FC St. Gallen, SCR Altach, FV Ravensburg und Playoff-Time EV Lindau, Ravensburg Towerstars und VfB Friedrichshafen

Wer trotz der anhaltenden negativen Schlagzeilen im Fußball, erinnert sei an die FIFA-Verhaftungswelle, das geplatzte Sommermärchen, die Story „Geschenkter Gaul“ wie Frankfurt A.M. dem DFB ein Grundstück überlässt – via interpool.tv, die Suspendierung von Michel Platini und Großwesir Sepp Blatter, den Rücktritt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach oder den von Jens Weinreich bloggenderweise verfolgten Freshfields-Bericht zur WM 2006, noch keine Substratsättigung in Sachen Königsdisziplin Fußball hat, dem kann heute eine Prise rund um das runde Leder aus der Bodenseeregion verabreicht werden.

Foto: © Michael Wiemer

Gestern Abend traf der FC St. Gallen auf den Grashopper Club Zürich. Bayern München Leihgabe Gianluca Gaudino, einst als U-15 Spieler beim MTU-Hallencup in Friedrichshafen dabei, bestritt gestern sein 4. Spiel für St. Gallen. Nach der Auftaktheimniederlage gegen Wacker Thun, dem Sieg beim FC Luzern und dem spannenden 3:3 gegen den FC Lugano folgte gestern ein 2:0 Heimsieg gegen Grashopper Club Zürich. Am letzten Samstag war eine Schneeschicht Schuld an der Spielverlegung. Die Grashoppers reisten als Tabellendritter zum FC St. Gallen und verpassten durch die Niederlage den Sprung auf Platz 2.

Das Montagsspiel liest sich in Fakten so:

St. Gallen: Lopar; Thrier, Leitgeb, Gelmi, Hanin; Mutsch; Aratore, Aleksic (74. Hefti), Gaudino, Bunjaku (88. Wiss); Salli (79. Cueto).

Grasshoppers: Mall; Bauer, Pnishi (58. Brahimi), Senderos, Antonov; Basic, Källström; Alpsoy (46. Tabakovic), Tarashaj, Caio (68. Kamberi); Dabbur.

Rote Karte gegen Mutsch 17. Minute

Tore:

1:0 Bunjaku (Vorlage Salli) 14. Minute

2:0 Aleksic (Vorlage Salli) 41. Minute

Schiedsrichter: Bieri

Zuschauer: 11.521

Die Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer (einst beim Hamburger SV kurzzeitig Coach in der Bundesliga) liegt auf Platz 5 und hat durch den Heimsieg nur noch einen Punkt Rückstand auf den FC Sion. Platz 4 ist gleichbedeutend mit einem Europa-League-Platz.

Das nächste Spiel für den FC St. Gallen führt am 13. März zum Branchenprimus FC Basel.

Schwenk nach Altach. Der SCR Altach steckt auch nach dem 0:0 gegen den Spitzenreiter Rapid Wien weiter in akuter Abstiegsnot und auf dem vorletzten Tabellenplatz. Coach Damir Canadi merkte nach der Punkteteilung an:

„Es war nicht leicht gegen den spielstarken Tabellenführer zu spielen, das haben wir gewusst. Mit ein wenig Glück und Martin Kobras hinten drinnen ist ein Unentschieden gelungen. Das 0:0 war gut für die Moral der Mannschaft. Wir haben nach den drei Spielen in einer Woche viele angeschlagene Spieler gehabt und deswegen bin ich sehr stolz auf das Ergebnis. Gegen den Tabellenführer als 9. musst du verteidigen, so musst du gegen den Tabellenführer spielen. Die Null zu halten war das Ziel.“

Die Tabellenführung musste Rapid Wien nach der Null-Nummer in Altach an Red Bull Salzburg abgeben. Sky Experte Heribert Weber sah das Spiel so:

„Rapid war sehr dominant, hat gut nach vorne gespielt, phasenweise sehr schön kombiniert, über die Flanken super gedribbelt, viele Torchancen vorgefunden, aber diese nicht verwertet. Vor allem über die linke Seite – Kainz war außergewöhnlich und großartig mit Stangl im Zusammenspiel. Es ist von Rapid sehr viel investiert worden. Von der Einstellung und Laufbereitschaft kann man Rapid nichts vorwerfen, gefehlt hat das eine Tor, das dann für mehr gesorgt hätte, weil Altach in der Folge aufmachen hätte müssen.“

Die nächsten beiden Fußballspiele gegen Ried (Auswärts) und Grödig (Heimpartie) sind jetzt für den SCR Altach richtungsweisend.

Schwenk zum FV Ravensburg. Auf der deutschen Seite vom Bodensee ist der Fußball nicht ganz so hochklassig. Der FV Ravensburg spielt als ranghöchster Vertreter in der Oberliga Baden-Württemberg. Für alle Leser aus der Schweiz und Österreich: In Deutschland ist die Oberliga nach Bundesliga, 2. Bundesliga, der 3. Liga und Regionalliga die fünftklassige Liga. Die Ravensburger frästen sich im Auswärtsspiel an der französischen Grenze beim Kehler FV zu einem 1:0 Auswärtssieg trotz einer frühen roten Karte vs. Daniel Hörtkorn. Das Team von Trainer von Wolfram Eitel ist damit 2016 weiter ungeschlagen. In der Tabelle belegt Ravensburg Platz 7, smarte 14 Punkte hinter Spitzenreiter FC Nöttingen. Nach unten haben die Puzzlestädter auch Abstand hingelegt. Auf den Tabellendreizehnten Stuttgarter Kickers aus der unmittelbaren Abstiegszone hat der FV Ravensburg 7 Punkte Sicherheitspuffer. Der momentane Platz 7 fühlt sich irgendwie zwischen Baum und Borke an.

Sport Mixed Zone Bodensee

Volleyball: Der VfB Friedrichshafen gewann souverän am Ammersee beim TSV Herrsching. Morgen noch das Heimspiel in der ZF Arena gegen SWD powervolleys Düren und am Samstag die Auswärtsbegegnung beim TV Rottenburg, dann kurz durchatmen und auf in die Playoffs. +++ Eishockey: Was die Häfler noch vor sich haben, hat der EV Lindau bereits in der heißen Phase. Im Playoff-Viertelfinale fräste man sich nach der Auftaktniederlage daheim gegen den TEV Miesbach mit 3 Siegen in Folge ins Halbfinale. Der EHC Waldkraiburg ist der nächste Kontrahent. Freitag, den 11. März das 1. Auswärtsspiel und am Sonntag dann die Heimpartie für die Inselstädter. Am Freitag, den 18. März dann wieder in Waldkraiburg. Der EV Lindau ist auf dem Weg seinen Titel in der Bayernliga zu verteidigen. +++ Eishockey: Ebenfalls Playoff-Time in Ravensburg. Die Mannschaft von Coach Daniel Naud bekommt es bekanntlich mit dem EC Bad Nauheim im Playoff-Viertelfinale der DEL2 zu tun. Derweil verkünden die Ravensburg Towerstars den Abschied von Torwart Christian Rohde nach der Saison. Zukünftig will sich Rohde der beruflichen Karriere widmen. ,,Ich bin jetzt 33 Jahre alt und da muss man sich als Eishockeyprofi mit solch einer Entscheidung beschäftigen“.

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