Sport am Bodensee: Abrudern beim Ruderverein Friedrichshafen ist erfolgreich verlaufen

Stammleser hatten es im von mir aufgelisteten Sport am Bodensee Terminkalender gelesen, den Hinweis auf das Abrudern vom Ruderverein Friedrichshafen am letzten Wochenende. Das Wetter spielte auch mit.

Der ehrwürdige Ruderverein Friedrichshafen feierte vor zwei Jahren ein Vereinsjubiläum der besonderen Art im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen. Den 100. Geburtstag. Die Gründung erfolgte einst am 6. November 1912 unter dem Namen  Württembergischer Ruderverein Bodensee, 1931 erfolgte dann die Umbenennung in Ruderverein Friedrichshafen.

In der bemerkenswerten Vereinschronik sind auch zahlreiche sportliche Erfolge aufgeführt, erinnert sei an die Erfolge in den Siebzigern mit dem Vizeweltmeistertitel von Martin Knapp und Christoph Moll im Juniorzweier in Mailand 1972 oder die späteren Erfolge von Manuel Strauch.

Technik, Kraft, Ausdauer sind die Komponenten der Sportart, dessen Mutterland England ist. 1829  gab es die geschichtsträchtige Premiere für das legendäre Ruderduell der Universitäten Oxford und  Cambridge. Die Tradition wird jährlich neu gelebt. Auf der Themse findet zwischen der Putney Bridge und der Chriswick Bridge jedes Jahr das Prestigeduell statt.

Eine allgemeine Ruderweisheit habe Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller in ihrem am 6. Oktober 2014 erschienen Werk Sport – Das Buch  auf Seite 221 festgehalten.

,,Ruderer haben vor acht Uhr morgens schon mehr getan als die meisten Menschen den ganzen Tag.“

Beide Buchautoren und Sportjournalisten hatte ich ja im Sportinsider Interview auch nach dem deutschen Volleyballmeister 2014/2015 gefragt. Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller waren sich einig: Der VfB Friedrichshafen. Die Häfler Volleyballspieler haben ihre erste Pflichtaufgabe in der vergangenen Woche gut gelöst. Am Wochenende erfolgt der heimische Auftakt für die Mannschaft von Kultcoach Stelian Moculescu gegen SWD powervolleys Düren am Sonntag. Interessant und ein erster Lakmustest wird die Zuschauerzahl in der ZF Arena sein. Es gibt Potenzial in Sachen Auslastung der Volleyballhalle.

Sport am Bodensee Terminkalender

25.10.2014 Handball: SV Allensbach – TV Beyeröhde ab 19.30 Uhr

25.10.2014 Tanz: Internationale Discofox Meisterschaft um den Bodensee Cup

25.10.2014 Fußball: FV Ravensburg – SC Pfullendorf ab 15.30 Uhr

26.10.2014 Basketball: TV Konstanz – SG Heidelberg-Kirchh. ab 15.00 Uhr

26.10.2014 Eishockey: EV Lindau – ESC Dorfen ab 17.30 Uhr

26.10.2014 Basketball: Baskets Konstanz – ASC Mainz ab 17.30 Uhr

26.10.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – SWD powervolleys Düren ab 18.00 Uhr

26.10.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken ab 18.30 Uhr

29.10.2014 Fußball – Würth Schweizer Cup: FC St. Gallen – FC Thun ab 20.00 Uhr 

31.10.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – VCO Berlin ab 20.00 Uhr

31.10.2014 Abenteuer: Grosse Reise – Weltumrundung m. Susanne Bemsel und Daniel Snaider mit Fahrrad und Tuk Tuk – Live Dia- und Filmreportage im GZH ab 20.00 Uhr

01.11.2014 Abenteuer: Alpen – GTA – Zu Fuß durch die „vergessenen“ Alpentäler des Piemont und bis ans Mittelmeer mit Iris Kürschner & Dieter Haas im GZH ab 14.00 Uhr

01.11.2014 Handball: HSG Konstanz – TV Germania Großsachsen ab 20.00 Uhr

02.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys ab 14.30 Uhr

02.11.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Thun ab 16.00 Uhr

02.11.2014 Eishockey: EV Lindau – Wand. Germering ab 17.30 Uhr

02.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – EC Kassel Huskies ab 18.30 Uhr

04.11.2014 Fußball: Ex-Schiedsrichter Urs Meier bei der 4. Business Bodensee Night im Kursaal Überlingen mit einem Vortrag ab 19.30 Uhr

08.11.2014 Fußball: FV Ravensburg – SGV Freiberg ab 14.30 Uhr

08.11.2014 Handball: Bregenz Handball – Fivers WAT Margareten ab 19.00 Uhr

08.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – Wacker Thun ab 19.30 Uhr

08.11.2014 Basketball: TV Konstanz – USC Freiburg ab 20.00 Uhr

09.11.2014 Schach: Schachclub Tettnang 1 – SC Weiler im Allgäu 1 ab 09.00 Uhr

09.11.2014 Eishockey: EV Lindau – Höchstadter EC ab 17.30 Uhr

09.11.2014 Basketball: Baskets Konstanz – Baskets Elchingen ab 17.30 Uhr

14.11.2014 Handball: Alpla HC Hard – Moser Medical UHK Krems ab 19.00 Uhr

15.11.2014 Handball: HSG Konstanz – TSV Rödelsee ab 20.00 Uhr

16.11.2014 Volleyball: Volley YoungStars – TV 05 Waldgirmes ab 14.00 Uhr

16.11.2014 Eishockey: EV Lindau – TEV Miesbach ab 17.30 Uhr

16.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim ab 18.30 Uhr

18.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – TSV St. Otmar St. Gallen ab 19.30 Uhr 

19.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Aich Dob ab 20.00 Uhr

20.11.2014 Fußball: Gespräch mit Thomas Hitzlsperger an der BürgerUniversität der Zeppelin Universität in Friedrichshafen im SeeCampus, Kolon, Foyer ab 19.15 Uhr

20.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – Motor Saporoschje ab 20.00 Uhr

21.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – EVL Landshut Eishockey ab 20.00 Uhr

22.11.2014 Schach: Schachclub Tettnang 1 – Schachverein Friedrichshafen 1 ab 10.00 Uhr

22.11.2014 Fußball: FV Ravensburg – VfR Aalen II ab 14.30 Uhr

22.11.2014 Basketball: TSV Eriskirch – VfL Nagold (Männer) ab 18.00 Uhr 

22.11.2014 Handball: SV Allensbach – SGH-Rosengarten-Buchholz ab 18.00 Uhr

22.11.2014 Handball: Bregenz Handball – HSG Bärnbach/Köflach ab 19.00 Uhr

22.11.2014 Ringen: SV Germania Weingarten – SV Triberg ab 19.30 Uhr

22.11.2014 Basketball: Baskets Konstanz – Panthers Schwenningen ab 20.00 Uhr

23.11.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Vaduz ab 13.45 Uhr

23.11.2014 Eishockey: EV Lindau – EV Moosburg ab 17.30 Uhr

23.11.2014 Basketball: TV Konstanz – USC Heidelberg ab 17.30 Uhr

23.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – CV Mitteldeutschland ab 18.00 Uhr

25.11.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – GC Amicitia Zürich ab 19.30 Uhr

26.11.2014 Handball: Alpla HC Hard – Bregenz Handball ab 19.00 Uhr

29.11.2014 Handball: Bregenz Handball – SG INSIGNIS HB Westwien ab 19.00 Uhr

29.11.2014 Handball: HSG Konstanz – SG Leutershausen ab 20.00 Uhr

30.11.2014 Eishockey: EV Lindau – ECDC Memmingen ab 17.30 Uhr

30.11.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Netzhoppers KW Bestensee ab 18.00 Uhr

30.11.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – Fischtown Pinguins ab 18.30 Uhr 

03.12.2014 Volleyball: VfB Friedrichshafen – Olympiakos Piräus ab 20.00 Uhr 

04.12.2014 Handball: Kadetten Schaffhausen – Aalborg Handbold ab 20.00 Uhr

06.12.2014 Fußball: FV Ravensburg – Freiburger FC ab 14.00 Uhr

06.12.2014 Basketball: TSV Eriskirch – TV Rottenburg (Damen) ab 15.45 Uhr

06.12.2014 Basketball: TSV Eriskirch – BV Villingen-Schwenningen 2 (Männer) ab 18.00 Uhr

06.12.2014 Handball: Alpla HC Hard – Raiffeisen Fivers WAT Margareten ab 19.00 Uhr

06.12.2014 Handball: SV Allensbach – SV-Union Halle Neustadt ab 19.30 Uhr 

06.12.2014 Ringen: SV Germania Weingarten – KSV Aalen 2005 ab 19.30 Uhr

06.12.2014 Handball: HSG Konstanz – SG Kronau/Östringen ab 20.00 Uhr

06. – 07.12.2014 Fußball: 12. MTU-Hallencup – internationales U-15 Fußballturnier

07.12.2014 Basketball: TV Konstanz – Grüner Stern Keltern II ab 14.30 Uhr

07.12.2014 Fußball: FC St. Gallen – FC Sion ab 16.00 Uhr

07.12.2014 Eishockey: EV Lindau – HC Landsberg ab 17.30 Uhr

07.12.2014 Basketball: Baskets Konstanz – 1. FC Kaiserslautern ab 17.30 Uhr

07.12.2014 Eishockey: Ravensburg Towerstars – SC Riessersee ab 18.30 Uhr

Crowdfunding Kritik: Sportblogger Weinreich, TV-Konsument Niggemeier, Supermarktbesucher Schader und Co. wollen 900.000 Euro für Krautreporter einsammeln

Am Ende hat es ja dann doch mit einem Endspurt geklappt. Das in puncto Marketing, Verkäuferischen Fähigkeiten und Liebe zum Detail doch arg dahingeschusterte Projekt der Krautreporter Sache war starker Kritik ausgesetzt. Nach dem einwerben der Summe ist es dann eine Weile sehr ruhig um das Projekt gewesen. Gespenstisch ruhig. Jetzt soll sich etwas regen. Horizont titelt am heutigen frühen Morgen: Krautreporter starten heute – mit gedämpften Erwartungen. Okay, Gelegenheit einen Text aus dem Blog-Archiv zu holen:

Reblogg vom 19. Mai 2014

Nein, die Champagnerkorken knallten in der letzten Woche nicht durch die Wohnzimmer Deutschlands. Dazu war das mediale Interesse dann doch nicht massenkompatibel genug.Traveler Digital CameraManch einer verbrachte die Zeit auch fernab des Netzes.

Projekte können gelingen. Oder scheitern. Bei Krautreporter ist das Ende noch offen.

Es gab reihenweise Kritik am neu aufgelegten Projekt Krautreporter. Er beherscht Online-Journalismus und sieht sich eher als Autor und inhaltsstarker Blogger: Don Alphonso. Mit dem FAZ Blog Stützen der Gesellschaft beweist er seit Jahren seine Klasse. Seit Jahren hat er einen scharfen Blick auf Berliner Aktivitäten, Projekte die im Sande verlaufen und zu große Versprechen, die oft nicht eingelöst werden. Don Aplphonso nahm sich der Sache Krautreporter unter dem prägnanten Titel Gestern Werbung, heute auf dem Weg zum Praktikum in Nordkorea analytisch in gewohnt deutlicher Formulierung im privaten Blog an und hält fest:

,,Und dann ist es schon wieder so ein berlinzentriertes Metropolending. Kann man machen, wie 124.973 andere auch. Vielleicht kann man diesen Markt der die Welt mies findenden Metropolenmänner tatsächlich kommerziell nutzen, aber ich etwa lebe in Regionen, wo 60 Euro eher kein grosses Opfer wären, und denen verspricht das Projekt nichts.”

Peter Turi hob ebenfalls die Augenbrauen und titelte Alphablogger bitten zur Kasse und bemängelt die “branchentypischen Übertreibungen”.

,,Damit die Spenden reich fließen, haben die Krautreporter ein Image-Filmchen mit Musikteppich, Pathos und Parolen online gestellt – inklusive der branchentypischen Übertreibungen wie “Ich geh’ dahin, wo’s wehtut” (Jens Weinreich). Die 25 Autoren (davon nur 6 weiblich) werden mit dem sinnfreien Superlativ “25 Journalisten aus den besten Redaktionen Deutschlands” beworben.”

Okay, ich bin beim zählen auf 28 Personen gekommen. 6 Frauen und 22 Männer. An Kleinigkeiten will ich mich nicht aufhalten.

Auch der ehemalige Handelsblatt Journalist Thomas Knüwer nimmt sich der Thematik auf seinem Blog Indiskretion Ehrensache an und stellt recht skeptisch fest im Hinblick auf das Gelingen des Projektes 15.000 Abos a 60,00 Euro zu verkaufen um die Projektgesamtsumme von 900.000 Euro zu stemmen:

,,Ob das klappt? Mir persönlich kamen gestern Zweifel. Denn die Krautreporter sagten eine Teilnahme bei uns mit einer bemerkenswerten Begründung ab: Heute komme erst die Pressemitteilung und man wolle keine anderen Medien benachteiligen. Ein Projekt, das sich der existierenden Medienarchitektur entziehen will, beugt sich dieser also. Das ist PR aus dem vergangenen Jahrtausend. Erst recht, weil man dem “Spiegel” die Story ja schon gegeben hatte.”

Gedanken hat sich auch Daniel Bouhs auf der taz unter dem Titel Kampagnenstart mit viel Pathos gemacht und nimmt sich wie Peter Turi des Videoclips an:

,,Ein Dutzend Journalisten plant die Revolution. „Alles oder nichts“ heißt es jedenfalls in ihrem Videoclip, in dem so viel klebriges Pathos steckt, dass es davon nur so trieft.”

Der Promoauftakt der Sammelaktion von Krautreporter bekommt dann von Bouhs auch keine gute Note verpasst.

,,Und natürlich wollen sie die „Geschichten hinter den Nachrichten“ liefern. Kurzum: Ihr Promo-Material ist vor allem eines – austauschbar.”

Dabei ist ja gegen gut gemachte Promotion mit Herzblut nichts einzuwenden, eine mit Liebe zum Detail gemachte Werbung in eigener Sache durchaus sympathisch.Traveler Digital CameraDie Betonung liegt auf Herzblut und Liebe zum Detail.

Lorenz Matzat vom Datenjournalist bennent Fünf Gründe, warum ich von dem Krautreporter Konzept enttäuscht bin und zieht das Fazit:

,,Insgesamt ist es erstaunlich, dass das Crowdfunding für das Krautreporter-Magazin recht schlecht vorbereitet wirkt. Weil erfahrene Personen daran beteiligt sind. Hätte sich nicht ein Best-Practice aus den Dutzenden erfolgreichen gelaufenen Fundings auf Krautreporter, geschweige denn bei Kickstarter oder eben bei De Correspondent ableiten lassen?

Trotzdem wünsche ich Krautreporter Erfolg. Aber nur weil ich die Idee gut finde – aber nicht das vorliegende Konzept.”

Martin Weigert versucht der Kritik von den verschiedenen Seiten entgegenzuwirken und schreibt bei netzwertig.com unter dem Titel Krautreporter: Über die Kraft einer positiven Sogwirkung und wie verfrühte Kritik sie verhindert. Er erinnert mich dabei ein wenig an die Dünnhäutigkeit der Bayern München Verantwortlichen nach der berechtigten Kritik  am 0:4 Debakel gegen Real Madrid. Kritik darf zu jedem Zeitpunkt erlaubt sein. Martin Weigert führt unter anderen an:

,,Was für Deutsche wie für alle anderen Nationen beim Sport selbstverständlich ist, gilt bei wirtschaftlichen Projekten nicht mehr. Für Deutsche ist ein frühzeitiges Diskutieren aller Vor- und Nachteile ein Muss. Wird ein neues, herausforderndes Vorhaben angeschoben, dann müssen sich die Initiatoren darauf einstellen, dass selbst womöglich vorhandene ehrenwerte Ziele und ein eventuelles allgemeines öffentliches Interesse an der Verwirklichung nicht vor ausgedehnten, mit negativer Tonalität untermalten Analysen schützen.”

Nein, über diese Brücke würde ich nicht gehen wollen. Klingt mir unterschwellig doch zu sehr nach geforderten Biotop inklusive Welpenschutz. Selbstverständlich dürfen Analysen kritische Bemerkungen, skeptische Sichtweisen enthalten. Die rosarote Brille muss dabei von niemanden aufgesetzt werden.

Update: Manch einem ist die zahlreich begründete Kritik an den handwerklichen Fehlern und Geburtswehen des Projektes Krautreporter gar auf das Gemüt geschlagen. Christian de Vries artikuliert auf seinem Privatblog in dem Beitrag Ihr deutsch! Ihr doof! so seine aktuelle Gemütsverfassung. Dafür ist letztendlich jeder selber verantwortlich. Etwas mehr Gelassenheit im Umgang mit Kritik wäre vielleicht in der Debatte generell ganz brauchbar.