Borussia Dortmund vs. Athletic Bilbao, Kaderschmiede VfB Friedrichshafen 2016/2017, HSG Konstanz wie eine Woodstock Band

Borussia Dortmund testet zur Zeit seine Form am Bodensee. Dem Spiel in der Cashpoint Arena gegen den AFC Sunderland am Freitagabend in Altach schließt sich das Match gegen Athletic Bilbao  am Dienstag, den 9. August, im kybunpark vom FC St. Gallen an. Bilbao belegte in der abgelaufenen Saison Tabellenplatz 5 in der Primera Division. 8 spanische Meisterschaften datieren aus den Jahren 1930, 1931, 1934, 1936, 1943, 1956, 1983 und 1984. In Spanien ist man damit hinter Real Madrid (32 Titeln), dem FC Barcelona mit 24 Meisterschaften und dem „Leidenschaftsmonster“ Atletico Madrid (Copyright Matthias Sammer) mit 10 Meistertiteln auf Platz 4 der ewigen Liste der Meister.

Davor hat der FC St. Gallen am Sonntag, den 7. August, im heimischen kybunpark das Punktspiel gegen Grasshopper Club Zürich vor der Brust. Der Einsatz von Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino bei den Gastgebern ist noch fraglich. Cueto fällt definitiv mit einer Bänderverletzung im Sprunggelenk aus. Trainer Joe Zinnbauer auf der Pressekonferenz:

,,Wir können uns die beiden letzten Wochen im Training anschauen, da läuft der Ball 1A. Wir haben die Niederlage in Sion lange besprochen und analysiert. Wir hatten diese Woche kein Friede, Freude, Eierkuchen. Die Jungs sehen die Fehler, wollen sich verbessern und sind sehr konzentriert gewesen, vielleicht sogar ein bisschen zu konzentriert, aber wir haben ja noch zwei Tage, in denen wir schauen, sie ein bisschen lockerer zu kriegen. Wir müssen befreiter aufspielen, uns mehr zutrauen.“

Die Saison ist noch taufrisch in der Schweiz. Nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Young Boys Bern und in Sion liegt der FC St. Gallen nach 2 Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz. Grasshopper Club Zürich liegt auf Platz 3. Aber alles noch ohne Wert.

VfB Friedrichshafen weiter im Fokus der Kaderschmiede 2016/2017 

Der deutsche Vizemeister im Volleyball bastelt weiter kräftig an seinem Kader für die neue Saison. Der 1. unter dem Belgier Vital Heynen, der bekanntlich dem langjährigen Erfolgscoach Stelian Moculescu bei den Häflern folgt. Die bisherigen Transfer lassen eine Handschrift erkennen. Im letzten Jahr holte sich Erzrivale Berlin Recycling Volleys die Meisterschaft, den nationalen Pokal und den internationalen CEV Cup. Aktuell erfreuliche Meldung vom Bodensee: Der Dienstälteste Thilo Späth-Westerholt unterschrieb für ein weiteres Jahr beim VfB Friedrichshafen. Dies ist seine 7. Saison in der Zeppelinstadt. Mit seiner Familie relaxte er im Sommer in Kanada. Außerdem spielte er  bei der World League mit der Nationalmannschaft Deutschlands, deren Trainer ja noch Vital Heynen ist. Routinier Späth-Westerholt trainiert auch zukünftig in Absprache nur einmal am Tag. Seine Mitspieler sind zweimal im Training gefordert. Am Tag arbeitet Libero Thilo Späth-Westholt bei der Sparkasse Bodensee und berät dort gewerbliche Kunden. Sportlich ist er auf seine Einsätze in der Volleyballheimstätte der Häfler fokussiert. Den Spagat Sparkasse Bodensee und Volleyball beim lange Jahre als Branchenprimus agierenden VfB Friedrichshafen kriegt er mit präzisen Zeitmanagement immer wieder hin.

Foto: © Michael Wiemer

Das wäre für heute der Part aus der Sektion Volleyball vom Bodensee.

HSG Konstanz weiter im Power-Modus 

Die Handballer der HSG Konstanz agieren wie eine junge powervolle Woodstock-Rockband. Sie haben nach dem Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga weiter Hunger auf Erfolg. Auf Action. Auf emotionales Publikum. Auf Spektakel. Andreas Joas, Pressesprecher der HSG ist wieder fleißig an der Tastatur gewesen und titelt Erfolgreicher Konstanzer Weg: HSG mit Studenten zurück in die 2.Bundesliga. Meine Prognose von vor einigen Wochen steht weiter. In den nächsten 3 bis 5 Jahren können die Konstanzer ganz oben anklopfen. Nein, den Spruch mit der stärksten Handball-Bundesliga der Welt verkneife ich mir jetzt. Mir geht ja zuweilen auch das hochjubeln der 2. Fußballbundesliga von einem Fernsehsender zur angeblich besten Zweiten der Welt auf die Nerven. Doch ich will nicht abschweifen. Die HSG Konstanz hat das Zeug für höheres. Da wäre die Situation Trainer Daniel Eblen und Vater Otto Eblen als Präsident. Der Konstanzer Weg und die exklusiven Stipendien. Siehe die Details hier ausführlich dargelegt. Dazu ein begeisterungsfähiges und sachkundiges Publikum. Eine seriöse Sponsorenarbeit. Bodenständigkeit. Leidenschaft für Handball. Gelebte intensive Leidenschaft. Daniel Eblen ist seit 2004 (kein Schreibfehler) Cheftrainer bei der HSG Konstanz. Er ist Handballexperte, kennt die Situation in Konstanz detailgetreu. Seine Spieler führte er seriös zum Aufstieg in der vergangenen Saison. Wer diesen Blog kennt, weiß um meine Vorliebe für Kontinuität auf der Trainerbank

Dann gab es noch die Trikotpräsentation bei Oberbürgermeister Uli Burchardt. Im historischen Innenhof des Konstanzer Rathauses wurden die neuen Trikots gezeigt. Mit dabei Präsident Otto Eblen sowie vier Neuzugänge Sebastian Bösing, Felix Gäßler, Chris Berchtenbreiter und Samuel Wendel. Kempa ist Ausrüster. Kennt man noch von den emotionalen Bildern der deutschen Nationalmannschaft beim Europameistertitel im Januar. Auf der Trikotbrust der HSG Konstanz prangt jetzt der neue Premiumpartner Aesculap. Hier geht es zu den Details, akribisch von Andreas Joas zusammengetragen.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: Auch beim DEL2 Club Ravensburg Towerstars wird weiter am Kader für die neue Saison gebastelt. Die Hauptarbeiten sind durch. Jetzt erfolgt noch etwas Feintuning.  Das Ravensburger Eigengewächs Jonas Mikulic wird in der kommenden Saison 2016/2017 in den erweiterten Kader sowie den Trainingsbetrieb aufgenommen. Hier geht es zu den Details. Dann ist auch noch zu vermelden, dass Coach Daniel Naud in den Startlöchern steht. Er ist zur Zeit in seiner kanadischen Heimat. Ohne Eiszeit geht jedoch nicht. Frank Enderle vermeldet:  ,,So waren in der Eiseinheit in der Heimat unter anderem Steve Bernie (New Jersey Devils), Marc-Édouard Vlasic (San José), Antoine Vermette (Arizona Coyotes), Jonathan Marchessault (Tampa Bay Lightning) sowie die Cracks der Montreal Canadiens, Mark Barberio, David Desharnais und Phillip Danault zu Gast.“ Segeln: Auf bodensee-regatten sind ein ganzer Schwung aktueller Termine zu finden. +++ Handball: Alpla HC Hard hat den provisorischen Spielplan für die nächste Saison veröffentlicht. Sowohl die Punktspiele im Grunddurchgang Handball Liga Austria als auch die EHF Spiele. Den Auftakt bildet das  Spiel im EHF-Cup gegen OCI-Lions am 2. September am Bodensee.

Reblog: Das Zentralstadion

Heute findet bekanntlich hier in der Bodenseeregion das Fußballtestspiel Borussia Dortmund vs. AFC Sunderland statt. Spielstätte ist die Cashpoint Arena vom österreichischen Bundesligisten SCR Altach. Die Vorschau auf das Spiel gab es diese Woche hier. Fassungsvermögen des Stadions: 8.500. Ich bin ja in einer Stadt aufgewachsen die neben den beiden Spielstätten der BSG Chemie Leipzig und dem 1. FC Lokomotive Leipzig auch ein Zentralstadion hatte.

Anlässlich des II. Deutschen Turn- und Sportfestes vom 2. – 5. August 1956 wurde in Leipzig das Zentrlastadion eingeweiht. Das Stadion der Hunderttausend.

Gelegenheit tief ins Blogarchiv zu steigen und einen Artikel wieder ans Tageslicht zu holen.

Reblog: Das Zentralstadion [vom 13. November 2009]

Das Red Bull Fußballteam RB Leipzig spielt momentan noch im Stadion am Bad in Markranstädt. Steigt die Mannschaft am Ende der Saison auf, wird das Zentralstadion die neue Spielstätte des ambitionierten Vereins sein. Es lohnt ein kleiner historischer Rückblick auf das Leipziger Zentralstadion.

In dem Zeitraum zwischen 1954 und 1956 bestand die Großbaustelle in Leipzig 17 Monate. Neben den Bauarbeitern leisteten 180 218 Leipziger immense 735 992 Aufbaustunden. 170 000 Kubikmeter Erde wurden ausgehoben und 2700 Bohrpfähle in den feuchten Grund getrieben.

Direkt vom Stadtzentrum brachte die Trümmerbahn den Trümmerschutt auf die Baustelle, um die 23 Meter hohe und 8 Meter breite Dammkrone aufzuschütten. Es erschließt sich von dort oben ein herrlicher Blick auf das Fußballfeld, die Aschenbahn und die 75, insgesamt 50 Kilometer langen Sitzreihen.

Die Sportstätte konnte 100 000 Zuschauer aufnehmen – das Markenzeichen des Leipziger Zentralstadions. Stadion der Hunderttausend. Mit seinem 43 Meter hohen Glockenturm und der knapp 4 Tonnen schweren Werner-Seelenbinder-Glocke, wird anläßlich des II. Deutschen Turn- und Sportfestes vom 2. – 5. August 1956 diese imposante Sportstätte eingeweiht.

Die Messestadt besitzt damit ein rieiges Stadion. Es wird schnell zum Zuschauermagnet. Am 8. September 1956 besuchen 100 000 Zuschauer das denkwürdige Ortsderby Rotation gegen SC Lok Leipzig. Dies ist bis heute der gültige Zuschauerrekord für Fußball-Punktspiele in Deutschland. Am 25. November bezieht der SC Lok Leipzig gegen Schalke 04 eine 1:3 Niederlage vor ebenfalls 100 000 Zuschauer.

Der Rekord wird jedoch am 6. Oktober aufgestellt. 110 000 Zuschauer sehen beim innerdeutschen Duell zwischen DDR Meister SC Wismut Karl-Marx-Stadt und dem 1. FC Kaiserslautern ein 3:5 und das legendäre Jahrhunderttor von Fritz Walter. 400 000 Kartenbestellungen lagen damals vor, zusätzliche 10 000 Stehplätze wurden verkauft.

Im Zentralstadion ist jedoch auch die Leichtathletik heimisch. Gisela Birkemeyer stellte 1960 bei den DDR-Leichtathletikmeisterschaften einen Weltrekord über 80 m Hürden auf. Renate Stecher lief 1973 während des Leichtathletik Länderkampf DDR, Großbritannien und Bulgarien als erste Frau der Welt die 100 m unter 11 Sekunden. Ihre Weltrekordzeit betrug 10,9 Sekunden.

Weitere historische Höhepunkte im alten Zentralstadion gibt es hier.

Der Zahn der Zeit nagte an der alten Sportstätte. Hier ein Bild aus dem Jahr 1996. So entschieden Bund und Länder 2000 den Umbau des Stadions. Zum Deutschen Turnfest im Jahr 2004 wurde das neue Zentralstadion eröffnet. 44.345 Zuschauer finden in der reinen Fußballarena Platz. Zuletzt war das Zentralstadion Austragungsstätte des WM-Qualifikationsspiels Deutschland gegen Liechtenstein.

Wie geht es konkret mit Red Bull und dem Zentralstadion weiter?

Michael Kömel ist der Besitzer des Zentralstadions. Er hat mit Red Bull einen Mietvertrag bis zum Jahr 2030 abgeschlossen. Der Kontrakt beinhaltet auch die Namensrechte. Die Entscheidung über die zukünftige Namensgebung des legendären Zentralstadions liegt jetzt in den Händen des österreichischen Energy Drink Herstellers und Sportförderers. Im Sommer interviewte Sebastian Pittelkow in der taz den Stadionbesitzer Michael Kömel zu sportlichen und wirtschaftlichen Chancen:

Michael Kömel:,,Ich freue mich auf Red Bull. Es wird jetzt noch eine neue Farbe im Leipziger Vereinsfußball geben. Aktuelle Umfragen zeigen, das Hoffenheim der zweitbeliebteste Bundesligist der abgelaufenen Saison ist. Daran sieht man, auch ein Verein mit einem großen Investor kann dahin kommen. Zwar kann man sich, wenn man mit etwas mehr Geld spielt, den Erfolg nicht kaufen, aber für Leipzig steigen die Chancen.“

Hier gehts zum kompletten taz Interview „Auch andere werden profitieren“.