Nachdenkenswert #398

,,Es kommt die Abfahrt und der Sturm, der einen dabei umtost, es kommen Kurven, die Gott erschuf, als er am siebten Tag gut gegessen hatte und etwas Entspannung brauchte, es gehen alle Skrupel und ja, natürlich sollte man sich auf einer vierzig Jahre alten Kiste mit schlechten Bremsen nicht einfach der Schwerkraft hingeben, aber der Stachel des Todes ist woanders und egal, wo die Hölle gerade siegen mag: Es ist so einfach. Es ist so viel Freude. Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen, aber der Krampus hat jetzt mal Pause und das Rad liegt wie ein Brett auf dem Asphalt. Über 2000 Meter geht es hinauf, aber über 2000 Meter geht es auch hinunter.“

Don Alphonso, mit einem lesenswerten Artikel über das besondere Radrennen L’Eroica in der FAZ auf seinem Blog Stützen der Gesellschaft. Die L’Eroica findet im Chianti-Gebiet der Toskana statt. Moderne Räder ab 1987 sind nicht zugelassen. Die Radveranstaltung für historische Rennräder findet seit vergangenem Jahr im Frühjahr und Herbst statt. Die L’Eroica hat mittlerweile Ableger  in Holland, England, Spanien, Japan, Südafrika und Nord- und Südamerika. Don Alphonso hat die seltene Gabe das von ihm gefahrene Rennen so poetisch zu erzählen und zu bebildern, dass es eine emotionale Sogwirkung erzielt.

Premiere feierte die L’Eroica in der Toskana 1997.

Die Beendigung des Fluchs am Bodensee

Es schien sich ein Fluch über die Leistungssportszene 2016 am Bodensee gelegt zu haben. Viele Chancen, doch kein Meistertitel. In der Ringer-Bundesliga unterlag der in der Bodenseeregion verankerte Ringsportverein SV Germania 04 Weingarten dem Titelverteidiger ASV Nendingen in zwei Finalduellen mit 12:12 und 7:11. Der Eishockeymeister der Bayernliga 2015, der EV Lindau Islanders, musste im Playoff-Halbfinale abreißen lassen und dem EHC Waldkraiburg zum Finaleinzug gratulieren. Auch für die Eishockeycracks der Ravensburg Towerstars war in der DEL2 im Playoff-Halbfinale gegen den späteren Meister Kassel Huskies Endstation. Pressesprecher Frank Enderle bat ich vor dem entscheidenden Spiel in Kassel um ein Statement für sportinsider und fragte ihn auch nach seinen Pulswerten während der Playoff-Spiele. Eishockeyexperte Frank Enderle merkte damals in der 14. KW im April 2016 vor dem entscheidenden Freitagspiel an:

,,Wegen den Pulswerten … eine nette Frage. Ehrlich gesagt bin ich diese Saison trotz heißer Szenen zum Finale der Hauptrunde, im Viertelfinale gegen Bad Nauheim und auch gegen Kassel überraschend ruhig und ausgeglichen. Ich denke, das liegt daran, dass ich in den letzten Jahren so einiges – immer hautnah am Geschehen dran – miterlebt habe. Nicht … dass das jetzt alles bloße Routine ist. Aber ich habe während der Spiele, egal ob zu Hause oder auswärts, immer sehr viel zu tun. Man wird da automatisch etwas gelassener. Wobei ich mich über einen Sieg immer noch genauso freue und einer Niederlage auch nachtrauere.“

Frank Enderle musste miterleben wie an jenem 8. April die Kassel Huskies ihr Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars mit 4:1 gewannen und damit die Playoff-Halbfinalserie im Best-of-Seven Modus mit 4:2 gewannen. Die Uhr zeigte damals 21:58 Uhr in Kassel an.

Jahrelang war der VfB Friedrichshafen ein Garant für Titel die an den Bodensee gingen. Die Volleyballer legten unter Coach Stelian Moculescu eine atemberaubende Bilanz hin:

Deutscher Volleyballmeister von 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2015 und Pokalsieger 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2012, 2014, 2015 sowie Champions-League-Sieger 2007.

In der Volleyball-Saison 2015/2106 sollten zwei Titel verteidigt werden. Der nationale Pokal und die Meisterschaft …

Foto: © Michael Wiemer

Auch die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen schienen in dieser Saison mit einem Fluch belegt. Gestartet als Doublegewinner, schied man im Pokal zeitig gegen United Volleys RheinMain im November 2015 aus. Dazu das Aus in der Vorrunde der Champions-League mit Niederlagen in Moskau, Paris, Ankara und der Heimniederlage gegen das türkische Volleyballteam. In der Meisterschaft gelang dann im Halbfinale gegen den Neuling United Volleys Rhein Main die Revanche für die Pokalniederlage. Doch im Playoff-Finale gab es ein 0:3 in der Serie gegen den Erzrivalen Berlin Recycling Volleys. Trainerlegende Stelian Moculescu beendete seine Trainerlaufbahn beim VfB Friedrichshafen mit einer titellosen Saison.

Auch die Fußballvereine in der Bodenseeregion wie der SCR Altach in der höchsten österreichischen Spielklasse oder das in der Ostschweiz beheimatete Team vom FC St. Gallen in der Super League waren beizeiten chancenlos in ihren Ligen auf Meisterehren. Es stand sogar eher lange Zeit der Kampf gegen den Sog des Abstiegsgespenstes an.

Doch der Fluch der titellosen Zeit im Jahr 2016 in der Bodenseeregion wurde inzwischen längst beendet. Die Handballer von Kadetten Schaffhausen holten sich mit ihrem in der Saison für Markus Baur gekommenen dänischen Coach Lars Walther den Cup in der Schweiz. Auch die Handballer der HSG Konstanz waren auf der Erfolgsspur. Sie stiegen in die 2. Handball-Bundesliga auf und feierten ihre Meisterschaft ausgelassen. In der entscheidenden Punktspielendphase gab es auch von der Stadt Konstanz eine Motivationsspritze. Es wurden für den Fall des Aufstiegs 354.000 Euro in 3 Tranchen a 117.000 Euro für die nächsten 3 Jahre verbindlich in Aussicht gestellt.

Die Kadetten Schaffhausen können ihrem Pokalerfolg diese Woche auch noch den Meistertitel und damit die Verteidigung der Meisterschaft beifügen. In der Playoff-Finalserie gegen Wacker Thun steht es 2:2. Dabei verloren die Kadetten beide Auswärtsspiele. Es waren diese atemberaubenden klatschnassen Trikot Hitchcock-Thriller. Inklusive Verlängerung am letzten Dienstag und der ersten Niederlage gegen Thun und der zweiten Verlustpartie am Sonntag in letzter Sekunde. Am Donnerstag, den 26. Mai ab 19.30 Uhr, geht es für Schaffhausen um die Meisterschaft. Ein Sieg in der heimischen BBC Arena ist dafür nötig.

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Volleyball: Der VfB Friedrichshafen bastelt am Kader für die neue Saison. Erste bemerkenswerte Spielerverpflichtung ist Libero Markus Steuerwald, der 2007 mit den Häflern die Champions-League sowie das Triple gewann und 2010 Richtung Paris wechselte. Mit Paris Volley wurde er 2016 Meister und kommt nun wieder an den Bodensee zurück. Den neuen VfB Coach und Noch-Bundestrainer Vital Heynen kennt Steuerwald aus der gemeinsamen Nationalmannschaftszeit gut. +++ Fußball: Nach der 1:2 Testspielniederlage gegen Borussia Mönchengladbach setzte es für den FC St. Gallen eine böse 1:4 Heimniederlage gegen den FC Luzern. Nach dem Klassenerhalt am Pfingstmontag war bei dem Team von Trainer Joe Zinnbauer die Luft raus. Spürbar raus. Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino, im Testspiel gegen Gladbach eingewechselt, spielte beim FC St. Gallen 90 Minuten durch. Am 25. Mai 2016 bestreitet St. Gallen das letzte Punktspiel der Saison beim FC Lugano. +++ Segeln: Die Internationale Bodenseewoche in Konstanz vom vergangenen Wochenende wird vom Südkurier in Text und Bild reflektiert. +++ Schach: Die Offene Stadtmeisterschaft 2016 vom Schachverein Friedrichshafen gewinnt Reiner Schnorrberger vor Florian Benkö und Frank Dangelmayer. Danach folgten auf dem 4. Platz Peter Kalker und auf Rang 5 Christopher Welling. Damit gewann seit dem Sieg von Peter Kalker im Jahr 2009 erstmalig wieder ein Spieler vom gastgebenden SV Friedrichshafen die Stadtmeisterschaft. Nach 4 Runden führte Florian Benkö aus Tettnang mit 4 aus 4 vor Reiner Schnorrberger und Peter Kalker mit jeweils 3 Punkten. In der abschließenden 5. Runde musste die finale Entscheidung fallen. Es kam zum direkten Duell zwischen Reiner Schnorrberger und Florian Benkö. Schachfreund Schnorrberger gewann mit den weißen Figuren die Partie und sicherte sich den Turniersieg. Christopher Welling und Altmeister Peter Kalker spielten Remis. 15 Schachspieler nahmen an der Offenen Stadtmeisterschaft 2016 vom SV Friedrichshafen teil. Sie kamen aus Friedrichshafen, Tettnang, Markdorf, Ravensburg und Überlingen. Gespielt wurde im Vereinsheim des TSV Fischbach.

Eine Postsendung antiquarischer Schachbücher ist avisiert

Es ist avisiert. Sie wird kommen. Die Rede ist von einer Postsendung. Ein Päckchen mit antiquarischen Schachbüchern. Die nächste Schachweltmeisterschaft ist ja bekanntlich erst im November. Die Zeit bis dahin muss überbrückt werden. Sergey Karjakin erlebte nach seinem Sieg beim WM-Kandidatenturnier in Moskau ja kleinliche norwegische Schachorganisatoren. Ein Bobby Fischer hatte auch oft mit Unverständnis oder Ablehnung von Organisatoren diverser Schachkämpfe zu leben gelernt und zog sein Ding trotzdem durch.

Foto: © Michael Wiemer

Es werden antiquarische Schachbücher sein, die noch etwas älter sind wie jenes Buch von Svetozar Gligoric aus dem Jahr 1972 vom Schachmatch des Jahrhunderts in Reykjavik zwischen Boris Spasskij und Bobby Fischer.

Foto: © Michael Wiemer

Ich mag Schachbücher mit Patina. Wenn die Geschichte auf 64 Feldern sich ausbreitet, die Protagonisten und die zeitlichen Rahmenbedingungen sich offenbaren. Präziser wie manch Film, der in inflationärer Anzahl von Rezensionen zu ersticken droht. Nichts gegen Rezensionen eines neuen Bobby Fischer Films, aber dann bitte mit etwas mehr Sorgfalt und Liebe zu den geschichtlichen Details. Andererseits will ich nicht in das Fahrwasser von Medien-Korinthen-Niggi abdriften. Erbsenzählerei bis zum Exzess ist nun auch wahrlich nicht mein Ding. In den Rezensionen zum Fischer Filmwerk fand ich so zahlreiche Ungenauigkeiten, dass man davon gut und gerne einen neuen Blog auflegen könnte. Vielleicht ein andermal etwas mehr.

Foto: © Michael Wiemer

Jetzt gilt die Vorfreude der avisierten Päckchensendung mit den antiquarischen Schachbüchern.

Nachdenkenswert #397

,,Für die kommenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 wird Getty Images ein Team von über 120 Mitarbeitern einsetzen, darunter eine Elitemannschaft aus preisgekrönten professionellen Sportfotografen wie Matthias Hangst, Alexander Hassenstein, Adam Pretty und viele mehr. Die Fotografen von Getty Images werden in Rio über 1,5 Millionen Fotos schießen, von denen mehr als 85.000 weltweit vertrieben werden. Zusätzlich zu einem Gigapixel-Spezialisten, der die zentralen Ereignisse und Momente auf 360°-Panorama-Aufnahmen festhalten wird, werden alle Fotografen von Getty Images mit 360°-Kameras ausgestattet, um die Zuschauer dem Herz der olympischen Action näher zu bringen. Überkopf- und Unterwasser-Roboterkameras werden täglich an zehn Austragungsorten Aufnahmen der Leichtathletik-, Turn- und Wassersport-Wettkämpfe einfangen.“

Wolfgang Wähner-Schmidt, Vice President & Regional Director bei Getty Images Deutschland, im Interview mit dem in St. Gallen sitzenden ESB Marketing Netzwerk über die Aufgaben von Getty Image als offizielle Fotoagentur sowie offizieller Bildlieferant des IOC und über die Veränderungen der Berichterstattung von spektakulären, großen Sportereignissen für Medien und Marken im Zeitalter der Digitalisierung.

Hier geht es zum kompletten Interview auf esb-online.com. Wolfgang Wähner-Schmidt präsentiert sich dabei selbstbewusst wie einst Muhammad Ali oder Bobby Fischer in ihren besten sportlichen Zeiten.

10. Eriskircher Riedlauf wirft seine Schatten voraus

Im 1998 im Sportverlag Berlin erschienen Buch Vom Jogging zum Marathon von Manfred Reschke und Hans-Harald Schack findet sich auf Seite 13 folgender Satz:

,,Wer einmal rennt, um den Bus noch zu kriegen, sollte sich deswegen nicht als Sportler bezeichnen.“

Das lasse ich mal so stehen.

Die Autoren Reschke und Schack haben damals ein hochinteressantes Buch zum Thema Laufen verfasst. Manfred Reschke ging in das Buchprojekt als Trainer in der Stadt Berlin, der eine Frauenlaufgruppe beim Sport Club Charlottenburg betreute und Halbmarathon- und Marathonkurse gab. Journalist Hans-Harald Schack bekam erstmals nach 20 Jahren Laufen Appetit auf den Mythos Marathon.

Sie wussten auch von einem Skeptiker in ihrem 259 Seiten starken Werk zu berichten:

,,Einen einsamen Boxer oder Handballspieler können wir uns schwer vorstellen, über die Einsamkeit des Langstreckenläufers gibt es sogar einen Roman (von Alan Sillitoe). Trotzdem sind Läufer nicht von Natur aus eigenbrötlerisch. Sie laufen oft in Gruppen oder zu zweit. Ein kritischer Zeitgenosse behauptete, Läufer hätten zwei Gesprächsthemen: Verletzungen und Bestzeiten. Laufende Frauen, das ist meine Beobachtung, haben deutlich mehr zu bereden .“

Doch legen wir das Laufbuch zur Seite.

Hier am Bodensee in Eriskirch findet in Kürze eine Laufveranstaltung statt und schon jetzt ist dies hier vor Ort Gesprächsthema.

Am 5. Juni 2016 findet der 10. Eriskircher Riedlauf statt. Startort ist Eriskirch: Neue Ortsmitte, vor der neuen Sporthalle. Veranstalter sind der bemerkenswert mitgliederstarke TSV Eriskirch, die Kulturfreunde Eriskirch e.V. sowie die Freie Wählervereinigung Eriskirch.

Traveler Digital Camera

Foto: © Michael Wiemer

Die Startnummern- und Transponderausgabe erfolgt an jenem 5. Juni 2016 im Zeitfenster von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr. Der Start für die Jugendlichen und Erwachsenen ist dann 11.00 Uhr und der Kinderlauf schließt sich 11.10 Uhr an.

Folgende Distanzen sind im Angebot:

15 Km Strecke

7,5 Km Strecke

1,9 Km Strecke (Kinderlauf)

Hier geht es zur Ausschreibung vom 10. Eriskircher Riedlauf.

Hier geht es zum Anmeldeportal für den 10. Eriskircher Riedlauf.

Vielleicht generell auch noch ein Wort zum TSV Eriskirch. Über 1000 Mitglieder in den 11 Abteilungen Fußball, Basketball, Handball, Jedermann-Turnen, Ski-Club, Fitnessgymnastik für Frauen, Kinderturnen, Tischtennis, Karate, Badminton sowie die Abteilung Fitness, Freizeit und Gesundheit sind beredter Ausdruck einer intensiven Basisarbeit.

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Marathon: Der Countdown für den 3-Länder Marathon mit Start in Lindau, Zwischenziel in St. Margrethen und Finish in der Vorarlberger Festspielstadt Bregenz läuft und weist 141 Tage, 23, Stunden, 24 Minuten und 4 Sekunden aus. Dann ist am 9. Oktober 2016 Start. Der Veranstalter hat auf seiner offiziellen Website einen Blog initiert und merkt an: ,,Gemeinsam mit unserem Partner, dem Diagnostikzentrum Vorarlberg und unserem Rennleiter Günter Ernst (Marathonzeit 02.32:14), werden wir ab sofort jeden Monat fünf Trainingspläne veröffentlichen. (3h,3:30h,4h, 4:30h und Einsteiger). Um eine Distanz von 42,195 km zu bewältigen ist es notwendig, sich mit System darauf vorzubereiten. Egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittener, wir wollen Euch dabei helfen Euer großes Ziel zu erreichen. “ +++ Pfahlbau-Marathon: Die Veranstaltung 2016 ist bereits seit dem 23. April durch. Der Fotoclub Uhldingen hat die Fotos strukturiert aufbereitet. Für die Auflage 2017 läuft ebenfalls schon der Countdown. Noch 339 Tage, 1 Stunde, 41 Minuten und 13 Sekunden. +++ Public Viewing: Zum anstehenden DFB-Pokalfinale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München hat der EV Islanders Lindau in der Eissportarena ein Public Viewing Angebot. Einlass ist ab 18.00 Uhr. Spielbeginn 20.00 Uhr. Das technische Equipment umfasst unter anderen eine HD Riesenleinwand (knapp 6×3.5m) mit HD Beamer. Wer ohne vorheriges Abendbrot anreist, hat die Offerten von Bewirtung in Form von Barbetrieb und Essen in der Eissportarena. +++ Richard Ringer: Der in Überlingen am Bodensee geborene, in Unteruhldingen wohnende und für den VfB LC Friedrichshafen startende Mittelstreckenläufer Richard Ringer gibt auf seiner Website seinen nächsten Start an. Er wird beim German Meeting am 27. Mai 2016 in Dessau starten. Beim internationalen Pfingstfest in Rehlingen wurde er über 1.500 Meter mit der Zeit von 3:43,87 im Feld Fünfter. +++ Emanuel Buchmann: Der in Ravensburg geborene Radprofi Emanuel Buchmann gewann 2015 die deutsche Meisterschaft im Straßenrennen und nahm an der Tour de France für das Team Bora-Agon 18 teil. Tom Mustroph wirft auf Deutschlandfunk einen Blick auf die Radsport-App Strava und merkt an: ,,Acht Millionen registrierte User hatte Strava im letzten Jahr, mehr als eine Million Menschen nutzt das Programm eines Dienstleisters aus San Francisco regelmäßig. Auch Profis sind darunter. Klassikerkönig Fabian Cancellara etwa. Deutschlands Klettertalent Emanuel Buchmann stellte sogar ganz frische Trainingsdaten ein. Der Pole Michal Kwiatkowski hat die Eckdaten seiner Weltmeisterfahrt 2014 hochgeladen.“ +++ Handball: In der Playoff-Finalserie um die Meisterschaft in der Schweiz stehen sich heute im 3. Spiel die Kadetten Schaffhausen und Wacker Thun gegenüber. Nach dem Hitchcock-Thriller mit Verlängerung und dem Sieg von Thun am Dienstag steht es jetzt in der Serie 1:1. +++ Reise zum Playoff-Finale nach Wien: Bregenz Handball organisiert zum Playoff-Finalspiel bei Fivers WAT Margareten für die Fans eine Reise nach Wien. ,,Bregenz Handball und Weiss Reisen organisieren eine Fanfahrt nach Wien zum 1. Finalspiel am 24.Mai. Um 09:00 Uhr geht es mit dem Reisebus von der Handball-Arena Rieden/Vorkloster Richtung Wien.“ Hier gibt es die Details. +++ Schach: Die Offene Stadtmeisterschaft Friedrichshafen 2016 vom gastgebenden Schachverein Friedrichshafen findet am 20. Mai 2016 um 19.30 Uhr in der Vereinsgaststätte des TSV Fischbach in der Hansjakobstr. 1/2 in Friedrichshafen-Fischbach statt. Die letzten Stadtmeister waren 2015 Christopher Holzem 2014 & 2013 IM Henryk Dobosz sowie 2012 Frank Oberndörfer.

Nachdenkenswert #396

,,Wer sich fragt, in was für einen viereinhalbstündigen Podcast ich Sonntagabend gesessen habe: das Ding ist gestern Vormittag veröffentlicht worden. Das Tribünengespräch vom Rasenfunk zum Thema Fußball-TV-Rechte. 260 Minuten mit RealityCheck/@RC_KH, Max-Jakob Ost/@GNetzer, Frank Helmschrott/@helmi und meiner Wenigkeit. Angerissene Themen sind die Geschichte der Bundesliga-TV-Rechte in Deutschland, Leo Kirch, Arena, Telekom, Plazamedia, Sportcast, Sirius, die neue Vergaberunde, TV-Gelderverteilung, die Internet-Player und die TV-Rechte in anderen Ländern und anderen Sportarten.“

Kai Pahl, Sportblogger, Sportmedienexperte, Gründer und Spiritus Rector von allesaussersport, mit seit Jahren sehr präzisen sowie brillanten Analysen auf seinem Sportblog, bei dem Tribünengespräch vom Rasenfunk zum Thema Fußball-TV-Rechte in illustrer Runde.

Karol Jablonski gewinnt 19. Match Race Germany, Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino mit St. Gallen gerettet, Sparta Prag gewinnt Yokohama Cup

Pfingsten ist durch. Das Wetter wird in der Bodenseeregion wieder schöner, wärmer, sonniger. Kleiner Rückblick ohne in Lew Tolstoi epische Ausmaße verfallen zu wollen. Legen wir los.

Das 19. Match Race Germany in Langenargen gewinnt Favorit Karol Jablonski mit Jablonski Racing sowie einer Crew die sehr regionale Wurzeln hat. Der 53-jährige America’s-Cup-Halbfinalist war nicht nur unter Insidern als heißer Anwärter auf den Sieg 2016 am Bodensee gehandelt wurden. Im Interview vor dem Segelevent auf match-race.de auf die Frage:

,,Herr Jablonski, warum lieben Sie das Matchrace so sehr?

Ich kann mich da nur wiederholen: Es ist die spannendste Art des Segelsports! Matchrace macht mir am meisten Spaß, weil es ehrlich, direkt und herausfordernd ist. Ich habe diese Disziplin einmal sehr gut beherrscht und glaube, dass es immer noch so sein kann.“

Der zehnfache polnische Eissegel-Weltmeister Karol Jablonski wurde bei der 19. Auflage von Match Race Germany auf dem Bodensee unterstützt von Michael Seifahrt und Adrian Bleninger vom ausrichtenden Yacht-Club Langenargen, Yannick Hafner und Conrad Rebholz segeln für den Württembergischen Yacht-Club in Friedrichshafen.

Foto: © Martinez Studio

Im Finale am Pfingstmontag duellierte sich die Crew von Karol Jablonski mit dem Franzosen Maxime Mesnil vom Co Pilotes By Normandy Elite Team. Im kleinen Finale um Platz 3 gewann Pierre Rhimbault (Frankreich) mit Matchtogether gegen Philip Bendon (Irland) vom Bendon Race Team. Hier geht es zu den kompletten Ergebnissen.

Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino rettet mit St. Gallen die Klasse

Nein, die von Trainer Joe Zinnbauer (ehemals Coach des Bundesligavereins Hamburger SV) trainierte Mannschaft vom FC St. Gallen war bis zu diesem Pfingstmontag noch nicht ganz durch mit dem Thema Klassenerhalt. Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino durfte 90 Minuten durchspielen und war mit guter Leistung im Mittelfeld beteiligt am 3:0 Heimsieg gegen den FC Zürich. Damit bleibt der FC St. Gallen weiterhin in der Super League, der höchsten Spielklasse im Schweizer Fußball. Gianluca Gaudino kam ja auf Leihgabe im Winter vom deutschen Rekordmeister Bayern München. Dort war er in der Hinrunde zu keinem Einsatz in der Mannschaft von Pep Guardiola gekommen. In der Saison 2014/2015 durfte er achtmal Bundesligaluft in der Starelf des Katalanen schnuppern. Nach dem hinunterrutschen in die Regionalligamannschaft von Bayern München II kam der Wechsel zwecks Spielpraxis zum FC St. Gallen folgerichtig. Das Leihgeschäft ist vorerst bis Juni 2017 datiert. Wenn meine Statistik mich nicht im Stich gelassen hat, kam Gianluca Gaudino bisher auf 13 Punktspieleinsätze in der Super League. Das scheint momentan für alle Beteiligten zu passen.

Der FC St. Gallen empfängt diese Woche am 19. Mai 2016 um 19.15 Uhr in der Sportanlage Kellen in Tübach den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Der Bundesligavierte tourt zur Zeit durch die Schweiz, hat selber ja mit  Yann Sommer, Nico Elvedi und Granit Xhaka drei Eidgenossen unter Vertrag im Spielerkader. Der FC St. Gallen weist auf die besondere Situation der Parkplatzverknappung hin:

,,Da die Anzahl Parkplätze in und um die Sportanlage sehr begrenzt ist, werden die Matchbesucher gebeten, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr anzureisen.“

Der Eintritt liegt bei 10 Schweizer Franken. Zuschauer unter 16 Jahren kommen gratis hinein.

Yokohama-Cup der U-19 Junioren gewinnt Sparta Prag im Elfmeterschießen

Am Pfingstmontag wurde auch das U-19 Junioren Pfingstturnier in Ostrach entschieden. Es war die 46. Auflage. Der tschechische U-19 Meister verteidigte beim Yokohama-Cup seinen Titel aus dem Vorjahr und gewann das Finale gegen den FC Watford im Elfmeterschießen mit 4:2. FC Watford war der frühere Elton John Verein. Die Engländer hatten sich im Halbfinale per Elfmeterschießen mit 5:4 gegen den FC Brügge durchgesetzt. Die Belgier hielten sich dafür im Spiel um Platz 3 schadlos und schlugen den RB Leipzig mit 2:0. Hier geht es zur Facebook Seite vom Yokohama-Cup. Hier geht es zum Turnierbericht vom Südkurier.

Sport Mixed Zone Bodensee

Segeln: Auf bodensee-regatten.de gibt es einige Maitermine an Regatten, wie die Internationale Bodenseewoche, der Bülle Cup vom Segelclub Iznang, die Graf Zeppelin Regatta vom Segel-Motorboot Club Friedrichshafen, Rund Um vom Lindauer Segler-Club und der Zeller Sparkassen Cup vom Yacht-Club Radolfzell. +++ Bregenz Handball im Finale: Die Festspielstädter gewinnen auch das 2. Playoff-Halbfinale beim Derbyrivalen Alpla HC Hard und buchen das Finalticket. Hier geht es zum Spielbericht der umkämpften Partie. Der scheidende Hard Coach Markus Burger im Interview ,,Wäre mehr möglich gewesen“ +++ Handball: Die Kadetten Schaffhausen gewannen ihr 1. Playoff-Finalspiel diskussionslos gegen Wacker Thun mit 31:25. Heute Abend das Auswärtsspiel. Kadetten Coach Lars Walther will alle Ressourcen nutzen. +++ Volleyball: Noch-Bundestrainer Vital Heynen wurde am heutigen Dienstag in Friedrichshafen als Nachfolger von Trainerlegende Stelian Moculescu vorgestellt. Der Belgier übernimmt den VfB Friedrichshafen ab Juni. Sein Vertrag mit dem Deutschen Volleyball-Verband läuft noch bis zum 30. September. Vital Heynen übernimmt dann auch die Nationalmannschaft Belgiens. Beim VfB Friedrichshafen hat der 46-Jährige Vital Heynen einen 2-Jahresvertrag.

Match Race Germany 2016 mit der Entscheidung

Das Wetter ist heute am Bodensee regnerisch. Doch ich bin ja wetterunabhängig. Bevor wir heute zum Sportgeschehen in der Bodenseeregion kommen, noch ein paar Bemerkungen.

Auch wenn die in die Spähren einer Splitterpartei abgerutschte SPD es der deutschen Bevölkerung anders erzählen möchte, es gibt keine Gerechtigkeit. Das ist in der Natur nicht vorgesehen. Der Hund jagt die Katze, die Katze jagt den Vogel, der Vogel frisst den Wurm. Der Wurm daneben bleibt verschont.

Die Abstiegs-Triple-City Stuttgart (Copyright Michael Wiemer) mag den Abstieg vom VfB Stuttgart von der Bundesliga in die Gefilden der 2. Klasse , den Abstieg vom VfB Stuttgart II und den Stuttgarter Kickers von der 3. Liga in die viertklassige Regionalliga nicht als besonders gerecht empfinden, doch speziell der Bundesligaabstieg war einer mit Ansage. Der ehemalige Adidas Manager Bernd Wahler wurde am 22. Juli 2013 zum Präsidenten des VfB Stuttgart gewählt. Einen Tag nach dem Abstieg legte Bernd Wahler am 15. Mai 2016 sein Amt als Vereinspräsident mit sofortiger Wirkung nieder. Wenige Wochen nach seiner Wahl zum Präsidenten folgte am 26. August 2013 die Entlassung von Trainer Bruno Labbadia. Es folgten Thomas Schneider, Huub Stevens, Armin Veh, wieder Huub Stevens, Alexander Zorniger und zuletzt Jürgen Kramny, der nach dem Abstieg auch nicht mehr Trainer der ersten Mannschaft ist. Kontinuität auf der Trainerbank sieht anders aus.

Roland Zorn nannte den nunmehrigen Ex-Präsidenten Bernd Wahler und den Noch-Sportvorstand Robin Dutt „zwei notorische Pechvögel“ in seinem Kommentar zum VfB Stuttgart in der gedruckten Sonntagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen. Hier gibt es den Artikel von Sportjournalist Zorn auch online unter dem Titel Stuttgart ist fällig für die Erneuerung.

Schauen wir von der Abstiegs-Triple-City Stuttgart zum Bodensee. Heute fällt die Entscheidung beim Segelevent Match Race Germany 2016 in Langenargen. Im Finale stehen Karol Jablonski und Maxim Mesnil. Im kleinen Finale um den 3. Platz duellieren sich Pierre Rhimbault und Philip Bendon. Hier geht es zur offiziellen Veranstalterwebsite match-race.de.

Schwenk zum Handball. Heute Abend steht das 2. Playoff-Halbfinale zwischen Meister Alpla HC Hard und Bregenz Handball auf dem Programm. Beide Teams liegen geografisch nur 4 Kilometer voneinander entfernt. Das Auftaktspiel gewann Bregenz. Hard heute also mit dem Rücken zur Wand. Spielbeginn ist am Pfingstmontagabend in der Sporthalle am See um 18.10 Uhr.

Fußball wurde in der Bodenseeregion auch gespielt. Beim SV Amtzell Pfingstturnier der U-17 Junioren kam es zum Endspiel zwischen dem FC St. Gallen und Zenit Petersburg. Petersburg gewann mit 2:1 und trug sich als Turniersieger 2016 in die Geschichtsbücher ein. Die TSG Hoffenheim 1899 besiegt im Spiel um Platz 3 die Jungs von Red Bull Salzburg mit 1:0. Hier geht es zur kompletten Turnierserie mit allen Resultaten von Pfingsten 2016.

Sport Mixed Zone Bodensee

Volleyball: Der Vizemeister VfB Friedrichshafen ging in die Saison 2015/2016 mit einem neuen Geschäftsführer. Sebastian Schmidt folgte auf den charismatischen und erfolgreichen Jürgen Hauke. Im Gepäck die Bürde das Double von 2015. Weder die Meisterschaft noch den Pokal konnten die Häfler verteidigen. Es war eine turbulente Saison. Trennung von Manager Stefan Mau. Letzte Saison von Trainerlegende Stelian Moculescu. Sebastian Schmidt im Interview auf der Website vom VfB unter dem Titel ,,Wir werden neu angreifen“. +++ Eishockey: Die Ravensburg Towerstars sind im Marketing exzellent aufgestellt. Sie überlassen nichts dem Zufall. Aktuell wird daran erinnert, dass Sitzplätze noch bis zum 31. Mai 2016 für die neue Saison reservierbar sind. +++ Fußball: Heute gibt es das Spiel FC St. Gallen vs. FC Zürich in der AFG Arena. Anstoß ist 16.00 Uhr. Hier geht es zur Vorschau. Zürich mit seinem neuen Trainer Uli Forte.

Nachdenkenswert #395

,,Der Bodensee ist ein großartiger Ort, wenn man einen interessanten Urlaub verbringen möchte, was nicht zuletzt an den vielfältigen Möglichkeiten liegt, die man dort hat. Man kann z.B. eine Radwanderung rund um den See unternehmen, wenn man „die Beine“ dafür hat, oder man wandert – eine etwas moderatere Kraftanstrengung – oberhalb des Sees durch die Weinberge oder man unternimmt eine Schifffahrt auf dem See oder man besucht eine der quirligen, südländisch anmutenden am See gelegenen Städte wie z.B. das von jeglichen Kriegsschäden verschont gebliebene Konstanz. Man kann aber auch ins österreichische Bregenz fahren, wo das vom Schachklub Bregenz 1920 veranstaltete „Bodensee-Open“ in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgetragen wurde – und 2017 zum dritten Mal ausgetragen werden soll!“

Klaus Besenthal, stellt seinem Artikel auf ChessBase über das 2. Int. Bodensee-Open vom Schachklub Bregenz 1920 ein Loblied auf die Bodenseeregion voran.

Adidas, Nike, Under Armour und Blogs

Anknüpfend an die vor zwei Tagen stattgefundene Hauptversammlung von Adidas mag ich auch gerne nochmals auf die vor einem Jahr von mir im Artikel Sport am Bodensee: Adidas vs. Erima aufgeworfene These Adidas setzt verstärkt auf Bloggerinnen und Blogger im Marketing eingehen. Damals merkte ich an:

,,Adidas setzt verstärkt auf Marketingaktivitäten mit Bloggern. Ein Beispiel dafür findet sich beim liebevoll gestalteten Blog Eiswuerfel im Schuh. Das Lauf- und Triathlon-Blog von ‘Din’ hat durchaus das Potential zum Kultblog. Aber wir wollen nicht abschweifen und eine Abhandlung über die Perspektive von deutschen Blogs schreiben. Vielleicht ein andermal. Also ‘Din’ hat einen Besuch in der Hauptstadt in Sachen Laufschuh unter dem Titel Bequem, dynamisch und schlicht durchgestylt: Der Adidas Ultra Boost (Test) in Text und Fotos (sie wird bei ihren Blogbeiträgen von einem sehr guten Fotografen begleitet) bemerkenswert zusammengefasst und häppchenweise aufgedröselt.“

Das Blog Eiswuerfel im Schuh erzählt Geschichten, ausführlich, mit Lust am erzählen, immer mit einem roten Faden, illustriert von zahlreichen aktuellen Fotos. Stellvertretend sei hier auch ein Blick auf Hamburg Marathon: Ein Marathon wie keiner zuvor geworfen. ´Din´weist am Ende des Artikels auf ihr Equipment hin, das nicht monothematisch aufgestellt ist:

,,Mit dem Saucony Kinvara 7 war ich zusammen mit Currex Einlagen sehr bequem unterwegs. Die Skins Tight hielt ganz sicher meine Muskulatur etwas in Zaum und die Salming Tight gab es als Extra oben drauf. Das luftige leichte Lululemon Shirt war eine super leichte Basis und die Nike Flash Weste perfekt für den windigen Tag. Der Garmin Forerunner 630 lieferte wie immer über die gesamte Marathondistanz umfangreiche Laufdaten.“

Das lasse ich mal so stehen.

Interessant wird auch zu beobachten sein wie der amerikanische Shootingstar Under Armour mit dem charismatischen und lautstarken Frontmann Kevin Plank mit Bloggern in Deutschland umgehen wird. Jener Plank hat sichtlich Lust am Kampf mit Adidas, Nike, Puma und Co. Er polarisiert, auch aufgrund von solchen Aussagen wie bei Bloomberg TV:

„Ich mag Adidas nicht. Allerdings mag ich die anderen auch nicht, aber das ist mein Job.“

Kevin Plank ist ein Marketinggenie. Er ist ehrgeizig bis in die Haarspitzen. Eine Prise Größenwahn mag vielleicht mit dabei sein, wenn auf manager magazin online vom 6. Januar 2015 unter dem Titel Under Armour – der Albtraum von Adidas zu lesen war:

,,Wir wollen die Nummer eins unter den globalen Sportmarken werden.“

Soll er mal machen und den Worten Taten folgen lassen. Sendungsbewusstsein hat Kevin Plank allemal.

Übrigens konnte ich mich bei der internationalen Sportartikelmesse ISPO im Januar in München selber intensiv davon überzeugen mit welchem Aufwand Hersteller um Marktanteile, Aufmerksamkeit, Kunden und Präsenz der Marke agieren. Seitens des Veranstalters wurde sich auch verstärkt um Blogger bemüht.

Foto: © Michael Wiemer

Die Messe in München befand sich im Modus Klotzen statt kleckern. Das ist hier am Bodensee seit Jahren bei den Messen wie der gerade über die Bühne gegangenen Tuning World oder den im Sommer anstehenden Branchentreffen OutDoor und Eurobike oder der sich dann anschließenden Interboot nicht anders. Das ist auch okay. Die Sachen müssen ja verkauft werden.

Sport Mixed Zone Bodensee

Handball: Der Schweizer Handballmeister Kadetten Schaffhausen gab ja bekanntlich kürzlich seinen Ausrüsterwechsel vom langjährigen Partner Adidas zu Hummel bekannt. Doch momentan gilt die Aufmerksamkeit der sportlichen Titelverteidigung. Mit dem Gewinn des Pokals im Rücken ging es in das 1. Playoff-Finalspiel gegen Wacker Thun. Die Details zum 31:25 Heimsieg gibt es hier. +++ Segeln: Es ist das Segelevent am Bodensee zu Pfingsten. Wetter hin oder her. Match Race Germany in Langenargen. 19. Auflage. Auf match-race.de gibt es alle Infos, Rennergebnisse und Stimmungseindrücke. +++ Derby: Es ist seit Jahren eines der umkämpftesten Derbys am Bodensee. Die Rede ist vom Fight des Rekordmeisters Bregenz Handball und des zuletzt viermaligen Meisters in Serie, dem Erzrivalen Alpla HC Hard. Beide trennen geografisch nur 4 Kilometer voneinander. Im 1. Playoff-Halbfinale gab es den Sieg der Festspielstädter von Bregenz Handball. Tief durchatmen. Sie spielten wie im Rausch und sehen voller Optimismus dem Spiel in Hard am Pfingstmontag entgegen.