Shoe Dog von Nike Gründer Phil Knight, Statement eines Neuzugangs beim Volleyballvizemeister VfB Friedrichshafen etc.

Es gibt keine Zufälle. In meiner Lieblingsbuchhandlung am Bodensee, RavensBuch in Friedrichshafen an der Uferpromenade gelegen, schaue ich heute hinein. Gehe die Treppe hoch zur 1. Etage und mein Unterbewusstsein führt mich zu einem Bücherregal. Dort liegt ein Buch. Der Titel SHOE DOG schaut mich fast einladend an. Es ist von Phil Knight geschrieben, dem Nike Gründer. Ich blättere darin. Ja, dieses Buch hat selbstverständlich eine Reihe dieser Storys, Anekdoten, amerikanischen Marketing Momente. Auch der Besuch im Hiroshima Museum befindet sich darin. Die Kritik von Knight an den Bürokraten, die es auch in den USA reichlich gibt. Propagierte freie Marktwirtschaft hin oder her. Ja, es geht auch um Schuhe. Um Marketing, um Visionen. Rückschläge. Pioniergeist. Die Mannschaft der ersten Stunde. Es ist die offizielle Biografie des charismatischen  Nike Gründers.

Derweil sind hier am Bodensee die Ströme der Touristen da. Okay, die Umsätze der Gastronomen brummen, so hört man. Die Fähre, die Boote zu den Ausflugszielen wie zur Festspielstadt Bregenz oder der Insel Mainau sind gut gebucht. Auch die große Anzahl der Segler zelebriert den Sommer. Es sind smarte 26 Grad.

 Foto:  © Michael Wiemer

Gern gesehene Gäste im Hafen sind auch die Segler aus der Schweiz. Kann mich noch gut erinnern an ein Public Viewing zur Fußball-WM 2014. Die Partie Argentinien vs. Schweiz. Da waren einige Schweizer an Land gegangen und drückten der Mannschaft von Coach Hitzfeld die Daumen. Argentinien gewann damals in der Verlängerung knapp mit 1:0. Die Schweizer haben eine sehr gelassene Art ein WM-Spiel zu schauen. Klar, emotionale Gesten gibt es auch. Doch es ist, so erinnere ich mich, jetzt kein Weltuntergang gewesen. Man war halt im Achtelfinale einer WM gegen einen großen südamerikanischen Kontrahenten mit einem Messi in seinen Reihen ausgeschieden. Das Leben ging weiter. So lobe ich mir das. Fußball als schöne Nebensache, vielleicht auch für Momente die schönste Nebensache der Welt. Jedoch bittschön keine ideologische Überfrachtung, das Seelenheil an den Ausgang eines Spiels dranhängen oder gar verbissen eine Niederlage in sich hineinfressen oder ausflippen. Das Wohl oder Wehe einer Nation hängt wahrlich nicht am Ausgang eines Fußballspiels.

 Foto:  © Michael Wiemer

Das Dilemma der zerrissenen Puma Trikots der Elf der Schweiz bei der kürzlichen Fußball-EM mit den Puma-Trikots im Spiel gegen die mehrfach unfair zur Sache gehende französische Nationalmannschaft hatten wir ja hier behandelt mit dem Statement vom Sportartikelhersteller Puma. Die Schweiz kam durch das 0:0 in der Textilschlacht in die K.o. Runde. Dort war dann Endstation durch das verlorene Elfmeterschießen gegen Polen im Achtelfinale.

Aufbruchsstimmung beim VfB und Statement von Armin Mustedanovic 

Zur Zeit ist der russische Sport im Bezug auf die bevorstehenden Olympischen Spiele in Russland arg in der Diskussion. Der neue Coach vom VfB Friedrichshafen und Noch-Bundestrainer Vital Heynen schied ja beim Olympia-Qualifikationsturnier in Berlin im Januar im Halbfinale mit Deutschland gegen Russland aus. Der amtierende Olympiasieger von London 2012 bezwang dann im Finale Frankreich mit  3:1 (14:25, 25:16, 25:23, 25:21). Damit löste Russland das Ticket für die Olympischen Spiele. Doch durch die Doping-Fälle im russischen Sport kam es dann zum Damoklesschwert eines drohenden Gesamtausschlusses der Nation Russland von den Spielen in Rio. Doch IOC-Präsident Thomas Bach machte nicht den harten Cut sondern delegierte die Verantwortung an die jeweiligen Fachverbände. Aktuell ist auf sportschau.de der ARD die aktuelle Übersicht über die Entscheidung der internationalen Fachverbände nachzulesen. In der Sportart Volleyball heißt es:

 ,,Die FIVB hat sowohl den beiden Hallenteams als auch den drei Beachvolleyball-Duos die Starterlaubnis erteilt.“

Derweil bereitet sich Vital Heynen auf die Saison 2016/2017 mit dem VfB Friedrichshafen vor. Es herrscht eine Aufbruchsstimmung. Neben der HSG Konstanz, den Towerstars Ravensburg, SV Germania 04 Weingarten und den Kadetten Schaffhausen sind die Häfler für mich eine der interessantesten aktuellen Sportprojekte in der Bodenseeregion. Die genannten Mannschaften haben alle viel Potential. Vielleicht können Bregenz Handball und Alpla HC Hard ebenso in diesem Kreis ihre Ambitionen anmelden. Aber bleiben wir beim VfB Friedrichshafen für den Moment. Vital Heynen merkt an:

,,Der VfB und ich haben das von Anfang an besprochen. Ich habe sehr gerne vier Jahre mit der Nationalmannschaft zusammengearbeitet und für mich war klar, wenn ich nach Friedrichshafen komme, dann gibt es eine deutsche Mannschaft, ein deutsches Bild. Jetzt haben wir acht Spieler aus Deutschland im Kader und es gilt, daraus für die kommende Saison eine Gruppe zu formen.“

Doch auch ausländische Spieler unterstützen das Vorhaben, den VfB Friedrichshafen wieder in die absolute Konkurrenzfähigkeit zum Erzrivalen Berlin Recycling Volleys zu bringen. Diese Woche gab es bereits den Neuzugang von Außen-Annahmespieler Armin Mustedanovic zu vermelden. Gestern berichtete ich hier auf dem Blog sportinsider bei Sport Mixed Zone Bodensee darüber. Der Bosnier hat ein überbordendes Selbstbewusstsein und lässt sich mit diesen Worten auf der Website des VfB Friedrichshafen vernehmen:

,, Ich habe das Ziel die Meisterschale dorthin zu rückzubringen, wo sie hingehört. Nach Friedrichshafen.“

Selbstbewusste Sportler mag ich. Sei es der vielleicht selbstbewussteste Sportler in der Geschichte des Sports, Boxikone Muhammad Ali, oder Schachweltmeister Boby Fischer. Auch Robert Harting, diese Woche erst wieder zu erleben, hat dieses überbordende Selbstbewusstsein. Oder auch der meinungsstarke Paul Breitner, Bayern Münchens Starspieler und Europameister 1972 und Weltmeister 1974. Mit 22 Jahren war er bereits dreifacher deutscher Meister mit Bayern, DFB-Pokalsieger, Sieger im Europapokal der Landesmeister, Europameister und Weltmeister. Im Endspiel gegen die Niederlande in München erzielte er per Foulelfmeter den eminent wichtigen Ausgleichstreffer. Mit 22 Jahren hatte er alles bereits erreicht, was eine Fußballkarriere hergibt. Zur Saison 1974/1975 wechselte er dann zu Real Madrid. Seine Vita relativiert dann doch auch die Leistung einiger momentan medial hochgejubelter Nationalspieler der Ära von Übungsleiter Löw.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: EV Lindau Islanders bastelt weiter mit Fleiß am Kader für 2016/2017 und vermeldet den Zugang von Sebastian Koberger vom Ligakonkurrenten, den Tölzer Löwen. Hier geht es zu den Details. +++ Handball: Kadetten Schaffhausen geht nach Jahren der Zusammenarbeit mit Adidas in die neue Saison mit dem neuen Partner Hummel. Hummel stattete einst den Fußballeuropameister Dänemark 1992 bei dessen Sensationssieg aus. Sportliche Aspekte wie Champions-League, Vorbereitung der Kadetten und Olympia erörtert der dänische Coach Lars Walther im Interview. +++ Segeln: Auf bodensee-regatten wird fleißig gearbeitet. Ein ganzer Schwung an aktuellen Segelterminen sind datiert.

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