Das Sommermärchen 2015 war schön und kam ganz ohne mediale Schlammschlacht aus

In diesen Tagen ist viel vom zerstörten Sommermärchen zu lesen. Journalisten setzen ihre Reputation und Hubschrauberfreiflüge aufs Spiel. Der Kampf um die Deutungshoheit ist vehement entbrannt. Manch Beteiligter der historischen monetären Bewerbungskraftaktszenerie hat bereits das zeitliche gesegnet. Eiligst einberufene Pressekonferenzen werden später als bizarr bezeichnet. Gleichwohl liefern sie Anschauungsunterricht für Dozenten mit dem Fach Kommunikation. Inklusive reichlich Diskussionsstoff in Sachen Krisenmanagement.

Foto:  © Michael Wiemer

Mühelos schaffen es investigativ arbeitende Journalisten wie Oliver Fritsch, Jens Weinreich oder Thomas Kistner ins Fernsehen. Der einstige Hartplatzheld Fritsch schlägt sich wacker im Kempinski in München. Jens Weinreich hätte man sich smarter bei Sky in der Sendung gewünscht. „Beckenbauer Sender“ hin oder her. Thomas Kistner neben dem Franz B Bewunderer Gerd Rubenbauer bei Lanz. Rubenbauer stellt dabei klar, nicht der Pressesprecher von Beckenbauer zu sein. Bei allen dreien, Fritsch und Kistner sowie Weinreich, ging es mir so: Schriftlich sind sie für mich in ihrer Wirkung stärker. Ihre Auftritte haben nicht die Power der sonst so kraftvollen Texte gehabt. Wohl wissend das nicht alle mit offenen Armen empfangen wurden. Gar keine Frage. Lampenfieber. Fehlende Spielpraxis.

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Jetzt also in der heutigen Bild ein paar Zeilen zum Disput zwischen Zwanziger und Netzer. Gibt es eigentlich schon einen Regisseur wie Dieter Wedel, der die Rechte am Stoff Sommermärchen erworben hat?

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Ich bin nicht gefährdet einen Fanclub für die Funktionäre Zwanziger und Niersbach zu gründen.

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Wer hat damals eigentlich den Begriff Sommermärchen für jenen emotionalen und schönen Sommer vor 9 Jahren kreiert? Hat jemand darauf eine Patent angemeldet? Es war doch quasi bereits in die deutschen Geschichtsbücher als Meilenstein mit eingepflegt worden.

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Hier am Bodensee ist ja jedes Jahr Sommermärchen. Auch 2015 machte da keine Ausnahme, wie die Sequenzen der 4. Riva Classics Bodensee zeigen. Es gibt da auch keine gekauften Stimmen von asiatischen Fußballfunktionären oder dubiosen Zahlungsverkehr zu vermelden.

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Zerlegt sich da gerade eine Sportart selber? Gefühlt seit der Verhaftungswelle bei der FIFA in Zürich kommt der Fußball doch nicht mehr zur Ruhe. Einstige Romantiker wie ich sind schon deutlich auf Abstand gegangen. Selbst der Hype um Klopp oder Effenberg kann mich da momentan emotional nicht wieder näher an das runde Leder heranbringen. Eine Sportart im Würgegriff von Funktionären. Was machen eigentlich momentan Blatter und Platini?

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Nun gibt es Stimmen, die meinen der Fußball an sich nimmt keinen Schaden. Die Sache mit dem aufgeflogenen Sommermärchen versendet sich wieder. Ich bin mir da nicht so sicher.

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Es gibt ja Sportarten wie Radsport, die mussten erfahren wie der Entzug von Aufmerksamkeit, Fernsehübertragungen und der Einbruch an Sponsorengeldern eine Abwärtsspirale nach sich zieht. Noch ist der Fußball davon weit entfernt. Auch ARD und ZDF senden munter weiter. Bundesliga, DFB-Pokal, Frauenfußball. Es wird alles wie gehabt weiter gehändelt.

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Das Sommermärchen 20o6 – Quo vadis? Was wird von all den Erinnerungen an eine rauschende Zeit in jenem Sommer bleiben? Wie viel Licht wird noch ins Dunkel gebracht werden? Was kommt alles noch hoch?

Eins wird bleiben: Das Sommermärchen 2015 vom Bodensee.

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