Eva Moser, Schachverein Friedrichshafen und Schachfamilie Reif sowie die Vorherrschaft im Ländle

Im vergangenen Jahr hatte ich hier am Bodensee das Vergnügen Simultanschach gegen Eva Moser im Kunsthaus Bregenz zu spielen. Österreichs stärkste Schachspielerin in dem stilvollen Ambiente zu erleben war ein schönes Erlebnis. Seither verfolge ich die Schachlaufbahn von Eva Moser mit noch größeren Interesse wie bereits vorher geschehen. Mit Freude vernahm ich daher die Meldung Eva Moser schnappt sich Männer-Großmeisternorm. Ihr Sieg beim IV. Internationalen Senator-Max-Gutmann-Memorial fiel mit 7,5 aus 9 beeindruckend aus. Bleibenden Eindruck wird sie auch bei Großmeister Michael Prusikin hinterlassen haben. Nach fast siebenstündiger Spielzeit und 83 Zügen musste er sich Eva Moser geschlagen geben.

Engagierte Jugendarbeit im Schachverein Friedrichshafen und einsatzfreudige Schachfamilie Reif

Drehen wir den Scheinwerfer auf die Zeppelinstadt Friedrichshafen. Nein, Volleyball muss heute noch ein wenig warten. Auch in FN wird Schach gespielt. Stammleser erinnern sich an die Faszination Blitzschach am Bodensee. Jene Schachveranstaltung im Graf-Zeppelin-Haus mit 28 Teilnehmern unter dem Titel: Oberschwäbische Blitzschachmeisterschaft im vergangenen Jahr. Ich schrieb damals im März:

,,Blitzschach. Immer wieder faszinierendes Live-Erlebnis. Im Graf-Zeppelin-Haus war vor gut einer Woche einer dieser Veranstaltungen, die ein schnelles ziehen der Schachfiguren notwendig machten. Mit langem Grübeln ist da nichts. Wer vorn sein will muss schnell sein. Es wird halt geblitzt. Am Schachbrett entwickeln sich dann oft interessante Stellungen. Zeitnot ist nicht wirklich angenehm. Manch scheinbar siegreiche Stellung wird dann noch gekippt. Das renommierte Kultur- und Congress-Centrum punktet ja auch mit seiner einmaligen Lage am Bodensee und dem grandiosen Blick auf die Bergkulisse.“

Immer wieder auch bemerkenswert die Jugendarbeit vom Schachverein Friedrichshafen. Tilo Balzer und Eberhard Böckler obliegt die engagierte Jugendleitung des Vereins. Schachfreund Balzer schrieb mir am Sonntag, den 5. Januar 2014 folgendes:

Hallo Schachfreunde,

anbei noch ein Kurzbericht (Nachtrag) von Frau Reif zur BezJuM in Biberach (von mir ein wenig bearbeitet), bei der die Reif-family mit 4 TN vertreten war. 

Richard wurde mit 5 aus 7 3ter in der U12 und Karla mit 4 aus 7 7ter in der U14.

Richard hat toll gespielt und musste zunächst nur gegen die beiden Erstplatzierten Federn lassen. Durch die Niederlage gegen Martin Böckler (Sohn von Eberhard) verpasste Richard die Quali zu WüJuM. Für Martin war’s dagegen ein schöner Erfolg, mit dem er nicht unbedingt rechnen musste.

Karla hat auch toll und viele Partien lang gespielt und sich für die WüJuM w  qualifiziert.

Für Gerold war‘s eher mittelmäßig, mit 3,5 aus 7. Er hatte keinen guten Lauf, hat aber die Qualifikation zur Württembergischen Meisterschaft noch geschafft. Zu seiner „Ehrenrettung“ sei aber gesagt, dass er alles gegeben und bis zum Umfallen gekämpft hat. Und die Gegner werden mit dem älter werden auch nicht leichter.

Im Blitzen (im Rahmen der BezJuM, aber keine Meisterschaft) haben Gerold (Fünfter) und Richard (Siebter) tolle Ergebnisse eingefahren. 

Am Wochenende waren Reifs in Hohenems beim Jugendturnier („26.Vorarlberger Schacholympiade 2014“). Ludwig wurde am Samstag 10ter von 20 in der U8 mit 3,5 aus 7 Punkten. Am Sonntag ging’s für die anderen weiter. Karla U14 hatte bis dahin  2 aus 4 und musste am Sonntag noch 3 Spiele machen, ebenso Richard in U12, der 3 aus 4 hatte . Gerold hat gestern beim Blitzen in U18 teilgenommen (Ergebnis noch nicht bekannt). Vielleicht gibt’s ein Pokal.

Viele Grüße     Tilo Balzer

Weitere Einzelheiten folgen in Kürze.

In meiner Jugend hatte ich das   Glück eine sehr schachbegeisterte Familie zu erleben. Ihr Familienoberhaupt Paul Gaffron war ein sehr guter Förderer und Schachtrainer der Kinder und Jugendlichen. Die Zeit damals im Schachverein hat mich sehr geprägt.

So jetzt zum Volleyball. Die Männer von Kultcoach Stelian Moculescu haben im neuen Jahr morgen ihren ersten Punktspielauftritt. Ohne überheblich klingen zu wollen: Alles andere wie ein Sieg beim TV Rottenburg wäre eine Enttäuschung par Excellence. Ein Sieg im Schwabenderby ist für die Häfler Pflicht. Zum Auswärtssieg gibt es keine Alternative. Alle wichtigen Infos gibt es beim VfB Friedrichshafen unter dem Titel Vorherrschaft im Ländle sichern. Das Wochenblatt hatte in der letzten Jahresausgabe 2013 am 27. Dezember auf Seite 2 Stelian Moculescu zum Verlierer der Woche gekürt mit folgenden Worten:

,,Da kriegst du die Krise! Der Trainer des VfB Friedrichshafen muss machtlos mitansehen, wie sein Team in der Volleyball-Champions-League einen 2:0 Vorsprung, drei Matchbälle und (zum 5. Mal in der Saison) den Tiebreak vergeigt. Ein 3:2 hätte für die Play Offs gereicht, jetzt nimmt der VfB ein bitteres 2:3 mit in die Weihnachtspause. Oh du…“

Übrigens eingerahmt war Stelian Moculescu vom Gewinner der Woche, dem Bürgermeister Andreas Schmid von Meckenbeuren und der Managerin der Woche, der Geschäftsführerin des Zeppelin Museums, Frau Dr. Ursula Zeller.

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