Brasilien WM 2014: Wenn ein Anwalt seine Wohnung vermietet …

Dieser Tage gibt es verstärkt Texte über Brasilien. Einer meiner Favoriten ist der von Tagesspiegel-Autor Philipp Lichterbeck. Seine originelle und authentische Post vom Zuckerhut kommt gut sortiert an. Seine neueste Geschichte unter dem Titel 100.000 Euro für einen Keller: Wohnungssuche in Zeiten der WM beschäftigt sich mit dem überhitzten Immobilienmarkt im Zeitfenster des Turniers. Neben der Kellerstory plaudert Lichterbeck auch aus dem Nähkästchen in Sachen Preisvorstellung eines Juristen in puncto Zweizimmerwohnung.

,,Ein Bekannter von mir, er ist Anwalt, würde beispielsweise seine 75 Quadratmeter große und ziemlich verwohnte Zweizimmerwohnung mit mir teilen. 1200 Reais im Monat würde mich das kosten, rund 400 Euro. Im WM-Monat aber vermietet er die gesamte Bude für 1000 Reais (330 Euro) am Tag!  Er geht dann auf Reisen. Einen Mieter hat er auch schon gefunden: eine Familie aus England, die offenbar kein Problem damit hat, umgerechnet 10.000 Euro für einen Monat in Rio hinzulegen.“

Welche Gruppe bekam England gleich zugelost? Ach ja, Uruguay, Spanien Italien und Costa Rica. Wenn es dumm läuft ist der Weltmeister von 1966 bereits nach der Vorrunde wieder draußen. Aber es gibt ja dann in den K.o. Spielen sicher attraktive Alternativen für die englische Familie.

3 Gedanken zu “Brasilien WM 2014: Wenn ein Anwalt seine Wohnung vermietet …

  1. Trainer Baade 8. Dezember 2013 / 20:56

    Okay, es ist zwar Italien statt Spanien, macht die Angelegenheit für England aber auch nicht spürbar einfacher. Schöner Fund, diese Geschichte mit den Unterkunftspreisen für die Zeit der WM.

    • sportinsider 8. Dezember 2013 / 21:28

      Das Fehlerteufelchen hatte zugeschlagen. Ist bereits ausgebessert. Danke für den Hinweis.

  2. WM 2014 Blog 13. Dezember 2013 / 14:49

    Wer kanns den Leuten schon verdenken. Jeder wittert das große Geschäft während der Fußball WM. Am Ende schneiden die Leute sich jedoch ins eigene Fleisch. Schon jetzt steigen die Preise für Lebensmittel- und ÖPNV rasant an. Nur leider werden sie nach der WM nicht wieder sinken, sondern auf gleichem Niveau bleiben. Am härtesten trifft das die arme Bevölkerung, die die gestiegenen Kosten eben nicht so einfach weitergeben können. Eine Lohnanpassung findet nämlich nur in den seltensten Fällen statt.

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