Khanty Mansiysk: Eric van Reem mit der Twitter-Nachlese der 9. Runde auf Chess in Tweets

Franz Beckenbauer hatte irgendwann sein Label weg. Der Kaiser. Schachweltmeister Magnus Carlsen ebenso. Der Schachmozart. Auch der niederländische Kultblogger Eric van Reem bekam kürzlich ein Label verpasst. Im November 2013. Der für Zeit Online von der WM in Chennai berichtende Ulrich Stock nannte den Niederländer „Presseattaché vom Team Anand“.

Legendär dann auch der Artikel von Schachfreund Stock über ein bemerkenswertes Foto von Eric van Reem in Chennai unter dem Titel Der Geistermeister. Bonushinweis von mir: Wer das Foto noch nicht kennt, sollte den Link nicht auslassen.

,,Carlsen kommt nicht. Stattdessen Espen Agdestein, sein Manager. Er redet eine Weile mit Kasparow, dann geht er, und Kasparow sitzt wieder allein am Tisch. Eric van Reem, Anands Teamfotograf, dessen Blog Mate in Chennai manchen Einblick gewährt, nutzt die Gelegenheit, über seinen Fischteller hinweg ein Paparazzifoto des Exweltmeisters zu schießen, wie man es seit den Tagen der Jagd auf den verschwundenen Bobby Fischer nicht mehr gesehen hat: Geistermeister Kasparow,  in psychedelisches Licht getaucht.“

Eric van Reem legt Schachblogs auf wie angesagte DJs ihre Platten auf Kultpartys und Szenediscos. Der „Presseattaché vom Team Anand“ hat bereits bei den letzten WM-Kämpfen von Anand neue Blogs eröffnet. Ich würde ohne Bedenken das Bruttosozialprodukt der Bundesrepublik Deutschland darauf setzen können, wenn es zum erneuten Duell zwischen Magnus Carlsen und Vishy Anand kommt, wird es wieder einen neuen WM-Schachblog vom sympathischen Kultblogger Eric van Reem geben. Da wir gerade bei erstklassigen Leistungen sind… Kult sind auch die Karikaturen auf ajedrezconhumor.blogspot.com.es. Schaut selber rein.a capablanca le hubiera gustado la partida

Doch jetzt leben wir im hier und jetzt. Eric van Reem arbeitet auch leidenschaftlich an seinem neuesten Schachblog am Sonntag. Das königliche Spiel kennt keine sonntägliche Pause. Auf Chess in Tweets hat der Teamfotograf von Anand wieder feinste Twitter-Nachlese unter dem Titel THE Candidates IN TWEETS – ROUND 9 geleistet.

Nachdenkenswert #218

,,Die Fans hatten ihn alle abgeschrieben. Schlappe zwei Prozent trauten dem „Tiger von Madras“ bei einer Umfrage zu, dass er beim WM-Kandidatenturnier noch etwas reißt. Ja, mancher plädierte gar dafür, Viswanathan Anand solle Platz machen für den kaum halb so alten Italiener Fabiano Caruana, der ihn auch in der Weltrangliste überflügelt hatte.“

Hartmut Metz, mit seiner Sonntagskolumne auf Schach-Ticker unter dem Titel Der ,,Tiger von Madras“ überrascht alle 

Schach Live-Ticker 9. Runde beim WM-Kandidatenturnier in Khanty Mansiysk

Bevor wir gleich in den Live-Ticker hineingehen, noch eine nicht ganz unwesentliche Kleinigkeit. Habe ich das Thema Geld bereits angesprochen? Nein, jetzt keine Angst, am heutigen Sonntag gibt es von mir keinen Klingelbeutel. Dies überlassen wir weiterhin der Katholischen Kirche. Es geht um den Gesamtpreisfonds beim Schach WM-Kandidatenturnier in der sibirischen Erdölstadt.

Die 420.000 Euro werden wie folgt verteilt:

1. Platz 95.000,-
2. Platz 88.000,-
3. Platz 75.000,-
4. Platz 55.000,-
5. Platz 40.000,-
6. Platz 28.000,-
7. Platz 22.000,-
8. Platz 17.000,-

Bei Punktgleicheit werden die Preisgelder geteilt. Jetzt aber rein in das aktuelle Geschehen.

++++++++++++++++++++++Hier geht es zum Live-Ticker  ++++++++++++++++++++++++++++

Den besten Schachspielern braucht die SPD also nicht mit Mindestlohn zu kommen. las vegas millionaire chess open

An der Stelle sollten allerdings alle Profischachspieler auch eine Gedenkminute in Richtung Bobby Fischer einlegen. Er kämpfte unablässig für höhere Preisgelder. Bobby Fischer scheute keine Auseinandersetzungen um die optimalen finanziellen Rahmenbedingungen am jeweiligen Spielort. Der hartnäckige, selbstbewusste und erfolgreiche Kampf vom amerikanischen Schachweltmeistern Fischer für adäquate Preisfonds, sein intensives Ringen um bessere Spielbedingungen war legendär. Durch Bobby Fischer zog ein anderes Selbstverständnis in die Schachszene ein.

Wer das bisherige WM-Kandidatenturnier von Khanty Mansiysk noch ein wenig Revue passieren lassen möchte, kann bei schach-ticker, chessbase, chesstigers und dem niederländischen Kultblogger Eric van Reem auf Chess in Tweets noch ein wenig hineintauchen.