Jan Gustafsson analysiert die Partie Levon Aronian vs. Fabiano Caruana in der 5. Runde des Schach-WM Kandidatenturniers 2016 in Moskau

Die besten Wünsche von Elijah Miles für Fabiano Caruana auf Instagram, die mich gestern zu einem Schwenk zum Schachmatch des Jahrhunderts: Bobby Fischer, Mister Chester Fox und die Kameras inspirierten, führten in der 5. Runde für Caruana nicht zu einem vollen Punkterfolg. In einer Benoni Partie mit Levon Aronian musste er sich mit einem Remis begnügen.

Der einstige Schachkultblogger und sensationelle Europamannschaftsmeister mit Deutschland 2011 (von den deutschen Medien sträflich vernachlässigter grandioser sportlicher Erfolg), der smarte Jan Gustafsson, nimmt sich im Video auf dem chess24 Kanal auf YouTube analytisch der Partie vom armenischen David Beckham und dem vom italienischen Schachverband zum amerikanischen Schachverband gewechselten Fabiano Caruana an.

Schachmatch des Jahrhunderts: Bobby Fischer, Mister Chester Fox und die Kameras

Der für den amerikanischen Schachverband startende Schachgroßmeister Fabiano Caruana, derzeit beim spannenden achtköpfigen Schach-WM Kandidatenturnier in Moskau, bekommt auf Instagram die besten Wünsche von Elijah Miles.

 ,,Come on Fabiano!!! Fischer won this tournament, and then went on to beat Spassky! Bring home the victory!!!“

Das ist natürlich für einen Bobby Fischer Fan wie mich eine Steilvorlage.

Man kann sich ja auch nicht immer jeden Tag mit The Guardian über den Krieg in der Schachberichterstattung des WM-Kandidatenturniers 2016 in Moskau thematisch auseinandersetzen.

Daher heute ein Blick in die Schachgeschichte.

1972. Reykjavik. Der zur Niederlage in der Auftaktpartie des als Schachmatch des Jahrhunderts in den Geschichtsbüchern verankerten WM-Kampfes zwischen Herausforderer Bobby Fischer und  Weltmeister Boris Spasskij führende 29. Zug von Fischer …    Ld6 x h2 ist einer der prägnantesten Fehler in der Geschichte der Schachweltmeisterschaften.

Dieser 29. Zug ist damals in Reykjavik gefilmt worden. Der charismatische und sehr gut gekleidete Bobby Fischer verlor seinerzeit die 1. Partie nach 56 Zügen. Die Kameras waren für den Einsatz des gesamten Schach-WM Kampfes geplant. Die amerikanische Firma von Mister Chester Fox hatte die gesamten Filmrechte erworben. Doch bekanntlich erschien Bobby Fischer dann zur 2. Partie in Reykjavik nicht. Er beharrte auf der Entfernung der Kameras.  Dies passierte dann auch. Weitere größere Fehler bei den Schachzügen von Bobby Fischer gab es dann auch nicht zu filmen.

Doch bleiben wir noch ein wenig bei der 2. Partie. Die fand damals ja gar nicht statt. Im legendären Buch Fischer Spasskij Schachmatch des Jahrhunderts von Svetozar Gligoric, jugoslawischer Großmeister und Freund des amerikanischen Schachgenies Bobby Fischer, ist die Situation beschrieben:

,,Die Kameras blieben im Saal. (Das stand so im Vertrag mit beiden Spielern.) Und Bobby Fischer – er blieb in seinem Hotelzimmer. 25 Minuten, bevor das Spiel strafweise an Spasskij ging, ließ der halb verzweifelte Mr. Fox telefonisch wissen, die Kameras würden entfernt, wenn nur Fischer bereit wäre, zu kommen und zu spielen. Da verlangte der Herausforderer auch noch, daß ihm die verlorenen 35 Minuten auf seiner Uhr zurückgestellt würden.“

Bobby Fischer legte dann vor der 3. Partie schriftlichen Protest gegen den verhängten Strafpunkt bei Oberschiedsrichter Lothar Schmid ein. Der Einspruch von Bobby Fischer wurde vom Wettkampfkomitee abgewiesen. Bekanntlich ging Bobby Fischer dann mit dem Handicap des 0:2 Rückstandes gegen Boris Spasski in die weiteren Partien des Schachmatch des Jahrhunderts. Am Ende jenes turbulenten Sommers stand Bobby Fischer mit dem 12,5 : 8,5 Sieg gegen seinen Leningrader Kontrahenten als neuer Schachweltmeister fest.

Bernd Hüttenhofer in der Schwäbischen Zeitung: „Hauptsponsor ZF beabsichtige seine Zuwendungen empfindlich zu kürzen, heißt es.“

Während in Moskau beim Schach-WM Kandidatenturnier Sergey Karjakin nach 4 von 14 Runden mit dem gestrigen Sieg gegen Vishy Anand die alleinige Führung übernimmt, geht das Sportgeschehen in der Bodenseeregion auch smart getaktet weiter. Stichwort Playoffs. In denen befinden sich ja bekanntlich die Eishockeyteams der EV Lindau Islanders und der Towerstars Ravensburg. Auch die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen steigen in die Playoffs ein. Fast vergessen der von der Süddeutschen Zeitung diagnostizierte Schock am See am 2. Dezember 2015  in der Online-Ausgabe und Tags darauf am 3. Dezember in der Printausgabe.

Foto: © Michael Wiemer

Ich lasse solche Artikel ja gerne auch ein paar Tage sacken. Am 11. Dezember 2015 nahm ich den Check der Medienkritik der Süddeutschen Zeitung am VfB Friedrichshafen vor.

Die Saison war damals in einem schwierigen Fahrwasser. Das nationale Pokalaus,  die klare Niederlage in Paris – die frühzeitig Hoffnungen in der  Champions-League besiegelte, die Trennung des VfB Friedrichshafen vom langjährigen Manager Stefan Mau. Dazu die Zuschauersituation in einer fußballbundesligafreien Region. Die Zuschauerzahlen in der ZF Arena  sind immer noch mit riesigem Potenzial nach oben versehen.

Doch sportlich hat Stelian Moculescu die Mannschaft wieder in die Spur gebracht. Es folgten phänomenale Heimsiege in der Champions-League gegen Paris Volley und Moskau. Das war Volleyball aus der Feinkostabteilung mit der nötigen Power, gepaart von Spiellust, Leidenschaft und bärenstarken Aktionen inklusive dem nötigen Selbstbewusstsein. Die Meisterschaftsspiele zogen in puncto Konzentration auch an. Lohn war unter anderen der Prestigesieg beim Erzrivalen Berlin Recycling Volleys.

Fernab der sportlichen Seite gab es am letzten Freitag in der Schwäbischen Zeitung einen Artikel von Bernd Hüttenhofer, der Fans vom VfB Friedrichshafen nachdenklich stimmen wird und unter anderen auch das Sponsoring streifte:

,,Allein dass alles gut wird am See, ist unwahrscheinlich: Hinter den Kulissen rumort es. Hauptsponsor ZF beabsichtige, seine Zuwendungen empfindlich zu kürzen, heißt es. Am besten also, der VfB wird noch mal schnell Meister – bevor´s vielleicht fürs Erste vorbei ist damit.“

Bernd Hüttenhofer ist ein profunder Kenner der Vorgänge um den VfB Friedrichshafen und begleitet die Geschehnisse seit Jahren.

Sport Mixed Zone Bodensee

Eishockey: Die Ravensburg Towerstars powern in ihrer Playoff-Viertelfinalserie gegen den EC Bad Nauheim. Der engagierte und kompetente Pressesprecher Frank Enderle titelt Towerstars haben nach glatten 3:0 jetzt vier „Matchpucks“. Eishockey: Im Playoff-Halbfinale der Bayernliga gab der EV Lindau Islanders seinen Vorteil vom Auftaktsieg mit der Niederlage nach Penaltyschießen im Heimspiel gegen EHC Waldkraiburg aus der Hand. Alles wieder auf Anfang. Segeln: Beim Match Race Germany Langenargen läuft der Countdown. Noch 56 Tage, 23 Stunden 39 Minuten und 57 Sekunden. ZF ist ebenfalls als Sponsor in das hochkarätige Segelevent involviert.

Nachdenkenswert #378

,,Kein Genuss ist leider die Live-Übertragung – besonders die der Züge. Wie es aussieht, gestattet der Veranstalter Agon nicht, dass andere Server als der eigene die Partien überträgt. Schade, dass man es dafür nicht mal annährend so gut kann wie die anderen. Denen bleibt dann wiederum nur eine Zusammenfassung der Runde, wenn die Spieler längst beim Abendessen sind.“

Mike Rosa, auf Vishy Anands „Hauswebsite“ Chess Tigers zu Problemen der Live-Übertragung vom Schach-WM Kandidatenturnier 2016 in Moskau.

The Guardian über den Krieg um die Schachberichterstattung des WM-Kandidatenturniers 2016 in Moskau

Nach den ersten 3 Auftaktrunden am Freitag, Samstag und Sonntag in der russischen Metropole Moskau, jahrelanger Austragungsort von Schach-WM Kämpfen in der Ära vor Bobby Fischer seinem Schachmatch des Jahrhunderts 1972 gegen Boris Spasskij in Reykjavik, geht es immer noch um die heftig geführten Auseinandersetzungen um die Übertragungsrechte. Kai Pahl weist auf allesaussersport auf einen Artikel vom Guardian hin:

,,Der Guardian berichtet um den Krieg der rund um die Liveberichterstattung des aktuellen Schach-WM-Kandidaten-Turnieres in Moskau ausgebrochen ist. Rechtehalter Agon versucht Rechteansprüche auf Liveticker gegenüber anderen Websites gerichtlich durchzusetzen: ,,World´s chess fans await next move in battle over tournament broadcasts“

Auch Deutschlands führende Schachwebsite ChessBase, nahm sich bereits gestern Abend nach den bisher sehr Remis trächtigen 3 Runden (12 Partien/ 9 Remis) dem Thema Vermarktung, Liveübertragung und den aktuellen Trouble an. Klaus Besenthal verfolgt die Schachszene seit 1972, jenem Wendepunkt in der Geschichte der Schachweltmeisterschaften. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse rund um die Live-Berichterstattung vom Schach-WM Kandidatenturnier 2016 in Moskau merkt er auf ChessBase einleitend an:

,,Schachenthusiasten, die die Partien des Kandidatenturniers per Liveübertragung auf der Seite des Veranstalters verfolgen möchten, haben es zurzeit nicht leicht – wer es selber versucht hat, der kann ein Lied davon singen. Die Technik funktioniert einfach nicht so, wie man es inzwischen von zahlreichen bedeutenden Veranstaltungen gewohnt ist, sei es nun das Turnier in Wijk oder ein Bundesligawochenende. Die Forendiskussionen im Internet spiegeln dies entsprechend wider.“

In dem weiteren Text von Klaus Besenthal wird auch ein Blick auf AGON, Rechteinhaber am WM-Schach Kandidatenturnier, den russischen Sponsor Tashir Group, die mannigfaltigen Probleme mit der Technik der Website des Veranstalters, die Verteilung des Budgets des Moskauer Schachevents – Stichwort Catering, die ganze IT-Infrastruktuer, Security, Catering, Hotels etc.geworfen.

Heute ist Ruhetag in Moskau.

Vishy Anand

Foto: © Ray Morris-Hill www.rmhphoto.eu

Man kann den Wecker danach stellen, immer wenn Viswanathan Anand im WM-Kandidatenturnier oder in WM-Schachwettkämpfen spielt ist auch Chess Tigers zuverlässig in der Berichterstattung involviert. Auch hier findet AGON Erwähnung.

,,Somit führen nun Anand, Karjakin und Aronian, was besonders das Duell Karjakin gegen Anand am Dienstag zum Topspiel macht. Am Montag dürfen sich die Spieler erholen, denn es steht der erste von insgesamt vier Ruhetagen an. Diskutiert wird in der Zwischenzeit bestimmt trotzdem genug über das Turnier, denn Agon Limited hat rechtliche Schritte gegen einige Plattformen angekündigt, die trotz Verbot die Partien (halbwegs) live übertragen und kommentiert haben.“

Zu guter Letzt auch noch ein Blick auf die aktuelle Turniertabelle vom Schach-WM Kandidatenturnier 2016 in Moskau.

Quelle: ChessBase

 

 

Ein Blick zu Chessdom und Sand im Getriebe der Live-Übertragungen vom Schach-WM Kandidatenturnier 2016 in Moskau

Selbstverständlich finden Schachergebnisse immer ihren Weg zu den Schachfreunden. Das bei Events auch um Vermarktungsrechte gefeilscht wird, soll zuweilen vorkommen. Mein Gott.

Foto: © Michael Wiemer

Das Sand im Getriebe der Live-Übertragungen ist, hat sich herumgesprochen.

Das Schach-WM Kandidatenturnier in Moskau nimmt langsam Fahrt auf. 3 von 14 Runden sind gespielt. Vielleicht auch generell Zeit einen Blick auf Chessdom zu werfen, die auf ihrer Website folgendes veröffentlicht haben:

,,Chessdom.com is preparing large coverage live of the most important FIDE event of the first half of the year – the Candidates Chess 2016. Besides the one of a kind triple engine analysis by the TCEC top engines, you will be getting live GM commentary of the game of the day, video analysis by GM Kuljasevic, a fantastic daily magazine in pdf and pgn, and many more exciting additions that will be announced at the start of the event.

The 2016 Candidates Chess tournament games start on Friday March 11th, a day after the official opening ceremony, and the pairings are already known. The venue is DI Telegraph and you can see photos from it here

2016 Candidates Chess live summaryCandidates 2016 live / Standings and statistics / Photos / All news from the Candidates / Daily magazine in pdf and pgn

Update: Due to AGON’s policy, the live coverage has moved here

Derweil führen nach 3 Runden in Moskau Viswanathan Anand, Sergey Karjakin und Levon Aronian mit jeweils 2 Punkten die Tabelle an.

Nachdenkenswert #377

,,Beim Kandidatenturnier 2016 in Moskau sind die Eindrücke bislang zwiespältig. Während einige Spieler äußerst vorsichtig agieren und ihr Pulver offensichtlich noch trocken halten wollen, zeigen sich andere breits kämpferisch. Der einzige Sieg am heutigen zweiten Tag kam jedoch nur durch Zufall zustande: Nakamura patzte böse gegen Karjakin.“

Klaus Besenthal beschäftigt sich im gut bebilderten Artikel auf ChessBase mit dem Blackout vom Amerikaner Hikaru Nakamura beim Schach-WM Kandidatentruneir 2016 in Moskau. Klaus Besenthal verfolgt die Schachszene seit 1972.

Am 13. März gibt es in der 3. Runde folgende Paarungen:

Hikaru Nakamura – Peter Svidler

Anish Giri – Sergey Karjakin

Viswanathan Anand – Fabiano Caruana

Veselin Topalov – Levon Aronian

Reblog: Marketing in der BMW Welt und im Museum

BMW ist Sponsor im Profisport. Erinnert sei an den Golfsport. Oder an den Laufsport. Natürlich auch Wintersport. BMW ist selbstredend präsent im Motorsport. 2015 gewann BMW in der DTM den Herstellertitel. BMW steht für Technik fernab grauer Normalität. Diese Woche fanden am Montag, den 7. März in der Olympiahalle München die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von BMW statt. BMW ist in der bayerischen Landeshauptstadt unübersehbar in der BMW Welt präsent. Die Absatzwirtschaft merkte an:

,,Hier hat sich der Autokonzern zum festen Bestandteil des Stadtbildes und zur Touristenattraktion gemausert. Die 2007 eröffnete BMW-Welt lockte allein 2013 rund drei Millionen Besucher in die bayrische Metropole. Zum Vergleich: Der Pariser Eifelturm zählte zur selben Zeit rund sieben Millionen, das Kolosseum in Rom rund sechs Millionen Besucher. Ab Frühjahr 2016 sollen außerdem Olditimer-Fans eine eigene Werkstatt samt Kundenzentrum bekommen: „BMW Classic“.“

Gelegenheit ins Blogarchiv zu steigen und einen Artikel aus dem Jahr 2013 herauszuholen.

Reblog: Marketing in der BMW Welt und im Museum [vom 1. Oktober 2013]

Versprochen ist versprochen. In Als Golfprofi Martin Kaymer sich gegen einen Ferrari und Lamborghini entschied versprach ich einen Einblick in die BMW Welt und das sich anschließende Museum. Die Autos wollen unter marketingtechnischer Hinsicht präsentiert werden. Emotionen sollen geweckt werden. Die sportive Fahr-Power von BMW zur Geltung kommen. Glanz und Gloria des bayerischen Automobilbauers soll den Besucher umwehen. Es wird nichts dem Zufall überlassen. Auch ein Klassiker wird ins rechte Licht gesetzt. Traveler Digital CameraVielleicht darf ich an dieser Stelle noch eine These von Thomas Knüwer auf seinem Blog Indiskretion Ehrensache im Beitrag Der Wahlsieg der alten Menschen zum Besten geben.

,,Wer jünger ist, setzt andere Schwerpunkte – erst recht als Zögling des digitalen Wandels. Während Gerda Hasselfeldt, CSU-Landesgruppenvorsitzende, am Sonntag von Infrastruktur sprach und allein Straßen meinte, fragen sich jüngere Wähler: “Wozu der ganze Bohai mit den Autobahnen?” Für sie sind Autos kein Statussymbol mehr, ihnen ist es wichtiger, gute Datenleitung und surffähige Handys zu haben.“

Ist das wirklich so? Nach einem längeren Aufenthalt in der BMW Welt (es war die Woche des Audi Cup in München)  habe ich da so meine Zweifel. Auto ist weiterhin In. Ob bei Jung oder Alt. Männlich oder weiblich.Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraDie BMW Welt ist eine Konzept-Welt. Es wird nicht semiprofessionell agiert wie bei der SPD im Wahlkampf mit ihrem uninspirierten Schachspieler Peer Steinbrück. Die Ware wird präsentiert mit Liebe zum Detail, dem nötigen charmanten weiblichen Personal und der entsprechenden Power. Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraIn der BMW Welt von München, ganz in der Nähe der olympischen Schwimmhalle, dreht sich alles um das Auto. Ein herausfallen der FDP aus dem bayerischen Landtag ist da kein Beinbruch. Die Staatspartei hat ja Erfahrung im regieren ohne Koalitionspartner. Bayern kennt die Zeiten unter Franz Joses Strauß oder Edmund Stoiber. Auch die temporäre Phase mit einem Duo. Waren es die Parteifreunde Beckstein und Huber? Bin mir da gar nicht so sicher. Habe gerade keine Lust auf wikipedia nachzuschauen. Die Zeit ist schnelllebig. Wie gesagt, ungestört aller politischen Kapriolen, hier dreht sich alles um das Auto. Showtime.Traveler Digital CameraTraveler Digital Camera Traveler Digital Camera Traveler Digital Camera Traveler Digital CameraWir haben heute hier noch gar nicht über Umsatz gesprochen. Die Präsentation hat das Ziel eines Verkaufs. Oder? Nun, manch einer der Schaulustigen entpuppte sich schon als – nur mal schauen – Bummler.Traveler Digital Camera Traveler Digital CameraNun, die Kleidung sollte zum Fahrzeug passen. Automobile Klassik trifft weisse Socken mit Joggingschuhen. Ästheten wie Karl Lagerfeld würden dies vermutlich Stilbruch nennen. Andererseits kennen dies ja auch Makler. Sie sprechen gerne in dem Zusammenhang von Reihenhaustourismus. Nur schauen, nicht ernsthaft kaufen wollen. Aber alles anfassen wollen. Die Musterküche in Besitz nehmen. Gedanklich zumindest. Die Kühlschranktür auf und zu machen. Erst die interessierte Gattin. Später der nicht ganz so interessierte Gatte.

Andererseits kriegen die smarten Immobilienburschen in der Regel ihre auf dem Reißbrett entworfenen Siedlungen an den Mann. Inklusive Minigarten. Aber auch Luxusimmobilienmakler haben mit den Auswirkungen von Haustourismus zu kämpfen. Doch wir schweifen ab. Der Mann mit den blassen Waden, weissen Socken und Joggingschuhen hat Platz genommen. Er wird für einen Moment fast unsichtbar. Das weibliche Verkaufspersonal hält sich mit Handschuhen und spontaner Gestik wacker.Traveler Digital Camera Traveler Digital CameraDie Show muss weiter gehen. Gar keine Frage. Es wird gelächelt. Ein kleiner Knicks. Haltungsnoten werden hier nicht vergeben. Vielleicht gibt es irgendwann olympische Winterspiele in München. Da sollte dann auch weiterhin Eiskunstlaufen auf dem Programm stehen. Inklusive der Haltungsnoten der Kampfrichter.Traveler Digital Camera Traveler Digital CameraEnde der Vorstellung. Das Publikum hat auch noch viele weitere Anlaufstellen. Es gibt viel zu sehen. BMW und Motorsport. Klar doch. Auch gediegene Zivilfahrzeuge für den Alltag. Manch Touristin aus Asien hat die Muse sich in eins dieser Fahrzeuge zu setzen und entspannt wieder auszusteigen. Traveler Digital Camera Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraAuch der legendäre Mini ist im Angebot. Ein richtiges Arbeitsgerät. Mit Gebrauchsspuren. So viel authentische Produktpräsentation muss sein.Traveler Digital Camera Traveler Digital Camera Traveler Digital CameraIm sich an die BMW Welt anschließenden Museum sind dann auch historische Rückblicke zu sehen, die jeden Designer einen Freudentanz vollführen lassen. Aber auch Menschen ohne Designer-Ausbildung kriegen glänzende Augen beim Anblick dieser Kurven.Traveler Digital Camera Traveler Digital Camera

Fotos: © Michael Wiemer

Aber wir wollen auch hier auf meinem Blog keine Hektik reinbringen. Mehr Bilder und Text gibt es demnächst. Allen meinen Lesern eine entspannte Woche.

Chess Daily News: „CHESS WORLD CRYING FOUL OVER AGON´S DECISION“

Wer sich gewundert hat wieso Sand im Getriebe der geplanten Chessdom Live-Berichterstattung vom Schach-WM Kandidatenturnier 2016 in Moskau ist, dem sei ein Blick auf chessdailynews empfohlen, unter dem prägnanten Titel „CHESS WORLD CRYING FOUL OVER AGON´S DECISION“ werden die Dinge aufgedröselt.

Der Text ist eine Kopie vom Originaltext auf chessdom. Nun bin ich kein Rechtsanwalt und mag auch spontane Empörungswellen nicht sonderlich, jedoch ist die Situation  mehr wie bescheiden.

Er wird vermutlich von alledem von oben herab sehend nur müde lächeln …

Foto: © Michael Wiemer

Live Schach-WM Kandidatenturnier Moskau 2016 und Presseschau

So, genug der Vorgeschichten, lasset die Großmeister beginnen. Am Freitag, den 11. März 2016 um 13.00 Uhr MEZ beginnt das Schach WM-Kandidatenturnier in Moskau.

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  1. Schach-WM Kandidatenturnier 2016 in Moskau Live

Es geht um den Herausforderer für den WM-Kampf im November 2016 in New York, dort wohnt auch dieser begnadete Schachgroßmeister.

Foto: © Eric van Reem

Dieses Foto von Schachprofi Hikaru Nakamura, Stammleser wissen dies, habe ich seinerzeit während der London Chess Classic 2016 von Eric van Reem zugesandt bekommen. Der Amerikaner Nakamura mit japanischen Wurzeln wohnt in New York. Er kann durchaus daraus eine Extra-Portion Motivation ziehen. Bei einem Sieg im WM-Kandidatenturnier wäre er dann im Heimvorteil. Okay, wir wollen wie Bergsteigerlegende Reinhold Messner einen Schritt nach dem anderen machen. Grenzgänger Messner:

,,Ich habe beim Bergsteigen nie zwei Schritte auf einmal gemacht. Wenn man Grenzen verschieben will, muss man dies langsam tun, stetig und ruhigen Fußes, Schritt für Schritt. Wer in Eile Stufen überspringt, wird früher oder später stolpern.“

Also werden wir die nächsten Tage New York ruhen lassen.

Es sind einige lesenswerte Artikel aufgelaufen im Vorfeld der WM und ich mag meine Leser gerne in den Genuss versetzen, sie häppchenweise aufzunehmen.

Presseschau

Spiegel Online mit zwei Artikeln von ChessBase Chefrdakteur André Schulz:

Geschichte der Schach-Kandidatenturniere: Kleine Intrigen unter Großmeistern

und

Kandidatenturnier zur Schach-WM: Diese acht Genies wollen König Carlsen herausfordern

ChessBase mit der ultimativen ….

Umfrage: Wer gewinnt das Kandidatenturnier 2016?

Spox mit Jan Höfling zeigt auf dem Sportportal, dass auch Schachberichterstattung geht …

Tiger, H Bomb und Wunderkinder

 Worldchess.com mit einem Hinweis auf die Frage:

The moves and video of the Candidates tournament will only be broadcast on World Chess. That has some chess Web sites upset. The reaction is understandable, but is it fair or even right? 

Die Antwort ist zusammengefasst unter:

And Now for a Word From Our Sponsor