Nachdenkenswert #451

,,Frei nach dem englischen Fußballspieler Gary Lineker gilt derzeit vielmehr: Schach ist ein einfaches Spiel. Zwei Spieler grübeln stundenlang über die besten Züge, und am Ende gewinnt Magnus Carlsen. Natürlich patzt auch der Titelverteidiger hin und wieder, unschlagbar ist er nicht. Allerdings, um einen weiteren Vergleich mit einer anderen Sportart zu ziehen, spielt er einfach am beständigsten und besten und dominiert quasi auf allen Belagen wie der Tennisspieler Roger Federer zu seinen Glanzzeiten.“

Alexander Armbruster, ehemaliger Werksstudent im Aktienstrategieteam einer Privatbank und später Volontär bei der FAZ und dann Wirtschaftsredakteur bei selbiger Zeitung auf dem im Sommer 2016 eingeführten Schachblog Berührt, geführt in der FAZ. Das Konkurrenzblatt Süddeutsche Zeitung konnte sich bisher noch nicht entschließen einen Schachblog aufzulegen. Das Schachblog Von Hängepartien und Bauernopfern von Zeit Online hat sich in eine Art Stand-By-Modus geschaltet. Der letzte Artikel stammt vom 26. Mai 2016 von Johannes Fischer. Und es komme mir jetzt keiner mit dem Alibi Ulrich Stock. Ja, er hat für Zeit Online berichtet, durchaus mit unterschiedlicher Tagesform. Siehe auch die Diskussion zu seinem Fazit nach der 11. Runde in der Schachcommunity auf Google + vom 27.11.2016. Ulrich Stock hat jahrelang von der WM sehr lesenswerte Texte geschrieben. Hier hat er einfach keinen guten Tag gehabt. Doch braucht man deshalb ja nicht das Schachblog auf Zeit Online einschlafen zu lassen.

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Der Hitchcock-Thriller ist durch. Magnus Carlsen bleibt Weltmeister.

Es war spannend. Spannender wie von manch Experten prognostiziert. Magnus Carlsen musste ins Tie-Break. New York erlebte das Finish eines Hitchcock-Thrillers. Dort holte er sich dann seinen 3. Weltmeistertitel nach 2013 in Chennai und 2014 in Sotschi gegen Viswanathan Anand. Sergey Karjakin war ein würdiger Herausforderer. Zäh in der Verteidigung, konditionell in guter Verfassung, ohne Minderwertigkeitskomplexe in das Duell mit Magnus Carlsen gehend. Es ist müßig zu spekulieren wie das Match ausgegangen wäre, wenn der Wahlrusse mit ukrainischen Wurzeln in der 10. Partie seinen Vorsprung nicht aus der Hand gegeben hätte. Carlsen wären dann nur noch zwei Partien zum Ausgleich geblieben. Aber am Ende stand Magnus Carlsen wieder als strahlender Sieger da. Wie ist eigentlich die Stimmung in Norwegen?

Foto: ©  Ray Morris-Hill rmhphotos.eu

Der niederländische Kultblogger Eric van Reem hat auf Chess in Tweets wieder die neuesten Wortmeldungen leidenschaftlich und strukturiert zusammengefasst.