Adidas und das geliebte Content-Marketing

Wer aufmerksam die Diskussionen um Content-Marketing verfolgt, könnte meinen der Trend ist gerade erst auf den Markt gekommen. Dabei ist es dies nicht. Content Marketing hat sogar eine ziemlich lange Vorlaufgeschichte. Jens Tönnesmann auf Zeit Online erinnert daran:

,,Content Marketing ist keine neue Erfindung. Eins der ältesten Beispiele ist der Guide Michelin: Seit fast 100 Jahren stellt der Reifenhersteller Michelin darin Restaurants vor; ursprünglich war das dazu gedacht, Menschen zum Autofahren anzuregen – und sollte eben keine plumpe Reifenwerbung sein. Im Internetzeitalter, in dem sich eine Vielzahl von digitalen Kanälen günstig bespielen lässt, habe sich das Content Marketing dann „zwar auf leisen Sohlen, aber mit aller Macht“ verbreitet, diagnostiziert Forscher Frühbrodt. Dazu passen die Ergebnisse einer Umfrage des International Content Marketing Forum, wonach die Mehrheit der Unternehmen im deutschsprachigen Raum „inhaltsgetriebene Kommunikation“ als wichtiger einstuft als Werbung – weil sich mit Inhalten leichter Kunden gewinnen und binden lassen und die Marke besser pflegen lässt.“

Auch die umsatzstarke Sportartikelindustrie bedient sich geschmeidig und intensiv dem Tool Content Marketing. Thomas Knüwer, jahrelang kompetenter Journalist beim Handelsblatt mit eigener Kolumne und hoher Affinität zum Marketing, Online-Themen und Trends hielt auf seinem Kultblog Indiskretion Ehrensache am 26. Juni 2013 unter dem Titel Reebook – via Content Marketing zur Neugeburt die Entwicklung fest. Thomas Knüwer hatte bereits gute 6 Monate vorher am 19. Dezember 2012 über Adidas #TheReturn: Best Practice in Sachen Content Marketing geschrieben und dies prägnant am Basketballstar Derrick Rose illustriert. Jener Rose hatte sich damals schwer verletzt. Der fränkische Sporthersteller Adidas hatte mit dem NBA Jungstar einen über 13 Jahre Laufzeit ausgelegten Werbekontrakt abgeschlossen mit einem monetären Volumen von 185 Millionen Dollar. Thomas Knüwer zeigte eindrucksvoll auf wie Adidas den schweren Schicksalsschlag des verletzten Sportler mit Unterstützung von Content Marketing nutzte. Es gilt heute noch vielen in der Branche als leuchtendes Beispiel im Umgang mit der Thematik.

Foto: © Michael Wiemer

Adidas schraubt weiter an der Schraube Content-Marketing. Erst kürzlich hatten wir hier auf dem Blog sportinsider einige Beispiele aufgedröselt. So im Artikel: Turnschuhe im Regal bei Karstadt-Sport, Sneakerness, Adidas und der GamePlan-A. 

Oder im Text Adidas, Nike, Puma, Under Armour & Uhlsport.

Es bleibt spannend.

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