Towerstars fegen Huskies mit 6:1 vom Eis und robben sich in der Playoff-Halbfinalserie wieder ran

Stammleser wissen von meiner Begeisterung der Playoff-Dramaturgie. Erinnert sei an die Hitchcock-Thriller vom Bayernliga Meister EV Lindau Islanders im Jahr 2015 oder das drehen der Serie im Finale der Volleyballer vom VfB Friedrichshafen vs. Berlin Recycling Volleys im vergangenen Jahr. Auch dieses Jahr hält die Bodenseeregion wieder ein spannendes Drehbuch bereit. Wer gedacht hätte, die Ravensburg Towerstars wären im aktuellen DEL2 Playoff-Halbfinale nach der 2:4 Heimniederlage am Karfreitag und der 2:8 Klatsche auswärts bei den Kassel Huskies bereits kurz vor der Aufgabe, sah sich getäuscht. Gestern Abend powerten die Eishockey-Cracks von Coach Daniel Naud vor restlos ausverkauften Zuschauerrängen und fegten die Kassel Huskies verdient mit 6:1 vom Eis. Damit steht es in der Best of Seven Serie 1:2. Frank Enderle weist auf der Website der Towerstars auf einen organisatorischen Punkt hin:

,,Wichtig:Da die Towerstars in der Serie auf 1:2 verkürzt haben, ist das Heimspiel am Dienstag, 05. April um 20 Uhr gesichert. Dauerkartenbesitzer haben für diese Begegnung wieder ein Vorkaufsrecht auf ihre Karte. Dieses kann online auf Reservix mit der Funktion „Dauerkarten-Option“ oder im Fanshop in der Marktstraße eingelöst werden. Der Fanshop hat hierzu am Samstag länger, konkret von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Auch am Montag gilt noch von 10 bis 13 Uhr das Vorkaufsrecht, ab 14 Uhr sind alle Tickets im freien Verkauf. Stehplatzkarten oder Sitzplätze, die nicht von Dauerkarten belegt oder geblockt sind, können auch schon jetzt erworben werden.“

Das die Towerstars einen kräftigen Zuschauerandrang zu verzeichnen haben ist auch auf kontinuierliche Arbeit und seriöses Marketing zurückzuführen.

Keine runde Saison für den VfB Friedrichshafen

Die zwei Arbeitssiege über das Low Budget Team TSV Herrsching und der damit verbundene Einzug in das Playoff-Halbfinale kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Saison beim Deutschen Volleyballmeister VfB Friedrichshafen nicht rund lief. Vorzeitiges Aus in der Championsleague verbunden mit den Niederlagen in Moskau, Paris, Ankara und die Heimpleite gegen die Türken, das nationale Pokal-Aus gegen United Volleys RheinMain und das begraben der Hoffnungen auf die Pokalverteidigung sowie die Heimniederlage in der Liga im Prestigeduell gegen den Erzrivalen Berlin Recycling Volleys und zwei Auswärtspleiten gegen TV Bühl und SVG Lüneburg.

Dazu kam die Entlassung vom langjährigen Manager Stefan Mau am 10. Dezember und die Ankündigung des Rücktritts zu Saisonende von Erfolgstrainer Stelian Moculescu. Dazu eine nicht ganz gelungene Marketingaktion mit den andersfarbigen Trikots zum Saisonanfang und die Problematik mit den Zuschauerzahlen. Inklusive der Geräusche hinter den Kulissen in Sachen Sponsoren. Kein leichtes erstes Jahr für den neuen Geschäftsführer Sebastian Schmidt, der zum Saisonanfang das Erbe von Jürgen Hauke übernahm. Dazu kam auch der Wunsch der Vertragsauflösung von Co-Trainer Marco Fenoglio mitten in der Saison, den es nach Italien zog.

Foto:  © Michael Wiemer

Der VfB Friedrichshafen stand öfters in den Schlagzeilen, mehr wie es den Verantwortlichen vielleicht genehm war. Eine kleine Auswahl:

Schock am See

Der VfB Friedrichshafen: Pretty in Pink

Check der Medienkritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen

Bernd Hüttenhofer in der Schwäbischen Zeitung: „Hauptsponsor ZF beabsichtige seine Zuwendungen empfindlich zu kürzen, heißt es.“

Wunibald Wösle: ,,Der Schwerpunkt, neben dem sportlichen Erfolg muss auf das Marketing gelegt werden und hier liegt nicht die Hauptkompetenz von Stefan Mau.“

Foto:  © Michael Wiemer

Die Trennung von Manager Stefan Mau am 10. Dezember 2015 vom VfB Friedrichshafen deutete sich an. Beim Lesen der Zeilen vom 3. Dezember im Artikel Schock am See in der Printausgabe Süddeutschen Zeitung und des wortgleichen Online-Textes am 2. Dezember waren die Wolken am Horizont deutlich zu erkennen.

Im März kündigte, wie bereits berichtet, Stelian Moculescu seinen Rückzug vom Trainerposten beim VfB Friedrichshafen an. Er war und ist Mister Volleyball. Die Häfler haben ihm viel zu verdanken. Er holte Titel um Titel an den Bodensee. Sahnestück war der Gewinn der Champions-League 2007. Momentan läuft die Trainersuche beim VfB. Schaun mer mal ob nach der Dechiffrierung des Interviews von Vital Heynen mit der Schwäbischen Zeitung in Kürze die Vollzugsmeldung erfolgt.

Und dann wäre dann noch das Playoff-Halbfinale. Das kann nur eine Zwischenetappe sein. Auch wenn United Volleys Rhein Main im Pokal dem VfB Friedrichshafen eine Narbe zufügte. Vieles deutet wieder auf ein Finale Berlin vs. Friedrichshafen hin. Ein Meistertitel zum Abschluss einer langen erfolgreichen Laufbahn von Stelian Moculescu beim VfB Friedrichshafen wäre dann ein weiteres Kapitel in der Playoff-Dramaturgie.

Sport Mixed Zone Bodensee:

Golf: Der Golfclub Bodensee Weissensberg berichtet von Platzarbeiten. ,,Während des Winters wurden wieder zahlreiche notwendige bauliche Maßnahmen auf unserem Platz durchgeführt. Es mußten alte, vom Borkenkäfer befallene Bäume geschnitten werden, die ansonsten zu einer Gefahr für die Golfer werden hätten können. Ein weiterer notwendiger Schritt waren die Arbeiten an Bunkern und Abschlägen. Es wurden alle Bunker komplett vom alten Sand befreit und neue Drainagen in die Bunker eingelegt. Aktuell werden die Bunker mit neuem Sand gefüllt.“ +++Handball: Der souveräne Spitzenreiter der 3. Handball-Bundesliga hat heute ein Auswärtsspiel. Die Partie SV 64 Zweibrücken vs. HSG Konstanz ist auf 18.00 Uhr terminiert. Für Konstanz gibt es beim Tabellenvorletzten eine alternativlose Favoritenrolle. Für den Aufstieg sind auch bereits finanzielle Aktivitäten eingeleitet worden. Die HSG Konstanz vermeldet: ,,Sportlich läuft es ausgezeichnet bei Drittliga-Spitzenreiter HSG Konstanz. Mit 42:8 Punkten, der zweitbesten Ausbeute aller 64 Drittligisten Deutschlands, hat sich die HSG fünf Spieltage vor Saisonende einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den einzig verbliebenen Verfolger erarbeitet. Damit genügen dem jungen Eblen-Team drei Siege aus den letzten fünf Begegnungen für die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Finanziell sind die Weichen für das Bundesliga-Unterhaus bereits gestellt: neben deutlich erhöhten Sponsoring-Einnahmen durch bestehende und neue Partner erhält die HSG Konstanz bei einem Aufstieg in die Zweite Liga einen Sonderzuschuss der Stadt Konstanz in Höhe von 117.000 Euro pro Saison für die nächsten drei Jahre.“ +++ Segeln: In puncto Sportmarketing und Sponsoring ist das Match Race Germany in Langenargen eines der besten Sportveranstaltungen am Bodensee. Der Countdown läuft. 39 Tage, 19 Stunden, 23 Minuten und 18 Sekunden bis zur 2016er Auflage.

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