Reblog: Sport am Bodensee: Nach dem Bermudadreieck kam Stelian Moculescu und machte beim VfB Friedrichshafen Politik und gestaltete den Verein mit

Manchmal geht mir der Hype um Fußballtrainer wie Guardiola, Effenberg oder Klopp auf die Nerven. Mir kommen dabei auch oft die Trainer anderer Sportarten zu kurz. Hier wird jedoch nicht lamentiert. Zeit für einen Rückblick. Hier kommt die Erfolgsstory von Mister Volleyball: Stelian Moculescu.

Reblog: [12. Oktober 2014]

Sport am Bodensee: Nach dem Bermudadreieck kam Stelian Moculescu und machte beim VfB Friedrichshafen Politik und gestaltete den Verein mit

Stelian Moculescu startete 1972 mit Rumänien bei den olympischen Spielen in München. Der ehrgeizige Volleyballer hatte sich für eine Flucht in den Westen entschieden. Der anschließende Start in Deutschland war für ihn mühsam. Er arbeitete auf dem Bau und schlug sich durch. Sein Ziel, ein erfolgreicher Volleyballtrainer zu werden, verlor er nie aus den Augen. 1978 gewann er als Spieler-Trainer die deutsche Meisterschaft mit dem TSV 1860 München. Der Auftakt für eine bemerkenswerte Trainerkarriere. Seine Erfolgsbilanz ist einer der beeindruckendsten Trainerlaufbahnen in Deutschland. Auch in den folgenden Jahren waren Meisterschaften ein Ziel von Stelian Moculescu. 1980 coachte er den TSV 1860 zur erneuten Meisterschaft. 1991 gewann er mit dem TSV Milbertshofen den Titel. Der unbändige Ehrgeiz von dem impulsiven Moculescu wollte mehr. Viel mehr. 1995, 1996 kamen weitere Meistertitel in den deutschen Volleyballmeisterschaften mit dem ASV Dachau hinzu. Stelian Moculescu erarbeitete sich seine Erfolge hart. 1997 kam er dann zum VfB Friedrichshafen. Dort fand er ebenfalls kein bestelltes Beet vor. Im Interview mit der Stuttgarter Zeitung sagte Stelian Moculescu einst im Mai 2013:

,,Das ging sehr schnell. Im kam in einer sehr unruhigen Zeit zum VfB. In der vorherigen Saison hatte es drei verschiedene Trainer gegeben. Die Süddeutsche Zeitung hat damals vom Bermudadreieck für Trainer gesprochen. Ich hatte dann im ersten Jahr einen Ein-Jahres-Vertrag. Wir haben gleich den Pokal und die Meisterschaft gewonnen. Dann habe ich angefangen, ein wenig Politik zu machen und den Verein mitzugestalten. Ich hatte eine Vorstellung von einem gut geführten Verein und diese habe ich versucht umzusetzen.“

Mit dem VfB Friedrichshafen errang Trainer Stelian Moculescu eine beeindruckende Serie an Meistertiteln, Pokalsiegen und dem internationalen Highlight mit dem Gewinn der Champions-League. Jeder normale Vereinsbriefbogen bekommt bei der sportlichen Bilanz von Moculescu mit den Häflern Platzprobleme:

Deutscher Volleyballmeister von 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011 und Pokalsieger 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2012, 2014 sowie Champions-League-Sieger 2007.

Am heutigen Sonntag nun die Mannschaftsvorstellung für die neue Saison in der ZF Arena. Stelian Moculescu kann in der neuen Saison auf folgenden Kader zurückgreifen:

Kader des VfB Friedrichshafen für die Saison 2014/2015

2 – Maximiliano Gauna – Mittelblock
3 – Thilo Späth-Westerholt – Libero
4 – Maarten van Garderen – Außen-Annahmespieler
5 – Simon Tischer – Zuspieler
6 – Michal Finger – Diagonalangreifer
7 – Nick Vogel – Mittelblock
8 – Max Günthör – Mittelblock
9 – Moritz Reichert – Außen-Annahmespieler
10 – Jenia Grebennikov – Libero
11 – Roland Gergye – Außen-Annahmespieler
13 – Adrian Gontariu – Diagonalangreifer
14 – Baptiste Geiler – Außen-Annahmespieler
17 – Jan Zimmermann – Zuspieler

Auch die regionalen Zeitungen wie Südkurier, Schwäbische Zeitung widmeten in ihrem expliziten Sportteil auf den Online-Seiten der bevorstehenden Mannschaftsvorstellung des deutschen Rekordmeisters VfB Friedrichshafen die gebührende Aufmerksamkeit und titelten unter anderen ihre Artikel so:

Dann wäre auch noch der frisch von der WM in Polen mit einer Bronzemedaille nach Hause gekommene Max Günthör zu erwähnen. Er strahlte letzte Saison den Menschen in der Region von diversen Plakatwänden entgegen.

https://sportinsider.files.wordpress.com/2014/05/030.jpg

Foto:  © Michael Wiemer

Auf geht´s.

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