Sequenzen der 55. Interboot 2016 in Friedrichshafen

Der 4. Messetag der Interboot 2016 in Friedrichshafen. Die 55. Auflage erfreut sich auch dieses Jahr wieder großen Zuspruchs. Ich mag ja immer den Zahlen, Daten, Fakten Check. Also legen wir gleich los. 471 Aussteller von Motorbooten, Segelbooten sowie jeder Menge Zubehör und Funsport-Produkten präsentieren sich den Messebesuchern. Am ersten Messewochenende strömten 34.000 Besucher zur internationalen Wassersport-Ausstellung. Die Auftakttage der Interboot waren geprägt durch Regatten und Sportveranstaltungen. Selbstredend die spektakuläre Liquid Quarter Mile, die Interboot Trophy sowie die Oldtimer Regatta an der Friedrichshafener Uferpromenade.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Faszination vom Motorbootsport haben die beiden Journalisten Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder, die ich beide im Oktober 2014 hier im Sportinsider Interview hatte, in ihrem Printwerk Sport – Das Buch sehr gut beschrieben. Auf Seite 180 schreiben die beiden kontinuierlich für die in der bayerischen Landeshauptstadt München beheimatete Süddeutsche Zeitung tätigen jungen Sportjournalisten zum Thema Wettkampf, den man gesehen haben muss:

,,Die Rekordfahrt von Donald Campbell an Silvester 1964, als er mit seinem Boot namens >>Bluebird K7<< auf eine Spitzengeschwindigkeit von 444,71 km/h kam. Weil er ein gutes halbes Jahr zuvor, am 17. Juli 1963, mit dem Auto >>Bluebird CN7<< eine Rekordgeschwindigkeit erreicht hatte (648,73 km/h), gilt er seitdem als der einzige Mensch, der jemals in einem Jahr sowohl auf dem Wasser als auch an Land einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt hat.“

Irgendwie auch Inspiration für den einen oder anderen James Bond Film.

Am 25. September 2014 titelte ich mit Blick auf eine filmisch temporeich umgesetzte sportive Tätigkeit Sport am Bodensee: James Bond macht der Interboot seine Aufwartung.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Der Gelbe Engel einmal ganz anders. Hier auf dem Bodensee. Inwieweit ist der ADAC Reformprozess eigentlich voran geschritten? Medial war das ja eine Zeit lang ein heiß diskutiertes Thema. Auch personell gab es damals Konsequenzen. Im hektischen Medienbetrieb mit den zahlreichen News, den auf die Tagesordnung gesetzten Schwerpunktthemen und der sich überstürzenden Ereignisse rutschen ja oft Dinge aus dem Blickpunkt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Farbe Rot und Tempo passt immer. Sei es der Mythos Ferrari oder ein Teilnehmer der Liquid Quarter Mile auf dem Bodensee mit der Signalfarbe. Übrigens Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder geben in ihrem Werk Sport – Das Buch Frankreich als Mutterland des Motorbootsports an und schreiben:

,,Was er war: Motorisierte Variante zum Segeln, die French Yachting Union führte im Jahr 1898 die ersten Motorbootrennen durch. Im Jahr 1907 wurde der deutsche Motoryachtverband gegründet.“

Und Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder legen nach zum Thema Motorbootsport:

,,Was er ist: Sportart für alle jene, denen Formel 1 und Luftsport nicht aufregend genug ist.“

Das lasse ich mal so stehen.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Doch werfen wir auch noch einen aktuellen Blick auf die Messe. Diesen Donnerstag steht die Interboot ganz im Zeichen unseres Nachbarlandes Schweiz. Die Messe auf ihrer Website mit dem Pressebericht merkt dazu an:

,,Vor allem der Interboot-Donnerstag wird mit speziellen Aktionen, Events und Testmöglichkeiten ganz im Zeichen der Schweiz stehen – alle eidgenössischen Besucherinnen erhalten freien Eintritt. David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes, sieht die Vorteile der Interboot für „seine“ Branche gerade in solchen, jährlich wiederkehrenden Erlebnis-Aktionen. „Das Besucherinteresse wird konsequent gefördert“, ist sich Clavadetscher sicher, „was wiederum die Interboot so einzigartig unter allen Messen macht und die Schweizer Aussteller Jahr für Jahr in stabiler Anzahl nach Friedrichshafen ziehen lässt.““

Schauen wir auf den Wochenkalender. Donnerstag, der 22. September 2016 ist bei zahlreichen Schweizer Bootsenthusiasten im Terminkalender vorgemerkt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Immer wieder ein schönes Panorama, egal ob beim Match Race Germany in Langenargen oder der Segel-Bundesliga Regatten in Friedrichshafen oder jetzt zur Messezeit, ist der Blick auf die Alpenkulisse. Faszinierend.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Moment der Entspannung. Ja, diese Sequenzen gibt es im Hafen zur Messezeit auch. Es wird gefachsimpelt, die Seele baumeln gelassen, der Körper gestreckt.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Die Oldtimer im Hafen sind ebenfalls immer ein Blickfang wert. Sie strahlen Solidität und handwerkliches Können aus. Sie ruhen in sich. Inklusive der tiefenentspannten Besitzer.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Dabei ist die Branchenmessse Interboot in Friedrichshafen auch immer speziell von den zahlreichen Ausstellern eine Veranstaltung mit Umsatzcharakter. Es will auch verkauft werden, was gezeigt wird. Einer meiner Lieblingsstatements stammt von Han Tybout, Geschäftsführer der niederländischen Serious Yacht, aus dem Jahr 2014.

“Ich fand den Messeverlauf 2014 etwas ruhiger als 2013, aber ich habe ein Schiff verkauft, von daher bin ich also sehr zufrieden. Die Atmosphäre hier in den Messehallen ist sehr schön und die Organisation gut, ein Kompliment an die Messeleitung. Die Neukunden-Akquise für die Länder Österreich, die Schweiz, Norditalien und Kroatien verlief wie erwartet. 2015 werde ich einen speziellen Bootstyp präsentieren, die Gently 40 Lausanne, ein Boot mit nur 3,60 Meter Breite, was für die Liegeplatzsituation hier am Bodensee interessant sein könnte.”

Sehr smart.

Foto: © INTERBOOT Friedrichshafen

Damit wären wir für heute fast durch. Die 55. Auflage der Interboot in Friedrichshafen hat Ihre Pforten noch bis zum 25. September 2016 geöffnet. Hier geht es zur offiziellen Messewebsite mit allen relevanten Infos.

Lassen wir auch nochmals Johannes Aumüller und Jürgen Schmieder zu Wort kommen. Auf Seite 181 im Werk Sport – Das Buch stellen sie die ultimative Frage:

,,Frage für Angeber: Welches Boot war beim 1907 gegründeten Deutschen Motoryachtverband als Nummer eins registriert?

Nein, ad hoc hätte ich die Antwort auch nicht parat gehabt. Doch die beiden Sportjournalisten spannen uns nicht auf die lange Folter. Sie schieben die Antwort sofort nach:

,,Eine Dampfyacht mit dem Namen >>Alexandria<<. Der Besitzer war Kaiser Wilhelm II“

Gut zu wissen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Die HSG Konstanz muss die Umstellung auf die 2. Handball-Bundesliga bilanzieren, 1 Sieg, zwei knappe Niederlagen und jetzt die erste deutliche verlorene Partie. Andreas Joas hat die Details gewohnt solide aufgedröselt und wirft einen kompetenten Blick auf das Spiel TV Emsdetten – HSG Konstanz. Der 23:32 Niederlage kann der Konstanzer Trainer Daniel Eblen auch etwas gutes abgewinnen in puncto Erfahrung sammeln und merkt an: „Dass es in der zweiten Liga mal so kommt, dass der Gegner einfach besser ist und uns auch mal die Hose heruntergezogen wird, war zu erwarten. Ärgerlich ist nur, dass wir uns das Leben mit etwas zu wenig Geduld selbst schwer gemacht haben und einige besprochene Dinge leider nicht umsetzen konnten. Das können wir sicher besser.“ +++ Fußball: Der FV Ravensburg holt in der Oberliga Baden-Württemberg ein 1:1 beim 1. CFR Pforzheim und belegt hinter dem SC Freiburg II und dem FSV 08 Bissingen nach 8 absolvierten Spielen Tabellenplatz 3. Die vor den Oberschwaben platzierten beiden Teams haben je ein Spiel mehr bestritten. Der WFV-Pokalsieger holte bisher 18 Punkte und hat auf Spitzenreiter SC Freiburg II nur einen Punkt Rückstand. +++ Eishockey: Der EV Lindau Islanders hat eine Vorbereitung auf die Oberligasaison mit Hindernissen. Der Verein legt dies auf seiner Website ohne Schönfärberei dar: ,,Durch die Lande tingeln, um frühzeitig Eistraining absolvieren zu können, sind die Lindauer ja gewohnt. Leider wird sich diese Tour etwas verlängern. Der schöne und warme Spätsommer verhinderte bislang, dass in der Eissportarena wie geplant Eis gemacht werden konnte. Der Wetterumschwung der vergangenen Tage nährt aber Hoffnungen, dass die Lindauer bald auch wirklich in Lindau trainieren und spielen können. „Die Situation ist alles andere als optimal und eines Oberligisten eigentlich unwürdig, aber wir machen das Beste draus“, sagt der Erste Vorsitzende des EVL, Bernd Wucher. Wichtig sei, dass die Mannschaft sich die Stimmung nicht verderben lasse, auch wenn sie derzeit für Trainingseinheiten bis nach Füssen ausweichen müsse. „Wir werden das nicht als Ausrede nehmen“, sagt Trainer Dustin Whitecotton, der ein wenig auch darauf hofft, dass die Schwierigkeiten die Mannschaft zusammenrücken lassen.“ +++ Marathon: Es gibt für den am 9. Oktober stattfindenden 3-Länder-Marathon Lindau-St. Margarethen-Bregenz eine Streckenänderung. Auf der offiziellen Website wird sie so vermeldet: ,,Die Marathonstrecke mit direktem Blick auf den Bodensee wird dieses Jahr noch um einige Hundert Meter länger. Die Organisatoren haben sich entschieden, die Strecke nach dem Passieren der Festspielbühne direkt durch das Bregenzer Strandbad zu führen. Somit bleibt der sonst in Anspruch genommene Radweg (beim Hallenbad) frei und kann als Retour-Strecke ins Zielstadion genutzt werden. Bisher führte der Weg genau gegenüber, außen um das Stadion herum. Der Viertelmarathon bleibt auf der gewohnten Strecke.“ +++ Schach: Der Schachklub Bregenz 1920 ist auch im bald kalendarisch beginnenden Herbst aktiv. Für den 25. September ist das 3. „Schach der Kulturen“ terminiert. Spielort ist das Klubheim vom Schachklub Bregenz in der Gerberstraße 4-6. Die Festspielstädter aus dem österreichischen Vorarlberg merken auf ihrer Website an: ,,Bevorzugt werden dabei TeilnehmerInnen mit Migrationhintergrund. Bitte möglichst um Voranmeldung an Schachklub Bregenz 1920. Harald Amann (Turnierleitung) Tel. 0664 4538727 harry.amann@aon.at“.

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