Live Schach-WM 2013: 8. Partie Magnus Carlsen – Vishy Anand

Garri Kasparow lag einst gegen Anatoli Karpow mit 0:4 zurück. Bobby Fischer sah sich gegen Boris Spasskij mit einem 0:2 Rückstand konfrontiert. Am Ende mussten Karpow und Spasskij den Titel abgeben. Der Vorsprung schmolz wie ein Stück Butter in der Sonne auf der Terrasse. Davon Parallelen zum jetzigen Kampf in Chennai abzuleiten wäre nicht fair. Es waren nicht nur andere Zeiten, sondern vor allen herrschte ein anderes Reglement. Heutige WM-Kämpfe um den Schachweltmeistertitel sind auf die kurze Distanz von 12 Partien ausgelegt. Die 8. Partie zwischen dem 22-Jährigen Magnus Carlsen und dem 43-Jährigen Vishy Anand steht heute in Chennai auf dem Programm. Dem Herausforderer fehlen noch 2 Punkte zum erstmaligen Weltmeistertitel. Champion Vishy Anand steht mit dem Rücken zur Wand. Geht da noch etwas?

Live ist Live. Ab 10.30 Uhr lohnt sich ein hineinschauen in die Live-Berichterstattung.

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Schach-WM 2013: 7. Partie Vishy Anand – Magnus Carlsen

Es ist hoffentlich noch keine Schachmüdigkeit beim Publikum zu verzeichnen. Nach dem Doppelschlag von Magnus Carlsen ging es am heutigen Montag in die 7. Partie. Viswanathan Anand mit dem Anzugsvorteil und 2 Punkten Rückstand im WM-Kampf 2013 gegen den jungen Elo-König aus Norwegen. Auf sportal ist die komplette Partie mit der kompetenten Kommentierung von Bernd Schroller zu finden. Im Hinblick auf den medialen Hype um C&A hält er auch die Pressekonferenz fest:

,,Etwas interessanter ist das schon die Frage an die Spieler, ob sie etwas von dem großen medialen Rummel rund um dieses Duell mitbekommen. Sowohl Anand als auch Carlsen freuen sich über die Unterstützung in den sozialen Netzwerken, müssen aber letztlich eingestehen, dass sie von ihren Teams weitgehend abgeschirmt werden.“

Ich verfolge Schachweltmeisterschaften seit 1972. Die jetzige WM ist im Netz intensiv vertreten. In einem Tagtraum würde ich mir Bobby Fischer in die heutige Zeit beamen. Im Schachmatch des Jahrhunderts stellte er ja für die Medien seine eigenen Regeln auf. Doch das ist wieder eine andere Geschichte.

Live-Ticker Schach-WM 7. Partie Vishy Anand – Magnus Carlsen

Tief durchatmen. Die Schach-WM sieht seit Sonnabend besonders das Team um Weltmeister Anand unter Druck. Sind die Sekundanten in der Lage, dem indischen Schachhelden eine besonders gute Idee für einen Matchplan im 7. Spiel am Montag mit auf den Weg zu geben?

Übrigens gibt es auch in Deutschland noch Fachgeschäfte mit einem gut sortierten Sortiment an Schachspielen.Traveler Digital CameraIch konnte der Versuchung nicht widerstehen und habe mich vor der WM zur mentalen Einstimmung noch mit einem neuen Schachbrett und wunderschönen Figuren aus einem Traditionsgeschäft verwöhnt.Traveler Digital CameraDoch ich schweife ab. Fokus auf die WM im hier und jetzt.

Es steht 4:2 für den Herausforderer. Das ist ein Statement. In Chennai geht es nach der Siegpartie von Magnus Carlsen weiter im Kampf um die Schachkrone. Das königliche Spiel Schach steht erneut auf dem Programm. Die 7. Partie zwischen dem Schachweltmeister Vishy Anand und dem Elo-König Magnus Carlsen könnte der Kulminationspunkt im WM-Match werden. Ein wenig Zeit ist noch bis zum Beginn der Live-Schach-WM Übertragung.  Vielleicht eine Gelegenheit nochmals in die Video-Analyse der 6. Partie von Niclas Huschenbeth hineinzuschauen. Der deutsche Schachmeister von 2010 hat sich übrigens für die Eröffnungszug von Vishy Anand am Montag bereits festgelegt:

,,Anand hat nun einen Ruhetag, um sich von dem Doppelschock zu erholen und dann wird er wiederum mit Weiß gegen Carlsen antreten. Da Anand in der Berliner Verteidigung nicht wirklich viel zu holen scheint, würde ich auf 1.d4 in der nächsten Partie tippen.“

Chess-Tigers drückt selbstverständlich Vishy Anand die Daumen und verweist auf noch mögliche 6 zu spielende Schachpartien in Chennai sowie auf frischen Content vom niederländischen Kultblogger Eric van Reem.

,,Das ist aus Sicht des Weltmeisters natürlich eine Katastrophe. Er liegt nun 2:4 hinten, aber noch sind im Optimalfall 6 Partien zu spielen. Am Sonntag ist Zeit zum Kräfte sammeln, bevor am Montag 10:30 Uhr Partie 7 ansteht, in welcher Anand nochmals Weiß haben wird. Nutzen Sie doch die Zeit, um sich (mal wieder) auf „Mate in Chennai“ umzuschauen. Unser Chess Tiger on Tour und Mitglied des Team Anands, Eric van Reem, hat neue Beiträge und Bilder veröffentlicht.“

Kürzlich war ich in Zürich.  In der dortigen Presse war im Vorfeld der WM das Interesse am Kampf Anand gegen Carlsen sehr groß. Auch während des Schachmatch in Indien wird über das Duell berichtet. Es gibt Beifall: Die Neue Zürcher Zeitung und die SonntagsZeitung machen nach dem Doppelschlag vom norwegischen Schachmozart ihre Aufwartung für den Elo-König.

Genug der Vorrede.

Live ist Live. Ab 10.30 Uhr lohnt sich ein hineinschauen in die Live-Berichterstattung.

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Schach-WM 2013: 6. Partie Vishy Anand – Magnus Carlsen

Guten Morgen. Die erste Schachwoche in Chennai ist durch. Vorigen Samstag eröffneten beide Schachspieler die WM mit einem handzahmen Remis. Blutleer. Bobby Fischer hätte wahrscheinlich heftig den Kopf geschüttelt. Ihm waren schnelle Punkteteilungen oft suspekt.Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraDanach folgte ein weiteres ökonomisches Remis. Partie 3 und 4 sah dann längere und umkämpfte Remispartien. Die gestrige 5. Schachpartie gewann der norwegische Elo-König und Buchmacherfavorit Magnus Carlsen gegen den amtierenden Weltmeister Vishy Anand. Damit geht es in die heutige 6. Partie. Bernd Schroller ist auf sportal bereits wieder aktiv in Puncto Live-Kommentierung.

,,Beide Spieler haben sich früh ihrer Jacken entledigt. Carlsen sitzt mit verschränkten Armen am Brett, der Läuferzug nach g5 scheint ihn überrascht zu haben, er ist nun wohl aus seiner Vorbereitung raus. Das Anand früh von der Partie vom Mittwoch abweicht, ist auch eine Hinweis auf seinen heutigen Matchplan. In der Variante der vierten Partie verschwanden früh die Damen vom Brett und es entstand ein Mittelspiel mit je zwei Türmen und zwei Leichtfiguren. Heute will er wohl seine Damen auf dem Brett halten, um sich mehr taktische Möglichkeiten zu erhalten.“

Einen grandiosen Matchtplan hatte seinerzeit auch Bobby Fischer. Er zog ihn konsequent durch.Traveler Digital CameraDoch schauen wir nicht weiter in den Rückspiegel. Was tut  sich in Chennai? Bernd Schroller auf sportal meint:

,,Letztlich sehen wir gerade die erste Partie bei dieser WM, in der Weiß aus seinen Anzugsvorteil auch mal etwas macht.“

Entscheidend ist letztendlich das Ergebnis. Anand hat in den vergangenen WM-Duellen gegen Gelfand und Topalov seine Zähigkeit bewiesen. Rückstände konnte er dort umwandeln. Andererseits scheint Carlsen durchaus auch in der Lage eine errungene Führung nicht wieder so schnell aus der Hand zu geben. Der Spannung des WM-Kampfes tat die gestrige Niederlage vom Champion selbstverständlich gut. Die Dramaturgie ist nicht die schlechteste.

Noch ein paar Lesehinweise. Chess-Tigers hat unter dem Titel Marina Beach and the Chennai Feeling einen lesenswerten Text (in deutsch) und sehr schöne und seltene Fotoaufnahmen veröffentlicht.

Einen richtig guten Job in puncto Schach-WM 2013 Berichterstattung macht auch Deutschlands Schachmeister von 2010, Niclas Huschenbeth, auf seiner Website.

Chessbase ist ebenfalls immer aktiv in der Berichterstattung. Kontinuität und Qualität gehen dort Hand in Hand. Sehenswert sind die Chennaier Impressionen.

Auf dem Schach-Ticker hat Thomas Richter eine Zwischenbilanz zu Anand-Carlsen in Chennai gezogen.

Doch weiter in der 6. Partie zwischen Weltmeister Vishy Anand und dem Schachmozart Magnus Carlsen. Bernd Schroller wirft nach 15 Zügen einen kleinen Blick auf die Sekundanten von Anand. Die Rolle der Schachflüsterer ist nicht zu unterschätzen. Warum spiele ich meine Partien eigentlich ohne Sekundanten? Kürzlich beim Simultan-Schachspiel gegen die österreichische Großmeisterin Eva Moser im Kunsthaus Bregenz fragte mich mein Nachbar sofort nach der DWZ. Die Veranstaltung war wunderbar. Ich sehe heute noch den Citroen vor meinen Augen.Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraDerweil geht es in Chennai bei der 6. Schachpartie im WM-Kampf weiter.

Der halbstaatliche TV-Sender ARD bestückt auch den Videotext. In einer Kontinuität die es aus meiner Erinnerung so 2012 beim Moskauer Kampf und 2010 beim Match Topalov-Anand in Sofia nicht gab. Im Videotext zitierte man gar Vishy Anand nach der gestrigen Niederlage. Aber Schachfreunde müssen trotzdem mit dem Angebot der ARD enttäuscht sein. Doch zurück zur heutigen Partie. Bernd Schroller verweist auf die Länge der Partien von Chennai im Vergleich zu Moskau:

,,Eine weitere schon nach fünf Spielen festzustellende Differenz zur WM in Moskau ist die Länge der Partie. Im Vorjahr endete nur eine der regulären Partien nach dem 40. Zug, in diesem Jahr bereits drei. Und geht man davon aus, dass die ersten beiden Turniertage eine Art Warm-Up war, dann werden bis zum Ende noch viele sehr lang ausgekämpfte Partien hinzukommen.“

Heute sind mittlerweile 41 Züge gespielt. Wir haben ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern für Magnus Carlsen. Da fällt mir gerade noch ein kleiner Plausch am Rande der Simultan-Schachveranstaltung in Bregenz ein: Ein lebenserfahrener Kiebitz wandte sich an mich und sagte:

,,Ich kann gut mit Bauern. Ich bin Bauer.“

Ich mag die entspannte Atmosphäre von solchen Schachevents.Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraTraveler Digital CameraTraveler Digital CameraIn Chennai geht es hochkonzentriert weiter. Magnus Carlsen hat sicherlich den brennenden Wunsch mit dem Mehrbauern mehr wie einen halben Punkt am heutigen Samstag zu realisieren. Bei einem Sieg wäre der Zwischenstand vor dem morgigen Ruhetag ein ziemlich gut klingendes 4:2. Aber wir wollen das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist. Live-Kommentator Bernd Schroller verweist bei sportal auf eine entspannte Situation in puncto Zeit:

,,Heute haben beide Spieler sehr locker die Zeitkontrolle geschafft. Bis zum 60. Zug haben sowohl Anand als auch Carlsen fast 90 Minuten Zeit.“

Turmendspiele sind durchaus eine Kernstärke von Magnus Carlsen. Er kann da unerbittlich sein und den kleinsten Vorteil in sehr langen Partien zu einem Vorteil umwandeln. Andererseits hat Vsihy Anand oft genug seine Widerstandsfähigkeit und Beharrlichkeit nachgewiesen. Eine Niederlage, die zweite nach gestern, kann dem Weltmeister nicht wirklich gefallen. Der oben skizzierte Zwischenstand von dann 2 Punkten Rückstand hat keinen richtigen Charme aus Sicht des Champions. Aber ich will nicht orakeln. Die beiden Berufsschachspieler sollen die 6. Partie im gut dotierten Schach-WM Kampf 2013 in Chennai ausfechten.

Live-Ticker Schach-WM 6. Partie Vishy Anand-Magnus Carlsen

Während Übungsleiter Löw mit seiner teuren Mannschaft weiterhin nicht gegen die cleveren und spieltaktisch intelligent agierenden Italiener gewinnen kann, geht es im indischen Chennai nach der Siegpartie von Magnus Carlsen weiter. Das königliche Spiel Schach steht auf dem Programm. Die 6. Partie zwischen dem Schachweltmeister Vishy Anand und dem Elo-König Magnus Carlsen.

Live ist Live. Ab 10.30 Uhr lohnt sich ein hineinschauen in die Live-Berichterstattung.

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Schach-WM 2013: 5. Partie Magnus Carlsen – Vishy Anand

Nach zwei kurzen und recht blutleeren Remis gab es dann zwei ausgekämpfte Partien mit dem gleichen Ergebnis: Punkteteilungen sind in Chennai momentan In. Die Schachfreunde in aller Welt waren gespannt ob die 5. Partie erstmalig einen Sieger  im WM-Kampf 2013 zwischen dem norwegischen Herausforderer Magnus Carlsen und dem indischen Champion Vishy Anand bringen sollte. Bernd Schroller meinte beim Live-Ticker auf sportal:

,,Carlsen eröffnet gleich zum dritten Mal mit den weißen Steinen. Sowohl seine gewählte Varianten im Grünfeld-Inder in der ersten Partie als auch das Reti-System aus Spiel 3 konnten den Weltmeister nicht aus der Reserve locken. Im Gegenteil, Anand Eröffnungsbehandlung verschaffte ihn in beiden Fällen sogar eher einen kleinen Vorteil. Ich bin gespannt, ob es der Herausforderer ein weiteres Mal mit 1. Sf3 versucht.“
Schachmozart Carlsen begann diesmal mit 1. c4. Es entwickelte sich eine muntere Partie. Der Elo-König muss eigentlich irgendwann zum ersten Schlag ausholen. Andererseits schwächelte Carlsen ja bereits beim Kandidatenturnier in London und kam nur mit sehr viel Glück überhaupt bis nach Chennai. Andererseits: Qualifiziert ist qualifiziert. Ich selbst bin ja kein ganz großer Verfechter dieser Elo-Zahlen. Entscheidend ist immer noch eine Welmeisterschaft mit dem Duell Mann gegen Mann. Da spielt die psychologische Komponente hinein, die erworbene Fitness im körperlichen Bereich, die Schachflüsterer (offizielle Berufsbezeichnung: Sekundanten).
Doch schauen wir auf die Partie. Der kompetente Live-Ticker Kommentator Bernd Schroller auf sportal nach 9 Zügen der 5. Partie zwischen Carlsen und Anand:
,,Im Moment hängt der schwarze Bauer auf c5. Aber der ‚Mehrbauer‘ ist nur unter der Aufgabe der eigenen Bauernstruktur zu verteidigen. Nach 10. cxd4 Dxd1 11. Txd1 Se4 könnte eine Stellung entstehen, in der Weiß drei schwache Bauern auf den Feldern c3, c4 und c5 hätte. Das kann Carlsen nicht gefallen.“
Magnus Carlsen entschied sich dann für eine Neuerung mit 10. Dd3. Derweil flechtete Bernd Schroller einige schöne Bemerkungen zur Anwesenheit von Garri Kasparow ein. Der amtierende Champion Vishy Anand und der ehemalige Schachweltmeister gehören nicht der Kategorie Ziemlich beste Freunde an. Für mich hat Kapsparow ja die Laufbahn auch zu zeitig beendet. Er hätte ja die Chance gehabt weiterhin Titel zu holen und seinen Worten und dem Anspruch des weltbesten Schachspielers weiter Taten folgen zu lassen.
Doch tauchen wir weiter in die 5. Partie hinein. Bernd Schroller macht seine Sache bei sportal exzellent. Er ist kompetent und unterhaltsam. Diese Kombination ist richtig gut.

Live Schach-WM 5. Partie Magnus Carlsen – Vishy Anand

Münchens großes Gefühlskino lieferte FCB Präsident Uli Hoeneß diese Woche. Derweil powern Deutschlands Sportblogger. Trainer Baade ist weiterhin  fleißig in Sachen Lesereise mit dem Kultprogramm Drama Queens in kurzen Hosen unterwegs.

Blogger Jens Weinreich bringt ein Buch auf den Markt. Gutes Timing. Titel Macht, Moneten, Marionetten. Nach der Ablehnung einer Bewerbung für Olympische Winterspiele 2022 in München und Umgebung durch die mündigen Bürger beim Votum am Sonntag folgte im Blog der lesenswerte Artikel unter dem Titel Das Nein für München für München 2022 und andere demokratische Regungen: Die Parallelgesellschaft Sport kann die Signale nicht deuten. Unbedingt lesen! Notfalls diese Woche irgendwann ein Zeitfenster dafür reservieren oder die Tagesschau, irgend eine geplante Joggingrunde oder die Anfangsphase der Partie der Mannschaft von Übungsleiter Löw gegen die cleveren, sympathischen und taktisch intelligenten italienischen Fußballer ausfallen lassen.

Übrigens war es nicht überraschend das einige Politiker und Sportfunktionäre arg pikiert auf das klare, ehrliche und unmissverständliche Votum beim Bürgerentscheid reagiert haben.Traveler Digital CameraDabei hatte Ludwig Hartmann die Dinge in einem Statement für sportinsider bereits klar vor dem Bürgerentscheid auf den Punkt gebracht.

Der laute Parteitag der Genossen in der einstigen Olympia 2012 Bewerberstadt Leipzig hin oder her: In der Flugplatz-Projekt Hauptstadt grüßt täglich das Murmeltier. Während in Berlin SPD, CDU und CSU sich weiterhin ein bizarres Geschachere um Posten liefern und ein Wahlversprechen nach dem anderen dem Parteiproporz opfern, geht es heute im indischen Chennai erneut kultivierter zu. Das aristokratische Spiel Schach steht auf dem Programm. Die 5. Partie zwischen dem norwegischen Schachmozart Magnus Carlsen und dem amtierenden Weltmeister Vishy Anand aus Indien zieht wieder alle Schachfreunde in den Bann.

Live ist Live. Ab 10.30 Uhr lohnt sich ein hineinschauen in die Live-Berichterstattung.

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Nachdenkenswert #201

,,Da Anand selten Partien verliert und über weit mehr Matchpraxis – vor allem bei großen Events – verfügt, könnte er den Verlauf der WM lange offen halten – und so Carlsen nervös machen. Der hatte schon in der entscheidenden Phase des Herausfordererturniers im März in London überraschend geschwächelt. Er siegte am Ende nur aufgrund glücklicher Umstände und aufgrund von Regelungen, die äusserst umstritten waren.“

      Joe Boden, auf JOE’s Schachblog mit einem Blick auf Schachgenie Magnus Carlsen

Schach-WM 2013: 4. Partie Vishy Anand – Magnus Carlsen

Der heutigen 4. Schachpartie um die Schachweltmeisterschaft in Chennai waren 3 Remis vorausgegangen. Der norwegische Herausforderer Magnus Carlsen konnte bis dato seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden. In der heutigen Partie spielte der Schachmozart mit den schwarzen Figuren gegen den Champion Vishy Anand. Beim Live-Ticker auf sportal gab Kommentator Bernd Schroller nach 43 Zügen folgende Einschätzung:

,,Anand schaut noch einmal sehr lange in diese Position rein, ich habe im Moment keine genauen Information über die verbrauchte Bedenkzeit. Der wahrscheinlichste Zug ist nun wohl T1c4, um den Springer zu decken. Die meisten Berechnungen zeigen, dass sich dann das Material auf die eine oder andere Weise wegtauscht und ein Endspiel entsteht, dass die Remisbreite nicht verlässt.“

Nun, der indische Schachweltmeister wählte einen anderen 44. Zug. Anand und Carlsen sind dann in einem reinrassigen Doppelturmendspiel gelandet. Der Weltmeister bot zwischendrin einen vergifteten Bauern an. Der exzellent vermarktete Jungstar aus Norwegen lehnte dankend ab. Die heutige Schachpartie war die bisher längste im 2013er Schachmatch in Chennai.

Zur Erinnerung nochmals die Quoten von bwin vor dem Match. Für einen Sieg auf Magnus Carlsen gibt es die Quote von 1,30. Vishy Anand notierte bei 3,20.

In diesen Tagen lohnt auch immer ein Blick auf das Kultblog vom smarten niederländischen Blogger Eric van Reem vom A-Team Anand. Welcher Weltmeister bekommt eigentlich einen ähnlichen guten Support in Sachen bloggen?

Vishy Anand kämpfte im Endspiel auch gegen die unerbittliche Zeit. Bernd Schroller auf sportal nach 51 Zügen:

,,Anand läuft die Teit davon. Er muss bis zur nächsten Zeitkontrolle noch neun Züge spielen und hat dafür nur noch sieben Minuten Zeit.“
Ich persönlich mag keine Zeitnot. Neulich beim Simultan gegen Eva Moser in Bregenz wurde ohne Uhr gespielt. DIe Atmosphäre war sehr entspannt.
Traveler Digital CameraTraveler Digital CameraDoch ich schweife ab. Zurück zu Vishy Anand und Magnus Carlsen. Es geht in die Zielgerade. Showtime. Nach 64 Zügen endet die 4. Partie in Chennai mit einem erneuten Remis. Gesamtstand damit 2:2. Wer die ganze Dramatik inklusive präziser Zeitangaben in puncto Zeitnot und kompletter Live-Kommentierung von Bernd Schroller in aller Ruhe nochmals Revue passieren lassen will, schaut hier bei sportal rein.

Live Schach-WM 4. Partie Vishy Anand-Magnus Carlsen

Während in Berlin SPD, CDU und CSU sich weiterhin ein Geschachere um Posten liefern und ein Wahlversprechen nach dem anderen dem Parteiproporz opfern, geht es heute im indischen Chennai erneut kultivierter zu. Das aristokratische Spiel Schach steht auf dem Programm. Die 4. Partie zwischen dem Schachmozart Magnus Carlsen und dem amtierenden Weltmeister Vishy Anand.

Live ist Live. Ab 10.30 Uhr lohnt sich ein hineinschauen in die Live-Berichterstattung.

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