen fand Klein dann zu Beginn der Saison den Weg an den Bodensee. Im Rückblick auf die einzige nationale Saisonniederlage vom VfB Friedrichshafen merkt Georg Klein an:

,,Wir waren nicht ganz bereit, den Druck von Düren auszuhalten. Die haben wirklich gut gespielt und wir waren zu Beginn der Saison noch nicht so eingespielt, dass wir mit aller Kraft dagegenhalten konnten.“

Das sollte am Samstagabend ab 19.30 Uhr anders sein. Alles andere als ein Heimsieg der Häfler wäre eine große Überraschung.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: Die Ravensburg Towerstars empfangen heute den ESV Kaufbeuren. Frank Enderle hat unter dem Titel Besonders reizvolles Derby am Dreikönigs-Feiertag eine Vorschau in die Tastatur geklopft. Das Match wird von sprade.tv gestreamt. +++ Schach: Der Schachklub Bregenz 1920 veranstaltet heute das 32. Int. Dreikönig-Turnier. +++ Eishockey: Der EV Lindau Islanders beginnt das neue Jahr schwungvoll. Auf der Vereinswebseite der Inselstädter liest sich dies als Einleitung eines längeren Artikels so: ,,Besser hätte das neue Jahr für die EV Lindau Islanders gar nicht beginnen können. Erst der starke Derbysieg beim ERC Sonthofen – dann die stimmungsvollen Feierlichkeiten zum 40. Vereinsgeburtstag und am Sonntag (17:30) kommt der EC Peiting zum ersten Heimspiel 2017 in den Eichwald.“

Nachdenkenswert #461

,,Die Reaktion der Spieler im Training, als ich verkündet habe, dass wir aufsteigen wollen. Es stand positives Entsetzen in den Gesichtern der Spieler. Danach haben sie dieses Ziel sofort angenommen. Zusammen mit dem Aufstieg und den Emotionen danach war das ein sehr bewegender Moment. Wir haben dies nach jahrelanger Arbeit in der 3. Liga zusammen erreicht, weil wir daran geglaubt haben. Nun glauben wir daran und werden alles dafür tun, dass wir das Erreichte auch halten können. Zu den 38 Handball-Bundesligastandorten zu gehören ist schon was für eine Stadt wie Konstanz. Wir haben gesehen, was alles entstehen kann und wissen, dass dies etwas Besonderes ist.“

Otto Eblen, Präsident der HSG Konstanz, im Interview mit Andreas Joas. Der 69-Jährige Präsident Eblen ist seit mehr als 35 Jahren im Verein in verschiedensten Funktionen tätig, seit 1991 im Präsidentenamt. Sein Sohn Daniel Eblen trainiert den Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga seit 2004.

Auch 2016 war eines dieser vom Doping verseuchten Sportjahre

Auch das vergangene Jahr 2016 war eines dieser vom Doping verseuchten Sportjahre. Ich verfolge die Hochleistungssportszene seit 1973. Ich könnte ganze Blogartikelserien über die Dopingvorfälle seit damals schreiben. Dabei ist Doping beileibe keine Monopol-Stellung Russlands. Es gibt unzählige Länder die auffällig mit Dopingsündern geworden sind. Die Liste ist ellenlang und wird jedes Jahr mit neuen aufgeflogenen Betrugsfällen erweitert. Am 17. Juli 2013 schrieb ich über meine Hassliebe Tour de France folgenden Text hier auf sportinsider.

Hassliebe Tour de France

Höllenqual, der Mund schon lange trocken, die Waden schmerzen, die Arme vibrieren, am Lenker wird gezerrt, doch es sind noch 6 Kilometer bis L’Alpe d’Huez. Scheiß Höllentour.

Noch ein Tritt. Noch ein Tritt. Noch ein verdammter Tritt. Erbarmungsloser Fight gegen sich selbst. Der Puls scheint die Schädeldecke öffnen zu wollen.

Die Sonne peitscht den Asphalt, die Gesichter und den Rücken der Radprofis. Die Arme schmerzen. Die Beine lösen sich auf. Noch ein paar Meter.

Simpson, Tommy. Mount Ventoux 67. Scheiße. Todeskampf, Hubschrauber. Einsatzkräfte. Flug in das Krankenhaus. Alles zu spät. Sinnlos. Mount Ventoux der Killerberg. Die Todeszone. Die surreale Mondlandschaft. Die Bilder seiner Todesfahrt gehen um die Welt.

Denkmäler. Sie stürzen ein wie ein Kartenhaus bei starker Zugluft. Anquetil, Bobet, Fignon, Armstrong, Merckx,  Jan Ullrich, Contador, Guerilla-Pirat Pantani, Landis, Indurain, Winokurow, Millar, Hamilton, Zabel, Riis, Cancellar, Kohl, Rasmussen. Wanken. Bröckeln. Die Heroes kommen ins straucheln. Ich bin empört. Wütend. Phlegmatisch. Gleichgültig. Desillusioniert.

Die Doping-Scheiße. Schlimmer wie Lepra. Fukushima. Tschernobyl. Krebs in der Endphase.

Ich will diesen Zirkus ohne Doping. Ohne Bluteigendoping. Keine Klebestreifen an Hotelwänden zur Befestigung der Blutbeutel. Kein Motoman mit dicken Cocktail-Kurier-Taschen. Keine Rolex für zuverlässige Überbringerdienste am Ende der Tour.

Man möchte die Kiste abschalten. Nein, Fenster auf. Das TV-Monster über die Terrasse geschmissen in bester Kinski Manier.

Hat die Seele jetzt ihre Ruhe?

Andreas Burkert berichtet für die Süddeutsche Zeitung von der Höllentour 2013. Marcel Kittel spricht vorwurfsvolle Worte Richtung Jan Ullrich. Kittel musste sein auf der 1. Etappe errungenes Gelbes Trikot bereits nach der 2. Zielankunft wieder abgeben. Das ging aber schnell. Motivationstrainer wie Anthony Robbins empfehlen in solchen Situationen die Konzentration der Kräfte. Keine Verzettelung.

Finger krampfen. Venen erstarren. Das Sitzfleisch ist aufgerauht. Salz auf der Haut. Schweiß, der den Augen zu schaffen macht.

100 Jahre. Für die einen die größte professionelle Radsport-Rundfahrt der Welt, für die anderen die größte und skrupelloseste rollende Apotheke auf Rädern. Zeit Online bringt die ultimative mediale Festagsausgabe. Ein multimediales Scroll Dossier.

Jäger und Gejagte. Den Laborspezialisten immer einen Schritt voraus. Oder? Armstrong Beichte, die Stunde der Heuchler.

Telekom, Gerolsteiner, US-Postal, Phonak, Milram, Radio Shack pumpten Millionen in das umstrittene Spektakel.

Wasserträger fluchen und buckeln gleichzeitig.

Eurosport sendet. Auch 2013. Beharrlich. Unaufhörlich. Kontinuierlich. Das halbstaatliche Fernsehen ARD + ZDF köchelt auf Sparflamme. Nicht erst dieses Jahr. Hatten ihren moralischen nach dem Telekom-Team Kater. Jan Ullrich, einst von ARD hochgejazzt, wurde fallengelassen wie eine heiße Kartoffel. Moralin-sauer wird sich von der Schmuddelsportart abgewendet. Andererseits wer will es ihnen verdenken.

Derweil gibt es da diesen Froome. Trägt Gelb. Tourdominator. Scheinbar aus einer anderen Welt. Wie er am Mount Ventoux davonritt, leicht, scheinbar ohne physikalische Widerstände, im Speedmodus, erinnerte er mich stark an Pantani. Der hatte solche Berg-Guerilla Attacken auch drauf.